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Der

hat

zu

Das goldene Nassau

an

der

Der größte Entdecker im Reich der Sterne.

^wtgesetz zum Schutze veS heimischen Grun­des und Bodens gegen Landesfremde erlassen werde. Die Grenzbcwachung sei unzureichend.

Mmisterreisen ms besetzte Gebiet.

. Derttn, 24. Aug. (Priv.-Tel.) Nach einer Meldung derVossischen Zeitung" wer­den der preußische Ministerpräsident Braun und Landwirtschaftsminister Dr. Mendorf in der nächsten Woche in das R h e i n l a n d und ins besetzte Gebiet reisen.

seine Entscheidung in der Abrüstungsfrage ge­troffen habe.

Der neue politische Mord in Irland.

London. 23. Aug. (WB.) Die Ermordung ües Oberbefehlshabers der irischen Freistaats-- armee, Michael Collins erregt ungeheures Aufsehen. Collins befand sich auf einer Inspek- ttonstour und war von einer Anzahl Korpsoffi­ziere und Soldaten begleitet, als der von einer großen Anzahl irischer Irregulärer unternommene Angriff erfolgte. Er entspann sich ein lebhaftes Feuergefecht, in dessen Verlauf Col­lins einen schweren Kopfschuß erlitt. Kurze Zeit darauf verschied er. Seine letzten Worte waren: ..Vergebt ihnen!".

Aus dem Reiche.

Am die Auflösung des sächsischen Landtages.

23. Aug. (WTD.) Der säch- stsche Landtag hat heute seine Ferienpause unterbrochen, um in einer besonderen Sitzung zum Volksbegehren auf Auflösung \ (an&Jfl9eä Stellung zu nehmen. Außer der diesen Gegenstand betreffenden Regierungs­vorlage stand noch ein sozialdemokratischer An- trag zur Tagesordnung, der die befristete Auflösung des Landtages vorsieht und bezweckt, daß der alte Landtag bis zum Zu- sarnmentritt des neuen Weitertagen soll. Da dieser Antrag eine Verfassungsänderung m sich schließt, ist zu seiner Annahme eine Zwei­drittelmehrheit erforderlich. Rach längerer ^lm Teil stürmischer Aussprache beschloß das Haus mit den Stimmen der drei Linksparteien, sowohl die Regierungsvorlage wie den sozial­demokratischen Antrag zur weiteren Beratung Rechtsausschuh zu überweisen. Die nächste Sitzung des Landtages, in welcher.der Halste des Monats September in Aussicht ae- Ausschuß Bericht erstatten soll, ist für die erste nommen. 1

Wettervoraussage

für Freitag:

Wechselnd bewöltt. vereinzelte Regenschauer. Rordwest- und Westwind.

Die Depression liegt fast unverändert mit einem Minimum von etwa 740 mm über den' Slagerak. Das wechselhafte Wetter wird bei nord-' westlichen Lustftrömungen aichalten.

< Sonderzüge zur Leipziger Mustermesse. Für die Herbstmuster-' messe vom 27. August bis 2. September werden ^eder Gesellschaftssonderzüge gefah­ren, zu denen nur die Sonderzugkarten Gültigkeit haben. Heber Gießen kommt ein Zug aus Rich­tung Mainz und zwar am 25. August, 1,1 5 Ahr nachmittags. Vom 22. bis 27. August wird das Expreßgut in Leipzig wieder auf dem Zvllboden des Magdeburg-Thüringer Bahn­hofs ausgeliesert, nicht auf dem Hauptbahnhof

< Sonderzüge zur Grünberger Jubiläumsfeier. Aus Anlaß der am 2J- Ang. in Gründe^ stattfindenden Sieben- Hahrhundertfeier wiro an diesem Tage der sonst nur Werktags verkehrende Pz. 567 Gießen ab 10.20 Ahr vorm., Grünberg an 11.04 Ahr vorm

Die Getreideumlage.

