Samstag, 8. April 1922
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhefsen)
Drittes Blatt
Nr. 84
im
KurS Kurs
1017,501030,
1040.
1036,
Brief
6. April.
1. April.
5652.10
5553,05
Züricher Devisenmarkt.
Wechsel auf
. . 100 51.
e
int die
100 Kr.
100 Kr.
7.4.
1,68
0,86 1.58
17,32
1,30
bet bei
100
100
100
100
1
100
100
100
100
1.7.14.
125.40
59.20
88.80
117.80
88.80
117.80
97.80
125.40
23.80
6446,90
7965 -
575,25 1602,95 1343,30
306,11
2796,50
5950,05
4739,05 4,-
583,25
35,35
107,47
207,20
145,20
4156,50
1801, 1070,
855, 1290,
740, 660, 770, 951, 740,
575, 501,
74, 850,
1,33
3,57
Q3ai).QInilin-u. Soda Höchster Farbwerke. Allg. Elektr.-Gef. . . Felten L Guilleaume Schuaert-Werke. . . Äblerwerke......
Daimler.......
4°/0 Hess. Staatsanl. Electron Griesheim Dtsche. Vereinsbank
6.4.
77,50
97,25
144,25 88,25
458,- 352,- 324,- 327,50 595,- 491,- 348,- 302,- 337,50
1210,-
1,35
3,55
—,33
Datum: Amstd.-Rotterd. Brüstel-Antw. . Christiania . . . Kopenhagen . . Stockholm. . . . Helstngfors. . . Italien.....
London .....
Reuyork.....
Paris......
Schweiz.....
Spanien.....
Deutsch-Oesterr. Prag......
Budapest.... Buenos Aires . Bulgarien . . . Japan'.....
Rio de Janeiro
Datum: Zurich . . . Amsterdam Kopenhagen Prag.... Stockholm . Wien.... London. . • Paris. . . . Reuyork . .
194.40 L66 0.06
9.75
47.-
22.60 27.07
43.55 0.585
514.60
1.55 0,13
760, 673, 780, 978, 735,
530, 510,
74, 852, 239,
Holland. . . Deutschland Wien . . . . Prag Paris London. . Italien . . , Brüssel . . Budapest. Reuyork. . Agram . .
Warschau ,
1040,- 1099, -
1831,-
1185,-
858,-
1326,50
755,-
690,- 780,50 940,-
740,- 523,50
520,-
74,-
850,-
Für die Svzialrentnerfürsorg wilch der Kredit auf 200 000 Mark erhöht.
Für die Umbauten im städtischen Hause Schlohgasse 9 werden 5000 Mark bereitgestellt, cbenfo weitere 1000 Mark für den Ankauf einiger Schuppen. — Die Einrichtung einer Ju-- gendwanderherberge im Erdgeschoss dieses Hauses wird von der Versammlung beschlossen und die hierfür entstehenden Kosten in Höhe von 1600 Mark im Jahre und 4000 Mark ein-
dem Anziehen der Devisen gegen Ende der "Borie etwas fester. .Die Preise für das Getreide sind gegen die Dorwoch.' infolge des Rachgebens bei Valuta weichend. Die billigeren Preise für das Auslandsgetreide drückten daher auf das In landsgetreide. Rach Futterartikeln war nach wie vor starke Rachfrage. Im allgemeinen ttxircn die Käufer zurückhaltend. Cs wurden loco Mainz je nach Qualität der Waren folgende Preise estgestellt: Weizen 1600—1700, Roggen 1200 bis 1300, Hafer 1250-1450, Braugerste 1550-1600, Futtergerste 1400, Inl. Weizenmehl 00 2500—2700, Weizenmehl mit Auslandsmehl gem. 2450—2600. Inl. Weizenmehl Spez. 0 2400 2500, Amerik. Weizenmehl 2600, Roggenmehl 70 Proz. 1675 bis 1825, Weizenkleie ohne Sack 900 - 980, Roggenkleie ohne Sack 900 - 980, Mais 1200-1350, Maischrot 1250 1375. Futtermehl 1150-1250, 3taL Luzerne 6500 —8000, Provenc Luzerne 8000 bis 8500, Ungar. Luzerne 6500—7500, 3tat. Rotklee 8000—8500, Inl. Rotklee 4000—8500, Deutsche Linsen 2600- -2800, Weihe Dohnen 1300—1450, Viktoria-Erbsen gesch. 1700—1900, Viktoria-Erbsen ungesch. 1500-1600, Burma-Reis 11. 2100—2200, Haferflocken 1800 1900, Graupen 1800—2200. Wiesenheu lose 480—500. Wiesenheu gepresst 560 bis 650, Kleeheu lose 670, Haferstroh 210—260,. Roggenstroh 200- -250.
