Samstag, 3t. Vczemdcr 192|
Siefstnrr Anzeiger «Sen'ral-Anzeiger für Gderyeffen)
Ur. 51)7 Zweites Vlaü
Wirtschaftliche Probleme des neuen Jahres.
Das Emähruogsproblem.
Die Erhöhung der Brotpreist. zu der 114) die 9Ui4>«regieruiig im lehren 2üiju*t oeranlaht Iah. Hai unterem Borte gezeigt, oaj dre Ernährung». frage roreoer atui geworden Ift 6* handelt« sich Mrnals darum, dre Gerrcidepreil« mir den erhöhten G« tetzungSkolten in gtnliang -u bringen und außerdem bte oslenllichen 3u|d)uf1e zur 25er- bllligung ausländischen Brotgetreide« zu t-er- rlngem. Inzwischen Hal die Rer>aratton«kom- million bei ihrem Berliner Besuch im Ttooember zu verliehen gegeben, dah die WiUiarden- eulchülle de» Reiche« zur Brotoersorgung de» deutschen Botkes belch'.eunigi abgebaut werden mützien Die B^oigerreioeernle de» Ighres 1921 war allerdings duru-au» deiriedigend An Win er- weizen und 'Dimerroflgen wurden insgeiunu 833 QD111 tonen Tonnen (gegen 6.71 Millionen Tonnen im Dorjahre, geerntet Dor dem Änege standen uns (tSrnteertiag des Wahres 1913) 1331 Millionen Tonnen Winiergetreid« eigener Pro- buftion zur Verfügung Die BeoSUerungszilier Deuilchlands Hai gegenüber früher nicht sehr er- hediich abgenommen, ta bte Ausfälle durch Xriegeoerluit und Bevölkerungsabgang In den abgetretenen Deuteten durch deutsche und osteuro- päische Flüchtlinge zum Teil ausgeglichen wurde Die knapp müdere Kartoffelernte bet Jahres 1921 und vor allem die geringe juitermittclenue wird zur Folge haben, hab — trog aller Kontrolle und aller Vorschriften - Brotgetreide In erheblich, ni Umtang verfüttert wird. Spätesten- Ln Frühjahr 1922 werden wir vor die *2loi» vendigkett ge teilt fein, gröbere Mengen Au«- sandsgetreidc va tauten. SL Ift leider so gut wie aewlh. bab die Rcich«rcgierung sämtliche verfügbaren Deuten zur Bezahlung der erten groben Mtanttoniralt I rtgrgeben hat und weitere e wa zu beschasfenbe Dcvi.en zu ben bevorstehenden Zahlungsterminen abltefem wird, bab also zur Beschaffung von AuSlandsgttrcide keine Dollar» wechsel mehr vorhanden sein werden 'Damit würde eine schwere SrnährungSkrii« herauf beschworen werden Dir werden die Zustimmung unserer Gläubiger ^ur Verwendung von Devisen zu Tlab- rungfcmiueUäulen nur d'irch neue Zugeständnisse und viech tchl durch Gewährung verschärfter Kontrollrechte erkaufen können Die Reichsregictung darf sich unter keinen Umständen — etwa aus Furcht, eine DahrungSrntttelpanik im Innern zu erregen - davon ab halten lasten, dem Kongreb de« Obersten Date« zu (Sannea das schwere deutsche ©i näbrungöproblem mit aller Deutlichkeit llarzu- macht i
Das Lrbeilsproblem.
