Ausgabe 
11.1.1922
 
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Mittwoch, U Januar |922

Sietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Gverhessen)

Zwettes Blatt

100 51.

des

88.80

Är.

Liebersicht

M

urifurt a

tHsberg

Frankfurt a. M.. 11. Januar.

Theolog. Zahnheill.

SoTTtmer 1914

Börsenkurse.

Pili

heu-

Besrtch der deutschen UniruersiLäten 1920(21

Don 5 Hach beni

Der Parteitag der Unabhängigen.

100

100

100

100

1

100

100

100

100

100

100

10.1.

2,97

1,70

2.95

35 87

2,35

4334

3353 Ehemie 914

Datum: Zürich . . . Amsterdam Kopenhagen Prag .... Stockholm . Wien.... London. . . Paris. . . . Neuyork . .

6,12

286,30

27,83

58,60

119,15

ont- Kr. Kr. Fr.

£ L. Fr. Kr. r Kr. Kr.

970 4979 Pharmaz.

1086

993

5,23 272,70 27,97 55,90 113,85

765,- 782-

1100, 745-

825 .

562^ 545, 655, 1000,

576, 600,- 498,

75,

650, 230.

ißurg i. D iehen tingen Oswald

ifcurg rg

5mm et 1914

, 1921

Math.u.Naturw. 6881 7135

Landwirtschaft

1360

3167

9.1.

0,12

1,62

3,15

2*50

L59

7,25

-.59

6,27 273,30 27,98 56,10 114,15

1448,55 1451,45

3361,60 3368,40

2587,40 2592,60

Bulgarien

Konstantinopel . . .

Schuckert-Werke. . . Adlerwerke Daimler 4° 0 Hess. Staatsanl. Electron Griesheim | Dtsche. Derev'Sbank

6,08 285,70 27,77 58,40 118,85

749,25 750,75 739,25 740,*5 175,07 175,43

1.7.14. Fr. 125.40 Fl. 59.20

Kurs 9.1.

77,50 88,-

103, 89 50

390,- 460,-

305 290,- 473,-

402,- 365 -

330,-

. 850'- 745,- 720 -

De Daleras Demission.

Lublin, 10. Jan. (WTB) Sofort nach» Eröffnung der Sitzung des Sinnfeiner P^lamMtS qab De Dalera seine und semes K«abmettS Demission bekannt und schlug gleichzeitig vor. bah das Parlament Mahnahmen treff«, sone. um die ungehinderte Durchführung der Geschäfte zu sichern. Der Vorschlag, De Dalera wredet zum Präsidenten zu wählen, wurde mit 60 gegen 58 Stimmen ab gelehnt.

Kurs 9.1.

77.50 88,-

102,75 70.70

404,- 430,- 800,- 232,- 465,- 420,- 360,- 800,- 300,- 810,- 698,- 770,- 767,-

1115,- 730,- 840,- 875.- 600,- 570,- 634,-

1000,- 576,- 00,- 491.-

74,- 675,-

580,

500,

75,

850,

230,

Ztr. 117.80

Kr. 88.80

Kr. 117.80

Sh. 97.80

Fr. 125.40 5 23-80

1LL Frankel!

189.75

2.95 0.17 8.85 42.20 21.84 22.25 41.20 0.85 516.50 1.80 0,17

Datum:

5°,, Disch. Kriegsanl. 4° g Dtsch. Reichsanl. 3°/Dtsch. Reichsanl. 4° Preuh. Konsols Hamburg.Paketf.. . Norddeutscher Lloyd Comm.u.Privatbank Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . . Disconto-Gesellschaft Dresdner Bank. . . Mitteld. Creditbant. Nationalbank f. D. . Boch. Gußstahlwerke Bud.- Eisenw.-Akt.. D.-Luxemb. Bergw..

&r. Ql. Hansen (Berlin) ' in den letzten Dezembrrtagen vom Statistischen Reichsamt zusam- ^lngaben über die Zahl der an den

Wechsel aus

Holland

Deutschland . . . .

Wien........

Prag........

Paris........

London

Italien

Brüssel.......

Budapest

Neuyork.......

Agram.......

Warschau

Züricher Devisenmarkts

frei

Wl-°»^cd-2 061 «ns.'