Berlin, 24. Aug. (Priv.-Tel.) Laut Mvrgenblätlern hat der preußische Landwirt- schaftSmmister Dr. Wendorf einem Ver­treter einer Parlamentskorrespondenz erklärt, daß der Durchführung der Getreideum­lage große sachliche Hindernisseim Wege stünden, einmal die Angleichheit und teilweise sehr schlechte Ernte, und ferner der festgesetzte hohe Arnlaae- preis. Eine allgemeine planmäßige Ob­struktion sei bisher nicht in Erscheinung getreten.

Ein Vorschlag auf Arnderung des Steuer­systems.

Berlin, 24. Aug. (Priv.-Tel.) Die Vossische Zeitung" berichtet aus Hannover, daß der oldenburgische Mini st er- iräsidentTantzen in einem Vortrag im Verbände der landwirtschaftlichen Kleinbe­triebe einen steuerpolitischen Vorschlag ge­macht hat, den er im nächsten Monat in einer Ministerkonferenz in Braunschweig er­örtern will. Der Vorschlag besteht in der E r - etzung aller direkten Steuern auf Grundbesitz durch eine Reichsgrund­teuer in Naturalien. Tantzen sieht in einer solchen Regelung einen volkswirtschaft­lichen und einen finanzpolittschen Vorteil.

Besprechungen mit den gewerkschaftlichen Spitzenorganisationen.

Schwere Krise der nordböhmischen Glasindustrie.

Ä 23Aug. (WTB.) Der ZeitungDer Sozialdemokrat zufolge steht die gesamte G l a s - Industrie Rord-Böhmens vor dem o-TMff m I? rfn br.u ^Am Sam Stag sei mit einer Massenentlassung im Westen und RvrdwestenDöh- wens begoimen worden. Der gesamten Arbetter- schaft der Glasindustrie wurde gekündigt. 13 000 Ardeiter sind arbeitslos, über 20 000 arbeiten nur in der Woche. Im Iser- gebirge stehen Entlassungen für die nächste Woche Dewerkschastsrerbände verknoten an­gesichts der Lage von der- Regierung die Auf­hebung der Kohlenabgabe und Verminderung der Frachttarifsatze und Postgebühren. In den Mannesmannwerken in Komotau verschlechterten lief) die Arbeitsverhaltnisse nach demselben Blatt *rt-von 922 Arbeitern nur HO durch sechs Schichten voll beschäftigt sind.

von 300 Guineen und unterstützte ihn auf jede ?te Mwße Laufbahn Her- Ichels als Astronom begonnen, er ließ sich jetzt als Helferin seine 31jährige Schwester Karoline aus Hannover kommen und hat von da an ein ganzes langes Leben in unermüdlicher Arbeit der Erforschung der Sternenwelt gewidmet.

Herschel baute sich nun größere Fernrohre, die größten und besten, die überhaupt bis dahin je geschaffen wurden. Als das beste erwies sich das zwanzigfühige, mit dem er die meisten Ent­deckungen machte und das noch heute brauchbar ist wenn natürlich unendlich weit überholt. Das größte der von ihm gebauten Fernrohre, das vierzig- fuhige, erforderte eine besonders kunstvolle Auf­stellung, um in allen Richtungen gebraucht wer­den zu können. An beiden Enden befand sich ein kleines bewegliches Haus, am oberen Ende für den Beobachter, am unteren, der Spiegelende für den Schreiber der zugleich die nötigen Hand­bewegungen für die Einstellung des Insttuments ausfuhren mußte. Während Herschel am oberen Ende beobachtete, befand sich die treue Mit­arbeiterin seines Lebens, seine Schwester Ka- F°lLne E Spiegelende und schrieb die ihr dik­tierten Feststellungen auf. Her-schels Entdeckungen die er in zahlreichen Abhandlungen niederlegte, Und für die Astronomie bahnbrechend gewesen Er als erster stellte das Vorhandensein der Doppelsterne fest, und so unwahrscheinlich er­schien diese Tatsache, daß sie von den Fach- genossen bis zu seinem Lebensende angezweifelt und erst nach seinem Tode allgemein anerkannt wurde. Auch die Rebelflecke hatte vor ihm nie­mand am Himmel gesehen oder jedenfalls niemand nchtig erkannt. Er beschrieb mehr als 2000 nach Grohe^ Gestalt, Lichtstärke und anderen Eigen- tumlichketten und verfocht die Anschauung, daß üese Rebelflecke Sternkomplexe seien, von denen leder einzelne ein Weltsystem darstelle, wie es unser Fixsternhimmel mit der Milchstraße ist. Da- "" . . ,*'f er die Vorstellung von der Anermeß-