Der Umsturz in Wladiwostok.
Moskau, 6. April. (WTD.) Ans Tschita wird gemeldet: Der Umsturz in Wladiwo- st o k ist vollzogen. Merdllow flüchtete zu den Japanern. An der Spitze der neuen Regierung steht Boldhrej.
6558 75 8689,85
581,25 1617,95 1364,25
310,61 2826,45 6042,40 4755,-
4,05
583,25
35,45
108,72 205,70
147,17 4169,-
Kurs 7. 4.
77,50 97,20
141,60 88,50
446, - 350,50 320,- 325,- 591,- 490,- 344,- 300,- 335,- 1189,-
(3n einem Teil der Auflage wiederholt.)
Die Vorkonferenz der Grossmächte.
Paris, 7. April. (WTD.) Es soll nunmehr est stehen, dass die fünf alliierten Groh machte ohne Hinzuziehung der Staaten der Kleinen Entente vor Eröffnung der Konferenz vo>t Genua eine Zusammenkunft haben werden, bei der drei Punkte geprüft werden sollen: 1. Welches sind die Staaten, die der Einladung Folge geleistet haben, die der Oberste Rat in seiner Sitzung beschlossen hat? 2. Welche Antwort haben sie hinsichtlich der Bedingungen erteilt, die gestellt wurden? 3. Was soll unternommen werden, damit diese Bedingungen erfüllt werden? Begründet soll die Ausschliessung der Kleinen Entente damit werden, dass nur die einladenden Mächte an dieser Vorbesprechung teilnehmen sollen. Frankreich habe geglaubt, dem britischen und italienischen Standpunkt diese Konzession machen zu müssen.
Neue Phantastereien Pvincar^s.
Paris, 7. April. (WTD.) 3n seiner gestrigen Rede in der Kammer sagte Potn- car6 folgendes zur Degründung der 18mona = tigen Dienstzeit: Ich sage, dass wtr gezwungen sind, Rücksicht aus den Geistes- zu st and Deutschlands zu nehmen, wo sich die militärischen Kundgebungen häufen, wo eine Propaganda der Verleumdung und Lüge gegen uns, unsere belgischen Freunde und gegen den Friedensvertrag entfaltet wird. Die Ausführung des Friedensvertrages sicherzustetlen und. unsere Sicherheit zu garantieren, das sind die beiden Punkte, denen sich keine französische Regierung entziehen kann. Ich will nicht die Voraussetzung ins Aage fassen, dass wir eines Tages für b i e Verteidigung unserer Rechte allein st e h e n werden. Wir hoffen wohl, dass der treue Beistand unserer Alliierten niemals fehlen wird, aber die Geschichte und die Geographie zwingen uns zu der gefährlichen Last, auf Vorposten zu stehen. Wenn wir nochmals angegriffen würden, könnten wir dann unsere Mobilisation ohne eine wirkungsvolle Deckung vornehmen, da- mit unser Land nicht nochmals beseht wird? Vergessen wir auch ferner nicht, dass wir auch i m Elsass eine benachbarte Grenze haben, viel schwächer als unsere Grenze im Rorden, bte ebenso auch solide Deckung erfordert. 3 n 15 Jahren i st Deutschland, wie wir hoffen, endgültig entwaffnet. Aber heute ist es das nicht. Z.ml Schluss seiner Rede sagt: Poincare, in diesem Augenblick leiste Deutschland der Reparationskommission Widerstand and suche die Alliierten zi trennen. Diese Haltung beweist uns, dass das Reich seine Riederlage nicht annimmt und seine Unterschrift ableugnet. Ge- stern haben wir im Rheinland ein Dokument beschlagnahmt, bas eine Beleidigung und eine Herausforderung für unsere delgischeri Freunde ist. Ferner wurde deutscherseits eine sogenannte Erklärung der 3 Kriegsverbrecher Bri- and, Lloyd George und Poincars verteilt, die ihr.' Missetaten und ihre Verbrechen eingestehen, nämlich die Verletzung des Friedensvertrages. DaS ist stark! (Der Abgeordnete Andre Fribourg ruft dazwischen: Man hat eine schmähliche Cam pagne gegen die schwarzen Trappen veranstaltet.- Pomcare bemerkt daza: Das ist vollkommen rich tig' Poincarv fordert bann nochmals auf, bet Regierung die Möglichkeit zu geben, so stari ia fein, um eventuell die nötigen Garantien zu nehmen. Der Effektivbestand des französischen Heeres erlaube Frankreich aber nicht, seine Garantien sich zu nehmen. Dieser Effektiv- bestand toürbe vielleicht Deutschland auf den Weg ; der Zurückhaltung bringen. Fragen wir unser
Gewissen, erfüllen wir unsere Pflicht und ver- 1 trauen wir uns selbst! Mit diesen Worten schloss
Poincare seine Rede.
