Einzelbild herunterladen

Nach Ba-

[hüfint'en, Lohrr- uirsils über Obfr id ^Bctn'mthing die UeüannnlunQ er-Eirhn einen )bsisc>rten für bei tbrn von ßMüer Kartenpläden und

DermischteSe

Schnee und Kälte.

Berlin, 22. März. (Priv.-Tel.)

Meldungen aus Karlsruhe herrscht in

^.?neldeS soll

Wv agS, Gtö^um dS 7 Hr 6in. 5 Aasen vom wschen Kaiser

Jubiläums Vereins. Lonn- m Tum. 2or> Mittags 1 Hi Feier auf dem ion

torischen Srup-

Der Kreis, rtenbau hielt Dc. ßlamn-.' rt besuchte M. de angeregt, eint

LandivirtichastS'

Turnen, Sport und Spiel.

Der bandsspiel in (31 e t> n. 2Lm Son n tag, den 26. März, vormittags 10 116 r, treffen sich zu einem e n t sch e rde n ° den Derdandstvettfpiel um die Mei st erschuft in dec E ° Klasse die IV. Maanschiften von F. C. Wetzlar und der Spielvcrciaigung 04 (Sieben auf Dem Uniber- fttäts-eportplag. Es wicd ein harter Kampf um die Punkte geben, da sich beide Mannschaften iv gleich tatter An ffellung gegenübertieten. Das Vorspiel gcxcuxn Sp.-V. 04 mit 3:0.

Zum Fuhball-Länderkampf Deutschland Schweiz An Sonntag ge.t i» Frankfurt a. M der achte Fußball indcr- kämpf DeutschlandSchweiz vor sich, der zu einer machtvollen Kundgebung für den Sport werde., wird. Die Vorbereitungen durch die Turn- und Äportgemeinüe Eintracht sind in jeder Beziehung

23. März. Sei im hiesigen Se- e Surcbfrfinitte-

180-200 M. Mpprl 70100 inSamranettL it zur ^ersteige- Bürger vetteill tuShaitung zirka

. März. Sie 2n o aus bm hie icke hat m W iq gewonnen. Dar für AuM aub r an bem öie 3c< S^erHürenMc Preise für en und Lbuvi^n Milse für Vic

eit als £eb ihren Lehr« 2°'. s Seine E rtatbe PS-brachl. dnWÄ 21 trat er m

«35 S

* lAitz n.

XhQ5 rutbk ZZL

L* leine ®Qfi Denbual 1 Die De-

X gelitten d--L°Ä«ki"

- ^eineinbe - durch heran.

veitblickenben! ^ferioiingkn

Hessischer Evangelischer Landeslrrrchentag.

rm. Darmstadt, 23. März. Der evan­gelische LandeSkirchentag erledigte heute nach­mittag den Doranschlag des Zentral- NrchenfondS in zweiter Lesung mit ver­schiedenen, vom Nusschuh vorgeschlagenen Abänderungen. Auf Antrag Hermann wird beschlossen, daß 63 Geistliche in den Städten und solche in schwierigeren Aemtern, wenn sie 12 Dienstjahre hinter sich haben, in die erhöhte zweite Gehaltsklasse einrücken sollen. Heitere Stimmung rief der Dorschlag des Abg. Dr. Sell hervor, die nichtverheirateten Pfarrer, die noch nicht so hohe Unkosten haben und vieles ersparen können, langsamer In die höhere GehaltSklasse aufrücken zu lassen (Iunggesellensteuer), doch wurde der Antrag mit grvher Mehrheit abgelehnt. Die Bera­tungen werden am Freitag fortgesetzt.

Landwirtschaft.

** Der Gießener Frühjahrs- Pferdemarkt, verbunden mit einer Prä­miierung des besten Pferdematerials, findet am 29. März statt. Nach den bisher einge­gangenen Anmeldungen scheint wieder eine rege Beteiligung, insbesondere aus den Krei­sen der Landwirte, bevorzustehen. Wie wir hören, soll diesmal auch wieder bei der Ab­teilung 5 (Pferde im Besitze von Landwirten) ein Dorfahren von Wagen stattfinden. Die Städtische Pferdemarkt-Deputation wird hier­für einige Preise vorsehen.

grssl

S*1 sn.ss.fl

)jnb-^K^31 zggb

immer A unbl

Singe" - ö.-aI .ft fein cr e.nfd

,e, *

js**-* j

den und Württemberg seit gestern un­unterbrochener heftiger Schnee sturm. Der Derkehr erlitt durch den hohen Schnee Stockungen, die Telephon- und Telegraphen- leitunaen sind vielfach gestört. Die Kalte stei­gerte sich heute früh bis 10 Grad.

