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Äraft treten.

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der am

Aba Dingeldey (D Vv ) au6: Die dies­malige Generaldebatte bat sich überall in mab» rollen Bahnen bewegt. DaS war von Dom herein auch die Absicht unterer Fraktion. Wir Heben alle unter dem Eindrücke der gewaltigen Rot -ferca Volkes, ganz gleich, in welch'.'m t>oliti- chon Lager wir Heben. Diese grobe gemetn- (ame Hot zwingt au gemeinsamem Arbeiten. Hm- tu tommi datz innerpolitisch ReueS in Heften njchr DDilicgt, und datz Da». waS uns grundsätzlich etwa Scheide!, io oft ausgesprochen wurde, dab es

ßldt)b George und die Iren.

London. 29. Juni. (WTB.) Die Zei­tungen melden, dah der Ministerpräsident von Rordirland. Eraig. auf die Einladung von DeDalerazur Teilnahme an den Be­sprechungen im Rathaus von Dublin, antwor­tete. Cb* sei unmöglich, irgendwelche Zusam- menkunft zu vereinbaren, nachdem er bereits die Einladung Lloyd Georges zu der Besprechung in London angenommen habe

London, 29. Juni. Reuter. Ein späterer Bericht auS Dublin besagt, dah vier süd- irische Unionisten die Einladung de B a - le ras zu einer Besprechung in Dublin am 4.3ult angenommen haben.

Lloyd George über die Gewinn- beteiligung der Bergarbeiter.

becher giehen, denn ein Vertrauensvotum können ' Sie von uns nicht verlangen, von der Regierung

Fraktion zu pflegen.

Der Meineidsprozeh gegen Erzberger.

Berlin, 29. Juni. (Wolff.) 3n der Strafsache gegen den früheren Reichsfinanz­minister Erzberger wegen Meineids, den dieser gelegentlich seiner Vernehmung im Helfferich-Prozeh geleistet haben soll, hat das Landgericht auf übereinstimmenden Antrag des Generalstaatsanwaltes und der Berteidi- aer beschlossen, den Angelmuldiaten mangels Beweise auf Kosten der Staatskasse anher Verfolgung zu fegen.

bung d r ®ctoinnbetetligunq durch- Lcfübrt worden Bezüglich der 10-Rllllionen- ' )lund-Beib»l!e der Regierung erklärte Llobd Ge-

' i überzeugt, dab obn-

dcr Regierung augenblicklich nur eine tcUtneilc Wiederausnadme der Arbeit flattflnben werde Er dosse. dab der neue grobe Wan neue Bezie- bangen zwischen Kapitol und Arbeit «challen werde, nicht nur in der Kodlentndustrte. landern in allen Industrien, dab da- neue Coltern die Ration für den bisher angerlchteten Schaden reich­lich entlchadigen und eine Zeit de- Zu lammen- wirtens im ßanbe einleiten werde

auslichtsdehörde, angeblich gegen den Schmuggel, ein.

Attentat auf den Prinzregenten

von Serbien.

Berlin, 30. 3unt. Rach einer Meldung Voss. 3g. aus Delrad wurde gestern 3ahreStage des Attentats von

Hessische Volkskammer.

St. Darmstadt. 29. 3uni

Am Regierungstisch Staatspräsident U l r up. Minister des 3nnem Dr. Fulda. Zusti-minifter v. Brentano, Präsidenten der Landesämter und Äommiflare. __

Präsident Adelung eröffnet die Sitzung um 91 4 Ubr.

3n Fortsetzung der

Generaldebatte zum Hauptvvranschlag

Der Friede mit Amerika.

R e u y o r f, 29. 3uni. (WTB.'» Si; Funl- Ipruch derSribunc meldet aus Was ding ton. pah die Mitglieder des von den beiden Hausern

Die Räumungen inOberschlesien.

Oberglogau, 29. Juni. (WTB.) Heute morgen teilte der englische General H e n n i fer dem Führer des deutschen Selbstschutzes den Rückzug der polnischen 3nsur- genten aus der ersten im Räumungsplane vorgesehenen Zone mit. Daraufhin leitete Ge­neral Höfer, gemäh den-getroffenen Ber- einbaningcn, sofort die Umgruppierung des deutschen Selbstschutzes an.

