Nr. 25
Sweltes Blatt
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gherheffen)
Montag, 5(. Januar 1921
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Tibliill. An^boie nnt Preis unter H79 an oct Kiebener «tuelger.____
bracht, roeil ihnen der BciUmmfi vor den Buhlen nmangenetzm rft In LÄrllichtett wollen Sie die
®bfl Simon- Franken (116®. < bittet den Minister uxn eine klare Auskaaft, ob ba# 9?öd'» weiSbureau tatsächlich ermutvrt nerhen sollte
Rcickswehrmmifttr Dr Gehler ernritert 1 Diese .jrage b-ni» m»n teure t^rütuilMung mit dein rrd?» 1 *!>.'.5muüftrr ab, werde aber wohl nn Sinne der M -i^rSlefehLdigren «löst werden
Äbg von Gall« itz D-Ratl berumtet die 9?otroaibtflfät einer Brrgrofemmg der Heeres bikherrt
Abg ftunert (116$.): Uw# kommt cd nur darauf an, terfo bn4 92a±n>et#bumni nicht ernrit riest wird
Die ilbfiwnramfl über diesen Etat titel wirb
Er suchte den öengft allmählich in ein etwas langsameres Tempo zu bringen, aber auch dreier schien gew s errnastcn 00m Rekor t u ei bl elfen zu Irin, denn er griff nur noch stärker au 3 und raste dahm, rofc wenn em Prärienbranö hinter - ihm her sei.
Sir fuhren nun durch daS letzte dem Gut vorgelagerte Waldstück, in etner Dunkelheit, wie m einem &jenbd>ntunnel.
(Fonsetzratg MaU
Siehst du den Lichtschein im Selbe?"
„Gewife"
„Das ist unser Gut, und stunde sind wir daheim. Wir fahren, denn man rechnet sonst
Irtfert werden, die ih.er 3Ku.Krun»R,l ttit ndxifl racher kommen irret*. Sir fümmai dem Nachtrage- ctai ru.
xTbg. Robert Sd) m ibt (Sat? verweist auf die Mitteilung, tag, wenn nur inner Ls.otgetretde <ur4 dein AuSlandc br»:chen müfeen, fad ibrof etwa 15 Ml. kosten würde Die rrvm da auf ttnt Auhchung der Zwang-w, rtfelLtt fü Brctgrtreüe Innarbciten könne, sei tbm unveruundlich. (Pro- lcste rechts.» Ihre Protene smd beute muitae-
„Ah, daS ist der Berrüzftc! 96a, ba braucht Ihr Euch nicht werter zu wundern!"
Wir liefern den Wald hinter uns und fuhren eine ganze Weile zwischen Ackerland baffem, hinter dem m werter Ferne dre Lichter einer Ansiedelung glänzten Und nun fällt eS mir auch wieder ein, das» i<t in der Tai schon wählend der Fahrt da- Gefühl einer herannahenden Gefahr hatte, zu dem auch allerdings äufeere Umstände beig:tragen haben mochten: die bunßc Nacht inmitten der Wälder, die wahnwitzige Fahrt, das sonderbare Benehmen meines Freundes und schtretzlich noch das, was uns während bet Fahrt passierte.
Wir mochten nun etwa zwei Stunden mtter- wegs sein und hatten während der letzten holden Stunde nicht etn Dort gewechselt, aß 5ribtj3r plötzlich sagte:
Im Oktober v. Js. war gegen einen Händler aus Düsseldorf wegen Betrugsvev- suchs zum Nachteil deS O be rhe ss i s ch. Vieh-
kapttet betrifft gor rudx die SRilüäwoIiiri, sondern die Nachrichtennuttcl, «yimter usw. Meinem strikt en Befehl vom neman^mcn Sommer, alle Nachrich- 1 eufiel lat aufzulöjen, ist tewdnuö Folg? gegel- n worden In einem einigen Falle, tn dem unter Ctvrtmeb* Stellen solche Stredeien weiter geübt hatten, sind die Cffitierr entlassen worden
Abg. Schöpf! in (Sm.) bittet den Minister, aus vonern ein besonders scharfes Auge »u haben Tort berrtoe g.-radeM eine Saurvirtschatt .Präsident L öbe rügt den 'Cluäbrud „Eauwirtschast".> Ich bitte den Sxmt Prästdenten, btc süddeutsche Gigenatt zu berücksichtigcn.
