Ausgabe 
11.3.1922
 
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Zweites Blatt

Nr.b)

Deutscher Reichstag.

'Berlin, 10. 'JHärj. Die TlotxUen -am P e n» i sionscrgänziangsgeseh und -um Wchr- machtversorgungsgesetz geben ohne De- ! bette an einen Äurschuß. Die Novelle zum Gesetz gegei die Kapitalslucht wtrd ohne Debatte nal) den Beschlüssen des Ausschußes in zweiter und dritter Lesung angenommen. Dann wird die zweiw Lesung des Branntwein» mvnopolgesetzes sortgeseht. Die Einzel- betatung ergi'/t nichts bemerkenswertes. Nach­dem die 6irui a v.'richicdrntsich infolge Anzwois- lung ter Bcsck iußfähigkeit des Hauses hat inter- krochen werde l müssen, wurde vieler Gegenstand I der Tagesordnung verlassen, und in einer neuen ; Sitzung ging tnan über zum

Stal Kes Reichswehrministeriums.

Nach te/n Berichterstatter 2lbg. S tücklen lSoz.) ergriff Reichswehrmini st er D r. (Schier ihitf Wort: Der Etat hat seine beson­dere Bedeut mg dadurch, das) in ihm zum ersten Mal Lte Neuorganisation (Heer und Tlarine; nach len ^Bestimmungen des Friedensvertrages voll zum Nusdruck kommt. 3n diesem äuberen Aufbau steckt eine gewaltige Arbeit, die von den verschiedenen Parteien des Hauses schon anerkannt wurde. Nrrchdem die Bestimmungen des Frie- lensvertra/ges jetzt durchgeführt worden sind, ha- ben wir cud) ein Recht darauf, das) jetzt die alli­ierten M I itärkcmnusiionen, dre nach d.n Bestim­mungen r-es Friedensvertrages dazu da sind, I zeitlich feHlgelegte Rüstungsbeschränkungen zu kon- I trolliercn, ebenfalls an einen energischrn Abbau I denken. (Gehr wahrl) Ich darf wohl die Ge- I [egenljeit benutzen, um den Borwürsen entgegen- , zutreten, die in der Presse der Ententeländer I immer r^ieberkehren, und die darauf hinaus- I laufen, <il8 ob wir hinter dem Heere durch em | Ärümpec.system, die Ausbildung einer weiteren Truppe für einen Redanchekrieg zu betreiben \ suchten. Mit aller Ruhe und Entschiedenheit mutz |* ich denn entgegentreten. Solche Gedankengänge waren möglich vor dem Weltkrieg, aber gerade die Cchah'.-ungen dieses Krieges müssen es dem Unbefangenen klar machen, das) mit den Mitteln Scharnhorsts heute ein Befreiungskrieg nicht mehr möglich ist. Wir konnten den Krieg führen, weit - ein g, vnzes Bolk sich in den Dienst der Der- teiöißimg des Daterlandes gestellt hat. (Wider­spruch links.) Ohne den letzten Arbeiter und Baiuqr konnte ein solcher Krieg nicht geführt wer­den. Es wäre verfehlt, wenn man versuchen wollte, in aller Heimlichkeit ein Millionenheer auszfubilden. Wenn die Feinde anerkennen, das) wir militärisch abgerüstet haben, aber nicht mo­ralisch, so möchte ich dazu sagen, das) eine mo- volistche Abrüstung, wie sie die Entente uns gegen- .. irber eingeschlagen lyit, woht nicht gelingen wird. Wr.an man vom Sinn des Friedensvertrages spyicht, kann dieser Sinn nicht darin liegen, das) Deutschland wehrlos gemacht wird, um einem 5t tr e i ei von Gegnern gegenüberzuste- h«in, die bis an die Zähne bewaffnet lind und uns so die Faust an die Kehle legenI 2J Sir erwarten demgegenüber den Sieg des Rechtes iinb die Gleichberechtigung für unser Bolk. Nur Idäs allein ist der Weg zur moralischen Ab­rüstung,

