Ausgabe 
7.1.1922
 
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Samstag, 7. Januar 1,922

Eichener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen)

Ttr. 6

Zweites Blatt

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nicht Der Mörder tfi.

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bring auch eine staatswissenschaftliche Vorbil­dung besitzen und eine Erweiterung und Ver­tiefung ihrer Kenntnisse auf vvlkowirtschaft- lichem und juristischem Gebiet erstreben. Das Programm für die Vorlesungen und Besichti­gungen wird Ende Februar erscheinen. An­meldungen zur Teilnahme sind an die Ge­schäftsstelle Berlin W. 56, Schrnkelplatz 6, zu richten.

juchen'^ fragte ersten Schnee."

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Sraru- und : ixoiireldicn t8 am (riabe Mseuusttra

durch wird zugleich ein Ausschnitt des Lebens gezeigt, der der Photographie einen neuen Reiz ve. leiht und ihr viel von der Eintönigkeit nimmt, die sie durch die ständige Wiederholung derselben Stellungen bekommen hatte.

Während T. sprach, drehte er ein Stück Papier in der Hand ferum, das ausiah, wie ein Telegramm. Fragend blickte der Kapitän da-

Augen wiedererkenne."

Wenn Doktor Flodin wo wollen Sie ihn dann Kapitän.

.Ich warte auf den widerte T.

linder. Don einem Abnehmen fec

id), eine ähnliche stille und rätselvolle TertoJp- ferung aas einem Paar Augen strahlen sehen .Wer- war es, der so bli Jte ?" fragte b-r Kapitän leise und eindringlich als forsche er nach

erge.

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nach hin.

.Es ist ein Telegramm aus Kopenhagen, das den Doktor Flodin betrifft." fag'e T.

.Haben <5;e es noch nicht aufgegeden, dort unten nach ihm zu forschen?" fragte der Ka­pitän.Ich meine, Sie sollten lieber hier in der Gegend nach ihm suchen."

T. gab leine Antwort, aber er reichte dem anderen das Telegramm. Es war darin kurz and bündig mitgeteilt, Doktor Flodins Leiche sei bet Dragör gefunden worden. In seiner Tasche habe man unter anderem einen Fahr schein des Führ- bovtes gefunden mit dem Stempel fe3 Tages, an dem man ihn hatte über Bord springen sehen.

Das Telegramm fiel dem Kapitän aus der Hand und flatterte za Boden. Wie vernichtet starrte er den Detektiv an. Sein Erstaunen sch'.en mit einem Male dem Schrecken Platz zu machen, und eine eigentümliche fahle Blässe zog tote em Hauch über fein Gesicht.

T. ging auf ihn za und legte ihm die Hände auf die Schaltern. u o

.Darf ich Ihnen einmal in die Augen sehen? ^^Der Kapitän schlug seine Augen nicht nieder.

Ihre Augen haben einen seltsamen und liefen Ausdruck," sagte T. .Schon einmal habe

Spuren im Schnee.

Roman von Sven Elve st ad.

Ermächtigte älebersetzung.

32. Fortsetzung. (Rachdruck verboten.)

Ter Kapitän trat einen Schritt näher, älnd nun sah er über der Rückenlehne des Stuhles etwas Weißes gleichsam in der Luft schweben. Das war die Glatze eines Mannes.

And nun hörte der Stuhl auf zu schaukeln, u«d der Mensch, der darin gef<f,en hatte, er­hob sich.

Es war nicht der Doktor.

Es war T.

Aber merkwürdigerweise war der Kaptan üter das plötzliche Auftauchen des Deteravs , keineswegs erstaunt. Es war ihm, als hätte er Die ; Gabe, überrascht ober verwundert zu sein, bollig : verloren, als wandere er schon lange Zeit durch . eine neblige graue Welt, in der alles^ was £ geschah, hinter einem lichtdämpfenden Schleier 2 Vor sich ging, und in der nichts deutlich zu hören und zu sehen war.

