sondern ailch durch wirtfchLftltcye. Matz nahmen | las Borgerragene miterlebtc. Mit Wärme und in der Verwaltung und im Betrieb angestrebt Innigleit wu'-te Keller jeden Zuhörer in seinen idiod. Tann zu ziehen. Er liest emftc und heitere
2. Last nwglichst gleichzeitig mit dmi am Saiten seiner Dichtkunst erklingen.
1.
Februar 1922 zur Einführung gelangenden
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der
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Dic Vortragsfolge umfahte zwei Teile. Der erste begann mit dem tiefempfundenen Gedicht „Begegnung". Daran schlost sich das Kapitel ..Erkennungsszene" aus dem Roman „Sohn der Hagar". — Aus dem ernsten ersten Teil leitete das Werk „Ansorge" zum Humoristischen über. „Ansorge" ist eine stille Geschichte von Menschengüte. die oft in ihrem guten Wirken getauscht wird, dann aber auch wieder die Freude hat, unglücklichen oder auf Abwege geratenen Menschen Existenz und Zukunft gerettet, sie zu brauchbaren Gliedern der menschlichen Gefellfchast gemacht zu haben. Ansorge, ein reicher Fabrikant, hatte das Bestreben, die Sorge anderer zu lindern, ihnen in Rot zu helfen: er selbst hatte in seinem Leben nur viermal schwere Sorgen: eine
Regierungsrat Weisel- Schotten, Kassenwart. Beisitzer wurden Amtsrichter Dr. Bernhard- Schotten, Llniversitäts'ech lehrer Fehn- Gießen, Klubwirt Stein und Gastwirt Wirt H-Breun- geshain. Der Gesaintverein des Vogelsberger Hdhen-Clubs geht mit 7000 Mitgliedern in das neue Hahr. Da die beiden Klubhäuser auf dem Hoherodskopf dringend einer gründlichen ©rneuerung und Ausbesserung bedürfen, werden zur Aufbringung der sehr beträchtlichen Kosten unverzinsliche Anteilscheine zu 25, 50, 100 und 200 Mark ausgegeben. Bei dem regen Leben, das in allen Zweigvereinen herrscht, ist zu hoffen, daß auf diese Weise die erforderlichen Gelder rasch
** Geldpreise für Erfindungen. Für die Verleihung von Geldpreisen für nützliche Erfindungen auf dem Gebiete des Eisenbahnwesens hat der Reichsverkehrsminister neue Grundsätze aufgestellt. Sie können an Bedienstete der Reichsbahn und an Dritte verliehen werden. Vorgeschlagen werden können nicht nur patentierte und patentfähige Erfindungen, sondern auch Verbesserungsvorschläge auf den Gebieten der Technik des Betriebes, des Verkehrs, der Organisation und dergleichen. Es muh aber die Rühlichkeit für die Eisenbahnverwaltung nachgewiesen sein. Cs muß auch eine eigene Erfindertätigteit nötig gewesen sein. Auch eine wiederholte Belohnung ist möglich, wenn die Erfindung ausgedehnte Verwendung gefunden und sich von besonderem Ruhen erwiesen hat. Die Anträge sind jährlich zum 1. Februar von den Generaldirektionen, Direktionen und dem Zentralamt einzureichen. Im allgemeinen sollen. Erfindungen erst angrmeldet werden, wenn Versuche sich als technisch und wirtschaftlich vorteilhaft erwiesen haben. Für 1921 stehen 60 000 Mark zur Verfügung.
Paul-Keller-Abend. Für ihren 3. Dich terabend hatte die Literarische Gesellschaft Paul Keller gewonnen. De Reue Aula war bis aif den I hten Platz besetzt. Sei Dichter vwsland es, mit dem ausgezeichneten Vortrag seiner eigenen Dich urgen nicht nur hort zu fesseln, fonbtm seine h?i v trage de Vortragsart ii ; die Zuhörer a.te'teiho t leb’
neuen Tarifen für die Wasserumschlagsplätze Aas- gleichstarise geschaffen werden.