6,90

»58

Schweizer = 1 ju.zS = 3.10

-- 0.17

8.45

= 4M5 - 21.84 = 22.30 -- 40.20 = 0.85

= 517.50 -- 1.75

= 0,17

einem besonderen Memorandum fordert bie brt- tische Negierung übrigens noch eine gemeinsame Regelung der Frage der französischen 2- Bvvtflot te. Der Pakt enthalt dre Der- pflichtung Englands, Frankreich un Falle ern^ mcht provozierten deutschen Angrlffs mit allen seinen Streitkräften zu unterstützen, und sicher: die Erfüllung der Artikel 42 43 und»44 Dertrages von Versailles. Auch auä dem englischen Text geht hervor, daß Eintritt deutscher Truppen in verbotenes Gebiet nicht ipso facto den Eintritt Englands in den Krieg bedeuten würde. England sei auch frei, den Um­ständen Rechnung zu tragen und zu erklaren^oo nach. seiner Ansicht der casus foederis eintre^ oder nicht. Ein besonderer Artikel seht fest, datz die Dominions an den Pakt nur sow:rt den sind, als sie zustimmen. AMerdem sei Die Zustimmung der Parlamente Englands and Frankreichs nötig, bevor der Eintritt m D«t Krieg erfolge, ileber die Tauer des Pakte- sei noch nichts bestimmt.

Entwicklung des Kapital-Smus zu einer rie'igen internationalen Macht mit dem ang lsächsi-chen Kapitalistnus als Zentrum beding? netuxnDtg r- weise den internationalen <>usammenschlutz ces Proletariats auf dem Boden des Klaßenkampfes, und die internationale Kampfgemeinschaft gewinne nunmehr praktische Bedeutung. Di'.tmann schüt­telte die MosEer Putschtattik ab. wandte sich aber energisch gegen die Koalitionspolitit der Mehrheitsscziali len, di: er a s Ursache der Ra­dikalisierung und der kommunistischen Putscherei bezeichnete. Mit Hilfe der M. S. P. habe sich andererseits die Rcaltion wieder in den Sattel gesetzt. Tittmann sprach es aus, bah für die ilnobhäng ge S zialdemokratisch: Pa.tei, sur de der Klas.enkamp, erste Voraussetzung jeder Po­litik sei, eine Koalition mit Den Bürgerlichen nicht in Frage komme, und er bezeichnete es als Bedingung der Einigung, die kommen müsse und werde, baß die Kommunisten sich von Moskau und bie Mehrheitssozialisten von ber Koalition mit ben Bürgerlichen lossagten. Aber Tittmann machte jedesmal die Einschränkung, bah von Falt zu Fall ein Zusammenwirken mit den Bürgerlichen denkbar sei, doch die vor- ichtige Abschwächung dieses Vorbehaltes folgte aus dem Fuße in der Erklärung, bah von einem derart gen Ausnahmefali bei d r jetzigen Mach!- Verteilung der Klassen in Tiut chand nicht die Rede sein könne, im Gegensatz zu O e ft c r r e t d>, wo das Proletariat mit der Verwaltung der Eisenbahn und der Truppen die tatsächliche Machc in Hände,i habe. Diktatur könne als Niedergang notwendig sein, aber es dürfe kein Zweifel auf- kommen, bah die Hn<rbi)ärgigen Sozialisten nich das Treiben der Moskauer Diktatoren meinen, onbem als Grundlage die Demokratie onsähen.

Abgeordneter Henke erstattete den Bericht der Fraktion. Die Fraktion werde das Ka­binett Wirth nur solange unterstützen, wie dessen Politik sich auf der Linie des Interesses der Mn-

CBirturg

Leipzig, 9. Han. Zu Beginn Der tigen Sitzung wurde aas Antrag des Abgeoro- neten Dr. Rosenfeld eine Entschliehung ge- |aht die Amnestie für alle politischen Ge­fangenen und das Ashlrecht für alle auslän- Mcfcen politischen Flüchtlinge fordert.

tittmann verwies in seinem Referat darauf, bah die wirtschaftliche Verständigung des hier nationalen Kapitalismus auf dem Marsche sch wie die Konferenz von Cannes zeige. Die

Handel«.

Interessengememschaft der großen Frankfurter Metallgesellschaften.

Frankfurt a. M 10. Han. Die Deut- sche Gold- und Silberscheideanstalt, die Metallbank und Metallurgische Gesellschaft A. G und die Metallgesellschaft haben sich zu einer ^nteressen- aemeinschaft zusammengeschlossen, um dadurch ou KreTc^eugung<5f,-n, »umShiStmito ton Erfahrungen und damit zur Vermeidung kost-

(3n einem Teil der A">!age wiederholt.)

