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können!
gegen
die Verhaftung Beschwerde einlegen.
führung zu einem Genuß.
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Modell in
— Wie Marees arbeitete. Dur lang-
Heinz Heraids allen Darstellern gelang. Kaisers manirierten TelegrammstU -Diato g mit Leben zu erfüllen, das machte trotz allem die Aus-
werden
146 000
fam bricht sich die Erkenntnis Bahn, daß wir in dem so Tange verkannten Hans von Maries einen der größten Künstler des 19. Jahrhunderts zu tier«
für das, was er in kurzer Zeit mit seinen Spielern fertig gebracht, das denkbar beste Zeugnis aus Zwischen den einzelnen Musikstücken erfreute Frau Mendelsohn-Dartholdh in altgewohnter Meisterschaft die Zuhörer mit Rezitationen ernster und heiterer Art. — So kann der Besuch des heute Abend stattfindenden zweiten Konzertes, an dem Herr Harfenist Wigger mitwirkt, empfohlen werden. Möchte durch beide Abende den finanziell hart bedrängten Kleinkinderbewahranstalten eine recht ansehnliche Dumme zugeführt werden
vorgegeben. Professor Eger hatte das übernommen. da der auswärtige Vertreter für Studenten- Hilfe in Europa nicht gekommen war. Professor Eger war aber gerade für Gießen der gegebene Mann, denn über den (Siebener Verein wollte
Beschaffung von Postkraftwagen für den neuen Hcmshalt 79 Millionen Mark gefordert.
Ein deutsch-nationaler Antrag zu Desoldungsfragen.
Ä. Dü,
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und Vielfarbigkeit, die er nie geahnt, urcd mn jxadt ihn die Sehnsucht nach Leben unb Welt. Trivial gesagt: keine zehn Pferde bringen ihn je wied-er ins Bu'eau zurück: er reicht seine Pensionierung ein. Gin Globus, den er mit dem letzten Geldrest tauft, wird seiner Weltsehnsucht Symbol und 3boL, und die urplötzlich ausgebrochene Schrankenlosigkeit heischt De-gel ang von ber Frau, in der er neben der Engigkeit feine.« Vuroaudaseins die andere Derzeh em seines Lebens bäht, und erfüllt ihn mit Eifersucht aif den l Gemeinde, die seine ganze Bedeutung erfahr hat. Schwiegersohn, dem aus der Verwirklichung einer Da ist es von Wichtigkeit, das) die Bekanntschaft Erfindung Geldgewinn und damit Lebensgeaaß'mit diesem »deutschen Maler in Rom" weiten Krei-
hatte gestern im Verein mit den (Siebener Frauenvereinen einen troblge; ungenen Unterhal.ungsabend veranstaltet. Damit trat der junge Verein für Diele zum erstenmal an die Oeffentlichkeit. Es war daher an erster Stelle
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Berlin, 24. Febr. Don deutsch- nationaler Seile ist im preußischen Landtag ein Antrag eingebracht worden, der die Staatsregierung ersucht, mit grüß- ter Beschleunigung eine grundlegende Neuordnung der Besol- dungsverhältnisse der Beamten, Lehrer und Geistlichen herbeizuführen. Neue Verhaftungen znm Morde an Erzderger.