Der Detektiv grüßte ihn mit einem etgen- 1. tümlichen Lächeln.

Haben S e wirklich gemeint, eS |ei Doktor Flodin?" fragte er.

,3a," antwortete der Kapi an.Ich fand seinen Pelz und seinen Hut draufen im Flur. Es war gerade, als sei der Tote gekommen, habe im Flur abgelegt und sei in die Stube gegangen?

-rauet;

längen.

iar 1922.

' Montag, den H 0241

Schöffengericht.

Gießen, 6. Jan. 1922.

hingen gutmütig verlausen.

Londorf, 6. Jan. Die Hessische Landes-Wanderbühne kommtl Rach langen Bemühungen und Versuchen ist es der Zentralstelle zur Förderung der Volksbildung und Jugendpflege gelungen, eine eigene Hessische Landes-Wanderbühne ins Leben zu rufen, die ernste und heitere dramatische Kunst bis in die abgelegensten Winkel unseres Hei­matlandes tragen wird. Diese Bühne ist mit künstlerischen Kräften und mit technischem Apparat so ausgestattet, dah chre Leistungen hohen Anforderungen genügen können. Sie braucht den Vergleich mit gar manchem feut- chen Stadttheater keineswegs zu scheuen. Schöne reizvolle Bühnenbilder, einwandfrei nach Beleuchtung und bildnerischem Geschmack, und künstlerische Spielweise bei sorgfältiger und anspruchsvoller Regie, dazu ein abwechs­lungsreicher gehaltvoller Spielplan, der Bil- dungs- wie Unterhaltungsbedürfnis verständ­nisvoll berücksichtigt, das ist es, was die Hes- ische Landes-Wanderbühne bringt. Am hie- igen Ort kommt zur Aufführung: Am 11. Ja­nuar, abends 8 Uhr,Zur Stadt Giehen": Die Laune des Verliebten" von Goethe, hier­auf:Der zerbrochene Krug" von Heinrich von Kleist.

A Aus Oberhessen, 6. Jan. Das Regen- und Schneewetter, das seit Ende Dezember eingetreten ist, hat es fertig­gebracht, das) wiederalle Bächlein fliehen", die seit einem Jähre ein kümmerliches Dasein fristeten. Früher reihende Flüßchen des Vogelsberges waren dem Vertrocknen nahe, und besonders schlimm waren die Müller dar­an, die oft tagelang stillhalten muhten, um wieder mahlen zu können. Jetzt klappern überall munter die Mühlen. Wasserleitungen und Brunnen, die nur noch spärlich Wasser lieferten, haben wieder reichlich Wasser, und die Bewohner mancher Dörfer brauchen nicht mehr das Wasser der Bäche in Fässern zu holen. Die Hauptsache aber ist, daß der Boden die so dringend nötige Winterfeuchtig­keit erhalten hat, so daß der Landwirt und Viehzüchter mit Hoffnung und Zuversicht dem Frühling entgegensetzen kann. Sein Vieh ist vor der größten Rot bewahrt. Die Schnee­decke schützt die junge Saat, die bis jetzt einen guten Stand zeigte, vor dem Froste.

Kreis Wetzlar.

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einem Geheimnis.

Es war ein Kind," antwortete 3L, nack" denklich in seiner Erinnerung suchen). ein Kind," wiederholte er,ein Kind.

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Luft," sagte er.

3a, stimmte T. bei, während er ans Fenster ging und hinausschaute.Es sieht aus, als ob nun endlich der Schnee kommen wollte. Ich warte Darauf.

Worum warten Sie darauf?" fragte der Kapitän.

Der erste Schneefall wird mir den Beweis bringen," antwortete T.

Hoben Sie sonst alle Glieder der Kette beisammen?"

3a, so einigermaßen. Einige fehlen mir noch" So ist es mir ein Rätsel, wo die Mord­waffe, der Dvlch. hingekommen ist."