Aus Seffern

Der diesjährige La n de s p a r t e i t a g der schnationalen (Hess.) Volkspar- tei findet vom 22. bis 24. September in Bad- Rauheim statt. Als Redner sind dec Reichs- tagsabg. Geh. Oberregierungsrat v Dryan- der und Prof. Dr. Spahn-Köln gewonnen worden.

richtet. Hotels. Warenhäuser and Läden sind mit Wein- und Schnapsttsten angefüllt, and in Hundeiten von Privatkellern lagern Riesenmengen non Alkohol, die auf die Verschiffung warten. Eine ganze Flotte von Heinen Dampfern kehrt erfrtg in dem Hafen von Rassau aus jnb ein- dies? Schiffe, die zum größten Teil Kanadiern gehören sollen, treffen sich des Rachts im ge­heimen mit zahllosen Motor- und Segelbooten an die sie ihrenasse" Ladung abtreten und die dann mit der kostbaren Schmuggelware der amerikanischen Küste zuellen. An dec ganzen Küste von Florida wird der Schmuggel mit' großer Aufregung getrieben, and xs ist ein ganzes System erfunden worden von geheimen Zeichen und Signalen, die die Ladungen ankündigen und als.Warnung dienen. Die amerikanischen Behör­den stehen diesem Schmuggel bisher machtlos gegenüber. Den Vorteil dawn aber haben die Dahama-Inseln, deren finanzielle Verhältnisse sich außerordentlich gebessert haben Die Zoll- einnahmen wuchsen in den letzten 12 Monaten ttvn 127 000 i. auf 256 000 ±,, und die Regier inq ist imstande gewesen, alle Staatsschulden zu be­zahlen. Man hat so viel Geld, daß man einen großartigen Plan für den Ausbau des Hafens von Rossau entworfen hat. der 250 COO k ver- hat sich eine GrfeU- schafi gebildet, die dieEntwicklung" Rastais m die Hand nehmen will. An der Spitze dieser Gesellschaft steht ein amerikanischer Bürgermeister, und man will aus Rassau ein ne res Monte Carl) machen große Hotels, gewaltige Dvauercim lund -örcnmtweinbcennereien errichten und all den .Kranken", die sich aus dem trockenen Amerika f gastfreundlichen Rassau flüchten die beste Aufnahme gewahren. Die Vereinigten Staa­ten haben sich vorläufig mit einer Rote an die rrttifche Regierung gewendet, in der sie die Zu- tande auf den Dahama-Inseln einenBruch der internationalen Gesetze" nennen und sich darüber beschweren.