3. Daß item Sammelgutverkehr verstärkte Auf- merksamke.t zu^eaead.t wird.
4. Latz möglichst bald feste Lieferfristen wieder eingeführt werden. gez. Spieß.
Wasser massen strömen zu Tal. Am Sonntag kundig er n?ch ’u g und alt, auch ehr bet auswärtige Ski sah. ec, item edlen Winter,Port, der leider rasch ein trübes Ende fand. Auch die Schulferien, die durch die Grippeepidemie verlängert wurden, sollen morgen zu Ende gehen. — Die Landeswanderbühne gab gestern abend in der gut besuchten Turnhalle ihre erste Vorstellung mit einer glänzenden Wiedergabe von Halbes „S t r v m". Die Künstler haben den ihnen erwiesenen reichen Beifall im vollsten Maße verdient und werden bei ihrer demnächst wieder in Oberhessen stattfindendcn Gastspielreise ein noch volleres Haus finden. Die hohen künstlerischen Darbietungen bieten Gewähr dafür, daß sich die Landeswanderbühne überall Eingang verschafft. — Am nächsten Samstag feiert der Zweig - verei n Schotten des V. H. C. sein diesjähriges Winterfest, bei dem die eifrigsten Wanderer des Vereins mit dem goldenen Aub- abzeichrn ausgezeichnet werden, — 3m hohen 2llter von fast 90 Jahren starb hier der ä l t e st e Einwohner, der in weiten Kreisen bekannte und ange'ehwe Karl Kaufmann, M.lbegrün» der der Firma S. Kaufmann Sohne. — Die Stadt Schotten erhielt die Genehmigung zu einer außerordentlichen Holzfällung, deren Erlös, über 100 000 Mark, dem Fonds zur Errichtung eines Krankenhauses überwiesen werden soll.
c. Vom Hoherodskopf, 11. Han. 3r der Hauptversammlung des Zweigvereins „Hoherodskopf" vom Vogelsberger Höhen- Club wurden in den Vorstand gewählt: Lehrer Karl Sind-Rudingshain, 1. Vorsitzender; Zahnarzt Häger- Gießen, 2. Vorsitzender; Bürgermeister Strauch- Breungeshain, Schrift ührer;
vember und Dezember vorausgegangenen gleichmäßigen < u'ch'äge in die Tarife. Rach längerer sehr eingehender D.batte, wu.de folge .de Entschließung einstimmig angenommen:
Der Besirkseisenbahnrat erkennt d e Rotwendigkeil einer Erhöhung der Güter- und Tiertarife im H.nblick auf die gestiegenen Selbstkosten und die Rotwendigkeit der Herstellung des Gleichgewichts zwischen Einnahmen und Ausgaben an. Er ist auch damit em- verstanten, daß die Erhöhu gen in der vorgesehenen Weise vorgenommen werden, indem man die bisherigen Tarifklassen beibehält und die Sätze in etwas nach der Wert lifs m und in stärke: em W'C nach der Erber ut-q in cb alle, der Wei t staffelt. Auch mit ter B sci igung der Liste A und des Verzeichnisses II ist der Bezirksrat e'n- verstanden mit der Maßgabe, daß für 10-Tonnen° Lasten eine Zwischenstue einge'ührt wird una durch Dclarifierungen Härten für bestimmte zu stark belastete Güter ausgeglichen werden
Der B.zilkse'serbahnrat stellt aber gleichzeitig folgende Anträge:
Aus dem Reiche.
Em Beschluß des Derirkseisenbahurats
Frankfurt
Deuche wie Libern. I, müde.
Kreis Schotten.
