Orttfcmung über die 'Serrui toage der Deinem de TUinl
Inrolti in
re fest« Stellung in Mainz
ergiebig und wohlschmeckend
ree vvr auf den
etangenTüb. Gefunden. verloren. Aenverung der Ortffar)img über die Benutzung der Gemeindevied-'
Gietzeuer Str«fkammer.
Gieften, 1. Dez.
Vermachtes.
®me «ngewöftaliche BttrL^srei entdeckt.
'S e r I i n, 5. Dez. (WTB.) Der Kriminal- Polizei ist eS gelangen, den Urheber eines ungewöhnliche» Betrugsmanövers
zu. haft er von Hause in den nächsten Tagen Geld erwarte Auch schrieb er ro«t ‘Briefe In seine Heimat, die natürlich nie an einen Empfänger ausgehändigt lvvrden sind, weil sie eine fingiere Adresse trugen, die der Holländer deshalb schreiben muhte, weil seine Eitern nicht gut anders heihen konnten als er selbst, und weil er einen falschen Flamen führte. Eines Tages fuhr Tüllen mit seiner Braut nach 2 a u t e r b a dj, n>o bie Bcr- lobungSringe gekauft werden sollten. Dort hatte er weniger Glück. Zwar war eine Kusine der Braut nicht abgeneigt, ihre Ersparnisse für den Ankauf der "Ringe zur Verfügung zu stellen, sie wurde jedoch von etwas gewitzigteren Leuten davon abgehallen. Auf der Bank wollte Ballen sich einige Tausend vorschieben lassen auf 530 Gulden, die die Dank in Lauterbach von einer holländischen Dank sich überweisen taffen sollte. Die Dank erfuhr natürlich schnell, daft die holländische Bank einen Kunden mit dem Rainen des Angeklagten überhaupt nicht kannte Geld hat sie dem Angeklagten natürlich nicht gegeben. Au h in dem Geschäft, in dem Ballen die Ringe kaufen wollte — natürlich die besten, die sich vorfanben —, gab man nichts auf feine Angaben und verlangte erst das Geld. Rach Strinsuct zurückgelehrt, wurde dem Ballen der Boden zu hrift unter den Fü^en. Gr ging bei Rächt und "Rebel auf und davon, nicht ohne Hut, lleberzieher, Anzug, Hemden, llhrkette und ochal seines Schwagers und llhe, Wollgarn, Schürze und Rock seiner Braut sich als Andenken mitzunehmen Schwager und Braut reiften ihm nach Frankfurt nach. Dort wurde er auf der Strafte gestellt, nachdem man ihn birch einige ©traben im Laufschritt verfolgt hatte. Ballen gab an, er habe die mitgenommenen* Sachen nur leihweise, nicht aber für immer haeen wollen. Er fand für bi eh Behauptung bei Gericht den entsprechenden Glauben.
Ein weiterer Detrugssall Ballens spielte in Leipzig Dort hatte er sich als Meftgast etn- gemietet Auch hier sprach er von groben Einkäufen und von seinem Vermögen in Holland. Der Vermieter brauchte deshalb nur zu hören, Laft der Holländer feine ilijr in Reparatur habe, um ihm sofort seine eigene echt goldene Uhr zum vorübergehenden Gebrauch zur Verfügung zu stellen Einig-e hundert Mark lieh er dem Herrn Ausländer selbstverständlich auch ohne weiteres, denn dieser erwartete ja auch in Leipzig eine gröbere Geldsumme aus Holland. Hb*: und Geld i ah der ber itwill ge Entle her niemals wie 'er.
DaS Gerächt erkannte auf eine Gesamt- gefängnisstrafe von einem Hahr und drei Monaten, auf die die Unter) uebungäftaft angerechnet worden ist Drr Angeklagte fce auctete zwar, er könne sich aus nichts mehr enlii nicn. Der psych'atrifche Sachverständige, Medizinalrat Dr. 6 i r i ba, der den Angeklagten auf seinen Geistes->u iand hin untersucht hakte, [teilte jedoch fest, das) der Angeklagte durchaus verantwortlich ist. 3m übrigen wir) der Angeklagte, der auch in tolland vorbestraft wir. darunter rtermal wegen esertierens vom Militär, auch noch von einer anderen S.a.itZanwaltschast g.'fu ft D.i der Strafzumessung tarn zuaun iten des Angek.agten in Betracht. daß es ihm ausnehmend leidjt gemacht worden war, seine doch recht dreisten und plumpen Schwindeleien durchzustühren Alles in allem. Ein Bild der Zeit, und kein erfreuliches
furt enien Motorpslua gab die Marie Schn t5 auf und nahm den Ballen mit nach Steinfurt. »o der Holländer sofort von den Eltern der Schn, als Schwiegersohn ausgenommen und drei Wochen lang ausS beste bewirtet wurde. Dab der .f^rr Holländer kein Geld hatte und alle Welt än- pumpte, fiel weiter nicht auf. Denn er stammte ja aus einem valutastarken Land und gab ja selbst
Muller, sowie einige Augenzeugen vernommen. Hieraus erfolgte Vertagung auf Mittwoch,
S-nbfrtod«Shrtrch»PAO^H in bet Pfalz.