Ich denke, der Dvlch ist dort, wo der Mör­der ist," sagte der Kapitän.

T nickte und schaute dem anderen neugierig und ernsthaft in die Augen.

Schule, seit Jahren die stärkste einklassige Schule des Kreises Schotten, wurde jetzt zum Segen der Schüler und der Gemeinde in eine zweiklassige Schule umgewa i deck er

zweite Schulsaal konnte ohne große Schwie­rigkeiten in dem vor einigen Zapren hvu ^r- prächtigen Schmhause untergebracht

Gießen, hält am 4. und 5. Februar in der Turnhalle des Gymnasiums eine allge­meine Kaninchenschau ab. Die Aus­stellung umfaht Kaninchen aller Rassen sowie Erzeugnisse und Gerätschaften, welche mit der Kaninchenzucht in Verbindung stehen. Der Provinzialverband oberhessischer Kaninchenzüchter halt am 22. Januar Im HotelHopfeld" seine Hauptversammlung ab. Dabei wird unter anderem die Provin- zial-AuSstellung für 1922 vergeben.

Landkreis Gießen.

A Grvßen-Llnden, 6. Jan. Einen frechen Ueverfall auf einen friedlichen Radfahrer verübten letzte Nacht drei ver­mummte Gestalten auf der Landstraße zwi­schen hier und Klein-Linden. Als der Rad­fahrer langsam die Höhe von Großen-Linden herauffuhr, sprangen plötzlich zwei Kerle aus dem Walde auf ihn los; der eine faßte ihn am Arm und riß ihn vom Rade herunter. Auf die wiederholte Frage des Radfahrers, was sie von ihm wollten, gaben die Strolche keine Antwort. Erst als der Radfahrer den Revolver zog und erklärte, er würde schießen, verschwanden die drei in den Wald.

e S t e i n b a ch, 6. Jan. Der seit einigen Tagen hier bestehende Alice-Frauen-Verein ist aus diesem Verbände ausgetreten und hat sich alsE v. F r a u e n g r u p p e" dem Ver­band der Ev. Frauenvereine in Hessen ange­schlossen. Der Verein, der in letzter Zeit an Mitgliedern zugenvmmen hat, halt seine mv-

gcfdjloten werden mutzte. Es fehlten 46 Schäl- ' ÖUx-A ist

Beide schwiegen nun

Fenster hinaus. Schon waren auf den hartgefro­renen Wegen die ersten Schneeflocken zu sehen. Der Schnee fiel immer dichter, und die Dunkel' heit nahm zu. Die verschlang Die fernen Höfe, Feldwege und Hügel, die sonst zu sehen waren. Aber das dichte Flockengewinmel braunen warf einen weißlichen, geheimnisvollen Lichtschein durchs Fenster herein, in dem die Gesichti de< beiden Männer in unheimlicher Bläste leuchteten. Es entstand eine lange Paule, wählend der acibfl in die zunehmende Finsternis hinausstantcn, als erwarteten sie etwas Geheimnisvolles und Un­erklärliches das aus dieser Finsternis Heraus*

Kirche und Schule.

All endors a. d. Lahn, 6. 3an. Die Grippe tritt hier so heftig cmi, Dah Di-* Schule

rt^rupve Wehen, nntaa den 8., »r» Uhr, bei Kamerad Ä",ßoller-«ee: rtrae bei WEN' ^-Mde-mdandeS iomerad Hoth, «gust

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abends v uv

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erstenmal Dem Tode grgenüb.rsrand.

dieselbe Verwunderung, die ich nun In Ihren

natlichen Versammlungen zur Zeit, da ein, B e r l i n veranstaltet, wie im Vorjahre, im geeignetes Lokal fehlt, im Pfarrhause. Jeden Frühjahr 1922 19. April bis 10. Mai 1. und 3. Donnerstag abend im Monat ist hier I einen Lehrgang, der für Personen be- Die Grippel stimmt ist, die neben der allgemeinen Bil-

