Ausgabe 
28.9.1921
 
Einzelbild herunterladen

Mittwoch, 28. September 1921

Gießener Anzeiger (Gemral-Anzeiger für Gberheffen)

27.9.

Schweizer Franken

FI.

* 18 >.25

100 Fr.

100 Xc.

Kr. -

100 L.

Landwirtschaft

Märkte.

Anfuhr

alle

HO bis 120 OHL, Eskarol 80 bis 120 Pf. die Staude, Kürbis 70 bis 80 Ollt Bei Obst wurde verlangt für Kelterobst (Aepfel und Birnen) 90 bis 130 QEt, Brcchobst: Aepfel 150 bis 230 OHL, Birnen 170 bis 200 OHt, Trauben 400 bis 450 Btt. Butter

100

100

Zu-

ein-

Ge-

1998, - 2002, 21 7,802162,20

1513,451616,55 1623,651626,65

27. 9.

4,60

2,55

28.9.

5,- 2,91

5,10

4*17

4'58

12 25 0,82

423,95

117,62

830,85

helsingfor». . . Italien London Neuyork . . .

Paris Schweiz. . . . Spanien . . . toten (altes). Deutsch-Oefterr. Prag Budapest. . .

leit geführten Verhandlung zu einer Gefängnis- strafe verurteilt. ----

88,80

117,80

97,80

125,40

23,80

7,67 125,40 18,52

471,- 124,13 83 VO

180,20

472,- 124,37 888,40

7,63

125, 0

13,48

den sind mit ansprechender Ware erschienen. Ole- benbei sieht man im Gewerbehaus noch den un­zähligen Kleinkram der elektrotechnischen Schwach- strornbranchc. ,

Tas Goethe-Meßhaus enchält diese- Mal

lung ihr neugeborenes Kind aus dem zweiten StrÄ in den Hof geworfen, und dadurch dessen

%)ie Interpellationen Hergt (Deutschn.) be- tresfend Getreideverschiebungen und Dr. S t r e s e- manns (D.Vpt.) betreffend Ausschreitungen gegenüber Angehörigen nichtsozialistischer Par­teien werden innerhalb der geschäftsvrdnungs- mähigen Frist beantwortet werden.

Die Reichshaushaltsrechnung geht an den Rechnungsausschuh.

Der zweite Nachtrag des Etats für 1921 (Neuregelung der Teuerungszulagen für Beamte) wird von der Tagesordnung abgeseht. Das Gesetz über den Luftverkehr wird einer besonderen Kom­mission überwiesen. Der Gesetzentwurf über: die Verpflichtung zur Auskunft über militarfrskalifche Gelder und zu deren Herausgabe wird in zweiter Lesung ohne Erörterung angenommen.

Nächste Sitzung Mittwoch nachmittag 2 Uhr. Kleinere Vorlagen, Nachtragsetat und Inter­pellation betreffend das Unglück in Oppau.

Schluß gegen 5 Uhr.

Tod herbeigeführt Die geßändige Angeklagte wird nach der unter Ausschluß der O.sf ntäch-

eingetreten sein dürfte.

Abg Dr. Most (D. Vp.) erhalt auf eme An­frage folgende Antwort der Regierung: Nach den vorliegenden amtlichen Berichten 11 die 15° Nötige Gertrud Svielmarrn am 10. <Juli 1921

4,25

11,2» -.81

28.9.

428,05

117,38

829.15

5.- 0.475 6.20

41.50 21.61

23.95

41.-

0.875 579.-

2 63 4-60

Nr. 227 Zweites Blati

7,88 7,92

122,85 12 ,15

17,23 17,27

ar*. == Kr. = Kr. = Fr- » £ = L. -

Züricher Devisenmarkt.

Wechsel auf

Deutscher Reichstag.

134. Sitzung.

Berlin, 27. Sept. 1921.

2-527,45 2532,55 2-17,15 2822,85

159,30 15'\70 179,SO-----

47 ',50 480,5.0 56'6,95

18ü.6O 4.70 0.375 5 95

41.20 21.59

23.95

40.80 0.825

579 -

2.6»

4.60

Das Ministerium des Innern sucht die nehmigung zur Strasverfolgung des kommunisti­schen Abgeordneten Reich wegen Delerdigung und des deutschnationalen Abgeordneten Schtm-

m e l P f e n n i g wegen Vergehens gegen ine Reichsgetreideordnung nach.

