Samstag, 15. April 1922
Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)
Nr. 89 Zweites Blatt
die von den alliierten Regierungen gegebenen
Kurs Kurs
825.
Brief
13. April.
12. April.
Datum:
576,75
5566,35
Warknotienmgea.
117.80 2595,34
97.80
(Rachdruck verboten.)
34. Fortsetzung.
Latz doch Inger in Ruhe mit diesem De
schwätz!« mahnte Rora, die. während sie sich die an
^gVTtroto^m^Än^ni'^Tcbcn iktän^rang rötta frgm. brau». S. ’ÄBSÄatlb-m M z
über eine Familie bereinstür^t. dann mutz man °$» x„
über eine Familie hereinstürzt, dann mutz man
0,88
16*82
125.40
59.20
88.80
117.80
88.80
880,- 780 -
800 - 963,-
748 - 575,- 539,-
76,- 935,- 238,-
1,74
0 89
1 60
16,90 1,-
Frau Borris
Still und bc= hatte' gerade
etwas steif.
2565,- 130 3,60
-.33
6563 - 6387 - 7770,25
568,25 1631-95 1325,80
299,62 2791,50 5855,15 4076,60
3,93
601,20
37,65 107,60 207.45 142,30 4094,-
Vrüssel-Antw. . Christiania . . . Kopenhagen . . Stockholm. . . . Helsingfvrs. . . Italien London Reuyork Paris Schweiz Spanien Deutsch» Oesterr. Prag Budapest. . . . Buenos Aires . Bulgarien . . . Japan Rio de Janeiro
12. 4.
77,50
96,36 140,-
84,25 482 - 3(8,— 320,— 323,- 592,- 490,- 239,- 303,- 330,-
Dalum: Zürich . . . Amsterdam Kopenhagen Prag.... Stockholm . Wien.... London. . • Paris. . . . Reuyork . .
344, 303.
830 1195 1025' 1080 1135' 1900
6367,95
7819,80
562,75
1592,-
1321,65
296,37
2743,45 5737,25 4615,><0
3,94
595,75
37,80
106,40
207.80
141,20 4031,-
sailles.
Wenn die in der Rote des Kanzlers an- genommene Haltung aufrechter halten wird, ist jede weitere Erörterung zwischen der Kommission und der deutschen Regierung offenbar unmöglich. Aber wenn nach äleberiegung die deutsche Regierung davon absieht, das Recht der Reparationskommission, ihr ihre Entscheck>ung auf» zuerlcgen, zu bestreiten, so ist die Kommission bereit, jede praktische Anregung zu prüfen, die von der deutschen Regierung zur Behebung der Schwierigkeiten, in denen sie sich befindet, do* gebracht werden könnte. Diese Erklärung der Re- parationskommission darf aber keineswegs in dem Sinn ausgelegt werden, datz diese inzwischen die Ausführung der Entscheidung vom 21. März oder der in ihrem Schreiben vom gleichen Tage auferlegten Bedingungen zurücknähme oder vorläufig außer Kraft fetzte.
(gez.): Dubois. Salvagv Raggi,
John Bradburh, A. Bernelmans."
„Welche Sache?" unterbrach sie Inger, die sah, "datz Rora vor älngeduld zitterte.
Liebe Inger, als ich hörte, datz das Geld verloren sei, dachte ich gleich, was fängt Rora letzt an sie hat ja n u r die vierhundert Kronen — was fängt sie an — was fängt sie an? Llnd deshalb ging ich zu Herrn Ponsin. Ich habe doch meine sechshundert Kronen Im Hahr — und jetzt ist für dich bezahlt, liebe Rora, für ein Bierteliahr in deiner Pension. Es ist durch Herrn Ponsin gegangen, ganz diskret — durchaus diskret. Solange ich hier bin, brauche ich ja kein Geld, und später, meinte Herr Ponstn, könnten wir beide zusannnenzrehen, aber das mutzt
„Wenn sich jemand Borwürfe zu machen hat, dann bin ich es," flüsterte Rora und neigte den Kopf: sie zeigte nicht gerne, datz sie gerührt war.