Reich-wehrminister Tr. Ge feier erklärt, auch chm sei das SriBdttnen in der oetk vethafet. Ter kounmmistischen Agitation müsfe aber entgegen getreten werden. Tie Schm'rung von Soldaten räten könne nicht -zugelasstm werben.
Ter ÖeereSeta'. wirb faixeut genehmigt, desgleichen der Sbarincetoi, mit Ausnahme brr Ra- pitel, zu denen AbäiidenmsSantrLae vor liegen.
Nächste <9itpmg Montag 1 llbr. Tagrdord- mmg: Tritte Lesung des Not- und ErgänzungS- rtat§ rmd Intervellat'on über Obetfebleficu.
Schllch nach 5 Nhr
ß6d)fefttiliiäd>rid>tCM.
Bon der Äranffnrttr Universitär.
mc. Frankfurt a. M., 99. Jan Ter Professor für Marhematik Breberbach hat einen
Abg. Simon- Franken (USP.) stellt fest, bafe der Ausschuß zunächst 2 Millionen Tonnen Getreide, txnm aber IV3 Millionen Tonnen an» , als Vorbedingung für irtschast für Fleisch.
kaum einer halben Stunde mit Zügelzerren und Peinchächieben an. -*
Ich machte cht ausdrücklich darum aufmerksam, daß er mentetroegen nicht so zu eilen brauche, da ich, wenn eS sein müßte, mit dem Abendessen gut auch noch vier, füm Stunden nurttn könne, aber er schien feiner Unruhe nicht Derr werden zu können und trieb, statt aller Antwort, den Traber, brr unverwüstlich zu fein schien, nur noch schärfer an.
£>in und nxftxr häuften mir über Stellen der Landstrafee, d.e noch mit starken Schneewehen bedeckt waren, und der Schmee lmirde von den Rädern in ganzen «llmnpen zu tm5 heremgewirbelt.
ES wurde bei der scharfen Fahrt mit der Zeit auch bcdenllich kühl, und ich schlug deshalb meinen Pelzkragen bis hoch über die Ohren hinauf.
Unsere Untcrtoturg fchicypte sich nur mühsam vorwärts, und nachdem ich einige vergebliche Bernrche gemacht batte, sie in Flug zu bringen, gab ich sie als aussichtslos auf. UebetineS brachte das wohirwitzige Tempo der Fahrt eine genni'e Sornnung mit sich: in den ZVrrven hatte ich die größte Mühe, mich feü^chalven, um nicht hinaus- geschleudert zu werde:', und manchmal schien es mir, als balanciere unser leichter, zwerrädriger Sagen übechaupt nur noch auf einem Rac Ta zu war es, roc-m wir biswTilen längere Zeit durch dickten Dald fuhren, so stockdunkel, daß rck. nicht fünf Schrille weit zu scchm vermochte, während der Mengst, als sei es hellichter Tag unbeirrt un gleichen Trab weitersauste. to_unt> zu tarnen axr an Dauern mit Sagen oder Schnitten vorbei, ötr i*n3 brummend irachahen, ;a einen von ihnen hörte ich noch von ferne den andere» jroixn;
Ruf an die Berliner Universität angenommen, während Profcfsor Max Weber, der bekannte Volkswirtschaftler, nun doch dem Rufe nach München folgt. Damit verliert die Frankfurter Universität zwei ihrer besten Gelehrten, btc
minbeltbreiie 3 m, »u VLkLL wii ;m> ÄÄUUS S^OUoSon d.UbLni Sitzliegewageo LNrSK LandEier kauft ...
diesem Ab«id eine Art Pelzmüee, ^-ren Ohrenklappen hevabgeschlagen -vor en, st''s- «leider a us wasserdichtem Swff waren von lano.ichem Schnitt, und die Beinkleider waren, in die pelzverbramten Sttefelfchä te gesteckt, die ihn bis zu den Anten fetnaufreiten. c .. ...
