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Sietzener Anzeiger ^General-Anzeiger für Gberheffen)

IHontag, 2L Juni 1921

Ut. 147 Zweiter Statt

(Nachdruck verboten.)

43. Fortsetzung.

Herrn Collins Abenteuer

Roman von Frank Heller.

Er betrachtete ferne rasch erworbenen -tifdp genossen mit einem innerlichen Lächeln. Mik Ahite bte Magere barte begonnen, ihn mit hektisck^r Energie zu beflirtat; Miß Arrnittong __ Naive verschwendete mit schüchterne.' Blicken: und Mr. Philpott begann mit Lcküri.- eine Rede zu kritisieren, die Lloyd George am Nachmittag gehalten hatte. In dieser Umgebung nalnn sich Sigrid Holten >vie eine lunge Stettin au» stolz, frei und selbstsicher. Wenn ihre Blick, zufällig denen Philipp- begegneten lachet le jt? i3 unarviüintgcn und verständnisvoll, daß lern Herz für einen Augenblick mit seinen Warnungen aufhörte. Treuber^iger hätte ihr Blick nicktsem können, wenn er sich au' ihren Bruder geheftet hätte.

Tas Souper nahm fernen Ämang. . r^rascati hatte sich übertroffen: Horsd'veuvres, vuitetti, ym^ tdle und Schnepfen, alles roar vortrefflich, und mir einen Wink von Philipp wurde intatlmitg Ehampagner cntgefdxnft. Tas_Gespräch wurde

lebhaft, beinahe lärmend. Miß Whites fHugenihrt begann gigantische Proportionen anzunebmOi, Armstrong kicherte und plauderte rastlos, Mr. Pckl- hott begnügte sich damit, hie und ta wiegende Sentenz einzmrerfen. Philipps Blut suchte unaufhörlich Fräulein Holten, ^n der Sturmflut von Mist Whites Flirr waren ihre klaren, fingen Augen eine Rettungsplanke, und

waren

te n.

Betriebsrats hat der vorli schastsrat einen bemerkenswerten

:steichSwirt^ «sfpruch ge-

zu haben: jeber schob die Schuld auf den a-------

94 wurden herurtdli. ö zu 2 Jahren 6 Monaten

Wärterin für das Lehramt an höheren Mäd­chenschulen Elise Petter aus Frankfurt am Main zur Lehrerin an der Höheren Bürger­schule zu Nidda, unter Belassung in der Kategorie der Bolksschullehrerinnen.

* Tas Ernten dc s Sommerobst cs. Erdbeeren ernte man tautvocken am friinen Morgen, bann haben sie das köstliche -Aroma, im Lufe des Tages ntimni dies nach und nach ab. Die Früchte sollen glet-tmäRig ausgerei't fein und werden ynn Em sieden und uim Ben and zwei Tage vor der Vollreife gepflückt. Stachelbeeren ui Lüde man reif, aber nickt überreif, was sich durch die grüne, gelbe ober rote Färhung der Beeren, je nach deren An, bemerkbar ntarbt Für Wcin- bereitung dürfen die Früchte nickt vollreif fein, sondern sich etwas hart anfüblen. Iobannis'

Aus Stadt und Land.

Gießen, ben 27. 3uni 1921.

* Amtliche Perfonalnackrich- Ernannt wurde am 20. Juni die An­

bezahlt batten. Die Folge dieser Berstimrnunaen _____ Anzeigen und bte Verhaftung Howells Seine Bertcibigung beruhte im wesentlichen darauf, bah er vorgehabt habe, bte Leute zu be­zahlen. seine Brieftasche mit 1100 Mk fei ihm aber abhanben gekommen DaS Gericht schenkte ihm keinen Glauben, ba seine Geschäfte mit ben Leuten vor hem angeblichen Abhandenkommen bet Drieftaschc gelegen waren, er also in *ber Lage

smmmt, bafb inb halb hatte er »n glauben bev gönnen, daß das Wunder möglich ter. Und in jebem Fall. .

Als sie aufbrachen, ri-ftftte er es so em, bas­er (« zum Ausgang eskortienr Mm 2B bite unb Miß Armstrong gingen mit Mr Philpott voran

Sie meinen doch nicht," begann Philipp mit unsicherer Stimme.

