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Dienstag, 26. September 1922

122. Jahrgang

auf seinen Protestantrag zu vereinigen, unj)

Die Verschmolzenen.

Nachdem der Augsburger Parteitag der Mehrheitssozialisten das neue Organisations-- ftatut für die Vereinigte Sozialdemokratische Partei sowie das Einigungsprogramm ein­stimmig und vorsichtigerweise ohne Debatte angenommen hat, ist jetzt auch vom Geraer Parteitag der Unabhängigen die Verschmel­zung mit den feindlichen Brüdern gutgeheihen worden, und jo haben sich die beiden sozial­demokratischen Hälften, die beim Beginn des Weltkrieges auseinanderfielen, weil dir einen für die Bewilligung der Kriegskredite, und die anderen, die sich als Anabhängige auftaten, dagegen stimmten, wieder zusammengefunden.

Auf der Geraer Tagung ging es nicht ganz so glimpflich zu wie auf Lvr Augsbur­ger, wo man die Politik mit der Diplomatie zu vereinigen verstand. Ledebvur ritt eine heftige Attacke gegen die Einigung, warf der Partei Verrat an der Arbeitersache vor und drohte mit der Gründung einer Gegenpartei. Aber er vermochte nur ganze sieben Stimmen

lach emr hat Da. Kandidatur nn zurück, "dert, ge.

Die Hungersnot in Ruhland.

Genf, 23. Sept. (WTD.) Dem Ober-» kommissariatNansens wird mitgeteilt, daß nach den letzten Schätzungen die Ernte in Rußland und der Ukraine höchstens 2000 Millionen Pud Getreide betragen wird, während sie im Jahre 1916 fast das Doppelte betrug. In der Südukraine, der Krim und Tei­len des Gouvernements Domara, wie auch in den Gouvernements Saratow, Tscheljabinsk, Lzaritcin, wie auch in der Republik Baschkir und dem Gouvernement Diatka und dem Nordkaukasus wird daher die Hungersnot weiter wüten. In den Provinzen Iekate- rinoslaw, Nikolajewsk, Odessa und Alexan- drewsk leiden mehr als eine Million Menschen H un ger. Das ukrainische Rote Kreuz fordert dringend Nahrung und Geld für die aus dem Wolgagebiet geflüchteten Kinder

Wahlen in Polnisch-Oberfchlesien.

Beuthen, 25. Sept. (WTD.) Vorläufige Wahlergebnisse aus Pvlnesch^Oberschlesien:- nigshütte-Stodt: Deutsche Partei 8072, Deutsch.' s ozialdemvkratische Partei 5963 Korfantyblock 5506, Katholische Vollspartei 4805, Nationale Arbeiterpartei 2691, polnische Sozialisten 1063, Kommunisten 937, Polnische Volkspartei 42.- nigshutte-Land, Tarnowih, Lublinitz, Schwien- tochlvwih: Korfantyblock 30 893, Katholische Volks­partei 30 406, Deutsche Partei 12 362, Deutsche Sozialisten 7842, Rationale Arbeiterpattei 7722, Kommunisten 3278, Polnische Sozialisten 1933, Polnische Dolkspattei 806 Stimmen.

nähme, daß Moskau fordern werde, daß die drei Sowjetstaaten Georgien, Ukraine und Mos­kau auf der Konferenz vertreten seien

Eine englische Kabinettssitzung.

London, 25. Sept. (WB.) Heute mittag hat das Kabine11 eine etwa zweistündige Unterredung abgehalten, bei welcher Lloyd George den Vorsitz führte. Lloyd George be­glückwünschte Lord Curzon zu dem Ergebnis einer Pariser Reise. In der Sitzung wurde die gesamte Lage int Rahen Osten erörtert. Die Vlätter melden, daß keine weitere Zusammenkunft des Kabinetts in Aussicht genommen fei. Lloyd George wird wahrscheinlich heute auf das Land zurückkehren. Mustafa Pascha hat noch nicht ge- anlwottet. Man erwartet jedoch zuversichtlich daß sehr bald eine günstige Antwort eintreffen und daß sofort nach ihrem Empfang der Zeit punkt für die Konferenz festgesetzt wird. Als frühester Termin wird der 16. 10. bezeichnet Wahrscheinlich wird die Konferenz in Venedig iattfinden.