Aeichsversorgungsgefeh vom 12. Mai @ den nach ihm zu versorgenden

Kriegsbeschaoigten kostenfreie Heilbehandlung für ihr Dienstbeschadigungsleiden. Am auch Kriegs­teilnehmern, die von diesem Gesetz nicht erfaßt werden, die Ausgaben für die Heilbehandlung zu verringern, sind beim Haushalt des Reichsmini- des Innern Mittel zur Gewährung von Zuschüssen zu den Heilbehandlungskosten zur Der- toßung Sie werden gewährt, wenn die

Kttegs-, Vecstümmernngs- oder ähnliche Zulagen <x^rJat;U e^en Wahres für die Bestreitung der Hellbehandlungskosten nicht ausreichen. Anter ge­wissen Amstanden kann ein Teil der Verstümme­lungszulage bei der Anrechnung außer Ansatz bleiben. Die Zuschüsse werden bewilligt bei Kcank- kenhausbehandlung. unter gewissen Bedingungen bei Hauspflege, bei Kuren in inländischen Bä­dern, Sanatorien und Lungenheilstätten, falls eine organische Erkrankung schwerer Art vorliegt. In gleicher Weise wird die Beschaffung von Körper- ersatzstucken, orthopädischen und anderen Hilfs­mitteln, sowie pon Führerhunden für Blinde erleichtert. Die Anträge sind mit einem Zeugnis über die Rotwendigkeit der Heilbehandlung, das von einem Kreisarzt (Dezirksarzt) oder von einem beamteten Dersorgungsarzt ausgestellt ist, sowie einer Aebersicht über die voraussichtlichen Kosten dem für den Wohnort zuständigen Haupt­versorgungsamt zur Weiterleitung an die be­willigende Stelle vorzulegen.

lichkeit des Kosmos. Außerdem untersuchte er sämtliche Planeten, wendete den Kometen, den Sonnenflecken seine besondere Aufmerksamkeit zu, bemerkte u. a. daß der Saturnring aus zwei Ringen besteht und fand noch vieles, was seit­dem in den sicheren Besitz der Astronomie über­gegangen ist. Da niemand sonst so wirksame Fernrohre wie Herschel besah, so konnte auch niemand seine Entdeckungen nachprüfen: man mußte ihm aufs Wort glauben. Aber was er geschaut und beschrieben, hat sich zum größten Teil als richttg erwiesen. Bis ins hohe Alter blieb Herschel unermüdlich tätig: ein sanfter Tod naljm ton im 94. Jahre hinweg, und er starb mit dem Bewußtsein, in seinem Sohn Hohn Herschel einen würdigen Fortsetzer seiner Großtaten hinterlassen.

Aus Slaöt und Land.

Gießen, den 24. Aug. 1922.

Sicherung der ärztlichen Versorgung bei den Krankenkassen.

Das Gesetz zur Sicherung der ärztlichen Der- ^ung der Krankenkassen vom 20. April 1922 fnifLn <.?tfDSe .sür,den Fall, dah die Kranken- Versorgung ihrer Mit- gli^der und der Kriegsbeschädigten von den Aerzten keine angemejmen Vertragsbedingungen h^an^2Dim^rner> bie Merzte d?n mit Kassen geschlossenen Vertoag nicht einhalten. Da die Krankenkassen ihren Kranken die ärztliche Hilfe grundsätzlich in Ratura gewähren müssen für die, Aerzte aber kein Dehandlungszwang und auch keine Pflicht besteht, sich mit den Kranken­kassen über die 'Bedingungen der Behandlung xu einigen, sucht das Gesetz die Zwangslage der Kas­sen zu mildern, indem es ihnen die Möglichkeit erleichtert, den Erkrankten statt der ärztlichen Hilfe eine Barleistung zu gewähren. Der Erlaß der nah ereil Bestimmungen ist für den Bedürfnis- fall dem Reichsarbeitsminister Vorbehalten.

Znfchiifte zu denHeilbehandlungskosten an Kriegsbeschädigte ehemalige Militärpersonen.

mahne, sich für bl# Revanche vorzubereiten, man Frankc-eich ben Vorwurf mache, eine militärische Politik zu ticiben. Anter dem Vorwande des französischen Militarismus habe man das fran­zösische Programm abgelehnt, das bei Aufheb ung der interalliierten Schulden es ermöglicht hätte, die deutsche Schuld zu vermindern und die euro­päische Krise beizulegen. DerTemps" zieht dar­auf einen Vergleich zwischen dem Militärbudget von Frankreich und England und erklärt, daß die franz fischen militärischen Aus­gaben sich auf etwas über 5 Milliarden be­laufen, während Englands militärische Ausgaben etwas weniger als 8 Milliarden betragen, ohne Berücksichtigung der militärischen Ausgaben der britischen Kolonien, die in Indien allein etwa 3l/2 Milliarden Francs betragen. Der Temps" drückt seine Verwunderung darüber aus, daß man Frankreich den Vorwurf einer mili­tärischen Politik machen kann.

