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Erfolge derjenigen Sorten mit Nachdruck zu foc- dern, die sich in einzelnen Gegenden für die gegebenen Verhältnisse als besonders wertvoll gezeigt haben. Gerade die Förderung des nebenbetrieblichen Obstbaues in der Landwirtschaft ist für unsere Dolksernährung von grober Bedeutung, um die bedeutende Obsteinfuhr im Volkswirtschaft»
zu Verband ist nicht Sache der Betriebsräte; auch die Interessen der Bauarbeiter der Meguin 21. G. wurden in dec Sitzung vorn 15. 12. 1921 von einem Bcamten des Bauardeiterverbandes vertreten. Der Schlichtungsausschutz entschied endgültig nach § 93 Ziffer 4 des Detriebsrälegesetzes an Stelle eines Dez.rkswirtschastsrates.
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Der Untergang des Dampfers „Fehmarn^.
Blättermeldungen aus Hamburg zufolge berichten drei Mann der Besatzung, die gerettet worden waren und in Hamburg ein-
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Für die vielen Aufmerksamkeiten anläszlich unserer Vermählung danken wir herzlich.
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und Frau Kätchen geb. Berg.
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Fiottweg das beslbewährte Motor-Fahrrad.
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getroffen sind, über den Untergang des Vamp* ers „Fehmarn", datz das Schiff auf der Fahrt von England nach Hamburg in der Nacht zum SamStag 125 Seemeilen nördlich von Helgoland in einen furchtbaren Nordwest-f türm geriet und schwere Schlagseite erhielt. Auf die Hilferufe des Dampfers eilten der deutsche Fischdampfer „Kärnten" und ein englischer Fischdampfer zur Rettung herbei. Da an ein AuSsetzen der Boote nicht zu denken war, war eS Den beiden Fischdampfern nicht möglich, die Besatzung der „Fehmarn" zu bergen. Als das Schiff kenterte, sprangen die 26 Köpfe der Besatzung ins Wasser. Drei Leute wurden von dem Dampfer „Kärnten", und acht von dem englischen Dampfer geret* tet. Der übrige Teil der Besatzung ist wahrscheinlich ertrunken.
GießenerKonzertverein .....................................................................................Ilm Sonntag, 8. Januar 1922, naclini. 5 Uhr. in der Neuen Aula der Universität
Fünftes Konzert
G. Kulenkampff-Post
(Violine) aus Berlin
Walter Rehberg (Klavier) aus Mannheim
Werke von Vitali, Beethoven, Reger, Brahms und R. Strauß.
Eintrittskarten Mk. 9.—. 8.—. 6.— und 4.— bei Emst < ballier und abends an der Kasse. Studenten- karien Mk. 3— nur im Vorverkauf beim Hausverwalter der Universität gegen Vorzeigung der Ausweiskarte. 43v
■ ChinesischeTeegeschichten. W-lch« Nolle der Teo, die eS 2?at o mlgetrurt der C.,i' nesen, in dem Reich, der 2Hitte sp.elt, dafür führt ein Ne.sender zwei be^ichaei d.' Vor äste an, die er innerhalb einer Woche erlebt hat. Zn Schesu in de.' nordch netischm P ovmz Echan uag war ein grobes F uer .n d:r Gin e -oreaenstadt aus- gcb rocken. Die freiwilligen Feuer rehrmännec beteilig len sich eifrig an d:m Geschäft des Löschens, und man war nahe daran, des Elementes Herr ,-;U werden. Da kam plötzlich ein Karren vorbei, und sofort l'.etzen die eifrigen Löschmann- schafle-.i Pumpe uhj Schlauche 1 e en un) liegen und stürzten sich auf den Karren. Was für eine zauberhafte A ziehurg b.satz das un'che.nbars Gefährt'«' Es war nicht mehr als ein kleiner Tcelarren, und was die Chinesen alle Gefahr und alle Not vergessen lietz, war ihr LieolingS- getränk, lec Tee. Nack.drm i der davon ein Tätz° chea genommen hatte, mach en sie sch wi der an die Arbeit, aber die Flammen t>at en unterdessen schon wieder Weiler um sich er itzen. D e zweite Teegeschilt' erzählt her B.cbatzter des chinesischen Volkslebrr.s aus einem Vorstadtch ater D.e grotze Lieb s ze.-e les St de? war Hera, g b m> men ®te S 'öne satz auf der e.nen ©eite der Bühne, sah sehr abweise d aus uno hatte ihrem Verehrer dc < Nü ex gck h.t. Cä sw, ein Mann in sangen falt g-evi Gewä.dem mit einem e' rwür- den weitzen Bart, d^r bL <ur Taille heeabreichte, fang der spriden Dame ; u -.ächst <in ge Liebes- lid-er vor. dann aber rückte er immer naher und begann schlic l ch <ia leidensch t.tiiches Lwbes- gesiandnis <uf ?ci Kn en. 3i t>. fern Argenbl ck höchster dramat schor Spam u ig er ch en ein Kull aus der Düh e m t eMvin Teegefät) in der Hand. Er schritt zunächst zu dem k.i.e den Lieb.aber und reichte ihm ein Tä'-chen, und dann tat et das gleiche der spröden S.hören. Beide tränten ruhig ihren Teo aus un) fuhren dann in der Liobosszone fort, ohne datz das Publckum den geringsten Anstotz daran nahm.________________
