Ausgabe 
29.3.1921
 
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vtt bolschtwMche weltpropagcmva.

Tie Variier Presse bespricht eine Dar- fiellnng der bolfctzttvi frischen Weltprvpa- ganda, die in ihrer schematischen Klarheit erneutes Bild ber unermüdlichen bolschewisti­schen Bestrebungen gibt.

Danach umfaßt die bolschewistische Pro­paganda die Welt mit einem Netzwerk Tas er sie Netz ist das offizielle Netz Es besteht auS den diplomafischen oder wirtschaftlichen Sowjet-Gesandtschaften, den PressebureauS, der TelegraphenagenturResta", den russi­schen Funkenstationen. Das zweite Netz ist das Geheimnetz A. Es besteht aus einer Anzahl von untergeordneten Gruppen und Agenten, die den Solvjet-Vertretungen im ÄuSlande zugeteilt find. Das dritte Netz ist das Geheimnetz B. Dieses Netz bestebt aus Agenturen, die von einer Zentralstelle im Ausland geleitet werden und miteinander in Serbinbuna stehen.

Tas Zentralbureau der bolsche- Wistischen Propaganda wird geleitet von einem Komitee, das sich aus Sinowjew, Radek, Tschitscherin, Lunatscharsky, Litwi­now, Krasfin usw. zusammensetzt.

Das offizielle Netz mit fernen Verbin­dungen in aller Welt ist genugsam bekannt.

Die Haupttvichtigkeit wird auf B e r l i n aeleat. Der bolsäiewistische Chef in Berlin rst Digbor Kopp. Sein Vertreter ist Ju- bowsky. Im Pressedienst unterhält die Ber­liner Sowjet-Gesandtschaft das Berliner KommunistenblattDie rote Fahne". Sie gibt außerdem denKommunistischen Pressedienst^' Berlin heraus. Das Berliner Bureau ver­fügt über ungeheure Geldmittel und unter­hält eine Armee von Agenten, Kurieren, Journalisten usw.

Es würde zu wert führen, alle die Einzel­heiten wiederzugeben, die der Artikel ent­hält. Die jüngsten Ereignisse im Innern Deutschlands erscheinen als eine traurige, aber unabweiSliche Bestätigung, alS eine Mahnung an alle ordnungsliebenden, arbeitsfrohen Dolkskreise, sich unter Zurück- jflellung trennender Erwägungen zusammen- ruschließen zu einem lebendigen Bollwerk, an dem die Doll und Staat zersetzenden Bestre­bungen des Bolschewismus ebenso zerschellen müssen, wie die Bemichtungsaktionen der Westlichen Feinde des deutschen Vaterlandes.

Eine amerikanische Botschaft an Sowjet-Rußland.

London, 26. März. (Wolff.) Nach einer Meldung auS Washington hat Staatssekretär Hughes an den russischen Sowjei- ivertreter in Reval folgende Botschaft gerichtet: Die Regierung der Bereinigten Staaten betrachtet mit liefern Mitgefühl und ernster Besorgnis die Lage des russischen Kolkes und wünscht, alle geeigneten Mittel und angemessene Gelegenheiten zu fördern, durch die der Handelsverkehr auf eine feste Grundlage gestellt werden kann. Es ist der amerikanischen Regierung durchaus klar, daß unter den bestehenden Verhältnissen für die Entwicklung des Handels keine Sicherheit be­steht, da die Sicherungen, die Rußland jetzt gleich gewähren könnte, völlig ungenügenb lein werden, um feinen Bedürfnissen gerecht zu tverden. Ein dauernder Nutzen könnte sich nickt ergeben, solange die augenblicklichen Ursachen der fortschreitenden Verarmung nickt behoben sind. Nur in der Produktivität Rußlands liege eine Hoffnungfür das russische Volk, uno es ist zwecklos, die Wiederaufnahme des Handels zu cwarten, bevor nicht die wirtschaftliche Grundlage der Produktion fidjer errichtet »vorden ist. Die Produktion -ist bedingt durch die Siclferhcit des Lebens, oie Anerkennung des privaten Eigentums, durch feste Garantien der Un­verletzlichkeit der Verträge und direkte freie Arbeit. Wenn fundamentale Aenderungen ge­plant lind, um geeignete und angemessene Ltücksichten auf Den Schutz der Personen uno des Eigentums, sowie bte Bedingungen zu fdjöffen, die für die Au frech ter Haltung des Handels tvesentlich finb, so wird die amerika­nische Regierung sich freuen, überzeugende Söcivcijc von der Vollziehung solcher Aende­rungen zu erhalten. Bevor jedoch diese Bc- toeifc geliefert werden, ist die amerikanische Regierung nicht in der Lage, eine geeignete Grundlage für die (Erwägung der Handels­beziehungen zu erblicken.

