Ausgabe 
12.8.1922
 
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I

F

KurS Kurs

P Han

9J0,~ 168,

980,50 980,

Berliner Devisenmarkt.

Rio de Janeiro 11786,- 11816,-

11585,- 11615,-

12. 8

Schweizer Franken

. 100 Kr.

4,70

Fr. 125.40

7480B

7481B

□□ □□□□□□□□□□□□□□□□□□£] □□□□noooa

liefert In jeder ge^ttasohlen

100

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wird ab»

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1.42

100 Fr.

1 £

Fr.

Fl. Kr. Kr. Kr. Kr. Sh.

2172,75

61,03

3 >1,65 485,65

40 i,50

1.7.14.

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59.20

88.80

88.80

117.80

117.80

97.80

23.80

-.12

1.47

203.70 0.65

0.01

13.21

42.80

23.43

24.05

»0.70

0.37

525 50 1.575

0,372

2100, 1001, 890, 900,

1C35,

Datum: Zürich . . . Amsterdam Kopenhagen Stockholm . Wien.... Prag.... London. . . Neuyork . . Paris. . . .

Brüffel-Antw. . Ehristiania . . . Kopenhagen . . Stockholm. . . . HelstngforS. .. Italien London Aeuhork Paris Schweiz Spanien Deutsch-Oesterr. Prag Budapest.... Buenos MreS . Bulgarien . . . Japan

2001, 905, 9u5, 893,

1045,

2157,30 59,92

312,35 472,-tO 4K,45

204.- 0.61 0.01

13.10

42.50

23.44

23.90

40.- 0.375

625-75

1.575 0,075

540,-

520,-

70,50

1000,-

548.- 520,

69,-

1005, -

11.8. -.61 -.29 -.56 ,47

2060,- 98),- 872,- 875,-

1040,- 99J,- 550,- 500,

70.50 980,- 183-

weitergefuhrt.

Gießen, den 31. Juli 1922.

Hessisches Amtsgericht.

1,54 2162,70 60,08 313,15 473,60 416,55

Gießen, den 4. August 1922. Hessisches Amtsgericht.

1368 ft

1,50 2167,25

60,92 310,85 481,35 399,50

, at, die aber im starken lGegensah zu der Tatsache steht. (Lebh. BravoI Widerspruch. Unruhe.)

Abg. Harth (Soz.) stellt fest, daß die Ar­beiterschaft in Rüsselsheim in keiner Weise er­regt ist, trohdeni der Herr Ebner in der halben Stunde, da der ßanbtag frühstückte, versucht hat, draußen die Arbeiter gegen den Landtag auf» izuhchen. (Hört, hört!) Unruhe.) Die Opelschen Arbeiter sind, etwa 6000, im Metallarbeiterver- lbanb organisiert. Ihr Vertreter hat mit vollem Einverständnis aller gesagt: Opel sind wir, wir sind Opel. (Hört, hört!)

Abg. Ebner (KPD.) bestreitet, daß er die Arbeiter aufge^hetzt habe, er habe nur mit zwei 'Arbeitern gesprochen. (Hört, 'frört!)

Wechsel auf Holland Deutschland .... Wien . ,

Prag........

Paris

London ......

Italien....... Druffel

Budapest .....

Neuyork. ......

Agram .......

Warschau

Niemals Vergessen

darf die praktische Hausfrau, daß es xum Färben von Kleidern, Blusen.Gardinen nhü. nicht-? Besseres gibt, als die wc!'.berühmten Heitmanns Farben". MarkeFnchökops im Stern". M3ss

11.8

77,50 119,50 290,-

78,- 550.- 410,- 281,- 2/4,- 495,- 386, - 296, - 238, - 282.-

Marknotierungen.

Für 100 deutsche Mark wurden

ändernde Antrag A u ß und S ch e r e r angenommen, der Antrag Büchner gelehnt.

(Schluß folgt.)

Handel.