„Ach, Rora, das werde ich Dir nie vergessen, wie du dies auf genommen hast l" flüsterte Inger und drucke ihr die Hand.
Es zuckte sonderbar um Roras Mund, und sie streichelte etwas linkisch die Hand ihrer Schwägerin.
„Du liebe Zeit, Inger," murmelte sie: „ich bin es wohl eher, die — aber aber — siehst du, noch niemals hat jemand mich nötig gehabt —“
„Glaube mir, wir — ich brauche dich letzt sehr notwendig," versicherte Inger. „Es war mir nur so angst, wie du das mit dem Gelde auffassen würdest."
„Run, das Geld ist auch nicht alles," meinte Rora mit niedergeschlagenen Augen.
Da klang plötzlich eine Stimme von der Tür her: „Du meine Güte, ist denn Rora auch krank?"
so nobel — durchaus — und da habe ich ihm die Sache erEIärt —"
Berliner Devisenmarkt.
Geld Dries Geld
durch dick und dünn zufammenhalten.«
„Ach, Rora, wie ist es wunderbar, dich so reden zu hören, wunderbar!" rief Malwine gerührt. „Aber ich bin auch hergekommen, um zu helfen. Als Mogens vor einer Weile tarn und mir alles erzählte — das mit dem Geld und mit Jens' Krankheit — da fing ich an zu weinen. Jawohl, ich habe geweint, Inger — ich habe geweint, älnd dann entschlotz ich mich, hierher zu gehen, und jetzt bleibe ich da. Du m itzt keine Angst haben, Inger, ich werde ganz still und ruhig fein — ruhig — ganz ruhig. Es mutz doch jemand da fein, der die Haushaltung besorgt während du mit Zens' Pflege beschäftigt bist 'nicht wahr? And aushalten, das kann ich — 'jawohl, das Bann ich — durchaus."
„Olein, nicht mehr als sonst, wenn ich m 'der Rächt kein Auge geschlossen habe. Aber wer kann an seine eigenen Leiden denken, wenn einem der einzige Bruder todkrank daliegt."
„3a, liebste Inger, wie geht es Iens?" rief Malwine und schüttelte Frau Borris beide Hände. „Ich kann dir gar nicht sagen, wie mir wurde, als ich das hörte. Ich wurde wie — ja, ich wurde wie — du verstehst, ich mutzte Herkommen — ich mußte!“
Datum:
5°/,Dtsch.Kriegsanl.
4° oDtsch. Reichsanl. 3°/<,Dtsch. Reichsanl. 4°/0 Preuh. Konsols Hamburg-Pakets.. . Norddeutscher Lloyd Eomm.u.Privatbank Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . . Disconto-Gesellschaft Dresdner Bank. . . Mitteld. Creditbank. Rationalbank f. D. .
ich, und was kann ich tun?“
Du hast die reizendste kleine Dachwohnung," tröstete Malwine, als spräche sie w einem Kind. „ünD darin können wir dich abwechslungsweise
Kirche und Schule.
** tFreie Lehrer st eilen. Erledigt sind eine mit einem katholischen Lehrer zu besehende Schulstelle zu Drais, Kreis Mainz, eine Lehrerstelle an der katholischen Schule zu H o s h e i m und drei Schulstellen an der katholischen Schule zu Lampertheim, Kreis Densheim. Hiervon find zwei mit katholischen Lehrern und eine mit einer katholischen Lehrerin yu besetzen.