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der Wechsel von rninutenpünttlicher Recelmätzig- teit zu jubilierender ilnregelmäfctgteit die 2 nne verwirrte. Rur Lab dieser, mit dem geraubten Gelde die ersehnten Genüsse sich verschaffend, im Geniesten nichts als Enttäuschungen und Ernüchterungen erfuhr, weshalb er zur Pistole griff, während der Aermlichkeit des Kanzlisten jote Stillung des jäh erwachten Lebenshungers versagt l leibt und der Todessprung vom Balkon ein Leben endet, das auch nicht einmal, von morgens bis mitternachts das Leben gekostet hat. Tast Kaiser die Gegensätzlich! it des Kar Allsten Schicksals zum Kassierer-Schicksal mit gleich starker Plastit herausgebracht hätte, farm nicht behauptet werden. Die Aermlichkeit des Kanzlisten färbte auf seine künstlerischen Mittel so sehr ab, da st nur eine ärmliche Skizze entstand, und bar im müsste auch ein reicherer Darsteller, als ten Kammerspielen in Paul Graetz zur Verfügung stand, hier kapitulieren. Dagegen gab Fra t Kupfer der Gattin eine fast naturalistische Lebenswahrheit, und wie es unter der Regie
winkt. Zn letzter Sinnlosigkeit stürzt er ihn vom l sen zum erstenmal vermittelt wird in einem sieben Ballon auf das Strastenpsläster, um ihm alsobald auf gleichem Wege zu folgen. Also wirklich ein | Ztr Illing Zbruder jenes Kassierers, tem ebenfalls
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meisten Menschenkinder stehe ich morgens auf. Ohne weiteren Verzug, als der Genub von etwas gefrorener Limonade verlangt, gehe ich an die Arbeit. Zuerst also den Arbeitern ihre Tagesarbeit bestimmend, das heistt die Gröste des
man Auskunft haben Der Redner entwarf ein Bild von der reichen Tätigkeit des Vereins während seiner kurzen Vergangenheit, und sprach im besonderen Aber das Studentenheim, das bislang von dem Verein durch Lebensmittelzuschust erhalten wurde; von jetzt ab must übrigens (Sieben allein dafür aufkvmmen. Weiterhin erstreckte sich die Arbeit des Vereins auf eine Studienbücherei, die den Studenten auf ein Jahr Lehrbücher zur Verfügung stellt. Eine dahingehende Stiftung beträgt 25000 Ml. Ferner hörte man von der Einrichtung e.nes SchreBrnaschinenkur us, Werkunterricht handwerllicher Art, so dab in Len kommenden Ferien etwa 50 Studenten ihr Studiengeld sich verdienen werden. Hindenburg hat sich in einem Brief dahin ausgebrückt, dieses Eintreten füreinander und der Mut zum Daseinskampf, die sich hier äubevn, lasse die Hoffnung auf den Wiederaufbau Deutschlands nicht verschwinden. — Rach diesen Worten ergriffen Töne anderer künstlerischer Ratur die Herzen der Hörer. Dr. Goldschmidt zog gleich schwerste Register auf mit den beiden Chvrliedern aus Sophokles Antipone: „Viele? Gewaltige lebt, und Richts war gewaltiger als der Mensch" und aus Oedipus: „Geschlechter der Sterblichen! Weh!" — 3n reizender Abwechslung liefen dann die übrigen Darbietungen weiter. Den Damen Maria Müller und Gertrud Magnus kann man zu ihren Stimmen Gluck wünschen. Die beiden Duette »Aller Berge Gipfel" und ./Da nachts wir uns kühten" gelangen trefflich. Herr Schliephake spielte daraus mit warmem vollem Ton eine Romanze von Saint-Saens. Der llangvollen Stimme von F.l. Maternus hätte etwas mehr Zutrauen zu Hille kommen müssen. Die Herren T e h l a f f, Bauer und Bock, würdige ergraute Musiker, lieben dann als Mitte der Dvrtragsfolge drei Phantasien von Rils W. Gaade erflingen. Herr Boller erfreute in feinen beiden Löweballaden durch einen erstaunlich sicheren Bab- Den Höhepunkt bildete jedenfalls Regers „3n her Rächt" und Rachmaninoffs Pr6- ludes. Herrn.Delps Technik, die von künstlerischem Empfinden durchglüht ist, hat alle dynamischen Schwierigkeiten spielend bewältigt und den lebhaften Beifall geerntet. Aber auch seine sichere zurückhaltende Begleitung .am Flügel soll nicht unerwähnt bleiben. Zn diese Stimmung hinein sprach Dr. Goldschmidt bann zwei Balladen, und "den -Schluß des ersten Teils machten Frl. Hella Maternus.und Frl. Maria Müller mit dem Brief-Duett aus Mozarts Figaro. — Zn der Pause wu den Erfrischungen eingenommen und allerhand -Scherz getrieben. Da haben die Frauenvereine nun ihr Bestes getan und Kuchen, belegte Brote, kaltes Büfett, waren lecker auf
gebaut und fanden guten Zuspruch. Wer mit der Magenfrage fertig war, konnte sich wiegen lallen oder er konnte sich etwas angeln, einen Kalender, ein Buch — recht passend war z. B. Tvngers Lebensfreude, die ich in einer glücklichen Mädchenhand sah —, hier und da angelte aber auch ein Abstinenzler eine fle.ne Äornbu^teL Die vorwiegend heiteren Punkte des zweiten Teils mögen dem ganzen .Abend einen geschmackvollen Abschluß gegeben haben. —f—
** Fe st genommen wurde am hiesigen Bahnhof ein junger Mann, der seinem Arbeitgeber in Alsfeld 13 000 Mk. unterschlagen hatte. 3n seinem Besitze wurden noch 12 934 Mark vvrgefunden, die dem Geschädigten wieder ausgehändigt werden konnten.