92ein, bas meine ick nidjt," sagte fte kokett Tann hatte ick Sie nicht ausgesucht Wollen anx jagen übermorgen, halb 3 Uhr beim Marble Arch?"

Phil uw erwiderte mit einer Verbeugung und einem Blick, der, wie er fühlte, zu viel oemet Es mar lächerlich, ein Mann wir er, begruben von Diesem Mädchen, das er nicht tomtt, das er heule abend zum entstund sah Stockholm vor zehn fahren konnte man doch nicht zählen War es die Landsmannsckast? Tie Pikanrene bei abenteuere? Ihre Treuherzigkeit die Möglich- feil, daß sie noch an ihn glaubte? Ihre Ähönhett^ Tap, sie wie em nerföroerter Traum aus seiner Vkrgangetckeil aunaucktr und gerade heute abend, wo er ihren schatten gaunert hatte? 8er mutlick alles zusammen Wie dem auck fein mochte, nachdem er ferne Gaste in etn Auto placiert hatte, wandert-' Neckrsanwalt Philipp Eollm beim, nnt tn feinem Hopfe fangen hundert Tinge: blaue Augen . das ewig weibliche zieht uns fjtnau . " em bleiches, fedenvolles Antlitz ... nie habe ich solches Haar über solchen Auge» ge­sehen und eigentlich liebt man ja doch nur die Frauen seines eigenen Volkes . . .

Iber Herr Eollm. Tenken Sie an Sftnftm: (FottseMng folgt.)

war. mit ben Leuten abzurechnen, wenn er ge wollt hätte Trotzdem er als Betrüger rudfällifl ist, würben ihm mlldernbe Umflänbc zuerkannt, ba bk letzten Strafen eine Reibe von 3abrtn zu- rückliegen unb bic Beträge, um welche bte Leute geprellt worben finb, nicht allzu erheblich waren Strafe: 2 Jahre Gefängnis

3m Fahre 1920 würbe tn Büdingen viel Ge­flügel ucftDljlen Es gelang schließlich. die Diebe in der Person zwei schlecht beleumunbeter Büd«- ger Burschen zu ermitteln, vte waren un metent. lieben geftänbig unb behaupteten, ber Händler H in Bübingen habe bas Geflügel bezoaen. sie auch zu den Diebstählen angestistet Das Lchösfengertcht verwies bic Sache gegen bte «hüeuie H^. tpHi fte ber gewohnheitsmäßigen Hehtere' verdächtig seien, an bic Strastammer Gegen den öbanann H konnte nicht verhanbelt werben, weit er schwer tränt ist unb fraglich ist, ob er überhaupt jemals vor Gericht wirb erscheinen können, firau H würbe mangels ausreichenden Beweises lediglich wegen Beihilfe zu einem Hehlereifall zu emer Dochc Gefängnis verurteilt.

zu schrumpfen beginn hl Für bte Äüthc unb iur Seinbercihmg ernte man durch .1bstreifen mit Pstückdölzern in ein Pnückgefttß. das man an sich selbst bfleittflt. Der Ä'umme und Stiele brr Io lxmni»bcertn geben bet dem Mitpresfen dem saft

Deutscher Reichstag.

124. Sitzung, mittags 12 Uhr

Berlin. 25. 3uni 1921

Ohne Debatte überweist der Reichstag den Gesetzentwurf zur Sicherung von gewerb­lichen Schutzrechten im Auslände dem RcchtSausIchuß. gleichfalls ohne Debatte werden in allen drei Stefungcn angenommen das Gesetz übci bic Zuziehung von Hilfsrichtern zum Reichs ftnanzhoi das Gesetz über die Ausgabe von Schuldverschreibungen zur Erfül­lung der R c p a r a t i o n s v c r p f l i ch t u n - gen und bic Berlängerung ber Geltungsdauer des Gesetzes über Maßnahmen wegen WohnungS- mangel biS zum 31. März 1922

Bei bei folgenden zweiten Beratung des HauShaltS beS ReichswirtfchaftS- m t n i st c r i u m S beantragt ber Ausschuß eine Herabsetzung ber Reichsbeiträge für das Leipziger Mehaml um zwei Millionen, und die vom Reichs­amt für Breslau, Stuttgart und Frankfurt a. M beantragten Erhöhungen zu streichen

Die Abgg. D. Hclffcrtch (Deutschn.), von Rheinbaben (D. Dolkksp > und Schücking «Dem i empfehlen die Wiederherstellung der Reichsratsbeschlüsse, während ein Regierungs­vertreter für den AuSschuhantrag eintritt

Die Abstimmung ergibt bei schwacher Be­teiligung die Wiederherstellung der ReichSraiS- beschlüsse.

