Ausgabe 
14.7.1922
 
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ümgttt empfindlich geschädigt und um den ®r- folg ihrer Mühen ünd Ankosten gebracht wer­den. Wie man und erklärt, soll der Feldschutz nicht ausreichend genug sein, um dem Rowdy­tum wirksam entgegentreten ^u können. Man trägt sich daher mit dem Gedanken, durch einen Zusammenschluß der Pächter und abwechselnde Nachtwache dem Diebesvvlk das Handwerk zu legen.

"DerDerbanddermittleren B a u- beamten in Hessen hielt dieser Tage seine diesjährige ordentliche Hauptversammlung in F r a n k f u r t a. M. ab. Rach Erledigung der sehr umfangreichen Tagesordnung wurde, so schreibt man uns, von den aus allen Teilen des Landes -mhlrctch 'erschienenen Mitgliedern mit Entrüstung iest gestellt, daß die von den mittleren Daubeamten schon seit Jahren erstrebte Gleichstellung mit den übrigen mittleren Beamten seitens der Regierung .mmer noch nicht erfüllt ist. Diese Zurücksetzung Scheute eine Harte, ganz abgesehen von der finan- Hellen Schädigung, die von den Daubeamten nicht länger ertragen werden kann. Die Versammlung nab bezüglich der ungerechten Behandlung ihren ^Inlvillen in nachfolgender Entschließung kund und bat die maßgebenden Stellen, hiervon Kenntnis zu nehmen:Die Hauptversammlung bekundet ihren schärfsten Anwillen gegen die zurücksetzende Be­handlung der mittleren Daubeamten hinsichtlich ihrer Einstufung. Sie fordert restlose Gleichstellung mit den übrigen mittleren Beamten und alsbaldige endgültige Einreihung ohne Rücksicht auf die ge­plante Neuordnung der Baubehörden. 3n gleicher Weise findet die 'Beschlußfassung über die der Gruppe VII beigcfügte Anmerkung 1, die auf die mittleren Daubeamten bis jetzt noch keine Anwen­dung findet, schärfste Verurteilung. Wir ersuchen um deren alsbaldige Erfüllung."

'* Die Ehrenpre i se zur Gieße­ner Regatta des Süddeutschen Ru» derverbandes sind im Schaufenster der Firma Karl Frensdorf, Ecke 'Bahnhof­straße und Neustadt, ausgestellt.

Bornotizen.

Tageskalender für Freitag. Philosophenwald, 6 Ahr: Festabend des Ver­eins für das Deutschtum im Ausland. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße, ab heute: Mann über Bord" undBetrogene Be­trüger".

Goethe-Bund. Wie zu erwarten war, scheint der Aufführung des LiederspielsDas deutsche Volkslied" durch den Goethe-Bund, unter­stützt durch den Sängepkranz und weitere hiestge Musikfreunde, von allen Seiten unserer Bürger­schaft lebhaftes Interesse entgegengebracht zu wer­den. Ist es nicht heute mehr denn je erforderlich, unfer Voll auf die Schönheit unseres deutschen Vollsgesanges hinzuweisen und ihm alther­gebrachte Sitten und Gebräuche wieder traut zu machen. Ist es doch gerade das Vollslled, in dem sich die Seele eines Volles wiederspiegelt, das den Menschen von der Wiege bis zu dem Grabe be­gleitet und in trüben unb frohen Stunden sein treuer Begleiter ist. Die schönsten deutschen Volls- lieder werden in Bild und Ton an uns vorüber­ziehen und un,s in den Liederhain des deutschen Vollsgesanges führen.

Reichsbund der Kriegsbe­schädigten und Kriegshinterblie­benen. Morgen, Samstag, abends 8 Ahr, in Sauers Restaurant, Oswaldsgarten, Mit­gliederversammlung. (S. Anzeige.)

Die Astoria-Lichtspiele brin­gen den vaterländischen FilmFriederi- ceS Rex", der überall starken Erfolg errang, im Laufe der nächsten Woche zur Vor­führung.

Landkreis Gießen.

