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stellte Entlastung der in Frage kommenden De-1 RenregrUmg der Sonntagsruhe im Handel»- I gewachsenen Menschen steht, geführt von Prkn- amten und jede etwa beabsichtigte Maßregelung qewerbe.eTftn LUiput, die sich uns in 65 Zentimeter Le-

einzelner Kollegen als ungerechtfertigt an.

Danzi

Gegen den Raub der Danziger Eisenbahnen

Berlin, 26. Aug. (Privattelegramm.) Wie die Deutsche Allgemeine Zeitung erfährt, plant das Reichsarbeitsministerium eine neue Regelung der Sonntagsruhe im Han­delsgewerbe. Es erging eine unverbind-

26. Aug. Heute nachmittag fanden : Protest Versammlungen

Aus dem Reiche

Die Aufbesserung der Gehälter und Löhne.

Berlin, 26. Aug. LautBerl. Tage­blatt" wird sich das Reichskabinett heute nachmittag mit der Frage der Deckung der für die durch die Aufbesserung der Ge­hälter und Löhne entstandenen Mehr­ausgaben beschäftigen. Die aufzubringende Summe wird auf 1011 Milliarden Mark geschätzt.

Berlin, 26. Aug. (WD.) Rach Adschlutz der 4-tägigen Berhandlungen zwischen der Reichs­regierung und der Berhandlungstommission der Beamten und Arbeiter beriefen die in Be­tracht kommenden Verbünde ihre zuständigen Körperschaften nach Berlin. Die Ta­gungen müsten bis 30. August abends 6 Hhr beendet sein, weil die neuen Bezüge mit größter Beschleunigung zur Auszahlung kommen sollen. Die Verhandlungskommisston erllärte sich ein-

insgesamt über 20 000 Personen besucht waren, wurde einstimmig eine Entschließung angenommen, in der es u. a. heißt: Die Entscheidung des Ober­kommissars, die die Verwaltung aller Vollspur- bahnen der polnischen Eisenbahnverwaltung überträgt, bedeutet eine gröbliche Ver­letzung des Artikels 104 des Friedensver­trages und der Danzig-polnischen Konvention vom 9. Rovember 1920 sowie eine schwere Ver­gewaltigung der verfassungsmäßigen Rechte na­tionaler Selbständigkeit und der wirtschaftlichen Interessen des Freistaates. Es ist unmöglich und widerspricht auch völlig der Danzig-Polnischen Konvention, daß auch nur ein Teil der Freistaat­bahnen der polnischen Verwaltung unterstellt werde, denn die Konvention gewährleistet die Beibehaltung der im Eisenbahndienste befindlichen Beamten Angestellten und Arbeiter und stellt ihre wohlerworbenen Rechte sicher. Vom Senat der freien Stadt Danzig erwarten wir, daß nur auf dieser Grundlage die Interessen der Danziger Bevölkerung mit allem Rachdruck und allen zu Gebote stehenden Mitteln gewahrt werden. Rur durch die Erfüllung dieser Forderungen wird ein ftiedliches Rebeneinanderleben der beiden Ratio­nen zu erreichen sein.

Ein Senatsappell an den Völkerbund.

Danzig, 26. Aug. (WTD.) Der Senat beschloß in der heutigen Sitzung, gegen die Ent­scheidung des Oberkvmmissars des Vollerbundes vom 15. August 1921 in der Sisenbahnfrage ge­mäß Art. 39 der Danzig-Polnischen Konvention einen Appel an den Rat des Völker­bundes zu richten, nachdem die in den letzten Tagen geführten Verhandlungen zu einem befrie­digenden Ergebnis nicht geführt haben.

Zurückziehung der amerikanischen Truppen.

Washington, 27. Aug. (WTB.) Aus hohen amtlichen Kreisen wird mitgeteilt, daß die Zurückziehung der amerikanischen Truppen vom Rhein ernstlich in Er­wägung gezogen werde, soba'd Senat und Reichstag den Friedensvrrtrag ratifiziert haben.