Angenommen wird ferner eine Ausschuß Entschließung, die von der Regierung eine Rach­weisung der finanziellen Beteiligung des Reiches an den Kriegsgesellschaften und ähn­licher Organisationen sowie eine Denkschrift über bic finanziellen Ergebnisse dieser Gesell­schaften verlangt

ReichSwtrtschaftsminister Schmidt stellt da­zu fest, die Kriegsgesellschaften würden dauernd vom Reichsschahministerium kontrolliert unter Hsnzuziehung der Oberrechnungsfammer. Bon ben Uebcrschüssen sind schon erhebliche Beträge ber ReichSsinanzverwaltung überwiesen worben. Ein parlamentarischer Untersuchungsausschuß kon­trolliere schon seit längerer Zeit bic Kriegs- gesellschaften. Adg Dr. Dietrich. Baben iDem.j unterstreicht bic Ausführungen bes Mini­sters unb betont gegenüber dem Ausschußbericht­erstatter Dr Q u a a h , der parlamentarische Untersuchungsausschuß habe seine Pflicht erfüllt.

Abg Dr. Q u a a h ID. Bpt ) erklärt dazu, diese verdienstvolle PrüfungStätigkeit sei rein vrivatrechtlich. Hier handele cS sich aber darum, das Giatrechi deS Reichstags besser zu wahren als bisher Die Regierung müsse für die Buch­führung und das Rechnungswesen kaufmännische Grundsätze einführen

ReichSwirtsckaftSmin'ster Schmidt erwidert, bic KriegSgesellschasten müßten an sich schon ihre Bllanzen bem parlamentarischen Untersuchungs­ausschuß vorlegen, der sie durch kaufmännische Sachverständige nachprüfen laßt.

Damit schließt die Beratung.

Nächste Sitzung Montagnachmittag 3 Uhi Kleinere Vorlagen und Anträge Schluß 1 »/ Ubr

durck ihre Gerbsäure einen derben, unan.Tfncbmrn Beige'ämack. Pflaumen unb Kirschen »ollen zuni lafdgrnuR rollrei' gepflückt werben Ium Einneden nehme man tatdlok, ausgewachiene. sich nod. fest anfüUenbe Fruckre Pfirsiche find am

:t Frucht bitte' kann, wenn nur Vollreife Früchte für den täglichen Bedarf gcpflüdi werden. Gibt durch fanfren Truck das Fleisch am Sttete nab, fo sind bte Frückie ver­tan breit' Aprikosen find reif, wenn tick ber Fruchtstiel leicht vom FruckrholZ lösen läßt.

"* Bom deutschen Po st verkehr liegen ioeben neue Angabni des Weltpostvereins aus dem ersten5 ri ebe n 5 j a b r" 1919 vor. Im inneren Verkehr wurden 4699' Millionen, also über 41'» Milliarden Briefsnibungen brförbert und zwar etwas über 2638 Millionen Briefe, 1116 Millionen Postkarten, 6941 _ Millionen Twä fachen, 39 Millionen Vtesäioftsvapiere 301» Mil honm freigemachte Warenproben, außerbem 1H1 Millwncn portofreie Scnbungrn Eingeschrieben waren R81 _ Millionen Sendungen. Cten'öbnlidx Postpakete wurden 243s/< Millionen beförberr, Wertbriefe unb Kästchen fast 9 Millionen, Weit

'I Millionen, unter '.Kactmchiih1 3.3' Nil ltonen Briefe unb 371Millionen Pakete Tie Zahl der Postaufträge betrug 119', Millionen Seituniidb.itfHungen würben über 64' - Millionen mit 2830 ytilhonen 9hunment auSgeführt Tie Zahl der Postreifendni betrug nur 2 187 255 Postämter gab es 44 823, Briefkäsie,' 152 888, Poswferdc 11 825, PoüwagHi 22 589. Tte Postver btnbungen ha beit eine Länge von 127 544 Äilointr.