Die deutschen Delegierten nach Cannes geladen.

Cannes, 10. Jan. (WTB.) Dach ein« Havasmeldung rechnet man damit, daß der Ober st e Rat über die Gesamtheit der Re - parationsfrage endgültig sich ge­einigt habe, da er gestern abend diedeut- schenDelegiertenaufgeforderthat, ihre Reise fortzusetzen, um am Mittwoch nachmittag in Cannes empfangen zu werden.

Cannes, 10. Jan. (WTB.) Der Son­derberichterstatter der HavaSagentur meldet: Die alliierten Regierungen wollen ihren Der-, ttetern bei der ReParationSkvmmisfion An­weisungen erteilen, die Reparationskommission Izu beauftragen, die betreffenden Be «s schlüsseDeutschlandendgültigbe- k a n n t zu geben.

Sfö&SSg

Die englischen Dedingungen für Frankreich.

Paris, 10. Han. (WTB.) Der Sonder- bertcTterftatter desEcho de Paris'' m Tann^ meldet über die Bedingungen des Wschlusles eines englisch-französischen Daran- Heber trage 8: Es sei gestern dl« erwartet« Antwort auf die französischen Vorschläge noch nicht eingegangen. Die britische Delegation habe noch. einmal nach London telegraplnert, unb dort sei bie Frage gestern im Kab.net: srat b^.u tert worden. Vielleicht könnte Lloyd George heute morgen die Entscheidung mitteilen ,2llsdann Tarne für Driand ber wichtige Augenblick. Das bri­tische Angebot sei von drei Fragen abhangtg. ll. Frankreich müsse sich nicht nur an die internationale Konferenz von Genua für ge­bunden erllären, sondern es müsse auch die Resolution, die Lloyd George borg'schluaen habe, an nehmen. 2. Frankreich müsse eine befriedigende Lösung der Zange r- frage gemäh dem Friedensverttage annehmen. Das heiße: Die Forderungen, die seit dem Wasfen- stillstand gestellt wurden, aufgeben. 3. Sodann | müsse sich Frankreich mit England Hinsichtlich des hnn Anavra einigen. dn

Frankfurt Berlin |t~, v----------- - . ,

hr° 1-llhr- Schluß- Schluß- Vertrages von Angora elnigen- Kurs Kurs Kurs

10.1.

77,50 87,-

102,75 71,

415 - 450,- 300,- 275,- 455,- 402,- 355,- 300, 28),- 880.-

spie'.iger gleichlau'e^der Arbeit zu ge'angen. Unter voller Wahrung ihrer rechtlichen und geschah' lichen Selbständigkeit werden die drei Gesell­schaften ihre Gewinne in Zukunft zusammenwerfen. Außerdem wird ber Aufsichtsrat der Metallbank und Metallurgischen Gesellschaft A. G. eine be- trächlliche Kapitalerhöhung Vorschlägen.

Warknotieruvgeu.

Für 100 deutsche Mark wurden gezahll:

JOethestraR^

Markte.

Frankfurter Schlachtviehmartt.

F r a n k f u r t a. M., 9. Jan. (Amtlich.) Marktverlauf: 3n allen Viehgattungen leb­hafter Handel, nur Schweine hinterließen et­was Uemrrstand. 3m einzelnen ist zu bemer­ken: Aufgettieben waren 1341 Stück Großvieh. Davon 308 Ochsen, 52 Dullen, 981 Färsen und Kühe; ferner 389 Kälber, 368 Hämmel und 1851 Schweine. An Preisen wurden angelegt per Ztr. Lebendgewicht: für Ochsen 700 bis 1200 Mk., für Dullen 8251050 Mk., für Fär­sen und Kühe 600-1150 Mk. für beste Fär­sen und bis 1050 Mk. für beste Kühe; für Kälber 9001300 Mk!, für Hämmel 500850 Mk^ für Schweine unter 80 Kilogramm Lebende gewicht 14001600 Mk., von 80100 Kilo­gramm 16001700 Mk., von 100120 Kilo­gramm 16001750 Mk., von 120150 Kilo­gramm 16001700 Mk., über 150 Kilogramm 16001700 Mk., Sauen und Eber 13001500 Mark. Die Marktpreise liegen um so viel über den Stallpreisen, als sie die nicht unerheb^ lichen Gewichtsverluste, Spesen und Händler- gewinne in sich schließen.