Auf der Tagesordnung stehen 22 kleine An-

. 100

. 100

. 100

. 100

. 100

. 1 . 100

die Versteigerung im benachbarten Lau t er. Diese mit Obst gesegnete Gemeinde erzielte bei der Oktfleiflerung mit Einschluv des einige Sage vorher vom Winde abgeschüttelten Obstes eine Einnahme von fast 69 000 Mark. Der höchst be- zcihlte Daum (Rheinischer Bohnapsel) ging mit 1551 Mark ab Von weit und breit waren die Käufer herbeigeeilt und zählten nach Hunderten. Dementsprechend waren auch die Preise recht hoch

h Ruttershausen. 2L. Sept. Wahrend im Kriege unser Dorf eine beträchtliche Menge Kartoffeln abliefern konnte, sind in^diesem Jahre sogar manche Laninvirte genötigt, solche aufzukausen. Der Grund ist. dab ^e Kartoffel- ädm: in diesem Jahre auf dem »Berge lagen, wo infolge der Trockenheit eine völlige Miv- ernte eingetreten ist.

E La ubach, 27. Sept. Die Kartoffel­ernte ist hier noch in vollem Gange. Tagtäg­lich werden von den Landwirten grobe Wagen voll Kartoffeln heimgefahren. Man rechnet mit einer guten Mittelernte. Nur ausnahms­weise bringt ein Kartoffelacker je nach Lage und Sorte einen geringeren Ertrag. Aber Kartoffeln hier in Laubach zu kaufen, ist eme schwere Ausgabe. Der Deamtenbund der Stadt Laubach beabsichtigt, seinen Karlvffelbedars von auswärts zu beziehen und hat diesbezüglich schon Schritte

bei Friemersheim mittags gegen 3' . Uhr von 1 zwei schwarzen Kvloni l oldaten m ein Storni ld geschleppt, mit Halsabschneiden bedroht und ver- gewalngt worden, während dn dritter f^rvigcr Soldat Auspasserdierstte kiftcteie. Durch das Htn- zukommen m hr:rer b lg Svlda ei werden .te Täter verscheuch:. Die verdrea-er.sche Tut. und die amtliche Feststellung darüber smd alsbald der zuständigen Besahungsbehörde mitgctcilt to-or- den. mit dem Ersuchen um baldmrg.ich'le dc.* strafung der Täter. Eine Mittei.ung der Be- satzungsbehörde über das Ergebnis der hinter- suchung und die Bestrafung der Täler liegt bis­her leider noch nicht vor. Der Fall wird weiter verfolgt werden.

In einer ergänzenden Anfrage bittet Abg. Dr. Most (D. Vp.) die Regierung, das Mate­rial über die Schändungen deutscher Frauen durch weihe und farbige Besatzungstruppen zu sammeln und alS Denkschrift dem Reichstag vvrzulegen.

Auf eine Anfrage des Abg. Dr. Quaatz (D Vp ) sagt die Regierung die Vorlegung einer Denkschrift über die Kosten der Be'a ungsttuppen, die Fehlbeträge der Bettiebsve.waltung die Kosten des Apparates der Kriegsgescll chasten und über die Höhe des deutschen Voltt vermögens zu. deren Fertigstellung aber noch geraume <jdt m Anspruch nehmen werde.

Die Frage des Aby Künstler (USP.), ob der Reichswchrminister den Kapprcbelle i LoweN- feld entfernt hat und Ven steckbrieflich verfolgten Kapitän Ehrhardt mit voller Pension entlassen hab«, wird regierungsseitig verneint. pclbt1, verständlich werde die Pension nicht ausbezahlt werden, ehe Ehrhardt ermittelt sei.