Septernber 1921 erschien in dec hiesigen Oberhessischen Volkszeitung" un.ee der Heber sch ickD e r Adjutant d e r M o r d- zentrale in Gießen" ein Acki.el, inhaltlich dessen der frühere Heidelberger Pri­vatdozent Arnold Rüge. der alsAd­jutant des Hauptes der deutschnackonalen und deutschvilischen Verschwöre s.ppe" sich a s einer der ^auptbeteiligten an Dem geplanten ttmsturz D-er refUuliraniid;en Staatssvim entpuppt habe, verhaftet, nach f<iaer Vernehmung ab:r Mie­der freigelassen worden sei. Im An­schluß hieran wurde darauf hingewiesen, dah das derselbe Herr Rüge sei, der auf Deranlas- sung der hiesigenDeutschvölkischen" und ihres Vorsitzenden Oberlehrer Dr. Lenz fe>r ge­raumer Zeit hier eine seiner berüchtigten anti­semitischen Brandreden gehal en Hobe, und daß die hiesige Ortsgruppe des Deutsch ockischen Schuh- und Truhbundes wahrlich etwas naher beaugenscheinigt" weben sclste Ober:eh er Dr. Lenz hatte wegen die es Artikels gegen Den da­maligen stellvertretenden oeranttoor'liefen Re­dakteur Privalllage wegen D-IeiN.ung er­hoben. Letzterer wu de Darau.hin zu einer Gell­st rafe von hundert Mark und den Kotten dis Verfahrens re ur.eilt. Auch wurde dem Privat llüger Die Befugnis zugesprvchen. Den entscheiden- Den Teil des Urteils in DerOberhessischen Volls-

Strick- und Aähabend. Die Grippel herrscht hier sehr stark. Vielleicht Vierfünftel der Bevölkerung ist daran erkrankt. Die Schule, die gestern ihren Anfang nehmen sollte, wurde auf ärztliche Anordnung wieder bis auf wei­teres geschlossen. Bis jetzt sind alle Erkran-

treten sollte.

(Fortsetzung folgt)

Aus Stadt und Land.

Gießen, den 7. Ian. 1922.

Pliotoqrnphic-Moden.

Wenn man heute alte Phvtvgraphiealbrn durchblättert, so tritt einem daraus der Lebens­stil Der na er Vergangenheit so leibhaftig ent­gegen, wie aus Gemälden die Mode fernerer Zeiten. Wohl glaubte man mit dem Lichtbild eine naturgetreue Wiede rgaoe zu bieten, bei der die subjektive Leistung des Künstlers nicht in die Erscheinung tritt, aber auch in den Photo­graphien macht sich die geschichtliche Stimmung in unzähligen Einzelheiten Der Anordnung und des Milieus geltend. Auch hier wirkt die all­mächtige Mode mit, und von Zahrzehnt zu Zahr- zehnt verändern sich die Formen, in denen die Auf genommenen erscheinen, nicht nur in der Klei­dung und in der Zimmereinrichtung, sondern auch In Dec ganzen Ausmachung. In letzter Zeit be­schränkte man sich meist Darauf Photographien herzustellen, bei denen andere Gegenstände aus- geschaltet waren. 3etzt aber wird es wieder modern die ilmtoclt mit in die Ausnahme hinein- zubeziehen und das Einzelwesen ofer ganze Grup­pen im Zusammenhang mit der Wohnung zu zeigen. Besonders bei Kinderbildnissen und bei Familienporträts wird das immer mehr ver­langt. Man photographiert Den Säuglings in der Wiege, während sich die Mutter zärtlich über ihn neir-t; man zeigt das Kind im Kinderzimmer