* Die Frauen werden Erfinder. Die immer wachsende Zahl weiblicher Erfin­der und chre Tüchtigkeit wird in einem Be­richt des englischen Patentamtes hervorgeho­ben. Die Erfindungen der Frauen sind fast so zahlreich wie die der Männer, und sie be­wegen sich nicht selten auf Gebieten, die die männlichen Sachverständigen nicht richttg be­werten können. Man will deshalb bet dem Postamt von jetzt ab auch weibliche Sach­kenner anstellen.Frauen sind besonders tüch­tig im Erfinden praktischer Gegenstände für den Haushalt", sagte der Sekretär des Amtes. Sv hat §ine ein ausziehbares Bett erfun­den. das sowohl für ein Kind wie für einen Erwachsenen bestimmt ist; eine andere einen Dortrcf fliehen Nähtisch usw. 3m allgemeinen sind die Erfindungen der Frauen sehr prak­tisch und können es sehr wohl mit denen der Männer aufnehmen.-

Hessen-Nassau.

j[ Marburg, 22. März. Die Stadt­verordneten genehmigten die Er­höhung der Ziegen st euer von 20 auf 22/j Mark. Zur Hebung derMilchver- s o r'g u n g genehmigte man in Erwartung des Reichszuschusses von 108 300 Mk. zur Der- billigung der Futtermittel einen vorläufigen Kredit von 81000 Mk. Die Futtermittel wer­den den Hauptmilchlieferanten zur Derfügung gestellt. Die Derwendung der Baukosten­zuschüsse, wofür einschließlich deS durch die Wohnungsabgabe kapita.i ierten Betrags von 5 Millionen Mark insgesamt 6 145 000 Mark zur Derfügung stehen, wurde dem Finanz- und BauauSschuh übertragen. Un­ter großer Beteiligung wurde heute im Freid- hofschen Saale die Prüfung der Land- wirtschaftSschüler abgehalten. Die Zahl derselben stellt sich in beiden Klassen aus 82, davon waren 66 aus dem Kreise Marburg und 16 auS anderen Kreisen.

fpd. F r a n k f u r t a. M., 23. März. Auf Schwanheimer Gebiet wurde die L e i ch e eines MannesauSdemMaingeländet. ES handelt sich wahrscheinlich um einen Nieder- rader Einwohner, der während der Frosttage zwischen Griesheim und Niederrad beim Niedergang über den Main einbrach und er- trank.

Frankfurt a. M 23. März. Die TranSportarbeite r haben neue Lohnforderungen gestellt und der SchlichtunasauSfchuß, der sich mit diesen For­derungen beschäftigte, hat einem Teil der For- öerungen zugestimmt. Der Schiedsspruch deS Schlichtungsausschusses wurde darauf von den Arbeitnehmern angenommen, aber die Arbeit­geber sind mit dem Schiedsspruch nicht einver­standen und haben denselben abgelehnt. Nach der Auffassung des Ortsausschusses des Deut­schen TranSportarbeiter-DerbandeS ist der Ausstand nunmehr unvermeidlich.

'-Dorf entarte*

Frankfurt -Berlin Schluß- öqjLub Schlutz- ocbluB- Kurs Kurs Kurs Kur«

Datum: 22.3. 2d. 3. 2_. 3. 23. 3.

5°/ Doch. KrieaSanl. 77,50 77,50 77,50 77,50

4'oDtfch.ReichSanl. 94.50 94.25 94 25 94 25

3°. Disch. Reichsanl. 128,- 128,50 128,- 129,- 4/. Preuß. KonsolS 76,50 75,- 76,25 7 ,75

tzamburg-Daketf.. . 512.- 610.- 512,- 612 Norddeutscher Lloyd 392, - 385,50 390*50 386,- Co mm. u. Privat bank 333,- 3 2,- 337,- 334,- Darmstädter Dank . 335,- 335, 335- 33»,- Deutsche Dank . . . 3 6,50 599,50 5.8'- 593,- Discvnto-Gesellschaft 495, - 4,4,- - ' - 493 -