(Beriditsfaal.

Ein ungetreuer Gewerkfchaftskassierer.

F r a n k f u r t a. M., 10. Jan. Die Straf­kammer verurteilte den Rangierführer Fritz Hüter, der den Posten eines Kassierers der Gewerkschaft Deutscher Eisenbahnrangier­bediensteten bekleidete und in dieser Eigen­schaft diese um 24 000 Mk. schädigte, zu 1 Jahr Gefängnis.

Aus dem Amtsverkündigungsblart.

* Das Amtsverkündigungsblatt Olr 6 vom 10 Januar enthalt: Derwaltungskosten der Erwerbslosenfürsorae. Vergütung für die Vertretung erkrankter oder sonst verhinderter Leh­rer und die Wegvergütung. Aenderung der Ortssatzung über die Benutzung der Gemeinde- viehwage zu Albach. Dienstnachrichten. - Vermißt. Verordnung Über die Einstellung und Entlassung von Arbeitern und Angestellten wah­rend der Zeit der wirtschaftlichen Demobil­machung.

Kunst und Wissenschaft.

* Kunstausstellung. Wie uns der DerbandderbildendenKünstlerin Hessen mitteilt, wird am 1. Februar d. Z. in den Räumen der Kunstgewerbeschüle in Mainz eine hessische Kunstausstel­lung eröffnet, die neben Gemälden, plasti­schen und graphischen auch kunstgewerbliche Arbeiten umfassen soll. Ablieferungstermin ist der 20. Januar. Anfragen und Anmeldun­gen sind an die Direktion der Kunstgewerbe­schule in Mainz, Klarastrahe, zu richten. Dei dem regen Eifer, mit dem sich Mainz in letz­ter Zeit aller künstlerischen Destrebungen an­nimmt, ist ein guter Erfolg der Ausstellung zu erwarten.

Frankfurt a. M.. 10. Zan. CBorfen« stimmungsbild. Tie Börse begann der be­haupteter Tendenz. Ter Verkehr entwickelte sich zögernd. Tas Geschäft trug einen unsicheren Cha­rakter Spekulation unb neuerdings auch Privat- Publikum legen sich im Eingehen neuer Enga­gements Zurückhaltung auf. Dle Stüttmung bes Montanattienmarktes bot heute ein ^ruhigeres Aussehen. Von den führenden Werten stellten sich Harpener, Gelsenkirche. er, Laurahütte Cb?rbcbarj höher. Jndustrieaktien zeigten teilweise em sctwächeres Aussehen. Llllerbings nahmeri b.e | Kurseinbußen nur in wenigen Fällen größeres Ausmaß an. Am Markt der nicht notierten | Werte war die Haltung mäßig befestigt. Benz 64Q.630. Deutsche Petroleum 1550. Mansfelber Kure 20 00020 250. Rastatter Waggons 690 Julius Sichel ca. 830. Hansa Lloyd 34d-345. Der Devisenmartt unterlag nach fester Eröffnung erneuten Schwankungen. Ter Dollar stellle sich auf 170113. Auslandspapiere leicht befefhgt Kali Westeregeln gaben nach ihrer gestrigen Stei­gerung nach. Chemische unb elektrische Papiere menig einheitlich Anilinwerte vorwiegend schwa­cher Neckarsulmer 950. 3m Verlause der Börse setzte sich die Befestigung weiter fort, doch be­schränkten .sich die Umsätze auf einzelne Spezial- papiere. Der Schluß war still bei behaupteter Tendenz. Privatdiskont 4i/2 Prozent-

Gelsenkirch. Bergw..

Harpener Bergbau. 1000,- Oberschl. Eifenb.-D. 731- Oöerschles. Eifenind. 848,60 Phönix-Bergb.- Akt. 020, Bad.Anilin-u. Soda 870,- Höchster Farbwerke. 552,- Allg. Elektt.-Ges. . . 665,- Felten & Guilleaume 1020, - - 575