Hindenburg. 29. Juni. (WTB.) Das Rathaus ist geräumt worden. Die pol­nische Fahne wurde einqezogen. Einzelne Ab­teilungen rücken in östlicher Richtung vor. 3n den Dörfern wird auf Grund der Ver­fügung der interalliierten Kommission vom 29 Ami eine neue Polizei gebildet. Doch besteht der Verdacht, dah in den meisten Dörfern diese eine äuherlich umgewandeltc 3nsurgententrupppe ist.

Xie Wirtschaftsnot bet Polen.

Berlin. 29. Juni. lWB > Reuter meldet aus Warschau, datz auf Einladung der polnischen 3nfurgcntcr eine Konferenz zwischen den deutschen ®iobint>uflricllen und den 3n«urgenten Hattgefun- ben habe .Die Meldung ist insofern richtig, als vor einigen Tagen in einer Schule in Schoppinw eine Besprechung zwilchen K o r t a n t y und eini­gen Werksvertretern flattgcfunfei bat. Diel" $)cr,-cn waren unter Bedrohn ngen *u dieser Sitzung geladen und muhten fich dem Zwange fugen. Bon den Ehefs der Berwaltun- acn war niemand erschienen. Rur ilnterbirettoren ebne Vollmacht, die den 3n|urgentcn erreichbar waren leisteten dem Drucke Folge, ebne vorher irgendwelche Fühlungnahme mit den Zentral- Icitungen genommen zu haben. Die -rcrlDorftebct machten übrigens keinerlei usicherungen. sor- dem widersprachen den polnischen Ausführungen die auf die Möglichkeit einer Hebung der im ßufammenbrud) befindlichen oderschlesifchen Wirk- schatt sich erstreckten, lebhaft.

Myslowitz. 29. Ium -WB) De7 GtaZt Mvslowiy wurde von den 3n|urgentcn eine K o n- tribution von einer halben Million -nfart auferlegt. Die Bürgerschaft protestierte dagegen und leitete beim Kreiskontrvlleur di-- nötigen Schritte ein.

Pleh. 29. 3unt (WB ) H:er -ichteten bi: Aufständischen eine sogenannte Grenz-

des Kongresses eingesetzten Ausschusses zu einer vollständigen Einigung über ble Frie­densresolution gelangten. Eie stimmten den vom Senat gemachten Vorbehalten zu. nach denen daS in der Hand des Treuhänders be- indliche Eigentum solange sestgehalten werden soll, "bis die amerikanischen Ansprüche gegen Deutschland und Oesterreich geregelt sind, di- ferner In diesen beiden Ländern den amerikani­schen Bürgern daS Recht der meiftbcgünhigtcn Ration zugestanden wird, und biS' diese Länder alle von Den Vereinigten Staaten verhängten Geld- und Haftstrasen sowie Beschlagnahmungen anerkannt haben. Fall- diese- Programm auS» gesührt wird, soll die Resolution vor dem 4. 3ult

Serajewo, ein Attentat auf den Prinz, regenten Alexander von Serbien verübt. Als der Prinzregent nach der Ebeslelstung auf die Verfassung die Rationalversammlung verlieh, warf ein Mann von einem Hausgerust herab eine Bombe gegen den Wagen, in dem der Prinzregent und Ministerpräsident Pasitsch sahen. Die Domhe schlug gegen eine Tele­graphenstange und explodierte in der Luft. Prinzregent Alexander und Pasitsch blieben unverletzt. Durch Sprengstücke wurden eine Person schwer und sechs Personen leicht ver­letzt. Der Attentäter wurde festgenommen.

Die Kabinettslage in Italien.

Rom, 30. Juni. Der König hat Gio - litti neuerdings empfangen. Wie die Blät­ter melden, dürfte Giolitti den Auf- tragzurBildungderneuen Regie­rung annehmen. Er habe sich Bedenk­zeit erbeten.

Rom, 29. Juni. (Wolff.) DerTemps berichtet, dah vor Eröffnung der gestrigen Sc- natssiyung zum gröhten Erstaunen von Gio­litti <5o n n in d mit auSgestreckten Händen auf ihn zukam und ihn dringend bat. die Zü­gel der Regierung weiterzuführen. Sonnino erklärte, er sei mit Giolitti nicht einig über die Außenpolitik, aber, so fuhr er fort:ES ist gewih, daß du dem Lande den Frieden ge­geben hast. Du muht in der Regierung bleiben!