Berlin, 11. Aug. (Börsenstimmungs* bild.) Aach den starken Steigerungen der letzten Tage behielt heute die schon gestern am Schluß der Börse bemerkbare Realisatiousneigung die Ober» Hand. Die Spekulation, die sich anscheinend doch etwas übernommen hatte, glaubte sich wegen der bevorstehenden zweitägigen Verkehrsunterbrechung etwas entlasten zu müssen. Es ergaben sich daher Rückschläge von durchschnittlich 1050 Prvz.; für Montanwerte von 50100 Prvz.: für Hösch und Essener Steinkohlen sowie Anglo Guano von 225 bis 275 Prozent. Das Geschäft ließ sich im allge» meinen etwas ruhiger an, belebte sich aber später etwas, als Harpener mit rund 700 Proz. Gewinn die steigende Bewegung wieder aufnahmen. Die herauskommende Ware wurde übrigens von durch­aus potenten Händen und zwar großen Konzernen und dem Privatpublikum ausgenommen. Da die Börse weiterhin eine gute Widerstandskraft bekun­dete, sind im allgemeinen Erholungen eingetreten. Die Grundstimmung ist weiterhin als durchaus fest zu bezeichnen.

In Auslandsrenten lag das Geschäft ruhig, die Kursbildung war überwiegend fest, aber nicht einheitlich. 3prozentige Reich an eihe überschritt mit einem Aufschlag von 30 Prozent infolge von Auslandskäufen 300 Prozent. Am Devisenmärkte waren Schwankungen bei stillem Geschäfte nicht erheblich. Bei Otavi-Minen und Eisenbahngesell» schäft beträgt der Bruttogewinn 109514 Pfd. Ster- ling, der Reingewinn 43668 Pfund Sterling, wo- raus 5 Prozent Dividende gleich 1 Schilling für jeden Anteil verteilt wird. Die Kapitalrentensteuer trägt die Gesellschaft.

Frankfurt a. M., 11. Aug. Börsen - stimmungsbild. Die ungeklärte politische Lage spiegelte sich auch heute an der Börse in der Kursgestaltung wieder. Der Dollar wurde im Frühverkehr mit 840845 und später 850 genannt. Im freien Verkehr traten Kursabschwächungen hervor. Benz 620, Hansa Lloyd 300, Deutsche Petroleum 2250, Ufa 220, Becker-Stahl 620, Gebr. Fahr 640. Montanaktien bewahrten bei mäßigen Umsätzen eine gut behauptete Tendenz. Am

5kitnm:

5% Dlsch. KriegSank. 4° oDisch. Reichsanl. 3"/,Disch. Reichsanl. 4°/0 Preuß. Konsols Hamburg-Pakets.. . Norddeutscher Lloyd Eomm.u.Privaibank Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . . DiSconio-Gesellschaft Dresdner Dank. . . Mitield. Creditbank.

10. 8.

<2,50 119 25 238,-

77,50 o49,- 405,-

284,52 266,50

499, 388,- 284, -

239,50 270,-

1990,- 1050,- 1800,- 2000,- 4800,

1102,-

Kurs 11.3.

77,50 119,25 2y4,

78,50 550, 413,84 288,- 278,- 510,- 398,- 298,-

249,50 281,- 1875,- 2005,- 1770, - 2000,- 6300,- 1/35,

1U. 6.

77.50 119,- 265

77, - 535,- 400,- 283,- 267,- 490,- 366 - 279,50 238,- 260 -

gezahtt:

10. 8.

-.60

-.29

-.57

-.47

Mk. = Kr. =

Kr. =

L. - Fr. Kr. = $ = Kr.

Höchster Farbwerke. 875, - Allg. Glektt.-Ges. . . 898, - Felten & Guilleaume 10/0,- Schuckert-Werke. . . 960,- Adlerwerke 549,- Daimler 503,- 4° o Hess. Staatsanl. 72,50 Electron Griesheim 1000, Dtfche. Bereinsbank 184.-

Büchertisch.

Der Zusammenbruch der Demo­kratie. Zum Tode Rathenaus. Sozialisten und Demokraten im Spiegel ihrer Worte und Taten. Verlag Schack & Co., Berlin-Wilmersdorf.

Schluß» Schluß- Schluß- Schluß. " ' " ~ Kurs

Bekanntmachung.