ra. Wetzlar, 6. Jan. Der Kreis Wetz­lar hat bedeutende W a l d b e st ä n d e, die 41 Prozent der Gesamtfläche einnehmen. Der Staatswald umfaht allein 1553 Hektar. Die Gemeinde-Oberförsterei Wetzlar I ist 5155 Hektar, die Gemeinde-Oberförsterei Wetzlar I. 5973 Hektar, die Gemeinoe-Oberförsterei Braunfels 6815 Hektar groß. Dazu kommen noch die ausgedehnten fürstlichen Waldungen. Die Holzfällungen wurden bis kurz vor dem Kriege nur durch Gemeinderecht besitzende Ortseinwohner ausgeführt. Jetzt aber werden diese Arbeiten in den meisten Orten au Akkord erledigt.

ra. Wetzlar, 6. Jan. Der Z tveckg- vereinvom RotenKreuzfürdenKreis Wetzlar zählt jetzt nur noch 457 Mitglieder gegen 556 im Vorjahre. Leider übersehen viele, daß der Verein nach Kriegsbeendigung umfangreiche Friedensarbeiten zu erfüllen hat. Bis jetzt sind 27 Ortschaften mit Sanitäts- schränken ausgerüstet, den für das laufende Geschäftsjahr 1921 bewilligten Schrank er­hielt die Gemeinde Hohensolms.

ra. 06 er EU» en (Kr. Wetzlar), 6. Jan. Die Firma Meguin A..G. hat die ehe­malige Marmorplattenfabrik käuf- l i ch erworben, um einen Teil ihres Butzbacher Betriebs nach hier zu verlegen.

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♦♦ DaS Hamstern Der Geldmünzen. Allenthalben werden eben von den Leuten Die Fünfzigpfennigstücke aus Aluminium gehamstert und zurückgehalten, Da man sie für wertvoller hält wie Papiergeld. Wie unsinnig diese Ham- terei ist, beweist Der tatsächliche GelDwert Der Münze, Der höchstens 4 Pfennig beträgt

Größe und Gewicht der Post - {arten. Es wird von neuem darauf hinge­wiesen, daß Postkarten im Inlandsverkehr die Größe von 15,7: 10,7 cm nicht überschreiten und nicht mehr als 8 Gramm wiegen dürfen. Größere oder schwerere Postkarten unterliegen :>r Briefgebühr und werden mit einer Nach­gebühr in Höhe des an der Freigebühr für einen einfachen Brief fehlenden Betrags be­legt. Diese Nachgebühr beträgt vom 1. Januar an z. B. im Fernverkehr 1,50 Mk. Postkarten im Auslandsverkehr dürfen nur 14:9 Zenti­meter groß sein.

Wahlen der Vertrauens­männer zur Angestelltenversiche­rung. Auf die morgen in der Bürgermeisterei, Garten st . ?, Ecke Süd-An age, Zimmer Nr. 16 stattfindenden Wahlen, in der Zeit von vor­mittags 1012 Uhr und nachmittags von 35 Uhr sei hiermit nochmals hingewiesen.

** Das Länaerwerden der Tage wird im Volksmund durch folgendes Sprüch­lein angedeutet:Der Tag um einen Schritt, zu Neujahr vorwärts tritt, und am Dreikönigstag (6. Zanuar) um einen Stundenschlag". Und in der Tat beginnen jetzt die Tage bereits merk­lich länger zu werden. In der ersten Hälfte des Monats Januar nehmen die Vormittage um sieben Minuten, in der zweiten Hälfte um 21 Minuten zu, die Nachmittage in der ersten Hälfte um 19, in der zweiten um 29 Minu­ten. Die Nachmittage sind während des gan­zen Monats länger als die Vormittage, in der ersten Hälfte beträgt der Unterschied 8, in der zweiten Hälfte deS Monats 28 Minuten, ra.

