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elektrischen Ätufrteihmg kam der jugendliche Mon­teur Fran- 2in n 6 dadurch -u zobe, daft er mit dem Rlast, an dessen Spitze er bekräftigt flxxr, plötzlich umfiel.

Schöffengericht.

Dietzen, 31. Mai 1922

Din Kaufmann von hier ist angeklagt, am 22. August 1921, nachmittag- zwischen 6 und 7 Uhr auf der ©traft« Allendvrs Londorf einen Steinhauer von Lon­dorf umgefahren zu paben, so haft dieser eine schwere Gehtrnerschütterung davontrug, und dann davongefcchren zu sein, ohne sich um den hilflos und bewusstlos daliegenden Verletzten im geringsten zu bekümmern. Der Angeklagte bestriU entschieden seine Täterschaft und trat einen um­fangreichen Alibibeweis an, allein der Verletzte und ein Sisenbohnschlosser aus Londorf, der eben­falls beinahe von ihm angefahren worden wäre, erkannten ihn mit aller Bestimmtheit wieder. Gr wurde deshalb wegen f a h r l ä f f lac r Kör­perverletzung und, well er als Führer eine- KraftsahrzeuseS einen bei einem Unfall Ver­letzten vorsätzlich In hilfsloser Lage verlassen hatte, ju 2 Geldstrafen vv n zusammen 800 Mark verurteilt.

Sin schlechtes Geschäft machte ein Gärtner <wS Klein-Linden mit seinem Sinspruch gegen einen Strafbefehl, durch den ihm eine Geld­strafe von 600 Ml. wegen Nötigung und Bedrohung auferlegt worden war. Gs war ihm nämlich ein Rangieraufseher alS Zwangs- mieier in feine Wohnung gefetzt worden. Um diesem den Aufenthalt daselbst unmöglich zu machen spielte er den wilden Mann. In der ersten Nacht nach dem Ginzug schimpfte und tobte der Angeklagte derartig, daß der Mieter eS am andern Morgen im Hause nicht auShalten konnte und wegging. Kaum war er weg, als der An­geklagte an die Türe der Ehefrau deS Rangier- aufscherS kam und ihr zurief: .Berlaftt das Haus, 3hr lonnl hier nicht bleiben, hinaus, hinaus. Heute kostet eS meinen Kopf oder den Eures Mannes, ich hab« das Messer im ©ad Die Frau wurde dadurch so eingeschüchtert, daft sie ihren Mann veranlasste, mit den Möbeln das HauS zu verlassen. Wegen dieses rohen und un­sozialen Verhaltens wurde der Angellagte In eine Geldstrafe von 1 000 Mk. genommen, und nur mit Rücksicht auf seine grafte Nervosität wurde von einer ®efängntoffrafe abgesehen.

Gine W i t we auS Lollar wurde auf An­trag der Staatsanwaltschaft vonderAnklage deS Betrugs freigesprochen, da sowohl Txad) der objektiven wie nach der subjektiven Seite hin der Tatbestand deS Betrugs nicht vorlag.

Wegen mehrfachen Betrugs und Betrug-Versuchs wurde ein Artist aus dem Kreise HerSseld zu einer Gesamtgefäng- niSflraf« von 5 Jahren verurteilt. 3m Februar und März d. 3. erschien er bei Zuwe- lieren, ^lhrmachern, Lederwarenhandlungen und Pelzgeschäften in Stuttgart, Pforzheim. Heidel­berg, Gisenach und Gieften, stellt« sich den 3n»

Habern der Geschäfte alS Sohn bflw Resse eine- bekannten Arzte- ober Professor- vor und er­klärte, er wolle letzteren ein« ißrr oder einen Ring oder einen Lederkoffer oder einen Hcrrenpelz fchenken. Da er sich in allen Fällen nicht zum sofortigen Kauf entschließen konnte, veranlaftte er die Geschäftsinhaber, eine Auswahlsendung zu einer bestimmten Stunde In die betreffenden Wohnungen der Aerzte usw. zu schicken. Dor der festgesetzten Zeit ging er dorthin und erklärte drn Angehörigen der in Betracht kommenden Herren, ein dankbarer Patient oder Studenten wollten ein Geschenk machen Gs gelang ihm dann In den mei­sten Fällen, die Personen, die die AuSwahlsendun- gen brachten, unter irgend einem Dorwand zu entfernen und bann mit den Sachen zu verschwin­den. Auf diese Weise erschwindelte er sich in Pforzheim zwei goldene Uhren im Werte von 13 700 Ml., in Stuttgart zwei solche im Werte von 25 000 Mk., in Heidelberg einen Lederkoffer im Werte von 4500 Ml. und m Eisenach zwei Herrenpelze im Werte von 11 000 Mk. Beinahe wäre e- ihm auch gelungen, sich In Stuttgart noch drei goldene iXftren im Werte von 28 000 Mk. und in Gieften zwei Drillantringe und zwei silberne Zigarettenetui- im Gesamtwerte von etwa 2600 Mk. sowie einige weitere Brillantringe und Zigarettenetuis zu erschwindeln, allein sein Der- such scheiterte an dem Mißtrauen der betreffenden Geschäftsinhaber, die Verdacht geschöpft hatten. GS kann den Kaufleuten deshalb bet Auswahl- sendungen in Wahrungen nicht genug Vorsicht an- empfohlen werden.

