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Samstag, 29. (Wer 1921

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Nr. 254 Zweites Blatt

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eine längere Debatte an diesen Gegenstand ge* Ir.üpft. Für die torrmenbe LandtazSwahl ist Dietzen in 18 Wahlbezirke eingeteilt worden; der Grundsatz, 2500 Einwohner zu einem Be­zirk zu vereinigen, lieh sich auS praktischen Gründen nicht immer streng durchführen, dock ollen die Abweichungen nur unbedeutend fetal. Durch die Genehmigung her Kosten für die Herrichtung deS DiehmarktplayeS am Dürerbahnhvf ist eine Zunahme der wirt- chafllichen Bedeutung DiehenS zu erwarten. Aach der Aufhebung der Zwangswirtschaft und in Anbetracht der Futternot, die eine ge- teigerte Abgabe der Viehbestände zur Folge >at, dürften sich die Diehmärkte, deren man in diesem Jahre noch vier abzuhalten hofft, >ald wieder zu ihrer früheren Rotte im Wirt­schaftsleben unserer Stadt erheben.

Der Dritte Landesparteitag her Deutschnationalen Volkspartei in Gietzen.

Sieben, 28 Oktober 1921

Die durch die Tagespreise angelünbigt. findet eu Beginn W 28 Oktober der dritte LandeS- parteitag d. r hessischen (deutschnationalen) Votts- partc. in Sieben statt und wird noch Samstag u»d Sonntag dauern.

>. (Ziehen gewinnt Der Parteitag besondere Bedeutung dadurch, dah eS der erste dieser Art ist. der innerhalb seiner Mauern stattftndet.

Eröffnet wurde die Tagung durch die Cit- eunq d s Erweiterten Frauen . Ausschuss^. der um 4 LH- ein' zahlreich besuchte Frauenversamm- lung im Gröftherzog folgte.

Mit herzlichen Worten begruhte die Bor- sitzende dr-S irauen-AuSschusseS, Zrau Klara Äiti, fr>or-0,fenbach. die erschienen Frauen. Sie erinnerte daran, dah *um edlen Male auf der Tagesordnung der Bericht über die Aufgaben be3 La d Frauenausschusses stehe Zum ersten Male ist legenheit, wichtige Frauenfragen zu erörtern. Es gilt nun Fäden zu spinnen von Ort zu Cd, Tertrauen zu suchen in hei her Liebe zu Dvlk und Vaterland. Wenn anfangs, nach Gründung deS Frauenausschusses im Rovember p 3., die Aufgaben noch mehr oder minder un­klar ttxiren. man nur tastend Vorgehen tonnte, ist nunmehr ein fest umrittenes Programm vorhan­den SS gilt vor allem, mit allen Frauenfragen angehenden Ges tz sentwürsen bekannt und ver­trau« zu werden, um Stellung dazu nehmen und die A g ord etei der Körperschaften über Wünsche und Anstände der Frauen unterrichten zu können. Daneben steht alS weitere, wichtige Aufgabe die Kleinarbeit in der Partei, daS ständige Werben,

Araber hinein. Dewitz, die sozialen Degen'ähe fallen überbrückt werden Ader man suche sich nicht die ersten vier Schuljahre dazu auS. Mehr alS seither ist zu erstreben, dah der Aufstieg in eine höhere Schule erreicht würde durch er­leichterten Eintritt und Scha sung von mehr Frei­stellen Insgesamt genommen füllt sich die Ein­heitsschule und Beschränkung der Prira schulen alS ein Gewaltakt ge^en die (Mtcrn dar, eine Pro- (etarifierung der Atnber, die aufs schärfste tu be-