Er schien eine Äntwort von meiner Seite zu erwarten, sah mich ein Weilchen tragend an und sagte dann vloölich, ^rt und enttch-osfen:
Reelle dich also! Wir wüsten fort! Ich lebe in einer ständigen Furcht, bafe in meiner ab- wesacheit etnxfco passieren könnte."
Ich eilte noch einmal in mein Zimmer YNNius, tat das Unentbehrlichste in meinen Dandvlier und stand m wenigen Minuten bereits wieder drunten neben meinem Freund auf der Straße.
Ter Wagen wartete vor dem Porta^, und der mächtige txngft )darrte ungeduldig mu den vu en irtti» mochte die Pflastersteine Helle Funken sprühen.
2. K'apitel.
Ich sitze da und denke darüber nach, nxmn eigentlich zum ersten Male das bestimmte GeMdl hatte, einer Geiahr entgegetipigehen, ob es fckon während der Fahrt auf Bugges Gut hmaus, ober erst ein paar Tagt später war.
T<« Benehmen meines Freundes wahreno semes Besuckes bet nur hatte allerdings einen sonderbaren Eindruck auf mi-ck gemacht, es wurde mit im Laufe unserer Fahrt irbocf) noch unverstan»' lick'cr, ohne bafe ick eine plaw'ible Grllärung da'ur zu frnden vermocht hätte. Während ich zuerst noch verhältnismäßig ruhig war und von allen mog- liefen persönlichen Verhältnis!en jXauber e. unter anderem davon, bafe er m etwa einem halben Jahr ,u he.raren beabsichtige, wurde er nach und nach sichtlich nervöser unt> trieb ixx Üengst schon a*ub
gän-ungsetat werden angenommen.
Es folgt der Rest des Wehrriats. Alle strit- t iaen M siimmungen nxrbcn fort gelassen. Die Aus- sckufeanträgc werden, soweit sie nubt durch be- sondere Anträge ahgeänbert werden, genehmigt.
Wg. Kunert illSP.^ wendet fub gegen das Militärbildungswesen. Der Redner führt w* schwerdc darüber, bafe die pecreäbücbetei in der ehemaligen Ärivqsakademst sich so ausgedehnt hat, bafe deswegen bie sehr.iwtnx*nbtge Aarskunftsstelle für striegsreschädigte exmiktrert wn^ai mustte.
Reichsn.^hrmvuft-er Dr. Gefeler: Ich erkenne die Bereckttisuns der stntck an. Ube. von einem Wiebcra-ufleben der Kritik kann natürlich feine Rede sein.
Das Geheimnis des Alten.
Roman von Sven Elvestad.
(Nachdruck verboten.) Fortsetzung 3.
,L»öre," fragte er, „föratteft du dien Gepäck nicht möglicherweise mit der Bahn befördern lassen? Ein Handkoster würde ixr ja für ein, zwei Tage wohl auch genügen? Siehst du, ich möchte nämlich schnell fahrent und der Wagen hält eine sehr viel stärkere Belastung nicht mehr aus."
..Gewife," antroortete ich, , dagegen habe ich durchaus nichts einzuwenden, um so mehr, als das Hotel die Beförderung ia gern übernehmen wird/
Ich roan einen Bllck auf die Uhr. L>ie zeigte auf sieben, und ich halle um vier Uhr zu Mittag gespeist.
„Wie lange haben wir berat eigentlich zu fahren?"
„Tret Sbetten etwa."