b. Schotten, 10. Han. lieber Rächt ist
** Amtliche Personal nachrichten. Ernannt wurden: am 3. Hanuar 1922 der Kanzlist Peter Gunkel bei de.n AmtZanvalt III Darm- stabt, der Kanzlist bei dem Amtsgericht lllrich- stein Johannes Eifert, der Kanzlist bei dem Amtsgericht Mainz Hakvb Hammen, der Kanzlist bei dem Amtsgericht Butzbach Wilhelm Albert Krausgrill und der Kanzlist bei dem Landgerichtsgefängnis in Mainz Rllolaus Reitz zu Kanzleiasststenten bei den genannten Behörden. — Ernannt wurde am 3. Hanuar 1922 der Kanzlist bei dem Amtsanwall in Gießen Gottlieb Fleck zum Kanzleiasfistenien bei dieser Stelle. — Ernannt wurde am 3. Hanuar"1922 der Kanzlist bei dem Amtsgericht Mainz Ferdinand Adolf Reiner zum Kanzleiasiistenten bei diesem Gericht. — Ernannt wurden: am 4. Hanuar der Hustizinspektor Friedrich Schwarz in Bingen zum geschäftsleitenden Hustizinspektor bei dem Amtsgericht Bingen, der Oberjustizsekretär Philipp chpaar zu Rieder-Olm zum Oberjustizsekretär bei dem Amtsgericht Osthofen und der Oberjustizsekretär Karl Oswald zu Osthofen zum Oberjustizsekretär bei dem Amtsgericht Bingen. — Am 7. Hanuar 1922 stourde der Ministe- rialoberrevisor bei dem Ministerium der Figanzen Karl M e i s i n g e r zu Darmstadt vorn 1. l. 'M ab zum Rechnungsrat bei diesem Ministerium ernannt.
" Erledigte Stelle. Beim Landesvermessungsamt ist die Stelle eines Oberver- messungsinipektors zu besetzen. Geeignete Bewerber unter den Vermcs.ungsinspektoren und Vermessungsobersekretären haben ihre Gesuche innerhalb zehn Tagen beim Landesvermesiungs- amt vorzulegen.
** Provinzialausschuh. Am Samstag, 14. Hanuar, vormittags 83/t älhr. findet im Sit- zungssaal des Reg e.ungsgebä^des zu Gießen eine öfsenlliche Sitzung des Provrnzialausschusses mit folgenderTagesordnung statt: 1. Klage des O.A.V. Franksuvt a. M. gegen den O. A. V. Gießen in Sachen Rosa Müller 83/,ä1hr. — 2. Reuregelung der Besoldung der Gemeindebeamten; hier: Berufung der Gemeinde Dorn-Assen heim und des Fcldschützen Münch zu Dorn-Assenheim gegen das älrteil des Kreisausschusses des Kreises Friedberg vom 12. August 1921. 9 Uhr. — 3. Reuregelung der Besoldung der Gememdedeamten, hier: Berufung des Feldschühen Winter zu Fauerbach v. d. H. gegen das Urteil des Kreisausschusses des Kreises Friedberg vom 12. August 1921. 9 älhr. — 4. Reuregelung der Besoldung der Gemeindebeamten; hier: Berufung der Gemeinde Münster gegen das Urteil des Kreis- ausschr'tses des Kreises Friedberg vom 12. August 1921 in Sachen des Feldschützen Lahm zu Münster. — 5. Gesuch der Gewerkschaft Friedrich zu Trais- Horloff um Genehmigung zur Verlegung des Holzwegs in Flur III Rr. 424. 10'älhr.
Backsteine. Infolge der immer mehr um sich grei'eiben Krchlennot und der bamit verbundenen Sllwie-igk it in d-r H?Ht l ung von B u tefr n insb so e e Mau rküv u d Dach- ziegel, weist der <5t atif.mmijar für die w rt- schastliche Demobilmachung in Hessen die Zie- geleBesitzer immer wieder auf die Verwendung von br uch'a er Ersahbre n>f en bzw. g ring- wertiger St hlen h n. Zu di se.n Zwecke fi d t am 17. Haruar 1£22, vormi tags 11 älhr pü t - lich im Rcst urant „Zum Sherch" tn Frai k urt a. M, Saalgasse 1 (am Dam) e ne B: p e ' n ig stall, an der sämtliche Ine.es. ecken, soweit sie nicht persönlich bereits hierzu eingeladen sind, tellnehmen tonnen. Der Vertreter des Reichs- kvhlenkommissars wird in dieser Sitzung eingehend über die Kohlenlage referieren. Außerdem werden Zi g I ibchi er, Zie bereits Erfahbrenn- M«, wie Lokomotivlösch:, Fett'chlammkohlen, Rohbraunkohlen usw. in ih en Betrieben per- wendet haben, über ihre E:fah.ungen Bericht erstatten. Mit der De prechurg ist eine kleine Ausstellung bwuchba er Er a Brennstoffe und der damit hergestellten Backsteine und Dachziegeln verbunden.