△ Kaninchenzucht. Nächsten Sonntag findet in Darmstadt die Bertreterver- sammlung der Hessischen Kaninchenzuchwer- etne aus den drei Provinzen statt. Auf der Tagesordnung steht der geplante Zusammenschluß aller hessischen Kaninchenzüchter, ferner die Aufteilung der Provinzialverbünde in Kreisverbände, um eine bessere Werbetätigkeit entfalten zu können.
•* Der Wartburgverein bereitete gestern den zahlreich erschienenen Besuchern seines Wohltätigleitskonzertes einen schönen Atend. Zn dankenswerter Weise hatte sich der hiesige Mandolinen- und Guitarrenverein in den Dienst der
Hitze, aber, ist der Abend herangenaht, so ist man auch zu allem unfähig. Darm lab ich mich höchstens von einer Leib und Seele erschütternden Ca- rozella zu unserem kleinen Hafen hinfahven, und mir barm von ber Dee ben Rest geben. So geht es seit sechs Wochen Tag für Tag. Zst es da ein Wunder, wenn zuletzt statt eines Menschen ober auch Teufels, nur ein bünner Sommerfaden übrig bleibt, mit dem wenig abgufbinnen ist?" 3n einem nicht abgeschickten Briefe an Fiedler heißt e§. „Manches Jahr bin ich selbst erbarmungslos mit mir umg^gangen, habe keine Mühe gescheut, alles vcZucht, Tausende von Zeichnungen usw. gemacht und wurde bei diesem Beginnen Wohl von allen auf gegeben, nur von mir selbst nicht, und wie sich zeigen wird, auch nicht von meinem guten Genius. Statt ermattet zu sein, fühle ich eine größere geistige und körperliche Regsamkeit wie je. Wenn nicht Krankheit und Mangel mich am Produzieren hindern werden, so wird nun die Sache, denkc ich unaufhaltsam bis anS Ende meiner Tage fort- gehen Die Schlacken sind beiseite geschafft und das reine Metall übriggeblieben." Zwei Jahre fbatet. 1881, sechs Jahre vor feinem Tode, schreibt er Fiedler: „Wenn mir in vergangenen Zeiten ein freudiges Aufobfern dessen, was den Meisten die Hauptsache im Leben ist. zu einer inneren Genug-, tuung gereichte, so muß ich mich jetzt bemühen, um nicht in elende Misanthrvbie zu verfallen Doch dazu wird es wohl unter keinen Umständen kom men, denn es ist etwas in mir, was mich immer unb immer wieder über jeden traurigen Zustand erhebt, lind dieses Etwas ist nichts anderes, als meine unmittelbare Beziehung zum Deiche der Erscheinung, wenn auch nicht ein Verstehen, so dock ein fortwährendes Fühlen und Ahnen des Göttlichen, oder wie man es nennen will, in ter Schöbfung."
fiel es auf, daß er emen fast neuen Ueterzisher unb gutes Schuhwerk an hatte und mit warmer Unterwäsche angezogen war. Die Leiche hat schon mehrere Wochen hier gehangen und ist bereits von Raben und Raubwild angefreffen. Sonderbar war es, daß man bei ber Leiche keinerlei Papiere ober sonstige Erkennungszeichen fän\ Man glaubt aus verssiebenen UmflänCen anne[men zu n üs en, bah es sich hier eher um einen -zuuiu.dori) als um einen Selbstmord handelt, Hofsentlich gelingt es der Behörde, bald Aufklärung in das Dunkel zu bringen. — ES sei daran erinnert, dah an dieser Stelle des Waldes vor einigen Wochen ein junger Mann auS Klein-Linden von drei Männern nachts bedroht und vorn Rad geriffen wurde. Rur durch Drohung mit dem Revolver verscheuchte er die Strolche.