3n unser Genoffenschaftsregister wurde heute eingetragen: Heuchelheimer An- und Verkaufs- Genossenschaft, eingetragene Genossenschaft mtt be­schränkter Haftpflicht au Heuchelheim. Gegenstand des Unternehmens ist die gemeinschaftliche Be­schaffung von wirtschaftlichen Gebrauchsgegenstän­den im großen und ihre Abgabe an die Mitglieder im kleinen sowie der gemeinsame Absatz von Er­zeugnissen der eigenen Wirtschaft der Mitglieder. Die Haftsumme ist auf 3000 Mk. festgesetzt. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Zum Vorstände sind bestellt: 1. Josef Gentner, Wirt: 2. Heinrich Reuschling III., Landwirt: 3. Heinrich Rinn IX., Landwirt alle in Heuchelheim. Das Statut ist am 7. Juli 1922 beschlossen. Die Bekanntmachungen erfolgen unter der Firma der Genossenschaft im Landwirtschaftlichen Genoffenschaftsblatt in Aeu- wied. Sie sind, wenn sie mit rechllicher Wirkung für die Genossenschaft verbunden sind, in der für die Zeichnung des Vorstandes für die Genossen­schaft bestimmten Form, sonst durch den Vorsteher allein zu zeichnen. Der Vorstand hat mindestens durch zwei Mitglieder, darunter den Vorsteher ober seinen Stellvertreter, seine Willenserklärungen kund­zugeben und für die Genossenschaft zu zeichnen. Die Zeichnung geschieht in der Weise, daß die Zeichnenden zur Firma der Genossenschaft oder zur Benennung des Vorstandes ihre Aamensunter- schrist beifügen. Die Genossenschaft wird durch den Vorstand gerichtlich und außergerichtlich vertreten. Die Einsicht der Liste der Genossen ist während der Dienststunden des Gerichts Jedem gestattet.

(In einem Teil der Auflage wiederholt.)

Dor der Entscheidung in London.

Paris, 11. Aug. (WTB.) Die Pariser Blatter berichten, daß höchstwahrscheinlich Lloyd George und Poincars freute vormittag das erste Frühstück miteinander einnehmen werkten, um die Sage zu besprechen. Es wird ferner bekannt, daß

Llohd George Chamberlain, Home und Worthing» ton Evans damtt beauftragt wird, eine Er­klärung der englischen Regierung auszuarbeiten, in der die These der englischen Re­gierung klargelegt werden wird und die den Füh­rern der Delegationen übermittelt werden soll.

Ter englische Standpunlt soll nach dem De» richtersiatter desPetit Parisien" folgender sein: Wir sind bereit, so wurde erklärt, alle die Maß­nahmen anznnehmen, die in dem französischen Plane enthalten sind, die sofort Goldmark ein» bringen, aber wir weigern uns, denen, die nichts anderes als Papiergeld ergeben können, zuzu- siimmen.

London, 11. Aug (WTB.) Die Morgen» blätter berichten übereinstimmend, daß man über den toten Punkt, der in den Verhandlungen zwischen den Vertretern Frankreichs und den Ver­tretern der übrigen Länder auf der Londoner Kon­ferenz eingetteten sei, noch nicht hinaus- gekommen ist. Es wird darauf verwiesen, daß sowohl das britische als auch das französische Kabinett die einander entgegengesetzten Ansichten beider Länder bestätigt haben. -Es, müsse abge­wartet werden, ob ein neuer Versuch, ein Kom­promiß zu erzielen, möglich sein werde, wenn die Vollkonfecenz freute ihre Bettungen wiederauf- nehme. Die Sitzung des britischen Kabinetts habe gezergt, daß die britische Regierung in der 216- Icfrrrung des Poincarsschen Planes einig ist.

DieMorningpost" will von einer in amt­lichen Kreisen herrschenden optimistischen Stim­mung wissen, Reuter dagegen berichtet über die Aussichten der Konferenz, es sei bis gestern in amtlichen englischen Kreisen nichts bekannt ge­wesen, was die verschiedenen Ansichten über eine Aenderung in der französischen Politik bestättgen könne.

London, 10. Aug. (WTB.) Reuter berich­tet, es sei wahrscheinlich, daß das Schrift­stück, in dem der britische Standpunkt dargelegt wird, freute abend vorbereitet werden wird. Man glaube nicht, daß es neue englische Vorschläge enthalten wird, da die Stellung der britischen Regierung bereits klar genug umschrie­ben ist und nichts geschehen kann, bevor über die Vorschläge Poincares von der Konferenz entschie­den sein wird. Llohd George hatte heute eine längere Ilnterredung mit den Ministern Belgiens und Italiens und wurde freute abend vom König empfangen.

Eine diplomatische Zwistigkeit zwischen Amerika und England.