Lich, 13. Juli. Vor einigen Tagen sand hier eine von den KoalitivnSparteien veranstaltete Rathenau-Gedenkfeter statt, in der die Herren Prof. Hüter und Rektor Fischer aus Gießen als Redner auf­traten.

Kreis Büdingen.

* Ober-WidderSheim, 13. Juli. Don zuständiger Seite wird und zu der Nach­richt aus DvrSdvrf in Nr. 161 mitgetellt, daß nicht drei Glocken gesttftet wurden, sondern nur eine aus der Stiftung her­rührt. Auf dem Dachreiter des Kirchleins hät­ten überhaupt nur zwei Glocken Platz. Die ge­stiftete Glocke sei ferner nicht nur von drei, sondern von allen vier Mitglt^ern des Kirchenvorstandes angeschafft wurden.

Kreis Friedberg.

fpd. Bad-Nauheim, 13. Juli. Zwi­schen der Hvtelbesitze rverernigung und dem Zentralverband der Hotel- augestellten ist es wegen des Ange- stelltensefretärs Wiedmannzu einem schar­fen Konflikt gekommen. Die Hotelbesitzer verboten dem Sekretär das Betreten ihrer Häuser. Eine unerfüllte Versammlung der An­gestellten sprach dem Sekretär ihr Vertrauen aus und forderte ihn auf, die Betriebe nach wie vor zu besuchen. Sollten diese Besuche verhindert werden, dann drohen die Ange­stellten mit den schärfsten Gegenmaßnahmen. Auf den Ausgang des Streites darf man gespannt sein.

Hessen-Nassau.

zeugen trotz enrdrtnglichcr Zurufe rücksichtslos m die ein- und aussteigenden Fahrgäste der Straßen­bahn hineinfuhr, überfahren und so schwer verletzt, daß sie kurz nach der Einlieferung in das Heiliggeisthospital verstarb. Der rohe Kutscher wurde heute vormittag verhaftet. Ehe die Bewohner einer Villa im Wetzend in die Sommer­frische reisten, ließen sie alle Rolläden des Hauses sorgsam herunter. Das merkten E i n- brecher, die schon in der nächsten Rächt in das Haus einbrachen, sämtliche Behälter mit Stemm­eisen zerstörten und Schmuck- und Silbersachen von sehr bedeutender Höhe raubten. Von den Dieben fehlt natürlich jede Spur. Der Schmiedemeister Dinges, der, wie gemeldet, am Mittwochnach­mittag von seinem Buchhalter Seidel im Streit durch mehrere Revolverschüsse in die Brust schwer verletzt wurde, ist seinen Verletzungen im Kran­kenhause erlegen. Darüber, ob Seidel in Not­wehr gehandelt hat, sind die Anterfuchnngen noch nicht abgeschlossen. Der Erschossene wird als ein sehr aufgeregter und jähzorniger Mann geschildert.

Kirche unb Schule.

Dorfkirchen-Tagung in Marburg.

* Marburg, 13. Hali Die Tag ing der Dotfkirche für Hessen, 2lastau und Krrhessen eröffnete der Vortrag des Superintendenten D. theol. v. L ü p ke:Wie wird die biblische Geschichte fruchtbar für den Geschichtsjinn Les Landvolkes", v Lüpke forderte ihre Behandlung als israelitische Dolk^geschichte an Stel e der üb­lichen dogmatisch-the).ogischer. D.ha. d ung. In farbenprächtigen Einzelbildern sprach sodann Pfr. Ritter von Richer >de (Hessens, der' Leiter einer ländlichen Volksschule, überDie länd ich-christ- liche Volkshochschule". Morgen spricht Pfr. Mahr (Gießen) überAufgaben der Dorfkirchen­bewegung".