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][ Marburg, 3. Han. Mit Beginn des neuen Jahres hat ein alter weitbekannter Marburger Gelehrter, der ordentliche Professor der systematischen Theologie, Geh. Konsistorialrat Dr. theost, jur. et Phil. Wilhelm Herrmann, nach kurzer Krankheit Abschied genommen. Geboren am 6. Dezember 1846 zu Melkow bei Magdeburg, habilitierte er sich 1874 an der üni- berfität Halle. Seit dem Hahre 1879 gehörte er der hiesigen Universität an und ist ihr trotz mehrfacher Berufungen, z. B. 1885 nach Heidelberg, 1897 nach Halle und 1902 nach Göttingen, auch
stets treu geblieben. 3m Jahre 1917 trat er in den Nuhestand. 3n Anbetracht seiner hervorragenden Verdienste wurden dem Gelehrten viele Auszeichnungen und Ehrungen zuteil. So ist er Ehrendoktor der philosophischen Fakultät der hiesigen ilnioerfität, der juristischen Fakultät der Universität Chicago und der theologischen Fakultät der UniDerfität Christ iania. Von seinen vielen Werken sind folgende zu erwähnen: „Die Meta- phyllk in der Theologie" (1876), „Die Religion im Verhältnis zum Welterkennen und zur Sittlichkeit" (1879). „Die Bedeutung der Inspirationslehre" (1882), „Warum bedarf unser Glaube der geschichtlichen Tatsachen?" (183-1), „Der Verkehr des Christen mit Gott" (1836), „Die Gewissheit des Glaubens und die Freiheit der Theologie" und „Der Begriff der Offenbarung" (1887), „Der evangelische Glaube und die Theologie A. Riischls" (1890), „Worum handelt es sich in dem Streit um das Apostolikum?" (1893), ..Ethik" und „Römische und evangelische Sittlichkeit" (1901), „Die sittlichen Weisungen Iesu" (1903). Die meisten dieser Werke sind in wiederholten Auslagen erschienen. — Die theologische Fakultät hat Herrn William Draitwaite L i b b a aus Bandurh, der sich als Gelehrter und Forscher durch seine grundlegenden Arbeiten über „die Anfänge des Quäkertums" und „die zweite Periode des Quäkertums" um die Kirchengeschichte verdient machte, die Rechte, Titel und Würden eines Ehrendoktors verliehen.
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lichen Interesse zu vermeiden. Den natürlichen Daumwuchs pflegen, kein künstliches Ziehen der Baumkrone, eine gedeihliche Pflege und Düngung der Bäume sowie nicht zu enges Pflanzen bei der Anlage von Neuanpflanzungen sind beachtenswerte Förderungsmatznahmen. Heber die Frage der Sortenzucht und Reinzucht im Obstbau berichtete er eingehend. Der Redner kam sodann noch auf den Obstmarkt zu sprechen und empfiehlt den genossenschaf llichen Zusammenschluß der Verkaufs- Vereinigungen, um die Obstpreise im Interesse der Verbraucherschaft in gerechten Preisgrenzen zu halten und den Absatz zu regulieren, denn die Preisspanne für Groh- und Kleinverkaufspreise sei zu hoch. Alle Redner ernteten reichen Beifall.
Am Mittwock) sprechen Prof. Dr. Dade- Derlin über „Die sog. Reparationsleistungen an die Entente und die Mithilfe der Industrie und der Landwirtschaft" und Prof. Dr. Fingerling - Leipzig-Möckern über „ Fütterungsfra- gen“ am Donnerstag Prof. Dr. Brinkmann- Bonn über „Betriebswirtschaftliche Fragen" sowie Prof. Dr. K r a e ni e r - Gießen über „Kaltblutzucht" und Prof. Dr. Knell-Gietzen über Tierseuchenbekämpsung" alles interessante Vorträge, deren Besuch allen Landwirten nur empfohlen werden kann.
öaSe ich durch Gebrauch von Odermeyer'S Medizinal« befritiet, S M» davin alle andern ingewandlcn S-ltxl verfemten. Bostass D. in D Zur ylachkcvdta. _ ist £cr6e»<£r«me zu em«
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Schlichtungsausschutz der Provinz Oberhessen.
Sitzung vom 3. Januar 19 2 2.
