Ausgabe 
14.1.1922
 
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Samstag. U. Januar 1922

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)

Zweites Blatt

Nr. 12

(Nachdruck verboten.)

3. Fortsetzung.

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(Fortsetzung folgt.)

Die Vlüchermchten.

Roman von HannsvonZobeltitz.

Schutze von Atocl Gendarmen und des Poltet» diener- das Rohr gelegt werden. Auch jetzt kam es zu heftigen Auftritten, in deren Verlaus V. een Polizetdiener in das Gesicht schlug DaS Schöffengericht Q3ilbel (ritte iun deshalb wegen Beleidigung und Wider st ands gegen

die Staatsgewalt zu 500 Mk. Geldstrafe und 2 Wochen Gefängnis verurteilt. Seine Be-

Aus Stadt und Land.

(Sieben, den 14. 3an. 1922.

Dademeeum für Zigarettcnraucher.

In Zeiten, da das Rauchen noch nicht so allgemein war wie heute, wo diese Kunst ja eigentlich schonangeboren" ist, gab es genaue Anweisungen, die nicht selten den Titel Vademecum für Raucher" führten. Auch heute aber sind solcheGebrauchsregeln" noch nicht überflüssig, und besonders dem Zigaret- tenraucher liehe sich manches Beherzigens­werte sagen. Die meisten Zigarettenraucher rauchen zu viel und zu schnell; sie verlieren dadurch den wahren Genuß, den der geliebte Glimmstengel vermitteln kann. Wer 10 Zi­garetten am Tag raucht, wird mehr davon haben, als derjenige, der 20 Stück in die Luft pafst, denn derKettenraucher" stumpft seine Geschmacksnerven gegen das Aroma und die Güte des Tabaks ab. Ein Fachmann gibt deshalb die folgenden Ratschläge: Man rauche nicht sofort beim Aufstehen, man rauche nicht unmittelbar vor dem Essen und während des EssenS, denn der durch den Geschmack der Speisen beeinflußte Gaumen kann das Aroma des Tabaks nicht würdigen. Man rauche lang­sam. denn durch das rasche Verbrennen der Zigarette verschwindet der Geschmack. Man stecke sich die Zigarette nicht an Wachslich­tern, an Petroleum- oder Gasflammen an, weil diese das Aroma vernichten. Man rauche weniger Zigaretten, aber dafür gute. Die billige und schlechte Zigarette enthält grünen mb unreifen Tabak, der viel mehr Rikvtin besitzt als die teuere Zigarette. Man rauche nie Zigaretten in einer Spitze, weil das dem Aroma schadet.

tiefen Ohrenwangenstuhl zurnckfallen. Ihm war's wohl, als hätte er eine Schlacht geschlafen and nun des Sieges gewiß. Za, er schmunzelte trotz des Stöhnens sogar und lächelte: wie matzte die gute Giesen sich freuen!

Das war nun freilich ein Trugschluß, dem aber vielleicht sogar brr wackere Gneisenau ver­fallen wäre, wenn Blücher ihn hier als General- ItabSchef zur Seite gehabt hätte.

Zuerst satz Matter Giese wie ein Bild von Stein. Dann zapfte sie an den Haubenbändern rechts und links und stietz heraus: .Dte mchts- natzige Göhre!" L .

3a, aber wieso denn, Frau MuhmeT fragte verwundert der F ldmarschall.

(5H da soll man srch nicht suchten, wenn solch'dammes, freches Göhr hinter dem Rucken der Matter solche Geschichten eitfa eit?!

Ole, Frau Muhme, das ist doch mcht P schlimm.' D.e liebe Zagend"

Äch was! Zagend hat feine Tugend! Ich werd's ihr aber anstreichen, dem Fiekchen. Kenn ia den Herrn Hauptmann von Rsblitz gar nicht.

Aber ich kenne ihn. Ist ein honetter Herr, hat auch etwas Fortune. Wär' ich >onst her- gek ommen 7

Madel! Möcht' nur wissen, wo sie ihn kennen gelernt?"

He nun. Mahnte Giese. Wie sich junge Leut- cten kennen lernen. Bei RIarwttzens, denk ich. Und werden sich aus der Promenade gesehen und aetroffen and allerlei parliert Haden. Ta ist die Liebe gekommen. Wie das so geht, Muhme Giese.