DreSdner Dank. . . 363, 345,- 366, - 3 r»'- Mitteld.Ereditbank. SOI.- 3)1,- 301, 3)L- Nationalbank f. D. . 343,- 316, 347,- 345*60 Doch. Gußstahlwerke 1250,- 120j,- 1265,- 1215 - Dud.» Eifenw.-Akt.. 980,- 961, - 985,- 961 D.-Luxemb. Dergw.. H50,- 1150,- 1150,- 1136* Gelsenkirch. Dergw.. 1200,- 1181,- 1190,- 1194 - Harpener Bergbau. 1650,- 1840,- 1840,- 1853 - Obcrschl. Gisenb.-D. 1> >0,- 1155,- 11 u,- 1145' Oberschles. Eisenind. 90n,- 912 - 900,- 920*- Phönir-Dergb.-Akt. 12' 0,- 1240,- 1242,- 1256,- Dad.Anilin-u. Soda 769,- 761,- 7a6,- 745 - Höchster Farbwerke. 725,- 706,- 718,- 70 > - Allg. Eleltr.-Des. . . 825,- 810,- 822,- 810,- Felten L Guilleaume 1055, - 10. 0,- 1085,- 1170,- Schuckert-Werke. . . 760,- 762, - 770,- 750, -

Adlerwerke 685,- 561,- 578,25 570,-

Daimler 552,- 645,50 540,25 540, -

4° 0 Hess. Staatsanl. 76,- 76,50 75,50 74,75 Electron Griesheim 928,50 920,50 91G,- 915,- Dtsche. Dereinsbank 244,--,-

Berliner Devisenmarkt.

Geld Dries Geld Dries

Datum: 22. Marz. 23. März.

Arnilü.. Aotterd. 11'88,90 1161 ',601248 ,50 12512 50 Drüstel-Antw. . 2 9 ,40 2 >97 60 278 ,80 2787*80

Christiania . . . 5354, ,0 536o.4O 5804,15 581 >85

i^openhagen . . 6 >33,15 6546 >5 70.2 95 70o7*05

Stockholm. ... 804 ,95 8058 05 8641,35 865^.65

HelsingforS. . . G5\30 6 4,70 714,25 715,75 Italien 1548,15 1551,55 1 >68,82 1671,70 London 134 i,l 5 1343,85 114G,')5 1148,95 Neuyork 304, 9 304,81 376,67 327,33 Paris...... 2747,25 2752,75 2972, - 2978, -

Schweiz 5914,05 532 ,95 637 ,60 63)1,10 Spanien 4710,25 477 ,75 6-94,90 5105, 0 Deutsch. Oesterr. 3,93 3,97 4,18 4,22

Prag...... 524,45 526,55 569,40 570,60

Budapest.... 3b,06 50,14 37,71 37,73

Buenos Aires . 111,72 112,02 120,35 120,65

Dulgarien ... -,- -,- 219,75 220,25

Märkte.

Frankfurter Schweine- und Klemdiehmarkt.

Frankfurta. M^ 23. März. (Amtlich.) Marktverlauf: Gedrückter Handel; bei Schwei­nen verblieb äleberstand. 3m einzelnen ist zu bemerken: Aufgetrieben waren 1011 Kälber, 401 Schafe und 443 Schweine. An Preisen wurden angelegt p. Ztr. Lebendgewicht: Käl­ber beste Qualitäten 19002100 Mk.» mittlere Qualitäten 17001850 Mk., geringe Quali­täten 14501600 Mk. Schafe von 1000 bis 1550 Mk. Schweine unter 80 Kilogr. Lebend­gewicht 17002200 Q2ZL, von 80100 Kilogr. Lebendgew. 22002400 Mk.» von 100120 Kilogr. Lebendgew. 22002450 QRL, von 120 bis 150 Ä.Iojr. Lebendgew. 22002400 Mk.; Fettschweine über 150 Kilogr. Lebendgewicht 22002400 Mk. Außerdem wurden 113 Rin­der (einschließlich 88 Rinder aus der Tschecho- Slowakei) ohne amtliche PreiSnvtierung ge­handelt. Die Preise liegen um so viel über Den Stallpreisen, als sie die nicht unerheblichen Ge­wichtsverluste, Spesen und Hänülergewinn in sich schließen.