ri. Grünberg, 14. Juli Am Dienstag und und Mittwoch trat hier im Hotel zum Hirsch d i e eva ngelisch - lutherische Konferenz für Ober Hessen zu ihrer diesjährigen Ta­gung zusammen. Trotz der Angunst der Verhält­nisse zeigte die Konferenz auch diesmal ihre alte Anziehungskraft. Nachdem Pfarrer A u s f e l d - Gießen die Tagung mit einer Andacht eröffnet hatte, ergriff Medizinalrat Dr. Walge r-Gießcn das Wort zu einem auf gründlichen Studien be­ruhenden Vortrag über R. Steiners An­throposophie und die Stellung des christ­lichen Glaubens zu ihr. Die Abendandacht hielt Pfarrer Nebel- Laubach Nach dem gemein­samen Abendessen fanden geschäftliche Bespre­chungen statt, unter denen die von Missionar Guth und Pfarrer S c r i ba - Wetterfeld ein­geleitete Aussprache über die Lage unserer Leip­ziger Mission und der von Pfarrer Fritsch- Ruppertsburg erstattete Bericht über den Landes­kirchentag und die neue hessische Kirchenverfassung besonders zu erwähnen sind. Der zweite Tag be­gann mit einer von Pfarrer Dr. V ö m e l - Berg­ebersbach gehaltenen Morgenandacht. Darauf wurde nach einem klaren und gründlichen Kor­referat von Pfarrer Schneider-Butzbach das ThemaAnthroposophie" in lebhafter Diskussion besprochen.

©eridttsfaal.

Die Frankfurter Novokokain-Dergiftungsfalle vor Gericht.

fpd. Frankfurt a. M., 13. Oilt Ein weit über das totale Interesse hinausgehender Prozeß irnirbe beite v)r der hiesigen Strcrf- fammer verhandelt. Vor einem Zähre starben in einer Klinik unmittelbar nach der Einfuhr ing einer stark verdünnten Kokainlösung and einer Novokokainlösung zwei Frauen, an denen eins Mandelausschalung vorgetrommen werden sollte. Gegen den behandelnden Arzt Dr. Maier und die Krankenschwester Emmy R ü ß mann wurde Anklage wegen fahrlässiger Tötung er­hoben.. An der Verhandlung nahm ein großes Auditorium v)n Sachverständigen ind Zihörern aus Aerztckkceisen teil. Die Angeklagten wurden durch drei der ersten Rechtsanwälte vertreten. Den Angeklagten wurde zur Last gelegt, den Tod zweier Frauen dadurch verschuldet z i haben, daß sie bei den den Operationen voraus gehenden Ar­beiten zur örtlichen Betäub ing ihre Der rfs- pflichten außer Acht gelassen haben. Die An­geklagte Dußmann aab an, daß sie Anter- weisung über die Wirkung der beiden Mittel erhalten, und daß sie an bem Anglückstage auch ordnungsmäßig verfahren habe. Eine Ver­wechslung könne nicht borgetmmten fein. Der Angeklagte Dr. Maier konnte eine erschöpfende Auskunft über die Todesursache nicht geben, bet beiden Mitteln fet eine tödliche Wirkung möglich gewesen. Die Zeugenaussagen stellten der Schwester Rüßmann das beste Zeugnis ais. Auch die anderen Aerzte tonnen über Den rätselhaften Fall nichts Näheres geben. Es wurde von einem auswärtigen Arzt bestätigt, daß auch m seiner Praxis ein Todesfall unter gleichen Umständen eingetreten sei. Nach den eingehenden Gutachten der Sachverständigen und den ausführlichen Plai- doyers der Verteidiger beantragte der Staats­anwalt gegen jeden der beiden Angeklagten eine Gefängnisstrafe von Monaten. Das Gericht sprach nach langer Beratung in spater Abend­stunde Dr. Maier frei, weil er die zur ßofal- betäubung erforderlichen Mittel aitoenbert darf. Das Urteil gegen die Schwester Rüßmann wurde ausgesetzt, weil dir Todesursache nicht festgestellt werden konnte. Es soll als weiterer Sachverstän­diger Dr. Karl Mayer-Basel hi z g zog n wer­den, der darüber gehört werden soll, daß die Bestreichung der Schleimhäute mit Kokain zum Tode führen kann.