Rinnen neue f(urse

,^2tiaphIT

Berlin, 10. Han. Börsen st immungs-: b i l"b. Wenn auch die Börse infolge der am r Devisenmarkt während der Vormittagsstunden ein­getretenen kräftigen Erholung, die den Dvllarkurs von anfänglich 166 aus 175 und Holland von 6100 I auf 6450 hob, ein wesentlich freundlicheres Aus- 1 sehen bei teilweise erholten Kursen zeigte, blieben I während des ganzen Verlaufes doch eine gewisse I Nervosität und ausgesprochene Zurückhaltung an-1 gesichts der Unsicherheit über die weitere Gestab tung der Dinge im Zusammenhang mit ben noch zu erwartenden endgültigen Beschlüssen der Kon­ferenz in Cannes bestehen. Das Privatpublikum I hat durch den gestrigen Kurseinbruch sich nicht in > dem vielsach gefürchteten Maße zu wegen lassen. Seine Berkaufsaufträge sind sowohl im Groh- wie im Kassaverkehr nicht allzu bedeu­tend, und Rückkäufe und Deckungen der Börsen- kreise und ihrer Gefolgschaft boten ein Gegen­gewicht. War die Kursbildung somit nicht ganz einheitlich, so überwogen doch bei weitem die Er­holungen, die sich für die meisten Papl^e durch. | schnittlich auf 30 bis 40 Prozent stellten. Erhebliche Besserungen erzielten die gestern besonders emp- I findlich mitgenommenen Werte wie ßauraoutte, Guano, Stöhr, Linle-Hoffmann, Thale sowie Gebr Döhler und Essener Steinkohlen, die um 75 bis 130 resp. 250 Prozent fliegen. Demgegenüber fallen I erneute mäßige Rückgänge, die ihr größtes Aus­maß mit 75 Prozent bei Felten & Guilleaume er­reichten, kaum ins Gewicht. Schiffahrts-und Bank­aktien waren bei unregelmäßiger Kursbildung | wenig verändert. Valutapapiere waren zumeist er­heblicher befestigt. Von Kaliwerten schlossen Deutsche Kali Aschersleben sich der Erholung an. Westeregeln bagegefn büßten infolge beß -auV hörens der bekannten Interessenkaufe 250 Prozent ein. Festverzinsliche Werte unterlagen keinen er­heblichen Kursveränderungen, besonders fest aber lagen österreichische unb ungarische Gvldernten. In den zu Einheitskursen gehandelten Industriepapie­ren scheinen, soweit bei der jetzt beginnenden Kurs- feststellung überblickbar w .die Erholungen den Rückgängen ungefähr die Wage zu halten.

JeLiziner hat sich nur gering vermehrt. Philoso­phie, Philologie und Geschichte haben als Fächer eben Rückgang aufzuweisen. Die Zahl der Theo­logen hat sich ebenfalls erheblich verringert. Auf­fallend groß ist weiter der Zudrang zur Zahn- EjeiUunbe, Chemie und Landwirtschaft. Die Zahl der Mathematiker und Naturwissenschaftler hat ehuS zugenommen. Die der Apotheker ist etwas «funken.

Die Zahl der Zuristinnen ist gegenüber dem ftrnmerfemefter 1914 von 57 auf 618, der Natio- mlLkvnominnen von 128 auf 865 gestiegen. Wäh- rmd es im Sommer 1914 nach der Statistik 979 Nedizinerinnen gab, wurden im letzten Sommer- smrester 2025 gezählt. Theologie studierten 1914 18 Frauen gegen 72 Frauen 1921. Für Zahnheil. Lnde waren eingeschrieben 1914: 38 unb 1921: M Studentinnen. Philosophie und Geschichte luibe 1914 von 1877 und im Jahre 1921 von T25 ötubentinnen belegt. Mathematikerinnen unb Taturwissenschaftlerinnen gab es 1914 733 gegen 912 im Sommer 1921. Die Zahl der Chemikerinnen wchs von 29 (1914) auf 195 (1921), bie der Apo­thekerinnen von 10 (1914) au] 145 (1921). Land­wirtschaft studierten 7 (1914) gegen 49 Frauen Ml.

abhängigen halte.