Die militärische Ausbildung der Truppen hat im vorigen Jahr im Rahmen, der uns gezogen ist, gute Fortschritte gemacht. Das äußere Auf­treten der Soldaten ist ein anderes geworden, k Man freut sich wieder. Soldaten auf der Straste )U sehen. Hier ist zweifellos gut und tüchtig 61 gearbeitet worden. Auch das innere Verhältnis, i dir Kameradschaft zwischen Offizieren und Mann- s schäften, ist zweifellos besser geworden. Ich bin nicht naiv genug, anzunehmen, dah hier schon I alles in Ordnung fei; im Gegenteil: das schwerste M Stück dieser Arbeit liegt noch vor uns. Heber ein Viertel des Offizierkorps hat eine militärische Friedensausbildung nicht gehabt und nur Kriegs- >' ausbildung genossen. Der Offizier must auch ein ! Lehrer und Erzieher der Truppe sein. Ich erwarte hier eine Besserung vor allem davon, dah sich nun in den festen Garnisonen der erzieherische Wert der älteren Offiziere geltend macht. Ich bin im Ausschuh gefragt worden, ob ich die Garantie dafür übernehmen könne, dah das Heer seine verfassungsmästigen Pflichten erfülle. Ich habe diese Frage ohne Rückhalt be­jaht. (Grohe Unruhe aus der äuhersten Linken; Zurufe: Auch in Bayern? Ein zweiter Ävskel) Auch in Bayern!

Viel erwarte ich mir für das Verhältnis zwischen Offizier und Mannschaften von der sportlichen Ausbildung. Der staats­bürgerliche Unterricht soll dazu dienen, den inneren Wert des Mannes zu heben. Die Disziplin ist nicht allein mit Gebot und Verbot mifvechtzuerhalten. In der Erziehung haben wir mch das beste Kampfmittel gegen Alkvholismus unb Geschlechtskranvheiten. Das Heer muh innerlich auf dem Boden der Staats- Verfassung stehen. Das ist aber nur mög­lich, wenn cs sich als gleichberechtigt empfindet und wenn cs von keiner Klasse der Bevölkerung als Feind betrachtet wird oder gar als minder­wertig! Ich hoffe, dah wir gerade nach der Dichtung hin in den letzten zwei Jahren grohe ; Jtrtfdjritte gemacht haben.

i Zusammenfassend möchte ich dem Wunsch Ausdruck verleihen, dah unserem Heer eine ruhige und stille Entwicklung beschieden sein möge; dah

. die Erziehungsarbeit, die wir im Sinne der Ver- 'assung leisten, nicht unterbrochen wird, dah da­durch eine feste Brücke zwischen Volk und Heer geschaffen wird und dah. wenn wir auch die all­gemeine Wehrpflicht nicht mehr haben, die in ihr liegenden sittlichen Kräfte auch im neuen Heere 'ich auswirken mögen! (Beifall.)

Nächste Sitzung: Dienstag nachmittag' 2 älhr. Fortsetzung der heutigen Beratung.

Hessischer Evangelischer Landeskirchentag.

rm. Darmstadt. 8. März. Der Evangelische Landeskirchentag trat heute unter feinem Vor- tbenben Prof. Dr. Dr. Diehl zu feiner elften Citjung zusammen, nachdem an den beiden vorher» sehenden Tagen geschäftliche Vorberatungen und aussprachen der einzelnen Gruppen stattgefunden «Wen. Der Präsident eröffnet die Sitzung um - 4 Hhr, Dekan Jaudt spricht das Gebet.

I Der Vorsitzende weist in seiner Begrüßung <uf die Bedeutung der diesmaligen Tagung hin lnd bittet, ihn von dem üblichen Gebrauch einer iiitaeren Ansprache zu entbinden Er widmet den -erstorbenen Mitgliedern Kaufmann Sachs-

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen)

Samstag, st. März (922

Erbach, Postsekretär Mergell-Reichel-Heim und Postsekretär Old in Höchst L O. ehrende Worte. Der Vorsitzende gibt weiter bekannt, dah das Mitglied Psarrer A l w o h n Nauheim aus Gewissensgründen sein Mandat niedergelegt habe und trotz ernstlicher Ditte zur Aenderung seiner Stellungnahme nicht zu bewegen war.

