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Eingesandt.
(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)
Der Schiffeuberg.
Herr Prof. Dr. K r a e m e r wird Wohl selbst tthfct erwartet haben, dah die Giehener Bürgerschaft feine Ausführungen in Ar. 184 d. Dl. kritik- unb widerspruchslos hinnehmen und ftch einfach damit obftnben werde. And da ich nun schon einmal das Wort in der Sache ergriffen habe,
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haben kann, wie z. D. im QBtefetftal, wo Der j Staat ebenfalls Gelände genug hat und auch die Beschaffung der nötigen Räume ebensowenig auf unüberwindliche Schwierigkeiten flohen dürfte wie auf dem Schiffenberg. Dah übrigens Herr Prof. Dr. Äraenter selbst schon Schwierigkeiten für die Entwicklung seines Instituts in den gegebenen Verhältnissen auf dem Schiffenberg erblickt, scheint mir aus der Stelle seiner Ausführungen hervorzugehen, in der er sagt, dah „sich die Haltung der gröheren landwirtschaftlichen Ruhtiere aus wirtschaftlichen und technischen Gründen nicht mehr viel weiter ausdehnen Iaht". Wünschenswert scheint mir also diese ObiSdehnung zu sein, vorerst aber nicht gut möglich. Unb das bringt mich auf einen weiteren, auf den dunkelsten Punkt in der ganzen Angelegenheit, auf die Zwitterstellung, die dem Schiffenberg für die Folge zu- gedacht ist. Wissenschaftliches Institut und Gastwirtschaft! Das läht sich meines Erachtens auf die Dauer unmöglich vereinigen. Sollen beide Unternehmungen selbständig nebeneinander bestehen und sich in das vorhandene Gelände von so geringem Umfang und ohne Ausdehnungsmöglichkeit teilen, bann sind sie auch alle beide m. E. von vornherein zum Tode oder zu einem Krüppeldasein verurteilt, werden beide nicht leben und nicht sterben können, ülnd das wäre schade für beide. Darum schlägt Herr Prof. Dr. Kraemer eine Verpachtung des Gesamtgutes an das Tierzuchtmstitut und eine Weiterverpachtung der Wirtschaft an einen älnterpächter vor, und das würde m. E. den Untergang der letzteren bedeuten. Das Institut muh sich doch aus seinen kleinen Anfängen heraus weiter entwickeln, sich ausdehnen und auswachsen können, und es wird dies tun müssen auf Kosten der Gastwirtschaft, da sonst auher dem blauen Himmel da oben ja keine Ausdehnungsmoglichkeiten vorhanden sind.
Dr.Jung
Zahnarzt
von der Reise zurück
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fpd. Frankfurt a. M., 16. Aug. Die heutige auhervrdentliche Generalversammlung, in der 7 Aktionäre 19 267 Stimmen vertraten, genehmigte die Erhöhung des Grundkapitals um 55 Millionen Mark auf 155 Millionen Mark durch Ausgabe von 50 000 Stammaktien und 5000 Vor- zugsattien mit Divibendenberechtigung ab 1. Aug. 1922. Die jungen Stammaktien werden einem Dankendmsortrum unter Führung der Darmstädter und Oiationalbank zum Kurse von 150 Prozent mit der Verpflichtung begeben, sie den alten Aktionären im Verhältnis von 2:1 zum Kurse von 180 Prozent anzubieten. Die sieben- prozentigen Vorzugsaktien erhalten 15saches StimmrÄht, werden dem gleichen Dankkonsortium zum Kurse von 100 Prozent begeben und verbleiben in Händen der Gesellschaft. Sie sollen zur Sicherung gegen Ülebersremdungsgefahr dienen. Die Kapitalserhöhung wird von der Verwaltung mit der steigenden Geldentwertung, den wachsenden Ausgaben für Löhne und Gchälter und der riesigen Steigerung der Rohmaterialienpreise begründet.