• Mörfelden, 14. April. Der Streit um die Kirchenglocken. Ein eigenartiger Streit ist in hiesiger Gemeinde wegen der Aufhängung der neuen Kirchenglocken zwilchen der weltlichen Gemeinde und dem evangelischen Psarr- amt ausgebrochen Die Kirche, die die neuen Glocken tragen soll, ist nämlich Eigentum der politischen Gemeinde, und diese will der Kirchengemeinde daher das Recht zum Aufhängen der Glocken absprechen. Die Streitfrage, die recht heftige Formen angenommen hat, wurde dem Ministerium unterbreitet. Dieses überließ die Entscheidung dem Kreisamt zu Groß-Gerau, däö den Standpunkt vertritt, daß man der kirchlichen Gemeinde nicht das Recht absprechen könne, neue Glocken aufzuhängen, da ihr, obwohl die pol»- tische Gemeinde Eigentümerin der Kirche ist, doch das Benutzungsrecht an der Kirche zustehe und dieses Recht viel weitgehender sei, als das der bürgerlichen Gemeinde. Man hofft, daß dieser seltsame Glockenstreit hiermit sein Ende gefunden habe.
Prozent höher, Chemische Griesheim 50 Prozent höher. Don Spezialwerten Schultheiß- Patzenhofer bei lebhaften Käufen um etwa 60 Prozent gesteigert. Dalutapapiere zogen entsprechend der Devisensteigerung an. Für Schiffahrtsaktien bestand unter Bevorzugung von Hansaaktien Kauflust, während Bankaktien unverändert blieben. Am Anlagemarkte behauptete sich im allgemeinen der Kursstand bei geringen Umsätzen. Das Geschäft blieb unbeschränkt. Bis Dienstag bleibt die Börse für jeglichen Äerkehr geschlossen. Auch Devisen werden nicht gehandelt.
Frankfurt a. M, 13. April. Börsen- stimmungsbild. Da sich die Borausseyan- gen für die Geschäftsstille, die während der Vor- tage an der Börse vorgeherrscht hatte, nicht geändert haben, so verlief auch der heutige Verkehr in Anbetracht der Feiertage in größerer Ruhe. Die Börse zeigte im allgemeinen einen freundlicheren Unterton. Anilinwerte hatten regere Umfaße zu verzeichnen. Clettriätätspapiere und chemische Aktien stellten sich höher. Montan- attien zogen auf Deckungskäufe ebenfalls an. Schisfahrtsaltien lagen ruhiger. Ausländische Anleihen waren nicht ganz einheitlich. Benz 615, Gebr. Fahr 735, Rlansfelder Kuxe 30 COO, Deutsche Petroleum 2200. Die Tendenz blieb weiterhin fest. Der Einheitsmarkl hatte später regeren Verkehr. Privatdiskont 4'/, Prozent. — Die Dorfe bleibt bis Dienstag, den 18. April, geschlossen. Am Samstag finden keine Rotierungcn statt.
Frankfurt a M, 15. April.
Börsenkurse.
Rora stand sofort auf, und drehte sich hastig um.
An der Tür stand Malwine, scheiben war sie eingetreten und noch Roras letztes Wort gehört.
„Krank?" wiederholte Rora
Kurs
12.4.
77,50 96,70
140,-
83,75 474,75 369,75 319,- 324, - 595,- 490,- 342,- 301,- 332,-
1180,- 1000,- 1053,- 1120,- 1865,-
1170,-
809,- 1335,-
820,- 755,- 783,- 948,- 735, 550,— 523,-
74,75 P6O,-
750,—
790,—
925,- 730,-
545,- 521,59
76,50 875, 238,-
1,30
3,63
—,34
Märkte.
Frankfurter Obst- und Gemüsemartt.
• Frankfurt a. M., 13. April. Irn allgemeinen war der wegen des Karfreitags auf heute verlegte Rlarkt gut beschickt. Der Großhandel brachte Spinat in bedeutenden Mengen, heran. Im Großhandel kosteten Kartoffeln bet, entner 27G-300 Mk., Spinat 500—600 Mk./ Dickrüben 200 Mk.. Roterüben 300 Mk., Zwiebeln 700—750 Mk., Schmalzkraut Pfund 22 bis, 24 Mk. und Meerrettich Pfund 12—13 Ml. Orangen und Zitronen behielten den Ichtnoticr- ten Preis. Aepfel kosteten im Zentner 600—700 Mark. Bei Erzeugern wurde Schmalzkraut Im Pfund zu 22-24 Mk., Lattich zu 28-30 Ml., Sauerampfer zu 12—15 Mk.. auch die Kräuter für grüne Sauce zu 36—40 Mk. verkauft. — Gestern und heute wurden Flußfische verkauft', das Pfund kostete 15—34 Mk., Seefische 10 bis 16 Mk., Butter wurde häufiger angeboten: das Pfund stand auf 70—72 Mk.. Margarine kostete je nach Qualität das Pfund 35—39 Mk., Bauern- handkäfe Stück 1,50 Mk.