Mitglied H o f berichtet über die stattgehabten Dekanatswahlen; diese werden für gültig erklärt. Hierauf findet die Verpflichtung der neu in die Versammlung eingetretenen Mitglieder Flecken st ein- Höchst L O., Knodt» Groh- Zimmern, Schätze!» Guntersblum und Frau Dr. Lambert- Nieder-Ingelheim statt.

Der Landeskirchen rat tritt dann in die Be­ratung und Deschluhfassung über die Vorlage des Erweiterten Oberkonsistoriums, betreffend den Entwurf einer Verfassung der Evan­gelischen Landeskirche in Hessen ein.

Oberkonsistorialpräsident Nebel führt aus, dah man nun zum zweiten Male vor der Schaf­fung einer neuen Verfassung stehe. Mit der Revo­lution muhten die Landesfürsten, die der Kirche Hort und Stühe waren, von der Spitze der Kirche zurücktreien. Man müsse ihnen für ihre verdienst­volle Leitung, in der der Herrscher nie zum Aus­druck kam, Dank zollen. Besonderer Dank und Hochachtung müsse aber hierfür dem hessischen Landesfürsten ausgesprochen werden. Die alte Verfassung wurde inzwischen durch eine Notver- faffung ersetzt, und man stehe jetzt vor der groben und schwierigen Aufgabe, dem Lande eine neue Kirchenverfassung zu geben, die durch die Aende­rung auf den verschiedensten Gebieten notwendig geworden ist.

Mitgl. Sornf elf f als Vorsitzender des Der- fasfungSausschusses erstattet kurzen Bericht über die Beratungen. Er gibt zunächst eine geschichtliche Erläuterung und weist auf das im Jahre 1919 geschaffene Provisorium hin. Inzwischen haben Bayern, Baden und Württemberg neue Ver­fassungen beschlossen, in Preuhen stehe die Ge­nehmigung bevor. Den hessischen Beratungen lag ein von Geh. Oberkonsistvrialrat Dernbeck aus» gearbeiteter Entwurf zugrunde. Unzählige An­regungen und Anträge kamen bei den Beratungen in Frage. Nach der Veröffentlichung des Ent­wurfs wurden wiederum sehr zahlreiche Wünsche und Anträge laut, doch konnte der Redner zu feiner Genugtuung feststellen, dah sie alle schon bei der Beratung erörtert wurden. In dem Ent­wurf werde man vieles alte bekannte finden, über zahlreiche Fragen, die schwer zu behandeln waren, sei man zu einem Kornpromih gekommen. Ausgang und Grundlage bildete die Kirchen­gemeinde. Hier hat man auch über den Schuh der Minderheiten eine geeignete Losung gefunden. Die in dem Dernbeckschen Entwurf beseitigte Dekanatssynode hat der Ausschuh wieder neu aufleben lassen, obwohl er (Redner) persön­lich die Ansicht Bermbecks unterstützte. Der Aus- schuh ist aber der Auffassung, dah sie zu lebhafter neuer Arbeit gestärkt werde. Die Landesshnode soll aus 18 geistlichen, 36 gewählten nichtgeist­lichen Abgeordneten und 6 von der Kirchenregie­rung berufenen Abgeordneten bestehen. Die oberste Kirchengewalt soll in Zukunft bei der Landes­shnode liegen. Die Kirchenregierung besteht aus einem Geistlichen, Prälat genannt, dessen Stell­vertreter, der kein Geistlicher sein darf, einem aus 5 Mitgliedern bestehenden Landesshnodal- ausschuh, der aus Zwei Geistlichen und drei Nichtgeistlichen zusammengesetzt ist. Der Prälat und sein Stellvertreter werden auf Lebenszeit ge­wählt. Der Prälat hat als Hauptaufgabe Die Förderung und Wahrung der kirchlichen Ordnung, seine Tätigkeit soll daher im übrigen eine sehr beschränkte sein. Das frühere Oberkonsistorium, jeht Landeskirchenamt, besteht aus dem Prä­laten, dem <5(ellt)ertretet, den Superintendenten und der erforderlichen Zahl von Räten. Dem Landeskirchenamt liegt die Gesamtverwaltung ob, es hat die Hauptarbeit zu leisten und trägt auch die Hauptverantwortung. Der Redner hofft, dah der Entwurf zu gutem Ende beraten und der Kirche zum Segen gereichen möge.