Zwei brücken. 5. Dez. (Wolfs.) Heute vormittag 8V3 Uchr begann vor dem S chwu r- g e r i ch t unter grobem An dränge deS Publikums und b.fonfcecen SchMtzmaf>ush«en die Verhandlung gtge-t neun Angeklagte anS 2a mb- r och t und R e u st a d t wegen 2andsrie- densbruches. Der Anklage liegen die Ausschreitungen zugrunde, die in der Rächt des 30. 3uni vor und in dem Wvh.ihauS des flfabri- kanten Phil. Helsserich sich abgespielt haben, als kurz nach dem Rathenau-Mord nachts gegen 12 Uhr eine Menschenmenge vor dem WohrchauS Hekfferichs erschien, um ach gewaltsamer Oeff-
zu verhaften, durch das eine ganze Reifte von Äoldftanftlern em. WUionenbeträae geschüftigt worden sind. ES ftanbclt sich em kn »jähri- gen, au? Rußland gebürtigen Kaufmann SamvelRofeneck.der seit dem Arichjad» in Berlin eine (Sold- und Lilbenvarenauf- kanfsftelle betrieb. Roseneck hat sich auf bisher mibe kannte Weis« m Sen Btliy von Dlankoformularee der Deutschen Golft- und Siltzerscheiftean st alt in Berlin gesetzt. Die von ihm erworbenen Dold- mtd Snlberwaren schmolz er zu Barren um, ließ sie von der Deutschen Scheideanftalt prüfen und stempeln, fälschte dann aber mit Hilfe der unrechtmäßig in feinem Besitz befindlichen Blankoformular« deren Angaben end verkaufte Vie Barren auf Grund Gefälschter Äch-ein«. Entdeckt würben die Fälschungen Rosenecks durch den Leichtsinn, mit dem er zuletzt bei den gefälschten Eintragungen fteS Goldgehalts vorging.
Raubmord an der Mutter.
Breslau, 3. "Dez. (WTB.) Die Kaufmanns fr au Eugen.« M u f chner ift heute vormittag von ihrem 17iährigen Sohne ermordet worden. ES handelt sich um R a u b- mo r ft.
wurde zur Vernehmung ber Zeugen gefCbrtnen. Der Hauptbelaststs ist der Angeklagte D ö l l, der sich in erster 2inic an fter Hey2 und ber MlD» Handlung des Abg. JJutgtCÖeo beteiligte. Von 3n le reffe ist Heerde i. ftaft brr zweite Angeklagt» H u khmann weniger auS polllifchsn, als aus rein persönlichem Zorn gegenüber dem Abg. Dlngeldey handell«, weil dieser in der Ebeschei-
Ser Kettens;anb in der EuH
Ilst der ärgste Feind der tiauL
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Handel.
Berlin, 5. Dez. Am Devisenmarkt war vie Haltung vormittags unsich?r bet "Reibung zur Ab- fa.wächung Dor DollactürS schwankte um 9150 herum. Mittags trat eine entschiedene Befestigung ein auf die Zcitu rgSnach icht, Last ftte Brüsseler Konferenz auf den 15. Canuar verschoben fei und auf Gerüchts von einer starkem Anfpanmrng dec Reichsbanl zu Ende be3 vergangenen Monats. D«r Dollsir stieg aus S6Z5 bei meist geringen Umsätzen.