3fi ja das richtige Techtelmechtel! Meine Tochter! Do soll doch gleich die Schockschwerenot dreinschlagen. Gott verzeih' mir, wenn ich fluche.'

Indem ist die Matter eingetreten. Hat er­staunte Augen graue Augen, in denen immer etwas wie Feuer unter der Asche gew sen und Hm! Hm!" gemacht and dazu eine tiefe Verbeugung: .Herr Feldmarschall Eure Durch­laucht" , , ....

Toch> Durchlaucht waren noch gar zu beschäf­tigt Waren nämlich mit Sporengellirr die Reihe wieder herur.t rg schritten, hatten fest am rechten Flügel die aschblo.rde Sophie auf die Backe ge­klopft, gemeint: .Gib "tal dein Göhre. Ich hab' was Heimftch-s für dich. Unb hatte wirklich ein paar Worte in die rosige Muschel geflüstert, also datz die Sttrn und gleich auch das ganze Ge'icht bis unter die Stirnhaare sich in Blut tauchte. Dann erst wandt«-er sich und sagte:Ah - die gnädigste Frau Mama. Kützte ihr chevalercsk die Hand: .Ich freu mtr. Sie wohl zu sehen, Frau Muhme." Alrtb da ei könnt' er sich der Erinnerung nicht erwehren, wte sauer die strenge Frau es oft dem guten Gte.e gemacht hatte, u cd dachte doch: .Ist ei e B.ava i Hat sich wacker mit der vielen Kindern Durch­geschlagen. Hat 's noch jetzo schwer genug.

Frau von Giese hob sich von ihrem ttefen Knicks, hatte Haltung, kerzengerade wie ein Gre­nadier. Lietz ihre Augen über dte Mabels g.ei- tcn.Hvsfe. Euer Durchlaucht sind die Ktnder nicht lästig gefalle1'?

.Datz mich Gott bewahr. Hab' mein Lebtag lolch" hübsche Dinger gern gehabt. Sind ja zum

hingen oder um Dergnügungen geschlossener Ge­sellschaften handelt. Cs ist daher zwecklos, ber- artige Gesuche einzureichen.

Landkreis Gießen.

* G a r b c n t e i ch. 12 Zan. Die Liga zum SchutzederdeutschenKultur veranstaltete hier einen zweiten Vortragsabend. Herr W e n - d e l sprach über das ThemaD i e s a l s ch e R e ch» n u n g und beleuchtete in trefflicher Ausführung die Auswirkung des Versailler Vertrages auf unsere Feinde. Die Ausführungen fanden reichen Beifall. Daß die Zuhörer mit den Destrebunaen der Liga einverstanden waren, wurde durch Den Beitritt fast aller Anwesenden zu der schon be­stehenden Ortsgruppe erwiesen. Wenn genügend Teilnehmer (30) zusammen kommen, soll für den Rest des Winters noch ein Vortragskursus ein­gerichtet werden.

Kreis Schotten.

Fi Laubach , 12. Zan. Der Zwe ig - v e r e i n Laubach des Vogelsberger Höhen-Clubs hielt auf dem Ramsberg er. e eindrucksvolle Feier zum Gedächtnis des Mar­schalls Rikolaus Grasen Luckner ab, der vor 2C0 Zähren zu Cham in der Oberpfalz (am Bayrischen Walde» geboren ist. Zu Ehren de? terübmten Heerführers wurde ein Gebent - ft e i n mit den Tarnen der beiden Feldherren (Luckner und Diesbach) und dem Datum der Schlacht bei Laubach (21. März 1761) geweiht Inmitten der I sch.ist sind zwei sich trea\em e Degen eing g oben. Au erbem würbe e.ne eherne Tafel geweiht, geftiftet v-m V H. C. Laubach: sie wurde auf ber Friedrich, hu: te ge­gossen unb an die sog. Luckner-Eiche mit ent- sprechender Inschrift geheftet. Pros. Dc. R o echen hielt bie Weiheiede. Er begrünte zunächst die Anwesenden, insbesondere herzlich den als Vertreter der Familie erschienenen Graten Rikolaus Luckner (i-i Gettenbach bei Gelnhausen anfällig). Er ist ein Hr-Urenfcl