Nachdem ein Llntvag, der bie Räumung G e - Orgien« durch bie Sowjettruppen verlangt, an­genommen worden war, berichtete Lebe b our über die Arbeit der Programmkommissivn. Das allgemeine Programm fuße auf der Th se, daß Gemeinwirtschaft unb Gemeinsinn Dorbrdingun- gen ber Menfchenwerttmg feien. Der Kern des Programms ist bas politische Manifest, bei besfen Erörterung Ledebour Gelegenheit nimmt, die Frage der Einigung dahin zu be­antworten, daß zwar der Augenblick für den vollständigen Zusammenschluß noch nicht gekom- men sei, weil die Mehrhettssrz allsten h ute noch nicht dem proletattschen Interesse alle anderen unterordneten, daß aber gemeinsame Ak­tionen durbA^i-chit we.deii könTtteii. ilm bfß Diktatur- Problem führte Ledebour einen wahren Eiertanz auf, ohne daß es ihm besser als Dittmann gelungen wäre, ben angeblichen besonderen Diktatur-Begriff ber Unabhängigen positiv zu formulieren. Die Moskauer Gewalt­herrschaft sei keine Diktatur des Proletariats. Die Diktatur, zu der sich die Unabhängige Partei bekenne, verwerfe die terroristische Unterbrüdurg, die etwas anderes sei als die Anwendung von Gewalt. Zu dieser als ^Lberga^mittel bekenne sich bie Unabhängige Partei für ben Fall einer neuen revolutionären Welle, die mit Natur­notwendigkeit kommen werde, ober angesichts von Angriffen der b.'sitzenden Klaffe, die keinen an­deren Ausweg üibeig ließen

In der Aussprache griff Frau Zieh ebenfalls die Koalitionspolitik ber Mehrheits­sozialisten an und trat für bas Manifest ein. Mtt einer Ansprache des Generalsekretärs der französischen Druderpartei, Paul Saure, dessen Ausführungen von dem Elsässer Grumbach verdeutscht wurden, schloß die heutige Tagung. Faure erflärtc, daß seine Partei, wenn auch zahlenmäßig schwach (etwa 100 000 Mitglieder- bafür sorgen werde, daß es der französischen Bourgeosie nicht gelinge, immer wieder Gegen­sätze zwischen dem französischen und dem deut­schen Volke aufzurichten. (F 3 )

L ®geitrohtjJ^ Nachhilfe- Unterricht aas liÄl a Puff*, edir.ang, an den V.«n, EMUAüMlW

iMirhen CBin Iler ?8t|rrxf i Tübingen 'Siraburg

Aus diesen r3n(in in beiden --------- . .

ü9kILe stand. Es folgten München und Leipzig, fischen 3 -5000 Studierende wurden im letzten

9:nirnerfemefter gezählt in Bonn, Breslau, Frank- hut Hamburg, Göttingen, Halle, Köln, Münster :uiü Würzburg. Die lleinsten Studentenzahlen hat- '_o Rostock, Greifswald, Erlangen und Kiel. Zwi- Men 2-3000 Studenten hatten Freiburg, Gießen, .Adelberg, Jena, Königsberg, Marburg und .Lüb Ingen. .

Gegenüber dem Wintersemester 1920 21 ist im :Leuten 0Dmmerfemefter 1921 eine Abnahme der Ziu den t enzah l feststellen für Berlin, ^im, Breslau, Halle, Hamburg, Heidelberg, Zcncr, Kiel. München, Rostock, Tübingen und Mrzburg. Nach den übrigen ällniversitätsstädten -^folgte ein Zustrom bzw. hat sich die Zahl des DDiigen Wintersemesters gehalten. Für Konigs- 6ca lagen die Ziffern des Sommersemesters 1921 wh nicht vollständig vor, so daß sie nur teil- toife zum Vergleich herangezogen werden können.

Die meisten Studentinnen wurden in Satin und München gezählt. Am wenigsten Miauen studierten in Erlangen, Greifswald, Gie- Kiel und Rostock.

3m Sommersemester 1921 bevorzugten die grauen in erster Linie das Studium der philo- ßr?hischen und historischen Wissenschaften (2725), fr Medizin (2225). der Nationalökonomie (865), fr- Rechtswissenschaften (618), der Mathematik id Naturwissenschaften (932). Außerdem studier- tn 72 evangelische Theologie, 304 Zahnheilkunde, IS) Chemie, 145 Pharmazie, 49 Landwirtschaft tri 365 sonstige Studienfächer.

3n der Wahl des Studiums der Männer voll- ^en sich gegenüber 1914 folgende Wandlungen: Rechtsw. Dolksw. Med. Phil. u. Hist.

Sommer 1914 9674 2488 16440 12709

. 1921 20016 10810 16737 12275

Berliner Devisenmarkt.

Geld Brief Geld Dries

Datum: 9. Fan. 10. Fan.