Eine Abrüstungskonferenz in Moskau.

London, 23. Aug. (WTD.) Reuter. Rach einer Meldung aus Helsingfors ließ die Sowjetregierung durch ihren dortigen Ver­treter der finnischen Regierung eine Rote über­reichen, in welcher sie einlädt, Vertreter zur A b - rüstungskonferenz zu entsenden, die am 5. September in Moskau stattfinden soll. Die Rote erklärt, daß Lettland und Estland beide die Einladung der Sowjetregierung an» nahmen und daß diese Einladung auch an Ru­mänien übersandt wurde. Polen sei auch ein- geladen worden, habe jedoch vorgeschlagen, die Konferenz zu verschieben, bis der Völkerbund

K ö n i g s b e r g i. Pr., 23. Aug. (Wolff.) DerKönigsberger Allgemeinen Zeitung" zu­folge haben die Arbeitgeberverbände des Baugewerbes die Aussperrung der Bauarbeiter auf die ganze Provinz auszudehnen beschlossen. Die Aussperrung soll am Donnerstag erfolgen.

Reue ZeitungSverbote der Dheinlaird- kommission.

Berlin, 2J. Aug. Die Rheinland- kommlssion hat dieDeutsche Zei- t u n a auf drei Monate, und die ebenfalls in herausgegebene ZeitschriftStaat und Wehrmacht" dauernd im besetzten Gebiet verboten.

Das.,D e r l i n e r T a g e b l a t t" ist, wie das Blatt mitteilt, für die Zeit vom 23. bis 31. August 1922 fürdasneubesetzteGe- blet (die Brückenköpfe Düsseldorf und Duis­burg) verboten worden.

Eine neue tschechisch-polnische Gefahr.

(Zu William Herschels 100. Todestage, 25. Aug.) An keinen andern Ramen knüpft sich eine so grope Anzahl der wichtigsten astronomischen Ent­deckungen als an den William Herschels Dieser größte Entdecker im Reich dec Sterne, dessen 100. Todestag am 25. August begangen wird, war durch eine glückliche Begabung und durch die von ihm mitgeschaffene Vervollkommnung dar Fernrohre in den Stand gesetzt, das uner­meßliche Reich des Himmelsraumes zum ersten Male in seinen Einzelheiten zu durchforschen. Herschel war ein geborener Deutscher: frin Vater war Musikus in Hannover, siedelte aber in Williams Knabenjahren nach England über, und in der neuen Heimat fand derjunge -Wann, der dem Beruf seines Vaters folgte

Stelle als Organist in einer kleinen Land-^ flabt. Da ihm seine beschränkten Mittel nicht den eines Fernrohrs gestatteten, unternahm er selbst in seinem unwiderstehlichen Drange, die Otemenaber kennen zu lernen, Versuche im Glas- uno Metallschleifen und brachte nach langen Mühen ein^Instrument zustande, das seine Sehn- Nicht erfüllte und ihm die Sterne näher brachte W er bann eine bessere Organistenstelle in Bath erbte t konnte er mehr Mittel für seine astro­nomischen Studien aufwenden. Bald war er am Himmel heimisch, baute sich ein größeres Fern- robr unbentberfte am 13. März 1781 einen neuen ^tCrIft;r4 sofort als Planeten erkannte, bem 'E nach bem englischen König den Ramen 6ab und der dann nach bem 030^1^ bon Bode ben Ramen Aranus er- .^nlken^hat. Roch nie batte jemanb eine ähnliche ©ntberfung gemacht und so war denn das riesige Aufsehen begreiflich, das die Rachricht erregte. König Georg lll., selbst ein warmer Verehrer der Astronomie, nahm sich nun des genialen unter mm Organisten an, gewährte ihm ein Iahresgehalt I durch schuf

