Nr. 58 Zweites Blatt Gietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberyeffen) Dienstag, (4, Februar 1Y22
Anbauflächen und Ernteerträge I im Freistaate Hessen.
Dach den Mitteilungen der Hessischen Zentralstelle für die Lande Sstati- >t t k ergaben sich im Jahre 1921 für die A n - Hauflächen und Ernteerträge im Freistaate Hessen folgende Zahlen:
Mit Doggen wurden bebaut in Oberhessen Winterfrucht 19 688 Hektar mit einem Ertrage von 332 821 Doppelzentnern (vom Hektar also 16,9 Dopvelzentner), Sommcrfrucht 9 Hektar mit 100 Doppelzentnern (pro Hektar 11,1 Doppelzentner): die entsprechenden Zahlen lauten für Starkenburg 22 982 Hektar mit 333 421 Doppelzentnern (pro Hektar 14,5 Doppelzentner), bzw. 14 Hektar mit 137 Doppelzentnern (pro Hektar 9,8 Doppelzentner); für Rheinhessen 16 314 Hektar mit 211 504 Doppelzentnern (pro Hektar 13,0 Doppelzentner) bzw. X Hektar mit 36 Doppelzentnern (pro Hektar 9,0 Doppelzentner). 3m Kreise (Ziehen wurden an Winterfrucht auf 4543 Hektar 74 788 Doppelzentner (also 16,5 Doppelzentner pro Hektar) erzielt.
Für Weizen lauten die Zahlen: Ober- yessen Winterfrucht 18 327 Hektar mit 411839 Doppelzentnern (22,5 Doppelzentner pro Hektar), Svmmerfrucht 336 Hektar mit 7320 Doppelzentnern (21,8 pro Hektar); Starkenburg 6771 Hektar mit 118272 Doppelzentnern (pro Hektar 17,5 Doppelzentner) bzw. 394 Hektar mit 6411 Doppelzentnern (pro Hektar 16,3); für Rheinhessen 3679 Hektar mit 50 433 Doppelzentnern (13,7 pro Hektar) bzw. 290 Hektar mit 3342 Doppelzentnern (pro Hektar 11,5). 3m Kreise Gießen wurden an Winterfrucht auf 3604 Hektar 67 379 Dvppel- entner (pro Hektar 18,7 Doppelzentner). an Sommerfrucht auf 31 Hektar 643 Doppelzentner (also 20,7 pro Hektar) geerntet.
Die Ernte an Hafer ergab in Ober» Hessen 362260 Doppelzentner auf 23844 Hektar (15,2 Doppelzentner pro Hektar), in Starkenburg 153 277 Doppelzentner auf 12 879 Hektar (11,9), in Rheinhessen 71 649 auf 7346 .9,8); im Kreise Giehen wurden 73554 Doppelzentner auf 5069 Hektar (also 14,5 pro Hektar) geerntet.
Der Ertrag an Kartoffeln stellte sich >n Oberhefsen auf 1 488 723 Doppelzentner auf 20 092 Hektar (74,1 Doppelzentner pro Hektar), in Starkenburg auf 1 311 829 Doppelzentner auf 23 378 Hektar (56,1), in Rheinhessen 668 074 Doppelzentner auf 13 666 Hekä far (48,9); im Kreise Giehen 263907 Doppelzentner auf 4241 Hektar (also 62,2 Dop- oelz^ntner pro Hektar).
An Zuckerrüben zur Zuckerfabrikation warben in Oberhessen 282602 Doppelzentner auf 1370 Hektar (206,3 Doppelzentner pro Hektar) geerntet, in Starkenburg 388 964 Doppelzentner auf 2918 Hektar (133,3), in Rheinhessen 833051 Doppelzentner auf 5419 Hektar (153,7); im Kreise Giehen 20 100 Doppelzentner auf 83 Hektar (also 242,1 Doppelzentner pro Hektar).