daS ständige Tätigsein. I

lieber Ideen zur politischen Erziehung der deutschen Frau" sprach Frl. Rennert - Diesten Die Beschäftigung der Frau ist in den letzten sieben Zähren eine viel weitgehendere geworden. Vie darf nicht in den TageSfragon, die die ganze Welt und unser Vaterland berühren, vorüber- gehen Mil eisernem Willen muh sie sich mit Politik vertraut machen, eisernen Willen in der Durchfüh-ung der für richtig erkannten Ziele ha­ben Gemeinschaftsgefühl ist notwendiger denn j Gerade dies ist eine Hauptaufgabe der Frau, mit starkem Willen da- zu fördern Es mutz aufhören, bäh eS d'itzt: politisch2v'" -in garstig Lied. Sie must a.7l'Ümpfen Leg« -cmütigen, frivolen Lebensgenutz, pecen das sinnlose Rach- jagen nach materiellen Gütern. Dem Geldprinzip de« modernen City - Menschen ist das Kreuz des Christentum« entgegenzustellen. Aur so kann unS die Zukunft von der jetzigen Lage erlösen.

Als nächster Rednerin sprach Frl. Haumann- Darmstadt über .Schulfragen". 3n Hessen ist das neue Vo'.ksschalgesetz angenommen worden, mit dem es sich auseinanderzusetzen gilt. Als Grundlage ist zu fordern, dah Politik aus der Schule zu bleiben hat und Religion hinein. Das vierte Gebot zu predigen ist nötiger beim je. Dann eine nationale Grundlage Liede zum Vater­land und seiner groben Geschichte. Erzählen von denen, die Deutsch'and grob und mächtig mach­ten. An vt<l.e des Christentums darf Nicht irgend­eine abstrakte Weltanschauungslehre treten. Reine Einheitsschule ohne Religion. Auch die reine Kon­fessionsschule ist vom Hebel.

Rach dem neuen Gesetz soll eS drei Klassen geben: die der Begabten, die Rormalllasse und die Förderklasse. Die Verteilung in die Klas'en erfolgt im vierten Schuljahre! Welcher gewissen­hafte Lehrer unterfängt sich, im vierten Schul­jahre zu sagen, welches Kind begabt ist und welches nicht? Baden, das bereits seit einiger Zeit die Teilung eingeführt hat, hat nicht öte besten Erfahrungen damit gemacht. Die Bega­bung zeigt sich erst mit eingetretener Geschlechts­reife Das arme Kind, das in der Degabten- klafse fitzt und nicht mehr mitarbeiten kann. Welche Enttäuschung für die Ettern! Welche Gefahr der ungerechten Behandlung durch Lehrer und Er­zieher! 3n die Förderklassen werden die Minder­begabten yelicdi. Au, Zeutsch: ,cdes arme, .um­her begabte Ntinb bekommt von früh aus den Stern- ae: ir'ti aaegebrüdt. den es für sein

Leben behält. Spott und Hänseleien durch bU anderen Kinder werden nicht ausbleiben Füi den Lehrer ist die Degabtenllasse natürlich die angenehmste, die Förderllasse bedeutet für ihn eine säst nicht zu leistende Arbeit. Die Rormal- llatte ist di>' seitherige Klasse. Ferner hat man bte Mittelschulen aufgehoben. Ihre segensreichen Wirkungen wird man nicht mehr verspüren. Ge­rade die Kinder werden sie sehr vermissen. Die erste Schule ist die Grundschule. Da müssen alle

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Stockung in der Gasabgabe eintrete. Bürger­meister Krenzien unterstützt die Ausführun­gen deS Vorredners. Stadtverordneter Mann erklärt den schlechten Gasdruck mit unrationeller Ausnutzung der Kohlen. Das Gaswerk müsse den technischen Fortschritten entsprechend aus­gestaltet werden. Stadtverordneter Kraus- m ü 11 e r hätte gewünscht, dah die Aeutzerungen des Vorredners unterblieben wären. Er bedauert, dah der Leiter des Gaswerkes nicht bei dieser Verhandlung zugegen fei, um Auskunft zu geben. Stadtverordneter Mann meint, die Befürch­tungen Krausmüllers, dah seine Darlegungen dem Interesse der Stadt schädlich sein könnten, seien unbegründet. Bürgermeister Krenzien schlägt vor, den Punkt, der mit aller Diskretion behandelt werden müsse, fallen zu lassen.