Rom, 30. Juni. (WTB.) Agenzia Ste- fani. 3n Fortsetzung der Besprechungen über die Kabinettsbildung empfing der- n i g den Vizepräsidenten des Senats, Terri- flianl, den Vizepräsidenten der Kammer, Mauri, und die früheren Ministerpräsidenten Salandra, Orlando. Luzatti, Doselli, Sonninp und Nitti.

Italien und der Vatikan.

Rom, 29. Juni (WTB) Zwischen dem Vatikan und der italienischen Regie­rung wurden Verhandlungen angebahnt, um die seit mehr als 50 Zähren unterbrochenen diplomatischen Veziehungen wieder auszunehmen.

Griechische Niederlagen?

Konstantinopel, 29 3um. HavaS. Rach richten aus Kleinasien beftätigen, dah nach der Antwort der Griechen an die Alliierten die Türken die Offensive aus der 3Smis- und Vrufsa-Front ergriffen haben. Die Türken haben einen groben Sieg errungen.

Weiter wird auS sicherer Quelle gemeldet, dab die Griechen auch im Udlchakabschnitt eine Riederlage erlitten haben. Die 13. griechische Division sei vollkommen zerstreut worden und werde von der türkischen Kavallerie versolgt.

Aus dem Reiche.

Die Steuerfragen.

Berlin. 30. Juni. Das Reichskabinett beschäftigte sich in seiner gestrigen Sitzung mit dem Problem der Besitz st euer. Wie dieDeutsche Allgem. Zig. hört, wurden die Beratungen über die Steuerfragen tm Kabi­nett fortgeführt. Sie werden voraussichtlich noch vor der Vertagung des Reichstags zu einer formulierten Erklärung über die Richte Unten der Steuerpolitik der Regierung füh­ren, die der Reichskanzler im Reichstage ab­geben wird.

Bettiebseinfchrimkunqen.

Mannheim 29 Zunl (Wolff) 700 Arbei­ter ber hiesigen Ströbelwerke zogen heute mittag. |o wie sie von der Arbeit kamen zu einer Demonstration gegen die kurze Arbeitszeit von nur drei Tagen in der Woche und gegen die beabsichtigte Schltebung eines Teils der Werke Aum Ratbaus und sandten eine Ab­ordnung zum Oberbürgermeister, um ihn um feine Vermittlung zu ersuchen Inzwischen verharrten Die Arbeiter auf dem Hofe deS Rathauses. Die Verhandlungen dauern an. Bisher wurde die Ruhe nicht gestört.

Die Abordnung verhandelte 5« Stunden mit dem Oberbürgermeister. 3m Freitag wird ein Ver­treter deS badischen Arbeitsministeriums in Karls­ruhe nach Mannheim zur Verhandlung mit bei Firma kommen.

Das Unglück aus der Zech« Moai Leui«.

Berlin, 29 Juni (TDoUf ) Der Haupt- nuSschuh de» Landtages setzte am Mittwoch die Beratung de» Bergetats fort. In der Einzel­beratung wurde daS Unglück auf der Zeche Mont Eeni« besprochen Bergrat Hatzfeld gab eine aus­führliche Darstellung. Es seien 82 Tote und 79 Verletzte zu beklagen: nur 51 Mann feien un­verletzt davongekommen Ueber die Ursachen könn­ten restlofe Aufklärungen noch nicht gegeben wer­ben. Gewisse Anhaltspunkte feien aber zur Hand AlleS spreche für eine Kohlenstaubexplo­sion. die durch (flnen Schub veranlaht worden ist Rachgewiesen sei, dah der Schiehmeister nicht be­teiligt gewefen ist Eine energische Unschä^llchmach- ung des Kohlenstaubes sei erforderlich. Die Dir- f ing der Berieselung werde vielsach übertrieben Die lysttmatilche Berieselung In den Abbaustrecken hätte nicht den beabsichtigten Erfolg gehabt.

Der Druckpapierpreis.