Amsterbam-Rotterb. 6168,80 6181,20 6468,60 6481,60 Brüssel-Antwerpen. 1318,65 1321,35 1388,60 1391,40 Christiania 2622,36 2627,65 274/,25 2752,75 Kopenhagen. . 3321,65 3323,35 3471,50 3478,50 Stockholm 4145,85 4154.15 4360,60 4360,40 Helsingsors 304,65 305,35 324,15 324,85 Italien 729,25 730,75 London 709,25 710,75

Neuyork . . 168,33 168,67

Paris 1383,601386,40 Schweiz .-,.« 3246,75 3253,25 Spanien 2507,452512,55 Wien (altes) . . Deutsch-Oesterr.. Prag Budapest. . . . . Buenos Aires .

10.1.

77,50

88 50 103,-

70,80 400,25 424 - 300,- 290,- 460,-

417,-

3Gu'- 300,- 875,- 685,- 770,- 780,-

762* 850,- 885,- 570,- 550,50

920*- 588,- 586, 482,- 74,-

668,-

ngeboie unter 0333 oii n Vielten« Anzeiger, r-vhil erteilt tüitttoe

Nachhilfe i SranzSm'ch u. Englisch. jcbtihL Angebote unter 358 an den Gien. An». j Otiüotbefenfflüiui nsl.od.LHi)votü.auszul infa. vaer, Oi-Anl Ä

Austausch JiroHt-Swii! jutöe ju Leginn deS n lein, für ni. Sohn einen fus/ausch'Studenten in oft u. i'oniS obnt gegen! rg. 9läbere6 in b. ®e- äflöstelle d. (j>. An». 4M v_;Ber Hun4 üien. Gegen Inserat ebWen abuibolen 337 rudwigilr. 341.

Geldbörse lerloren v. Amtsgericht iliietamtnachAlterwegS. iibzugeb. gegen belohn. M Löweiigalie laj; VereineZl MIM iflnntrtflf lb- ****** j Ubr, im>ivkava!>. SitrnM"11"!

latucheilkuade unt

Elternhaus- 6ablre'-t-er Gesuch de* K-HZL-L ile !W

, 1921 3027

Ein starker Zudrang ist in erster Linie für das BaiMum der Rechts- und Staatswissenschaften und Ötr Volkswirtschaft festzustellen. Die Zahl der

JJSfS | i Mibe

SkiiM Imiversllät ^om6d,9nen jgÄ IX Ä,? *::am

J.wt 1921 nerieftenten ivmgaben uoer ore <jai;i ucl ui w« M**dten 'dniftKriitäten Studierenden betrug diese lW12 rm<.Kdimc|tev 1914 56 691 Studenten und Studentinnen. Hierzu kamen damals 7076 nejujicbc unb 1010 weibliche zum Besuch der ^'2-P.<rsitätsvorlesungen zugelassene Personen Im 'I3^ferfemester 1920.21 wuchs die Zahl der Stu- im i auf 78 194 und der Studentinnen auf 8173.

Sommersemester 1921 brachte einen weiteren r.dfrä, denn es wurden 79 235 männliche und S® weibliche Studierende gezählt. Die hö6)ste ( ber ötubfcrenben, die seit 1914 errercht ilW).., brachte das Sommersemester 1919 mit 0 12*Männern und 8216 Frauen.

In welcher Weise sich die studierenden Man- i *-iab Frauen im Wintersemester 1920/21 und im aerfemefter 1921 auf bie einzelnen deutschen ixrsitätsstädte verteilten, veranschaulicht fol°

Winter 1920/21

Sommer 1921

Studierende

Studierende

männl, weibl.

männl.

weibl.

11 112

1420

10 503

1304

4 498

472

4 332

422

4 742

406

3 682

344

1558

78

1719

81

3 369

406

4151

422

2 888

413

3 403

528

1985

123

1981

131

3 095

325

3 097

293

1421

108

1 455

121

3 244

189

3 014

173

3112

464

3 012

421

2 577

364

2 465

301

2 370

302

2 285

300

1 848

160

1729

139

3 622

414

3 612

522

1 790

205

5 246

368

5 403

390

2 255

331

2292

333

8 601

1058

7 403

897

2 668

321

3 471

391

1242

110

1 044

101

3 078

224

2 623

159

3 589

198

3 347

197

Zahlen ergibt

sich deutlich, daß

Semestern bei

weitem an erster