F. Langsdorf, 23. Febr. Gestern abend sprach Kreisobstbautechniker Heberer im Gemeindesaal über die Frage■ Was der Bauer über das Baumsetzen wissen muß. Rach den anregenden Ausführungen fand eine recht lebhafte Aussprache statt. Hierauf wurde eine Ortsgruppe von V9"-Mitglie- dern gebildet, die sich dem KreiSobstbau- verein Gießen angliedert.
Lich, 23. Febr. Altbürgermeister D ö r m e r feierte heute in voller Rüstigkeit feinen 7 0. Geburtstag. Aus der Bürgerschaft empfing er aus diesem Aniah zahlreiche Gratulationen unb anerkennende Ehrungen. Altbürgermeister Sörmer1 hat über 13 Zähre an der
guten Sache gestellt, und es gelang ihm gleich durch den sicher unb schwungvoll zum Dortrag gebrachten Einleitungsmarsch bie Zuhörer sowohl mit ber eigenartig wirksamen Klangfarbe der Znstrumente als auch mit dem musikalisch-technischen Können ber Spieler vertraut zu machen. Auch an den folgenden Stücken, von denen ein echt volkstümlicher und gefälliger Solo für Guitarren hervorgehoben zu werden verdient, fielen Sicherheit des Vor»
I ehren haben. 2tt>ch beute ist es nur eine kleine Gemeinde, Da ist es mit hM»m
MüNche n, 23. <5ebt- pBolff-) Zn ter E r z-1 Darbietungsplanes die offizielle Vorstellung bergerscheu Mordaffäre wurde hier ter -- — - - - - - - -
Rechtsanwalt Dr. Müller verhaftet. Rach | einer amtlichen Mitteilung wurde von deutschen Kriminalbeamten, die in Budapest waren, die Ur-
- fcte
im Delphin-Verlag zu München erschienenen Buch, das Kurt Pfister eingeleitet und mit einer charakteristischen Auswahl seiner Bilder und Zeich- nungen ausgestattet hat. Bei Lebzeiten hat kaum jemand gewußt, was dieser Meister in seinem heldenhaften Ringen geleistet hat, selbst nicht fein Mäcen Conrad $icbler. ter ihm überhaupt das Arbeiten ermöglichte, aber ihm durch manches Rörgeln bie Schaffensfreute verbitterte. Seine großen Werke waren bis vor wenigen Zähren hockst unwürdig untergebracht, zum Teil in den Kellern ber Berliner Rational-Galerie, zum Teil in ben schlechtbeleuchteten Räumen bes Schleihheimer Schlosses. Der Kunsthistoriker Voll erzählte gelegentlich, er sei einmal in die Schleiß- Heimer Galerie gekommen und habe da auf dem Boten zusammengervllt die Farbschicht eines Mareesschen Bildes gefunden, bie sich rwn ter Leinwanb abgelöst halte und nun achtlos dalag. Ergreifend tritt aus den Briefen des Meisters feine Schaffensweife hervor. So schildert er z. D. bk Arbeit an den Reapeler Fresken: „Wie die
Feuilleton.
Gin neuer Georg Kaiser.