Die Einfriedigung des Grundstückes Bahn- hv'str., dir Baugesuche des Schütze.'Vereins und der 5irma Heyligenstaedt & Co. werden bewilligt, die Errichtung eines 2agrfd?m>bia cu dem Lager­platz der Firma Abermann von Bedingungen ab­hängig gemacht. Geaen die Anbringung von Fen­stern in der Brandmauer des Hauses .Ost-An- läge 16 erhebt sich fein Widerspruch. Die Teilung der Hofreite Franks. Str. 33 wird unter gewissen Bedingung-n genehmigt. Ohne Gegenrede werden die Errichtung eines Pförtnerhauses auf dem

'Borgartengclänbe unb Erneuerung b r Cinfriebv gung des Grundstücke« der Firma Pr ppc u. Co., die Errichtung eines Anbaucs am ®a c.cigcbauLO auf dem Grundstück der Gefell chaft für Beton und öifenbeton, die Baugc uche des Prof. Brü­ning und de« Herrn Schlüter genehmigt. Die Firmenschilder an den Häusern Frankfurter Strafte 69 unb Brandgasse 5 werben belassen.

Für die Errichtung von vier R o t in o b nungen im Landsturmlager wird ein Kredit von 145 000, für bauliche Herstellungen im Barackenbau der Alten Klinik em Kredit von 2000 Mark bewilligt.

Die Heber nähme der Kosten für Weiftb Inder» arbeiten in der Wohnung deS D e icr« des Vers - Amtes im Barackenlager der Allen Klinik wird abgelehnt.

Sie Preise für die BegräbniSplätzt auf dem den Israeliten übe lass ne-n Seil des Friedhofes am Rvbberg we.ben so er­höht, daft für das Grab eines Erwachsenen 375, für das eines Kindes von 310 Jahren 202 und das eines Kinde« unter 3 Zähren 225 Mk zu entrichten find.

Die Beschlülse des Ferien-AuSfchus- 7 e 6 vom 1., 22 und 26. August werden be­stätigt.

Der Hessische Staat hat sich zur Erbau­ung von Beamtenwohn un.ien unter der Bedingung bereit erklärt, datz die Stadt Gieften ihren 'Beitrag dazu entrichtet. Es wird beschlossen, bat; dieser inoglichst in Fvnn von Gelände unb Materiallieserungen abgetragen werden soll.

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Sitzung der Stadtverordneten.

G letzen, 29. Oft. 1921.

Die Dauer der gestrigen Stadwerord- netenversammlung stand im umgekehrten Ver­hältnis zum Umfang der Tagesordnung. Da es sich bei den meisten Punkten um formale An­gelegenheiten handelte, dauerte die Sitzung nicht übermätzig lang. Vielleicht wurden auch längere Debatten durch die immer noch sehr schlechte Akustik des Sitzungssaales verhin­dert. ES wurde übrigens in Aussicht gestellt, datz in der nächsten Sitzung diesem chronischen Hebel durch die bewährte Wandbetteidung nach Möglichkeit abgeholfen werden soll. Längere Zeit verweilte die Versammlung bei dem Bericht des Gaswerkes; handelte eS sich doch hier um eine Angelegenheit, die allge­mein Anlatz zu Klagen gegeben hatte. Die schlechte Beschaffenheit deS Gases wird un­streitig durch die mangelhafte Belieferung GiehenS mit Kohlen bedingt. ES wurde be­schlossen, bei den Reichs- und Landesbehörden Verwahrung gegen diese Zurücksetzung gegen­über anderen Städten einzulegen. Die Ver­tagung des Bauprogramms trug zweifellos wesentlich zur Abkürzung der Sitzung bei. Bei der Wichtigkeit dieser Angelegenheit, die ge­genwärtig noch eine besondere Bedeutung durch die Verwendung des ehemaligen Ge­fangenenlagers erhält, hätte sich vermutlich

kämpfen ist.