Aus Stadt und Land.
Gießen, den 12. Han. 1922
Wettervoraussage
für Freitag:
Wolkig, vorwiegend trocken, Rächt frost, Tag etwas milder; nördliche, später westliche Winde.
Das nördliche Tiefdruckgebiet hat sich verflacht. An der Atlantischen Küste ist ein starker Luftdruckanstieg erfolgt Rördliche Winde bringen uns stärkere Abkühlung. Ein neues Tief westlich Irland ist im Anzug, so daß später wieder mit mildery Wetter zu rechnen ist.
bleibe, so daß der Ziege immer noch nicht das Plätzchen im Stalle eingeräumt worden sei, das ihr infolge ihres großen Rußens gebühre. Meist gebe man dem Tier noch die dunkelste und dumpfste Ecke im Stalle. Di>s und die Anremlichkell von Tier und Platz sei die Arsache, daß die Milch einen bockigen Geschmack bekomme. Reinliche, gut gepflegte Tiere, die einen luftigen Stall fetten, gaben vorzügliche Milch. Unter den zahlreichen Zuhörern befanden sich auch Ziegenhalter aus den Nachbarorten.
Kreis Büdingen.
# Echzell, 10. Han. Das Hessische Bandes-Wandertheater spielte gestern abend vor vollbesetztem Haufe im HungschenSaale das Lustspiel „Der Herr Senator". Die einzelnen Rollen wurden durchweg flott wiedergegeben, so daß die Darsteller starken Beifall..fanden.
nd. Ridda, 11. Han. Die Gri6"pe scheinr unter der hiesigen Bevölkerung in Abnahme zu fern; morgen soll in den Schulen der 01 n t e r- richt wieder beginnen. Rur vereinzell sind bis jetzt Fälle von Scharlach und Masern aufgetreten. — Am vergangenen Sonntag hielt Re- gterungsrat Köhler, der Vorsteher des Fi- nanzamts Ridda, im „Gambrinus" einen ausführlichen, belehrenden Vortrag über die ilm = satzsteue r, der besonders stark von Gewerbetreibenden und Landwirten von hier und anderen Orten des Steuerbezirks besucht war. — 21m Montag abend spielte im (SambnnuSfaale öum ersten Male die Hessische Landeswanderbühne. Sie erntete für ihre meisterhafte Aufführung des „Der Herr Senator" großen Beifall — Die Bautätigkeit war hier in öcr letzten Zeit etwas reger als im Vorjahre. -Tas Finanzamt ist durch ei en Erwelleru gsbau wesentlich vergrößert worden. Die Firma H. Himmelsbach läßt oberhalb ihres großen Sägewerks ein Wohnhaus von sechs Wohnungen für ihre Beamten aufsühren und Rentner Karl Host aus Brüssel, ein geborener Riddaer, erbaut an der Straße nach Bad-Salzhausen eine geräumige Villa. Diese drei Bauten find schon im Rohbau vollendet. Für Frau Kommerzienrat H. W. Cloos Witwe m Gießen baut ein hiesiger Bauunternehmer unweit der früheren Cloosschen Besitzung eine_ Villa in der Bismarck ^"a he. Es wäre sehr erwünscht, wenn im Frühjahr hier noch einige Wohnhäuser errichtet toünxn, Senn die Wohnungsnot ist groß.
e. Aus dem Riddatal, 11. Han. Wad rend der langen Krregsjahre ist der Sänger' b u n d , der etwa 10 Gesangvereine des Riddw und Eicheltales umfaßte, leider eingegangen. Nunmehr sind die Kreisämter von der Zentralstelle für Dolksbllduna in Hessen beauftragt worden, in allen Gemeinden Erhebungen über das Gesangvereinswesen anzustellen. Dabei find auch Angaben darüber erwünscht, zu welchem größeren Verband die einzelnen Vereine gehören und welche Sängerbünde es im Kreise gibt. Vielleicht könnte bei dieser Gelegen heit Veranlassung genommen werden, den früher bestandenen Ridbatal-Sängerbruch wieder aufleben zu lassen.