Gefeierten. Sodann führte er die -Befeu- turtg des Ma schalls als H erführer aus H er unter dieser Eich? habe C' gestanden von h er aus die Schlacht an ber Spitze von 4 hessischen Grenadier-Bataillonen unb 15 Schwadrorei sieg­reich geleitet. Ein Volk, das so bedeutende Kriegs- Helden hervorgeb-acht habe, könne auf die Dauer nicht ohnmächtig bleiben. Durch Tüchtigkeit l>ibe sich Luckner aus einfachen Verhältnis en empor- gearbeitet, und so werde auch das deutsche Vuk wieder hochkvmmen. Sodann übernahm Beigeord­neter Diehl namens der Gabt den Geder.kstein und bie Tafel in ben Schatz der Gemeinde Hierauf bankte Prof. W e i h b a r t im Tarnen des B H E. dem (Sia en zu Solms-La ibach für d e Stiftung des Gedenksteins, der Stadt für bie Stiftung der Dank unter ber Eiche, sowie Pr>f. Dr R o e s ch e n für bie Anregung und An- ordnung ter Feier. Der gemeinsame Gesarg- Deutschland, Deutschland", wobei sich die Häupter entblößten, beschloß bie erhebende Feier:

D. Aus demVogelSberg, 13. 3an. Ebenso seltsam wie der vergangene Sommer scheint sich der Winter anlassen zu wollen. Das T a u w e t t e r, das in der vorigen Woche so überraschend schnell einsetzte, war von kurzer Dauer. Rach wenigen Tagen trat F r o st ein. Und über Rächt hat die Ratur chr winter­liches Gewand angezogen. Für den Schlitten- Verkehr auf den Landstraßen und die Sport­freunde, die das LandschaftSblld beleben, dürfte die Schneedecke allerdings noch etwas

Vorträge für Lehrer und Lehre­rinnen an der künftigen Mädchen- fortbildungöschule beginnen Montag, den 16 l.M unb finden Montags, Mittwochs und Freitags von 3-6 Uhr fottlausend m den nächsten Wochen statt. Die für Montag und <yi«itag an- gefeiten Vorträge werden im Vo lesungsgcbaude (Cubtoigftr. 23), bie Mittwochvorlesungen zunächst im SogientWen Snftitut (Frank! 6tr. 101) ah- gehalten. Am 18. Zanuar. dem Tage der Reichs- qnmbung, fallen bie Vortrage aus Die Teil- nähme an diesem DorttagskursuS der) übet 8 Wochen erstrecken wird, soll auch den Lehrern und Lehrerinnen in Gemeinden »ugangig lern in denen zunächst noch keine Fortbildungsschule für Mädchen errichtet wird. Voraussetzung hierfür ist, daß keine Schwierigkeiten hinsichtlich der Unter­bringung der Hörer in den Hörsalen unb keine dienstliche Rachteile entstehen. Auch> den ge­prüften, aber noch nicht dienstlich verwandten Anwärterinnen für den Berus der technischen Lehrerinnen ist der Besuch der Vor düngen ge­stattet, soweit noch Platz vorhanden ist.

Oie-batte ein dunkllrotes Gesicht. Und auf ber Stirn des Alten schwollen bie Falten.

Mil Permission, Frau von Giese Sie Hnbla ganz fuchtig ... um nichts unb wieder nichts. Ist doch ein ehrenvoller Antrag. Dafür bürg' ich!"

Ich dank' gehorsamst! Da könnt' ja jeher kom­men

Der von Reblitz ist nicht 'n jeder, trägt des Königs Rock

Sie hatten beide sich in Zorn geredet Der Fürst stand auf, begann im Gemach aus und ab zu schreiten. Auch sie erhob sich, tat das gleidje. Ein paar Minuten lang liefen sie im engen Raum immer aneinander vorüber. Dis er endlich wieder fleben blieb. .Also, Muhme, scheint mir. Sie mol- len nicht. Haben Sie denn einen vernünftigen Grund?"

.Einen ein Dutzend. Durchlaucht auch mit Permission gesagt. Erstens halt mir bi« Heimlichtuerei, die verdammte, nicht. Zweiten« in bie Göhre zu fung zum Heiraten. Knapp neun- zehn. Drittens: ich lass' mir nicht in meine Töchter hineinmanschen . . .