„5a. aber bann bekommen wir ja vor halb elf nachts nichts zu esten. Wäre es da nich: das Beste, wenn wir vorher hier im Hotel das Abendbrot einnchmeu würden?"
Aber mein Freund stand bereits fü und fertig mit der Peitsche r.t der Hand ba und klovfte mit dem St'.el un geduldig gegen seinen Sttefelscha t
„Nein, nein/' bat er, ,lafe uns nur lieber jetzt gleich fahren? Ich will dann zmehen, bafe ich den Hengst gehörig auägreifeii laste und den Weg in zweietiihalb Scunden mache."
Ich sah ihn einen kurzen Augenblick an. Wie merkwürdig scharf mir btc ganze Sjenc_ noch jetzt, da ich dies schreibe, vor Augen steht! Lerne tobe, schwanke Gefbait tob sich bunfel von der weifeen 9Rarmort feümg der Hotelhalle ab. Sr trug an
f£öy,
die Gelder für die Beschasfung ausländisckier Futtermittel sind nichts als ein Geschenk. Tte Schweine lucht ha! sich seit Juni vorigen Jahres sehr ge» tobai, nnc aus der Viehzählung Dom Tezemder hervorgeht Tw Stadtverwaltungen sind nicht ui der l'age, SchwememasWert.ä.fe abzuschlliefeen, da dxin der Satz von 12 Mk. für das Pfund für die -erltälrge Bevölkerung zu !>och wäre, geschveig, ^enu 24 Mk., welchen Satz die Landwirtschaft : erlangt Wenn nun die Landwirte aber für einen . Jen hier Grire ide l*/z Zentner Mais haben wollen, io übersteigt das dock alle Grenzen Ter Unmut machst m allen Schichten der Bevölkerung, selbst heim Zentrum, zumal, ba die Regierung auch bet der startoffelversorgunq versagt hat.
Berichterstatter 3bg. Bl unck (Tem.l weist cirauf fein, bufe von einem Geschenk an die Agrarier keine stteve sein kann. Schon seit 1917 sind bie ^rühdrusstzprämien einaesührl und bezahlt worden. Bksckstossen ist die FriMruschprämie auch für dieses .labr. Tine Ablösung hat keinen Zweck, da die ReichSgetveidestelle doch tozahlen nrufe. Ter Preis für ausländisches (betreibe ist so hock), bafe wir biS
Ttoiftroifdl Rrick»darbeitSmirafter Braun, steichSfoianzm!inner Wirth.
- li^t bw Mrttsteuer wird
. uattelos dem Wohnungüausscto tz übtrnne ei
^J^Lfro5fnfc18ej5nm9 des NvtetzttS für UanbiDind^'ft und Tiniah.u g fordert Abg Dr j c rft (UsP.) eine BeschrÄitung der Tieif'auto- iobiü. Tie Frühdrusck^p ämie labe das Gr geniest deS Tr wartet en erreicht. Bei den 12 Mil
Währmd der Älkohosgenufe im Laufe des Striegv» immer mehr zurückgegangm ist, nimmt er letzt nach unb nach wieder yi Die Folge b>- von ift die Zunahme der Rohdertsbelrkte, die lange Zeil hanm Mr Vlbiirtriknifl tarnen. Wr« bereits berichtet, lxchaupteten tn der vorigen Sitzung em Messerstecher und ein T«eo, sie feien sinnlos betrunken gewesen, waS ihnen allerbing-.' nickt» initzte. Auch heute bctnrUTtrten 2 ’Ängrftafltt, em Former unb em Fuhrmann ari5 Giesten, tue jfwrr lebe Veranlassung im vergangenen Sommer am Ttoater nachls mehrere junge Leute Überfallen unb mit harten Gogenständen geschiagen batten, sie seien fo betrunken gewesen, bafe ftc sich an nichts mehr eimnern tomifcm. Da tarnt die Zeugenaussagen fcftgeftcRt wurde, bafe von sinnloser Trunkenheit nicht die Rede sein formte, erhielt jeder von ihnen eine ©dtrftrarv von 300 Mk l?ne Fabrikarbeiter, dem seine Belestigung an der Schlägerei nicht rrächgewresen werden konnte, der ober überführt wurde, gröberen Lärm in der Blockst ratze d trübt zu hüben, erhielt deshalb eine Geldstrafe von 100 TM.