* Zagdergebniffe. Ein sehr ein» ttäglicheS Geschäft stellen in diesem Jahre die Jagden in Oberhessen und den angrenzenden preußischen Gebieten dar, die allenthalben eine sehr reiche Beute liefern. Das gute Er­gebnis in diesen Jagdrevieren ist vor allem darauf zurückzuführen, dah die Jäger, die in der Kriegszeit und auch noch später sehr ab­gewirtschafteten Jagden durch eine vernünf­tige Schonung der Bestände wieder voll au die Höhe gebracht haben. Bel der enorm raschen Vermehrung der Hasen ist eine He­bung der Jagd leicht zu bewerkstelligen, ra.

A Kaninchenzucht Der Spezialllub der Germania-Silber-Züchter, Zweigstelle

Nothilse für hessische Volks-, § chul- und Arseiterbibliotheken

Man schreibt unö:

Die Rot Der Zert droht nicht nur in unser drrtlchastllches Dasein herein. Sie lastet schwer «uch auf unserem gesamten geistigen Leben, sie jefäbrbet unsere Kultur, sie erdrosselt viele Wert- Polle Organe der Bildung und geistigen Ver° «Mung. In besonderem Maße haben darunter in|oe Büchereien zu leiden, die großen sowohl die insbesondere auch die kleinen, deren ganze tzkistrnz geraoezu in Frage gestellt ist. Wir brauchen aber Büchereien, wir brauchen fte heute dringender als je; wir brauchen sie als mveilässige Nährcplellen aller guten und auf- baueaben Kräfte: wir brauchen sie vor allem ,uch feshalb, wril weite Kreise heute außerstande s |lnb, sich selbst die Bücher anzuschaffen, deren jlc zu ihrer geistigen Nahrung bedürfen. Zedes Bon zur weiteren Kennzeichnung dieser Not­lage ist überflüssig: sie besteht und ihr muß ab- geholfen werfen. Die Zentralstelle zur Förde- mng der Volksbildung und Iugendpslege in Hessei will getreu ihrem Programme auch diese Abhilse in Gang setzen. Ihre Mittel jind allerdings sehr beschränkt, aber soweit sie re ich m, ist sie zu tätigem Einspringen entschlossen. Zunächst will sie Da helfen, wo die Not am dringlichsten ist. Um diese Dringlichkrit beurteilen ju men, muß sie ein klares Bild von der Lage der em^lnen Büchereien haben. Es werden des­halb alle Volks-, Schul - und Arbeiter­bibliotheken, die glauben, eine solche Not- Hilfe beanspruchen zu iönnen, gebeten, sich bei betZentralstelle zur Förderung der Dolksbildr^ng und Iugendpslege in Hessen, Darmstadt, Wilhelminen- ftraße 3" zu melden, mit der Angabe, welche Düchrreien bisher am Orte bestehen, wie sich ihre Leserschaft zusammenseht, unter welchen Bedin­gungen ausgeliehe^r wird, wieviel Bände etwa borhanden sind, und welcher Art dieser Bestand ist: wer die Bücherei leitet, und welche Gewähr für eine gute Weiterführung der Bücherei ge­geben werfen kann. Desgleichen wird gebeten, fnzugeben, über welch: Mittel die Bücherei ver» igt (etwa durch älnterstühung der Gemeinde) und ob besondere Schädigungen durch den Krieg und die Notjahre ein getreten sind. Die Nothilfe ist geplant in Form von Zuwendung von Büchern und Düchereimaterial. Die einzelnen sich melden­den Büchereien werden deshalb aebeten, hinzuzu- fügen, welche Bücher, oder welche Art Bucher dem Leiter Der Bücherei als besonders wünschens- toeri erscheinen.