DaS Ziel der briti,4>en Politik in der Repa- Dationsfrage ist die Beseitigung der deutschen Kohlen- und Warenkonlurrenz aus dem europäischen Festland« und darüber hinaus Im ganzen Welthandel. Dur infolge der deutschen Hoch- fnniunfiur war es möglich gewesen, fast alle deutschen Arbeitskräfte yu beschäftigen. Die mit Gewis'heit bevorstehende stärkere Belastung der deutschen Produktion bedeutet eine Derringerung der Konkurrenzsablgkeit, der Orrolg der britischen D)ilischaftepolitik würde vollends eine Dernich- tung der deu scheu Konkurrenzsähiglett bedeuten Die Folge nuDte ein plötzliches Lmporichnellen bei Arl^e.tslosenzisser aus viele Hunderttausend«, wenn nicht auf einige Millionen sein Führenden deu s ben Mirtsäxlst'po itikern schwebt ab ßöfung de deutschen Aibeitsproblem» folgende- vor: Die Lieferungen zum Ausbau der zerstörten Gebiete werde t der deutschen Produktion wenigstens für einige Iihre Beschäftigung geben, inzwi'chcn Werben l i ri izuleitend^n gro'izü'.i zeit Grkchlic- tzungsarbeiten In Ruhland brutsche Lieferungen erfordern rber sogar die Verwendung deutscher Arbeitskräfte in Osteuropa gestatten Hiergegen ist folgendes zu sagen. Die Aufbaulieferungen Werben in Z iten schlechter Konjunktur von Snmf- reich als 2i d.-.ung des eigenen IndustrieabfatzeS heansprucht iwrbcn. Das Wiesbadener Ab vm» men vom 6 Oktober trägt für Frankreich lediglich den Charakter einer Option und nicht einer Ab- nahmeverpslichtung Eher noch unsicherer sind die Hoffnungen auf R> fftand Die weittragenden Projekte zur Anfch'ienung Rufst inds an daS mit'cl- und we teu opäis he BerkehrZ'v'tem und zur Gn- wicklung der ruf i'chen Bodenfchäye lind nur zum Teil technisch-org-ini'atvrifche Problem«. tum er- heblichen Teil find sie eine Frage de» Treu und Glaubens zwischen dem auf schließenden Sow'ct- ruhlanb und den aufschlienenden Mittel- und westeuropäischen Völkern Die Regierung Lenins und Trotzki; wird die Frage lediglich nach dem Gesichtspunkt behandeln, wie dadurch die Aussichten her Deltrevolution gefördert werden Die Sicherung der deutfchen Arbeit fcheint also vorerst unerreichbar. Mir werden aber nicht mehr
in der Lage ktn, deu licht Arbeitskräfte auf Martegeld zu sehen, d h. ihnen ausreichende Grwetds- Leferainter.rüeung zu aewahren cieran hindern uns bte Ansprüche unterer Gläubiger Auch das drohende deutsche Arbeit »pro.'lern mub von der Aelchsregierung ben Mellrich lern zu Sannes mit schonungsloser Offenheit unterbreitet werden.
Das Werleprodlem.
Die Revolutionierung aller Merle ist glel4>* zeitig Grund und Folge aller unterer wirtich^fluchen und finanziellen Adle. D e stillfchwetgenbe 8rticigming her Besitzer von TUnteniiteln schreitet fort Ile .e her von 6oogü em - c gabt * von solchen, die sich leicht vtr kecken lassen — Haden durch die Betätigung ihrer oft wenig patrtoti- schen Gelinnung ihr Dom mal vermögen verze n- ober verzwanzigfacht und sich damit vor der Vermögensentweriung gerettet Da» deutsche Geld hat während des abgelaufenen Jahres Im Kurse einen tiefen Sturz getan. Der holländische Gulden kostete Ende Dezember 1 9 2 0 22-90 Mk. Gndt De- »em bet 192 1 8050 Mk . bas bedeutet eine Entwertung der Mark auf ein Drittel. Die Menge be» umlaufenden deutschen Papiergeldes steiget! sich von Woche zu Woche und Hit Ende De,iember etwa 115 Milliarden Mark erreicht. Gntsvrechenb der Geldentw.r ung find d e di. idenden ragenden Wertpapiere auf etwa das Dreifache des Kurse» zu Qnbe k-es vorigen Jahre- ge liegen obwohl das Aklienkapi al der meisten Gefelllchaftrn durchAus- gäbe billiger neuer Aktien stark verwes'ert worden ift Die Hossnunaslosig'elt der Reparations- erfüllung Ist der Houptgrand für diese Dene- revvlution. Sine grobe umfafenbe Berrinigung unserer ausw-rtigen Verpflichtungen ist die erste Voraussetzung für die Wiederkehr einer ffntml.flung der Wellpapier- und Ge.dkurse Der Kongreb zu Gannes ist als Berufung grricht^über die deul'ch' De »arationsps!icht anzu'ehcn 2 ich bas Urteil im Ber-sungsvrriahren wirb nicht endgültig sein Grit bie 2c?lllün ber ge'amten Internationalen Finanz- und Wirtschaftsfragen. von denen bas deu.sche Problem nur ein Teil Ift. wird endgültige Verhältnisse 'chafen. Diese Revision muh das eigentliche Ziel der deutschen Politik Irin. Keine salfche Furcht vor fremden Drohungen und hvfterischen 8nirüftuna*nitcn in den Ber- bandhau.'tstädten aber zuch teinc unangebrachte Bückiicht auf eine parteipolitische, denkfaule, ent- schluhschwache öffentliche Meinung darf eine 2eiA«reg'erung in ber zähen Verfolgung biries groben diele« hindern Damit ist für die deutsche Politik des neuen Jihre« die grobe Richtlinie ae- nekfxwt. ber wir folgen müfen, wenn uns Furchtbares «rfpart bleiben foll.