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Die geeinigte internationale Sozialdemokratie werde in allen Ländern eine Macht darstellen, die letzten Endes auch die vom kapitalistischen Imperialismus diktierten Friedensverträge be­seitigen und die Völker zusammenführen werde zu einem wahren Völkerbund und zu einem wahren Volkerfrieden. (Beifall.) Wels brachte das von beiden Parteien vereinbarte Aktions­programm für die vereinigte Partei zur Abstim­mung, welche eine einstimmige Annahme ergab, und teilte mit, daß Karl Kautsky zum Vor­sitzenden der Kommission zur Ausarbeitung des neuen Parteiprogramms bestimmt wurde. Ein­stimmig wurden auch die von beiden Parteien getroffenen organisatorischen Vereinbarungen an­genommen. Ebenso fanden die Vorschläge für die Besetzung des Parteivorstandes und der übrigen Patteiinstanzen die Billigung des Parteitages. Zu Parteivorsihenden wurden ein­stimmig Müller, Crispien und Wels gewählt. Wels begrüßte die vielen aus den europäischen Ländern und aus Amerika schienenen Vertreter der sozialistischen Parteien. In ihrem Ramen sprach lebhaft begrüßt Am­mon- England. Er feierte die Einigung der

rem uni) den anderen Funktivnärposten soll die U. S. P. immer nur ein Drittel bekommen. Die Übereinstimmung ist also durch die Ueberstimmung gesichert.

Nürnberg, 24. Sept. (WTD.) Im Riesen­saal des Herkules-Velodroms, worin die aus Augsburg undGera zusammengekom- menen Deleg iert en der beiden sozia­listischen Pa rteien die auf den Sonder­patteitagen schon beschlossene Einigung der So­zialdemokratie besiegeln wollen, waren schon lange vor Beginn der Sitzung viele Arbeiter anwesend, die sich einen Platz sichern wollten. Auf Vorschlag des Altersvorsitzenden Pfannkuch wurden Wels, bisher SPD. und Diitmann, bisher USPD., ein­stimmig zu Patt eivorsitzenden gewählt. Als Referenten des Parteitages wurden Hermann Müller und Arthur Crispien bestimmt. Müller, der bisherige Vorsitzende der SPD., bejahte die Frage, ob die Einigung von Dauer sein werde. Crispien, der bisherige Parteivorsihende der Unabhängigen, betonte besonders die Bedeutung der Einigung der deutschen Sozialdemokratie für die Einigung der Sozialdemokraten aller Länder.

Heutiger Stand des Dollars

10 Uhr vormittags'

Berlin 14051410, Frankfurt 14101415,

Türkische Kavallerie in der Tschanak-gone.

Loudon. 25. Sept. (WTD.) Reuter mel­det aus Konstantinopel: Die türkis chen Ka­valleriestreitkräfte, die sich gestern aus Frenkoj in der T schana k - Zone unter dem Schuhe einer weißen Flagge zurückgezogen hatten, jinb wieder in vermeHtter Stärke von schätzungs­weise 2000 Mann zurückgekehrt. Erne britische Abteilung hat eine Stellung halbwegs gegenüber Frenkoj eingenommen und ist für jede Even­tualität Bereit. Eine wettere heute nachmittag 5,30 Uhr aus Konstantinopel abgesandte Reuter- Meldung besagt, daß die provozierende Aktion der Türken, die in die neutrale Zone von Tschanak zurückgekshrt sind, diesmal mit Maschinengewehren, eine ernstliche Bedro­hung für die friedliche Regelung des Ottentpro- blems bedeute. Der britische Oberbefehlshaber Sir Harrington habe dem nationalistischen Vertreter in Konstantinopel mitgeteilt, er müsse Reustafa Kemal ersuchen, die Zurückziehung der türkischen Streitkräfte zu veranlassen. Eine an­gemessene Zeit sei zugestanden, damit diese Mit­teilung den türkischen Kommandeur in den Dar­danellen erreichen könne. Wenn er trohöem au seiner Herausforderung gegenüber den Alliierten beharre, so würden die Folgen auf die Kema- listen fallen. General Harrington verfügt jetzt über Flugzeuge, die bei Gewaltmaßnahmen mit­wirken könnten. E wer '« 'ed ch ü umrckhr'ch, in* lich gehalten, daß die Türken e? bis zum Aeuher- sten kommen lassen werden. Wie verlautet, ver­mittelt der französische Oberkom­missar ebenfalls bei Reustafa Kemal.

Die Forderungen der Sowjet regierunqen.