t h e a t e r werden 35 000 Mk. bewilligt.
Es folgen einige Mitteilungen, unter die, dass die Staatsregierung sich schlossen hat, ein Drittel des Defizits Stadttheaters zu übernehmen.
D.-Luxernb.Bergw.. 1080, Gelsenkirch. Bergw.. 1100 Harpener Bergbau. 1850, Oberschl. Eisenb.-B. 1060, Oberschlcs. Eisenind. 850. Phönir-Bergb.-Akt. 1310,
beiführen, vielmehr würden diese aus einem Gartenboden nach mehrjähriger anhaltender Bewirtschaftung sämtlic^n vorhandenen Humus aussaugen und den Boden sandig und durchlässig machen. Leider ist aber guter Stalldünger in kleinen Mengen und in vielen Gegenden überhaupt nicht käuflich zu haben, oder der teure Transport des Düngers in frischem Zustande, macht die Anwendung durch die im Dünger enthaltene Feuchtigkeit (durchschnittlich 70 bis 80 Prozent) unrentabel. Diesem ilebelftanbe abzuhelfen und den Bezug jeder Menge auch für Kieingarlenbesiher zu ermöglichen, wird seit ca. 30 Jahren konzentrierter Rinderdung (gemahlener eiallbung) hergestellt, der alle guten Eigenschaften und Pflanzennährstoffe (Stickstoff, Phos- vhorsäure, Ka.i. Kalk Magnesia) in natürlicher, aber ca. zehnfach verbesserter Beschaffenheit enthält. Er ist lufttrocken und in jedein Gramm sind ca. 3000 lebende Humusbakterien vorhanden, die zur Erzielung und Erhaltung eines Gartenbodens unbedingt erforderlich sind und durch kein künstliches Düngemittel dem Boden zugeführt werden können. 100 Kg. konzentrierter Dünger erseht 1000—1500 Kg. nassen Stalldung vollständig, da jedes Teilchen durch die Zerlleinerung dem Boden nutzbar und von der Pflanze zur Ernährung herangezogen wird.
Kurs
6. 4.
77.50 97,-
145,-
86,50 452.-. 362,- 324,- 330,- 504,- 490,- 34.5,— 301,— 337,-
Pfund 17—18 Mk.
Mainzer Produktenbörse.
Main z, 7. April. Die Börse eröffnete ansangs flaueren Devisen ruhiger und wurde
1040 -
1060 - 1115'- 1860'- 1130*
850 - 1350 -
760 - 700 - 780 - 955,- 750 - 525,- 520,-
74,75 855,- 23*,-
194.30 1.62 0.06
9.60
46.87
22.58
26.85
43.55
0.585
514.50
1.65 0,13
120— 160 Mk. bezahlt. — Butter hatte den Preis von 65—68 Mk. für das Pfund. Margarine hatte in den besseren Qualitäten den Preis von 34 bis
2603,25
5556,95
Strafe: 3 Monate Gefängnis wegen Hehlerei.