Schliehlich waren in Oberhessen 12 529 Hektar Be w ä s se run g s - und 45291 Hektar andere Wiesen vorhanden, die zusammen eine Erntemenge von 1 436 630 Doppelzentnern lieferten; die entsprechenden Zahlen lauten für Starkenburg auf 9129 und 26 058 Hektar mit 974 812 Doppelzentnern und für Rheinhessen auf 527 und 4307 Hektar mit 121168 Doppelzentnern; im Kreise Giehen wurden auf 1297 Hektar BewässerungS- und 7191 Hektar andere Wiesen 251 370 Doppelzentner geerntet.
Nochmals die Regierungsbildung in Hessen.
Herr Zustizrat Weidemonn bittet uns nm Aufnahme seines folgenden Schlußwortes:
Den beiden Herren von der Volts' und Demokratischen Partei, die auf meinen Artikel vom 6. Februar erwidert haben, sei folgende Antwort erteilt:
I. Herr Prof. Schian gibt zunächst eine Kritik eines einzigen, aus dem Zusammenhang gerissenen Satzes meiner Zuschrift. Dazu sei bemerkt, daß ich natürlich die Erklärung der Volks- Partei, sie wolle tn die Regierung eintreten, gekannt habe; ich habe aber darin vermißt das ernstliche Bestreben. den erforderlichen geistigen Anschluß an die drei demokratischen Parteien, mit denen sie sich koalieren wollte, zu finden. Tie Forderung auf Hereinnahme in die Regierung allein konnte um so weniger genügen, als die größte Partei, die Sozialdemokratie, ihren Wünschen ablehnend gegenüberstand. — Was Herr Schian über das Regierungsprogramm bemerkt, ist rein formaler Ralur. Ich wollte sagen und habe gesagt, die Dolkspartei hatte zu erklären, sie akzeptiere die Richtlinien einer in den Haupt- zügen demokratisch orientierten, sich innerhalb der Verfassung bewegenden Politik. Wie den Ausdruck seines Erstaunens so hätte sich Herr Prof. Schian auch ersparen können, den Geist Dv, Streckers zu zitieren; ich selbst war ein Gegner Dr. Streckers; zudem war er schon seit einiger Zeil durch den Abgeordneten älrstadt ersetzt wordm. Auch mühte Herr Schian wifien, daß das Zentrum ihn damals als Kultusminister entschieden aidgelehnt hat.
Was Herr Prof. Schian über die Bedingung: .Entweder Berbreiterung der Koalition oder Aus' scheiden der Sozialdemokraten aus der Regierilng" schreibt, geht in verschiedener Richtung fehl. Zunächst übersieht er. daß die Demokraten anfangs nicht für die Koalition zu haben waren. Sodann möge er sich doch einmal die Folgen des .Ausscheidens" vor Augen führen. Die eine Kombination war dann: Demokraten, Zentrum und Bolkspartei mit 28 Sitzen, also zu schmaler Balis: und hierbei war doch die Mitwirkung der Demokraten noch fraglich. Die andere war der Rechtsblock. Den lehnen wir aber unbedingt ab aus Gründen, die bekannt sein dürften. 3n der Tat lag die Entscheidung nicht beim Zentrum, son
dern bet der Sozialdemokratie mit ihren 24 Sitzen. Die Ausgabe, die sich das Zentrum gesetzt, die Bildung der großen Koalition, war demnach damals unlösbar Sv sieht es mit der von Herrn Prof. Schian aus irrigen Doraussetzungen her- auskonstruierten .'Tatsache" aus! Gefreut hat es mich aber, daß Herr Prof. Schian davon ab- reschen hat. das Derhalten meiner Partei als Scheinmannöver zu charakterisieren.