P a r i s, i27. Aug. (WTD.) Rach einer Mel­dung des Rewyork Herald" aus Washington wird die Frage der Rückberufung der ameri­kanischen Truppen am Rhein durch den ameri­kanisch-deutschen Friedensdertrag in keiner Weise berührt. Das Staatsdepartement erklärte, diese Ruckberufung werde mit den Al'ti- ierten besprochen werden, damit die ameri­kanische Regierung sicher sei, daß die Rückberu­fung ihrer Truppen die Alliierten nicht In Ver­legenheit bringe.

liche Rundfrage an die Länderregierun­gen, um zu erfahren, wie sie sich zu der beab- sichttgten Neuregelung stellen, die pro Mo- nateinenSonntagzudrei stündiger Arbeitszeit freigibt. Zu der Reu­regelung sah sich das Arbeitsministerium hauptsächlich mit Rücksicht auf die Interessen der landwirtschaftlichen Bevölkerung veran­laßt.

Die irische Frage.

London, 26. Aug. (Wolff.) Dem »Daily Chrvnicle" zufolge, ist die gestern überreichte A n t- wort der Sinnfeiner auf das Angebot der britischen Regierung nicht beriebigend. Gestern nachmittag fand unter dem Vorsitz von Lloyd George eine zweistündige Kabinettssihung statt, um die Antwvtt der Sinnfeiner zu erörtern. Das' Kabinett tritt heute wieder zusammen, um über die Antwort weiter zu beraten, die den Sinnfeinern gegeben werden soll. DemDaily Chrvnicle" zufolge verwirft de Balera das Angebot der britischen Regierung, wünscht aber, daß die Verhandlungenweitergeführt werden.

London, 26. Aug. (WTD.) Die briti­sche Antwort auf bas Schreiben de Valera ist ziemlich lang. In der Hauptsache gibt sie ein Gefühl der Enttäuschung der britischen Regierung wieder und erklärt, daß die britische Regierung den Rotenwechsel nicht immer weiter forisehen könne, daß sie aber sehr gern mit de Valera weiter unterhandeln wolle. Die britische Regierung be­merkt ferner, daß sie bis zur äußersten Grenze ihrer Vollmacht angelangt sei.

Dublin, 26. Aug. (WTD.) De Valera wurde wiederum zum Präsidentender Iri­schen Republik gewählt. Die Rational­versammlung nahm einen Antrag an. eine An­leihe von 20 Millionen Dollar in den Vereinigten Staaten a'^zulegen und eine weitere von einer halben Million Pfund Sterling in Irland.

Die Geldprobleme der Zeit.

Stockholm, 26. Aug. (WD.) Der Stock­holmer Rationalökvnvm, Prof. Gustav Casser, wurde vom Völkerbund eingeladen, eine neue Denkschrift über die Geldprodieme der Welt auszuarbeiten. Die Denkschrift soll im September der Wirtschaftskommistion des Völker­bundes in Genf unterbreitet werden.

Ein Teilanfftand in Indien.

London, 26. Aug. (Wolff.) »Daily Chro- nicle" erllärt in einem Leitartikel über den T e i l- a u f st a n d in Indien, die Lage gebe zu ern­sten Desorgnissen Anlaß. Die Zusammenziehung einer großen Truppenmacht sei notwendig, um die europäische Devölkerung zu schützen und die Ordnung wieder herzustellen.

Eine Meuterei bei der Chemnitzer Landespolizei. Chemnitz, 26. Aug. (WTD.) DieAll­gemeine Zeitung" berichtet: Dei einer Hundert­schaft der Chemnitzer Landespolizei brach vor einigen Tagen eine Meuterei aus. Als von der Hundertschaft verlangt wurde, zu einer angesetzten Hebung außerhalb der Stadt den Stahlhelm aufzusehen, trat sie mit Czako an. Gene­ral Reichert (Dresden), der der Hebung beiwoh­nen wollte, erstattete eine Meldung an den Mini­sterpräsidenten Duck. Dieser verfügte die sofortige Entlassung der Leute. Inzwischen wurden an zu­ständigen Stellen Verhandlungen eingeleitet, um die Wiederindienststellung der Entlassenen herbei­zuführen.