Der Spanier im Theater.

mc. Frankfurt a. M., 13. Juli. In öci gestrigen Vorstellung im Neuen Theater rauchte ein Herr in der Seiten­loge seelenruhig seine Zigarre. Als ihn die Schupo herausholte, um seinen Namen festzustellen, entpuppte sich der Raucher als Spanier, der der Auffassung war, er dürfe auch in den deutschen Theatern unbehelligt suchen, weil es in Spanien so üblich sei. Da der Mann wohl aus Ankenntnis gesündigt hat und seine Aebertretung sehr bedauerte, wird er wohl mit einem Verweis davon- kvmmen.

*

spd Frankfurta. M.. 13. Juli. Am Aller­heiligentor wurde am Mittwochnachmittag bic 57jährige Frau Weinberg, als sic in bic Straßenbahn steigen wollte, von einem Kohlen^ fuhrwerk, dessen Lenker nach Angaben von Augen-

ßanbmirtfcliaft,

*Zweiternasf auischer Kartoffel- ta g t n Gießen. Am 17., 18. und 19. Juli findet in Gießen der zweite nassauische Kartoffeltag statt. Am Montag sprich! Herr Geheimrat Pros. Dr. G i s e v i u s überDie Bedeutung der Kar­toffelzüchtung und -pflege für den Ertrag", am Dienstag hält Herr Dr. E i s i n g e r , Leiter der Ackerbau- und Saatzuchtabteilung der Landwirt- schaftskammer in Wiesbaden, einen Vortrag über Erfahrungen in der Karloffelzucht und im Kar­toffelbau in Holland und ihre Bedeutung für die nassauische Landwirtschaft" Im Anschluß an die Vorträge finden Besichtigungen von für den Kartoffel bau und die Kartosfelverwertung wichtigen Maschinen sowie von Versuchsfeldern statt. Am letzten Tage der Veranstaltung sollen Vesichtigungen von Mustergütern vorgenommen werden. Gesellige Devmstaltungen werden der ernsten Beratung»' und Lebrarbeit einige frone Stunden der Erholung beimifchcn

Explosionen.

Hamburg, 13. Juli. (WTB.) Zur Sx- plvfion in Zweedorf wird noch gemeldet: Sic wurde durch eine Reibungszündung bei der Reinigung eines Kessels in der Perchlv- ratanlage verursacht. Der Betriebsleiter, ein Meister und sieben Arbetter wurden in Stücke gerissen. 1015 Arbeiter wurden verletzt. Der Betriebsschaden wird auf viele Millionen Marl geschätzt. Eine spätere unbestättgte Mel­dung spricht von 12 Toten.

Warschau, 13. Juli. (WTB.) Bei RzeSzvw (Galicien) ist ein Pulver­magazin in die Luft geflogen. Die Pro­jektile flogen in die Stadt, wo sie explodier­ten. RzeSzvw hat wenig gelitten. Das Dorf Powizona (?) ist vollkommen zerstört. Die Zahl der Opfer und der Umfang des Schadens ist noch nicht festgestellt. Die Ursache ist un­aufgeklärt.

Folgenschweres Automobilunglück.

-fpd. Aschaffenburg, 13. Juli. In einer scharfen Wegbiegung überschlugsich bei Crnsttal ein Heilbronner Automobil und begrub die Insassen unter sich. Bankdirek- tor Deckle aus Heilbronn wurde sofort ge­tötet, der Führer und ein anderer Fahrgast erlitten lebensgefährliche Verletzun­gen. Zwei weitere Personen wurden leichter verletzt. Das Unglück wurde dadurch herbei­geführt, daß Bubenhände die Warnungs­tafel an dieser gefährlichen Stelle z e r - st v r t hatten und daß demzufolge die ortsun­kundigen Reisenden die Kurve nicht kannten.