fpd. Frankfurt a. M., 16. Aug. Börsen st immungsbild Die Börse setzte heute sehr fest ein und hielt diese Tendenz bis zu Schluß. Auf dem Montanmarkt eröffneten alle Werte erheblich über den gestrigen Rotierungen, nur Harpen er blieb um 350 Proz. unter dem letzten Schluhkurs zurück, vermochte sich auch nicht zu erholen: 5100. Die übrigen Montanaktien verzeichneten Kursgewinne bis zu 225 Proz. Der Kalimarkt verkehrte uneinheitlich, aber fest. Aschersleben gewann 120 Prozent. Der Chemie- marft war in seiner Gesamtheit sehr fest, wenn auch zu Schluh einzelne Werte etwas abbröcfel» ten. Anilin 1020, Griesheim 1000, Höchster 900, Scheideanstalt sehr gesucht 1350 (+ 38), Ma-- schinenwerte zogen weiter merklich an. Kleyer 560 (+ 30). Auch die Elektrvwerte waren bei steigenden Kursen begehrt. Siemens u. Halske 1700 (+100), Mainkraftwerke Höchst 315, Schultert 1080 (+ 40). Von Schiffahrtsaktien Llohd 470 (+40), Paket 597 (+37). Der süddeutsche Zuckermarkt erholte sich kräftig. Auf dem Ein- heitsmartt lagen die Rentenpapiere ungemein fest. 3proz. Reichsanleihe 310 (+10), 3'/2vroz. Reichsanleihe 91, Bankaktien ebenfalls gut behauptet. Der Aufwärtsbewegung der Auslandsdevisen entsprechend verkehrte der Oftrenten- marft lebhaft bei ansehnlichen Kurssteigerungen. Der Devisenmarkt verkehrte fest. Brüssel 79121/,, Holland 40 350, London 45871/», Paris 8250, Schweiz 19 800, Italien 4700, Spanien 16 075, Dänemark 22 300, Vorweg en 17 800, Schweden 27 150, Aeuyork 102772.
Herr- Prof. Dr. Kraemer läßt ja schon so etwas ähnliches durchblicken, wenn er sagt, dah es „in erster Linie" kleiner Versuchstiere, Hühner, Gänse, Enten, Kaninchen, Meerschweinchen, auch einiger Schweine, Ziegen und Schafe bedarf. Run, auf eine „erste Linie" folgt meistens eine zweite, eine dritte, auf ein erstens, ein zweitens, ferner .... endlich usw. Unb so wird und muh es auch hier gehen wie mit allen ähnlichen Einrichtungen. Man vergleiche doch die Anfangsstadien unserer wissenschaftlichen Institute mit ihrem heutigen Stand und Umfang, so z. B. das ßaboritorium Liebigs mit dem, was daraus hervvrgegangen ist. Manche von ihnen haben jetzt einen Umfang und eine Ausdehnung, wie sie früher kaum die ganze Uni- versität besessen hat. Jeder Zuwachs an Kraft und Ausdehnung, den das wissenschaftliche Institut dort oben zu verzeichnen hat, wird aber einen Verlust, ein Zurückdrängen des Gasthof- und Fremdenbetriebes im Gefolge haben, und es wird trotz des besten „Willens zur Eintracht auf beiden Seiten, trotz Taktgefühls und der nötigen Lebensfeinheit" nicht an Unstimmigkeiten und schliehlich auch an Grenzstreitigkeiten fehlen. Wenn auch die Menschen guten Willens sind, „hart im Raume stohen sich die Sachen," und von ihnen können wir uns nicht ganz losen. Ich sehe schon die Zeit kommen, da das Institut gezwungen sein wird, seinen Besitz gegen den gräßlichen Geheimbund der „Unbefugten“ zu schützen, und dem gehören wir gewöhnlichen Sterblichen ohne unser Wissen und Zutun zu mindestens 99 Proz. an. Wird dann unser Aufenthalt dort oben noch so sorglos, beruhigend und nervenstärkend fein wie seither? Und werden nicht aus den Sachen und Verhältnissen heraus wettere Beschränkungen folgen müssen, bis das, was die Siebener Bürgerschaft fo sehr fürchtet, endlich doch eintritt ? Zwar, Herr Prof. Dr. Kraemer will zunächst selbst die Gewähr dafür übernehmen, dah die Gastwirtschaft den vollen Beifall der Giehener Bürgerschaft findet, ja er will sogar eine „verfeinerte Gasthofkultur" dort oben einführen. Um Gvttes- willen, sehr geehrter Herr Professor! Der Herr bewahre uns in Gnaden davor, dah wir mitten in der herrlichsten, urwüchsigen Ratur uns umkreist und umschwebt sehen von gummibesohlten, seidenbefrackten Grohstadttellnern! Von jeher war der Schiffenberg ein geruhsamer Erholungsort, wo jeder 2lnständige, auch der „gemeine Mann", der kleine Beamte, der Arbeiter und der Bauersmann sich wohl fühlen konnte. Und so teilte es m. E. auch für die Zukunft bleiben. Wenn Verbesserungen im Gasthofbetrieb herbeigesührt werden müssen, so lassen sich die wohl auch erreiche^ ohne die Errichtung einer Tierzuchtstation, wie es überhaupt eine merkwürdige Rolle ist, die man einem wissenschaftlichen Institut zuweist, wenn man es im Rebenberuf zur dienenden Magd einer Gastwirtschaft machen will.