Auf eine Anfrage der Deu'.sck-en Vollrpartei, ob es zutreffend fei, dab der Schriftsteller Maxi­milian Harden im amtlichen Auftrage bar deut­schen Regierung nach den Vereinigten Staaten von Nordamerika gereist fei, wird regierungs- fettig erklärt, dab letztere dieser Reise und den Meinungsäuberungen Hardens bonilänbig fern-

^^Im^Haus Werkbund hat sich neben dem Kunstgewerbe erstmals wieder feit der Ausstellung Das deutsche Buch" eine D u ch m e f f e aufgetan, die ganz hervorragende Namen des deutschen Derlagsbuchhandels aufzuweisen hat. Wir sehen wieder das schöne Buch, der Kriegsemband von Pc^pe hat wiederum der soliden Decke Platz ge­macht. Auch Papier und Druck genügen selbst bei billigeren Büchern höheren Ansprüchen. Mer- dinas versichern die Aussteller, dab in nächster Mmtt ett^ Verbilligung der Dücher unter keinen Umständen zu rechnen ist. Lesebe- dürsnis der 'Bevölkerung hat sich nach einer ge­wissen Stagnation nach dem Kriege lieber ge hoben und b^irkt, daß der Duchverlag mit eurer gewissen Zuversicht den kommenden Tagen ent­gegensieht. Nicht ganz so günstig liegen die Dinge Beim Kunstgewerbe. Hier sp^en die hohe Luxussteuer und die allgEue Geldknappheit eine bedeutende Rolle. Der Absatz wird erschwert, zumal gerade der Mittelstand, vor dem Krieg ein flauer Abnehmer, heute kaum mehr m der Lage ist, für diese Dinge Geld auszugcben. Sv kommt es, dab gerade das regsame Kunstgewerve

9 Laubach, 27. Sept. Die Kartoffel­ernte wird hier schwer durch Mäusefratz ge­schädigt Auch die Dickwurzemte wird Durch d e massenhaft auftretenden Mäuse sehr beeinträchtigt.

r. Glashütten, 27. Sept. Die Kar­toffelernte fällt in unserer Gemeinde un allgemeinen nicht gut aus im Gegensatz zu den anderen Orten der Umgebung. Infolgedessen müssen viele Familien ihren Kartoffelbedarf von auswärts beziehen. tt

ed. Aus dem oberen Nidda t ale, 28. Sept. Die nun beendete Kartoffel ernt e ist hier ziemlich befriedigend ausgefallen. Mir hvchliegende Aecker lieferten geringe Ertrage. Der verhältnismäßig günstige Ausfall der Kartoffel­ernte ist auf die bedeutenden Regenmengen zu- rückzuführen, die das Unwetter vom 5. Zunl unserer Gegend brachte. Höher im Vogelsberg liegende Orte bekamen damals keinen durchweg chenden Regen und klagen über eme Karwsfel- mihemte. Der 3 en hier Kartoffel wird hier mit 70 bis 75 Mark bezahlt.

Kirche und Schule.

tt. Allendorf a. d^da. 27. Sd>t. Am Sonntag wurde hier ein Missionsfest ver­anstaltet, bei dem die Pfarrer D ittmann- Hausen und Groth-Rodgen erndrmgllch für die Bestrebungen der inneren -!ibwn warven.

Berlin, 27. Sept. (Wolff.) Der 21 elie­ft e n r a t des Reichstags beschäftigte sich in heu­tiger Sitzung vor der Plenarsitzung mit seinem Ge­schäftsplan für die nächsten Tage. Morgen kommt das Unglück Oppau zur Aussprache, während der Donnerstag von der Plenarsitzung freibleiben soll damit der Auswärtige Ausschuß den a m e r i- kanischen F r i e d e n s v e r t r a g behandeln kann. Damit die Fraktionen zu den allgemeinen politischen Fragen Stellung nehmen können, be­ginnt am Freitag eine große politische Aussprache, Sie an die Verordnung des Reichspräsidenten vom 29. August und an die dazu gehörigen Inter­pellationen angeknüpft wird. Am Freitag wird wahrscheinlich auch der amerikanische Friedensver­trag im Plenum behandelt. Aach Abschluß dieser Aussprache soll der Reichstag bis zur 'Beratung bet Stcuervorlagen in das letzte Monatsdrittel vertagt werden. Das Reichstagsgebäude war heute m den Reichsfarben beflaggt, so soll eS auch nach einer besonderen Verordnung des Reichstagsprasi- denten L 0 e b e künftig an allen Tagen, wo Ple­narsitzungen stattfinden, gehalten werden, eine ®e- pflogenheit, die auch von den Parlamenten an­derer Länder geübt wird.