Aus Stobt und Land.
® leben, den 31. Tc*. 1921.
Die neue Postordnung.
Mit den neuen Postgebühren, die flum l. Januar in Kraft treten, gelangt auch eine neue Postordnung zur Einführung, die gegen die bisherige. Im Juli 1917 eingeführt« Post» ordnung eine Reih« von wichtigen Aende» ntngen enthält.
Bei unzureichend freigemachten Postsendungen gellen für die Berechnung ber Gebühren die allgemeinen Bestimmungen. Ve- fSrderungS- und Vebengebühren werden dabei als unteilbarer Gebührensatz behandelt. Auf der Auhenselle der Postsendungen dürfen aufjer dem Stand. Wohnort und Wohnung auch die Fernsprechnummer, Telegrammen- schrift, Telegrammschlüssel. Postscheck- und Bankkonto angegeben ft hx. Werbeanzeigen mehrerer Personen sind jedoch unzulässig. Hinsichtlich der Fensterbrtese ist festgesetzt worden, daß die Fenster auch eingeklebt sein dürfen. Fensterbriefe sind in Zukunft auch als Einschreibesendungen zugcfassen. Hinsichtlich des Begrisfes Drucksache ist eine Gin- (diränhtnfl dahin vvrgenommen worden, dah Abdrücke ober Abzüge, bet denen In dem Vordruck nachträglich durch Stempel oder andere VewielfälttgungSverfabrcn Damen, Zah» len. Warenangaben oder andere Zufäye eingetragen worden find, nicht mehr als Drucksache gelten Bei Reifeankündtqungen darf in Zukunft die Stunde der Ankunft und der Absteigeort handschriftlich eingefügt werden. Bei Warenproben sind folgende Angaben zulässig: Der Tag der Absendung sowie die bei Briefaufschriften zuläfslaen Angaben des AbfenderS. Die SUgebühren für Pakete bei Landbestellungen betragen mtn-
bestens 6 Wk. ober bte wirklichen Glldoten- kosten, zu beren Deckung ber Absender aus Verlangen einen entsprechenden Betrag bin- ttrfegen muh. Detter bin sind neue Vorschriften über bk Berichtigung ber Aufschriften ber Postsendungen burch ben Tlbfenber. über Ginschreib» und Denpaketc. Srhdhung ber Dcrtgrenzen vsw. sestgeseht worben.
Für ba« InkvafNreten ber neuen Post- gebühren ist bestimmt worben, bah bie tn bet Aach! vom 31. Dezember zum 1. Januar nach 12 Uhr aufgelteferten Senbungen ben neuen Gebührensätzen unterliegen. Sämtliche Hau«- brtetläften ber Postämter sowie bk Bahn- brkffäften sollen, soweit hierzu Kräfte im Dienst« v«rsügbar flnb, um 12 Ubr nachts auheraewöhnltch gtl«erl werb«n. Für bie gt- n>öbnl.d)cn Strahendri«fkäst«n, die um Mitternacht tn ber ReujadrSnacht nicht geleert werben können, gilt als Zeitpunkt be« Inkrafttretens ber neuen Gebührensätze bk Stunde der letzten Leerung am 31. Dezember. Sendungen, die am 1. Januar bei den Postämtern, auch durch bte Strahenkrtefkästen mit ber ersten Leeruna. etngehen, gelten als unzuretchend frei gerne an, wenn bi« Frankierung noch nach ben alten, bisher geltenden Säyen erfolgt ift.