Deutsche Kultur Im Spiegel der Sprache.

In irr Sprache spiegeln fid) die Schicksale und Erlebnisse eine* Volkes bis auf die feinsten Emzel- tzüge nnebtr. und tt ist geradezu erstaunlich, wie viel man von duftänben und Einrichtungen der Ver- gangenh.it aus ihr erkannt hat. Tiefe Bedeutung der Spraäze für die ful turgr fdMtliax Forschrmg Itrirh besonder: betont von dein bekannten Svradf svrscher Pr.'s. Hennemn Hin in seiner ,,Et»)Mologie vcr nend-'chderitscben Sprache", dic soeben im C. S>. Beckschen Berlage zu München in zweiter ver­mehrter Anlage erscheint. Tic Sprache I bet urrs am fmnfältifi tm, daß nrir Erben uralter Str- aangenhii finb und unS nicht nur au5 den Zu- rJhsbm bed Mittelalters entwickelt haben, fonbent auch auf den Schullern der Griechen und Römer, ja t>?ß alten Orients unb der Indogermanen stehen. Mit Hilie des Wortschätze- ist es sogar möglich «wesen, die Kultur der Inbogermwien zu erschlie­ßen: so a hl z. B auS den ältesten indvgermani- jdjen Entl 'bnunaen der altdeutschen Sprache hervor, oas; diese Bor ahrru unseres Volkes schon dic wich­tigsten Tiere kannten, bl* in unfern Ländern leben imb ebenso den Ackerbau mit Pflug und Wagen sowie die nxid'tigfttn Ku! kurvst an een Viel aber tritt uns aus dem deutsche'., Wortschatz Die bereits demlid» hochsteh nde fi'ultur der alten Ger­manen entgegen. Ebenso deutlich können wir den Tutturctleu Ein'luß der Griechen und Römer an bet Hand der Lehnworte nachw. isen Ta> Geiecki sche femnn nicht unmittelbar auf das Deutsche ae- toirft haben, und ba irir trotzdem un^v i elh ii eine Reihe uralter Lehnwörter aus dieser Sprache sui-

Hu$ Gberschlefieu.

Ka ttawitz, 26. März. (DTB.) In Miechowitz, Kreis Beitthen, wurde in der Nacht zum 26. März ein englischer Le- benSmitteltransport von polnischen Banditen mit Handgranaten ange­griffen Die Engländer nahmen die Ber solgung ajif. ES gelang ihnen, einen stark bewaffneten bekannten polnischen Stoß- truppenführer festzunehmen, der mim mehr einer standrechtlichen Verurteilung ent- gegensieht.

In Hobenlinde bei Beuthen wurde die Leiche des seit dem 24. März vermißten Reich^oberschkesierS auS Glatz, eines früheren Feldwebels, in dem Misthaufen eines Hofes gefunden. Als Tater ermittelte die Polizei zwei Mannte polnischeStoßtruppen- führer.