als mustergültig zu bezeichnen. Den etwa ZOO im Extrazug aus der Schweiz erscheinenden Sporls- leuten wird sich ein Bild bieten, das dem deut­schen Sport alle Ehre machen Witt». Bereits am Sonntag vormittag beginnt der Reigen der das Hauptereignis umrahmenden Festlichkeiten durch eine Kundgebung am Romerberg, wo Vertreter aller Körperschaften zu Worte kommen. Der rein sportliche Teil des Tages interessiert in allen deutschen Gauen ungemein, und auch im Aus­lande sieht man dem Ausgange des Spieles mit erhöhtem Interesse entgegen. Gegen die Schweiz trug das deutsche Team bisher sieben Spiele aus. Das erste gewann die Schweiz im Zähre 1908 mit 5:2, dann kam Deutschland viermal an die Reihe und behielt mit 1:0, 3:2, 6:2 und 2:1 die Oberhand. Die Schweiz gestaltete dann die beiden letzten Spiele mit 2:1 und 4:1 sieg­reich, so daß die deutsche Mannschaft alles Daran- letzen muh, will sie einen vierten und ausgleichen­den Sieg der Schweiz verhindern. Die Mann­schaften halten s'.ch so ziemlich die Wage. Sie treten unter Leitung des bekannten holländi­schen Schiedsrichters Boas-Haag in folgender Aufstellung an: Deutschland: Löhr­mann: Möller, Wellhöfer: Hagen, Edy, Lang; Retter, Franz. Seiderer, Hutter Allvater. Ersitz: Schnörle Schweiz: D.'ssibourg: Gottenkieny, Siegrist; Probst, Schmiedelin. Pollih; Ramseyer, Sturzenegger, Leiber, Merkt. Minder. Der Lauset Pollih wurde bei einem Derbandsspiel am letzten Sonntag verletzt und muh erseht welchen.

Deutscher Reichstag.

194. Sitzung nachm. 2 Uhr.

Berlin, 23. März 1922.

Auf der Tagesordnung steht die zweite Be­ratung des

KohlensteuergeseheS.

Die Regierung will die biehcrige Kohlensteuer von 20Prvz. verdoppeln. Der Ausschuh hat dem zugestimmt. Die Deutschnationalen beantragen 30 Prozent. Die Unabhängigen wollen Haus- brandkohlen für Personen mit einem Jahresein­kommen unter 50 000 Mark steuerfrei lassen.

Staatssekretär Z a p s erklä t die Bereitwillig­keit der Regierung, in einzelnen Fällen bestimm­ten Industrien bei besonderen wirtschaftlichen Be­dürfnissen Steuerfreiheit für Kohlen zu gewähren.

Abg. Leopold (D.-Nat.) empfiehlt den Antrag seiner Partei, da eine Annäherung der Kohlenpreise an den Weltmarktpreis erst möglich sei, wenn sich die deutsche Wirtschaft befestigt habe. Eine Verbilligung des Hausbrandes für ärmere Bevölkerung sei praktisch leider nicht durchführbar.

Abg. M e r h 0 f (11.) tritt für den Antrag seiner Freunde ein und fordert die Konsumenten auf. gegen die Preisdcklatur der Kohlenzechen mobil zu machen.

Abg. Fröhlich (5t) bekämpft die ganze Vorlage die den breiten Massen neue Lasten auferlege, während die Industrie unerhörte Ge­winne einheimse.

Abg. Löffler (S.) stellte fest, dah die auhenpolitische Lage leider die Erhöhung der Kohlensteuer auf 40 Prozent unvermeidlich mache. Auch die Verbilligung des Hausbrandes fei wegen der daraus für die Kohlenlieferung art Frank­reich entstehenden Folgen nicht durchführbar.

Abg. Lind (D.-Äat.) verweist auf die schäd­lichen Wirkungen, welche die Erhöhung der Koh­lensteuer auf bte Erzeugung der künstlichen Dünge­mittel ausüben wird.

Abg. Imbusch (Ztr.) betont, dah uns die Erhöhung der 5(ohlensteuer gegen unseren Willen aufgezwungen werde Daher sollten wir uns hier nicht herumschlagen, sondern uns gemeinsam gegen die wirklichen Ursachen unserer Not wenden.

Abg. Graf Kanih (D. Ntl.) fordert eine Entschliehung, dah die Regierung binnen weniger Menote einen Gesetzentwurf zur Unterstützung des schwer leidenden ostekbischen Wirtschaftslebens vor legen möge.