Die gleiche BcHuurLung, Itttnio« betrurw ken gewesen ku lern, steLten 4 Angellagte, ein. gefeiter, rin Tadjbetfrr und 2 Handlung-gehilfen von Gietzen, mit dem gleichen negativen Iriplgr auf. Mit den Rufen: ,j®ir sind Spartakisten, wir hauen alles zusammen^ zogen sie in der Nachti vom 4. zum 5. September 1919 mit 4—6 anderen Personen vom ftTeiUP’jaft den SellerSweg btiunrr. ?Ln der (Mr der Goechestrafee trafen sie auf einen Mctzgerburschen, der dort mrt einem Ntädchen stand EW jebe 54eranIxrifung fdiugen le ckus den Burschen ein und belästigten das Mäd.sten. dann gingen sie aus einen Friseur und einen türkischen Studenten, die art dem ZigarrenhauZ Möler standen, ru. Ter Arbeiter schne: „ÄaS seid Ihr, ich bin USP." und schlug sofort auf den Studenten, der sch natürlich zur Wehr letzte, etn. Alle Angeklagten zogen ihn hierauf in bu Reben^aste und schlugen aus ihn, so bafe auf der Strafe eine Blutlache entibmb Ter Arbeiter tat sich batet noch besonders hervor, intern er dem Studenten mit dem Absatz rnS Gesickt trat und seine Genvs'en auftarbertr, rin Gleiches zu tun. Auch hier bekunden die Zeugen übereinstimmend, bafe bv Angv» ftagten wohl angetrunten, aber krineFw-gS sinnlos betrunken gewesen seien. Mit Rücksicht aut Ine ywfe Rohheit und Frivolität der RMisbote, bce ickvn ourch ihre AuSrufe 91 erkennen gaben, cxrfe sie unbedingt ein Opfer suchten, versagte bad Gericht den Angeklagten miltemte Umstände unb verurteilte die beiten Handlungsgehilfen »a je 6 un»
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April schon 5Vs Milliarden bezahllm müssen, bis zur neuen Ernte aber über 10 Milliarden. Andererseits müssen wir die versuche ter Regierung, das im In lande noch vorhandene Gctreite zu erfassen, energisch unterstützen. Ter Ausschub hat sich übrigens gegen Schweinemast Verträge ausgesprochen. Tic intern sollen vielmehr ihre Schweine gegen Mais austauscycn
Aba. Weilnböck ($.'^2.): Die fortschreitende Äitivickelimg und Berliesserung ter Produk- tionSmethoden hat es der deutschen Landnnrischast -ermöglicht, pro Jäte und ter Bevölkerung 50 stilogvamm Fleisch zu liefern. Ter jetzt von der Regienmg eingeschlagene Weg des Austausches deutschen Brotgetreides gegen ausländische Futter- mittel hätt- schon viel früher beschritten werden werden müssen. Wir verlangen, dab neben Brot- g-tretde auch Hafer und Gerste ausgetauscht werten. Durch die von ter Regierung weiter so rigoros Dorgenom menen Durchsuchungen ter landwirtt chaft- lichen Betriebe toitb die Leistimgs fähig kett ter Santemrte nicht gesteigert Ter Landwirischast darf eine angemessene Preissteigerung ihrer Erzeugnisse nicht verwehrt weiden, so lange ihre Produktionsmittel so teuer sind. Der Zlusglria>Sfond für Stick- üofft>üngemittel sollte aus gelöst werten (Beifall rechts.)