WaS? Hineinmanschen? Das versteh' ein andrer."

3fi doch ganz klar. Ich geb sie nur der Reih nach fort. Dem Alter nach. Hat mein 3)err Vater lelig auch so gehalten, unb wir nvren auch vier Mädels unb finb alle noch rech^e-tm un et bie Haube gekommen. Ordnung muh I K Wf könnten ber Herr Feldmarschall besser willen als

* Kirchliche Dien st nachrichten. Er­nannt wurden: Pfarramtskandidat Rau zu Alten­stadt zum P arrafiiftenten in Groß-U.mstabt (erste luthe-ische Pfarrstelle): Pfarrassistent Schäfer zu Gadernheim zum Pfarras istenten in Vilbel: Pfarramtskanbidat Blum zu Darmstadt zum Pfarras istenten in Gadernheim: Psana fiftent Dauer zu Larnveriheim zum Pfarr.^rwalter in Wallenrod Pfarramtskandidat Paul Becker zu Darmstadt zum ersten Pfarrassistenten in Gießen, Pfarramtskandidc^B e r n b c d ?u Groß-Umstadt zum Pfarrverwalter in Mainz (Zohannis- gemeinde): Pfarramtskandidat Brandau zu Gießen zum Pfarras istenten in R^eder-Ingel- beim: Pfarramtskandidat Delp tr Rüsselsheim zum zweiten Pfarrasiistenten an ^er Martins- gemeint« zu Darmstadt: PßKrramtSkandidat Grießmer ;u Staden zum Pfarras ilenten des Kirchspiels Michelstadt (mit dem Wohnsitz in S'einbach): P arramtskandidat Sto r ck zuUeberau zum Psarrverwal er in Kirtorf: Pfarramtskandi­dat Wehe 1 zu Rauheim zum Pfarrassistenten in Ai Heilgen: Pfarramtskandidat Driegleb zu Groß-Umstadt zum Pfarrassistenten in Gries­heim, Dekanat Darmstadt: Pfarramtskandidat G u y o t zu Heppenheim a. d. B. zum Psarrassi- ftenten in Bad-2lauheim: Pfarramtskandidat Müller zu Gießen zum zweite i Piarrassisten- ten an der vereinten evangelischen Gemeinde Offenbach: PsarramtLtindidat Wih mülle r zu Hergershausen zum Pfarrassistenten in Bischofs­heim? Pmrramtskanbibat Dehlinger zu Wei- leihof zum Pfarras istenten in Mümling-Grum- bach: Pfarramtskandidat Bohn zu Laubach zum Pfarras'istenten in Worms (Luthergemeinde): Pfanaflistent Lenz zu Rieder-Inge h-im zum Pfarrverwalter in Watzenborn: Pfarrasllstent von der Au zu Reu-Isenburg zum Pfarrverwalter in Reichelsheim (zwei'e Pfarrstelle): Pfarrver­walter Söbler zu Ridda zum Psarrassistenten in Reu-Ifenburg: PfarramtLkandidat Korn­mann zu Darmstadt zum Verwalter der Zu­gendpfarrei in Offenbach: Pfarramtskandidat Fritsch zu Ober-Ramstadt zum Pfarrassistenten in Lampertheim: Pfarrverwalter Ackermann zu Grohsn-Linben zum Pfarras.istenten in K ein- Ctnbcn; Pfarras istent Rau zu Groß-Umstadt zum Pfarras i."leiten in WormS: Pfarramtskandi­dat Georg B e ck e r zu Alzey zum P'arras> istenten in Rhein-Dürckheirn: P arramt-llaididat Turck zu Bobenheim zum Pfarrverwalter in Hoch- Weisel: Pfarrassistent Ramge, zuletzt in Gießen, zum Pfarrverwalter in Ilbeshausen.

Verbot karnevalistischer Ver­anstaltungen. Mit Rücksicht auf den- Ernst und die Rot der Zeit ist auf Anweisung des Ministeriums des Innern auch in diesem Zahre Gesuchen um Zulassung karnevalistischer Lustbar­keiten, wie Kapvenabenden. karnevalistischen Kon­zerten, Maskenbällen, nicht stattzugeben, und zwar einerlei, ob es sich um öffentliche Veraustal-

Turnen, Sport und Spiel.