Rybnik, 26. März. (WTB.) Aus dem Kreise aehen stündlich Nachrichten über eine Verschlimmerung der Lage ein. Tie Lage derer, die in der Kreisstadt eine Zu­flucht suchen, wachst stündlich. Maschinen­gewehrfeuer und Gewehrschüsse setzten gegen l/s10 Uhr in Rybnik ein. In Smolna waren die I t a l i e n e r mit Insurgenten zusammen- gecaten, die sie nach kurzem Feuergefecht zer- sprenaten. Die Schlacht entwickelte sich in der Nähe des alten Bahnhofs an der alten Eisenbahnsttecke Paruschowitz-Egersfeld. Auf der einen Seite kämpften einige Apo-Beamte und Deutsche und auf der jenseits des Bahn- Weges gelegenen die Polen. Fünf Maschinen­gewehre griffen in den Kampf ein. Zum Schutze gegen die Maschinengewehre waren Schützengraben ausgehoben. Der Kampf mittete bts in die Morgenstunden. Auf beiden Seiten gab es Tote und Verwundete.

Au» bem Kelche.

Die Bewirtschaftung des Zeitungspapiers.

Serltn, 26. März. (Wolfs.) Das R e t ch s k a b i n e t t beschloß nach eingehender Prüfung alter in Betracht kommenden Um­stände die Bewirtschaftung des Sei* tungSd ruckpapiers noch bis zum 1. lJuli d. I. festzusetzen. Maßgebend für diese Entschließung war der Umstand, daß die künf­tige Entwicklung des Druckpapiermarktes in­folge der durch die Sanktionen geschaffenen unklaren Verhältnisse sich nicht genau über­fein läßt. Im übrigen sprach sich auch oie Mehrheit oer deutschen Zeitungsverleger und der Beirat der Wirtschaftsstelle entschieden für die Fortsetzung der Kontingentierung aus.

Imxben NokhUse bewachten, verursachten un­ter der Wetzlarer Bevölkerung einige Erre­gung, ohne daß es aber irgendwie zu Zwischen­fällen kam. Heute morgen 10 Uhr rindet in Wetzlar eine Versammlung der Arbeiter statt, in der die Entscheidung fällt, ob die Arbeit zu den in den Sarnslagsverhandlungert festge- etzten Bedingungen wieder aufgenommen wird.

Utter vas Eingreifen der Technischen Nochilfr erhalten wir folgende Nachrichten:

Wetzlar, 26. Marr Wie nxr von der Bezirksleitung der Techaiiscken Nothilfe in Gießen hören, sind nach bet Karfreitag abeno 10 Uhr auf Beschluß der Arbeiterschaft er* folgten Niederlegung der Notstandsarbeiten in der Hebet landzentrale Wetzlar auf Antrag der zuständigen Stelle vom Landtat deZ Kreises Wetzlar N o t h e t f e r zum Einsatz angeforoett worden. Der Abmarsch bet Not­helfet von Gießen erfolgte Samstag morgen 5 Uhr unter Geleft der Schutzpolizei Weil­burg. Es liegen bereits Meldungen vor, daß sich der Einmarsch in das Werk um/,7 Uhr ohne irgendwelche Zwischenfälle vollzog.

Ä i e ß e n, 28. März, 1 Uhr mittags. Wir erhalten soeben die Nachricht, daß nach gestern erfolgten Verhandlungen die Arbeiterschaft die Notstandsarbeiten in der Ueberlandzen- trale Wetzlar wieder auftunehmLn sich bereit erklärt batten. Infolgedessen verfügte der Landrat des Kreises Wetzlar für heule morgen die Zurückziehung der Technischen Nothilfe und Schutzpolizei vom Werk, die sich r-.ach dem Eintreffen der ablösenden Ar- beiter-NotsranvSbeleaschaft reibungslos in der achten Stunde vollzog. Die Ruckkunst der Nothelfer in Gießen erfolgte 9.30 Uhr vor­mittags unter Sicherung der Hanauer Schutz­polizei.

AttA Stadt ttnb Land.

<A i e 8 en, den 29 März 1921.

Veranftaltungen.

Dienstag. Stadtthcater, 6Vs Uhr, Der Dorfearuso". Hotel Einhorn, 8 Uhr, Heiterer Vortragsabend, Hermann Bakof. Cafö Leib, 71/» Uhr, Konzert der Medick-Mei- dinger. Lichtspieltheater, wie gestern.