- Unser« T« l« p ho n n u m m« t n. Um unnötig« Kosten und Zeitverlust zu ersparen, weisen wir erneut daraus hin, dah unser Telephvnanschlub 112 nur für die Schrif tleitu ng. also für den Te/tt«tl, gilt, während unsere Geschäftsstelle unter 51 zu erreichen ift. Dorthin bitten wir sich in allen geschäftlichen Angelegenheiten. insbesondere bei Ausgabe von Inseraten und diesbezüglichen Anfragen. zu wenden.
• » »
— Von ber Gifenbahn Der an ben Werktagen oorübergebmb aus'allevde Per- fonenaug Ar. 506 Diehen ab 8 16, Gelnhausen an 10.28 Dornt, wird an ben Sonntagen gefahren
"D1eSektton..Ob«rhesfen"deS Deutschen u n b Oeslerretchischen AlpenveretnS feierte bte 25. Wiederkehr ihrer Gründung. Der Vorsitzende. Land- aerichtSrak Gramer, sprach zunächst über Den Alpenveretn und seine Ziele, worauf Landgertchtsdtrektvr Deuenhagen die Festrede htelt und tn interessanten Ausführungen die Geschichte der Sektion schilderte. Unter allgemeinem Bestall konnte er feststellen, bah die Sektion In erfreulichem Aufschwung bcgrHfen ift, wie die ständig waci sende Mttgtiederzahl und die starke Beteiligung an den monatlichen Ausflügen und den sonstigen Beranstalkungen zeigen. Er überreichte ein von dem Ehrenmitglied. Verlags^ buchhändler Roth, der Sektion gewidmetes goldenes Buch. Dre Mitbegründer und Zu- Dilare, LandgertchtSdirektor Dcuenhagen. Geh. Kommerzienrat Dr. ©all, Kommerzienräte Mueller und Doll, sowie Fabrikant Sieber wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt und mit dem silbernen Edelweih geschmückt. Künstlerische musikalische Darbietungen von Mitgliedern, sowie der Vortrag eigener Dichtungen seitens des Sektionsdichters AmtSgerichtSrat D a ch t e l — der einen Band seiner Gedichte der Sektion widmete — verschönerten den wohlgelungenen 2lbenb.
Landkreis (Yicsjcn.
• Dl «leck. 30. Dez Zu unserer Dotiz vorn 27 Dez. über einen .K a r t o 11 e l - P r p- z«tz" bi't«t uns Hcrr A gust Seibert um bie FeststeUu g tat) er aut dem in unterem Bericht erwähnten unredllchen Händler nicht t d « n t i f ch Ift.
Kreis vüdingen.
A Bübingen, 30 Dez Hier hat fich eine Ortsgruppe ?es Iungdeutfchen Ordens gebildet bt« In ber Schlohtapelle chc Danner emwe-iyte.
A Deninas. S0 Dez Beim H o I z - machen im Dolde wurde ein 25 übriger Holzhauer durch et ten herabfallenden A it an
her Unten Kvpstrite anschcin«nd leicht ter« l«dt. Aach einigen Tagen stell:« sich Lähmung be« »echicn Arme« und Seine« «in. ’o Mb man bait« ben 2crunglüAcn tn bi« Klinik nach Gk'^n txrbnngen mub.«.
Hrstrn.-iastau.
• Frankfurt a. M^ 30. Dez. D«u- ankömmlina« im Zoologischen Garten. Al« Geschenk ber Firma oarl Hagen» heck für ba« Vogelhaus traf ein Im Tier» banbd fehr selkner arnerrkantscher Dofen» löffelreiher. auch 2 j a j a genannt, «tn. Für bk 2ntUopcnf<immIung würbe vorn Zoologischen Danen Leipzig ein prächtiger, zweijähriger. zu unserer Zucht blutfrcnxber Hirich- uegcnanlilvpcnbock Im Tausch gegen eine« hier gezüchteten erworben. Die tn Anrstopen- Ixiufl untergebrachk LhclandponvNut« .Dvsa'. gab einem reizenben fd>tnaryn Snit- fohlen ba« Leben. Dk von Hagenbeck feit dem 24. Dezember hier eingestellten Diesen- Alligatoren. Abgottschlangen unb grollen amerikanischen Danern, haben sich gut ein* gewöhnt. Die Zkrfischanlag« erhielt mannigfache Zugänge. Im alten DcptlltenhauS gelangen neuerdings wieder „Wandelnde Blätter" zur Ausstellung.