Berlin. 29 Juni. IDolsf.) Die Verhand­lungen der aus Grund des ReichStagSbeschlusles eingesetzten Kommission zur Prüfung der Druck- papicrpreife führten zu einem gewissen Er- gebni«. In der letzten Vollsitzung der Kommission, in der die getarnten für die Preisbildung des Pa­piers mafogebenben Grundlagen nochmals durch­besprochen wurden wies der Staatssekretär Dr. Hirsch nachdrückllch daraus hin. dah eine Eini­gung dringend notwendig sei, da bei der jetzigen Finanzlage eine weitere Gewährung grober Reichszuschüsse voraussichtlich nicht mehr möglich sein würde. Die Zeitungsverleger betonten da­gegen. dab bet dem Fortbestehen des bisher gel­tenden Preise» mit weiteren groben Einschränkun­gen au rechnen wäre In direkten Verhandlungen zwischen den Papiers ab rikanten und den Verlegern einigte man sich auf den Pap * er p re i» v o n 3.30 M a rk, der vom 1. Juli ab In Kraft tritt

London. 29 3nnl iWolfs i Lloyd Ge­orgeente geltem im Unterbaute die gemel­deten Bedingungen de» Uebercinkommens zwischen dn Zechenbelihern und den B e r g a r b e i- t«rn auseinander, bi: zur Beendigung des Kob- lcnstreiks geführt haben. Der Prernierminibe erklärte bic Forderungen ber Bergarbeiter nach einem . Pool" leien endgültig aulgegeben. Das Uebcicir.tommen sichere aut einer befnebigente- Grunblag: den' Frieden für lange Ze i t -Wan habe sich auf einen Ltanbardlohn geeinigt Nach Zahlung tiefes Etanbe dlohnes und Deckung der anderen Ausgaben würden die Z^chenbef'tzer 17 Pfund Sterling für je 100 Pfund erhallen Die in Standardlöhnen ausgezahlt rden. Alic

Entscheidungen in der Ientrumspartei. Heute geht die Mitteilung durch die { Presse, dah daS Meineidsverfahren gegen Erz. berger wegen Mangels an Beweisen ein- gestellt worden sei. Gleichzeittg wird daran erinnert, dah Herr Erzberger seinen Partei- 1 Instanzen die politische Enthaltsamkeit nur solange in Aussicht gestellt habe, als d i e s e r Prozeß gegen ihn nicht seine Erledigung ge- sttnden Atte. Die Vorstandssitzung deS Zen- , IrumS, die gestern stattgefunden hat, fand also , in bezug auf die Tätigkeit Erzbergers sozu­sagen freie Bahn. Die Rachrichtcn, die wir über den Verlauf dieser Zentrumssitzung heute erhalten, sind noch zu spärlich und ungenau, um darauf ein Urteil gründen zu können. Soviel steht danach aber fest, dah Herr Erz. berger die polittsche Arena als Parieimann des Zentrums bereits wieder betreten hat. Man begnügt sich offensichtlich damit, brave Eiklärungen von ihm entgegenzunehmen, in denen Herr Mathias versichert, dah er zum Wohle der Partei aufs neue beitragen würde. Die Einigkeit innerhalb des Zentrums werde er zu fördern suchen.

SS ist klar, dah Herr Erzberger auf seine eigene Weise CinigkeitSaktionen versuchen wird. Wir kennen ihn als einen hartnäckigen, unbelehrbaren und eigenwilligen Menschen, dessen politische Vergangenheit den gröhten Mangel gerade derjenigen Eigenschaften offen legt, die eine Vorbedingung oder eine Ge- währ für Einttacht und Zusammenarbeiten in seiner Partei bieten lomrn. Aber daS Zen. trum mag ja wohl vor schweren Entschlüssen stehen. ES kann den gefährlichen Mann nicht ausschiffen, ohne die gröhte Vorsicht dabei anzuwenden, denn Herr Erzberger würde zweifellos eine Spaltung herbeizuführen suchen, und an Einfluh und einer gewissen Anhängerschaft fehlt eS ihm ja nicht. Die Absttmmung bei der Fahnenfrage im Reichs, lag, bei der Reichskanzler Dr. Wirth vom Gros seiner Partei mit einigen anderen Herren sich absonderte, fällt schwer in die Waqschale und erweist, dah der jetzige Kanzler und Herr Erzberger als ein einiges Paar von Brüdern anzuse§en sind.

Auherhalb der ZentturnSpartei, in den­jenigen Kreisen, die bei der erwähnten Abstim­mung den Gruppen der Linken gegenüber­gestanden haben, wird man über die Wieder­aufnahme der politischen Tätigkeit Erzber- gerS sich nicht ällzusehr aufregen dürfen, denn eS war klar, dah der Mann früher oder später auf dem Felde der Tat wieder erscheinen würde. Aber man muh ihm scharf auf die Fin­ger sehen und seinen unheilvollen Einfluh be­kämpfen, wo man ihn immer findet. Sein christlicher SolidariSmuS ist ein gefährliches Schlagwort, das die Lösung unserer sozialen Fragen nicht erleichtert, sondern erschwert, be- sonderS, da Herr Erzberger zur Durchführung seiner Parole skrupellos die Hilfe solcher Par­teien in Anspruch nimmt, die mit christlichen Auffassungen und Bekenntnissen absolut nichts zu tun und ganz andere polittsche Tendenzen aufs Panier geschrieben haben.