/Wettervoraussage

für M ititood>:

Unbeständig, kühl, vereinzelte Niederschläge nicht andaefcblonen, windig, westliche Dr de.

Tie Wetterlage hat stich seit gestern nicht we­sentlich geändert.

Au» Hessen.

Zur UmbitOimg Der hessischen Regierung schreibt der TarnMdterTägl. «n»nqtryy auf die Angriffe derDarursk. Ztg", daß bte Meldung einem Aktenstück der Regierung entmemrmen sei, u. a.: Wir haben fein Aktenstück der R e- gierung in der Hand gehabt, und doch ist unsere Meldung zutreffend. Inwieweit gewisse Hintermänner derTarnrst. Ztg." Aktenstücke zu parteipolitischen Zwecken berrützen, wollen wir daber gar nicht imtmudxn.

DaS ,£>ffenb Mendblatt" schreibt in einem Artikel, der die Ueberschrift führtKriselt es in Tavmftabt?" Ganz ohne Gnind durste die Mel­dung nicht fein. Jckensalls würde das Ausscheiden Tr Fuldas in Patteikreisen mit Befriedigung ausgenommen werden.

vor der Beilegung des Wetzlarer Streiks.

Gießen, 29. März.

Nach zwölfwöchiger Dauer scheint der Streik in der Metallindustrie des Lahngebie- tes seinem Ende entgegenzugehen. Auf Grund der Antwort des Reichsarbeitsministers ba­den am Samstag zwischen Vertretern der Un- ternchmer und Arbeiter Verhandlungen statt­gefunden mit dem Ergebnis, daß sämtliche Streikenden und Ausgesperrten wohl wieder eingestellt werden und Maßregelungen nicht stattfinden. (Ente kurze Verschärfung des Streiks trat am Karfreitag in Wetzlar ein, da die Arbeiter die Notstandsarbeiten einstell- tenL So waren denn Wetzlar sowie die an die Wetzlarer Ueberlandzennale angeschlossenen Orte am Samstag ohne Licht und Wasser. Auch der Wetzlarer Anzeiger konnte an diesem Tage nicht erscheinen. Diese Vorgänge sowie das (Eintreffen der Hanauer und Weilburger Sicherheitspolizei, die das Buderuswerkzum Schutze der von Gießen aus eingesetzten Tech-

* Das Osterwetter hielt leider nicht, was die ersten Tage der Woche ver­sprochen hatten. Der Karfreitag war noch in Lichtglanz und Wärme getaucht, von Samstag ab wurde die Witterung jedoch be­reits ungewiß und am Ostersonntag war eS bereitS ziemlich unfreundlich. Ticke grau- schwarze Wolken und ein leichter Regenschauer in der Frühe deS ersten Feiertages ließen schon das schlechteste Wetter befürchten. Größere Regenfälle blieben zwar auS, da ein scharfer und kalter Wind die Wolkenmassen schnell weitertrieb. Der Himmel war aber den ganzen Tag meist bedeckt, und es war im Freien wegen des Windes recht empfindlich kühl. Ter zweite Feiertag brachte so ziemlich das gleiche Wetter wie her Vortag.

**DasGießenerBataillondes neuen Reichshce res ist im Lause des gestrigen Tages vollzählig zum Truppen­übungsplatz Ohrdrufi ausgerückt. Das Batail­lon wird dort mit anderen Truppenteilen be- rcitgeftcHt, um bei etwaiger Ausdeh­nung der Aufruhrbeweaung zur Aufrechd* erhaltung von Ruhe und Ordnung eingesetzt zu werden.

** Vornotizen. Die Baucrntnrppe Me- dick-Meibrnger hält am TonnerStag den 31. t>. Monats ihr fintiert mit neuem Pro­gramm. Am 1. Ap.ü zieht KoSparS BurleSken- truvve im EafS Leib ein. Tas EröfinungSkonzert ist am Freitag abend y>8 Uhr

Landkreis ließen.