ll. Herrn Rektor Fischer, meinem zweiten Gegner, danke ich für feine alles Persönliche vermeidende Objektivität. Leider bin ich von ihm nicht ganz verstanden worden. Zur Zielklarheit gehört neben dem Festhalten an dem Ziel auch die Wahi des richtigen Ziels. Dieses konnte damals für die demokratische Partei nur die Mitarbeit an dem Ausbau des Volks- st a a t s in der Regierung und die große Koalition fein. Dieses habe ich auch den Herren Rektor Fischer und Präsident Urstadt gegenüber, als sie mich um meine Meinung an- gingen, ausgesprochen. Diesen Aufgaben hat sich aber die Partei versagt, weil sie glaubte, sich dem Spruch des Volkes beugen zu muffen Eip folgenschwerer Irrtum! Denn die demokratischen Wähler wollten die Fortsetzung der Koalitionspolitik, und die Wahlniederlage ist nicht auf mangelhafte parlamentarische Leistungen zurückzuführen, sondern hat andere Gründe (Organisation usw.) So kam die Partei in eine Sackgalle. und erst die Drohung der Sozialdemokratie mit Landtagsauflösung veranlaßte sie zum Anschluß an die kleine Koalition. Kann man diese Haltung zielllar nennen ? Die Partei kannte auch die 2u>sicht der Sozialdemokratie, sich nur auf die alte Koalition einzulassen. Sie täuschte sich aber über den Ernst dieser Absicht, weil sie annahm. diese Haltung sei nur eine Folge der angeblich „ungeschicktenTaktik" des Zentrums, was, wie das energische Vorgehen der Sozialdemokratie bald erweisen sollte, nich der Fall war. Also die Sozialdemokratie beherrschte die Situation Mm Anfang bis zu Ende! Das verkannte die Demokratische wie Volks- Partei.
Ich dürfte Herrn Rektor Fischer nun verständlich sein. Gr wird auch erkennen, daß meine Bemerkung nur auf sachlichen Gründen beruht, wie auch das über Herrn Obenauer Gesagte. Hat man nicht auch Stegerwald, als er vor einem Jahre die preußische Regierung bildete, infolge Mißverständnisses bei den Verhandlungen des Wortbruchs beschuldigt?
Damit möchte ich meine Darlegungen ab- schließen. Das Zentrum wird sich auch weiter um die große Koalition bemühen. Za, es hat bereits erreicht, daß das Justizministerium der Volkspartei offen gehalten wurde.
Hondei.
Berlin, 13. Februar. Börsenstim- mungsbild. Die in Neuhvick wieder ein- setzende Entwertung der Mark veranlaßte die Spekulation und das Privatpublikum zu neuerlichen Käufen in Industriewerten. Diese stiegen infolgedessen bei anfangs recht lebhaften Umsätzen im allgemeinen im Ausmaße von 5—50 Proz. Bevorzugt waren wiederum Montanwerte, in erster Linie oberschlesische Papiere, von denen Laurahütte sich um 120, Kattowitzer um 115 und Oberschlesische Eisenbahnbedarf vorübergehend um 60 Proz. höher stellten. Auf dem Kaliaktienmarkte setzten Westeregeln mit einer Besserung von 250 Prozent ein. Bon chemischen Werten gewannen Dynamit Aobel und Köln-Rottweiler 120 bzw. 115 Proz. Lebhaft begehrt waren ferner Schiffahrtsaktien, von denen Hamburger Paketfahrt etwa 60 Prvz. gewannen, Hansa über 100 Prvz. und Norddeutsche Lloyd etwa 90 Proz. Bankaktien besserten sich verhältnismäßig weniger. Deutsche Dank gewann aber 45 Proz. Balutapapiere zogen mit Rücksicht auf die Steigerung der Valuten an. Das Geschäft wurde nach Erledigung der ersten Kaufaufträge etwas ruhiger bei gelegentlichen kleinen Abschwächungen auf Gewinnrealisierungen.
Frankfurt a. M.. 13. Febr. Börsen- stimmungsbild. Die innerpolitische Unflat» hell, insbesondere das große Fragezeichen der Ministerkrise, blieb auf die Tendenz der Börse ohne Einfluß. Die neue Dörsenwoche begann mit einer weiteren Befestigung der Kurse am Effektenmarkt. Devisen lagen im Frühverkehr gut behauptet, dann anziehend, Dollar 203 und 202. Montanpapiere waren nicht ganz einheitlich. Man bemerkte vielfach, daß die erhielten Preise der letzten Woche absorbiert wurden. Das Geschäft war in sonstigen Industriepapieren lebhaft. Am Markte der unnotierten Werte wurden folgende Kurse genannt: Benz 635—640, Gebt. Fahr 680, Inag 530, Ufa 250, Chemische Rhenania 1020, Deutsche Petroleum 1850, Kaufneigung machte sich in Kassaindustriepapieren bemerkbar. Metallbant 1059. Deutsch-Lu xemburg 960. Adlerwerke Kleyer sehr gesucht, 575. Chemische Werte verbesserten sich etwas. Kaliwerte hatten wieder regen Verkehr , Westeregeln 2600. Schi fahrtsattien hat en geringe Auswärts bewegung. Auslandswerte anziehend. Privatdiskont 4i/» Prozent.