Aeuhork, 9. Aug. Sine ernftlidte diplo» matische Zwistigkeit dürfte zwischen den Vereinigten Staaten und Großbritannien über die gegen alles internationale Abkommen vorgenom­mene Beschlagnahme eines englischen Handels» dampfersMinnie Walker" entstehen. Vor einigen Tagen wurden verschiedene Motorboote beob­achtet, die 100 Kisten Whisky aus der Drei- Meilen-Zone an der Küste Aew Jerseys ein­schmuggeln wollten. Die Kriegsmarine nahm die Boote unter Beschlag, es stellte sich nun heraus, daß die 100 Kisten Whisky aus dem englischen DampferMinnie Walker" stammten, der 35 Meilen wett draußen im Ozean lag. Die 2Ikarinebehörde gab nun Befehl, diesen englischen Dampfer ebenfalls zu beschlagnahmen, was auch geschah, und nun entsteht die Streitfrage: Hat die amerikanische Regierung ein Recht, außerhalb der Drei-Meilen-Zone ihres Landes, Schiffe be­schlagnahmen zu dürfen. Die englische Regie­rung hat beretts protestiert.

Eine Zusammenkunft amerikanischer Konsuln in Deutschland.

Berlin, 10. Äug. Hier fand dieser Tage die erste Zusammenkunft sämtliche!- in Deutsch­land befindlichen amerikanischen Konsuln statt. Der Ehef des amerikanischen Konsulatswesens, 2Iir. H. C. Hengslar, und Gene­ralkonsul William (Soffin waren gegenwärtig, um eine innigere Zusammenarbeit der amerikanischen Konsulate in Deutschland herbei­zuführen. Aus acht deutschen Städten waren die Konsulatsvertreter erschienen, auch aus Kopen­hagen. Eine Abendgesellschaft, die von dem ameri­kanischen Gesandten und Mrs. Houghton ver­anstaltet wurde, beschloß die erste Zusammen­kunft dieser Art nach Friedensschluh.

Züricher Devisenmarkt.

11. 8.

Stlidt. Arbeitsamt Gießen

Lisbigstrafle 16, Teleph. 2054.

E- können eingestellt werden:

L. bei hiesigen Arbeitgebern: 1 Bäcker, 1 Wagen­lackierer, 1 Schreiner, 4 Schuhmacher, 1 Korre­spondent, 1 Maschtnenschretber, 3 Stetnhauer, 1 Weinbinder.

Lehrlinge: 1 Friseur, 1 Kaufmann, 2 Glaser, 1 Lackierer, 1 Polsterer. 2 Bilderrabmenmncher, 1 Steinbildhauer, 1 Stetnhauer, 2 Bäcker, ein Metzger, 2 Svengler und Installateure, 1 Stukka­teur, 2 Wagner, 3 Schmiede, 1 Wagen- und Auto­schlosser, 1 Kellner, 1 Weißbinder.

b. bei auswärtigen Arbeitgebern: 2 Nieter, zwei Dreher, 2 Kesselschmiede, 3 landiv. Knechte und Arbeiter, 1 landwirtschaftlicher Eleve, 1 landw. Verwalter, 2Tavezierer und Polsterer, 3 Bäcker, 4 Schreiner, 1 Polsterer, 1 Sattler, 2 Steinmetze, 1 Hetzungsmonleur.

Lehrlinge: 1 Spengler u. Installateur, 1 Zigarren- sorlierer, 1 Gärtner.

Cs suchen Arbeit: 1 Buchdrucker, 1 Schriftsetzer, Kaufleute, Schreiber und Reisende, Packer, HauS- burschen und Ausläufer, 1 Autogenschweißer, Maschinenschlosser, Nauschlosser, Schuhmacher, 1 Krankenpfleger, 1 Sattler, Bäcker und Metzger, Kellner, 2 'Buchbinder, 2 Wagner, 1 Installateur und Spengler, 1 Monteur, Heizer, 1 Kraftfahrer, 1 Glaser, Bauhilfsarbeiter, Erdarbeiter, ITchmied, 1 Schäfer, 1 Gärtner, 1 Friseur.

Lehrlinge: 3 Elektromonieure, 1 Elektrotechniker, 3 Autoschlosser, 2 Maschinenschlosser, 1 Mechaniker, 2 Schlosser, 1 Schuhmacher mit Kost u. Wohnung, 1 Kaufmann.

Gelegenheitsarbeiten werden ebenfalls entgegen* genommen.