** Tas Gesetz über bic Betriebs 6ilttii> unb Betriebsgewinn unb Ver I u ft r c <t n u n g ist nunmehr in Äratt getreten. Die Befvrcmi? oider Arbeitgeber, es Tonnten fick tiir die Wirtfä'attliäiki'it ihrer Betriebe wesentlich Nachteile burck bic Borleg ung ber Bc triebsdilanz und her Dctricbsgrwinn- unb Berlustrechnung besonders an solche Betriebsräte ober Betriebsratsmitglieber er geben, txmen c? am nötigen Verständnis ihrer Ausgaben mangelt, ist durchaus berechtigt. Hier zu kommt noch, daß manzfc Betriebsräte sich über die Ausdedmma ihrer Befugnis ^' nicht im klaren sind imb Verlangen ftdlcn, die unbegründet sind, di« aber der Aibeitgeber mangels genauer .'kennt nis bei etnsäüägigen ge'e^lirfm Besttrnntungen nicht als unqerecktfernql erkennt. 2o braucht z. B., wie aus einer Zusammenstellung in der Nr. 36 ber^Mitteilungen" des Deutschen Industrie i'ckutzverbandes, Sitz Dresden 'Geschäftsführer Erüstner'», bci'riorgebt, hem Betttebsrat weder eine Abt'ckrift der Bilanz ober schriftliche Erläuterung derselben ausgebändigt, noch Unterlagen für bic Bilanz, rote Bücker, .'lvrrespondcnze i ustv. vvrgc- legt zu werden. Ebensowenig haben einzelne Betriebsrat s Mitglieder etn Recht, die Vorlegung Der Bilanz zu verlangen; auck bte Hinzuziehung nember Personen, rote Buck^achverstLndiger oder Oteronkfchaftsbeamter, ist nicht zulässig.

♦♦ Ueher die Schroetgepflickt des

Wohnungsnot und Selbsthilfe.

Unter dieser lleberschrift berichteten wir am Mittwoch über eine Versammlung des Mietervereins, in der ausgiebig über die Errichtung von Eigenheimen nach dem System des Hauptmanns Schmudc, daS zur Zeit auch in Wetzlar und Burgsolms praktisch durch­geführt wird, verhandelt wurde.

D ic Heimstätt e", die Monatsschrift des hessischen Wohimngs und Heimstätten­vereins, zeigt in ihrer letzten 'Jhtmmer an einem Beispiel eigenster Selbsthilfe in nächster Nähe Darmstadts, was heute bei ernsthaftem Siedkuugswillen möglich ist.

Schuhmachermeister Heinrich. G. aus Wix­hausen konnte, aus dem Felde zurückgekehr't, in seinem .yeimatborfe keine passende Doh> nung finden. Er hatte aber einige Minuten vom Dorf, an der großen Staatsstraße Darm­stadtFrankfurt, einen ?lcker, an erspartem (Mb etwa 500 Mk. in der Tasche und sehr viel Selbstvertrauen. Seinem Entschluß, auf diesem Acker ein Eigenheim zu errichten, folgte rasch die Tat.

Als Baumaterial wählte Enther Schlackenbetonsteine, bereu Herstellung er an ber Baustelle sofort in Angriff nahm Tat­kräftig unterftüpt von Frau unb 2 Kindern brachte er, lediglich in ben freien 2lbend- strutden von 4 Uhr ab, eine tägliche Arbeits­leistung von etwa 10 Steinen zuwege, so daß die 500 Steine, die er insgesamt für sein

fällt. Der Betriebsrat rote sein Vorsitzender ist verpflicktet, bte Mitteilungen, bic ihnen von der Gesckäftsldtung vertraulick gemacht werden, fo lange geheim yi halten, bis bte Zeit obgelaufen ift die der tvcsckaftsführei für die öffentliche Behand­lung der Angelegenbeiten beftrnnnt In einem anderen Bescheide des Wirtsckaftsrates wird bte Zahl der Ersatzmitglteder, die bei Be- triebSwalsten zu wählen sind, für unbeschränkt er­klärt. Bei einer Zahl von sechs Betriebsratsmft- gliebetn gelten nicht nur die sechs folgenden B?- ioerber einer Vorschlagsliste als Edatzleute. Es Tonnen auck bic anderen Bewerber der Vorschlags- liste in bte freiwrbntben Stdlen au-geschied.'ncr Betriebsralsmitglteder etnrütfen.