Der Vorsitzende schließt hierauf mit Dankes- worten an die beiden Vorredner die Sitzung. Am Nachmittag sollen die Gruppen und Ausschüsse weiter beraten.

rm. Darmstadt, 9. März. Der Hess. Landestir chentag setzte heute seine Bera­tungen über die einzelnen Paragraphen der neuen Kirchenverfassung fort. Es wurden hierzu eine Reihe von Anträgen gestellt. Die ersten Para­graphen, welche die allgemeinen Verhältnisse der Kirche, die Kirchengemcinden. allgemeine Bestim­mungen über die Mitgliedschaft usw. behandeln, gaben teilweise zu anregender Aussprache Veran­lassung. Es wurden einige rebaftionelle Aende- rungen borgenommen, einzelne Paragraphen an den Versassungs-Ausschuh zurückgewiesen und verschiedene bis zu § 14 unverändert genehmigt Von Interesse ist die Fassung des Para­graphen 11, m dem bestimmt ist, daß alle kon­firmierten Gemeindemitglieder, die das 25. Le­bensjahr vollendet haben, bei den Wahlen für die kirchlichen Körperschaften stimmberechtigt und wählbar sind. Die Beratungen werden am Frei­tag fortgesetzt.

rm. Darmstadt, 10. März. Der hessi­sche Landeskirchentag setzte heute feine Beratungen bei § 15 über die Kirchenge­meindevertretungen fort, deren Wahl und Zusammensetzung, Zusammentritt, Pflichten und Aufgaben, die Ausschüsse fort. Die Para­graphen fanden, soweit sie nicht zur nochmaligen Prüfung an den Verfassungsausschub verwiesen wurden, bis zu § 30 die Zustimmung der Ver­sammlung; die Aussprache gestaltete sich hierbei oft recht lebendig. Die folgenden Abschnitte be­handeln den Kirchenvorstarid, dessen Wahl, seine Tätigkeit, den Vorsitzenden, die Beratungen usw. Die Art. 3148 wurden in der Hauptsache ge­nehmigt, einige zur nochmaligen Beratung an den DerfassungSausschub zurückgewiesen bzw. die Be­schlußfassung ausgesetzt. Die Verhandlungen wer­den am Samstag fortgesetzt.

Handel.

Die Badische L a n d e s e l e k t r i z i- tätsversorgungs-A-G. (Dadenwerk), die am 6. Juli 1921 mit dem Sitze in Karlsruhe ge­gründet wurde, schreibt im Anzeigenteile eine Zeichnungsaufforderung auf 5prozentige reichs­mündelsichere Tellschuldverschreibungen oder Handdarlehen in Höhe von 300 Millionen aus, die vom Jahre 1927 an zu 102 Proz. rückzahlbar sind und für die das Land Baden für Kapital und Zinsen selbstschuldnerisch bürgt Der Zeichnungs­preis beträgt für die Teilschuldverschreibungen

IOC*/« Proz. (zuzügl. Schlußscheinstempel). für die Handdarlehen 99V4 Proz. Anmeldungen nimmt in Gießen die Zweigstelle der Diskonto- Gesellschaft entgegen.

B e r l i n, 10. März Börsen st immungs- bild. Nachdem nunmehr seitens der Parteien eine Einigung über das Steuerkvmpromiß erzielt worden ist. vrscheint die innerpolitische Lage we­sentlich geklärt und ein drückendes Moment von der Börse genommen zu fein. Da sich die schon gestern erwähnten Gerüchte als in jeder Beziehung haltlos erwiesen haben und ihnen von beteiligter Seite ein bündiges Dementi entgegengesetzt wird, schien es der Spekulation ratsam, Rückkäufe und Deckungen vvrzunehmen. Infolgedessen bot die Börse ein wesentlich freundlicheres Aussehen als an den Vortagen. Bei teilweise lebhafteren 11m- fätjen, die aber in der Hauptsache auf das Konto der Spekulation kommen, erfuhren die Kurse Er­holungen von 3050 Prozent und darüber, bei Akkumulatoren 100 Prozent. Ganz vereinzelte mäßige Rückgänge vermochten das freundliche Dill» nicht zu trüben. Das Publikum blieb in der Hauptsache nach wie vor untätig. Soweit es am Ginheitsmcnckte operierte, wurden vorligende Ver­kaufsaufträge durch Rückkäufe der Börsenkreise ziemlich wettgemacht. Lebhafter waren die Um­sätze zeitweilig in oberschlesischen und westdeutschen Mvntanpapieren. Schiffahrts- und Bankaktien, die in den letzten Tagen geringen Einbußen er­litten hatten, erholten sich dementsprechend auch nur mäßiger. Der Markt der festverzinslichen Werte bot nichts Bemerkenswertes. Die Devisen­preise zogen bei mäßigen Schwankungen an.