Nachdem Abg. Köhnen (St)'Ne gegen eine Steuerfreiheit für den Hausbrand geäußerten Be­denken als eine Ausrede bezeichnet hatte, wird die Vorlage nach den Auöschuhanträgen ange­nommen, mit der Awrderung, dah die Steuer­erhöhung ab 1. April in Kraft treten soll. An­genommen wurde auch die Entschliehung zrr Ilnterslützung Ostprouhcns. Alle übrigen Abcn- derungsantrage werden abgelehnt. Während der Abstimmungen komm es zu Lärmszenen, als die Abg. Fröhlich und Höllein (K.) noch nach ge- schlof ener Au' spräche das Wort verlangten und namentlid) der letztgenannte Abgeordnete die Wrrtverweigerung mit tauten Verwünschungen gegen den Präsidenten und die Mehrheit beant­wortete. Er wird'deshalb zweimal zur Ordnung

gerufen. (

Die Abgg. Köhnen (K.) und Beckmann (älSP.) lehnen die Leuchtmittelsteuer als eine

Antikultursteuer ab.

Nachdem ein Versuch der Kommunisten, vor der Abstimmung tie Besch uhfährzkett a zuzwci- feln, mißlungen ist, wird die Leuchtmittelsteuer- erhohung angenommen, ebenso die Zündwaren- isteuerer^hung. c

Die Diersteuer soll nach der Ausschuhfassung gesteigert werden, und zwar sollen für jedes Hektoliter der Zahres- erzeugung erhoben werden:

Von den ersten 2000 Hektolitern 41 Mt.» von den folgenden 8000 42 ,

. 10 000 43

. 20 000 44

. 30 000 46 .,

. . 60 000 48

» » Medrerzeugnis sen 50

Nach weiteren he ttgen Au ernande setzungen zwischen den Abgg. Höllein (Komm.), Kepp­ler (öoa.) und Köhnen (Komm.), welche sich gegenseitig vorwerfen, durch ihr Verhalten tm Ausschuh die vierfache S.euer der Diersteuer er­wirkt zu haben, wird bte Diersteuer nach drn Ausschuhbeschlusfen angenommen. Sie soll mit dem 1. Mai in Kraft treten.

Die Mineralwassersteuer

soll bei den Mineralwässern selbst auf 10 Pf. für den Hektoliter erhöht werden, bei Limonaden auf 20 Pf., bei konzentrierter Kunstlimonade auf 2Ml. uno bei den Grundstoffen zu deren Herstellung auf 40 Mk.

Unter heftigstem Protest der äußersten Linken wird die Vorlage in der Ausschuhfassung ange­nommen. Es folgt die Erhöhung der

Tabaksteuer.

Während die Regierungsvorlage sich auf eine Erhöhuttg der Steuer für Tabak beschränkt, ha^ der Ausschuh auch die Steuer für hochwertige Zigarren und Zigaretten erhöht. Danach beträgt die Steuer für Zigarren zu 300 Pfennigen und darüber 1200 Mark für 1000 Stück mit einem

Zuschlag von 200 Mark für 1000 cd tu cf für je 50 Pfennig, um die der KleinverkausZpreis von 300 Pfennig überschritten wird. Die Zigaretten­steuer soll betragen für Zigaretten zu 50 Pfennig das Stück oder mehr 250 Mark für 1030 Stück mit einem Zuschlag von 50 Mark für je 10 Pfennig Mehrerlös beim Kleinverkauf als 50 Pfennig. Für feing fchn.ttmeRauchtabake werden 166.euer- stufen eingeführt, die beginnend bei einem Klem- verkaufspreis bis zu 10 Mark für da« Kilo­gramm in der ersten Stufe 3 Mark Steuern für das Kilogramm ergeben und in der 15. Stuke bei einem Verkaufspreis von 240 Mark sich bis auf 120 Mark für das Kilogramm steigert. Für Pfeifentabake sind ähnliche Abstuttrngen vor­gesehen, die bei einem Kleinverkaufspreis bis zu 5 Mark mit einer Mark beginnend und bei einem Verkaufspreis von 100 Mark auf 30 Mark an- steigen Auch für Kautabak wird ein Satz von 20 bis 40 Pfennig erhoben.

Abg. Geyer (Komm.) forbert die Aus­hebung der Kontingentierung der Zigaretten­fabriken, die zum Schaden der Arbeiter lediglich den Fabrikanten unbeschränkte Profite garantiere.