Zloe: neue Grsetzenlwürfe

Berlin, 24. Aug. (Priv.-Tel.) 3m Reichsministerium des Innern sind zwei neue Gesetzentwürfe in Vorbereitung, bas Ausführungsgesetz zum Artikel 48 der Reichsverfassung über die Verhängung des Ausnahmezustandes, und ein neues, ben gegenwärtigen Derfassungsvor- schriften angepaßtes Reichsvereins­gesetz.

auf bet Concordiagrube, sowie des Hochofen­betriebs in ben Ausstand getreten. Ferner streiken die Arbeiter der Deichselschen Drckhtwecke.

flnben Teuerungskundgebungen

< Deut Yen, 23. Aug. (WTD.) Die gesamte Belegschaft der HohLnzollerngrube streikt seit gcstern wegen EntlassungeinesMitglie- des des Detriebsrates. Zwei Gewerk- schaftssüh'rer begaben sich^ nach Berlin, um die Angelegenheit dem Minister des Innern Geberinq vorMtcagen. Gleichzeitig ist auch die Delegschafi des Gemandaschachtes in den Streik getreten. §ciute haben hier Kundgebungen gegen d i e T e u e r u n g stattgefunden. Am Mittag ver­anstaltete bie Belegschaft der Hultschinskiwerke einen Amzug. Ausschreitungen sind nicht vor­gekommen.

Die Ettttänschuttg der polttischen Oberfchlesier.

Kattowitz, 23. Aug. (Wolff.) Die Beleg- schäften der polnischen Gruben unb H u 11 e n haben sich in Detriebsversammlungen mit der gegenwärtigen Lage Ost-Oberschle­siens beschäftigt und einen Aufruf erlassen in bem barauf hingewiesen wird, daß alle wäh- renb der Abstimmungszeit gemachten freiheit­lichen Versprechungen nicht gehal- ten wordm seien, dagegen ein organisierter Wucher sich brellmache. Die Verwaltung der Woiwodschaft, in dec eine völlige Anordnung herrsche, sei machtlos. Der Aufruf schließt mit der Forderung der sofortigen Einstellung ber seierschichten. Die Ausschreitun­gen, die sich besonders gegen Juden richten, haben bis in die späten Rachtstunden hinein angedauert Trotz des starken Polizeiaufgebots find in verschiedenen Fällen jüdische Bürger auf den Straßen zu Boden geworfen und mit Stöcken totale @ummifnüpbe[n verprügelt taorden. Auch die Barte wurden ihnen abgeschnitten. Ferner wurden zahlreiche Einbrüche verübt.

Die Blätter weisen darauf hin, daß das vor Kurzem erfolgte Ableben Griffiths und die Er­mordung Collins furchtbare Schlage für den irischen Freistaat bedeuten. Beide waren die Hauptunterzeichner des Downingstreet- Mommens. Bei der Aufstandsbewegung hatte Collins die Führung des irischen Freistaatsheeres übernommen. Bei bem Mangel an führenden Persönlichkeiten werbe die Wahl des Rachfolgers schwierig sein. Offiziell wird mitgeteitt, es sei nicht unwahrscheinlich, bah das irische Parlament am Samstag zusammentreten werde. Der Chef des Generalstabs des irischen Freistaatheeres Gene- ral Richard Mulcahy, erließ ein Manifest an das irische Heer, in welchem er es ausfordert, das nicht vollendete Werk Collins unerschrocken zu Ende zu führen.

Di- französische Postgewerkschaft gegen Poiuear^.