Frankfurt a. M, 10. März. Börsen- stimmungsbild. Die Börse konnte sich am Wvchenschluh zu einer Aufwärtsbeweg ing auf dem Effektenmärkte aufraffen. Die ©limmung war besser als an den Vortagen. Es traten ver­schiedentlich Erholungen ein, die sich aber nur für einzelne Spezialpapiere geltend machten. De­visen neigten zu mäßiger Befestigung, doch ist die Stimmung schwankend. Der Dollar wurde mit 248 bis 250, bei Beginn der Börse mit 252254 dis 252,50 genannt. Deutsche Petroleum 1940, Mans- felder Kuxe 28 200. Rhenania 1160-1170, Che- mische Brockhues 1450, Benz-Motoren 655, Hansa Lloyd 345, Ronnenberg 1925, Julius Sichel 680. Zu größeren Umsätzen kam es in ungarischen Krvnrenten. Oesterreichische Kreditanstalt 88,50. Am Montanaktienmarkte traten verschiedentlich Erholungen ein. Die Aufwärtsbewegung machte im Verlaufe weitere Fortschritte. Rückkäufe fan­den in Anilinwerten statt, welche Kursbcsserun- gen erzielten. Elektrowerte ebenfalls erholt. Der Einheitsmarkt lag ruhiger. Der Schluß gestaltete sich ruhiger, doch überwog die festere Tendenz auf den meisten Gebieten. Privatdiskont 41/2 %.

Frankfurt a M., 11. März Börsenkurse.

Frankfurt Berlin

Schluß- Schluß- Schluß- Schluß- Kurs Kurs Kurs Kurs

Datum: 9.3. 10.3. 9.3. 10.3.

5°/. D tf ch. Krieg sank. 77,50 77,50 77,50 ?7 50

4'/, Disch. Reichsanl. 90, 90,- 90,90 91*25

3'/,Dtfch. ReichSanl. 120, 120, 120, - 120 - 47. Preuh. Konsols 74,50 75,50 75,50 77*-

Hamburg-Paketf.. . 533 - S35,- 529,75 52ö'- Norddeutscher Lloyd *00, 403,- 398, - 400* Eomm.u.Privatbank 340,- 336,- 340,- 33»- Darmstädter Bank . 330,- 330,- 330,- 330*- Drutsche Bank . . . 545,- 555,- 550,- 56950 Disconto-Gesellschaft 485, - 488,50 485,50 489 - Dresdner Bank. . . 359,- 358, 368,- 368'- Mitteld. Kreditbank. 314,- 310, 310,- 313 - Nationalbank f. D.. 338,- 338, - 341,- 340*50 Doch. Gußstahlwerke 1080, - 1200,- 1110 - 119875 Bud.»Eisenw.-Akt.. 997 - 931,- 951'-

D.-Luxemb.Dergw.. 1080,- 1110 - 1050, - 1100* Gelsenkirch. Dergw.. 1085,- 1130* 1061,- 1110 - Harpener Bergbau. 1720,- 1745*- 1700,- 1737 - Oberschl. Eisenb.-B. 1145,- 1160*- 1112, 1130*- Ooerschles. Gisenind. 958 - 980,- 955,- 969*- Phönix-Bergb.-Akt. 1175,- 1275,- 1174,- 1246,- Dad.Anilin.u.Soda 685,- 744,- 700,- 736,- HochsterFarbwerke. 670,- 718*- 685*- 712*- Allg. Elektr.-Ges. . . 830,- 850,- 820,- 840 - Felten L Guilleaume 1155,- 1195*- 1160,- 1194 - Schuckert-Werke. . . 750,- 780 - 736,- 756 - Adlerwerke...... 570,- 595* - 570,- 589,50