Landkreis Gießen.

n. Londorf. 22 3unt. Der Rechner deS hiesigen Spar- und BorschuhvereinS Rabenau, Bürgermeister Aumann. hat dieses Amt wegen ArbeitSüberbürdung abgegeben. Bon der Gene­ralversammlung wurde sein bisheriger Schreib- gcbilfc Ludwig Aumann als Rechner gewählt. Als jährlicher Gehalt wurden 6000 Mark, sowie 1000 Mark für Mireaukosten. Heizung unb Be­leuchtung bewilligt. Der Umsatz der Kaste betrug in 1920 ca 1> , Millionen

ihre langsamen, ein wenig nachdenklichen Repliken eine Oase in Mik Armstrongs Geschwätz. Nuß einiger Zeit kam die Unterhaltung, Philipp roufer? am besten rote, auf das Thema: Verbrecher und ihre Festnahme Unmerklick der ftonötratun die Richtung gebend, die er wünschte, beobachtete Phi­lipp verstchlen feine junge Landsmännin.

,^Ick roünfdtf fchnlick, daß alle Verbrecher entdeckt würben," rief Miß WvtteIst cs nickt aitfetzlich^fick zu denken, irte oft sie em kommen * Tenkeii Sie nur, roenn Eripven nicht .

Man hatte eben die spannende Verbreche riagd über den Atlmttifchen Ozean verfolgt.

,La, denken Sie mir, itne leickr hätte er gor nie entdeckt werden Tonnen," tagte Miß Arm- 1rTjn^ein wirklich geschickter 'Berbrecker braucht nie enkdeckt zu wenden," sagte Mr. Pbilv-'tt be- stimmt Tide Airsickt war amdben Morgen von berTeilt) Mail" ausgesprochen worden

Was meinen Sie. Miß Holten ?" tagte Philipp und brdne fein Ebamvagnerglas zwischen Tau men unb Zeigefinger

,^Zck werk nickt, sagte fte lackelndZm Ausland habe ich diese Tinge nickt nenolgt, und daheim bet uns zu Londe haben rotr dock Trine Verbrecher." . ______ ,___.....

Ach, was muk Schweden sur em herrliLe- Lond fein," sagte Mik White mit entern Seufzer und einem Blick anr 'Philwv

.Wenigstens feine rührigen, von denen ick gehört hätte," fügte Fräulein Holten hinzu, und vergeblich suchte Philipp in ihrer stimme nach dem Schotten einer falschen ÄOTint£lltck tm Ausland habe ich das ronftidj «cht «rrolgt.

Haus brauchte, bei Baubeginn schon größten­teils fertig gestampft waren. Für den Bau selber nahm er sich 23 gelernte Maurer und Zimmerleute an, und in kaum 3 Wochen war das schmucke Haus unter Dach gebracht

Das Wohnhaus enthält im Erdgeschoß eine geräumige Dohnkiicki.' von 14,1 qm mit Spülnische neben dem Windfang, eine Wohn stube von 16,6 qm, eine Schlafstube von 12,85 qm und eine kleine Wertstätte. Im Dach geschoß sind noch eine große Giebelstube von 18,5 qm nebst zwei kleineren Schlafkammern und ein geräumiger Futterboden unter gebracht. über dem Ganzen erstreckt fick außerdein noch ein durchgehender Boden raum. Tie Treppe ist ohne besonderes Trep penhous in die Küche eingebaut und wird l sn dieser durch eine bis (vir Decke reichende Verschalung mit Tur vollständig abge schlossen. Stall mit großem Schuppen und Abore ii sick unter demselben Dach in der Verlängerung des Hauses nach dem (tartfit zu an, in ber das übliche Maß der .üleinviehställe überschreitenden Größe von rd. 40 qm, da G beabsichtigt, durch Hinzu pachten einiger Aecker viel Landwirtschaft zu treiben. Dieser Teil des Hauses ift zur Zeit nock im Bau, dürfte aber in wenigen Tagen eben falls fertiggeftcllt fehl.