Aus Berlin wird uns geschrieben: Georg Kaisers Tragikomödie »Kanzlist Krehler", die In den Ka m m e r sp t elen des Deutschen Theaters zur Uraufführung tarn, als ein neues Stück Les Lichters aaszugeben, erscheint etwa- anspruchsvoll. Kaiser repetiert Man erinnert sich seines viel gegebenen Stückes »Von morgens bis mitternachts", in dem ein Kassierer einen te- teatenten Betrag unterschlägt, Lurchbrennt und rum das bisher versäumte Leben in einem Tage, von mö gens bis mitternachts, nachholen will. Wie dieser Kassierer, so hat auch- Kanzlist Krehler sein Leben versäumt. Zn ter werktäglichen Fron Les Bureaudienstes hat er es Überhaupt nicht kennen gelernt. Ta erhält er Len Tag nach ter Hochzeit seiner Tochter Urlaubs- frei Und diese ungewohnte Freiheit erschüttert ihn in gleichem Matze, wie jenen Kassierer ter Anblick einer Lame, und wirst ihn aus dem Gleise. Er muß erkennen — was ihm nie in ben Sinn gekommen —, Latz auch währenb ber Zeit, bie er sonst int Bureau verbrachte, das Leben bra atzen weiter ftürmt, und gar in einer Mannigfaltigtett
schrift eines Telegramms vom 20. Dezember 1921 beschlagnahmt, die von dem flüchtigen Tilles- sen an ben Münchener Rechtsanwalt Dr. Abolf Müller, ber sich vom 18. Dezember bis zum 20. Dezember in Dubapest aufgehallen hat, gesandt worben war. Zusammenhängenb damit waren hier noch mehrere Verhaftungen vorgenommen worben. Die Verhafteten würben aber inzwischen mietet freigelassen, ba sie mit ter Erzberger-Affäre nichts zu tun hatten Müller, ter im Kriege Hauptmann unb schwer nertounbet Worten war, wirb
Reichskanzler, ater jetzt doch dringend bitten, zu veranlassen, daß nunmehr unverzüglich die Vorbereitungen für die Wahl des Reichs- präfitenten getroffen werten und der Reichstag gemäß 8 2 bcS Gesetzes über bie Wahl bes Reichspräsidenten vom 4. Wai 1920 sobald als möglich den Tag für diese Wahl bestimmt."
D« Postetat.
Berlin. 23. Februar. (WTB.) Dem Reichstag ist der H a u S h a l t des Reichs- p v ft Ministeriums für 1922 zugegangen. Zur Verbesserung und Sicherstellung des Telegraph "N- und Fernsprechverkehrs an der Oft» serküste zwischen dem Reich und den abge» i rennten Gebieten ist die Anlegung eines wei- ir-ren Fernsprechkabels zu dem berettS bestehenden m Aussicht genommen. Für das neue Etats fahr sind für Seekabel von ter pommerschen nach der ost- und westpreußischen Küste eine Ausgabe von 45 Millionen sowie • ur Herstellung von Funkanlagen für den Znlandsverkehr eine Ausgabe von 8 MU- 1 innen 800 000 Mk. vorgesehen. Zur Aeu-
Stückes Mauer anzugeben, was ich bemalen will. Dann wird einige ©tunten nach oem Oel gemalt, und ptoar in ter größten Eile, dann ist ber Grund auf ter Mauer präpariert, und da muß nun oft kolossal viel an einem Tage zusam-
hebestelle weiterzuleiten. Läuft die Frist am 31. Januar 1922 ab, fo sind auch die nach dem 31. ffan.ua r 1922 eingelieferten Steuerkarten und Marlenblätter anzunehmen. Es ist mit der Wahrscheinlichkeit zu rechnen, daß die bis zu einem noch zu besttmmenden, Zeitpunkt nicht abgelieferten Steuermarken für ungültig erklärt werten. Als zuständige Hebestelle dürfte nach den Ausführungsbestimmun- gen zum Sinkommensteuergefeh d i e Hebestelle anzusehen sein, in deren Bezirk der Steuerpflichtige bet ter am 20. Oktober 1921 stattgefundenen Personenstandsaufnahme gewohnt hat.
Die eingelieferten, für die Zeit vom 1. April bis zum 31. Dezember 1921 verwendeten Steuermarken werden auf die für das Rechnungsjahr 1921 zu entrichtende Einkommensteuer angerechnet, dagegen können die bis zum 31. März 1921 verwendeten Steuermarken auf die Einkommensteuer für das Rechnungsjahr 1920 gemäß § 48 Einkommensteuer- gefetz auch wetterhin an Zahlungsstatt hingegeben werden. Die Hebestelle hat über den Nennbetrag ter eingelieferten Steuermarken Quittung zu erteilen.
Wettervoraussage
für Samstag:
Wollig bis Heller, trocken, sudlichc Winde.
Das über Süteuropa liegende Hochdruckgebiet hat sich erheblich verstärkt und bringt uns heiteres warmes Wetter.
* .
* Der Verein Studentenhilfe e. V.
Bornotizen.