Kreis Alsfeld.
e. Alsfeld, 11. Han. Dank dem Entgegen" kommen der zuständigen Stellen konnte jetzt auch eine Hugenbherberge füj- Mädchen und eine solche für Knaben eingericht«u werden Erstere befindet sich in der Höheren Bürger- (Rädchen-) Schule, letztere ist in dem alten Aealschulgebäude im Schnepfenharn (jetzt Ackerbauschule) unterge bracht. Von der Zentralstelle für deutsches Hu- gendwandern in Frankfurt a M. wurden für jede Abteilung 12 Betten kostenlos zur Verfügung gestellt Die Ausnahme Alssews in das Verzeichnis für Hugendherbergen Deutschlands ist beantragt.
^Ruppertenrod, 11. Han. Die Grippe, von der wir seither ztem.itz verchoat g-bl eben, tritt letzt hier heftig auf. Kinder md Erwachsene werden von ihr befallen. Doch ist dec Charakter
'Lich, 10. Han. Arn vergangenen Sonntag wurde die von der Firma Maqirus in Alm für die Stadt Lich gelieferte Feuerspritze in Anwesenheit des Bürgermeisters und des Gemeinderats von Lich sowie des Vertreters der liefernden Firma durch den Kreisfeuerwehrinspektor Dickore abqe- nommen.
Rücktritt des Kabinetts Manra.
Madrid, 11. Han. HavaS. Ministerpräsident Maura hat heute abend 9 Uhr die Gesamtdemission des Kabinetts mitgetellt. Der König soll die Demission angenommen haben.
Frankfurt a. M., 11. Han. (Wolff.) Bezirkseisenbahnrat (F ankfurt a ___,
beschäftigte sich heute in einer außerordentlichen Sitzung mit der Vorlage der Rcich^ba-nre mal» fang, betreffenb die E h hung der Güter- und Tiertarise um weitere 30 Prozent and die organische Einarbei urig dieser und der im Ro-
sei ein langes Telegramm an Briand gegangen.
C?in neuer Schlag gegen die Saarbevöikerung.
Genf, 11. Han. (WTB.) Nachdem Völkerbundsrat, wie bereits gemeldet.
trägen von Frl. Datz (Klavierbegleitung Musiklehrer Gernhardt), die reichen Beifall fanden. — Der zweite Vortrag von Prof. Koob findet voraussichtlich erst im Februar statt.
^vrnotizcn.
— Tageskalender für Donnerstag. Stadttheater, 7^1hr: „Nathan derWeise^. — Hörsaal des Physiologischen Hnstituts, 8V< Ahr: Vortrag der Oberhessischen Gesellschaft für Natur- und Heilkunde. — Ho- hanneSsaal, 8 Ahr: Vortrag der Kirchlichen Vereinigung der Hohannesgemeinde. — Asto- ria-Lichtspiele, ab heute bis einschließlich Samstag: „Die 13 aus Stahl" und „Charly lernt Rollschuhlaufen". — LichtspielfeuS, Bahnhofstraße: „Das große Dadrumgefeim- niß“, 4. Teil.
— Au s dem Stadttheaterbureau. Es sei ausdrücklich darauf hingewiesen, daß wegen des Operngastspieles am Freitag die 14. Freitag- Abonnementsvorstellung mit „Nathan der Weise" bereits heute stattfindet.