Abg Dusche sD. Dpt ): Der frühere sozial- temDlratikfe Ernährungsniinister Schmidt rühmte ach, b« Brotpreise unter den Erzeugerpreisen gehalten -zu hoben Das deutsche Volk ist dabei aber brindfe verhungert. Da die Brotgetveiteerntc nicht besonders gut ist, werten wer inttidestrns 2'/, Millionen Tonnen Bvotgetreite aus dem Ausland ettifühven müssen. Wir begrüftcn es, bafe her Minister S?erme3 in er-freulichem Gegensatz -.u seinem AmtSvovgänger Schmidt rechtzcttig ein- getauft bat und daß schon 1,8 Millionen Tonnen gekauft sind. Wir sind nicht für Schweinemast nertröge, weil dabei nichts heranskommt. Das 'Brotgehrite läßt sich nur bann restlos erfassen, iMnn den Landwirten Mais als Futtermittel go geben wird Diejeiüigen Landwirte, die ihr Brot- getveite restlos ablicfertai, müßten ihr Bieh fein* tetn lassen. (Beifall.)
Abg Ker schb anm (Dem.): Ter Mais sollte oleüfenästig an die Landwirtschaft im Reiche verteilt werten Den kleineren Bauern sollte dabei besonders entgegengckvm men werden. Die Schweinemast ist heute mehr als ic das Arbeitsgebiet ter kleineren und mittleren Bauern. Die phosphor- sauren Tüngenrittri sind itngcteuer hoch im Preise. Tas DruschprÄnicnsystem hat überall Berbttte- nmg unb Unfrieden in btc landwirtschaftliche Bevölkerung getragen Wtt bitten um auskömmliche Preise, aber um Beseitigung des Prämiensystems. Man sollte mehr Wert auf Produktion als auf Erfassung und Verteilung legen. (Beifall.)
Abg. Türnr ei ter (Bover. Bollsp.): Die Zwangswirtschaft steht eigentlich nur noch auf dem Papier. Tao Umlag?versahren roür:c dem fetzigen System gegenüber den Dorzug verteenen. Wetm
er auf 56. (Großer Lärm und Zurufe lcnks und rechts.^ Die Regierung mutz die 'Ablieferung des Getrcites erinni'grn Wer will uns denn ivetß- inarfwi, bafe em Eierprris von 3,50 Mk. für das o/feSL?0?1 dtt Produktionskosten deckt, und bei -4Mk. für ein Prund Schweineftaisch ist es ntdu anteri Das sind doch Ricfenverteenste. Auch daS soziale Gewissen sollte bte Bauern ve rn- .afsen unser Aolt rn seiner Not nicht im ettdx SU taffat. Tie Arbeiterschatt verlangt, bafe enb- Iraj nut dem Abbau ter Preise Ernst gemuckt wird.
Abg. Dietz (8 ): Wir müssen vom Auslände unabhängig werten. Deshalb brauchen wir di' (Etat- öofttn, gegen die sich ter Abg Hertz gewrifri bat Wir temuten auch Phosphate unb Futtermittel, speziell Mars, damit wir nicht Gkteerte und Maie zu verfüttern brauchen. Mit ter Einkausspolitik des Ministers sind wir einverstanden Die ßanbroir;- schast hüll keine hohen Preise. Wer die Preise lassen sich auch nicht auf Kommando abbauen. Tie mangelhafte Getreideablieferung liegt an ter siechten Ernte, die nur 40 Prozent ter normalen Ernte beträgt. Reichtümer bat btc Landwirtschaft au>3 dem Getreide nicht gezogen. Tic neuen Priisc müssen jedenfalls noch einen Nutzen lassen
Reichte rnährun gsm inister H e r m e 5: Tie vom Minister Schmidt eingdeitete Politik ter Mindestpreise feit sich nicht bewährt. Tie Jntexkommis- sion feit deshalb bestimmte Borschlage gemacht, die auf ter Ernährunasministerkvnsevenz besprochen wurden. Beschlüsse sollen erst in München gesastt werden. Wenn Sie die Bewilligung billiger Tüngc- inittel usw. von niedrigeren landwirtschaftlichen Produkten abhängig machen wollen, treiben Sie jedoch den Landwirt dazu, das anzubauen, waS ihm den meisten Gewinn abwirst. Die Wliefermiqs-- 3afften seien höher als im Dorjahre gewesen. (Zu- nifc links.) Natürlich seien auch Zurückhaltungen vorgekommen. Don einer katastrophalen Lage ter Brot Versorgung könne keine Rede sein. Tas Quantum von 200 Gramm für den Kote sei Dank unserer Zukäufe im AuÄante gesichert. Warn ter Absatz unserer künstlichen Tüngemittel im Auslände sich st> Wetter entwickelt wie bisher, dürsten wir bald an einen 2lbbau denken können. An Thomasphote phatmehl haben wir das Zehnfache eingesührt wie im Vorjahre und unsere Landwirtschaft wird dadurch in Die Lage versetzt, allmckhlich wieder leistungsfähiger zu werten. (Bravo.)