Unfall oder Verbrechen?

fpd. Aschaffenburg, 13. Juli. Nach­dem vor drei Tagen ein junger Mann an den Beinen gefesselt als Leiche aus dem Main ge­borgen wurde, länbete man jetzt den seit eini­gen Tagen als vermißt gemeldeten 21jährigen Schneider Franz Bock aus Obernburq aus dem Main. Bock hatte in Aschaffenburg Klei­der abgeliefert und führte eine große Summe Geldes bei sich. Bei der Leiche fand man «nur noch einen geringen Bar­betrag. Die Möglichkeit eines Verbrechens ist nicht von der Hand zu weisen.

Schweres Unglück in Aegypten.

London, 13. Zull. (WTB.) Reuter mel­det aus Kairo, daß durch den Einsturz einer Moschee heute 14 Personen ge­tötet und 12 schwer verwundet worden sind.

Nachrichten.

Israel Religionsgemeinde GötleS- dienst in Der Synagoge (©übantagc). Samstag, den 15. Hali 1922. Vorabd. 7.45. Morg. 8.30. Abds. 8.50 unb 9.30 Ahr

Israel. Religions-Gesellschaft. Sabbatfeier den 15. Zull 1922. Freitag abd. 7.30. Samstag norm. 8.00. Nachm. 4.30. ©abbat- ausgang 9.30. Wochengottesdienst: morg. 6.00, abds. 7.30 Ahr.

Handel.

Berlin, 13. Juli. Börsenstim­mungsbild. Die Unsicherheit über den end­gültigen Ausgang der Pariser Verhandlun­gen hinsichtlich des deutschen Stundungsbe­gehrens kommt m den starken Schwankungen am Devisenmärkte zum Ausdruck. Vormit­tags setzte der Dollarkurs mit 405 ein, erhöhte sich bis 430 und schwankte dann zwischen 416 und 425. Dabei sind die Umsätze am Devisenmärkte bedeutend kleiner geworden. Auch am Effektenmärkte herrschte eine gewisse Unsicherheit vor, die wiederum in unemheit- licher Kursbildung zum Ausdruck kam. Es überwogen Rückgänge von 2030 Proz. Ver­einzelt waren auch Kurserhöhungen um 40 bis 50 Proz., bei Deutschen Kali annähernd um 100 Proz. zu verzeichnen. Für die gute Hal­tung der Mvntanwerte wirkte die Hoffnung, daß bei den Verhandlungen mit den Berg­arbeitern des Ruhrgebietes die erzielte Ver­ständigung von den Arbeitern angenommen werden, so daß der drohende Streik ver­mieden werden kann.

Frankfurt a. M, 13. Juli. Börsen- stimmungsbild. Wenn auch heute das vor­liegende Material, welches zum Verkauf stand, nicht so drängend war, so gab es dvch Anlaß, daß die Börse den Verkehr in schwächerer Haltung er­öffnete. Die Abwärtsbewegung setzte sich In mäßigem Tempo fort. Die innerpolitische Unsicher­heit vermehrte die Zurückhaltung deS Publikums und der Spekulation. Die Kursbewegung der De­visen war sehr unsicher. Dollarnoten nannte man im Frühverlehr 398 Geld unb 400 Brief. Der Kurs stieg jm Verlaufe auf 432, um dann wieder eine rückgängige Bewegung einzuschlagen: 423, 415, 418421. AuSlandSwerte lagen in der Hauptsache unregelmäßig. Im freien Dettehr hörte man eben­falls niedrigere Kurse. Den.; 490, Brown-Boweri 365, Gebe. Fahr 580, Rastatter Waggons 625, Inag 445. Am Mvntanaktienmarktc hielt die lust­lose Haltung an. Das Geschäft bewegte sich bei nachgebenden Kursen in engen Grenzen. Die Werte der chemischen Industrie wiesen niedrigere Kurse auf. Wesentlich gedrückter waren GlektrlzitätS- papiere. Auch Metall-, Maschinen-, Auto- und Zuckerfabrikaktien erniedrigten ihren Kursstand um 10 bis 30 Prozent. In Schiffahrtsaktien war die Kursbewegung bescheiden. Am Einheitsmarkt war, wie auf den übrigen Gebieten, eine unregelmäßige Tendenz zu erkennen. Im weiteren Verlaufe traten teilweise Erholungen ein. PrivatdiSkvnt 5 Prozent.