Sin« Reihe von Privatllagen wurde ver­glichen.

Kirche und Schule.

Die städtische Fortbildungs­schule in Gieften nimmt nach den Psingst- ferten am 12. Juni ihren Anfang und Dehnt sich von nun an auf das ganze Jahr auS. während die Fvrtbildu"gs schule bisher mir IPinterschule war. Auch eine ganze Anzahl Landorte haben bereits beschlossen, gleich nach Pfingsten mit dem Linkernicht in brr Fortbillu g s' ule zu begin­nen. Für die Mädchenfrrtbildu gsschule scheint dagegen in den Landorten wenig Verständnis zu herrschen.

A Lauterbach. 2. 3unt Anstelle beS als KreiSschulinspektor nach Schotten versetzten bis­herigen Rektors Kinkel wurde Lehrer August Holler zum Rektor der städtischen Volksschule ernannt.

Spielplan der frankfurter Theater.

Opernhaus. Sonntag. 4. Juni: Der Rv- senkavalier. Montag, 5 : Die Af iikar e in. Diens­tag. 6.: Der Bettelstudent. Mittwoch, 7.: Der Schatzgräber. Donnerstag, 8.. Rigvletto. Freitag, 9.: Llndine. SamStag, 10.: Aida. Sonntag. 11.: Mörder, Hoffnung der Frauen, hierauf: Sancta Susanna, zum Schluß: DaS Rufch-Rulchi. Mon­tag. 12.: Die Zauberflöte. Dienstag. 13/ Barack, hierauf: Don Pasquale. Mittwoch, 14. Die tote Stadt.

Schauspielhaus Sonntag, 4

Die Räuber. Montag, 5/ Gin Sommernacht-- träum. Dienstag, 6 Ülad) Damaskus Mittwoch, 7.: Manvn LeScaut. Donnerstag, 8/ Gin Som- mernachtStraum. Freitag, 9/ Turandvt, Prin­zessin von Thina. Samstag. 10.: All-Frankfurt. Sonntag, 11., vvrm. 11 £n>r Vorstellung der Frankfurter Schauspielschule; abenbS 7* 1/» Tanzabend von Riddd Impekoven. Montag. 12.: Rach Damaskus (1. Teil). Dienstag, 13 : Rach DamaStuS (1. Teil). Mittwoch. 14.: Sankt Peter vergnügt sich, hieraus: Der Rvftdieb zu Fünsing. zum Schluß: Der zerbrochene Krug.

Turnen, Sport und Spiet

Ein neuer Weltrekord bei den Dresdner Abendradrennen. Die ersten Abendrodrennen auf der Dresdner Bahn brachten am Mittwoch interessante Kämpfe. 3n dem von Weift gewonnenen RekordpreiS Über 25 5Momet«r stellte der Kölner Rosellen mit 4 Min. einen neuen Weltrekord hinter 50 Zentimeter-Rolle über fünf Kilometer auf (bisher ZunghanS 4:02. Dresden). DaS 50 Kilometer-Rennen holte sich Bauer. Die Ergebnisse: RekordpreiS 25 Kilometer: 1. Weift («icelfiorrelfen) 18:49,2; 2. Rosellen 125 Meter: 3. Vermeer 250 Meter; 4. Dauer 2010 Meter; 5. Schröter. 50 Kilometer: 1 Dauer 38:03,8; 2. Rosellen 80 Meter; 3. Weift 3520 Meter; 4. Ver­meer 6500 Meter; Schröter aufgegeben.

-SinSiegderLelticS. Der schottische Fußballmeister, Eeltic Glasgow, hat seine europä­ische Tournee mit einem Siege abgeschlossen und zwar gegen die eigenen OanMIeute. Die EelticS spielten am Mittwoch in K ö l n gegen eine Mann­schaft der englischen DesatzungSärmee und gewan­nen überlegen mit 5:0.

Verantwortlich für den politischen Teil: 3. 03.: Karl Walther.