Höchster Farbwerke. Allg. Elektr.-Gef. . . Selten & Guilleaume Schuckert-Werke. . . Adlerwerke Daimler 4° o Hess. 6taat8anl. Electron Griesheim Dtsche. Dereinsbank
13.4.
77,50
96 25
140,-
83,75 482,-
379,75 319,-
324,75 692,-
377*—
302,- 324,-
1235,- 1020,- 1085,- 1150,- 1900,- 1218,-
854,- 1350,-
850,- 768,- 795,- 950,- 741,- 570,-
545, -
74.50
925.-
„Wie ist das vorbedacht von dir. Malwine,“ sagte Frau Inger und nickte ihr dankbar zu. „Dann erlaubst du es mir also?"
. „Jawohl, und ich bin dir sehr dankbar,“ versicherte Inger.
Ha du kannst helfen," murmelte Rora etwas bitter. „Du hast Kraft und Gesundheit, und — und Geld hast du auch, während ich — was habe
Fr. 125.40
; 23.80
561,25 1588,- 1318,35
295,63
2736,56 578'/,75 4604,20
3,o0
594,25 37,70
106,10
207.20 140,80
4019,-
13. 4.
77,50 96.75
140- *83 - 488 - 387,- 318,- 323,- 595 -
du entscheiden. Die Hauptsache ist, du sollst Anteil haben an meinem Legat von Tante Elltnor: ich werde immer durchkommen — immer.“
.Das ist Ja sehr schön von dir, Malwtne," sagte Rora und preßte ben Mund zusammen. „Ich habe immer gewußt, datz du eine ehrliche Haut bist. Ader es ist nicht leicht für mich — wenn man aus so einem bedeutenden Hause stammt — in dieser Weise anzunehmen. Hetzt bin ich gar nichts mehr!" schloß sie heftig. „Ich kann nichts geben."
„Das mußt du nicht sagen, Rora,“ rief Inger, indem sie sich über sie beugte und sie küßte. „Hast du mir nicht heute eine Schwester gegeben ?“
tat Deutschlands beeinträchtigen würde.
I. Was den ersten Punkt anlangt, so ist es offenbar unumgänglich, daß die Gesamtheit der von der deutschen Regierung in deutscher Währung zu bezahlenden Ausgaben (sei es für die Reparationen, fei es für andere Zwecke) mittels der wirklichen Einnahmequellen des deutschen Volkes ohne erneuten Rückgriff auf die Inflation bezahlt wird. Die Reparationskommission ist, wie sie in ihrem Schreiben vom 21. März 1922 ausgeführt hat, vollkommen geneigt, im Jahre 1922 die Bezahlung eines beträchtlichen Teiles dieser Ausgaben mit Hilfe einer inneren freiwilligen oder Zwangs-Anleihe in Betracht zu ziehen. Die deutsche Regierung selbst zieht die Möglichkeit, in einer Zwangsanleihe die Mittel zu finden, um die Gesamtheit des Defizits zu decken, nicht in Betracht. Offenbar besteht aber wenig Hoffnung, daß der Kredit der deutschen Regierung bei ihrem eigenen Volke genügend ivieDerbergcfteUt ist, um ihr die Durchführung einer freiwilligen Anleihe zu ermöglichen, bevor sie einen überzeugenderen Beweis von Tatkraft auf steuerlichem Gebiet geliefert hat als denjenigen, der sich aus den Vorschlägen des Steuerkornpromisses ergibt, beispielsweise hinsichtlich der Besteuerung der derzeitigen Gewinne von Handel und Industrie. Die Kommission bleibt daher überzeugt, daß eine sofortige beträchtliche Vermehrung der Steuern über die im Steuerkomprvmiß in Betracht gezogene Vermehrung hinaus im Interesse Deutschlands selbst unumgänglich ist. Infolgedessen kann sie zur Zeit nur die Bedingungen hinsichtlich weiterer Steuern, welche sie in ihrem vorangehenden Schreiben ausgesprochen hat, voll und ganz aufrechterhalten, wobei sie sich indessen bereit erklärt, jeden Vorschlag zu prüfen, den die deutsche Regierung mit dem Ergebnis machen tonnte ein befriedigende Regelung des gesamten Fehlbetrages des Haushalts herbeizuführen.