— Tageskalender für Freitag. Stabttheater, 7 Uhr: „Die Tür ins Freie". - Großer Hörsaal bes Kollegiengebäutes, SVi Uhr: Vortrag ber Oberhesfifchen Gesellschaft für Ratur- unb Heilkunbe. — Zohannesfaal, 8 Uhr: Wohl- tätigkeitSkonzert zu Gunsten ter Kleinkinber- bcwahranstalt. — Astoria-Lichtspiele: „Der Zirkuskönig".
Landkreis Gießen.
= Albach, 24. Febr. Auf dem Wege zum Zahnart nach Lich wurde gestern nachmittag die 18jährige Tochter eines hiesigen Einwohners von hier vonzweiMännern ü ber falten. Sie hatte den Fußwei von hier nach ter Sicher Chaussee tenuyl: laum eine Viertelstunde vom Ort entfernt tarnen die beiten Unholde auf das Mädchen zu, knebelten eS und schleiften es in den nahen Wald. Dott entkleideten und vergewaltigten sie die Bedauernswerte. AIS abends gegen 7 Uhr zwei Arbeiter von der Arbeit heimkehrten, fanden sie das unglückliche Mädchen mitten in einer Wiese liegen. Es hatte ein Taschentuch im Munde, war barfuß und nur mit einem Röckchen bekleidet. Do eS vollständig erschöpft und unfähig zum Gehen war, wurde es von den Arbeitern nach Hause getragen. Jedenfalls hat sich das Mädchen ver- zwctselt zur Wehr gesetzt und war derartig geschwächt, daß eö nur die zwei Täter erwähnen konnte. Die Kleider wurden im Walde aufgefllnten. Ob das Mädchen auch seiner Barschaft beraubt wurde, ist nicht ermittelt, aber sehr wahrscheinlich. Hoffentlich gelingt es, ter Täter habhaft zu werten.
△ Großen-Linden, 23. Febr. Einen grausigen Fund machte der Kreisstraßen- wärter Lenz, aus Klein-Linten in dein Eichwäld- chen nahe der Wirtschaft „Walbfcheirke". Dort fand er die Leiche eines ManneS, die an einem schwachen Cichbäumchen halb kniend hing. Die herbeigerufene Behörde stellte fest, daß es sich um einen Mann im Alter von. etwa 50 Zähren handelte. Der Mairn tixn* gut getleitet. besonders
mengearbeitet werten, bei welcher Gelegenheit nicht nur Kopi und Hand, fonbern auch ber ganze Körper in Anspruch renonanen werden, da man oft recht verzweifelte S ellungen cknnehmen muß. Bei einer solchen Geistesgegenwart verlangenden Arbeit vergißt man zwar selbst die erdrückendste
Lus Stabt unb ßanb.
Gießen, den 24. Febr. 1922.
Adliefervng ber im Jahre 1921 geklebten Steuermarken.
Man schreibt uns: Heber die Einlieferung der für die Zeit vom 1. April 1921 bis zum 31. Dezember 1921 verwendeten Steuertarten und Markenblätter herrfcht in weiten Kreisen. Unklarheit. Es erf<f)etnt daher nvtwendig, die hierfür gültigen neuen Bestimmungen zusammengefaßt wiederzu- geben: Nach ter Verordnung des Reichs- L Ministers ter Finanzen vom 21. Dezember 1921 wird auf Grund ter Reichsabgabenord- ' nung bestimmt, daß jeder Arbeitnehmer ber» i pflichtet ist, innerhalb tes MonatS Januar 1922 seine Steuerkarte und die losen Marken- blätter, die für den in ter Zeit vom 1. April bis 31. Dez. 1921 bezogenen Arbeitslohn zum (SinHeten und Entwerten von Steuermarken verwendet wurden, ter • für ihn zuständigen Steuerhebestelle (Finanztasse. HUfSkasse) zu übergeben oder zu übersenden. Auch kann an Stelle tes Arbeitnehmers der Arbeitgeber die Einlieferung der Steuerkarten oder Markenblätter übernehmen. Durch die Ergänzungsverordnung vom 7. Januar 1922 tourte die obige Bestimmung dahin erweitert, dah die Santesfinanzämter die Frist für die Einlieferung der Steuertarten und Markenblätter mit der Maßgabe anterwettig festfetzen können, daß die Frist mindestens einen Monat betragen und spätestens mtt dem 31. März 1922 enden muß. Steuertarten oder Markenblätter, die bei einer unzuständigen Steuererhebestelle eingeliefert werden, sind nicht zurückzuweisen, sondern ohne kassenmähige Berbucyung an die für den Arbeitnehmer zuständige ©teuer»
befanntgegeten Worten ist.