]l Marburg. 30. Dez In ber Rach Mvitag zum Di. -.«tag veriuche« ma i b n Br ckr- toi bei hem Dork öalbcri mittels ^Onarn i t z u sprengen Zum Glü-1 v rlugt« Mt Jünb4<tnur. |o MD der Pia ' m Dlani (Mn Hondwerk»bu ^che, brr kürzlich im Oori« Bur» peln einer Familie eine Uhr eniwenbet darre, fandre C*de jetzt mit der P > »irad mit der Be neriuizt. dah ihm das Qk,tr»iiteii hin« Ruhe last«.
Anö dem -lmtLvcrkündtftttnftdhfatt.
• • Das Arntsverkündigu g 6 l a 11 Dr 188 vom 30 Dezember cn.p^.l. Bau. l.*e- wirtfchaftung — Gedüh.en für bk Arbeiten ber Bermoll ungSäm ter. — Fest evuna be« Der keck der Sachbezüge — Beendigun ] >es Str iks Im Krafiweri DÖlfer«heim. — 5Öarftpiile für Kob- len — Errichtung einer Ztmmermei 'erztva"ns- Innung für ben Kreis ®iehen Dahl t«t 2kr* tn uen«männer und Erfatzmünner für die A,ge» stelltenveriicherung. — Diemtnach ichten. - F« d- berdilgungen Lumda. Ober-Bestmgen und Äicia- ßtnben
Der TJerfanb von Dachziegeln unb Back st einen (Vor- und chin:cr aauc i c auf dem Bah iweg In TDagenlahun r nach au ,er alb Hefte is hat nur auf Grund eines von der staatlichen Baustoft-2kf ba fang - und Teratu g ft (le für Heften, S.tz in Fvan.w 1 a. 1. Ot>. njtn- (trabe 51. Fernruf Hanta 7734, gestempelt«» Frachtbriefe« zu erfolgen
Höchstpreise für Kohlen. Dachöein ab 1. Dezember 1921 eine Erhöhung ber 3< p n- pretf« ftattgriunben hat. werben vom glrichcn Tage an im Qanbhetfc Diesten mdb lebende Kvh'ent.Öchstpl«lfe festge'etz! 1. Fricke Jen Stück per vientner 37 Mk.. Dust 37.50. me ierte 3 S-1 Mk. 2. örbnub 41 Mk.. 3. An hra .il 45 211!.. 4 Br le «: Steinkohlen 40 2HL, Braunk »hlen (r emilches 19 20 Mk.. 5 KokS grob 43B0 Mk. fein 49 30 Mark per Zentner Voritebenb« Preft? verstehen fich in Fuhren ab Gften'xrynwngen bis vor das Haus des Käufer« oder frei Lagerplatz des Kohlenhändlers, elnschliehlich Xlmian r ci Die Preise für Brennstoff« di« st recken .vrie mll Sch ff und Bahn geleitet werden, erhöhen fich um die Mehrfrachten, bie auf Grund von 5 ah brieten ufw von Fall zu Fall durch uns |e tgc leist werden. Da In vorstehenden Dänen die Fracht bis Diesten zugrunde gelegt Ift, tritt auch toi weiter entlegenen Stationen eine Erhöhung entfprcchenb der Mehrfracht ein.
ZurDahl derVertrauensmänner und Srfatzmänner (9§ 145 ff des Ttr- f icherungSgefetze« für 2 n o e st e I I t e) lürden LondkrelsGieben A V r'ch ogs- liste des Deu fchnatlonalen Handlungigei,il'en- TkrbanM. 2krtraucn»männer 1. Karl Peter. Buchhalter. Lich. »«ebener Straste 8 2. Karl Bonarius, Handlungsgeh, Heuchel! elm. Brau- hausftr 61. 3. Paul Volkmann Handlung ^oe',. Heuchelheim, Bahnltr 10 Irfanmä n r 4. Frk^ rich Dog er. Pevsttrift Lich. H> r berg 7 5 Cr fl Borger. Handlungsgeh. Kleine kton Frankfurter .Straste 1 6. Hermann Rcutchling Buchhalter. Heuchelheim, 2kau5auerfr 46. 7. A-i ur Schäfer. 25uchballer. Lich Da ’n hoffte. I. 8. Ludw Schäler. Lagerist. Heuchelheim. Sandweg 34. 9. Julius Schorn. Steilen brr. Lich Bistnbof- ftrabc 10. — B Vorichlagslftte M Dewerk. fchaftsbunbes ber Sbigehelltrn 'Ber-rau mA»
an lipouder Fcvkrnann beoangen
gcv Osten können Re
Spuren im Sdinee
Doman von Sven Elvestad. Ermächtigt« ileber’enung.