r<lfl2Iuf Anfrage H 0 pp (D. Vp.) über die Tö­tung des Kaufmanns Langethand aus Bieber bei Trier durch französische DesatzunastrUppen, erwi­dert Gesandter v. M u t i u s, baß nach der Fest­nahme eines französischen Soldaten als vermut­lichen Täters amtliche Nachrichten über ba8 end­gültige Ergebnis bet Untersuchung noch nicht vor- lägen. Dem Vernehmen nach soll bet Angeklagte kürzlich vom französischen Kriegsgericht in Köln freigesprvchen worben sein. Die beutsche Regierung totrb bic Sache weiter verfolgen, unb insbesonbere ihr Verlangen auf Gewährung von Schabenersah für die Hinterbliebenen aufrechterhalten. Sie hat von ber französischen Regierung nachträglich ge° forbert, bah von dieser alle Maßnahmen getroffen Derben, bic geeignet sinb, bie Wieberkehr ähn­licher Vorkommnisse zu verhindern.

Auf eine Anfrage des Abg. Dr. Decker- Hessen (DVP.) übet die Erhöhung der Zolle für -Deine durch das Zollkomitee ber Rheinlanb- kommission von 43 auf 100 Mk. für 100 Kilo erwidert ein Regierungsvertreter, daß mit ber Aufhebung der Sanktionen auch die Dem Ab­satz deutscher Flaschenweine entgegenstehenben Hemmungen beseitigt werden. .

Auf eine Anfrage ber Deutschen Dolkspartei, ob die Regierung die in denSüddeutschen Mo- nalsheften" veröfsentlichte Gegenrechnung über Grausamkeiten der Feinde an wehrwsen deut­schen Gefangenen und Eingeborenen durch Ver­breitung im neutralen wie im einstigen feind­lichen Ausland« verwerten wolle, wird regie­rungsseitig erwidert, daß das betreffende Ma­terial amtlich den deutschen Auslandsvertretun­gen bekanntgegeben fei, daß die Regierung sich aber den Zeitpunkt der amtlichen Verwertung des Materials Vorbehalten müsse, da sie ber politischen Gesamtlage Rechnung zu tragen habe.

Auf eine Anfrage des entrums wegen Be­rufung des Ausschusses, ber für die Vergebung von Cciftungen unb Lieferungen einheitliche Grundsätze für Reich und Länder fassen soll, wird regierungsseitig erwidert, daß der Ausschuß dem­nächst einberufen werden wird.

Rus eine deutschnationale Anfrage wegen ber Belastung unb namentlich wegen ber Inanspruch­nahme von Schulräumen durch die französischen Desahungsbehörden im Brückenkopf Köln er­widert ein Regierungsvertteter, daß durch die teilweise Zurückziehung der französischen grup­pen aus diesem Gebiet in den letzten Dagen eine Erleichterung für die schwergeprüfte Bevölkerung

Präsident L ö b e eröffnet die erste Sitzung des Reichstags nach der Sommerpause mit einer Ansprache, in ber er u. a. sagte: Seit unserem Auseinandergeben im Juli hat der Tod, be­sonders bei Zenttumsfraktion, schwere Verluste zugefügt. Am 20. Juli starb der Prälat Professor Hitze, feit 1882 Mitglied des Abgeordneten­hauses unb seit 1834 ununterbrochen Mttglteb beä Reichstages unb der Nationalversammlung, unter dessen rühmlicher Mitarbeit die ganje beu - sche Sozialpolitik gefördert wurde. In denSlot­tern, welche die Verhandlunaen der deutschen Sozialpolttik verzeichnen, ist sein Dame unver­gänglich eingetragen. Am 25. Inli starb einer Ler Führer der Zentrumsfraktion, der Geheimrat und Staatssekretär a. D. Trrmborn. Ihm (olatc kaum einen Monat später, am 10. August ber DeichSgerichtsrat Vorlage. Beide waren führende Parlamentarier gewesen Trimvorn war ett 1896 Du! gc mit Unterbrechungen seit 1903 Mitglied des HauseS. Erschütternder aber selbst alS diese herben Verluste wirkte aus uns die Nachricht von dem tückischen Meuchelmord, dem unser Kollege, der Reichöfinanzminister a. D. Erzberger am 26. August zum Opfer ge­fallen ist Dieser Mord hat unser Land in neue schwere Unruhen gestürzt, denn eS war nicht die Verlegenheitstat eineS verstiegenen Fanatikers oder eines blinden Idealisten, sondern es war der kaltblüttge Ueberfall auSgeschickter Mordge- sellen. Und noch schlimmer, es hat vor der Dat Leute gegeben, die sie offen herbeiwünschten, unb eS hat nach der Tat Leute gegeben die sie billigten, bie sie rechtfertigten unb entschuldigten. Der dahingeschiedene Kollege Erzberger hat ge­wiß oft im härtesten Kampfe gestanden und manchesmal eine scharfe Klinge geführt, aber er hat auch gearbeitet im Dienste des Parlaments unb des Landes, wie nur wenige. Vielleicht mag ihm dabei mancher Fehlgriff unterlaufen fetn. Wer bie Verantwortung nicht m feine Hänbe nimmt, ist vor solchen Fehltritten frei Die Mörder habe., aber den politischen Kampf auf da« persönliche Gebiet übertragen. Ich wi^ derhvle deshalb an dieser Stelle das was ich an seinem stillen Grabe in Biberach gesagt habe:

Möge die Geschichte ihm geben, was gewisse seiner Zeitgenossen ihm versagt haben, mögen sie an seinem Namen gutmachen, was an seinem Leben nicht mehr gutzumachen ist. Der sthwer- geprüsten Gattin hab« ich namens des Reichs­tages das Beileid ausgesprochen und namens de« Reichstage« an dem Grabe einen Kranz

mit einer gewissen Skepsis in die Zukunft sieht,! Die Kirche war von mehr al« ^00 Zuhörerm zumal das Ausland auf diesem Gebiet nicht un- bis auf den letzten Platz gefüllt. Die Koltene tätig ist und unseren Fabrikanten mancherlei Kon- ergab otl Mark. >

Die fünfte Frankfurter Messe.

R.M. F r a n I f u r t a. M., 25. Sept, n.

Den schönsten Meßstand, bei aller Anerken­nung des in den übrigen Häusern geleisteten, lernt man dann in den Tabakhallen kennen. Wie sich bie Zigarre unb bie Zigarette in einem angenehmen Rahmen präsentieren soll, so haben bie Fabrikanten auch hier größten Wert auf Ausstattung gelegt. Meist überwiegen maurische, ägyptische unb türkische Motive. Um einen rie­sigen golbenen Buddha gruppieren sich bic übri­gen Aussteller, deren Stände oft Wunderwerke intimer Raumkunst genannt werden müss.n. Selbst­verständlich fehlen auch unsere Zigarrenfabnken nicht unb bie Fülle bes sonst zum Rauchen not­wendigen Materials. von ber Pfeife bis zur Zi­garettenspitze, ist ebenfalls vorhanden. Selbst die großen Zigarettenmaschinen sind im ^triebe tätig und erwarten die Käufer. Da am ersten Oktober bie Tabaksteuer wieber wesentlich erhöht wird, kommt ber biesmaligen Meße eine ganz befonbere Bedeutung zu, gibt sie bei dem ewigen Hm und Her von Angebot und Nachfrage ein wett beßere« Bild über bie tatsächliche Lage am Sröafmarft, Die langatmige Ausführungen in ber einschlägigen

kurrenz macht. I

Im GcwerbchauS hat sich wiederum die In -1 (BcriAtsfQGL

b u ft r i c irkbergclaffcn Besonders stark ist dieses -st n r m ft \ t n7 wiä e ch to u T*

-minl bip enhmicr OIM'erinbuftrie vertreten, auch rin Darmstadt. *7. Sept. öa)D>ut' Mt Ccute aus Sen »ergebenen StanneMdergeg.-- | mit

der Anklage gegen bic 19 3abrc alte 21. M. Poth au« Ro'.dorf wegen Kindestötung. Sic ßit im Mai d. Zs. wäh^nd ihrer hiesigen 6tcl-

Spielwaren unb Lehrmittel.

Wie wird nun das Geschäft? Wenn der erste Tag nicht trügt, wird man zufrieden fein. Die Messe hatte einen Massenbesuch auszuweisen, bet bie Verkäufer zuversichtlich macht, zumal die Hoffnung auf die Aufhebung der Sanktionen gc-1 .v)Gi1.öCL

schaftsbclebend wirkt. Selbstverständlich spielt auch I Frankfurt a M.. 28 September,

die in diesen Tagen besonders schlechte deutsche l Berliner Devisenmarkt.