Weibliche Abteilung:

Es können eingestellt werden:

a. bei hiesigen Arbeitgebern: Mädchen für tags« über, Dienstmädchen, Lauffranen und -mädchen für

Geld Brief Geld Brief Datum: 10. August. 1i. August.

Amstd.-Rotterd 33458,1G 33i41,95 33458,1033541,90 ------ 6541,80 6558,z0 664165 66-8,35

14831,35 14918,65 14d56,40 1*893 60 1ö601,70 18648,30 18? 26,10 1857320 22571,75 22628.25 22621,65 22678'35 1802,76 180.,30 1817,70 1822 30 392.,05 3929,95 3945,05 396495 3850,16 3864,65 3875, 5 3834,85 866,41 868,59 868,91 871,09 6316,25 6983,75 69x1,25 7008,75 15779,- 16221,- 16579,25 16620,75 13617,- 13383,25 13416,75 1,54 1,50

Zum Schutz Der Repuplik.

Die Abgg. lÄaul und Gen. beantragen: Der Landtag wolle beschließen, die Regierung zu er­suchen: 1. die leitenden Stellen in (der gesamten) Verwaltung und (einschließlich der) Justiz (ver- wattuna) nur solchen Personen zu übertragen, die unbedingt zuverlässige Anhänger der repu­blikanischen Verfassung find; 2. das Personal­referat in allen Zweigen der Verwaltung und (einschließlich) der Justiz (Verwaltung) ;.ur sol­chen Beamten zu übertragen, die hervorragend sachkundige und unbedingt zuverlässige Aepibü» kaner sind. (Die eingeklammerten Stellen sind nachträgliche Aenderungen.)

Hierzu liegen folgende Aenderungsanträge vor:

Abgg. Ruß und So Herr beantragen: In Ziffer 1 statt die Wortedie unbedingt zuver- läss.ge Anhänger der republikanische Verfassung sind", zu setzen:Sie rückhaltlos bereit sind, im Gei st der republikanischen Verfassung ihr Amt auszuüben".

In Ziffer 2 stattsachkundige und unbedingt zuverlässige Republikaner sind" zu sagen:sach­kundig und entschlossen sind, ihr verantwortungs­volles Amt im Geiste der republikanischen Ver­fassung unparteiisch auszuüben".

Abg. Dr. Büchner (Dem.), Reiber und Gen. beantragen: Der Landtag wolle die Regie­rung ersuchen, sie möge eine Verordnung an sämtliche Behörden ergehen lassen, durch die alle Beamte, die auch jetzt noch nicht ihr Amt im Geiste der republikanischen Verfassung ausüben zu können glauben, nochmals aufgefordert werden, ihre Versetzung in den Ruhestand zu beantragen. Wer von diesem Angebot binnen einer bestimmten Frist keinen Gebrauch macht, gibt damit zu, daß er der Republik in seinem Amte loyal zu dienen bereit ist.

Abg. Dingeldey (D.Vp.): Ich stelle fest, daß hier schwerwiegende und tiefeinschneidende Gesetze verabschiedet werden sollen, ohne daß der Mehrheit der Mitglieder des Hauses ein Bericht über die Ausschuhverhandlungen zu gegangen ist. Kein Mensch weiß, was in den Ausschußverband- lungen besprochen wurde. Ich muh doch sagen, ich finde es geradezu unerhört, in welcher Weise hier solche Gesetze gemacht werden sollen, und wir legen die schärfste Verwahrung dagegen ein. Ich stelle den Antrag, diese Gegen­stände von der Tagesordnung abzu­setzen, bis ein gedruckter, mit einer ausführ­lichen Begründung versehener Ausschuhbericht vorliegt und den Abgeordneten zugängig gemacht ist. (llnrufre und Widerspruch.)

Abg. Kindt (Dnatl.) schlieht sich dieser Er­klärung an. (Unruhe.)

De r Antrag wird a b g e I e fr n L

Es wird in die Beratung der Gesetze ein- getreten. Abg. Sturmfels (Soz.) erstattet den Ausschußbericht. Danach liegen noch einige Abschwächungsanträge vor, die der Presse nicht mitgeteilt wurden.