So diel für heute! Und so mochte ich ebenfalls mit einem Appell schließen wie Herr Prof. Dr. Kraemer: Der Wissenschaft und damit auch der Tierzuchtforschung alle und jede Unterstützung und Forderung; aber man lasse auch dem Gemütsleben Raum und uns gewöhnlichen Sterblichen ein Plätzchen, wo wir sagen können: „Hier bin ich Mensch, hier darf ich's sein!" —
Auf die Ausführungen des Herrn Prvf. Dr. Kvaemer in der heuttgen Rümmer des Giehener ' Anzeigers einzugehen, erspare ich mir.
Gießen, 16. August 1922.
Valentin Müller.
gestatte ich mir, in dem Nachfolgenden auf einzelne Punkte seiner Ausführungen zurückzukommen.
Ich beginne mit dem Schluhappell des Herrn Prof. Kraemer: „Erschwere man doch der Landwirtschaf tswifsenschaft in den dunkelsten Tagen deutscher Geschichte ihre Tätigkeit nicht!" — Sehr geehrter Herr Professor, ich bin der Letzte, dem es einfällt, der Wissenschaft Schwierigkeiten zu bereiten, dessen versichere ich Sie; und das werden mir vielleicht auch die Herren Dozenten unserer Hochschule, die mich schon länger kennen, gern bestätigen. Und wenn Sie mir heute klipp und flar beweisen, dah nur der Schiffenberg einzig und allein der geeignetste Platz für die Verwirklichung ihrer wissenschaftlichen Pläne und Ab- sichten in Frage kommen kann, dann will ich mich in Gottes Ra men damit abfinden. Aber mir scheint, als ob gerade durch die Verlegung deS Instituts auf den Schi ff en berg der einschlägigen Wissenschaft Schwierigkeiten bereitet würden, die leicht zu vermeiden wären. Ich bekenne mich „mit seltenem Freimut, der in den heutigen Zeiten besonders wohltuend wirkt", nochmals als Richt- fachmann und lärm daher nur meinem bihchen natürlichen Menschenverstand folgen. Und der sagt mir folgendes: Das geplante Unternehmen soll doch wohl nur ein Zweig der landwirtschaftlichen Institute unserer Hochschule sein, und ich kann mir nicht denken, dah es in wünschenswerter Weise gedeihen kann, wenn es dort oben in stundenweiter Entfernung von jenen ein abgeschiedenes Sonder- und Einsiedlerdasein führt. Ich denke mir doch,' dah es in steter Wechselbeziehung mit den anderen einschlägigen Instttuten, landwirtschaftl., geolog., Veterinärmedizin., chem. u. a. Abteilungen unserer Universität stehen muh. Konnte dem Staate — diese Frage drängt sich jedem Unbefangenen ohne besonderen „geschickten Appell an die gequälten Steuerzahler" von selber auf — konnte dem Staate nicht manche Doppelausgabe erspart bleiben, wenn das Institut auch räumlich näher an die Schwesteranstalten herangerückt
würde? Und wenn auch diese Ersparnisse naturgemäß nur geringe sein konnten — es wird doch heute von allen mahgebenden Stellen so sehr auf Sparsamkeit im kleinen gedrungen, dah ich an diesem Gedanken nicht glatt vorbeikomme. Und wer bürgt dafür, dah nicht hinter diesen Beinen Doppelausgaben später größere auftauchen, die dann wett schwerer ins Gewicht fallen? Und welche Schwierigkeiten müssen m. E. allen denen erwachsen — Dozenten, Forschern, Studenten usw. —, die ihre Tätigkeit zeitweise an das neue Institut verlegen müssen, gleichzeitig aber auch an anderen interessiert sind? Sollen die dort oben wohnen oder ein Wanderleben von einem Ort zum andern führen? Und dürfte die Verwaltung der Station dort oben nicht ebenfalls ungemein mehr Schwierigkeiten verursachen als in der Stadt selbst oder in ihrer nächsten Umgebung? Fassen Sie, bitte, folgende Parallele nicht als Änmahung meinerseits auf! Als Leiter einer größeren Schule weih ich aus Erfahrung, dah eine einzige Schulklasse, die aus Raummangel irgendwo auherhalb, in der „Diaspora" unter gebracht werden muh, mehr Schwierigketten, Umstände und Scherereien verursacht als fünf andere zusammen. Olten denke nur an den Transport von Lehrmitteln, Material für Handarbeiten, Zeichnen, an das Hin und Her der Fachlehrerinnen und »lehrer usw. usw. Und nicht ganz unähnlich dürfte sich auch der Betrieb des neuen Instituts dort oben gestalten. Wenn es einmal wirklich ins Leben getreten ist, werden Umständlichkeiten und Schwierigkeiten auftauchen, wo man sie vorher nicht im geringsten hat ahnen können.