C h e m n i h, 26. Aug. (WTD.) In einer Mit­teilung des Chemnitzer LandeSpolizeikominandos an die Presse wird als Grund der Weigerung einer Hundertschaft, mit Stahlhelm auSzu- rüden, angegeben, daß der Stahlhelm bei der ge­samten Deamtenschaft unbeliebt ist. weil er nach ihrer Ansicht aufreizend auf die Devölkerung wirke. Die D e a m t e n s ch a f t hat heute nach eingehen­der Aussprache über die Angelegenheit mit großer Mehrheit eine Entschließung angenommen, in der es heißt: Das Ausrüden der Beamtenschaft im Stahlhelm zu Hebungen wird von der Beam­tenschaft von jeher als eine Provozierung der Be­völkerung empfunden, deren 5ob,en die Beamten-

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gegen den Raub der Danziger Eisen­bahnen statt. In allen Versammlungen, die von

Rathenau und Loucheur.

Wiesbaden, 26. Aua. (Wolff.) Die Ver­handlungen zwischen Rathenau und Lou - ch e u r, von denen Rathenau heute früh hier an- kam und im Hotel Kaiserhof Wohnung genommen hat, während Loucheur gestern abend um 7 Hhr im Auto von Koblenz kommend, in Begleitung seiner Gattin und seines Sekretärs Petsche hier eintraf und im Hotel Rassauer Hof abstieg, haben heute vormittag IOV2 Hhr begonnen. An der Vormittagsverhandlung, die um 11 Hhr ab­gebrochen wurde, nahmen von deutscher Seite außer Rathenau und Duggenheimer noch der Staatssekretär a. D. Müller teil. In der Dormittagssitzung wurde nur die allgemeine Lage besprochen. In der um 3 Hhr nachmittags be­gonnenen zweiten Konferenz, an der deutscher­seits außer den Obengenannten noch Staatssekre­tär Hirsch und der Direktor der Reichsbank Fischer teilnahmen, sollen die speziellen Fra­gen durchberaten werden. Die Verhandlungen sollen bis morgen abend zu Ende geführt werden. Wie verlautet, beurteilt man die Lage auf beiden Seiten nicht pessimistisch und gibt der Hoffnung Ausdrud, bis morgen abend ein E i n v e r st ä n d- n i S zu erzielen, das von den beiden Regierungen gutgeheißen werden könnte.

bensgröße präsentiert, könnte man glauben, dies« Zwergenschar flamme aus dem sagenhaften Lande LUiput. Der riesenhafte Mensch, der da neben ihnen steht, könnte die ganze Heine Gesellschaft fast in seine Tasche sieden. Die Truppe führt anspruchslose Künste aus. Da wird getanzt und gesungen, geturnt und geboxt Wer sich im ge­heimen über die Echtheit des Püppchens Gedanken gemacht hat, kann sich von ihr überzeugen.

Stenographie. Der Gabelsberger Stenographen-Verein von 1861 und der Damen-

Dem tollwütigen Verlangen der Bauernschaft nicht imtgegengearbeitet werde. Dem Verlangen der i Landwirtschaft nach Weltmarktpreisen iwerde die Forderung nach Weltmarktlöh­nen entgegengestellt und die Regierung Kahr- Watzlhvfer-Pöhner an der erneuten Teuerung als mitschuldig bezeichnet, die alle Verbrechen am konsumierenden Volke noch fördere und unterstütze. Die Entschließung spricht fd lieh ich der bayerischen Regierung das schärfste Oliirjtrauen aus und ge­lobt, nicht eher zu rasten, bis den gerechten For­derungen Rechnung getragen sei. Die Versamm- ftrngsleiter ermahnten die Versammlung, ruhig nach Hause zu gehen. Darauf formierten sich die Teilnehmer zu einzelnen Gruppen und marschier­ten von den Lokalen ab. 5 0 0 0 b i s 6 0 0 0 Mann, Tafeln tragend und die Ar­beit e r m a r s e i l l ai s e singend, zogen zur Stadt. Der Zug bewegte sich durch das Tal gegen den Marienplah der dicht mit Men­schen angefüllt und von der Reuhäuserstraße durch ein Panzerauto abgesperrt war. Polizei und Schuhmannschaft trieben die Leute auseinander. Mehrere Personen wurden verletzt.. Aus der Menge fiel ein Schuß, der jedoch niemand ver­letzte. Es gelang schließlich, die Menge in die Seitenstraßen zu drängen. Sie sammelte sich jedoch wieder und zog zum Bahnhof. Hier wurde sie von der Landespolizei zerstreut. Ein bedauer­licher Vorfall ereignete sich in der Rähe der Lukaskirche. Dort gab ein unbekannter Zivilist sechs Revolverschüsse ab, die einen Mann töteten und einen schwer ver­letzten. Der Täter ist entkommen. Es hat bis jetzt den Anschein, als ob diese Demonstration keine weiteren Folgen.zeitigen werde.