Das nächste Referat hielt Frl. Dr. iur. De- aen-Osfenbach über .Frauen al« Schöffen unb Gescküvorene". Der Vortrag, ber in mustergül­tiger Weise gehalten würbe, bildete wohl den attuellsten Teil ber ganzen Reibe unb wurde mit grobem Interesse, wenn, c« mub gesagt werden, auch nicht immer mit Zustimmung ausgenommen. Datz aber die Anregungen, die gegeben wurden, nicht unbeachtet blieben, beweist, datz man abends noch eifrig für unb wider debattierte. Frl. Dr. Degen führte au«: Heister Kamps ist entbrannt ob die Versprechungen, die im Artikel 109 unb 128 durch die Weimarer Verfassung gemacht sind, die Gleichstellung ber Frau dem Mann, einge­halten bald eing halten w.rden. Das Richtertum ist ein nationales Gut, da« sehr geschont werden muh Frauen unb Männer müssen sich richten lasten. Doch nur der Mann rieftet Wo bleibt die Gleichstellung? Die weiblifte Psyche ist von ber männlichen so verschieden, doch ist ber männ­liche Richter psychologisch nur wenig oder gar nicht vvrgcbildet Durch die Reform soll die Straf­kammer in ihrem jetzigen Bestand beseitigt unb dafür ein gemischtes Gericht, ein gröberes Schöffen- gerieftt mit 2 gelehrten und 3 Laienrichtern, ge­schaffen werden. Die Frau soll zugezvgen wer­den wenn eine Frau ober ein Zugenblicher un­gefragt ist. allein oder mit Erwachsenen. 2lls- >aim sitzt im Schöffengericht eine Frau, in der Straffammer zwei, im Schwurgericht fünf Frauen. Die Frauen also überall in bei Minderzahl. Eine Verurteilung ober einen Freispruch kann sie nicht berbeifüftren, allein im Schwurgericht, wenn alle fünf Frauen wirklich einmal einer An­sicht sein sollen, ist ein Freispruch burch sie mög­lich. Diese Befreiung der Frau vom Laienrichter- amt ist ihr leicht gemacht. Doch ist au fordern, da stkeine Frau, wenn es irgend geht, ablehnt, damit nicht nur sensationslüsterne Weiber zum Schaden der Rechtspflege richten. Zu fordern ist, bab bei allen SitllichkeitsdeliLen bie Frau mitsitzt.

Als letzte Rednerin sprach nochmals in über­aus warmen zu Herzen gehenden Worten Frau Klara Klingspor über bieÄanbibatenfrage.

Der Degrübungsabend, ber im .Einhorn" um 8 Hhr seinen Anfang nahm, vereinte eine unerwartet grobe Zahl von Freunden, so datz ber grobe Saal zu Nein wurde. Gesangsvorträge, von Frau Elsbeth Blank, bie mit Recht groben (Beifall ernteten, Rezitationen von Frau Mendels­ohn Bartholdy, ebenfalls mit reichem Beifall »edacht. Musckstücke. Prolog brachten reichhaltige Abwechslung. Ramens ber Siebener Ortsgruppe begrübte beten Dorsitzenber. Herr Oberpostinspek- tor Kohlhaase.

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Die Einteilung der Stadt Gietten in Wahlbezirke für die La ndta gS- wahl am 27. Rovemb?r 1921. Bürgermeister Krenzien crLä.t, ba t alle sche naiüvlbft nicht erfüllt worden fonn.cn Man habe sich bei der Reueinteilung der Wahlbezirte an da» Prin­zip gehalten, je 2500 Einwohner in einen Be­zirk zu vereinigen So seien 18 Wahlbezirke vorgesehen. Stabtv. Wachte! wünscht, datz den Kranken, die nicht in ber Lage feien, da« Wahllokal aufzusuchen. ® ?Ieicnbcit g qe" en werde, ihr Wahlrecht bei einemfltcgenuc.i Wahllokal auszuüben. Stabtv Frau Raumann meint, datz dies gesetzlich zulässig sei, was aber Bei- geordneter Dr. Leib bestreitet. Stadtv. Vet­ters weist daraus hin, datz ber vorn Stadtv Wachtel angeregte Vorschlag vor allem für die Insassen der Kliniken in Frage käme, falls sich dort eine gröbere Zahl Wähler chiigtei auf halten sollte. Stadtv G oer tz hat nod) einiges au«- zusehen an der Einteilung der Wahlbezirke.