II. Hinsichtlich des zweiten Punktes ergibt sich nicht weniger klar, daß jede Hoffnung für SJeutfdp land, im Auslände eine Anleihe von erheblicher Bedeutung aufzunehmen, Chimäre bleiben wird, solange Deutschland nicht eine sehr ernste Anstrengung zur Wiederherstellung des Gleichgewichts seines Haushaltes gemacht hat.
Die Antwort der deutschen Regierung auf die beiden ersten Punkte, in der Gesamtheit betrachtet, kommt also einer Weigerung gleich, irgendeinen wirklichen Versuch zu machen, sich die notwendigen fremden Devisen für die Bezahlung der Reparationen zu beschaffen.
III. Hinsichtlich des dritten Punktes vermag die Kommission in den durch ihr Schreiben vom 21. März gestellten Bedingungen nichts zu erblicken, was die Befürchtungen der deutschen Regierung auch nur im geringsten zu rechtfertigen geeignet wäre. Die Kommission hat in keinem Punkte in das Recht der Initiative oder in die Verantwortlichkeit der deutschen Re-
Boch. Gußstahlwerke -, Bud.- Eifenw.-Akt.. 1010, D.-Luxemb.Bergw.. 1050,
Handel.
Berlin, 13. April. Börsenstimmungsbild. An der Börse herrschte feste Stimmung. Deckungskäufe aus Anlaß der De- visensteigerung und der bevorstehenden viertägigen Feiertagsunterbrechung führten fast durchweg zu Steigerungen am Industriemarkte, die namentlich für Mvntanpapiere und einige Maschinenfabrikaktien vielfach Steigerungen über 50 Prozent herbeiführten. Oberschlesische Werte waren recht fest. Laurahütte gewannen 115 Prozent. Auch chemische Werte wurden vielfach gekauft. Chemische Hehden 65
Versicherungen stützen könnten. Die deutsche Regierung darf überdies nicht vergessen, daß sie um einen Ausschu b der ihr durch den Vertrag und durch den Zahlungsplan h aufev egt nVerpflichtungen nachgesucht bat,und tat» durch die Gewährung dieses Ausschubo dir Kommission berechtigt war, alle B e dingun - gen zu stellen, welche ihr notwendig erscheinen tonnten. Die Bedingung*: i, welche der deutschen Regierung durch das Schreiben vom 21. März für die Gewährung eines vorläufigen Aufschubs gestellt worden sind, sind nodjernfterUeber» legung festgelegt worden, und die Reparations- tommiffion kann demnach nur hoffen, datz tue deutsche Regierung sich davon Rechenschaft ablegen wird, datz die starrsinnige Haltung die sich aus der deutschen Rote ergibt, ohne rechte Erwägung der Folgen angenommen worden ist, welche sie nach sich ziehen mutz. Die Kommission wünscht tetncetDcg?, der deutschen Re- gicrung oder dem deutschen Volke eine unmögliche Aufgabe zu stellen; im Gegenteil: sie fordert nur ein Zusammenwirken bei den notwendigen Maßnahmen zur Wiederherstellung ter wirtschaftlichen und finanziellen LageDeutsch> lands. Aber eine unumgängliche Bedingung für ein derartiges Zusammenwirken ist die Beachtung nicht nur der Grundsätze, sondern auch des Mechanismus des Vertrages von Ver-
2536,n0 2 >43,20
5553,05
6362,65
780 ,20
Fr.