— O b e r h e s s i s ch e r K u n st v e r e i n. In der Ausstellung des ..Sturm", die am Sonntag eröffnet wird, werden 80 Werke von 31 Künstlern gezeigt. Die Ausstellung ist also viel reichhaltiger als die vor einigen Hahren. Folgende Künstler werden unter anderen mit mehreren Werken vertreten sein: Rudolf Bauer, die Holländerin Hacoba van Heemskerck, deren Werke inzwi- schm auch Geheimrat Husti im Berliner Kron- vrinzenpalais gezeigt hat, ferner der aus Weimar gebürtige Hrhannes Molzahn, Georg Mache, der seit Hahresfrist dem Lehrkörper des Weimarer Bauhauses angehört, Kurt Schwitters, der witzige Autor der „Anna Blume"; weiterhin Arnold Topp, die Schwedin Nell Waldens und William W a u e r. Außer diesen hier bereits bekannten Künstlern werden insbesondere diesmal zahlreiche ausländische Maler vertreten sein. So der russische Maler und Bildhauer Archipenko, der seit einem Hahr in Berlin lebt und bereits mit einigen Werken in der Rational-Galerie vertreten ist. Vor allem auch der Schöpfer des Kubism)>s Albert G l e i z e s und die junge belgische Malerin Tour Donas. Des weiteren die französischen Kubisten Fernwrd Leger, Hacques Villon und Metzinger, sowie der in Berlin lebende russische Maler Iwan P u n i, der Sohn des italienisch- russischen Dalleckkomponisten. Von deullchen Malern zeigt die Ausstellung mehrere Arbeiten von Paul Klee, der bekanntlich zu den wenigen er» pressivnistischen Malern gehört, die sich schon heute der allgemeinen Anerkennung erfreuen dürfen. Ferner sind mit Werken vertreten Campen- d o n c, der seit einiger Zeit an der Kunstgewerbe- schule in Essen wirkt, Oskar Fischer, der in letzter Zeit durch seine im Verein mit Bruno Taut unternommene Bemalungen der Stadt Magdeburg Aufsehen erregt hat. Die verstorbenen Franz Marc und Maria äl h d e n sind mit einigen ihrer besten Holzschnitte vertreten. Man sieht also, daß die Ausstellung diesmal etwas Außergewöhnliches zeigen wird.
Landkreis Gietzen.
a Allendorf a. d. Lahn, 11. Han. Die Grippe tritt hier sehr heftig auf und ist bereits mehrfach tödlich verlaufen. Es sind auch mehrere Fälle von Schlafgrippe festgestellt worden; so hat ein junger Mann vier Tage ununterbrochen geschlafen.
dicke Schnee, der unsere Gegend und Höhen bedeckte, zu Wasser geviorden. Starke
Ministerpräsidenten den V v r e n t w u r s des englisch - französischen Abkommens übergeben. Briand, der wie gemeldet wird, heute nachmittag nach Paris abreiste, legte seinen Ministerkollegen den Entwurf vor.
Paris. 11. Han. (WTB.) Die „Liberty berichtet, es scheine, daß in der gestrigen Ministerratssitzung, in der Präsident Millerand persönlich in- terveni erl habe, man sich über folgende Grundlagen geeinigt habe: 1. keine Herabsetzung der Schuldforderung zuzulassen, 2. nicht auf die Besetzung des linken Rheinufers zu verzichten und 3. alle Rechte Frankreichs auf wirtschaftliche und militärische Sanktionen aufrechtzuerhalten, wenn die Amstände eS erforderten. Hn diesem Sinne
unglückliche Liebe mit 23, eine Zahnfistel mit 40 HaHren, den Konflikt mit seinem alten treuen Geschäftsführer und viertens mit 70 Hahren die Sorge um das körperliche Wohl der Teilnehmer an seinem Leichendegängnis. Wie sehr das Werl bei den Zuhörern ansprach, zeigte dec anhaltende Beifall. Zum Schlüsse kam in der Humoreske »Wie ich Dichter wurde" der Schall ganz zu seinem Rechte und das Händellatschen wollte kein Ende nehmen. — Der gestrige Abend bewies wieder, wie wertvolle Arbeit die Literarische Gesellschaft mit der Veranstaltung ihrer Ächter- adende leistet. △
** Der C v an g. Arbeiterverein hielt im Markussaal seinen ersten diesjährigen Vortragsabend. Prof. Koob sprach über die Wunderdes Lichts. Der Vortragende führte zur Erklärung der Spellralanalyse eine Reihe von wohlgelungenen Versuchen vor und zeigte die Linien von Natrium, Li.hium, Strontium, Barium und Kupfer, ferner das monochromatische Licht des Natriums und seine Absorptionslinie im Spektrum. Daran schlossen sich Erläuterungen über die Anwendung der Spektralanalyse auf die chemische Zusammensetzung der irdischen Körper; ihre Anwendung auf die Himmelskörper wird das Thema eines späteren Dvrtrags bilden. Dank gebührt der Firnia Leih, die durch kostenlose ileberlaftung einer für kleine Vorführungen besonders geeigneten Lampe zum Gelingen der ganzen Sache beigetragen hat Die Ausführungen les Re e e t:n wurden umrah nt v n Mufilvor-
fjeute einstimmig das Eingehen auf den deutschen Pwtest in der Frage der Verfügung Über die Saarbewohner abgelehnt hatte, bestätigte er in geheimer Sitzung auf Antrag des chinesischen Berichterstatters für Saarfragen, Tung-Tsi-Fu, die vier ausscheidenden Mitglieder der Degierungökommission für ein weiteres Hahr in chrem Amte, nämlich Rault (Frankreich), Lambert (Belgien), Moltle-Huitfeldt (Dänemarl) und Waugh (Ka- 'nada). Ebenso ernannte er Herrn Raulf, von neuem zum Präsidenten der Regierungskvm- mission des Saargebietes. Diese neue Bestätigung, über die wohl die amtlichen Mitteilungen des Döllerbundssekretariats keinerlei Ein?elhei!en veröffenllichen, rief angesichts der zahlreichen jüngsten Kundgebungen der saarländischen Bevölkerung gegen die Regierungskommission unter den hier wellenden Mitgliedern der Saarbewohner peinliches Aufsehen hervor.