Die Mitglieder des Arbeitgeberverbandes für Handel und Gewerbe und die Vereinigten Fuhrwerksbesitzer in Gie- sten sollen vom 1. Hannar 1922 an die Transportarbeiterlöhne um 25 Proz. erhöhen. Die Parteien erhielten eine Woche Frist zur Stellungnahme.
Die Hess. Zahnfabrit in Friedberg soll gemäß ihrer Zusage vom 1. Hanuar an dieselben Löhne zahlen, die Zahnsabrit Germania in Bad-Nou'-etm z. < t zahlt. Dem A trag d s Fa- bri'arbeckerverbandes c.uf rückwickende G e chst 1- Iu:tg der beiden Betriebe konnte nicht entfpro- chen werden.
Auslagen und Lohnausfall, die 3 Betr'cbs- catSmilgl.^ern der Meguin A G. durch Te:r- nahme an der Sch^ i > ungd v rha d ung vom 15 Dezember 1921 in Suchen D utscher Melall- arbeitert>etbanb gegen A beitgeberverdand ter Metalli du'tr e le.t Butzbachs wegen Lohn- eröhu.rg e.ckstan^en sind, wurden n.chl als not-
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(ama fernes Referates gab der Redner zunächst;
( 2€n kurzen Uejerbfid über die Düngernirtel- nieugung, den Verbrauch desseloen. und betonte Isonders, datz ter Staat die unbedingte Pflicht ’hobe, für den uns mangelnden Phosporsäure- Kinger durch Förderungsmo tz nahmen der Fabri- lation Sorge zu tragen. In feinen interessanten Misführungen kam er sodann auf die aktuelle ;§-age des Phosphorsäurebedürfnisses unserer r93ben nach dem Kriege zu sprechen und führte ,«ch dieser Richtung hin zahlretch ausgesuhr-te Ersuche auf hessischen Boden an Der Redner IH der Auffassung, datz wir im Kriege zuviel mit iali gedüngt und daher der Phosphorsaure- ; -ingung unter besonder es Augenmerk schenken Essen Interessante Versuch'e-gebnllse über Wiesendüngunt-en und Sticksioffdüngungsversuche -wie ü^er Re ckabil'ätsfragen der Kunstdünger- ? iwendung. wo^ei der Redner gegen die hohe ■r'unnermitfelbreire Front machte. Es ist not- cr^big datz unre e Refchsstellen darüber wachen, !>ütz die Düngerpreise nicht mehr Weiler fo steigen wie seither, da sonst die ^'irbtoi-te af-g-bcLen werden, in diese steigende
; unaerverwendung ein’utrcton. da die Rentabili- ',3t der Anwendung unter Umständen in Frage ,„stellt ist und eine Produktionssteigeruna bier- d«rch nicht gefördert wird. Als zweiter Redner 'drach 5>r. Bur? (Dietzen) über ..Sorten- und ^slngungsfraaen beim Kartosselbau". Er führte besonders ans. datz nach dem Kriege durch unsere wirtschaftlichen und landwirtschaftlichen Produkts onsveränderungen der Kartoffelkonsum stark gestiegen sei und wir daher durch geeignete 5>'>n<wngsmatznahmen und Sortenauswahl in r^lkswirtschaftlichem Interesse eine Steigerung urferer Kartoffelernten unbedingt erzielen müssen In seiner Rede gab der Referent eine Anzahl stwn geeigneten Sorten für die Anbwigebiete Essens befannt und besprach eingehend die wichtigsten Düngungsfragen für den Kartoffelbau, i bfe er auf Grund seiner gemachten Erfahrungen | im Dersuchswesen gesammelt habe. Auch auf eine » gute Bodenbearbeitung sowie Schädlingsbckämp- htng ist bei einem rentablen Kartoffelbau großer Wert zu legen. Als Kalidünger für die Kartoffel, hx-lcbe grotzen Bedarf an diesem Nährstoff hat, empfiehlt der Redner besonders die Anwendung
JvON 40prv^entigem Ka'isalz und Chlorkalium, da diese Dünger weien ihres niederen Chlor- gchalts weniger schüd ih auf die Pflanzen toirfen.
Hiernach sprach der Vorsitzende der Deutschen ctrstbaugesells'chtft W. P o e n i ck e (Eisenach) über Sortenzucht und Reinzucht in ihrer Bedeutung für den praktischen Obst- bau". Ans ®runb seiner reichen praktischen Er- sihrungen konnte er den Landwirten wertvolle Winke geben für den landwirtschaftlichen Obstbau unb die zu feiner Förderung notwendigen Matz- nahmen. Er unterstützte durch seine Ausführungen j die von der Landwirischastskammer schon seit fahren begonnenen Bestrebungen des Obstbau- 1 Verbesserungsverfahrens, wodurch es möglich wäre,
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