München, 26. Aug. (Wolff.) Der Poli­zeipräsident weist in öffentlichen Anschlägen darauf hin, daß im Anschluß an die heute statt- ftndende Teuerungskundgebung der Be­triebsräte der freien Gewerkschaften Straßen­kundgebungen vorgesehen seien, mit dem Zweck einer politischen Umwälzung. Er erllärt, er werde alle diese Strahenkundgebungen rück- ßichtSlos unterdrücken.

Eine enalisch-ilalienische Entente?

London, 26. Aug. (Wolff.)Daily Tele­graph" berichtet über die Verhandlungen zwischen Großbritannien und Italien bezüglich einer Entente derbeiden Länder. Danach empfing Lord Curzon gestern den italienischen Botschafter, der den Standpunkt der italienischen Regierung mit Bezug auf die besonderen Rechte Italien« in Albanien eingehend ouseinander- setzte. Dem Blatte zufolge hält man in Italien anscheinend ein enalllch-italienisches Hebereinkom­men über gewisse Teile der albanischen Frage für einen ersten Fortschritt zu einem allgemeinen Ein­vernehmen zwischen den beiden, deren Zusammen­wirken im Mittelmeere vor dem Kriege so gute Ergebnisse gezeitigt habe. In Italien fei man der Ansicht, daß ein solches Zusammengehen jetzt noch fruchtbarer sein würde. Sollten die augenblick­lichen Verhandlungen zwischen London und Rom später auf diese Frage ausgedehnt werden, so könne, wieDaily Telegraph" betont, in einem solchen Einvernehmen nichts enthalten sein, was Iber englisch-französischen Entente ^widerspreche, und nichts, was vor Frankreich ver- *borgen gehalten werden müsse. England, Frank- , reich und Italien könnten durch eine zweifache Entente dieser Art noch enger als bisher zusam­mengeführt werden.

Aus Stabt und Land.

Gießen, den 27. Aug. 1921.

* Amt!ich« Personalnachrichten. Ernannt wurden am 22. August: der Diener an der medizinischen Veterinärllinik der Landesuni­versität Karl ©rüget zu Gießen, der Diener am veterinär-pathologischen Institut der LandeS- universität Heinrich Kalbfleisch zu Gießen, der Diener am pharmakologischen Institut der Landesuniversität Adolf M ü l l n zu Gießen, der Diener und Heizer an den Deterinäranstalten der Landesuniversität Karl Schwengber zu Gie­ßen und der Diener am pathologischen Institut der Landesuniversität Martin Stroh zu Gießen, sämtlich mit Wirkung vom 1. April 19 21 an z u Amtsgehilfen an diesen Instituten.

Oberhessisches Museum und Gailsche Sammlungen. Sonntag den 28. August, geöffnet von 111 Hhr. Alter­tumsmuseum im Alten Schloß, Eintritt für Erwachsene 1 Mk., für Kinder unter 14 Jahren 50 Pf., für Mitglieder des Oberhess. Geschichtsvereins ftei; desgl. Völker- und Kriegsmuseum im Landgraf - Philipp - Schloß. Im laufenden Jahre wurden die Museen bisher von rund 10 000 Personen be­sucht; davon nahmen 1200 an Führungen teil, ole von der Direktion für Kongresse, Vereine und Schulen veranstaltet wurden. Demnächst werden die vor einiger Zeit begonnenen sonn­täglichen Führungen wieder ausgenommen.