3n der Rächt zum 23. März 1919 wurde von dem Schlosser Ldw. W. von Kirtorf ein Jagdhaus in der Rähe von Ehringshausen erbrochen. Dem Dieb fielen 2 Kisten mit Wäsche, Weihzeug und Lebensmittel in die Hände. Er wurde heute erst dafür zu 6 Monaten Gefängnis verurteilt, da er seither flüchtig war.
Ein Händler aus Ober-Mörlen hatte unversteuerte ausländische Zigaretten mit gc» älschten Banderolen int besetzten Gebiet aufgekauft und in der Rähe von Dad-Rauheim ab - gesetzt. Abgesehen von der gegen ihn erkannten, nicht unerheblichen Steuerstrafe war er wegen Zuwiderhandlung gegen die Verordnung über die Regelung der Einfuhr und gegen das Tabaksteuer- geseh angeklagt. Aus Rechtsgründen und mangels tatsächlichen Rachweises seiner Verschuldung muhte jedoch seine Freisprechung erfolgen.
Der Konsumverein von Frankfurt und Llmgegend hatte durch seine Filiale in Vilbel geräucherte Wurst waren verkaufen lassen: seine Vorstandsmitglieder erhielten deshalb Strafbefehle wegen Verstosses gegen § 14 der Verordnung über die Massnahmen zur Sicherung der Fleischversorgung vom 19. September 1920, da der Verkauf von Wurstwaren genehmigungspflichtig sei. Auf ihren Einspruch erzielten sie in 1. Instanz Freisprechung, da >er § 14 a. a. O. nur den Verkauf von „ Frisch- leisch" von einer Genehmigung abhängig mache. Herunter aber Wurstwaren, namentlich in geräuchertem Zustand Glicht zu rechnen feiern Die Strafkammer nahm denselben Standpunkt ein und wies die Derufung der Staatsanwaltschaft zurück
Marknotierungeu. •**
Für 100 deutsche Mark wurden gezahlt:
Sitzung der Stadtverordneten. >
Giessen, den 8. April 1922. ,
Der Sitzungssaal bot gestern insofern ein , neues Bild, als man auf den Plätzen der > Stadtverordneten — auch der weiblichen — fein blank geputzte Aschenbecher angebracht hat. Don nun an kann also gepafft werden. Hofft man auf die versöhnende Wirkung des Tabaks, oder denkt man sich so besser — blauen ' Dunst vvrrnachen zu können? Auf dem Tische der Pressevertreter fehlte die Reuerung, ein.1 UnterlassungSsünde, die hoffentlich Nachtrag, lief) gesühnt wird. — Aus der Tagesordnung ist von allgemeinem Interesse ein Beschluss, nach dem kvir in Zukunft werden noch tiefer als bisher in den Geldbeutel greifen müssen, wenn wir auf der Strassenbahn fahren wollen; dafür bekommen wir von jetzt ab einen Fahrschein überreicht.
Anwesend sind Oberbürgermeister Keller. Bürgermeister Krenzien. die Beigeordneten und 32 Stadtverordnete.
Als 1. Punkt steht auf der Tagesordnung die Anpassung der Gehälter der städtischen Beamten und Angestellten an die Reuregelung der Besoldungen der Reichs- und Staatsbeamten, die in der vom Finanzausschuss vorgeschlagenen Form von der Derscunm- litng genehmigt wird. Einem Teil der Beamten in den unteren Gehaltsklassen — wird ein Vorschuss von 1000 Mark für Verheiratete und 800 Mark für tinüerheiratete bewilligt.
Der Zuschuss zur Gewerbeschule loirb gemäss dem vorliegenden Anträge des 5v nanzausschusses in Höhe von 12 250 Mark für bas Rechnungsjahr 1921 bewilligt.
Dem Vogelsberger Höhenklub wird ein Jahresbeittag von 500 Mark zur Jnstand- ixiltung ber Wegebezeichnungen in der Umgegend Giessens ausgesetzt.