* Die Beschickung der Frankfurter Frühjahrsmesse vom 2. bis 8. April ist, wie das Meßamt uns ‘rnitteilt, ffo umfangreich, daß trotz räumlicher Vergrößerung auch diesmal in einer Reihe von Gruppen nur ein Teil der Interessenten Ausnahme finden konnte. Im Gegensatz au jenen Messen, die, wie sie selbst mitteilen, eine Dranchene nteilung erst eingete t:t ha': en sind Ei - teilung und Konzentration nach Warengattungen in Frankfurt a. M. bereits vollkommen und vorbildlich durchgeführt. Der Besuch wird durch Messegcsellschaftszüge aus allen Hauptrichtungen, für die Fahrpreisermäßigungen bis zu 45 Proz. eintreten, gefördert. Der Kartenvc :.uk erfolgt durch die bekannten Agenturen der Hamburg- Amerika-Linie, die Wohnungsvermittlung wie Hetzer durch den Wohnungsnachweis des M^ßcuntes, das sich zur Erteilung von Auskünften zur Verfügung hält.
* Ablieferung österreichischer und ungarischer Dorkriegs-Staats- an leihen.. Die Entente wird jetzt auf Grund der Friedensverträge von ©L Germain und Trianon an die Verteilung der Vorkriegsschulden des alten österreichischen und des allen
ungarischen Staates auf die Rachfolgestaaten heran treten, und hat daher das Reich aulgefordert, die im Besitz deutscher Staatsangehörigen befindlichen Wertpapiere dieser Art zu sammeln und abzuliefern. Sie wird dagegen Quittungen ausstellen, die später nach einem noch nicht bc- k.nnken Plan in Schuldoerschreibungen der Rach- folge • Staaten (Tschechoslowakei, Jugoslawien, I Deutsch-Oesterreich usw.) umgetauscht werden sollen Da die Frist für die Anmeldung und Ablieferung sehr kurz bemessen ist bis zum 28. Februar soll sie vollzogen sein und ein Hinausschieben dieses Zeitpunktes nicht erwartet werden kann, liegt es im Interesse eines jeden, für die baldige Ablieferung seiner österreichischen und ungarischen Vorkriegsstaatsanleihen besorgt zu fein, da die börsenfähige Votierung der aufgerufenen Werte nach einer Berliner Meldung voraussichtlich am 20. Februar eingestellt wird. Von der Ablieferungspflicht wird ein großer Teil unserer Wertpapierbesiyer betroffen, da vor dem Kriege die jetzt aufgerufenen Papiere beliebte Anlagewerte darstellten. (Siehe heutige Anzeige der hiesigen Bankenvereinigung.)
' Veugründung. Die Werke der „M e - g u i n A.-G., Butzbach, Hessen" und die Firma „Martin Eichelgrün & Eo.. Frankfurt a. M., Hohenzollernplah 58“ haben gemeinschaftlich eine neue Fabiik unter dem Rainen „Vereinigte Werke für Dahnmaterial A.-G., Butzbach, Hessen" errichtet. Das Werk wird in Kürze in Betrieb genommen. Zum technischen Direktor und Vorstand ist der Mitbegründer der Gesellschaft, Oberingenieur Otto I ü d e l l bestellt. Der Aussichtsrat setzt sich wie folgt zu- lammen: Vorsitzender Dr. Ing. h. c. W e i n l i g, Generaldirektor der Deutschen Werke, Berlin, stellv. Vorsitzender Marlin E i ch e l $ r ü n, Fabrikant. Frankfurt a. M., Dr. G. Ra11 en, Bansier, Berlin-Dahlem, Einst Schlapper, Fabrikdirektor der Meguin A.-G., Butzbach, Hessen, Bruno M ö h r i n g, Fabrikdirektor der Meguin A.-G., Butzbach, Hessen, Freiherr Dr. von D e r ck h e i m, auf Schloß Weinheim, Julius Jacob, Bankdirektor, Frankfurt a. M., Kurt T o l h, Baurat, Berlin-Lichterfelde-West. Die Feldbahnsabrik von Martin Eichelgrün in Straßburg i. Elsaß ist von den Franzosen beschlagnahmt worden, und wird nun in der neuen Fabrik ihre Fortsetzung erfahren.