Grvhftadtbilder aus Gießen. In der Rächt zum Freitag wurde ein auswärtiger Wirt und Händler um 6000 Mark leichter ge­macht, weil er sich mit einem hiesigen, übclbeicu- munbeten Frauenzimmer eingelassen hatte. Bei einem freundlichen Tete-a-tete, wobei er ein» geschlafen war, wurde ihm der Betrag entwendet. Trotzdem hatte er bei dieser Sache noch Glück, da man durch die alsbaldige Festnahme der Per­son den Betrag bis auf einige hundert Mark xur Stelle bringen konnte. Zwei aus Gießen stammende, bereits gerichtsbekannte Personen ver­schafften sich dadurch Geld, daß sie *bet einem hiesigen Klavierfabrikanten ein Klavier liehen, es alsbald mittels Autos nach Frankfurt a. M. verbrachten und verkauften. Rachdem sie das Geld dort in lirderlicher Gesellschaft verpraßt hatten, kehrten sie wieder zurück. Gestern abend mußte ein hiesiger junger Mensch, der In gröblicher Weise gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung da­durch verstoßen hatte, daß er im Reuenweg die Passanten in rüpelhafter Weise in betrunkenem Zustande belästigte und anrempelte, festgenommen werden. Aus dem Wege nach dem Arrest Hause suchte seine Mutter ihn zu befreien, wobei sie Feuer und Hilfe" schrie und die ganze Hmgegend m Aufregung versetzte. Der wiederholten Auffor­derung von feiten der Beamten, sich ruhig zu verhalten und'nach Hause zu gehen, kam sie nicht nach.

* Pachtgeldrück stände bei der Stadt Gießen. Es wirb wiederholt darauf aufmerksam gemacht, daß die Frist zur Zahlung des Pachtgeldes von den städtischen Grundstücken, den Grundstücken der Armenkasse und der Plvck- schen Stiftung am 15. Juli d. Zs. abgelaufen ist. Die Beitreibung beginnt in den nächsten Tagen, wodurch Kosten entstehen. Wer dies vermeiden will, beeile sich, die Rückstände baldigst zu be­gleichen. Besondere Anforderungszettel werden nicht ausgegeben.

** Die Warenausgabetabelle des Lebensmittelamtes für die nächste Woche ist im heutigen Anzeigenteil veröffentlicht; ebenso die übliche Bekanntmachung des städti- scheu Brenn st offamteS.

** Das Fest der silbernen Hoch­zeit feiern Montag, 29. August, die Eheleute Richard Frenzel und Frau, Sck)0ttsttaße 15.

Bornotizen.

Tageskalender f. SamStag: Ötabt- theater, 7 Hhr,Der Dürgergeneral" undDie Mitschuldigen". Schöne Aussicht, Kaninchen- ai'sstellung. Astorialichtspiele,Mit Büchse und Lasso" 4. Teil,3m Antlitz des Todes", Zehn Milliarden Volt" undMesterwoche". Lichtspielhaus, Bahnhofstraße,Die geschlossene Kette" undDie Scheidungsehe".

Tageskalender für Sonntag: Ab 3 Hbr Herbstruderregatta des Vereins Rudersport Gießen 1913. Textors Terrasse auf der Hardt, 3 Hhr, Familientag des Evangelischen Arbeiter­vereins. Oswaldsgarten, Volksfest des Reichs­bundes der Kriegsbeschädigten. Schöne Aus­sicht, Kaninchenausstellung. Lichtspieltheater, wie Samstag.