Fl. Kr. Kr. Kr. Kr. Sh.
Die Pforte öes Paradieses
Roman von Ingeborg Bollquary.
Berechtigte Ueberfebung au3 Dänischen.
gierung ober der gesetzgebenden Faktoren Deutsch lands hinsichtlich der Steuern oder der Ausgaben •tngegriffen. Sie hat sich darauf betoränft, in erster Linie zu fordern, daß Deutschland alle allgemein erforderlichen Maßnahmen ergreift, damit die Ausführung der Reparationsverpflichtungen im Vorrang vor nicht unumgänglich gebotenen inneren Ausgaben fichergestellt wird; in zweiter Linie, daß die deutsche Regierung ihr, soweit es von ihr ab- hängt, Mittel gibt, festzustellen, daß diese allgemeinen Bestimmungen von der deutschen Regierung richtig und genau angewandt werden. Die deutsche Regierung hat keinen Grund zu Beschwerden, die sich auf den Friedensvertrag oder auf
Amstd.Rotterd. 11315,80 11344,20 11385.7511414,25
---- 2583,26
Für 100 deutsche Mark wurden gezatzU:
1.7.14. 12.4. 13.4.
Frankfurt Berlin
Schluß- Schluß- Schluß- Schluß- " - Kurs
Gelfenkirch.Bergw.. HK Harpener Bergbau . 1850, - ,
Oberschl. Eisenb.-B. 1180,- 1210, Oberschief. Eisenind. 817 60 840, Phönix-Bergb-Akt. 1320,- 1348. Bad.Anilin-u. Soda 825,
(In einem Teil der Auslage wiederholt.) Englische Pressestimmen zu Genua.
London, 13. April. (WTB) .Daily Telegraph' berichtet aus Genua, zahlreiche, vielleicht die meisten der Abordnungen auf der Genueser Konferenz feien anscheinend ungeduldig wegen der engen Grenzen, die der Kon- erenz infolge der Beschlüsse von Camies gezogen eien, und wegen der gegen die Konferenz gerichteten Propaganda insbesondere der sranzö- ischen und der Raste anderer Länder, die man in dem Verdacht habe, für Frankreich zu wirken. Die rusfifche. die deutsche und die ungarische Abordnung suchten die Stahlringe zu sprengen, von denen die Konferenz umgeben fei.
Rach der „Times" erklärte der ungarische Ministerpräsident in einer Un- terrebang, die Reparationsfrage lasse sich nicht ausschalten. Wenn man sie zur Tür hinaus- werfe, werde sie durch das Fenster wieder her- einfommen. Auch der österreichische Bundeskanzler Schobst erklärte, die wichtigste, Arbeit der Konferenz würde feiner Ansicht nach in den nicht formellen Sitzungen und Unter-> rebungen geleistet. Diese nicht formellen Eiörterungen tonnten das Reparation Problem kaum umgeben. Wie der „Times "-Berichterstatter , außerdem meldet, haben die neutral en Staaten bei ihrer Zusammenkunft in Bern ein Ueber- einfommen getroffen, die Frage der Reparationen nicht selbst aufzurollen, jedoch leben za unterstützen, der sie vorbringen werde.
Laut „Times" haben die italienischen Behörden Anweisungen erteilt, für bie Unterbringung Poincarös alle Vorbereitungen zu treffen, der für den nächsten Dienstag oder Mittwoch erwartet wird.
Die Kleine Entente zur AbrustungSfrage.