Frankfurt a. 5. Dez. Börsen- stimmungsbild. Am Devisenmarkt vollzogen sich die Umsätze m recht engen Grenzen. Der Dollar, der im Bormittagsverkrhr mit etwa 8250—8T00 umging, stellte sich fräfier auf 8200—8350. Die Börse war heute wieder für den offiziellen Berkehe geschlossen. Gs machte sich aber wieder starke Rachftage für SffcLen geltend. Man rechnet für morgen m t einer vorwiegend festen Börse. Die Kurse lauteten, soweit solche genannt wurden, gegen die gestrigen Gchkaft wl.ermrge« vielfach höher. Lebhaft begehrt waren besonders Kassa-Ondustrie- akt'.en aller Gattungen. Bon ften fortlaufend notierten Wertensind ElektrizitätS-, chemische, Metall- und Maschinenaktien bevorzugt. Interesse bestand für Mon.anaktien. Kali- aktten gesucht. D-alutawerte ruhiger, aber fest.
Märkte.
BerliL-r Produktemnartt.
Berlin, 3. Dez Der Produftenmartt zeigte einen sehr ruhigen und lustlosen Verkehr. Es fehlte an neuen Aufträgen dec Reichsgetreidestelle und auch an Deckungen für früher au diese verkaufte Ware Die Preise erfuhren fern» nenncrJ- teerten Aenbrrungen. Für "Weizen büreben dle Mühlen meist Käufer, sie waren aber nicht geneigt. die hoch gebüebenen Fordsnurgen des 3n- zu bezahlen Roggen und Gerste waren recht ruhig. Bei Hafer hat sich das Airgebot für bahnst.benLe und naher Ware etwas vermehrt und findet st^wer Absatz. Mais bliab bei ver- cinMÜso Aach^rage sehr still Mrhl war von zweiter Hand angeboren, auftsre Artikel batten ein2r: seftr ruhigr.: VerLohr. WÄzM, mäcii'ch-en 15 402--15 620 71ZL (still), RogsLN, märlitzchm 13 400-13 600 Mk. (still). Sommrrg-rste 12 500 brs 13.500 Ml. <still). Hafer, märkischen 14 000 bis 14 200 Mi. (still), Mais. La Plattt loco Berlin 13 500—15 500 Mk. (still). Wrizenmry! (100 Kg.) 39 000—#000 Mt. (vufctg), Roggwunetzl (ioo Xg.i 36 020—38 0C0 Mk. (ruhig), Mri^entlrir 8000 Mar? (behauptet), Rogärnlleie 8000 Mt. (behauptet,. Raps 24000—26 000 Mk. (behauptet). Leinsaat 27 020—29 C<?0 M?., Diftoriaer^m 24 C00 bk» 25 020 Mk.. Futtrrerbf^a 17 0CQ-18 000 Mb, Peluschken 15 000-16 000 "St.. Ack-rbohnen 20 030 bis 21000 Ml.. "Dicken 12 000-18000 TiL Lupinen, blau und gelb, ohne Angebot, Seradella, alt 33 000—39 000 Mst. RapÄkuch^ 9300—9900 Mark, Trockenschnitzel 6400-6600 Mk Rauh- futter: Weizen-- und Lvagenstroh, drahtgeb 5800 bis 6020 Mi., Haferftrvh. tt" -'ta<?r 5800 bis
6000 Mk., Stroh, strvhfri!g^b.in2M 5500—5700 Ma^k, Wiesenheu. gut gesund und trocken. Dor- mahd 4100-4200 Mk.. Rachmahd 3700-3300 Mk. (Soweit kein andres Gewicht genannt, verstehen sich alle Preise pro 50 Kg.«
frankfurter Pferd^urartt.
fpd. 5 r a n • f u r t a. M.. 5 Dez. Der heutige dorn Landwirtschaftlichen Betestr veranstaltete Pferdrmarkt war mit etwa 803 Tieren beschickt, für die sehr hohe Preise angelegt wurden. Für ein schweres belgisches Pferd forderte man 750 000 Mart, für ein Paar Arbeitspferde bis zu 800 000 Mar,'. Sch'achtp^ecde erbrachten im Durchschnitt 200 Mark das Pfund. Der Besuch durch Käufer war sehr stark. DaS meiste Material wurde nach ftem
©ericbtslaal.