Frankfurt a M., 14. Februar, ‘Berliner Devisenmarkt.
Geld Dries Geld Dries
Datum: 11.Febr. 13. Febr.
Amsterdam-Rotterd. 7452,507467,50 7572,40 7587,60 Drüffel-Antwerpen. 1636,35 1639,65 1648,35 1651,65 Christiania 3231,70 3288,30 3336,65 334'.',35 Kopenhagen 4025,90 4104,10 4155,804164,20 Stockholm 5174,80 5135,20 5269,70 5280,30 Helstngsors 400,05 400,95 405,55 406,45 Italien 969 50 971,50 970,50 972,50 London 869,10 870,dG 881,60 883,40 Reuyork 190,80 20t ,20 202,79 203,11 Paris 170^251711,75 1731,25 1736,75 Schweiz . 3901,05 3d08,96 3566,- 3974,- Svanien....... 3131,85 3138,65 3156,80 3163,26
Wien (altes) .... - — —
Deutsch-Oesterr.. .. 6,83 6,87 6,93 6,97
Prag 375,10 375,90 383,60 384,40
Budapest 30,41 30,43 31,01 31,04
Buenos AireS . . . 72,40 72,60 74,52 74,72
Bulgarien 132,85 133,16 135,85 136,15
Konstantinopel ...
Börsenkurse.
Frankfurt Berlin
Schluß- Schluß- Schluß- Schluß- Kurs Kurs Kurs Kurs
Datum: 10.2. 13.2. 10.2. 13.2.
5"/, Dtsch. KriegSanl. 77,50 77,50 77,50 77,50
4"/oDtsch.Reichsanl. 87,40 87,25 87 75 88,-
37»Dtsch. Reichsanl. HO,- 110,- 110,- 110,-
47° Preuh. KonsolS 71,50 71,12 71,90 73,56
Hamburg-Paketf.. . 423,- 479 - 423,— 461,-
Rorddeutscher Lloyd 309,- 409,- 308,- 430,-
Comm.u.Privatbank 8x1,- 326,- 819,— 327,-
Darmstädter Bank . 312,- 323,- 316,- 324,-
Deutsche Bank . . . 505, — 550,— 513, - 545,—
Disconto-Gesellschaft 442,- 460,- 449,- 452,- Dresdner Bank. . . 340,— 372,- 315,- 332,- Mitteld.Creditbank. 301,- 312,- 302,50 313,- Rationalbank s. D. . 318,- 325,- 322,- 331,- Doch. Gußstahlwerke 1080 - 11C0,- 1075,- 1100, — Bud.-Eisenw.-Akt.. 970 - 990,- 950,- 985,- D.-Luxemb. Dergw.. 931 - 965,- 941,- 960,— Gelsenkirch. Bergw.. 981,-1000,50 990,- 1000,- Harpener Bergbau. 1515 - 1550,- 1505,— 1555,- Oberschl. Eisenb.-B. 1020' - 1070,- 1035, - 1080,- Ooerschles. Eisenind. v24 - 840 - 799,- 822,- Phönft-Bergb.-Akt. 1070 - 1150,- 1048,- 1101,- Bad.Anilin-u. Soda 635,- 642,- 624,50 645,- Höchster Farbwerke. 594 50 611,- 597,- 624,- Allg.Glektr.-Ges. . . 716^- 780,- 710,- 780,- Felten L Guilleaume 1080,- 1185,- 1080,- 1190,- Schuckert-Werke. . . 715,— 730,- '<11,— 711, — Adlerwerke......516,— 565,- 533,- 590,—
Daimler 524,50 553,- 514,- 540,- 4° ° Hess. Staatsanl. 74,- 73,5g 73,75
Electron Griesheim 735,50 755,- 745,- 775,- Dtsche. Dereinsbank 224,- 227,- —
Züricher Devisenmarkt. 13.2. 14.2.