London, 26. Sept. (WTD.) DieTimes" meldet aus Konstantinopel: Die Alliierten stehen der Schwierigkeit gegenüber, daß die bol­schewistischen Regierungen darau ' bestehen, auf der kommeirden Friedens­konferenz vertreten z u sein. Die Kema- listen seien durch Vertrag l ei Pflich tet, darauf zu beharren, und es bestehe Grund zu der An?

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Art Ermutigung zum Revanchekrieg darstelle und daß die Alliierten, wenn sie Deutsch­land einen Nachlaß oder Zahlungsaufheben ge­währten, ihm sozusagen gleichzeitig die Mög­lichkeit zur Finanzierung eines Re- vanche kri eges geben. Frankreich wünsche einen Garantiepakt, der jedoch nur Wert habe, wenn er von den Hauptmächten unterzeich­net sei.

Gine Rede des französischen Ministers der öffentlichen Arbeiten.

Paris, 25. Sept. (WTD.) Wie derTemps" meldet, hat der Minister für die öffentlichen Ar­beiten, LeTrocauer, bei der Einweihung eines Denkmals in Dinano gestern auch über die Repn- rationsfrage gesprochen und dabei besonders die jüngsten Abmachungen Stinnesde Lubersac er­wähnt, deren älrheber er sei. Diese Abmachungen bedeuteten für Frankreich einen Wert von 20 bis 25 Milliarden an Arbeiter- und Materialliefe­rungen. Es sei darin für Frankreich eine Möglich­keit, einen Teil seiner Forderungen an Deutsch­land sich zu verschaffen, enthalten. Der Minister kam dann auch auf die Saar gruben zu sprechen und teilte mit, daß diese Gruben, feit sie unter Leitung französischer Ingenieure ständen, ein be­deutsames, beträchtliches Erträgnis brächten. Der Minister teilte noch mit, daß es .gelungen sei, mit Hilfe der Saargruben Hüttenkoks herzustellen, dessen Wert dem Ruhrkoks gleichkomme. Außer­dem gewinne man jetzt aus dem Destillat des Saarkoks Petroleum, eines hochwertigen Erzeug­nisses von großem Reichtum. Durch diese Förde­rung könnte Frankreich eine der größten, wenn nicht die größte verhüttende Ration der Welt werden.

Die neue ReparationsKonserenz«

Paris, 25. Sept. (WTD.) Wie dieEtoile Delge" meldet, ist es jetzt sicher, daß die Repa - rationskonferenz vor Ablauf dieses Iah- res in Dr üssel stattfinden wird; indessen hätten die Besprechungen über diesen Gegenstand zwischen den Kanzleien noch nicht begonnen. Man könne voraussehen, daß die Konferenz in der zweiten Hälfte des Dezembers ihren Anfang nehme.

Eine erfolgreiche Auseinander­setzung mit der südslawischen

Regierung.

Belgrad, 25. Sept. (WTB.) Diedeutsche Regierung richtete an die B elgrader Re­tz i e ru n g eine Rote, worin auf die ernsten Folgen weiterer Viehlieferungen an Süd- slawien für die Ernährung des deutschen Volkes verwiesen und die Bereitwilligkeit der deutschen Regierung ausgedrückt wird, sogleich in Verhand­lungen wegen der Feststellung einer entsprechenden Menge von Maschinen, vorwiegend für den Gebrauch der Landwirtschaft, zu treten, die an Stelle des restlichen. Teiles nach den Bestimmun­gen des Versailler Vertrages von Deutschland zu liefernden Viehkontingents überwiesen werden soll. Die deutsche Regierung ersuchte die südslawische Regierung, ini Falle der Annahme des deutschen Angebotes die Reparationskommission von dem getroffenen liebereinkommen in Kenntnis zu setzen. Da sich die Transpottkosten für deutsches Vieh zu hoch stellten und der Viehbedarf im Lande ziemlich gedeckt ist, bes chl o h das Kabinett Paschitsch, das Angebot der deutschen Regierunganzunehmen.

Aus Dem Reichs.

Beschlüsse des sozialpolitischen Ausschusses des Reichswirtschaftsrates.