Daimler....... 550,- 570,- 540,- 560,-

4 /. Hess. Staatsanl. 77,- _f_ 75^

Electron Griesheim 907,50 940*- Sich- 935*,- Dtsche. Vereinsbank 245,- 245,- -

Berliner Devisenmarkt.

Geld Brief Gell» Brief

Datum: 9. Marz. 10. März.

Amsterdam-Rotterd. 9565,40 9584,60 9600,35 9619 65 Brüssel-Antwerpen. 2097,90 2102,10 2182,85 2187*15 Ehristiania..... 4645,35 4654,65 4605,35 4614*65

Kopenhagen 5319,65 5330,35 5334 65 5345*35 Stockholm 6608,35 6621.65 6328,35 6641*65 HelstngfvrS 517,45 518'55 515,45 5i6*55 Italien 1268,70 1271,30 1286,20 1288,80 London 1096,40 1096,5ü 1106,551108,65 Reuyork 249,75 250,25 253,i 4 254,26 Pari- 2242,75 2247,25 2272,70 2277,30 Schweiz 4870,10 4870, >0 - - -

Spanien 3^26,05 3932,95

Deutsch-Oesterr.. .. 3,73 3,77 3,48 3,52

Prag 405,80 4u7,70 417,55 418,45

Budapest 32,06 32,14 31,96 32,04

Buenos Aires . .. 93,15 93,d5 93,77 93,97

Bulgarien169,55 169,95 169,55 169,95

Marknotiernngen.

Oeheimms, warum es manchenorts fo feinen.billigen fiaffee gibt: Man kocht mir echter Pfeiff er 4 Villers fiaffcc-ffent!

tnadHnSi«dud?eir»-nPtrfu^l

Originaldofen u.Silberpakete zu haben in den Gele haften!

Märkte.

Mainzer Produktenbörse.

Mainz, 10. März. Auf der heutigen Börse war im allgemeinen das Angebot etwas größer und die Tendenz ruhiger, was auch durch die etwas geschwächten Devisen begrün­det ist. In Kleesaaten und Rauhfutter war der Markt dennoch weiter fest. Es notierten per 100 Kilo: Weizen 1300 bis 1375. Roggen 1000 bis 1090. Hafer 1000 bis 1100. Gerste 1100 bis 1175, Futtergerste 1100 bis 1150, inl. Weizentnehl 00 1950 bis 2000, inl. Weizenmehl Spez. 0 1900 bis 1950, Weizen- mehl mit Auslandsmehl qem. 1900 bis 1975, aincrif. Weizenmehl 2000, Roggenmehl 70pro- zenlig 1400 bis 1450, Weizenlleie ohne Sack 750 bis 840, Roggenkleie ohne Sack 750 bis 840, Mais 990 bis 1150, Maisfchrot 1020 bis 1180, Futtermehl 850 bis 950, ital. Luzerne 6200 bis 7000, Provenc. Luzerne 6500 bis 7000, ital. Rotklee 6500 bis 7500, inl. Rotklee 4000 bis 7500, deutsche Linsen 2000 bis 2400, weiße Bohnen 1300, Biktoria-Erbsen gesch. 1600 bis 1700, Biktoria-Erbsen ungesch. 1350, Burma- Reis II. 1750, Haferflocken 1400, Graupen 1600 bis 1700, Wiesenheu lose 450 bis 620, Wiesenheu gepreßt 450 bis 700, Kleehcu lose 520 bis 560, Haferstroh 170 bis 195, Roggcn- stroh 165 bis 190.

^3n einem Teil der Auflage wiederholt.) Dr. Hermes zum Reichsminister der Finanzen ernannt.

D e r l i n, 10. März. (WTB.) Der Reichs- kanzler hat den bisherigen Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft, Dr. Hermes unter Entbindung von der Führung dieses Mi­nisteriums zum Reichsmini st er der Fi­nanzen ernannt.