Der Darmstädter LandfrieftrnSbruch vor Gericht.
rm. Darmstadt, 5. Dez Vor dem Schwurgericht kamen heute weitere Anklagen wegen drr schweren Straf a'.en, die sich im Lause des N.Huni hier ereignet haben, zur Verhandlung Aigellagt finft 7 Demonstranten aus D-irmstadi und ber Umgebung wegen Landfriedensbruchs und besmrders wegen Angriffs und Beschädigung von Personen und Sachen. Es handelt sich um die Gewalttätigkeiten gegen die Abgeordneten Osann und D i n g e l d e y und gegen den Herrn v. Hel - rnolt und deren "Wohnungen Rach einer Schilderung der Vorgänge, wie sie durch die Veröffentlichungen durch die Presse bekannt sind,
Der gläubige Deutsche und ber Ausländer — daS war das Thema der einzigen heute verhandelten Strafsache. Der Holländer Albertus Ballen, geb. am 16 Februar 1891 zu Srmbeck (Holland-, von dem der Sambecker Bürgermeister fchceibt, bat) er .zich heft gebragen als een grooten bcugniet ‘ (bat) er sich betragen bat aiS ein arofter Taugenichts) traf in Main; auf der Strafte Die 19jährige Marie Schn aus Sie ins u 11. »r brauchte ihr mir zu erzählen, bafj er in Holland ein grvtzes Gut habe, sehr reich fei und in Frankgekauft habe, und fchvn
VnooerktsM.
— Dte Ougenbf dbrtf ten der Frankh»' scheu Verlagshandlung, Stuttgart, sind gut au8geftattetc und illustrierte Bücher, die besonders. das 3ntereffe für die Erscheinungen und Vorgänge in ber Statur erwecken und pflegen. Dabei haben die Schriften ihren frolstichen LlitterhaliungSwert. Da sind zwei Bände .Ehern ie für Junge n", ein iSrperimentier- und Lesebuch (526 Seiten Tert), in dein Hanns Günther in 30 in Gesprächsform gehaltenen Kapiteln interessante Versuche behandelt und die Rolle ber Ehernie im Haushalt der Ratur und ihre Bedeutung für das tägliche Leben klarlegt. DaS .B a st e l d u ch", ein OßcgiDeifer für jung und alt in Handfertigkeiten, Spiet und Arbeit, bas schon im 3. Jahrgang erffteint und sich sehr bewährt bat, verfolgt ähnliche Zwecke. Ebenso gibt cs ba ein „Srperimentierbuch für Hungen" vo»- Hanns Günther, worin in munterem Dialog Versuche «uf bem Gebiete der Physik, Ehemic, Mechanik usw. angestellt werden. — Das naturwissenschaftliche Hahrbuch.Hugend-Kosmos" gibt ein noch vielseitigeres Material für den jugendlichen Wissensdurlt aus allen Gebieten der Vaturwisscnschaft, der Technik und Industrie. — Das Interesse an der Tierwelt beftiedigt Ernest Thompson Getön mit ber Erzählung seiner Erlebnisse beim Beobachten ber Vierfühler im Vellowstonepark in Nordamerika ildeTiere zu Haufe'st ber Velkowstonepark, im Jahre 1872 eröffnet, bedeutete einen Wendepunkt für den Schutz drr wilden Tiere. Derselbe Verfasser gibt in ,TBabb. di» LedenSgesch ichte eine- Grislybären" packende und humorvolle Schilderungen au8 ber Fülle feiner Tier- beobad)hingen. Der Erinnerung an unsere afrikanische Heimat wendet sich Hans Anton Aschenborn zu mit dem Bändchen „Onbuno und andere afrikanische Tiergeschichten" Schliestlich find noch A. Th. SonnleitnecS ,H a u s der Sehnsucht" und Klara Hepners „Mariannes Abenteuer mit den» Küchenvölkchen" anfyeim?tnbe Bücher für die Jugend: Sonnleitner erzählt mit Innigkeit und Anschaulichkeit den Werdegang einer Familie, während Klara Hepner ihr Büchlein natürlich geschrieben hat für Mädels, die kochen lerne« wollen.
— Gertrud von Brockborff: „Blut- rau s ch" Leipzig, Verlag von Ernst ÄeiU Nachfolger (August Sch?rl) G. m. b. H. Auf Grand authentischen Quellenmale.ials unternimmt es Gertrud v. Brockdorff, ein Gefellschaftsdild aus b:m bolschtwistischen Rustland zu zeichnen, da- ebenso durch seine bewegte Ha^.rdlung wie durch seine intime Milieuschilderung fesselt. Die Verfasserin erweist sich dabei alÄ gründliche Kennerin der russsschen Volksseele.