Kreis Lauterbach.
z. Bermuthshain, 23. Febr. Unsere Ortseinwohner befanden sich in ter vorigen Woche in großer Aufregung. Zn ter Scheuer tes Land- und Gastwirts Zohannes Oechler, die dessen Wohnhause gegenübersteht, sollte es „nicht ganz geheuer" sein. Die beiden elektrischen Lampen, die sich in der Scheuer befanden, waren zertrümmert worden, unb zwar nach Aussage von Augenzeugen burch von oben her auf die Lampen geworfene Lehrnbrocken und Ziegelstücke. Da man ater den Täter nicht fest- Hellen konnte, wurde gegen Ende ter vorigen Woche das ganze Stroh aus der Scheuer heraus- gesckafft, wobei sich eine große 'Zufchauermenge eingefunben hatte. Die Untersuchung blieb jedoch ergebnislos. Zn den folgenden Tagen trieb bis auf ben heutigen Tag ber unbekannte Täter seinen Unfug weiter. Es wurde jetzt fest gestellt, dah in einem im Scheuergebäute befindlichen Stall zum Unterstellen von Pferden vor einiger Zeit fahrendes Volk Unterkunft gefunden hatte. Einer dieser Leute führte einen Affen bei sich, ter ihm hier entwich und nicht wieder eingefan gen werden konnte. Man nimmt an, daß dieses Tier ter Urheber bes „Dermuthshainer Spuks" ist
Starkenburg und Rheinhessen.
tob. Offenbach, 23. Febr. Einem neuen Verbrechertrick fiel eine hiesige F-rau zum Opfer. Ein 22jähriger Steindrucker teilte ter Frau eines feiner Bekannten mit, ihr Mann sei auf ter Arbeitsstelle verunglückt. Zn ihrer Aufregung ellte die Frau auf die Arbeitsstätte ihres Mannes ohne den Türschlüssel abzuziehen. Der Gauner stahl währenddessen in der Wohnung Wäsche, einen Anzug und etwa 500 Mk. Als die grau, die sich nunmehr von ter Unrichtigkeit ter Behauptung tes Mannes überzeugt hatte, in ihre Wohnung zurückkehrte, ergriff der Gauner die Flucht, konnte jepoch auf ter Straße festgenommen werden.
wd. M a inz, 23. Febr. Der Streik bet Metallarbeiter, der bisher nur in te< schränktem Umfange durchgefichrt worden ist. hat im Laufe des heutigen Vormittags eine außerordentliche Verschärfung erfahren, nachdem die Verhandlungen zwischen den Arbeitgebern und Arbeitnehmern am gestrigen Abend ergebnislos abgebrochen worden sind. Die Arbeiterschaft der größten Betriebe im hiesigen Bezirk ist am Donnerstag vormittag in ben Ausstand getreten; so ftrei» ken bei der Firma Opel-Rüsselsheim etwa
Spitze unseres Gemeinwesens gestanden. Mtt Rücksicht auf sein Alter lehnte er 1919 eine Wiederwahl ab. Um das Wohl ter Stadt hat er sich große Verdienste erworben Als Rechner ter Vorschuß- und Krebitaktiengesellschast steht Dvr- mer heute noch im ösientlichen Leben. Möge es ihm vecgömu sein, in diesem Amte seine reichen Erfahrungen noch recht lange tem Vollswohl in träges und ter Einsätze, ferner ter wohltuente ’ ötabt uno Land dienstbar zu machen. — S ne ganze Wechsel im Tempo und Tonstärke angenehm auf Reihe von Märkten sollen letzt lahrlich abgehattkm und stellten tem Dirigenten, Herrn Sonntag, werten. Reu ist ter am kommenden Montag statt-- - - - ' findende Schweine-undSchafmarkt, über
ben näheres int Anzeigenteil des »Gieß. Anz."