Beratungen überGroß-Hamburg".

Hamburg, 10. März. (WTB.) Gestern vor­mittag versammelten sich die preußischen und hamburgischen Kommissare im Rathaus, um die Ende Februar in Berlin vertagten Verhand­lungen über die Frage Groß-Ham­burg weiterzuführen. Unter dem Vorsitz d?s Bürgermeisters Distel wurde bis gegen 4 llhr nachmittags verhandelt. Heute vormittag werden die Verhandlungen fortgesetzt. Die preußischen Kommissare beabsichtigen, sich mit dem Nach­mittagszuge nach Berlin zu begeben. Nach einer auf den ersten Beratungen getroffenen Verein­barung zwischen den Vertretern Preußens und Hamburgs wird der In halt der Verhand­lungen vertraulich behandelt.

Der italienische Ministerrat über Fiume.

Rom, 10. März. (WTB.- Der Minister - rat hat sich ausführlich mit der Flumer Frage beschäftigt und ist etnstlmmig zu der Ansicht gekommen, daß diese Frage gemäß den internationalen Verpflicht ungen unter Beobachtung der Verträge gelöst werden müsse.

Die britische Besatzung in Indien.

Delhi, 8. März. (WTB.) Reuter. In der gesetzgebenden Versammlung hatten einige Abgeordnete eine weitere Herabsetzung der Heeresausgaben, namentlich der Ausgaben für die britischen Truppen in Indien verlangt, die mehr Kostenaufwand verursachten, als die indi­schen Truppen. Darauf antwortete der Oberst­kommandierende, Lord Rawlinson, eine weitere Verminderung des Heeres fei wegen der weit verbreiteten aufständischen Bewegung nicht mög­lich. Er würde eine weitere Verminderung in Erwägung ziehen, wenn ein geeinigtes In­dien dem britischen Reiche seine treue Ergeben­heit bezeige. Unter den gegenwärtigen Umständen sei die britische Besatzung in Indien keineswegs zu groß.

Explosion eines englischen Munitionslagers.

Paris^ 10. März. (WTB.) Nach einer Mel­dung aus Boulogne fir mer ist dort ein eng­lisches Munitionslager, das inzwischen Eigentum einer englischen Firma geworden war, in die Luft geflogen. Bis fetzt sind,7 Tote ynb 20 Verletzte festgestellt; man fürchte aber, daß sich die Zahl der Getöteten noch erhöhen werde.

v. Bergmann & Co., Radebeul, beste I.llienmilehselfe l zarte, weisse Haut und schönen Teint, überall tu haben.

Datum: 1.7.14. 9.3. 10.3.

Zürich Fr. 125.40 2,06 2,03

Amsterdam Fl. 59.20 -,

Kopenhagen ..... Kr. 88.80 1,92, -

Prag Kr. 117.80 24,25

Stockholm Kr. 88.80 1,55 -,-

Wien Kr. 117.80 -,- 3022,-

London Sh. 97.80 5,44

Paris Fr. 125.40 4,50 4,57

Aeuvork $ 2180 -,4G -,39

Züricher Devisenmarkt. 10.3. 11.3;

Wechsel auf Schweizer Sranfea

Holland 100 Fl. =» 195.10 195.10 Deutschland 100 QHt = 2.08 2.-

Wien 100 Kr. = 0.075 0.07

Prag 100 Kr. 8.35 «.60

Paris 100 Fr. = 46.35 46.20

London 1 £ = 22.51 22.49

Italien 100 2. = 26.25 26.20

Brüssel 100 Fr. 43.56 43.25

Budapest 100 Kr. 0.66 U-G5

Deuyork 100 r 515.50 515.50 Agram 100 Kr. 1.775 1.80

Warschau 100 Kr. = 0,12 0,12

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Universität Frankfurt a.M.

Das Vorlesungsverzeichnis für das am 19. April beginn Sommersemester ist v. d-Univ.- Buchhandig. Blasek & Borgmann, Goetheatr.34 g.Voreinsendg. v. Mk. 5L0 zu beziehen (Post­scheck-Konto 11746 Frankfurt a. MK (17ss