Berlin. 30. Juni. Die gestrige Sitzung dcS Reichsausschusses der Zentrum-- partei befchästigle sich zunächst mit der poli­tischen Lage. Das Referat hielt Reichskanzler Dr. W i r t h. In einer einstimmig angenommenen Entlchlichung wird mit aller Entschiedenheit Die Aufhebung der unerträglichen Zwangsmatz- nahmenimWesten gefordert. Das Zentrum werbe die Reichsregierung bei jeoem Schrttte nachdrücklich unterstützen, der geeignet fei..eine unverzügliche Räumung von Düsseldorf und Duis- burg-Rubrori und gleichzeitig d,e Aufhebung der Zollschranken berbeizuführen. 3n einer zweiten Resolution wird das Verbleiben eines ungeteilten Oberschlesiens bei Deutschland gZordcn. Zum Fall Erzberger wurde mit allen gegen eine Stimme bei 4 Enthaltungen eine Resolution angenommen, in der mit Genugtuung davon Kenntnis genommen wird, datz das Terfabrcn wegen Verletzung der Eidespslicht zugunsten Erz- bergers entschieden sei. Erzbergere.kla r tc, dah die Wiederaufnahme f einer polt- tifchen Tätigkeit von der gesarntpolltischen Lage abhänge und datz er stets bestrebt fein werde, die Einigkeit innerhalb der Partei und der

Die deutsch-französischen Besprechungen.

Paris, 29. Juni. Havas Die Be­sprechungen zwischen den deutschen und fran­zösischen Sachverständigen wurden nach­mittags im Ministerium des Aeuhern fortge­setzt. Loucheur war zugegen.. Zum Schluh der Sitzung wurde die Frage der Materialllese­rungen angeschnitten.

Die Prozesse gegen die sogenannten Kriegsverbrecher.

L e i p z i g, 29. Juni. (WTB.) Heute vor­mittag wurden die Prozesse gegen die so­genannten Kriegsverbrecher vor dem zweiten Strafsenat des Reichsgerichts unter Dem Vorsitz des Präsidenten Schmidt wieder wieder ausgenommen. ES wird jetzt eine Reihe französischer Fälle verhandelt. Reben den Vertretern der Reichsregierung wohnt den Verhandlungen im Auftrage der französischen Regierung eine französische Justiz- k v m m i s s i o n bei, an deren Spitze der Ge- neralantoalt am Pariser Kassationsgerichtshof Matter steht. Zu Beginn der Verhandlun­gen teilte der Vorsitzende mit, dah nur gegen Major E r u s i u s, nicht aber gegen General Stenger vom Oberreichsanwalt Anklage er­hoben wurde. Das Verfahren gegen Stenger wurde nur auf Grund von Anfchuldiguntzen in der Auslieferungsliste eingeleitet. Sodann machte der Vorsitzende Stenger aufmerksam, dah die Ermittlungen keinen Anlaß zur Er­hebung einer Anllage gegen ihn ergab, dah aber der Oberreichsanwalt eine gerichtliche Entscheidung in dieser Sache herbeiführen wolle. Die Beschuldigung geht dahin, dah Stenger im August 1914 den Befehl gegeben haben soll, alle verwundeten Franzosen, auch die guf dem Schlachtfelde gefangenen fran­zösischen Soldaten zu töten. CrusiuS soll u. a. versucht haben, am 21. August 1914 einen französischen Soldaten töten zu lassen und am 27. August mehrere, mindestens sieben, ge­fangene Franzosen haben töten lassen.

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Ur. 150 _____ UV Jahrgang Donnerstag, 50. Juni 1921

Der tiefieaer Anzeiger 0 a 3«eebr von »»zeiaei

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für die Schriftleitung 112V Haupilchriftleiter lug.

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Srewffurt a. m. 11686. vntck und Verlag: vrühl'fche Univ.-Vuch' und Steinöruderei R. Lange. Zchriftleitung, Seschäfizftelle und vruderel: Zchulftratze 7. 1-mtUch in «iehen.