Das Darlehen an den oberhefsifchen VereinfürinnereMission wird in Höhe von 15 000 Mark mit 2peozentiger Rückzahlung genehmigt.

Die Polizeiverordnung zur Erhaltung der Sicherheit unb Orbnung in unb vor dem Stadttheater wurde genehmigt.

DieHergabedes OSwaldSgarten« für Veranstaltungen wirb m Zukunft an bie Be­dingung geknüpft werden, datz um 10 Uftr abend« jegliche Musik einzustellen ist.

Für die Herrichtung desViehmarkt- Platzes am Güterbahnhof werden 50000 Mark bewilligt Roch in biefem Jahre sollen, wenn möglich vier Viehmärkte abgehalten w.rden. und zwar zwei Rindvieh- und zwei Sd)weinemärkte. Für 1922 sind 22 Schweine- unb 22 Rindermärkte geplant. Die sportliche Benutzung deS Viehmarkte« soll zunächst nicht eingeschräntt werden.

Das Gesuch des Heinrich Rusch II. um Er­weiterung feines Wirtschaftsbetriebes Kanzlei- berg 5 wird abgelehnt, dagegen das Gesuch der Peter Sommer Ehefrau um (Xrlaubnic zum Schankwirtschaftsbetrieb im Hause Steinstratze 23 angenommen.

Hm 63/4 Hhr wird die öffenlliche Sitzung ge­schloffen.

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Stimmen ans dem Publikum:

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Anwefend sind Bürgermeister Krenzien, die Beigeordneten und 30 Stadtverordnete.

Dem Gesuch der Freiwilligen Sani­tät S k o l o n n e vom Roten Kreuz um Gewäh­rung eines Jahres beitrage« wird gemätz dem Antrag des Finanzausschüsse« in der Höhe von jährlich 5000 Mark entsprochen.

Ohne Widerrede werden 10 000 Mark für die Hng lücklichen von Oppau genehmigt.

Trotz der priiyipiellen Dedenlen. bie dem Gesuch der Hniverfität um einen jährlichen Zu- schuh für das Institut für Körperkultur entgegenstehen, ba der Staat hierfür zuständig ei, werden doch in Anbetracht der hohen Be­deutung, die dieses als erstes von ber Uni­versität Gietzen ins Leben gerufene Institut in der heutigen Zeit hat, für die Dauer von drei Jahren jährlich 1000 Mark bewilligt.

Die Beitragserhöhung an den Verein für Gesundheitspflege wird, ba eS sich nur um 34 Mark im Jahre handelt, widerspruchslos bewilligt.

Ebenso wird die Erhöhung des an den Ver­band Hessischer De r k e h r s ve r e i n e zu zahlenden Betrags von 50 auf 75 Mark an­genommen.

Es wirb beschlossen, 5 Freitische beim (Siebener Studentenheim zu gewähren, wofür bie jährlichen Ausgaben auf 5000 Mark veranschlagt werden.

Die Gesuche des Kaninchenzuchtver­eins und des Vereins Kanaria um Stiftung von Ehrenpreisen werden abgelehnt.

Der Bericht des Gaswerkes wendet sich gegen den Vorwurf, datz das Gas in Gietzen autzergewöhnlich schlecht sei, den Stadtverord­neter Fourier in der Sitzung vorn 23. Sep­tember erhoben habe. Stadtverordneter S i - mon meint, dah dieser Vorwurf doch wohl eine gewisse Berechtigung habe: es müsse fest- gestellt werdetr, woran es liege, datz ber Gasdruck so gering sei. Der Grund sei darin zu sehen, dah daS Gaswerk zu schlecht mit Koh­len beliefert werde. Hierin müsse eine Aende- rung eintreten, so datz bie Kohlenbelieferung mit der wachsenden Gasabgabe Schrttt halte. Redner bittet, eine Eingabe an den Reichskohlenkom­missar und die hessische Regierung zu richten, dah Giehen besser mit Kohlen versehen werde: es könne sonst passieren, dah eine völlige

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