au «lagen, die eS stutzen f ölten, sehr schnell In sich zusammen."
,llnb man must an dem Gestänbnls zweifeln.' denn icd weist, datz cs unwahr ist." erwiderte der Kapitän.
T. streckte die rechte Hand an« und ballte Ne dann, wie um einen schwindenden Augenblick festzuhalten.
.Denn Sie M ganz sicher find, so haben wir sofort einen Ausgangspunkt." sagte er. .2Qkt worum finb Sie so sicher?"
.Dell ich 'elbfi mit meinen eigenen Augen bie beiden Pvlackrn am Abend bc« dreidtgs'.en 2!vvember gesehen habe."
.Hier?"
.Ja. hier an btefern Ort unb In ber Tflhe ber Apotbeke. Ich kam gerade von einer Unten rebung mit dem Apotheker, und ich nehme an bah es ungefähr zwöft Uhr war. Die beiden Wanderer fielen mir auf. sowohl durch ihr sonder-
26. Fortsetzung. (Dachdruck verboten.)
.Sind Vie sich auch betoibt, hast diese« Geständnis von rin gen Zeugena^« agen gestützt Wird?" fragte her Kapitän _Un er anderem haben zwei THärmer erklärt. Ne härten am Morgen de« zweiten Dezember die beiden Pvlacken in die Stadt — hier normte der Kapitän den Damen der Stadt mit den zwei hvton Kirchtürmen — bcretntnmmen tehen Der eine davon in ein 2Rcnger und der andere ein Kaufmann. Und sie haben das Datum so genau fest nageln können, weil Ne fich alle beide erinnern, «s im Despr.:ch erwähnt gu haben. Sie red ten Dem Wetter und sagten, es fei sonderbar, datz wir so 'P t im Jahr am zweiten Dezember, noch keinen Schnee hätten Gerade als 'le baS sagten, kamen die beiden wandernden Polackm de« 2T^gc« "
Ta« Ist auch noch kein Sewels." sagte T. Die' Leute irren ftch sehr häufig im Datum, bc- torther« nehmen sic es mit einem Taq hin ober her n-chr genau Und im Fremdenbuch des D r s- hau-es wo die Briden Unterkommen gefunden haben.' steht her erste Tezember. Da« wird so erklärt, hast her Kellner im Winshaute irrtum- llcherwei'e statt de« zweiten den ersten Dezember grichrieben hato. Ss >ä'N sich tnM'en mit derselben Beroch i u-.g b brühten, der ÄcIIncr habe ben richücen Tag geschrieben und d.e beiden Bürger hätten ftch im Da um geirrt 2Benn man
erst anfärg-, an de n Getändais an ssch zu z^xl- । den Mord fein, bann fallen die Bewerte durch die Zeugen-1 Hoden."