Verschiedenen Baugesuchendes Friedrich Lyncker für Ludwigstrahe 16, der Firma Lamm h. Co. für ihr Grundstück am Aulweg, der Firma Gg. Phil. Gail A G. und des K. Schneider für Schiffenberger Weg 61. erteilt die Versammlung 4hre Zustimmung. Für die Erbauung von Häusern durch den Eisenbahner-HeimstäUen- verein wird ein Vorschuss von 200 000 Mark genehmigt.
Die Kredite für d i e Reinigungsarbeiten in den Stadthäusern usw. werden erweitert.
Die Beträge für die Wohnungsbauabgabe toerben für das letzte Quartal 1921 •auf 10 Pfennig für den Staat und 50 Pfennigs für die Stadt, gerechnet auf je 100 Mark Drand- versicherungssumme. festgesetzt.
Dem öelonomen Go ttmann soll von dem Deck geld für die Du llenhal tun g, das •auf 50 Mark erhöht werden soll, die Hälfte über- lassen toerben.
Da die Verwaltung der städtischen Strassenbahn mtt. einem Des iz i t von über 1 Million Mark wird rechnen müssen, soll der Fahrpreis erhöht werden und .-.war auf 1,50 Mark für eine volle Fahrt, während der bisherige Preis von 1 Mark für eine Teilstrecke von 9 Haltestellen gelten soll. Es sollen weiterhin statt der bis- i'crigen Kastenzahlung Fahrscheine eingeführt werden. 12 solcher Fahrscheine (je 6 für eine volle und 6 für eine Teilfahrt) in einem Hefte vereinigt, sollen 12,50 Mark kosten, die Monatskarten 70 Mark, wobei eine Ermässigung für die städtischen Beamten und Arbeiter auf 35 Mark vorgescHen ist. Die Versammlung stimmt ben Erhöhungen in der vvrgeschlagenen Form zu. Die Dettiebsdeputativn wird ermächtigt, in Zu- tunft die Fahrpreise für die Strassenbahn fest- zusetzen.
Die Zuständigkeit der Direktoren ber städtischen Werke bei Einkauf und Verkauf von Materialien wird vvrschlagsgemäh festgelegt.
Für die Beschaffung verschiedener ©egen» stände für die Dez irkss chule werden 1425 Mark bewilligt.
Ein Gesuch der Lehrer an den Kinderhorten um Erhöhung ihrer Vergütung au 15 Mark für die Stunde wird dem Finanzausschuss überwiesen.
3n die Deputat ion für die Rent- nerfürsvrge wird an Stelle des Stadtv. Dr. Ebel, der abgelehnt hat. der Stadtv. Stimmer entsandt.
6.4.
1,66
0,86
1,55
17,20
1,25
6586,25 8110,15
582,75 1622,05 1367,75
311,39 2833,55 6657,60 4767,-
4,09 584,75
35,55 109,02 206,J0 147,57 4181,-
Fr. 31. Kr. Kr. Kr. Kr. Sh. Fr.
r
Mk. — Kr. — Kr. — Fr. = £ --- L. = Fr. --- Kr. = r =
7.4.
77,50 97.10
142,— 9175
455 - 358 - 318- 326 - 585,- 488 - 339 —
301 - 33»,-
11735,30 11764,70 11535,5511564,45
2616,70 2623,30 2596,75 ------
5637,96 5652.10 F""'
wobei sich das Fnteresse namentlich ober- schlesischen Papieren unter Bevorzugung von Oberbedarf sowie deutschen Kaliaktien zuwandte. Am Einheitskursmarkt scheint die Realisationslust zu überwiegen. Heimische festverzinsliche Werte waren allgemein behauptet. Reichsanleihen schwächer. Konsols weiter anziehend. Auslands- tonten wenig verändert. Besonderes Interesse war für Rumänien von 1890 erkennbar.