W Lich, 29. Marz. bekannt, sind durch den Postleitungsaufseher Ledermann in Lick leit 1914 bis Anfang des Jahres 1921 fortgesetzt Post- diebstähle be<>angnt wmten. Melncere Posten Grone, Wäschestücke, Uhren usw sind wir ihren früheren B»'sitzenr noch nicht anectanti. Geschädigte, b»m Wldx Personen, die über cinidne Stücke Auskunft gebar törmm, werden gd>?ten, sich sofort an das Amtsgericht, das Pvstarnt oder die Gendarmerro- Station in Lich zu wenden.

Hessen.Nasstnt.

Verfolgung eines Raubmörders fpd Frankfurt a M 28. März ersten Osterfeierlag wurde der Raablnörda- Ivsef Schneider aus Höchst a M Werhnachten 1919 in der Kaiserstraß.: de» Hausmeister Mehlmann erschoß unl^eraudt, und vor einigen Wochen aus bem Vrkungel Heimer Gefängnis entsprungen war, in etnr hiesigen Sttaße gesehen unb sofort dar» ein Polizeiaufgebot verfolgt. Die 3pur süh» nach Höchst, ber Wohnung ber Elreru w< Mörbers. Als bie Polizei in bas eiter; 14 Haus eindrang, war Schneider bereits verschwunben. Man fand aber in der Sej, nung die Geliebte des Schneider vor, du t aus Frankfurt mit Gewaltandrohung einem Boroell sich geholt und mitgenitn^f. hatte. Das Mädchen hatte eine tnt reckten Oberschenkel, die ihm SchUh^ nach einem Streit einiae Stunden ocrot beiaebracht hatte. Der Mörder selbst \$Tr. noch nicht ergriffen werden.

H Friedensdorf, 28. Marz, In vr h, markmig Gönnern stieß man bei Erdacbrio aus hochprozentige Bleierze Bei metreten iorickungen hatte man dasselbe Ergebnis I, Linterländer Bergen wurde frühe-, > B. a Gladenbacher Gegend, schon özi und Kupfer p graben.

K Marburg ,28 Mär». Ter kürzliche S sckluß der Stabtvkrvrdnetcn, je 200 Prozent no trägliche Stcuerumlage für Griverbe unb tenArfi «1 erheben, um damit einen Teil der durch h Leben 5 mittel Versorgung der Stadt entstände« Mehrausgaben ui decken, hat in den betrjipn Krersen großen Unwillen hervorgerusen. Am M» woch wird sich eine vom GTwerbevcr-i.'., bat-. des tzerverein, ^ömtbweJe bir b u b ftuvhn&-, scheu Verein in den Stadtsälen einberuicre tzc sammlung mit der Sache beschäftigen In der IrvT Zeit haben einige Stadtverordnete mib auch 3b gistratsmitglieder ihre Aemter niedergelegt.

fpd. N i ede rnh a u sen i. T., 28.Ni-» Auf bem hiesigen Bahnhof fuhr eine Lok- motive, die Schiebedienste leisten sollte, 1 solcher .Wucht auf einen Zug auf, daß bie ten, stark gefüllten Personenwagen entgleiko Zahlreiche Personen erlitten bei dem Uimi: Verletzungen, die sich jedoch glücklicherwae alle leichter Natur erwiesen.

kmarenen mutzte .Disney ,

roricr, RegierungSmies'or Bi euer, rt rumv-.v' d?S Greises Biedenkopf e^raratt tnorM» öy die Kric ierchrung nmgen fn BieiaiW urd m rick-Shütte 303.) Mark (in; von Baltumne ft«« frühere Medenkopicr 1000 Mart furt erschoß sich ein Oder Wachtmeister o> Augenblick, alS er wegen Zuhälterei verhaft« r den sollte.