Fundament und Kellermauenverl be stehen aus Bruchsteinen, die teils aus dem Sangen er Steinbruch und teils von dein W- bruch einer gekauften Scheune herstammen Für bic Außenmauern wurden selbst gestanipste Schlackenbetonsteine verwendet, die aus einer Mischung von 1 Teil Zement mit 4 Teilen Sand und 5 Teilen Schlacke her- gestellt sind. Für 10 solcher Steine im For mat 25x25xo0 cm mit 3 .Hohlräumeit ge brauchte G. 1 Sack Zenrenh 4 Sack Sand unb 5 Sack Schlacke Tic tragenden Innenwände sind 12 cm stark aus Ziegelsteinen aufge­mauert: die Trennungswände bestehen ans Bi mszem entdielen.

Das schlichte Meutere des Häuschens ist in jeder Hinsicht vorbildlich und erinnert mit seinem Brettergiebel, ben grüngestrichc iten Fensterläden und dem großen, durch gehenden Ziegeldach ohne jeden Ausbau an die besten Zeiten des Hausbaues unserer Alt­vorderen.

Kommen wir nun zu dem augenblicklich wichtigsten Punkt der Kosten, so ist auch hier ein überraschend günstiges Ergebnis festzu­stellen. Die reinen Baukosten, die G auf* gewendet hat, betragen für das schon sertig- gestelltc Wohnhaus rd. 27 000 Mk., für den Stallanbau werden sich rd. 11000 Mk, für Einfriedigung und Straßenbaukosten etwa 1000 Mk ergeben, so daß sich die Gesamt­kosten, einschließlich 600 Mk. Grundstücks­wert, auf noch nicht 40000 Mk. belaufen wer­den Für diese ist ein Reichsdarlehen von 18 450 Mk. und ein Gemeindedarlehen von l./3 =- 6150 Mk. gewährt worden, so daß Gün­ther für das gesamte Anwesen nur rd. 15 000 Mark aus eigenen Mitteln aufzubringen hat.

Sollte das, was G., ohne Vorgän­ger zu haben, bei denen er sich Mat holen konnte, fertiggebrachl hat, nicht auch von anderen Siedlungslustigen geleistet werden können?

ZuchtdauS, bic A »u 1 Jahr 6 Monaten ®r- longnte. beiden wurden bk bürgedichen Ehren­rechte auf 5 Jahre aberkanni

Bor einiger Zeit wurde der Lolomottvfüd«r M von Gießen wegen PicMtabM mehrerei leere« Holztisten zu 1 Woche Gdöngni» nenirtdlt Heute stand lein Bruder Wilhelm, ber im trüherxn Ter­min nicht erschienen war. wegen Teilnahme an dem Diebstahl vor Gericht Unter Annahme mil­dernder Umstände wurde er wegen Beihilfe au dem Diebstahl zu 1 Monat GelänaniS ferurttlll Die Strafe Ist deshalb höher al# die gegen leinen Bruder erkannte, da er als Dieb rückfällig war

Friedrich M. au# Frankfurt hatte sich im Frühjahr 1919 zum Grenzschutz Ost gemeldet. Aach einiger Zett gefiel c# ihm nicht mehr und er wurde fahnenflüchtig, leine Uniformstücke nahm er mit Zuvor hatte ei noch 2 Decken gestohlen unb verlauft Unter Annahme mildernder Umstände wurde er zu 6 Monaten und 10 Tagen Gefängnis verurteilt

Ein 'Ziachbai bei Gastwirts X von Gießen (tfafo Leibi hatte Anzeige erhoben, weil er durch die Musik und sonstigen Lärm in der Wirtschaft in seiner Rächt ruhe gestört werde, der Win dies bulbc und ein nach dem Hos zu gehendes Zenstei nicht schließe. Der Win machte geltend, daN eS 'ich hier um ein Benttlattonsfenslei handele. daS er im 3nlcref1c des Wvhlbesindens seiner Gäste nicht schließen könne. Die Ocftnuna le» schon Io lange vorhanden, als in dem Loka. Win- schast betrieben werde Das Schöftengcrtcht hatte R zu einer lleinen Gelhstrase verurteilt, dtc vtraskommer verwars die dagegen eingelegte Be- rufung. indem sie sich den Aussuhrungen bei Schösscngerichti im wesentlichen anschloß