Die deutschen Kohlenlieferungen.
Paris, 11. Han. (WTB) Der „Temps" berichtet, die französischen Vertreter auf bei Konferenz von Cannes hätten in bezug auf bie Berechnung ber beutschen Kohlen- lief erungen eine neue Entscheibung berbeigcfübcL Es wurde beschlossen, bac. bie von Deutschland gelieferte Repa.allonslotzle auch in Zukunft nach dem deutschen Inlandspreis berechnet werden solle.
Die E«Lscheidung über die deutschen Werke. Paris, 11. Han. (Wolfs.) Die deutsche Botschaft in Paris erhielt am 10. Hanuar folgende von C a m b o n gezeichnete Rote der Pot- schafterkonferenz über die Deutschen Werke:
„Eure Exzellenz haben der Bvtschafterkonfe- renz mit gefl. Schreiben vom 16. November bie Auffassung Ihrer Regierung über die Frage ber Deutschen Werke wissen lassen. Ich beehre mich, tz Eurer Exzellenz mllzütellen, baß bie Botschafter- ^konferenz alle Maßnahmen, bie bie interalliierte Militärkontrollkommission in biefer Hinsicht getroffen hat. als vollstänbig begrünbet r ansieht. Indes ist bie Kommission ermächtigt, zur Durchführung ber Umstellungen, bie sie für er- svrberlich erachten wirb, Fristen zu bewilligen, bie ausreichen, um bie besonderen Interessen der Arbeiter vollständig zu wahren. Bedingung ist dabei, daß diese Umstellungen spätestens im Zeitpunkte des Aufhörens jeder effektiven Kontrolle von feiten ber alliierten Mächte vollständig beendet sind. Die Dotschafterkonf teenz hat die interalliierte Militärkontrollkommission angewiesen, diese Entscheidung zur Kenntnis ber deutschen Regierung zu bringen unb alle Einzel- ftagen zu regeln, die das Schreiben Eurer Exzellenz vom 16. November auftoirft“
Das in der Rote angekündigte Schreiben ber interall i:r'ea Militäickommissivn ist dem Auswärtigen Amt bisher rwch nicht zugegangen. Es wäre vvrellig, Schlüsse auf seinen Inhalt aus ben An- beutungen ber Rote ber Dotschafterkonferenz ziehen zu wollen.
., . Cer 6-eick zwischen Ein'-ahmen haftem, anhaltenden Beifall hin. Der Stoff mürbe
unu Ausgaben nicht nur durch Tariferhöhungen, äußerst dramatisch wiebergegeden, so daß man
Z?. Stangenrod bei Gründern 11. Han. Lieber „Zweck, Haltung und Pflege der Ziege" sprach bei Gastwirt Heinrich Klöß III. Ackerbautechniker Bux - ler- Gießen. Sehr interessant waren die Ausführungen über die verschiedenen Ziegenrassen in Deutschland und in der Schweiz. Außerdem wurde darauf aufmerksam gemacht, daß in Haltung und Pflege dieses nützlichen Haus- auf oteje ^oene du treres • immer noch viel zu wünschen übrig | aufgebracht werden.