** Kurtze Nachrichten au» Hess?« und den Nachbarstaaten Ter rfUrw Dolksbildungsvercin in TraiS-Horloff rü6» zum drittenmal daS VolkSslückA.dreaL Lo r auf. Der <Rctnertrag ber Erslv.ui-'ul,ru:i4 b« K'rieaergedLcbt.nSsver« uifluie aetvmmen. * Siedl im stS;n> den pat das Horauk Obbori- Hofen 206 Morgen Landon Lanodchür ft-gr ge­lassen Zu Gonte rSkirch en sp ang eda" Sck-neiderlehrlina ein Hund gegen bai ifdbn> so dap er irnrfu-l, das SchlLfseldem brach u'ö die Ghrf euer ÄTati! verbracht wecken muhte - Unterhalb Gonterskirchen, im LorlosskinL Tarnt man täglich ein slolzes Gtcmitar fine# u\*w reiherS 6ex>bodXrn, nnet Vogel, bat man f)itr r». Jahren nicht gesehen bat. Am troven CJr feiertag veranstaltete dec Bund der ^rvq-bn bigtm, Ortsgruppe Gevern, einen fKume ttc helfen Reinertrag bat Kriegsl-ei'chädialnt. Art a - waifen ustv. zugute kommen soll. Tc .r a DolkSpartri veranstaltet in Bad-Nauheirr morgen eine BiSmarckseier. für bie Öwo tel aus Maim ati Redner gewonnen ist Auch « Teutschncuionale VvlkSvartei wt d den ('Veburtjür) des ersten Rridvkau 'lcrS durch eine beknrb-rt am 31. März begehen Redner ut Prof Dr Se ncr^Butzbadi Für die himacritbcn Ü1 vcr vQ hessischen Städte beabsichtigt der bei väx bund rn Kreise Lauterbach zum -r.art tage Bismarcks eine BrotgetreideammLung ju v anstalten Bei einem Gru, t» ückSvarau^ J Burkhards flam eine Wiese von ändert-»- Morg'-n Chcöfic auf 20000 Mark In <2 veranstalt te ber Turnverein einer» autb«^ Untcrhalhmgdabcnb, an bem jrwi u. boo er--] zur Dussühlung kamen. Auch ber Gerangverer Harmoni ckres KnL'scheu" bot eme gute Lct- mtterbaltu'.g Im hohen Dogel^ec - herrsckic in ben Oftmiädrtar sehr heftiger . der im Otnrwüd manchen Bmm entwurrd e abbrach. Aus^rDem schneite es wieoer, tag-über empfindlich kühl nxn, blieb ber W, liegen - Während der Osterfeiertag«, k« '; in Marburg auf dem Iurvlatz iiinxlrj «

den, so müssen wir die Goten als Vermittler an» nehmen. Gewaltig groß loac ber Einfluß ber rö­mischen Sprache aut bad Germanische, wie schon bie Zahl ber 497 aus bem Lateinisch-Romanischen entlehnten Wortfamilien bciveist Je enger bie Ger­manen mi! den Römern in Berührung lerne», desto stärker würbe der Strom von Fremdwörtern, ber nd> durch Jaluhunberte in unsere Sprache ergiefu. Wir begegnen solch lateinischen Worte» im xcut- sdren auf den verschiedensten Gebieten bee äußeren unb inneren Lebms, im Kriegswesen, der Verwal­tung unb bem Recht, in Scklfsähet, Handel, Münr- W f n. Küche, äderliau, Di h ucht, Handwert, Klei­dung. Wohnung, Heilkunde usw.