Abg Heidemann (Komm.) fordert die Aufhebung der Tab itfteuer überhaupt.

Die Vorlage wird schliehlich gemah dem Aus- schuhantrage angenommen und ein Vertagungs­antrag der Kommunisten um 3/J0 Ubr abgelehnt.

Es folgt der Entwurf über die Zollerhöhungen.

Der Ausschuh beantragt, bei Kaffee und Kakaopulver den von der Regierung geforderten Sah von 200 Mark für den Doppelzentner auf 160 Mark zu ermäßigen; für Schokolade soll es bei einem Satze von 200 Mark bleiben.

Abg. Remmele (Komm.) verbreitet sich in langen Ausführungen über die Zollpolitik der Mehrheit und nennt unsere jetzige Steuerpolitik ein Verbrechen und die Abgeordneten, die sie mitmachen, Verbrecher. Er wird dafür vom Prä­sidenten Loebe zusr Ordnung gerufen. Degen 11 Uhr nachts spricht er noch fort.

Morgen mittag 1/,1 Ufjr: Kleine Vorlagen und Weiterberatung.

Berlin, 23. März. Börsen st im­mun g Sb ild. Die Forderungen der Depa- rativnskommission beschleunigen den fort­schreitenden Verfall der deutschen Währung in verhängnisvoller Weise. Die Devisenkurse sttebten in raschen Sprüngen neuen.Höchst­kursen zu, wobei die Nachfrage so groß und der Vorrat so klein war, daß die erstere ttotz der hohen Preise nicht voll befriedigt werden konnte, so daß sich verschiedentlich Teilzuwei- sungen notwendig machten. Die Rückwirkung der Devisenhausse auf die deutsche Wirt- schaftS- und Ernährungslage läßt sich noch nicht ermessen. Deshalb beobachtete die Börse weiter ausgesprochene Zurückhaltung, so daß sich das Geschäft wieder in engen Grenzen hielt. Anfangs überwog das Angebot, so daß bei uneinheillicher KurSbildung Mickgänge von 20 bis 40 Prozent überwogen, denen Er­höhungen ungefähr im gleichen Ausmaß ge- genüberstanden. Später setzte fick bei leicht zu­nehmender Geschäftstätigkeit die der Börse schon seit einigen Tagen innewohnende Wider­standskraft in einer freundlicheren Grundstim­mung erneut durch. Lebhafte Amsätze fanden nur in einigen oberschlesischen Werten, "wie Kattowitzer, Laura und Hohenlohe, statt (50 bis 100 Prozent höher, Olavis plus 100, Kali- werte plus 40 bis 75 Proz^ doch war das Ge­schäft in letzteren weitaus stlller als gestern. An dem CinheitSkurSmarkte überwogen mäßige Steigerungen. Kolonialbahnen und AuslandSrentenwerte mtt valutarifchem Ein­schlag profitierten wesenllich von der Devisen­hausse, so Mexikaner bis 400, Türken imb Oesterreicher in kleinerem Umfang. Heimische festverzinsliche Werte waren wenig verändert. Bezeichnend für die Unlust und Zurückhaltung war, dah der glänzende Geschäftsabschluß der Berliner Handelsgesellschaft keinen kurSmähi- gen Eindruck auf dem Bankenmarkt machte und Handelsantelle sogar 10 Prozent verloren.

Frankfurt a. M., 23. Marz. Börsen- stimmungsbild. Der Dcvisenrnartt erfuhr eine neue Kurssteigerung. Schon in den Vor­mittagsstunden tourDe der Dollar mit 315 genannt und zog während des Verlaufes auf 320 bis 325 an und zuletzt bis 331, 328. Die Börse ver­folgte mit steigendem Interesse die Mindcrbewer- tung der Reichsrnarh da man befürchtet, daß die Keurfkraft der Bevölkerung abermals nachlätzt. Großes Gesehäft war in Valutapapieren. Im freien Verkehr hielten die Aufkäufe in Kaliwerten an. Deutsche Petroleum 22002-50. Mansfelder Kure 29 000. Im amtlichen Verkehr fehlte es an Unternehmungslust. Montanaktien ste l en sich un­einheitlich. Für Mannesmann be a D Aogabe- neigung. Adler Werke Kleher und Daimler waren abgeschwächt. Ehern she Aktien wurden v rnach- lässigt. Von Elekt.izitätsparieren waren Schuckert und Lohmeher gebessert, sonst war die Kursbewe­gung auf diesem Gebiet bescheiden. Der Verkehr blieb tm Verlaufe auf wenige Paptere beschränkt. Der Schluß war ruhig bei behaupteter Tendenz. Privatdiskont 41/2 Prozent.