- Lokaltreffen S. E. 1 900-V.f.B. mit den unteren Mannschaften. Am nächsten Sonntag treffen sich die zweiten und dritten Mannschaften des V. f. B. auf ihrem Sportplatz Trieb mit ihren Lokalnvalen S C. 1900 in den Meisterschaftsspielen der A- unb uuv A ^,UUi,cll W|üllyluo TClu^iu. ft-Klas e Di? an der Tabellenipche marid)icrcnbcn I ..ufyng Dar insofern von Erfolg, als bie Sirasen V f. B.-Mannschasten treffen auf einen Harten 200 Unb 1500 Mk ermäßigt wurden. Gegner, es wirb also spannender und guter Sport

Gietzcner Strafkammer.

Gießen, 10. Zan.

Dn Pvstaushelfer Franz F. von Butzbach hatte im September und Oktober 1921 mehrere Briefe, die ihm teils zum Austragen an die Adressaten übergeben waren und die er teils | auS dem Sortierschrank des Postamts ent­wendet hatte, geöffnet und die darin befind­lichen Dollarnoten sich angeeignet Andere Briefe, deren Eröffnen ihm nicht nachzuweisen war, hatte er hinter einen Schrank geworfen, wo sie später gefunden wurden. Mit Rücksicht auf sein Ge- ständnis und seine schwere Kriegsbeschädigung anderntells unter Erwägung des Umstandes, bah bie Allgemeinheit ein erhebliches Jnteres'e daran hat datz derartige Amtsvergehen unterbunden werden, wurde er zu 9 Monaten Gefäng­nis verurteilt

Das Schöffengericht Gießen hatte am 23.10 21 zwei Verkäuferinnen eines hiesigen Ausstat- iungsgeschäfts wegen fortgesetzten D i e b st a h l e zu je 3 Monaten Gefängnis verurteilt Ihre Be­rufung. die unter Hinweis auf ihre Zugend. Unbeftraftbeit und Verführung durch bie eben­falls verurteilte Anstifterin und Hehlerin, ihr Geständnis und den von ihnen geleisteten Scha­densersatz eine mildere Strafe bezweckte, wurde verworfen: die Strafkammer hielt bei dem hohen Wert der gestohlenen Sachen und dem groben Vertrauensmißbrauch dem Geschäfte i.i Haler gegenüber bie Strafe für angemessen

Dem Schweinehändler V. von Vilbel waren 3 Zimmer semes Hauses zwecksZwangseinmietung beschlagnahmt worden. Da V. selbst das eine dies.r Zimmer nicht zur Benutzung als Küche einrid)len ließ wurde der Polizeidiener Pfeifer beauftragt, einen Arbeiter, der bas Wasserleitungsrohr in dieses Zimmer legen sollte, zu beg'eiten unb dafür zu sorgen, daß dieser die Arbeit ausführen könne. Infolge des ungebärdigen Benehmens des Ange- fiagten unb seiner Söhne mußten Polizeibiener unb Arbeiter sich aber unverrichteter Sache wieder entfernen. Im Laufe der Auseinandersetzung äußerte D.: »die ganze Sache komme von d^n Zigarettendieb auf dem Rathause". Am Rach­mittag desselben Tages konnte dann unter dem

schädigten in Opvan.

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'Küsten Hab s auch gleich besorgt. Za. and allo' ich hab' mit ber Frau Muhme unter vier Augen was zu besprechen . .

So geht in das Schlafzimmer!" sagte sie. Unb" der Feldmarschall. Fürst und Durchlaucht sagt:Pascholl!" Sie stoben bat»n,_ wie eine Schar Hummeln. Rur datz an ber Tür der eine Zwilling, die Sophie, noch einmal stehen b.iev, ihre Kornblumenaugen noch einmal auf den Alten richtete unb noch immer b tlend die Hande hob.

Wollen Du. chlaucht gnäbigst Platz nehmen.

"Rack Ihi en, Frau Muhme."

So saßen sie denn beide. Die Frau auf dem Kanapee, der Feldmarschall gegenüber auf dem einzigen Lehnstuhl. Er hatte ben Hut abge­legt. den Husarensäbel zw schen die Knie genom­men; darauf lagen bie festen Hände anb er streifte langsam, sehr langsam die waschledernen Handschuhe ab. Es sah fast aas. alL suche er em weniges nach ben passenden Worten.