Tie antiken Sitten unb Anschauungen wirken noch in ^Sendungen nach, die wir für urdeutsch halten So ist daS Bild des ..LebenSfabenS" ariechisd', ebenfo .,Za ckap'el" Wir sprechen von Acl ill.-s'erfe. TTmrrregt ebenT. Phrrsu.^ t g, Tanta- tu3aual:it uno Bon römischen Gladiatorenspielen stammt die RcS-mSart: Jemand oen Tcr-men ba­ten Aus unserer eigenen Urzeit kommt bie Wen­dung ' Tie Tafel ausveben ober den Tifd» aub'ben. Tie Tische wurbm nämlid) damals tatsäcklic^ hin- au5g.tragen. A dn £ bmooricn aufi bem Frai - zösisch-n können wir ben Ein'luß unserer westlichen Nachl'aril aus unsere Geschichte aLle eit. Dir stellen zuerst in ber Zit ber lichen Dichtung ein mäch» t a>5 Zultrömeri franso'i ch r Wörter i' baS Deut­sche fest, bie yan großen Tci bmn Wicker verloren gehn. In ber Neuzeit erfoht bann im 17. unb 18. Jahr Hand rt eine neue Nebersdrvernmung mit

I französischen Worten.

Frankfurter Tdtater.

AIS eine eitten- u. j> Müteuid^erung von starker 3t mimrigtf.aft und edi russischem G » präge bar» Lwniü AndreiewS Sdxufpid Tage beS LebenS" StudenSellllehe) ange-

Toch auch andere Frcindsprachen machen sich in ber neuzeitlichen Entwicklung unseres Wort­schatzes bemerkbar, unb manchmal führt ein fran­zösisches Wort in noch sehr viel fernere Lande zu­rück Wenn wir heuteJalousie" gebrauchen, so ist dies »vohl bad französischeEifersucht". Dir

bezeichnen aber damit etwas ganz anderes, unb oa wir nicht so eifersüchtig sind, um unsere Frauen hinter vergitterten Fenstern einzuschließcn, so Wick man naturgemäß nach dem Orient geführt, wo diese Vergitterung für bas Frauengemach üblich war. Tas bestätigt uns eine Bemerkung von Neh- ring, der 1710 schreibt:In dem Tiwan yu Kon­stantinopel über bem Haupt des GroßvesirS ist ein Fenster mit einem eisernen Gitter, durch welche- der Gtoßfultan alles, was im Tüvan passiert, sehen kann, welche- man la Jalousie nennt " Die die Renaissance durch das Aufblühen der h-amanistischen Studien zahlreiche griediische und lateinische Dörte in die Sprache der Gebildeten einführt, so werden im Zeitalter der Entdeckungen Stnadyvlier au- aller Herren Länder und zugesührt. nicht nur ari­dem Nieder ländischen, bem Spanischen, Italieni­schen, fonbem auch aus dem Periischen, Ostasia- tifchen. Afrikanischen, Türkischen usw. Interessant finb auch die Einwirkungen der verschiedenen Kul­turkreise auf bie Sprache.

erare senden A^-en i^rn <t b M" erfaß: war de u-chnm.'rck *

(erifche yhr*rgrMi

rräcktiaer lieber Herl ««*!*<

dl russischer Färbung - der b-rtchiwte gunn^ Student Dnufrp des Herrn Geck».

0 Frankfurt a M Frankfurt ist der bekannte Ltterarh »^ riker und Pädagoge ^hrimrat^^^ Biese, Direktor deS Saiser.Frievrtw^

1 i.asiunis, in den Ruhestand getreten.

ach sprocben werben, bas eS bei der LrstmridVn« S - ben Frantfarter Sammersweleri zu n.em ic * erfolg brachte. Der Boavuri ist ge.mg mV Tas Motiv vorn Srube-ten, berjeux M Trine schenkt, warb fett ben w.

PrSvLt schon oft au'ge-gnf en, und w* ihm, höchstens üt ber pf ycho^nschen hmg des Mädchens u d icuiec Wrl eine eigenartige Wendung gegeben. Verauickung von tiefem Leid unb ton täuiwio^freube, in dem nahen Bciei.^» für Gegensätze Wbh der Dichter bvg e. < volle Buder, die im einzelnen manchen y n. f. auch wo her dramatische Knoten rtwasvai» fdtint erfdemt Tic ÄufWunfl, ui*r Roberts Leitung, n*n durchaus zu Wni Haml«d stellte das ur.g'.üAtdxw.etö fdwpf" in »'einem fdjmeii i-xn unb enp»»p-'..