Wechsel auf Schweizer Franken
Holland 100 Fl- = ISt- 190.70 Deutschland 100 Alk. = 2.55 2.515
Wien 100 Kr. = 0.19 0.175
Prag 100 Kr- — 9.65 9.70
Paris 100 Fr. = 43.90 43.70
London ....... X £ ” 22.30 22.2)
Italien 100 2. = 24.90 24.25
Brüssel 100 Fr. = 41.90 41.70
Budapest 100 Kr. = 0.80 0.80
Reuyork 100 $ — 514.- 512.—
Agram ....... 100 Kr. — 1-65 1.60
Warschau.......100 Kr. — 0,16 0,15
Marknotierungerr.
Für 100 deutsche Mark wurden gezahlt:
Datum:
Zürich Fr-
Amsterdam Fl.
Kopenhagen Kr.
Prag Kr.
Stockholm Kr.
Wien Kr.
London. .....Eh-
Paris Fr.
Reuyork 4
1.7.14
11.2.
13.2.
125.40
2,58
2p2
59.20
1,34
1,32
88.80
2,48
2,43
117.80
— - —
26,35
88.80
1,95
1,92
117.80
— e
8^85
97.80
8,82
125.40
5,82
5,75
2340
-r49
Märttc.
Frankfurter Schlachlviehmarkt.
Frankfurt a. M., 13. Febr. (Amtlich.) Marktverlauf. In allen Biehgattungen lebhafter Handel, nur bei Schweinen dürfte geringer Lieberstand verbleiben. Ausgesuchte Schweine wurden auch höher bezahlt. 3m ein» ^lnen ist zu bemerken: Aufgctrieben waren 1327 Stück Großvieh. Davon 228 Ochsen, 41 Dullen und 1058 Färsen und Kühe; ferner 319 Kälber, 107 Schafe und 1839 Schweine. An Preisen wurden angelegt pro Zentner Lebendgewicht: für Ochsen 900—1600 Mk.» für Bullen 1200—1475 Mk., für Färsen und Kühe 550—1550 Mk. für beste Färsen und bis 1400 Mark für beste Kühe; ferner für Kälber 1000 bis 1600 Mk., für Hammel 600—1000 Mk., für Schweine unter 80 Kilogramm Lebendgewicht 1600—1800 Mk., von 80—100 Kilogr. 1800—2000 Mk., von 100—120 Kilogr. 1800 bis 2000 Mk., von 120—150 Kilogr. 1800 bis 2000 Mk., Fettschweine über 150 Kilogr. 1800—2000 Ml., Sauen und Eber 1600 bis 1800 Mk. Die Marktpreise liegen um soviel über den Stallpreisen, als sie die nicht unerheblichen Gewichtsverluste, Spesen und Händlergewinne in sich schließen.
(In einem Teil der Auslage wiederholt.) Erne Sachverständigenkonferenz in London.
London. 13. Febr (WTB) Der Pariser Berichterstatter des /Daily Chronicle" erklärt, daß die französische Regierung den von der britischen Regierung gemachten Vorschlag betreffend die Bildung eines Ausschusses von alliierten Sachverständigen zur Prüfung aller technischen und wirtschaftlichen Fragen der Konferenz von Genua günftig gesinnt sei. Die Antwort Poincares werde der britischen Regierung heute überreicht werden. L o n d o n sei als Ort der Zusammenkunft für diese Sachverständigenkonferenz vorgeschlagen worden. Man erwarte in Paris, daß die diplomatischen Erörterungen zwischen London und Paris über die polllischen Fragen, die auf der Konferenz von Genua behandelt werden sollen, während der Beratungen des Vachverständigen- ausschusies weiter gehen werden.
HardingS Stellung zu Genua und Rußland.