,3a allo," begann er enblich.bie Frau Muhme wissen's: von ben Diplomatikern anb solchem Gelichter haft' ich wenig. Sinb Schwinb- ler anb Betrüger, wie sie anjetzo wieber in Wien zur Genüge betocilen tun. Komm' aber doch heut' in so was wiener biplomatischen Mission." Run ist er schon am Ende, streicht sich über ben Schädel, zwirbelt am weißen Schnau.bart. Fängt nach einer Delle wieber an.Kann unb will nicht viel Worte machen, 5rau Muhme!" Steht auf, steift sich in Positur:Also . . ia . - - ick bitt als Fürsprecher für den Haup mann von Reblitz um bie Hanb von Fräulein Sophie von Giese."

Sprach's. stöhnte ein weniges, ber Marschall Vorwärts, unb ließ sich schon wieder in ben

gewonnen sührungsbestimmu naen zumS n ( o m

~ Fußba11 - La nder kam inensteuergesetz. Aus Grund ber 63. 68.

kommende Sonntag bangt zwei Futzvalltrenen un^ Absatz 2 ber AuSfuhrungSbestimmungen von internationaler Bedeutung In ® 01 o m b e 6 bad Landesfinanzamt. Ab e.lung für Besitz-

stehen sich die Rationalmannschaften von Fran k- Derkehrssteuern zu Darmstadt zum Enlom-

reich und B e l a i e n und m M a , I.a nib 0e I nnf(CUCCgCfe^ im Einvernehmen mit der Landes- von O e st e r r e > ch u n d I t a l t e n im Kampf rcgierung angeordnet: 1. Die steuerlichen 2In- gegenüber Lest erreich trittmtt folgender Mann- j Mmeldungen nach §§ 6Z unb ?0 ber Aus­schaft an: Ostrtzek (Hertha). Beer (o. I fübningebeftimmungen zum (Sinfomm n teucvgcfejj

(Vienna): Geyer (^^teure) sind mit den polizeilichen An- und Abmeldunaen

$ur2 %cnnK?'mÖeit> ' \ 3U verbinden. Es gelten für sie die gleichen

Kuthen (Raptd), Reumann (WAE.), Gutti (Ama ^r^ten ^nd Formvorschriften wie für bie polizei- teure). lichen Meldungen Die Anmeldungen müssen je-

Zum Ha ndballkampf Dresden enthalten: a) Rame des Zuziehenden, b) sein

Berlin am Sonntag in ber Relchshauvtstrbt ^^heriger Wohn- ober Llufenthaltsort. c) jetzige fleben nun auch bie Dresdener Mannschaftsauf- d) Stand ober Beruf, e) Geburtsort

stellunaen fest Sie lauten: Man ner: Schreiber unb @eburtgtag, f) Zweck des Aufentha ts. ß) An- (Brandenburg) Aomprecht Hofmann (Guts Finanzamts, von dem er für da- lau-

Muts): Rademacher (Brandenburg). Papsdorf Rechnungsjahr zur Einkommensteuer ber- (Guts Muts), 2llger (Dres^nsia): Hempel(Dres- worden ist. Bei Abmeldungen ist ber Ort

benfia), Böhme, Girsch (Gifts Muts), Haase, ^zugeben, an dem der neue Wohnsitz ober 5robbte (Dresdensia). D a n Reubert Aufenthalt genommen wird Meldungen können (Dresdensia): Falke (Dresdenfta). Pils(Branden- ^aushaltungsangehörlge durch ben Haushai- bürg); Moßbach (Radebeul) Muller(Dresdensii). tungsvorsland erfolgen. In allen anderen Fällen Schreiber (Brandenburg): Gerstenberger (Aade- von dem Meldebf sichtigen selbst vor-

beul), Peschel (Brandenburg), Settmann, Lale- .^nehmen. 2. Die Meld behörden haben Dobbel- mann (Dresdensia), Deumer (Radebeul). stecke der An- bzw. Abmeldungen an da« zu­