— ,Es hat einer an den Schalter geklopft!" und „3 d> diktiere meiner Fra u“ Humoresken von Martin P ros- fa u er. Leipzig. Verlag von Ernst Keils "Rach- folger (August Scherl) G. m. b. H In Martin Prvskauer ist eine ganz eigenartige Begabung für Humor, Satire und "Witz zutage getreten. Moder er auch die Gegenstände seiner kürzeren und längeren heiteren Skizzen und Erzählungen nehmen mag, überall findet er die nur iftm eigene prägnante Art ber Darstellung und überall dis ^Pointe", die daS Zwerchfell mit unfehlbarer "IBrwfuru! lebhaft erschüttert.
— Als Vorweihnachtsnummer legt die Le i p- ziger Illustrierte Zei tun g (I.I.llLe e ) töte soeben erschienene Är. 4083 vor Einer der besten Kenner tev Kinderseele, Paul Georg Münch, plaudert über das jetzt in jeder Familie aktuelle Thema „Das.Kind und Str Weihnachtsmarkt". Paul Konewk« gemütvolle Silhouetten aus der Weihnachtszeit spinnen uns schon ganz in den Zauder des Christfestes ein. An der köstlichen, originellen Wei nachrsgesch ch e au> dem ame ila- nrfchen Westen „S-nnkt O Tvoke" weroen bte 2eict ihre Freude haben. Die ganzseitigen Revroduk- tivnen von Otto Pilz „Wendische Schule" und Birrno Bielefelds „Marktplatz in Wernigerode" gereichen dem Heft zur besonderen Zierd' Sonst verdienen besondere Erwähnung die erg.'ifenb.- Erzählung „Gin neuer Tag" von dem flämischen Dichter Georg Roose, die Aussätze „Gotische Holzplastik aus Schwaben im Brrlmer Kaifer-Frieo- rich-Museum, „Brrgrssene Musttinstrumente" u b die populärw s enschaftliche Avhcmd ung über „Crdbe^e.rmoglicht.stt in Südamerik.r und die Welterdbebenherde". Die Tagrsereignilse finden in Wort und Bild gebührende Berücksichtigung.
bungSflage deS Huthmann, m der H als der schuldige Teil erklärt mürbe, die Ehefrau Huth- mann vertrat. In gebäffigfler Weise hat er sich daher bei den Plünderunaen, dem llmzuge und der rohe» Behandlung Dingeldetzs benommen. Der Ange klagte Wagner dem Hause v. HelmoltÄ in fr
Pvlizc iobe 1 »xchtinetster Lmdmann eingefchtagen.
In drr bis gegen 4 llhr dauernden Verhandlung wurden der Abg Dingeldey, dessen Fran, dessen
ziehung gebracht worden war. zu suchm, der bei feinem Bruder vermutet wu de Alck diese CHiut- maftung sich als unbegründet erwies, zog die Menge unter Drohungen wieder ab., nachdem in und auftrrhalb des HavseS Sachbeschädigungen uixft Diebstäh- le 00 g-?rrem- men worden waren. Die Ltrterfuchung ergab, t atz an den Vorgängen Arftcitertrupps aus Lambrecht und "Reustadt a. d. Haarbt beteiligt waren. Die Anklage wurde erhoben gegen zwei kommunistische Stadträte aus Lambrecht und Reustadt und einen kommunistischen Pa r - teisekretär aus Ludwigshafen und coeiters sechs Teilnehmer. Es sind 40 Zeugen geladen und für die Verhandlungen zwei Tage in Aussicht genommen.
3n ber Verhandlung ergingen sich die 9 Angeklagten in mehrstündigen Ausfuhren i-rn über die Ku rdgebungen vor drr Villa des Fabrikanten Helfferich, die sie als Gegenwirkung gegen bie Bestrebu ’gen rechtsa richteter Krri.se und gegen die Agitation der Geheimorganisation-rn bezeichneten. die auch in der Pfalz ihre Bertrauens» ieute hätten. Alke Angeklagten bestritten, an den Kundgebungen vor und in der Villa beteiligt gewesen zu sein. Bemerkenswert war dir SrllL- rung des als Hauptanführer angeflagten Parteisekretärs der kommutistischs.» Partei der Pfalz, die pfälzischen A.-de izc feien unmittelbar nach dem Rathenaumord fo erregt gewei^, baft sie Dr Helfferich an die nächste Laterne ga» knüpft hätien, wenn er in ber fraglichen Rächt erwischt worden wäre. Wiederholl kam es zu scharfen Zufammenstoften mit Lern Vorsitz enden, »umal sich auch die Zuhörer turd) Dei'a iS unbge'ungen an den Au" ü ru v. en beteiligten. Die Vernehmung Les Fao.ita.tten Philipp Helfferich beffätiate die Vorgänge in und vor seiner Villa. Sr stellte feft, daft fein Bruder überhaupt nicht in Reustad^ gewesen sei. Von den neun Angeklagten aber Kn ne er f<?h nen als Teilnehmer wiedererkeTrnen. In weiteren Verlaufe der Sitzung stellte die Derteldiauna den Antrag, den Reichstagsabgeordireten Helfferich, den Strafgefangenen Günther aus dem Rathenauprozeh unb den Leiter ber polltifchen Polizei in Berlin, ÖferretwrungiJrat Dr Weift, als Zeugen zu laben, um bm ZusammenHang des Ratdenaumerdes mir rechtsgerichteten Kreisen, insbesondere mit Dr. Helfferich ?m beweisen und damir bie Handlungsweise der Angeklagten als eine Kundgebung der Rotwehr darMlun. Das Gericht behiell sich die Beschlußfassung über diesen Antrag vor. Für den zwrllen Berhandlunsstag sind noch 30 Zeugen geladen.