Paris, 13. April. (WTB.) HavaS meldet aus Genua: Die Mächte der Kleinen Entente berieten gestern nachmittag über ihre Haltung für den Fall, daß die Frage der R ü st u n g e n z u L a n d e der Konferenz vorgelegt werden sollte in Form einer gegenseitigen Berpflichtung, die alle europäischen Mächte übernehmen sollen, keinen Angriff aufeinander zu unternehmen. Man versichert, daß die Mächte der Kleinen Entente sich einem derartigen Vorschläge im Prinzip nicht widersetzen würden, daß sie aber vor ihrer Zustimmung ernstliche Garantie verlangen würden.
Standeserhöhung DalfourS.
L o n d o n, 13. April. (WTB.) Der K ö - nig hat Sir Arthur Balfour zum Peer ernannt.
Für den „freien Rhein".
Bern, 13. April. (Schweizerische Depeschenagentur.) Die Bewegung zugunsten des „Freien Rhein" nimmt in der Schweiz an Umfang zu. In Zürich Basel, St. Gallen, Schafs- Hausen und anderen Orten wurden Volksversammlungen abgehalten, in denen vom Bundesrat nachdrücklich das Festhalten an der bisherigen Rheinpolitik verlangt und Rationalrat Gelpke als Vorkämpfer für den „ Freien Rhein" zur Zurücknahme feines Cntlassungs- gesuches als Mitglied der internationalen Rheinkommission auf gefordert wurde. Der schweizerische Bundesrat wird sich in • feiner Haltung auf die einheitlich« Volksmeinung stützen können.
Eine schweizerische Marconistation.
Bern. 13. April. (Schweizerische Depeschenagentur.) Die erste schweizerische Marconistation mit einer Sendweite von 25 000 Kilometer ist gestern eröffnet worden. Der Betrieb ist zunächst mit England ausgenommen worden. Weitere Staaten folgen demnächst.
5577,- 6403,-
7789,75
569.75 1636,05 1329,20
300,33 27^8,50 6869,85 4685,40
3,87 602,80
37,75 107,90 208,05 142,70 4106.-
Die Antwort der Reparationskommission.
Berlin, 13. April. (Wolff.) Der deut- schen Kriegslastenkommission in Paris ist heute eine Rote der Repara - tionskommisfion zugegangen. Rach dem in später Abendstunde hierher telegraphisch übermittelten Text hat die Rote folgenden W o r t - la u t:
„Die Reparationskommission an den Herrn Reichskanzler Dr. Wirth! - Die Aeparations- kommission hat am 10. April die Mitteilung des Reichskanzlers vom J. April erhalten. Sie hat mit Ueberraschung und Bedauern fest- gestellt, daß die deutsche Regierung die Haupt- sächlichsten Bedingungen, von denen die Kommission die Tewilligung eines Zahlungsaufschubs an Deutschland abhängig gemacht hat, bestimmt ablehnt. Insbesondere erklärt sich die deutsche Regierung außer Stande, 1. irgendeine neue Steuer neben den im Steuerkompromiß vorgesehenen Steuern zu schasfen, 2. die Zahlungen in fremden Devisen auf andere WHfe als mittels einer äußeren Anleihe zu bewirken, 3. irgend eine ileber- wachung der deutschen Finanz- oder Derwaltungs- organifationen anzunehmen, mit der Begründung, daß eine Derartige Aleberrcadjung die Souveräni-
Eines Abends, nachdem Hcruptmarm Borris über acht Wochen krank gelegen hatte, schlich lid) Mogens ins Krankenzimmer zu seiner Mutter hinein. Sie faß am offenen Fenster und strickte, während der Kranke schlief.
Mogens war den ganzen Tag weggewesen, auf einer Radfahrt, wie er zu Malwtne sagte.
Hetzt kniete er vor feiner Mutter, hatte den Kopf an ihre Schulter gelehnt und erzählte, wo et gewesen war.
Er hatte Jonas Thhstrup in dem alten Kauf- laben seines Großvaters besucht, und es war ausgemacht worden, er sollte am 1. August Die Stelle antreten, Die ernst Orla angeboten gewesen war.
3a, Frau Inger hatte gelernt, Guttaten an- zunehmen.
lFortsetzung folat) \