Abg. Düwell (Stontrn.): Sett 1914 seien die landwirtschastlichen Preise 13ntal heraufgesetzt worden und ba wolle ter ErnährungSnrmister uns weismack'en, bafe bie Löhne bei weitem die Hauptschuld daran trügen. (Vizepräsident Bell rügt den Ausdruck weismachen.) Die Landwirtschaft halte mit den Ablieferungen zurück. Deshalb müssen wir die teueren Einkäufe ttn Auslands machen.
hin kaum zu ersetzen sind.
Schöfiengericht.
G i c fe e n, 26. Jan.
Eine Bttch'chirduna.
Deutscher Reictzstag.
„ .... Berlin, 29. Jan
, .3*1,5ral’^>CT;t eröffnet die ©tuntig m.tvrgS
Uhr. Be. Beginn Der Sitzung weilen bte Trv 'unen ernt ungleich stärkere Brietzung auf al4 daS vxru».
handelsverbandes verferndett worden. Tie Sache wurde damals auf Antrag bet Staatsanwaltschaft vertagt, wett diese noch wettere Ermittelungen anstellen wollte. Das Ergebnis ter- selben roar, bafe gegen vorgenannten Viehhändler, sowie gegen zwei Viehhändler aus Friedberg und aus Oldenburg Anklage wegen Preistteiberei und gegen bie beiden Erstgenannten Anklage wegen Del- laiteten Betrugs erhoben wurde Ter Sachverhalt ist kurz F-olgeiwer:
Im Sommer 1919 war die Belieferung mit Schlachtvich sehr schlecht. Ter Oberhessische Vieh- hantelsverband ging daher auf ein Anerbieten des Friedberger Viehhändlers, der holländisches Bich zu liefern versprach, bereitwillig ein. Ter Vertrag konnte jedoch nicht erfüllt werden, weil bie Reichs- sleischstelle in Berlin Schwierigkeiten machte. Ter Vorsitzende des Verbandes erfuhr nun, bah es möglich fei, gus Holland eingeschnuggeltes Vieh zu er- werben. Zufällig hörte er, bafe ter (Düsseldorfer Viehhändler deraNiges Vieh nach Nauheim gelic* fort s,abe, unb er machte deshalb den Friedberger auf den Tüftelte riet aufmerksam. Die Seiten trafen sich darauf mit dem Oldenburger Viehhändler in Bremen Bei dieser Zusammenkunft wurde, nachdem der Düsseldorfer erlläri hatte, bie Lieferung von geschmuggeltem Vieh sei unmöglich, vereinbart, der Düsseldorfer solle inländisches Vieh erwerben unb nach Giefecn schicken. Aus die Frage, woher er das Vieh bekomme, antworte« er: „Fragen Sie mich nicht zuviel, wenn Sie in Giefeen gefragt werden, antworten Sie dasselbe." Der Frieobinger Handelsmann ichlofe daraus in Gießen er nm Vertrag ab. wonach eine Probesentemg Steh zum Preise von 7 50 Mk. je Kilo franko Empfangsstation geliefert werten sollte. Auch wurde ein neuer BertragSmtwurf über die fortdauernde Lie- ’erung von ausländischem Bieh nicbcrgriitnicben, ter aber nicht unterichri'llich oollzogm wurde. Aus
hinausgesetzt
Vetm Titel „Nacteichtauoesen" erklärt Aby. Seidel (USP ), die ^ixondurrtabtrihmg orgam- iifrc einen Svltzridttnst, der auch die Zwilbeoöl- frnrrq, vor allem die Arbeueestbost, bespitzelt
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nicht eine Million Tonnen zur Stelle. Damit habe ter Muttster sich ater 'als Minister gegen ine BolksernLh'.rrng errotden.