Mir scheint also, dah der Schiffeuberg schon mit Rücksicht auf seine grobe Entfernung von unsrer alma mater nicht der geeignetste Platz für die Ausnahme eines wissenschaftlichen Insti- tuts ist. Dazu kommen noch die natürlichen Der- hältnisse dort oben, aus denen ebenfalls grobe Schwierigketten und Hindernifse erwachsen dürften. Ich habe neulich schon auf den dauernden Wassermangel auf dem Schiffenberg hingewiesen, und es ist mir inzwischen bestätigt worden, dah Versuche, in seinem Bereich Wasser zu er bohren — auch für andere geplante Unternehmungen — stets verlorene Liebesmüh' waren. Wie der Vogelsberg im ganzen bei den Geologen als wasserarmes Bergland gilt, so ist es der Schiffenberg Im besonderen. Dah wir in nicht allzu grober Entfernung von hier die Wasserwerke von Qu.eckbom, Inheiden usw. haben, ändert an dieser allgemeinen Tatsache nichts. Dort sind eben die Untergrundverhältnisse günstigere für die Stauung des Grundwassers als sonst im allgemeinen und als beim Schiftenberg im besonderen. Die Stiultur des Berges selbst und die Sande und Kiese an seinem Fuhe dürften er- klärende Faktoren in hinreichendem Mähe sein. Dah es dem Staate eher gelingen wird, in ausreichendem Mähe Wasser zu bringen als einem privaten Pächter, will ich Herrn Pros. Dr. Kraemer gerne glauben; beim die Technik kennt ja heute keine Unmöglichkeiten mehr, sondern nur Schwierigkeiten. Aber um diese Schwierigkeiten zu überwinden, braucht auch die Technik Geld, und manchmal recht viel Geld, besonders in der heutigen Zett. Und da frage ich mich: Warum gerabe hier an ein so schwieriges und hartnäckiges Objekt soviel Aufwendungen setzen, wenn man es sonst billiger und bequemer
Landwirtschaft.
△ Aus dem Kreis ©leben, 16. Aug. Reges Treiben herrschte gestern auf den Feldern. Rach dem zweitägigen Regenwetter und den vorangehenden regnerischen Tagen war das Getreide nahezu am Keimen. Besonders galt es, die Gerste, welche in Klecken auf den Aeckern auSgebreitet liegt, zu wenden, und hier und da fand man schon ausgewachsene Aehven. Die Kornhaufen waren vollständig durchnäht und muhten umgestellt werden. Die Stoppeläcker sind so durchweicht, dah das Pflügen, welches voriges Hahr unmöglich war, jetzt leicht geht. Und so werden allenthalben Stoppel rüden und Erbsen als Herbstfutter gesät. In den Furchen der Kar- toffeläder, in den Gräben und auf Wiesen stand gestern noch das Wasser. Für das Getreide und die Kartoffeln ist jetzt dringend warmes, sonniges Wetter erforderlich.
§ Aus dem Ohmtal, 16. Aug. Der Wasserstand war seither trotz dem Mangel an Sonnenschein ausfallend niedrig. Erst der jüngste Landregen schaffte etwas Abhilfe. Der Stand des Grummetgrases ist gegen das Vorjahr entschieden bester. Im vorigen Sommer weidete das Vieh auf ausgetrocknetem Boden, jetzt gibt es auch bessere Weide.