Valuta eine nicht Heine Rolle bei Vergebung ®cIb Brief Geld Brief

ber Ausländeraufttäge. In einigen Branchen be- $atum. 26 Sept. 27. Sept

steht übrigens schon seit längerer Zeit größere «mllerbem, ^otterb. 362t,35 3628,65 3971, - 3'379,- Nachftage. bic nur sehr schwer befriedigt werden «rüssel.Antwerpen . 826.65 82<,35 866,60 868,40 kann. So sind die Tertilfabriken, um nur ein Bei- ffbn{l,ania 1448,55145 ,45 1570,90 1574,10 spiel zu nennen, mit Aus tränen hollfommen1 über- 2027,45 2032,05 2 0,25 2 34,75

lastet, so baß viele vor Frühjahr nächsten stodtbolm .

keine Bestellungen mehr an.iebmcn können. Den | -

Dortell haben natürlich bic Grossisten und Detail­listen, deren Lager vohlsortiert sind, so baß Warenknappheit nicht eintreten wirb. Auch im Schuh- und Leberhanbel wird bas Geschäft wohl gut werben. Die technische Messe unb bie Messe ber Baustoffe liegt bekanntlich im Herbste immer schwä­cher wie im Frühjahr, doch wurden auch hier schon Absch'.üsse getätigt. Lebensmittel, Chemikalien, Ar­tikel für die Gesundheitspflege werben immer ihre Käufer finden. Ein Schmeizenskind der deutschen

Messen ist jedoch seit mehreren Zähren schon die 1 Bulgarien Bijouterie- und Schmuckwarenbranche unb in toei- Konstantinopel. ... terem Sinne bie Lukusindusttie überhaupt. Wie «marfneticrunaen

es hier in den nächsten Messetagen werden wird, Marknotierungen,

weiß man nicht. Soviel am ersten Messetag zu er- Datum.'.*]

fahren war, sind einige Aussteller recht 8ufneben, Zurich .........12>,4ü

andere dagegen (lagen über Mangel an Kauflust. Amsterdam Fl. n9,.O Mindere Qualitäten werden als besser gangbar Kopenhagen nt m.si bezeichnet. . ^raa... Ar. 117,80

mc. Frankfurt a.M., 27. Sept. Eine Um- I' 2r

siage bei den Ausstellern über das b i s h e r 1 g e London Sh. Messegeschäft ergab in großen Zugen fol- «Qrls Fr. gendes- Tcxtil-Gebrauchsware gut, 2ufu«toare £tuoorh- . , zurückhaltend, Schuhe gut, Lederwaren billiger I Qualitäten gut, Luxusware weniger gut, Lvi- Icttcartifel besriedigend, Chemikalien gut, teil- weise geringer. Tabak gut, namentlich Zigarren goDanb .

: unb 3:garet en. Rauchutensilien mittel, landwirt- Deutschland . ' schaftliche Maschinen genügend Baustoffe und W>en .... ähnliches schlecht, Hauswirtschaftsartikcl befne- Prag - .. . digend, teilweise auch besser, Möbel gut über Er- Pans . . . .

' warten, Schwachstromartikel ausreichend mit Auf- London ... ttäaen versehen, Spielwaren und Chnstbaum- ^taNen ... schmuck sehr gefragt, technische Messe mittel bis Drassel . . genügend. Dearbeitungsmaschinen sind gesucht. Ludapelt . . Der Einkäuferverkehr hat sich heute betrachttich l Neuyord . . . verstärkt. Bukarest ,

kostete das Pfund 28 bis 30 Mk.

L. Laubach, 27. Sept. Heute morgen wurde ßier ein Schweinemarkt, ber sogenannte Wichelsmarkt" abgeßa'ten. Au g t t den waren nur drei Wagen mit Saugferkeln. Der Handel ging schleppend. 68 Wochen alte Ferkel wur­den mit 50 dzw. 60 Mark für da« Stück ver­kauft Aufgetricben waren im ganzen 42 Stück, von denen wegen den niedrigen Preisen ein Ueber- flanb blieb.

(In einem Teil ber Auflage wiederholt.)

Die Zurückziehung der amerikanischen Des ahungtlruppen.

Pari«, 27. Sept. (WTD.) Wie die ^Chi­cago Tribüne" auS Washington meldet, soll Prä­sident Hardina amtlich geäußert haben, daß es zwecklos wäre, Deutschland ferner­hin mit den Unterhaltungskosten der amerikanischen Truppen amRhein zu belasten.