Frankfurt a. M. 1*. 3ufu Züricher Devisenmarkt.

13. 7. 14. 7,

Wechsel auf Schweizer Franken

Holland 100 51. --- 202.70 202.75

Deutschland 100 Mk. 1.29 1.50

Wien 100 Ät. --- 0.02 0.017

Prag 100 Str. = 11.10 11.15

Paris 100 Fr. 42.40 42.80

London U - 22.20 23.18

Italien 100 2. - 23.70 23.00

Brüssel 100 Fr. ---- 41.10 40.85

Budapest 100 Str. 0.40 0-425

Reuyork 100 $ =522.- 522.-

Ägram ....... 100 Str. = 1.65 1.55 ,

Warschau......100 Str. --- 0,095 0,0951

Börsenkurse.

Frankfurt Berlin

Schluß- Schluß- Schluß- Schluß-

Kurs SturS Kurs KurS

Datum: 12.7 13.1. ,2.7 13.7

r"/,Dtsch.Striegsanl. 77,50 77.50 77,50 77,50

4*,«Dtfch.Reichsanl. "6,- 120,- 120,75 120,-

S°.Dtfch.Reichsanl. 19u,- 190 - 20C,- 189,-

4e/0 Preuß. Konfols 63,- 89,- 80,75 80,30

Hamburg-Paketf.. . 440.- 442,- 450,- 444,-

Nvrddeutscher Lloyd 334,50 330,- 325,- 311,-

Eomm.u.Privatbank 290,- 287,- 288, - 287,-

Darmstädter Bank 290,- 287,- 289,- 283,-

Deutsche Bank . . . 600,50 496,- 500,- 494, -

Disconto-Gefellfchaft 396,- 393,- 397,- 396,-

Dresdner Dank. . . 298,- 295,- 301,- 298,-

Mitteld.Ereditbank. 251,- 251,- 252,- 251,-

Rationalbank f. D. 294.50 287,- 292,- 291,-

Boch. Gußstahlwerke -,- 1240,- M8G,

Vud..Eisenw..Akt.. 700,- 667 - 679,- 662,50

D.-Luxemb. Bergw. 1140,- 1105 - 1100,- 1080,-

Gelfenkirch.Bergw.. 1200,- 2176,- 1180,- 1141,

Harpener Bergbau . 2080, 2120, 2160, 2060,

Oberfchl. Gisenb.-B. 925,- 850,- 934-14 901,-

Oberschles. Eisenind 689 - 6*44,- 6ö2,- 6<5,- Phönir-Bergb -Akt. 1270,- 1230,- 1230,- 1201,- Bad Anilin-u. Soda 825,- 795,- 840,- 805,- tzvchster Farbwerke. 720,- 7u9,- 700,- 695,- Allg. Elektt -Ges. . . 765,- 770,- 790,- 760,- Felten L Guilleaume 895,- 865,- 910,- 835,- Schuckert-Werke. . . 700,- 670,- 705,- 684,-

Adlerwerke 495,- 480,- 461,- 460.5G

Daimler 426, 429,- 425,- 430,-

4°»Hest. Staatsanl. 77,- 72,- 71,56 74^0 Electron Griesheim 850,- 800,820,

Dtsche. Dereinsbank 195,- 192, «*,-

Derliner Devisenmarkt.

Brief

Datum:

2032,65

1939,35

2027,45

1977.5U

»46,94

3640,40

8589,25

Budapest Buenos Aires . Bulgarien . . . Japan

1,92 1026,30

35,05 159,95 285,40

1982,50

448,06

3649,60

8610,75

1,88

1023,

34,95

159,55

284,60

251,50

439,45 3615,45 8439,40 682L45

1,55 868,90 33,95

156^0 269,65 208,60

440,55 362^5 8460,60 6843,56

1,59 871,10 34/15

157,20 270,35 209,50

Helstngfors. . . Italien . . . . . London . . ... Olcuyork Paris ..... Schweiz

Spanien Deutsch-Oesterr.

Geld Brief Gell»

12. 3ulu 13. Juli.