Frankfurt a M.. 24. März

Züricher Devisenmarkt.

Holland 100 Fl. 194.45 194.50

Deutschland 100 Mk. 1,67 L52

Wien 100 Är. = 0.06 0.06

Prag ........ 100 Kr. 8.90 9.

Paris ........ 100 Fr. 46.55 46.55

London ....... 1 = 22.55 22.54

Italien 100 2. --- 26.25 26.25

Brüssel 100 Fr. 43.65 43.70

Budapest 100 Kr. O-Gl 0.66

Aeuyork 100 $ 513-75 514.-

Agrarn ....... 100 Kr. 1.53 1.55

Warschau 100 Är. = 0,125 0,125

Marknotierunge«.

Datum: 1.7.14. 22.3. 29.3.

Zürich Fr. 125.40 1,70 1,58

Amsterdam Fl. 59.20 0,88 0,81

Kopenhagen Kr. 88.80 1 56 1,46

Prag Kr. 117.80 19 65

Stockholm ...... Är. 88.80 1,28 1,20

Wien Kr. 117.80 2295,-

London Sh. 97B07 25

Paris Fr. 125.40 3,63 3,33

Aeuyork I 23.80 -,3L,31

(In einem Teil der Auslage wiederholt.) Amerikanische Beunruhigung über die Beschlüsse derReparationskommi sion.

L 0 n d 0 n. 23. März. (WTB.) Der Wafhiag- toner Berichterstatter derTimes" sch-eib', die amerikanischenRegierung tret e feie, ernstlich beunruhtgt über die gemeldeten Vereinbarungen der Reparationskom­mission in bezug auf die deutschen Zahlungen und die Kontrolle, die die Kommission inDeutsch- land auszuüben beabsichtigt. Cs bestehe Unruhe wegen der Steilung Amerikas gegenüber Deutsch­land. Man sei der Auffassung, daß die Repara- tionskommisiion in Deutsch'and eine weitreichende Kontrolle errichten wolle, und die Art, in der die letzte amerikanische Forderung zur Bezahlung der Ausgaben für die militärische Besetzung auf­genommen wurde, werde als eine Andeutung der Art und Weise angesehen, in der diese Kontrolle wahrscheinlich ausgeübt werden wird, um die amerikanischen Interessen zu beein­trächtigen.

Die Auffassung in Berlin.

London, 23. März. (WTB) Die Blätter berichten erngeherrd über die D e st ü r z u n g, die der Beschluß der Reparationskonnnission in Berlin hervorgerufen b 62. Der Berliner Bericht- rstat- ter bei- »Times" schreibt: Die Finanzvor­schläge der R'parationL kommt flon ttrrben von allen Seiten als unmöglich und bas D a rantiesystem als mit ber Würde eines souveränen Staates unvereinbar be­zeichnet. Der De.-ichterstatter fährt for\ die be­dachtsamen Leute, mit denen er in Berlin gespro­chen habe, hofften, daß die Reparativnskommis- fton die letzte Note nicht als Ultimatum, sondern alsGrundlagesürweitereErörteran- gen anfehen werbe. Unter Hinweis darauf, daß in parlamentarischen Kreisen bereits von der Aus­sicht einer Kabinettskrise gesprochen weide, schreibt der Korrespondent, die Leute, die die Lage unabhängig betrachteten, hofften ernstlich, daß es nicht dazu kommen werde. Bei allen Schwächen und Mängeln biete die augenblicklich? Koalition noch immer die größte Au sicht aas Stabllität, und jede Eventualität nach rechts oder nach links würde wahrscheinlich Deutschland und damit das gefamte Reparationsproblern m eine well schlimmere Lage bringen. Die neue Lage sei so plötzlich gelommen, baß nur möglich sei, thre unmittelbare Wirkung abzushwäch«^ Israel. Reliqionsgemeinde. Sonntnn, den 26. Mär, 1922. vorm. 10 Ubr: entbüttuno der vledenktafel iu Ebren der Ge­fallenen derior.ReligioaSgememdeGiehen.^0