Tonnt schliefet die Debatte. Not- und Er-
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Heinrich Schaaf, 1195 lerfenbfldi. 8tljt leert Kisten
die Frage des GeschästSsührerS, ob auch kerne Dummheiten «macht reihten arnworreie ter 5ncbterget „Fragen Sic mich nidX #u viel.'
Im Auguü rourten dann etwa 150 Stück V i e h an oerschretenl Q-ommuntarbänte Hessens geliefert \Mer in Gersten trafen Ente August auf wer Frachtbriefe 32 Stück rin. von denen 12 Lüde Ul Bcrnstori in Hannover und A) Otfeen imb trächtige Rinder am tem u,uUxn'KtKx'l tn Ber.m unter ter Adresse „Stadtautsverivalrung Gtesten" verladen worden waren. Hier wurte sofort festgestellt, dafe ei sich nicht um ausländische-, sondern um inländisches Vieh hantele Ter Dü'iridorfer und ter Friedberger Viehhändler wurden sofort telegraphisch becbihieruim. Beite bclauDtreu. da» Vieh sei Auelandsvied. und baeten hierbei trotz mchrsachen Vorhalt» steten Erst al5 sie auf d«e Tatsache hingewiesen wurden, tos, sämtliche» Vieh deutsche Ohnncirken trage, gaben sie zu, bau cs kein AuSlandSvied kei. Sie erllärteii nunmehr, c» müsse eine Verwechselung vorliegen, da» Vieh hätte anderswohin geben sollen
Die Forderung für die 150 Stück betrug nach dem abgeschlossenen Vertrag etwa 510 000 Mark. Im Laufe der Veifeuidtung mnäfeigie der Düsseldorfer bann bie Forte-rung auf den Höchstpreis für deutsche» Schlachtvieh, ter damals nur 2.60 Mk. je lkilo betrage, während bie Angeklagten ihrer Forderung von 510 000 Mk. den für die Lieferun.f von Au-landsvied vereinbarten Dreis von 7 50 Mk. je Ürlo zugrunde gelegt batten Ter Nachlaß betrag mithin über 300000 Mk.
Auf 'Grund der Uen^ioaumahme miTtrn nun der T-üffelborftr unb der Friecktepg-r Biechhsmdler n*cflen Betrug- zu GefäirgniSst.« en von 4 unb drei Monaten, ferne w GeÜnttnren von je 3OOii x,J?<trr verurteilt Erne höhere (teÜMhwc konnte leibet nicke ausgesprochm werden, tei das Oteicta nicht zulästt T«gegen musckn' a.1. A .1 - klagten von der Anschultegung brr Preistreiter.n sckige7vro<ten werden, ba ihre Angaben, fte hätten dao gelieferte Vieh im roriendidmi nidvt alr Sckl-tak-tvied, sondern als Milch- unb Zuchtvieh aurtauiai und dafür ausscktieNrch b*r Fracht unb tonftiflcr Unkosten rund 495 000 anSgeben mürtra, nickt widerlegt werden konnten, so nnwahrickem- lick sie mrch tat unb für sich ningnt.
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1 *ääSS«j* w Kaute;