Frankfurt a. M., 7. April. Börsen - stimmungsbild. Die Börse stand im Zeichen einer lustlosen Haltung. Die Umsätze waren gc^ ring, und es fehlte auch heute an Aufnahmeneigung. Die grössere Zurückhaltung wird dem näherkommenden Termin der Genueser Konferenz zur Last gelegt. Der Devisenmarkt lag ebenfalls recht unsicher. Der Dollar wurde mit 303 — 296 — 299 — 301 genannt. 3m freien Verkehr konnten nur einige Spezialpapiere regere 2lach- frage aufweisen. Deutsche Petroleum lagen schwä- cher 2050; Rhenania 1000 ; 3nag 540; Julius Sichel 695. Am Montanaltienmarkt waren die Kursabschläge der führenden Werte bescheiden. Gelsenkirchener und Oberbedarf etwas erholt. Auch chemische und Elektrizitätsaktien hatten eine uneinheitliche Preisbewegung. Anilinwerte waren vorwiegend gebessert; Valutapapiere aber uneinheitlich. Die Geschäftstätigkeit erfuhr im Verlaufe mangels jeglicher Anregung keine Belebung. Die Tendenz blieb bis zum Schluss schwach. Pri- vatdiskont 41/2 Prozent.
Frankfurt a M., 8. April. Börsenkurse.
Frankfurt Berlin
Schluss- Schluss- Schluss- Schluss-
Berliner Devisenmarkt.
Geld Dries Geld
Landwirtschaft.
Die Bedeutung des Stalldüngers für den Gartenbau.
Stalldünger ist für jeben Gärtner und Klein- aartenbesiher, der fein Land rationell bewirtschaften will, unentbehrlich, weil nur dieser im= fianbe ist, ben Boden für den Gartenbau durch feine Humusbilbung und Zuführung von Rähr- Uoffen in natürlicher Form geeignet zu machen. Tiefe Beschaffenheit eines guten Gartenlandes lässt sich durch kein künstlich^ Düngemittel her-
Aandel.
Zur Lage in der Zigarrenindustrie.
Aus Fachkreisen der Zigarrenindustrie wird uns geschrieben:
Der in Rr. 82 des „Giessener Anzeiger" veröffentlichte Handelskammerbericht hat in weiteren Kreisen der heimischen Zigarrenindustrie einiges Befremden erregt So sehr die ungeheuerliche teuerliche Belastung und die hierdurch der Industrie entstandenen Rachteile bellagt werden müssen, so dürfte doch die Schilderung (.über die „trostlose" Lage der Zigarrenindustrie als recht einseitig bezeichnet werden. Es besteht allerdings gerade in Giessen die Tatsache, dass eine Anzahl früher sehr bedeutender Firmen der Zi- garrenbrcmche ihre Betriebe wesentlich verlleinert haben und heute nicht mehr im entferntesten die Stellung innerhalb der deutschen Zigarrenindustrie einnehmen, die sie in früheren Jahren behaupteten. Dagegen fehlt es nicht an erfreulichen Gegenbeispielen, die beweisen, dass auch in der jetzigen schwierigen Zeit eine günstige Entwicklung einzelner 'Betriebe durchaus möglich ist. Wir haben gerade in Giessen während des Berichtsjahres erlebt wie eine allangesehene Firma der Zigarrenindustrie sich in sehr beträchtlicher Weise vergröhert hat, wir haben auch mit Genugtuung festgestellt, wie der Anternehmergeist sich durch Reubauten, bauliche Vergrösserungen u. dgl. gerade in jetziger Zeit innerhalb der Tabakoranche auswirkt. Mag der Absatz der Fabrikate im ganzen sich auch verringert haben, soviel steht jedenfalls fest, dass einzelne Firmen im vergangenen Jahre niemals Absatzschwierigkeiten hatten, sondern sogar ihren älmsah — nicht etwa ziffernmässig, sondern der Produktton nach! — sehr erheblich steigern tonnten. Es wäre durchaus verfehlt die Lage der Zigarrenindustrie in rosigstem Lichte zu malen, es muss aber doch schon um des Rufs unserer altbekannten Giessener Zigarrenfabrikation gesagt werden, dass eine Reihe von Firmen es wohl verstanden haben, die Schwierigkeiten der Zett erfolgreich zu überwinden und mit den in hoher Blüte stehenden Firmen Hamburgs, Westfalens und Mannheims usw. in Wettbewerb zu treten.
Märkte.
Frankfurter Obst- und Gemüsemarkt.