Paris 23. Aug. (Wolff.) ImPopu- karre wird em Protest ber französi- sHen Poftgewerkschaft gegen die fran- Sosrsche R^ierung veröffentlicht, aus bem ersicht- luh ift, daß etwa 100 französische Beamte an ben soeben beendeten internationalen Ver­anstaltungen ber Post- und Telegraphenbe­amten in Berlin teilnehmen wollten P o i n - c a r e hatte jedoch das Ministerium des Innern angewiesen, den französischen Beamten die Aus­stellung von Reisepässen zu verweigern so daß sie auf die Teilnähme verzichten muhten Die Postgewerkschaft verurteilt das Vorgehen der Re-

.in ch^r Veröffentlichung mit scharfen Ausdrucken unb bezeichnet es als Provoka­tion der Beamtenschaft.

Die Sowjets verhaften wieder.

London, 23. Aug. (Wolfi ) Die ^imes" melbet aus Riga, daß to Moskau Petersburg und dem übrigen Rußland die Verhaftung zahlreicher F üh r er der ru s s i s ch en In­telligenz im Gange sei. In Moskau seien unter vielen anderen verhaftet worben: Professor Kiesewetter von ber Moskauer Aniversität U.nrÄSnnt^ Historiker unb gemäßigte So­zialist Miakotin.

Streik in Deutsch-Oberschlesien.

Hindenburg, 23. Aug. (Wolfi) Wegen ' ^Nflreitigfeiten auf der Donnersmac^ i butte find bie Belegschaften ber Koksanstalt 1

Berlin, 24. Aug. (Priv.-Tel.) Deutsche Gewerksckaftsbund gestern seinen Vorstand sowie seinen finanz­polittschen und wirtschaftspolitischen Ausschuß embemfen, um die sich aus der augenblicklichen Wirtschaftslage ergebenden Forderungen der christlichen Gewerkschaften zu formulieren.

Berlin, 24. Aug. (Priv.-Tel.) Rach einer Meldung der Morgenblätter wiro Reichskanzler Dr. Wirth heute die Führer der gewerkschaftlichen Spitze nor- ganisationen empfangen, um mit ihnen dte gegenwärtige wirtschaftliche und inanzielle Lage des Reiches zu be- prechen.

Zur Lohnbewegung hn Reiche.

Mcht von bem schönen Städtchen Rassau

Lahn soll hier bie Rede sein, fondern von dec weit entfernten Ramensschwester, die bie Hauptstadt bes Gouvernemeitts ber Baharna- 2 Nsel n ist. Dieser vortreffliche Hafen auf der größten der Inseln St. Andrews hat in letzter -Seit einen gewaltigen Aufschwung genommen jnb so der nicht weit pon ber Küste von Flöriba gelegene Ort ein neues Dorado, wo bie Mil- Ironare wie Pilze aus bet Erbe schießen pracht­volle Paläste unb Villen sich erheben unb alles in Gold unb Diamanten schwimmt. Der Grund für diese fabelhafte Blüte desgolbenen Raff au" ist nirgends anders zu suchen, als daß es der Mittelpunkt des größten Alkoholschmag- g e l s der Welt geworden ist. Die ganze Bevöl­kerung afi den Dahama-Inseln schmuggelt, und die emsigste Geschäftigrett herrscht, um bie ats- 3unge der Paakses mit gcschmiogel- tem Whisky zu laden, der zu phantasttschen Poei- en verkauft wird. In Rassaa ist alles aas diesen im größten Stll betriebenen Schmuggel etnge»

Berlin, 23. Aug. Der Landrat des Grenzkreises Glatz weist in derSchlesischen Volkszeitung" auf die große Gefahr hin, die dem Grenzgebiet dadurch droht, daß T s ch e - ch e n und Polen dort die Häuser, Gastwirt­schaften und G r u n d st ü ck e massenhaft a u f- ! kauf en. Der Landrat verlangt, daß sofort ein