bare« fremdländisches Zu f hm. als auch dadurch. dast Re di« beiden einzigen Menschen wa-en, bk mir begegneten Sc gmgen In östlicher Rich-wr-g. und tn ihrem 2Lif r t n lag nid)1.«, da« ar.gechm et hätte. Mst Re sich unterwegs irgendwo au'halten wollten. SS 11 auch fest gestellt hast fw Hter In der Gegend am ersten Dezember von niminb g tehen worden ssrnd. Denn man bk Gat emmna b rechnet so ff mmt e« ganz genau, "bab bk torden 'JNinVrrr m 1 dem 2Hi rgeng-auen 7k Stadl «rrricht ch ben müssen. Unb im Lause MS nächsten Tage« Und sie weiter gewandert Ader auf keinen Fall am 1. Dezember stall am Abend
.D»e« alle« Ist ztveifello« richtig." fugte 3. .Aber tnerm wir biete beiden Po lacken, die uns nur gören, koswerden wollen. Ist e« notwendig, hast wir herau f bri1,gen, warum her ein« von Ihnen rin Geständnis abgcleit hat Die Or- llärung, der 2Bomt sei halb blödsinnla ein Schwachkops. bdriebtgi mich nicht Dos Protokoll über ba« Verhör habe ich bereit« eingeiehen, und ich lese aus diesem trtxfenen Bench! mehr heraus, als bi« Worte lagen. Ich sehe durch den Bericht hrndurch wie durch einen dünnen Schleier Hinter diesem Schleier bewegen sich die M.-n'chrn wie tu einem fk umhiüenden Debet 2Das ich mir in erster Linie überlegt, ehe ich den Bericht selbst vornehme, ist folgendes:
.Di« hat es dk Polipri überhaupt an- gefangen. dem Mannt Har za machen was man von ihm wissen wollte? Gs bat n-.cht genügt zu Uxn zu tagen: .Bist du trdleidx am triten 5te- ember M unb M gewesen?- unb den Dame» zu nennen Sin Dome beirutel für Um nichts. Gr kennt gar nicht Die 2Lamm der treten Orte, durch bte er auf keinen weiten Wanderungen kommt 3d) eriedt da au« dem ersten Berhör Mtz der Derhich gernacht wurde, in dem Po lacken eine Gr- tTmcTung an gcttnfk Züge, die dem Crt eigentümlich sind unb ihn kenntlich machen, wachzu- rufen, und Tein Antwort beutet mU Bestimm!hei! darauf hm, bah er hort gebeten ist. Da ist nun in allererster Linie bte Gifer bahabrücke, die grobe neue Mr bahnbrückc. An bk nui” sich lebet- nurrm erinnern, der sie einmal gesehen Hot. Der 2Barm totrb also gefragt: .Grinnerit bu dich an den Crt mll der gro'ten Gitenbahndrücke. die U> unb fo augfiebt ?* Unb er nickt und sagt: .Ja, io.- Unb dann truunei »tz an b* Apotheke. Dai
grohe alte Haus ist ja an sich ein hertr>rsi<-chenbes Dedäudt. unb e« lä*tt sich leicht benten. My es Leu len. die vorbeiwandern, auf'ällt unb bnh fl« sich feiner wieder erinnern, wenn es Ihnen bt- schrieben wird Und an herbem steh« auch .Adv- theke daran geschrieben TDerm Mt Po lacken nicht des Le'ens und Schreiben« v-lllg unlunb g Hnb. ist dies eines von den wenigen Wörtern. deren Bedeutung ihnen ohne weiteres Hör sein mutz. GS war allo für den Untesu hungsrtchier nicht schwer, sie in bider Beziehung aufs Siulleis zu führen.
.Aber tomn wir uns nun übtrieg-n. wie es bei dem Verhör zugtgangen Ist Io harten wir nicht vergessen, bah tedt einzesn« 2Ui4laqe durch verschiedene Zwischeng teber gegangen ist. wenn Ich w sagen bars, verschiedene 2Ralt umgegv"en werben Ist. bis fit ih-t endgültig« Frrm. Mr ttn Protokoll steht, erhalten hat Der Pnlizrib-arnte, ber Ms Tkrhör leitet«, hat bte Fragt uitrU an den Dotaneifcher gerichtet, her fit bene brm Verdächtigen übrrieM Hot Driken an 'Ich rnellricht trnfteter ta'ende 2lntwori alnq wieb-r an bre Dolmetscher, der fit bewi Tkcmten übrrlentt. mb Me<cr dal ihr in keinem Dikta! an bet Protokollführer ihre endgültig« Form gegeben Ohne Mtz es die Ttetteffenben beabnd^ig'en. kann g'rich zu Anfang btt Frage verdreh« worbet kln Solch er» anfiare Frage Ist barm tefrr g-ri rtet den Befragten z» verw-.rnen unb s-ine An'wrai anders tu gestalten, als Re hätte lauten loden Der TbrttDort. bte ihm fo abgetreh« wurde, hat er sicherlich, weil er merkte Mh Deiahr in der Luft lag. eine unbestimmte Form gegeben.
(Jotrittua< folgte