London, 13. Febr. (WTB) Der Washingtoner Berichterstatter des „S a i 11> Chronicle" meldet, in Amerika herrsche allgemein die Ansicht vor, daß die Konferenz von Genua unbedingtverschoben werden müsse. Der Präsident und das Kabinett würden eine Verschiebung begrüßen. Präsident H a r d i n g und Staatssekretär Hughes seien bereit, soweit sie dies tun könnten, der von Lloyd George angeregten Wirt- schaftskonferenz von Genua zu einem Erfolge zu verhelfen Die meisten amerikanisch n kommerziellen und finanziellen Organisationen fordern eine De- teiügung Amerikas an der Konferenz. Der Berichterstatter meldet weiter, die P o l i t i k Har- dings in der russischen Frage sei eben- so wie die Wilsons. Harding wolle in keiner Weise irgendetwas mit dem bolschewistischen Regime zu tun haben. Die amerikanische Regierung gebe nicht das geringste auf die Versprechungen der Sowjetregierung.
Frankreichs Haltung zu Sowjetrußland.
London, 1'3. Febr. (WTB) Der Pariser Berichterstatter des „Ob ferner“ melde', e5 bestehe Grund zu der Annahme, daß in amtlichen französischen Kreisen die Ansicht herrsche, daß die Konferenz von Genua um etwa einen Monat versch oben werde. Die Konferenz werde, wie man annehme. in der Hauptsache der rassischen Frage gewidmet sein. Zahlreiche Anzeichen deuten darauf hin, daß Frankreich für die Wiederherstellungseineralten Beziehungenz i Rußland fei Der DerichLerstat.er weist im Zusammenhang damll auf den gat organisierten Feldzug in der französischen Presse zugunsten Rußlands hin. Der Moskauer Vertreter des „Obf erber“ schreibt, die Sowietd pll malle fei der Ansicht, daß der beste Weg. um die Befürchtungen zu beheben, die Vorbereitung bi- rek'terVerhandlungenzwifchenMos- fau und Paris sei. Während daS Einvernehmen mit Frankreich hauptsächlich aus polllischen Gründen gewünscht werde, seien die Sowjet- Interessen in Deutschland vornehmlich wirtschaftlicher Arl Man hoffe in Moskau, daß sich Deutschland weigern werde, an dem geplanten Konsortium teilzunehmen. Die Sowjetdiplomatte bemühe sich ernst.ich, za überzeugen. daß die Tellnahme an einer Verbindung zu.m Zwecke der Ausbeutung Rußlands nicht nur der Erdrosselung Rußlands, sondern auch Deutsch- lands führen werde. Trotz zweifelloser Re vrsi- tat sei in Moskau jedoch die Ansicht allgemein daß ein Einvernehmen mit Deutsch land sich er sei.
Kämpfe in TäbriS.
London. 13. Febr. (WTD.) Reuter meldet aus Teheran vom 10. Februar: Re- aierungstruppen haben Täbris genommen Der Demokratenführer Lahuti-Khan ist mit einem Teil feiner Anhänger geflohen Der Rest hat sich ergeben. Der Kosaken, führer ISmail-Khan ist zum Gouverneur von TäbriS ernannt worden. Zahlreiche bekannte Demokraten und einig-? kaukasische Bolschewisten wurden verhaftet. 3m Verlaufe deS Kampfes wurden zahlreiche Läden geplündert. Alle Europäer und Amerikaner befinden sich in Sicherheit. 3n der Stadt herrscht jetzt Ruhe.
Ein deutscher Dampfer in Hongkoug.
London. 13. Febr. (WTB.) Reuter meldet aus Hongkong: Am 12. d. M. ist der deutsche Dampfer „H a v e l a n d" als erstes deutsches Schiff seit Kriegsausbruch hier eingetroffen.
Der in Italien beschlagnahmte deutsche Besitz
Paris, 13. Febr. (Havas.) Das .Isar- nal des Tebats" meldet aus Rom, daß der italienische Staat auf das Anerbieten Deutschlands, den in Italien beschlagnahmten deutschen Besitz zurückzukaufen. als Preis hierfür die Summe von einer Milliarde Goldmart bestimmt habe. Dieser Preis soll angenommen worden fein.