Die französische Schuld an Amerika.

Paris, 27. Sept. (WTB.) Nach den d'iplv» malischen Berichterstattern der ^Chicago Tribüne" wird in französischen Kreisen geäußert, daß die Vereinigten Staaten gewisse französischeKo- lonialbesihungen im Stillen Ozean zu erwerben suchen. Der Preis für diese Erwer­bungen werde vonderfranzösischenSchuld abgezogen werden.

Ein schweizerisch-rumänischer Terttag.

Bern, 27. Sept. Zwischen ber schweize rischen unb der rumänische nRegieruna ist ein Vertrag abgeschlossen worden, wonach die Schweiz Rumänien einen Kredit von 40 Mil­lionen Schweizer Franken eröffnet, ber burch Ge- treibelieferungen. welche in ben nächsten Monaten beginnen und spätestens im Sommer 1923 beendet fein sollen, zurückzuzahlen ist.

Albanien.

London, 27. Sept. sWTD.) Laut .Daily Telegraph" ist ein Uebereinkommen zwischen Groß- Britannien und Italien in der albanischen Frage erzielt worden. Das Uebereinkommen berücksichtigt vollauf das vitale Interesse Ita­liens an ber politischen und territorialen Unab­hängigkeit Albaniens. Desgleichen werde die wtrl- . schaftliche Unabhängigkeit Albaniens geMthr- leistet. .Dally Telegraph" zufolge ist die Hoff­nung angebracht, daß bas Abtommen ern erser Schtttt zu dem Abschluß einer Entente zwischen Groß-Britarmien und Italien sein werde.

Q Grünberg, 25. Sept. Die Ob st v er - Frankfurt a. M., 27. Sept. Die Anfuhr Weigerungen sind nun zu Ende. Wenn auch au^ Hem heutigen Gemüse- unb Obstmarkt war im die Obsternte diese« Hahr nicht so reichlich aus- allgemeinen gut Mit Ausnahme von Kartoffeln icl wie im vorhergehenden, so dürfte doch- oec foar bei allen Produkten eine PreiSsteige- Erlös bei den Bersleigerungen annähernd den r u n g wahrzunehmen. Cs kosteten bei dem ® r 0 ß- vorjährigen Bettag erreichen, da im allgemeinen handel: Kartoffeln 70 bis 72 Mark der Zentner, die Preise bedeutend höhere waren als oongc« -i&eißfraut 100 bi« 110 Mk., Rotkraut 110 bis Jahr Die hiesige Gemeinde erzielte eine Summe 12q Mk., Wirsing 130 Mk., Einlegegurken 10 bis von über 13 000 Mark gegen 17 000 Mark im 35 M^ das Hundert, ©alatgurfen 150 Mk. der Vorjahre. Bei der städtischen Versteigerung waren Zentner, Tomaten 140 Mk., Zwiebeln 100 bis Ne Preise noch verhältnismäßig annehmbar. 120 Mk. Von ben Erzeugern wurden ange- Durchschnittlich höher waren die Preise bei den h^ten: Bohnen zu 300360 Mk., Spinal 150 bis Versteigerungen an den KreiSsttaßen. Das Höchte 170 M Wirsing 150 bi« 170 Mk.. Kohlrabi 25 aber, was an Obst preisen erzielt wurde, zeiLe 5^ 40 Pf. bas Stück, Tomaten (reichlich angeboten)

niedergelegt.

Am 5 September starb ferner ber Abgeorb- nete Reißhaus, Mitglied des Reichstags von 1893 bis 1906 unb seit 1912. Aber damit ist, die Lifte der Trauerbotschaften noch nicht erschöpft. Am 21 September durcheilte die Schreckensnach­richt die deutschen Gaue, baß burch bas furchtbare Explosionsunglück von O p P a u Hunderte von Ar- beitem den Tod gefunden haben; Hunderte von Frauen und Kindern bes Ernährers beraubt wor­ben sind, tausende Hab unb Gut verloren haben. Der Reichstag brückt den Hinterbliebenen sein Bei­leid aus und verspricht, zu seinem Teil mitzu- wirken um das Elend zu lindern, wo es gclinöert werden kann. In dem Ausdruck ber Teilnahme unb in dem Willen ber Hilfsbereitschaft werben Parteien des HauseS einig sein. (Allgemeine stimmun^.)gli^r neu in ben Reichstag