Der Aut rag Les StartsLSterlts im Prozeß Schaidrm«!».
Leipzig. 5. Dez (WTB.) Scheide- mannprozeft OberreichsanwaltEber- mayer beantragt gegen jeden der Angellagten. Hu't^rt und Oelschlagei' 11 (Ja ft re Zuchthaus und gegen DeifMager noch drei Monate Gefängnis wegen unbefugten Waffenbesitzes. In dem Plädoyr. sagte drr Oberreichsanwalt, die Beweggründe der Tat lägen allerdings auf politischem Gebiete, aber da es sich um einen gemeinen Mordversuch handele und dir Angeklagten nicht den Mul der Ueber^eugunq gegeigt hätten, beantrag? er auch die AderlenTrung der bürgerlichen Ehrenrechte auf 10 Jahre. Dir Urteils» Verkündigung erfolgt morgen mittag 12 Llhr.
Wir kaufen laufend verdorbenen Speck und Speckseiten von eingegangenen Schweinen zu Schmierzwecken. Bedingung: Gleichzeitige Vorlage einer Bescheinigung, ftah ärztliche und polizeiliche Bedenken nicht vorliegen.
Stahlwerke Buta-Miog LG.
Wetzlar.
KrehitVerkillHelllhethkiA
EaurStag, den 9. Dezember 1922, abends 8 Mftc, findet
orSeutl. SecerolBertainfflluiig
im Saale der Kleinktnderfctzule dahier
statt. Tagesordnung:
1. Grgänzungswahl des Vorstandes und Auffichtsrats
2. Satzungsänderungen und zwar:
a) Erhöhung deSKredits geg.Bürgschaft b) Erhöhung der Geschäftsanteile
3. Verschiedenes. 1O564D
Sex Aufftchtsralsvorfttzenbe. Kreiling.
Gießener Hochschulgesellschaft Samstag, 9. Dezember, 8*/a Uhr abe&ds, im großen Hörsaal des Vorlesungsgebäudes
Vortrag von los&h- Professor Dr. A. Messer: Oswald Spengler als Philosoph.
—- . Oiste sind willkommen ——
Bekanntmachung.
Behufs einer Trgänzungswahl des Vorstandes unserer Gemeinde für Herrn Moritz Strauß, dessen Mahlzeit abgelaufen ist, liegt die £Jte aller Stimmberechtigten unserer Gemeinde drei Tage lang zur Lin sicht der Beteil gten m ber Wohnung des Unterzeichneten offen.
Nur während dieser Zeit können Lin- Wendungen gegen den Inhalt der Liste zugelasten werden.
Dietzen, den &. Dezember 1922.
Der Dorstand der Israel. Religion*, gemeinde Glatzen.
Moritz Strauß. [10558D
Bekanntmachung.
Die im Gieftener Stadtwald befindlichen Promenaftenwege längs derWann- fchneise, dem Anneroder-, Allen Steinbacher- unb Alten Schiff en berger Weg dürfen von Ae»tern,Radfahrern und Fahrzeugen. jeglicher Art nicht mehr benutzt werden, älebertretungen des Verbots werden zur forstgerichtlichen Anzeige gebracht. 105678
Gieften, den 1. Dezember 1922. DerOberbürgermeister.I.B.vr Rosenberg. Drucksachen a|lerArt lief-rt in jeder gewünschten Ausstattung stilrein und preiswert die Brflhl‘idie Univ.-Drackcrei, R. Lange.