§ Dom Vogelsberg, 16. Aug. Mitte August, das ist die Zett der Reizfütterung für die Bienen, die von grober Bedeutung für den nächstjährigen Stand der Völler ist. Allein, bei ber diesjährigen Verspätung in der ®nttolcfelung der Voller fallen jetzt noch Schwärme. Iungfer- schwärme gehören zur Seltenheit, aber sie kommen jetzt noch vor. Rur die Honigernte fällt sehr karg aus. Wohl hat ber Sommerraps gut geblüht, er konnte aber den Ausfall des WintervapseS nicht ergänzen.
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LNMrmÄftEorS D. W i t 1 e - Berlin hatte daS Thema „Was steht für die deutsL-evangelische Mission in Ehina und Japan auf dem Spiele? «r zeigte in seinem Vortrage, dah unsere Mlftwv sich gerade bei diesen Staaten eines grohen Em- oegenkommens erfreute, im Gegensatz zu bend>riftB Wen Staaten, und dah die Aufgaben der Dislionstätigkeit gleichbedeutend mit oem Ausscheiden aus der Reihe der Kutturnattonen fein Vürde. Das Schluhwort sprach Geh- Santtätsra^ Dr. Decker. Ülmrahmt waren die Vottrage durch musikalische Darbietungen, bei welchen Orgel- öorträge des Organisten ^^helmer, Ge- sangsvorträge von Fräulem W a r t h o r st, Chore be? Kirchengesangvereins und em gerneinsamer Schluhgesang eine reiche Abwechslung^boten.
Die Verhandlungen des zweiten ^ages, die wieder in ber Durgkirche stattfanden, wurden durch eine von Pfarrer F i s che r - Grotzbiberau abaebaüene Andacht eröffnet. Die darauf begin-
Dr Trick- Sieben eingeleitet. Er sprach über ha« Thema „Evang. Mission und deutsche Kul- wckrise im 17. Jahrhundert". Der geistvolle und hochinteressante Dortvag bot tiefe Einblicke in die ^ntstehungsgeschichte der Mission. Danach sprach qjfarrer Gengnagel- Stockhausen über bas Thema: „Warum unb wie hat die deutsch-evang. Mission ihr reformatorisches Erbe in ber Weltmission zu wahren?" An die beiden Vorträge schloh sich noch eine lebhafte Diskussion an, bei welcher eine ganze Anzahl Redner zu Wort kamen. Zu erwähnen ist noch dah Missionsdirektor v. Witte auch vor zwei Abteilungen von Schülern der Augustinerschule am Vormittag des 15. August Vorträge über seine Mifsionstätigkett
In. Hochwaldhausen, 16. Aug. In ber Devgschule fand ein achttägiger vom Kreis- schulamt Lauterbach für die Qefjcer des Kreises ungeordneter: Fortbildungskursus statt, bei dem Prof. Dr. med. et phil. Steche über Biologie unb Dr. Hitzig über Einführung in Philosophie lasen.
Max Heß
und Frau Herta geb. Kann danken herzlichst für die anläßlich ihrer Vermahlung erwiesenen Aufmerksamkeiten Gießen Frankfurt a. M.
den 17. Slugust 1922
Märkte.
Frankfurter Getreidemarkk.
mc. Frankfurt a. M., 16. Aug. Auf dem heutigen Fruchtmarkt herrschte feste Tendenz. Die amtlichen Aotierungen lauten: Weizen 4100—4200 Mk., Roggen 3400—3800 Mk., Gerste 3900—4000 Mk., Hafer 3700—3800 Mk., Mais (Laplate) 3750—3300 Mk„ Mais (Mixed) 3650 bis 3750 Mk., Weizenmehl 5800—6200 Mk., Roggenmehl 4700—4800 Mk., Kleie 2000—2075 Mark. ________
(In einem Teil der Auflage wiederholt.)
Der frühere Hofschauspieler Hacker f.
rm. Darmstadt, 16. Aug. Gestern starb unerwartet das Ehrenmitglied des heftischen Landestheaters Hoftchauspieler unb Regisseur Gg Heinr. Hacker im Alter von 68 Iahl-en.
Vermischtes.
Siu Bauunglück.
Berlin, 16. Aug. (WTD.) Heute vormittag brach ein unter Dem Dache an ber hohen Halle bes Anhalter Bahnhofs angebrachtes Baugerüst zusammen. Die auf dem Gerüst mit Reparaturarbeiten beschäftigten Arbeiter stürzten in die Tiefe. Ein zufällig anwesender--Arzt stellte bei fünf Verunglückten den Tod fest. Sechs Arbeiter wurden schwer verletzt.