-- In der Gießener Kunstsamm­lung im Reuen Schloß (Eingang Senckenberg- straße) wurde diese Woche wieder eine teilweise Aenderung vorgenommen. ES gelangten neu zur Ausstellung Arbeiten von Ritgen eine Anzahl Aquarelle: Motive auS Brügge. Palermo, Thur- nau, Runglstein und Interieurs. Von A. Hertel Aquarelle aus Goslar, Aquarelle japanischer Künstler, Radierungen von Eller«, Goetze, G. Fritz, Kuhnert, Müller-Schönfeld und Skarbina sowie neue Bleistiftzeichnungen von R Koch. Zu der seit Sonntag ausgestellten Kollektion Original-Radie­rungen des bekannten 'Malerradierers Ernst Hay- mann, sind noch einige Arbeiten neu hinzugekom­men, die Liebhaber deS Hunde- und Pferdesports intereffieren werden. Die Gießener Kunstsammlung ist an Sonntagen von 11 b 18 1 Hhr bei freiem Eintritt geöffnet. Kinder haben nur in Begleitung Erwachsener Zutritt.

Auf OSwaldsgarten sind zum erstenmal die Liliputaner, die winzigen, possier­lichen Wesen, zusehen, von denen uns Gulliver auf seiner Reise nach märchenhaften Ländern er­zählt. Wenn man bi« Truppe der kleinsten auS-

vereinGabelsberger" eröffnen am Montag den 5. September einen neuen Anfänger-Lehrgang. Da die Kurzschrift heute ein unerläßliches Hilfs­mittel für alle schreibenden Berufe darstellt, möch­ten wir nicht verfehlen, auf die Anzeige in der heutigen Rümmer auch an dieser Stelle zu ver­weisen.

Wettervoraussage

für Sonntag:

Vorwiegend wolkig, zeitweise örlliche Rieder­schläge, später aufflärenb, kühl nordwestlich« Winde.

Hntet dem Einfluß der nördllchen Tiefdruck- Wirbel hat sich das Hoch über Frankreich verflacht. Das Tief über der Rordsee bringt südostwärts. Wir werden morgen auf feiner Rückseite liegen unb mit Riederschlägen rechnen müssen. Westlich Irlands^ erscheint ein neuer Tiesbruckwirbel, der uns vorübergehende Aufllärung bringen kann.

Landkreis wichen.

x Heuchelheim G. A. V. Wir ver­weisen auf die Einladungen »um Gustav- Ad 0 lsfest in Heuchelheim im Anzeigenteil un- unseres Blattes das am Svnntagnachmittag 2 Hhr In der Kirche beginnt. Außer dem Fest Prediger unb dem Sekretär des Gießener ZweigvereinS werden in der Rachversammlung noch weitere Redner sprechen. Der Klein-Lindener Posaunen­chor unb der Heuchelheimer Kirchenchor werden Mitwirken.

O © rünber g, 26. Aug. Der am Donners­tag abgehaltene V i e h m a r k t war mit 383 Fer­keln beschickt. Die Preise waren niedrig, 88 Wochen alte Ferkel konnte man schon zu 80, 100 und 120 Mark kaufen. Da den Verkäufern di« Preise nicht hoch genug waren, blieben viel« Tier« unverkauft.

Kreis Büdingen.

0 Hirzenhain, 25. Aug. DaS 3. Konzert beS Kapellmeisters Ackermann von Ortenberg, das kürzlich hier stattfand, wickelte sich wieder In glanzender Weise ab. Die zahlreichen BeifallS- bezeugungen veranlaßten zu mehreren Einlagen. Auch Herr Aug. Ackermann jun. leistet« gute» als Künstler auf der Violine, ebenso dessen Bruder als Cellist.

Kreis Schotten.

Die Errichtung einer Försterschule in Schotten.

Zu dem Plan der Errichtung einer Förster- schule in Schotten, über den wir bereits berichtet haben, liegt jetzt eine Regierungsvorlage vor, in der es heißt:

An den Vorbedingungen der Volksschule unb Fortbildungsschule sesthaltend, svlfdie Einrichtung einer Försterschule die Vorbildung, wie sie einem Teil der hessischen Förster seither bei dem Heere zuteil wurde, vermitteln und durch eine gründ­liche theoretische und praktische Ausbildung In allen den GeschüftskreiS der Förster betreffen­den Obliegenheiten den Förster befähigen, auch bei größeren Dlenstdezirken feinen Aufgaben ge­recht zu werden.