Avg. Dingeldey (D. Vp.): Wi r werden unsere Zustimmung zu disser Vorlage räch geben. Vicht, weil wir fi inhaltlich für bedenklich hal­ten. Was frier gefordert wird, ist selbstverständ­lich und, gerade weil es selbstverständlich ist, 'fralten wir es für eine Beleidigung and Herabsetzung der Beamten, ifrnen zu unterstellen, daß es erst eines solchen Gesetzes bedarf, um sie zur Pflichterfüllung auf Grund ihres Eides anzuhalten. Wir proteflieren gegen diese älnterstellung and tefr.ien aus diesem Grunde die Vorlage ab.

2Ibg. Kindt (Dntl.) gibt eine inhaltlich ähnliche Erklärung ab. Wir stimmen besonders gegen den Antrag Büchner, der noch eine Ver­schärfung des sozialdemokratischen Antrages ist.

Abg. Dr. Büchner (Dem.) '.reist das zurück. Sein Antrag stelle eine Milderung, keine Ver­schärfung dar.

Abg. Kaul (Soz.): Wir erheben Einspruch gegen die Stellungnahme des Herrn Dingeldey. alnser Antrag richtet sich nicht gegen die Be­amten: er soll einzig dem Schutz der Republtt dienen. Er richtet sich nur gegen pflichtvergessene Beamte.

Abg. Ruß (Ztr.): Für uns war der erste Leitgedanke: Das Wohl des Staates ist oberstes Gesetz: der zweite Leitgedanke war die Gewissens­freiheit des einzelnen. Darum haben wir unseren Abänderungsantrag eingebracht. Den Standpunkt des Abg. Dingeldey bedauern wir und bitten, unserem Anträge zuzustimmen.

Rach kurzen Ausführungen der Abgg. ü r - (labt und Kindt folgt Abstimmung. Der Aus­schuhantrag wird abgelehnt, der diesen

ven, Herr Ebner, oder störte Sie das? Die schweigen! (Hört, hört! Grohe Unruhe.) Abg. Ebner schreit: Ich schweige nicht, vor Ihnen schweige ich noch nlcht! Zurufe: Antworten Sie doch Ja oder Rein! (Große älnrufre.) Staatspräsident ällr ich fortfahrend: Dieser Be­richt enthätt unglaubliche Verdäch­tigungen. (Grohe Unruhe.) Ich protestiere gegen diese Art des Kampfes auf das Energischste. (Lebh. Beifall. Unruhe.)

Abg. Ebner (KPD.): In dem Bericht der Südwestdeutschen Arbeiterzeitung sind Zeugen für ®ie Behauptungen genannt Herr Staatspräsident ällrich hatte ja diese Zeugen vernehmen können. Tatsächlich hat die KPD. ihre Versammlung nicht unter freiem Himmel abhalten dürfen. Heber i>en Ausflug habe ich bereits meine Ansicht ge^ lagt. Dem Herrn Staatspräsidenten erwidere ich: Jawohl, ich habe den Artikel geschrieben! (iln- ruhe, Hört, hört!) Diese Behauptungen (Staats­präsident ällrich: Sind gelogen!), beweisen Sie, dah es nicht wahr ist! (Große -Unrufre.)

Staatspräsident Ulrich: Der Herr Ebner kennzeichnet sich mit seinen Ausführungen selbst. {6bner: Jawohl!) Damit ist die Sache für mich itm Grunde erledigt. Feststellen will ich aber, nach­dem ich beide Teile gehört habe, hatte ich das -Recht, ein Urteil zu fällen. Das ist geschehen. ^Was die Bemerkungen in dem Bericht Ebners [anLingt, so sage ich: Was darin steht, beweist, dah der junge Mann zwar eine starke

Markte der chemischen Aktien gaben die Kurse nach. Die allgemeine Stimmung blieb während des Verlaufes behauptet. Vereinzelte Spezial­papiere wurden reger gehandelt. Privatdiskont 6 Prozent.

Frankfurt a. HL. 12 August 1922.

Börsenkurse.

Frantturt Berlin

einzelne Tage, tüchtige Alleinmäöchen, 2 Küchen- madchen. 1 Stütze, 1 Köchin, 1 Kochlehrmädchen, 2 Stenotttvistinnen.

auswärtigen Arbeitgebern: 4 landwirt­schaftliche Dtenitiuädchen, Dienstmädchen, Allein- madchen, Zimmermädchen, Ltüchenmädchen. Aroei $au§&dHerinnen, 1 Köchin für Hotel, 1 Köchin für Anualt, 1 Friseuse.