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Immer noch nicht genügend bekannt ist. daß Teigwaten von allen Speisen an Nährwett dem Pietsch am nächsten stehen.

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Großen-Buseck. den 1. Juni 1922.

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Dienstag, den 6. Juni, norm. 11 Uhr, versteigere ich auftragsgemäß das Heu- und Grummet-Gras auf dem Sportplatz an der Rodheimer Strafte (Hardt) meistbietend gegen Barzahlung. Versteigerung bestimmt.

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Sonntag, den 11. Juni l. ZS., nachmittags 2 älhr. bei Gastwirt Drück, und bitten wir um vollzähllges Grscheinen.

Auf nach Launsbach!

QIm 2. Feiertag stndet von 3 Uhr ab össentl. Tanzmusik im Freien

statt. Für Speisen und Gettänke ist besten- ge, sorgt. Es ladet freundlichst em 05720

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Da infolge deS ter drei Dvcheu kam, haben viele en und versüUern es an dm 5)tul- strengen DinlerS

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Mhe fawtwr aÜffemrtne BtMgnng. - Die Be­soldung d«r städtischen Deamten und Angestellten wurde bem Vorgehen deS Staate- entsprechend «rchöht. - Für die Anschaffung von Turngeräten für die Schillerschule wurden 15 000 Mark bewilligt Die Versammlung beschloft dann den allen Teil deS FriedchvsS mit Grb- b^räbniflen araulegen. Die Vergütungen für verschiedene Frieot7->s-arbeiten wurden erhöht. Für bw Anschaffung eines Dahrwagens wurden 20 000 am. beaxlligt. Die SinäscherungS- gebühren wurden für Einheimische auf 550 Mark, für Fremde auf 600 Mk. festgesetzt sie foden fortdn immer sv gestaltet werden, daft sie bie Selbstkosten decken. Die Wahl des Fvtt- blldungSschulvvrstand«- wurde, da seine Zusam­mensetzung vielfachen Wünschen nicht genügt, an den OrganifattonLauSschuft zurückverwiesen.

Starkenburg und Rheinhrffen.

wd. Mainz, 2. Juni. 3m Streik der Angestellten ist «tue Aenderung in der S t r e i k l a g e bisher nicht etngd raten. Verband- langen finden zur Zell keine statt, sv daft mll einer Deerrdigung des Streikes vor den Pfingst- feiertagen nicht mehr gerechnet werden kann. Der Streik der Friseurgehilsen in Mainz ist nach eintägiger Dauer beigelegt worden. Am gestrigen Donnerstag sanden Ver­handlungen unter dem Vorsitz des Verwaltung-- direktor- Schäfer statt, in denen ein Vermittlung»- Vorschlag deS Vorsitzenden von beiden Parteien angenommen wurde Die Ar bell ist heute wieder ausgenommen worden.

* Mainz. 2. Juni. Sin Irrsinniger, der gestern in der Früh« auf dem Puffer eine» SisenbabnvagenS die Fahtt mit dem Schnellzug Mamz-Ludwig-Hasen unternahm, wurde am borttgen Hauptbahnhos von der lln- sall wach« übernommen und tn8 Kraickeihaus ge­bracht, Die Personalien de- Wann«- sind vis jetzt unbekannt.

Heffkn-Naffa«.

Ätanff u r t a. M, 2. 3unt Di« Ver­treter der Landesverbände Hessen-Rassau. Frei­staat Hessen, Rheinpsalz und Saargebiet deS .ZentralverbandeS d«u tsche r Krieg ?- beschädigt enundKriegerhinterb lie­ben en" (Sih 'Berlin) waren hier zu einer Tagung versammelt. AlS Vertreter de- Haupt- vvrftande- nahm der Geschäftsführer de- Ver­band«- Dutterbrvdt ('Berlin) an der Tagung teil. Der gröftte Tell der Tagung wurde auS° Smit derBeratung brnerarganisatorischer

L Die Vertreter stimmten der Dlldung Gaue- unter Zusammenfassung der oben­genannten Lande-verbLrde zu. Der Gau trägt den Romen .Süd-West", -um Vorsitzenden wurde vtadtsettetär Fttedrich Scherer in Offenbach a. M, zum Gausettetär der bisherige LandeS- sekretärHecker (Frankfurt a. M.) gewählt.

U Marburg, 2. Juni. Auch der zweite, der bei dem kürzlichen Automobilunsall bet Hlebera>ciTnar öerunglüdten Brüder Reu- m a n rm . der au8 Amerika gekommen war, ist jetzt gestorben. "Beim Abmontieren einer

J7 iw/-.- -