Saturn:
5% Dtsch. Kriegsanl. 4°/0Stfd). Reichsanl. 3°/g Dtsch. Reichsanl. 4°/a Preuh. Konsols Hamburg-Paketf.. . Norddeutscher Lloyd Eomm.u.Privatbank Darmstädter Dank . Deutsche Bank . . . Disconto-Gesellschaft Dresdner Bank. . . Mitteld. Creditbank. Rationalbank f. D. . Doch. Gussstahlwerke Bud.- Eisenw.» Akt..
7. 1. 6. 4.
Schweizer Franken
37,50 Mk. Eier losten bei reichlichem Angebot
4,25- 4,40 pRI. Ziegenlammfleisch kostete !~
dar- ent= des
6463,10 7985.-
576,75
1607,05
1346,70
306,82 2803,50 5964,95 4740, 5
4,04
584,75
35,45
107,77
207,80
145,60
4168,50
mc. Frankfurt a. M., 7. April. Mit Frühjahrsprodukten aus dem Frankfurter Gebiet war der heutige Markt etwas besser beschickt. Der Grosshandel brachte wiederum reichlich Spinat heran 'Sie Preise zogen durchweg an. Beim Grosshandel kostete der Zentner Kartoffeln 270 bis 310 Mark; Spinat 480—500 Mk.; Weisskraut 400 bis 550 Mk.; Gelberüben 350—560 Mk.; Zwiebeln 650—700 Mk.; ital. Salat in Gebinden Pfund etwa 18—20 Mk.; Meerrettich Pfund 13—14 Mk. Bei Erzeugern wurde der Zentner Spinat mit 550—600 Mk. bezahlt. Schmalzttaut kostete per Pfund 24 Mk.; Lattich 28—35 Mk.; Kopfsalat die Staude 8—10 Mk.; wauerampfer Pfund 14—16 Mk.; Radieschen das Dündelchen 2,30— 3,50 Mk.; Sellerie der Kopf 1,50—4 Mk. und Lauch das Stück 1—1,50 Mk. Das Angebot von Flussfischen war schwächer; das Pfund kostete 13—22 Mk.; Seefische 5—12 Mk. Lebende Gänse wurden das Stück zu 240 —260 Mk.,^. Hühner zu
malig für die Einrichtung bewilligt.
Zur Defchaffung von Anschauungs- gegenftänben zur Bekämpfung ber Geschlechtskrankheiten werden 2500 M. ausgesetzt.
Der Jahresbeitrag an die Elisa- beth-Kleinkinderschule wird auf 1200 Qltarf erhöht, desgleichen der Beitrag für die Zentrale für Mutter- und ©äug« l ingsfürsorge in Darmstadt auf 12500 und 34 220 Mark; eine weitere Fürsvrge- schwester, insbesondere für Schulpflege, wird dafür angestellt.
Zur Deschaffurrg einer Lichtbatterie für die Rvtbeleuchtung im Stadt-
Berlin, 7. 2st)ril. (Wolff.) Börsenstim- m u n g s b i l d. Die DeviseTrpreise setzten vormittags ihren Rückgang weiter fort, so dass der Dollarkurs bis unter 300 wich, zogen aber während der Börse wieder an. Diesem nervösen Au und Rieder konnte sich auch heute der Effekten markt nicht garrz entziehen. Die Geschäftsunlu und Zurückhaltung hielten schon aus den gefter bargelegten Gründen an und spielten sich in der Hauptsache zwischen der berufsmässigen Spekulation ab. Dieses nahm in einigen Devisenpapieren die üblichen Deckuncxrn zum Wochenschluh vor, so dass bei nicht einheitlicher Kursbildung die Grundstimnning immerhin als fest zu bezeichnen war. So kam es, dass erneuten Kursrückgängen von 20 bis 30 Prozent, bei einigen Montanwerten sogar von 50 Prozent, in der Mehrzahl Kurserholungen in ungefähr dem gleichen Ausmass gegenüberslanden. Die Befestigung setzte sich auch weiterhin fort, so dass ein Teil der anfängl chen Rückgänge ausgeglichen wurde,
Gießener Strafkammer.
Giessen, den 4. April.
Der Metzger Jean Schl, von Engelrod hatte August 1920 grössere Mengen Speck, ... dem Mehgermeister Ringshausen in Ridda gestohlen worden waren, ab sehen helfen und einen Tell des Erlöses für sich behalten.