Es suchen Arbeit: Waschfrauen, einige Lauf­srauen,auch für Nachmiitagsbefchäftigung,Mädchen sttr tagsüber, 1 Büglerin, 2 Berknuserinnenlebr-

1 Kontoristin, 2 Berkäuserinnen, 1 Bechilfe zu Herren- oder Damenschneider.

Tie Berufsberatung und ArbeitS-Bermitt- lung für Muuker rindet werktags von 10 bis 12 Ubr statt.___ 74698

Arbeitsvergebung.

Auf Grund des Ministerialerlasses vom 16. Juni 1893, der Ergänzungsbestimmungen vom 24. Februar 1911 und der Arbeiterschutzverordnung vom 7. September 1920, werden nachfolgende Weiß­binder- und Anstreicherarbeiten für den Amts- gerichtSneubau zu Gießen öffentlich ansgeschrieben-

Faffadenputz Los 1, 2 und 3, zusammen etwq 2175 qm auf Dacksteinwände, 200 qm auf Beton­flächen (Brücke)'

Aeußerer Oelfarbenanstrich Los 4, 5 und 6, zusammen etwa 215 qm Hauptgesims, 600 qm Holz, sproffenfenster, 40 qm Eisenfenster, 380 qm Holz­rolläden, 215 m Dachrinnen, 168 m Abfallrohre.

Die Verteilung bezw. Zusammenfassung der einzelnen Lose bleibt Vorbehalten.

Angebotsunterlagen können auf unserem Amt, Stephanstraße 18, soweit der Vorrat reicht, gegen Erstattung der Selbstkosten bezogen werden.

Angebote sind bis Samstag, den 26. August d- IS., vormittags 11 Ahr, verschlossen, mit ent­sprechender Aufschrift versehen und portofrei bei uns einzureichen. Zuschlagsfrist: 4 Wochen.

Gießen, den 11. August 1922. [7500D

Hessisches Hochbauamt Gießen.

I. V.: Kuhlmann, Reg.-Vaurat. *

Rationalbank f. D..

Boch. Gußstahlwerke 1895,- Bud.-Eisenw.-Att.. 995,- 1030, D.-Luxemb. Bergw.. ^730f 1767, Gelsenkirch. Dergw.. 1968, 2000, Harpener Bergbau. 41>, - 5300, Oberschl. Eisenb.-B. 1140,- U08, Oberschles. Eisenind. 970,- 970, Phönir-Bergb.-Akt. 1950, Dad.Anilin-u. Soda 950,

Drtiacten aller Sri SnsBtattang stl.roln n. preis­wert die BrBhl'eohe Üalv.-Dreckerel, R. Lange, (ließen

Mittwoch, den 16. I. Mts., vormittags 7 Uhr, wird das Grummetgras von den fiskalischen Mesen in den Gemarkungen Garbenteich, Leihgestern und Watzenborn, das Gras von Schneisen, Mähplatten und den Eisteichen in den Forstwarteien Baumgarten, Leihgestern und Großen-Linden in der Wirtschaft des Gg. Sommer VI. zu Watzenborn versteigert.

Es werden nur Personen aus Ortschaften zum Mitbielen zugelaffen, aus denen seither schon regel­mäßig eine Beteiligung stattaefunden hat und die das Futter in der eigenen Wirtschaft verwenden; der Zuschlag wird nur für eine den Derhäl*niffen des Bietenden angemessene Anzahl Lose erteilt.

Wettere Auskunft erteilen die Herren Förster Menges zu Forsthaus Baumgatten, Seipp zu Großen- Linden und Forstwart Heß zu Leihgestern.

Gießen, den 12. August 1922.

Oberförsterei Schiffenberg.

Trautwein, (7492D

Bekmrutmachnng.

Im Amtsverkündigungsblatt Rr. 87 vom 8. August 1922 sind die neuen Gebührensätze der Schornsteinfeger veröffentlicht, woraus ich hierdurch Hinweise. 7478B

Gießen, den 8. August 1922.

Der Oberbürgermeister. I. V.: Dr. Fre h.

Bekanntmachung.

In unser Handelsregister Abt. A. wurde heute bezüglich der Firma Wemper & Sviesmacher, Gießen, eingetragen: Der Gesellschafter Alfred Spiesmacher in Gießen ist aus dem Geschäft ausgeschieden. Das­selbe wird von Heinrich Wemper in Gießen, als Einzellaufmann, unter der seitherigen Firma