Dle Vereinigung für staats- Wissenschaftliche Fortbildung zu I zeitung" bekanntzumachen.

unter seinem Spielzeug. Sind mehrere Kinder auf Dem Bild, so werden sie so gruppiert, daß man ihre Größe genau erkennen Fann; dadurch toird eine hübsche Erinnerung für das verschiedene Alter der Kleinen geschaffen. In letzter Zeit toecDen auch Familienportrats, in denen die ein­zelnen Mitglieder maler.sch g uppiert sind, wieder diel gemacht. Man seht die Familie so, dah ein Idyll am häuslichen Herd" herauskvmmt. Vater und Mutter nehmen am hellbrennenden Kamin Platz, während die Kinder sich zwanglos um sie herumstcllen, alles umspielt von den leuchtenden I Flammen, Die in der Photographie möglichst naturgetreu angefeutet werden. Die erwachsene ; Tochter läßt sich am Klavier aufnehmen, der junge

Mann, wie er mit seinem Hund spielt usw. Da-

Waren Sie nicht erstaunt über Ihre Ent-1Den Mörder habe ich gefunden, aber nicht Deckung?" Den Dolch," sagte er.Den soll mir Der erste

Olein antwortete Der Kapitän, ohne sich j Schneefall finden fellen." über die Frage aufzuhalten.

Ich bin's gewesen, Der feine Sachen geholt hat," erklärte T.Sie wissen, Die Wi we ist gleich nach Dem ilngl -cfSfaU von hier abgercist. Tie Sachen 7inD von Malmö hierher geschickt wor­den und lagen seither auf Dem Bahnhof. Ich war Der Ansicht, man sollte sie In Verwahrung nehmen und sie weiterschicken sie jedenfalls nicht einfach auf Dem Bahnhof hängen lassen. Tas ist Die ganze Geschichte."

Ter Kapitäir nickte.

Heute haben wir eine schwere und druckende

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>, 4 Uri nach!».: chnaGsmr Pbiloiovbknwlild. , Ter Vorstand.

noch nichts zu merken. In manchen Haisern liegen ganze Samdien Darnufer.

x Wieseck, 6. Jan. Im Jahre 1921 wurden in der evangelischen Gemeinde ge­tauft 67 Kinder gegen 88 in 1920; Ion- irmriert wurden 86 Kinder (79); getraut Dürfen 40 Paare (48) und kirchlich beerdigt 42 Gemeinfeglieder (31); Abendmahlsgäste waren es: 464 männliche (422) und 1063 weib­liche (1068).

A Saasen, 6. Jan. Nur noch 15 Kin­der von 76 Schülern kamen gestern zum Unter­richt, deshalb mußte die Schule vorläu- ig geschlossen werfen. Die Grippe greift dauernd weiter um sich.

e Steinbach, 6 Han. Im abgelau« jenen Zähre wurden hier 22 (29 in 1920) Kinder geboren und ebensoviele getauft, kon'lr- miert 34 (23) Kinder: Eheschlie ungen und Trau­ungen fanden 9 (11) statt. Geitorfen unö kirch­lich beerdigt wurden 9 (19) Personen, Darunter 7 Personen zwilchen 70 und 80 Fahren An Opfern und Kollekten, milden Gaben unö Sammlungen für Die christliche Liebestätigkeit gin» gen ungefähr 3000 Mk. (1920 etwa 1500 Mk.) ein. Auch wurde ein Wagen voll Lebensmitteln mandj-eclei Art dem CvangeU Schwesternhaus in Gießen zugeführt. Zum hl. Abendmack ßi g:n 1423 Personen (1347 in 1920). Ter Ki chew besuch ging gegen 1920 ganz bedeutend in die Hohe. In Albach tour Jen 1921 geboten und getauft 4 Kinder (1920 = 6), konfirmiert 14 (4). Eheschließungen und Trauungen fanden 2 (4) stakt: gestorben und kirchlich beerdigt wurden 3 (8) Personen. Zum hl. Abrndmahl gingen 519 (490) Personen. Der Kirchenbe uch weist ebenfalls eine Zunahme gegen das Vorjahr auf. An Opfern und Kollekten, milden Gab.m unö Sammlungen gingen ungefähr 1400 Mk. (950) dit e. Burkhards, 6. Jan. Die hiesige