Die Schule selbst soll ihren Sih in Schotten erhalten. Durch die Wahl dieser Stadt wird auch den weniger Bemittelten der Besuch der Försterschule erleichtert werden. Dazu kommt, daß auch die Stadt Schotten großen Wert darauf legt, daß die Schule dort hinkommt und daß sie weitestgehendes Entgegenkommen bei Errichtung des Schulgebäudes zugesagt hat. Es ist beab­sichtigt, die Schule am 1. April 1 922 zu eröffnen. Ihre Unterbringung war In der log. Dchützenhalle (in Schotten) geplant, in der durch Einbau zweier Schulsäle der nötige Raum gewonnen werden sollte. Dieses Vorhaben muf) jedoch aufgegeben werden, da vie bautechnische Hntersuchung der Schützenhalle eine völlig unge­nügende Fundamentierung ergab, und außerdem in dem Gebäude in früherer Zeit der HauS- schwamm war. ES erscheint deshalb rötlicher, wenn die Försterschule in ein eigenS z u die­sem Zweck errichtetes Gebäude unter­gebracht wird. Schwierigkeiten bereitete einem Reu bau bisher nur die Frage deS BauplayeS. Aber auch "biete Frage ist gelöst durch daS Ent­gegenkommen der Stadt Schotten. Der (Semetnbe­rat hat beschlossen, amSchießh 0 r st" einen etwa lli/i Morgen großen Bauplatz in schöner Lage, an einem warmen Südhang, von einem Preis von nicht über 3 Mark je Deviertmeter >ur Verfügung zu stellen. Dieser Preis ist alÄ sehr niedrig zu bezeichnen. Der Demeinderat ha.' sich ferner bereit erklärt, die Herstellung der Zugangsstraße, die Zuführung deS WasscrS und des Lichtes, sowie die Kanalisationen bis zu dem Reubau auf Kosten der Stadt zu übernehmen.

An Baulichkeiten sind notwendig 1. zwei Schulräum« mit einem Lehrmittel- unJ einem Lehrzimmer; 2. eine Dienstwohnung den ständigen zweiten forstlichen Lehrer (Forst» assessor); 3. eine Dienstwohnung für den Lehr förster.

Die Baukosten dürften sich schähungs' weise auf etwa 400 000600 000 Mark stellen, je nachdem alle Räumlichkeiten In einem Ge­bäude ober in zwei Gebäuden untergebrachi werden.

BIS zur Fertigstellung und Deziehdarkell dieser Räume tarm die Försterschule, da sie zu­nächst nur eine Klasse umfassen wird, In den Räumen der landwirtschaftl. Winter­schule, dl« nut Winterkurse abhält, untergebracht werden. Sine gemeinsame dauernde Unterbringung mit der Winterschule, wodurch ein Reubau sich er­übrigen würde, ist jedoch unmöglich. Rachdem das Bedürfnis nach einer besseren Ausbildung deS FörsterstandeS und "damit auch die Errichtung einer Försterschule allseits anerkannt ist, sollte nach der Regierungsvorlage auch ein Werk geschaffen werden, das geeignet ist, für Jahrzehnte allen An­forderungen >zu genügen.

0 Gedern, 25. Aug. Der am 23. August hier abgehaltene Schweinemarkt war zwar gut besucht doch ging der Handel nur schleppend vor sich, oa wenig Kauflust vorhanden war. 6 Wochen alte Ferkel kosteten 100130 Mark das Stück, 89 Wochen alle 170 Mack, Springer 250300 Mark.

e Ulfa, 25. Aug. Auf der Ziegelei, bte zu dem in EichelSdvrf gelegenen Sägewerk von Himmels dach gehört, verunglückte der dort

schäft nur selbst zu tragen hat. Die gespannte wirt­schaftliche Lage und die drohenden Kämpfe zwi­schen dem Unternehmertum und der Arbeiterschaft lassen eS gerade gegenwärtig zweckmäßig erschei­nen, jede unnütze Provozierung der Oeffentlichkeit zu vermeiden. Die Beamtenschaft versteht es daher,.

wenn die Hundertschaft sich weigerte, im Stahl-. mütig bereit, den Mitgliedern ihrer Verbände bte Helm auszurucken. Sie sieht die in Aussicht ge- I Vereinbarung zur Annahme zu empfehlen.