ständige Finanzamt innerhalb eines von diesem näher zu bestimmenden Zeitabschnittes einzu- reichen. Gegebenenfalls sind Fehlanzeigen zu er­statten. Die Finanzämter bestimmen für ihren Dienstbezirk, daß bie Dvbbelstücke ber An- und Abmeldungen entweder wöchentlich, monatlich oder vierteljährlich bei ihnen eingereicht werden. Die Finanzämter ordnen weiter an, für welche Gemeinden ihres Dienstbezirks die vorgenannten Mitteilungen der Meldebehörden aegebencnsatts in Listenform erfolgen können Die Vordrucke hier­für (Muster 23 und 24 der Aussührungsbestim- mungen zum Einkommensteuergesetz) können die Finanzämter von der Dordruckverwaltung be­ziehen. Die Finanzämter setzen bie Gemeinde­behörden ihres Dienstbezirks von ihren Besllm- mungen und Anordnungen in Kenntnis 3 Von ben Meldungen nach §68 der Ausfuhimnasbestim-, mungen zum Einkommensteuergesetz, bie Anmelde­pflichtige innerhalb 3 Wochen bei ber Gemeinde­behörde zu erstatten haben, hat bie Gemeinde- behörbe Doppelstücke dem zuständigen F.nanzamt einzureichen. Wegen des Zeitpunktes ber Ein­reichung gilt hier bas zu Zisser 2 Gesagte.

zu bünn sein.

Starkenburg und Rheinhessen.

e. O f f e n b a ch a. M., 12. Zan. Veran­laßt durch das sprunghafte Steigen der Vieh- preife hat die hiesige Fleifcherinnung eine erneute Erhöhung der Fleischpreise eintreten lassen. Von heute ab kostet Ochsen- und Rindfleisch, Kalbfleisch und Hammelfleisch je 18 Mk. pro Pfund. Da der Mangel an Schlachtvieh immer stärker sich bemerkbar macht, soll versucht werden, Gefrierfleisch ein­zuführen, wenn solches zu angemessenen Prei­sen erhältlich ist.

Hessen-Nassau.

e. F r a n k f u r t a. M., 12. Zan. Der hie- sige Zweigverein des Vogelsberger Höhen-Clubs veranstaltete in seiner Mo- natSversam-nlung eine Sammlung, deren Er-« trag in der Höhe von 300 Mk. zur Beschaffung, notwendigster Bekleidungsstücke fürbedurs- tigeSchwesternauSOberhessen ver- wandt wurde, die zur Zeit im Krankenhause liegen Die Sektion Offenbach a. M. spen­dete den Bettag von 200 Mk. für die Be-

geboten werden.

,cha7. g® flU= n b i e° "e <6 n,« i V 5^ ben"am Aus dem Amtsvcrkü>,digunasbl°tt

26 März in Frankfurt a. M. stattfindenden " DaS Amtsverkundigungsblatt VIH Fußball- nderkampf Deutfch - Rr. 8 vom 13 Zanuar enthält: Verordnung beS land-Schweiz gibt der Deutsche Fußball- Reichsvräsidenten - Anmeldung unb Be- Bund die Mannschaftsaufstellung bekannt. Zur schlagnahme von ilrtunben und Wer papleren. Vertretung der deutschen Farben find fast durch- - DaS Meldewesen nach ben Au?ftchrungS- toea Spieler aus Rürnberg und Fürth heran- bestimmungen zum Einkommensteuergesetz. - gezogen worden Der Vormg dieser Mannschaft Vorträge für Lehrer und Lehrerinnen an ber zu- ist ihr durchaus einheitliches Gevräge. Zeder künftigen MädchenfortbildungSschu'e. - Beurei- Spieler weiß genau, was der andere zu leisten bung der Reichslederabgabe. - VersicherungS- imstande ist Das Tor hütet Löhrmann. Die gefetz. Feldberemigung Holzhetm. - Dienst- übrigen Posten sind wie folgt besetzt: Müller, nachrichten. - Verbot karnevaluitsher Veranltal- Wellhöfer Hagen. Kalb. Riegel: Kreß (Pforz- tungen. - Verordnung über die Einstellung unb beim) Franz Seiderer. Träg, Sutor. Als Ersah- Entlassung von Arbeitern und Aigestlll en wah- mann' ist Eby (Leipzig) in Aussicht genommen cenb der Zeit der wirtschafllichen Demobllmachung Von den sieben bisher ausgetragenen Länder- (Fvttsetzung).

treffen hat Deutschland vier, die Schweiz brei Sad Meldewesen nach den AuS-