Amstd-Rotterd. 20474,35 20525,65 16529,3016570,70 Brüssel-Antw. . 3488,10 3496,90 3425 70 3434J0 Ehristiania. . . 7390,75 7409,25 7016,20 7033 80 Kopenhagen .. 9563, 9587,- 9313,30 9336J0

Stockholm. . . . 11485,6011514 4011186,- 11214 - 996,75 999,25 858,90 861,10 1985,- 1990,- 1935,05 r------

Rio de Ianeiro 7215,-5917, 5933, -

Marknotierungen.

Für 100 deutsche Mark wurden gezahlt: Datum: 1.7.14. 12.7. 13.7.

Zürich Fr.

Amsterdam Fl.

Kopenhagen Str.

Stockholm Str.

Wien ......... Kr.

Prag Kr.

London Sh.

Reuyork I

Paris Fr.

125.40 1,17 4,18

59.20 - ,58 -.69

88.80 1,07 1,09

88.80 - ,87 -,»7

117.80

117.80 9,90 11,90

97.80

23.80 .,22

125.40 2,75 2,90

Märkte.

Frankfurter Schweine- und Klemviehmarkt.

Frankfurt a. M., 13.Juli. (AmÄch.) Marktverlauf: Lebhafter Handel. Schweine wurden nicht ganz ausverkauft. Im einzel­nen ist zu bemerken: Aufgetrieben waren 540 Kälber, 78 Schafe und 584 Schweine. An Preisen wurden angelegt per Zentner Lebend­gewicht: Kalber beste Qualitäten 36004000 Mark, mittlere Qualitäten 31003500 Mk., Schafe 15002800 Mk., Schweine unter 80 Kilogramm Lebendgewicht 60006500 Mk^ von 80100 Kilogr. 65006800 Mk., von 100120 Kilogr. 6500-6800 Mk., von 120 bk« 150 Kilogr. 65006800 Mk., Fettschweine über 150 Kilogr. 65006800 Mk., Sauen und Eber von 56006000 Mk. Außerdem wur­den 86 Rinder ohne amtliche PreiSnotterung gehandelt. Die Preise liegen um so viel über den Stallpreisen, als sie die nicht unerheblichen Gewichtsverluste, Spesen und Händlergewlnne in sich schließen.

(In einem Teil der Auflage wiederholt.)

Französische Stimmen zur Frage deS Mora­toriums für Deutschland.

Paris. 13. Juli. (WTB.) Nach dem Mattn" sei oie Meinung der ftanzösischen De­legierten die, daß man im Falle eines Mora­toriums von der deutschen Regierung erneut Pfänder nehmen müsse. Diese Pfänder Ginnten unter anderem durch eine direkte Erhebung von Aktien der deutschen Gesellschaften erzielt werden. Diese Frage würde in den nächsten Sitzungen der Kommission geprüft werden. In offiziellen Kreisen sei man der Ansicht, daß die Kommission Deutsch­land das verlangte Moratorium bewilligen werde, indem sie die Bedingungen feststelle, die restlos zu erfüllen habe.

DasJournal" läßt erkennen, daß von eng­lischer Seite der Standpunkt vertreten werde, nichts dürfe die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands hemmen. Man sei also der Ansicht, man müsse den Zahlungsaufschub bedingungslos bewilligen.

Die Haager Konferenz und die Zukunft M Sowjetregimes.

Paris, 13. Zuli. (WTB.) DerReuyork- Herald" meldet a^s Washington, der Mißerfolg der Konferenz vom Haag sei geeignet, den Sturz der Sowjets zu beschleunigen, man sei jedoch der Ansicht, daß das Aegime nicht über diese? Hahr andauern werde.

r BAD-NAUHEIM

Huplelds Kurpark-Kasino

Der bevorzugte

Gesellschafts-Tanz-Tee

Mittwochs, Samstags und Sonntags nachmittag.

Vorführungen und Unterricht d. d. Melsterschaftetanepaar

Grete und Gerd Ollendorf

Eintritt frei. st&sD