Berlin, 25. Sept. (WTB.) Der sozial­politische Ausschuß des Reichswirt­schaftsrates hat sich heute mit dem Ge­setzentwurf über die Arbeitszeit bei der Beschäftigung an verschiedenen Arbeitsstellen oder bei der Ausübung eines Nebenerwerbs beschäftigt. Er wurde mit 22 gegen eine Stimme in einer Fassung angenommen, nach welcher ständig beschäftigte Arbeiter und De- triebsbeantte ständige Beschäftigungen bei anderen Arbeitgebern nur übernehmen dür­fen, wenn die Arbeitszeit zusammen die zu­lässigen Grenzen nicht überschreitet. Die Schutzbestimmungen für Kinder und jugend­liche Arbeiter und Arbeiterinnen wurden nach dem Vorschlag des Arbeitsausschusses ange­nommen, in bezug auf die Arbeitszeit und die Pausen unter Erweiterung der Vorschläge der Regierungsvorlage.

Die Strafbestimmungen des Gesetzes wur­den mit dem Hinweis, daß die Geldstrafen der Markentwertung anzupassen sind, gebilligt. In der Gesamtabstimmung wurde der Entwurf mit den vorgenommenen Aenderungen ein­stimmig gebilligt. Schließlich wurde der Ge­setzentwurf über die Verlängerung der Gel­tungsdauer von Demobilmachungsvervrdnun- gen mit der Maßgabe angenommen, daß die Geltungsdauer bis 31. März 1923 verlängert werden soll.

Die Zollfragen.

Berlin, 25. Sept. (Wolff.) Der Reichs» rat hielt heute mittag eine Sitzung ab, die in bar Hauptsache der Beratung des Entwurfs der Verordnung über die Zollerhöhungen ge­widmet war. Die Prohibitivzölle für gewisse Luxusartikel erfuhren eine nochmalige Zoll- erhöbung um 50 Prozent. Betreffend Tabak- ,vll für Rohtabak erwarten die Ausschüsse des Reichsrats von der Regierung, daß sie über diese wichtige Frage eine besondere Vorlage an den Reichsrat richten werde, damit die Angelegenheit besonders und nach gründlicher Prüfung erledigt werden kann. Das Plenum hat sich dem ange- schlossen.

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her geltenden angepaht wird, so eingerichtet, daß die Verschmelzung sich in Wahrheit als eine Aufsaugung der Tlnabhängigen darstellt. Von den drei Vorsitzenden, den drei Kassie-

den materiellen Inhalt des abzuschlie­ßenden Vertrages grundsätzlich geei­nigt und vereinbart, Anfang Oktober in Berlin erneut zusammenzukommen, um einen Vertrag abzuschließen.

Die Wünsche und Aengfte Frankreichs.

Paris, 26. Sept (WB.) Wie Havas aus Pvition meldet, sagte der Präsident der De­putiertenkammer Rault Peret in einer Rede anläßlich seiner Wiederwahl zum Präsidenten des Generalrates der Vienne, Frantteich habe verschiedenen aufeinanderfolgende Herabsetzun­gen seines Guthabens zugestimmt. Jetzt sei jedoch jeder Franzose der Ansicht, daß der Augenblick gekommen sei. eine endgültige Regelung z u fordern. Der älngewißheit müsse ein Ende gemacht werden. Dies sei auch der Wunsch der interessierten Völker, deren Regierungen begreifen mühten, daß es keine völlige Sicherheit in den internationalen Beziehungen geben werde, wenn die abgeschlossenen Abkommen straflos in Stücke gerissen würden und wenn nach der Verletzung des gegebenen Wortes die Sanktionen sich auf bloße Drohungen beschränkten. Es sei klar, daß diese Straflosigkeit für die ehemaligen Feinde eine

GietzenerAnzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

Druck und Verlag: vrühl'sche Univ.-Such- und Stetir-ruckerei H. Lange. Schrtftlettung, Geschäftsstelle und Druckerei: Schulstrahe 7.

i>ei diesem Prozeß scharfe Angriffe gegen die mtfohornufhrtM-

Kommunisten gerichtet. Ledebvur hätte viel- EiN Weiterer lyteoeraUJDaU- leicht eher Aussichten, bei der K. P. D. in Gna- Vertrag iN Sicht.

ben ausgenommen zu werden, aber zunächst I -zz « xr; » 93 Sevt (WTB ) Der Ver -

»rrD er wohl den freilich ziemlich aussichts- Be\\naUi »aub e t r i ebe teilt mit: S fU^ ^üiachen, m einem eigenen auf den 22. inKöln vereinbatte Zusarn- sem Partersuppchen zu kochen.Doch ^enkunft der Vertteter des Ak tionskomi- wird Hm mißlingen.denn es fehlt Hm das, teeS der zerstörten Gebiete Nvrd- was nun einmal zum Kriegfuhren wie zum frfln[reAJ vertteten durch den Büraer- ^rteibetrieb gehört, nämlich das Geld. Dieser von Rei^s Herrn Roche dkn Be -

ÄeIter letzten Xen X Que7tin H?rrn Grisel

5*^%der un$ $rc Mitglieder Grumbach und Cor-

Mitteln äu verfieaen und zu verfaaen Eben I Oeffentlichkejt beider Länder kritisierten toeil 1bie® £ ®oSftnbie Statteten schwächen des Abkommens Stinnes-Lubersac noch beseitigt und unter Ausschaltung des privaten

n- das O^n-sationsstatust da- ihrem bis- | ^^nstteb^stch m erst»^^^ On° die Interessen des Deutschen Reiches einstellt. Die Vertreter beider Länder haben sich über

deutschen Sozialdemokratie als einen Erfolg für den internationalen Sozialismus. Bei seinem

, ,. - - , Aufenthalt im besetzten Gebiete habe sich seine

die Resolution Crispien wurde mit Lieberzeugung verstärkt, daß diese Zustände be= allen gegen neun Stimmen angenommen. Ein I endet werden müßten. Compere-Morel. der ganz besonders bitterer Schmerz widerfuhr gleichfalls die Einigung mit großer Freude be= Ledebvur. als sein sonst so getreuer Sekundant grüßte, führte aus, der schreckliche Krieg Jet von Rosenfeld im letzten Augenblick umfiel und den Kapitalisten ber g-n-en Welt -nts-sse i M°r> machte. Allerdings mit einer Begründung, die I ^antiiDert. Die Arbeiterschaft aller Länder stutzig machen muh und Fingerzeige für Die ^lle dem Beispiel der deutschen Sozialdemokratie Kämpfe gibt, die sich nach der Einigung in- I folgen und sich vereinigen, um mit ihrer Kraft nerhalb der Partei abspielen werden. die trügerischen Gelüste von Kronenträgern oder

Dr. Rosenfeld erklärte, er mache mit, weil kapitalistischen Republiken nach dem Muster HiidieResvlutiouDihmann überzeugt Frankreichs ein Ende zu machen. Wels ber» habe, daß die Grundsätze der A. S.P.D., also las darauf ern Manifest der neu zu - der Unabhängigen in der neuen Partei stark SchfaV^^wies"^!?^chmals auf die

vertreten sein wurden. In besagter Resolution historische Bedeutung des Einigungsbeschlusses

tvurde erEIari,daß die Politik der Koalition hon Nürnberg hin. Wels erinnerte an den

mit den bürgerlichen Parteien der Einigung Orientkrieg und die Gefahr, die sich daraus ergebe,

der Arbeiterparteien bisher am meisten hin- nur Toren könnten aus dem englisch-französischen

dernd im Wege stand". Das Merkwürdige ist Konflikt Vorteile für Deutschland erwarten. In

nun, daß dieser Antrag zurückgezogen wurde, dem furchtbaren Winter, der uns betrorfiebe.

Wenn sich der bisher so unentwegte Rosenfeld ü>a.^nc die SozialDemokratie bie 21 r=

frnhhom harniIF bprief fn beweist das wvbl beiter davor, sich von den komnvmistrsch^ 20,nhFührern zu unüberlegten Schritten hinreiben zu bab die Dißmann, Rosenfeld und Genossen Nachmittags veranstalteten die Rürn-

m der geeinigten Partei als Sprengkolonne st^rger Sozialisten eine Massendemonstration, wo-

Wirken wollen. Hat Doch Herr Dißmann sogar 6ci mich ausländischen Führer sprachen, versichert, daß er auch die K. P. D., die Kvm- _ ,. _c _ __r

munisten, gern in die Einigung mit einbeziehen e r}1 n * ^ept. Einer Dlatterrnel-

wolle. Das Letztere wird ihm freilich nicht ge° ^ung zufolge stnd auch Adolf Soff mann lingen, denn für die Kommunisten find die u.n^ -f * b

Mehrheitsfvzialisten einfacheine reaktionäre zialdemokr^ifchen Partei Deutschlands be>» Masse", von der sie auch bisher schon die An- getreten Die Vefolgschaft Lebebours biwen abhängigen nicht ausgenommen haben, ge- den bekannteren Unabhmtglgen nur noch schweige denn jetzt. Ist doch Dr. Nvsenfeld Abgeordneter Ob-ich und Theodor Lieb- einer der Verteidiger der angeklagten Sozial- t n e q) t.

revolutionäre in Rußland gewesen, und er hat ------------