Zm Herbst v. Zi tauchte In Wallemhaulen bei Qllbba und Umgegend deramerikanische Peo- sessorObcrDderinär" undDoktor ''öbuorh H o- u' c 11 ooii Smnffurt auf Bon Berus NX' Stallmeister, hatte in seinem Leben - er ist 60 Jahre all mit Strasanstalten jeder Gat­tung viclsach Bckanntlchaft gemacht und lftt anbei an ..Blutarmut' besolderi an einem gewaltigen Durst Da er alt Stallmeistee veterinärärziliche Kenntnisse erlangt hatte, einen praktischen Blick belaß und seine Äenntnlllc gut anzudringen wußte hatte er bald großen Zuiaul. Reben Maul- unb Klauenseuche, Räude. Kolk und anderen Tier- klankheiten funette er auch menschliche Gebrechen aller Art. Ob all lerne Mittel, die er zu ge­salzenen Preisen lettocilc bii zum IGachen bei Preises, den sie ihn tn ber Apotheke gekostet hatten losschlug, geholfen haben, sted' dahin, die Patienten waren aber im allgemeinen zufrie­den. Ungemütlich wurden he erst, als mehrere, bic ihm Gdd vim Ankaul von Medikamenten gegeben, oder Nachnahmen für ihn eingelöst hatten, ihn nick' mehr Iahen, aber auck kerne Mebikamente ober ihr Geld zuruck erhielten Sehr ungemütlich tourbc auch der Apotheker, der ihm kredftiert halte, und der auf feine Weisung mehrere Beträge für Arzneien auf 'Hamen von Landwirten her Um­gegend ausgeschrieben hatte, als er die unan­genehme Ersahrung machte daß bte Leute gar nichts bestellt, oder schon langst an denDoktor'

Gießener Strafkammer.

Gießen. 24. Ium 1921

Unter Ausschluß der Oesfentlichtcrt wurde gegen den Taglöhnor Adam S von Södel und

Ucbngtnv roc.B ick nickt, ob ick Ihnen yiftimmat kann. Miß White "

.Was?" ner Mitz Sfnle entfett.Sie wollen nicht, daß alle Verbrecher entdeckt werden?"

Ich weiß nickt, ick habe über die Sache nicht nackqdxrckt Aber ick meine, roenn sie dock den Versuch macken roKlen, em neues Leben zu keginnen . . !*

Ein neues Leben, ein neues Leben !" ttneo^re holte Mik Wb'ic hrcknvoll und trank ihr Eham- pagverglas aus.Sie würden alp nickt alles tun. irers Sie kannten, um der Gerocktigkeir zu helfen, roenn Sie könnten?" Miß White roar vnn ©banwagner ladt rmrnebdt, und fbr Ärtzbau litt darunter.'

Fräulein Hollen darf« mit einer Traube tn ber Hand einen Augenblick nock Tann lächdte fte und -uckte die StdWdn:

Ick' om immer »o foul geivefen^Mitz White. Ick) nlaiibe kaum, daß ich mir bte Mühe nehmen würde."

Es wurde für em paar Sekunden still, und Philipps Augen hingen an Fräulein Hullens >Äe- ,'ickt ^Lag irgendeine Absicke in ihrer Antwort? Unmöglich, es zu sagen, aber es foh nicht »J aus Tann 'ckwclite das Gespräch nach andern -Hid>- tunqen ab, es wurde Zeit zum Ausbruch, inte die Gäste dankten mit dem Glase in der Hand ihrem Gastgeber Fräulein Hollen ^ließ Ph.lwv an, indem fic seinen Titel auf schvdnick tagte, voll­kommen unbefangen, mit einem klaren Blick ihrer blauer. Augen. Wieder erzitterte Philipp, als er seinen alten Namen hörte halb imb halb roar die Stimme seines miforauifchen Herzens ver­

heeren roertei für TaH*«fr in Tröubckeri ge-1 letnt Tochter Margarete, gdcktedenc A. wegen pflückt, fte sind am süßesten, roeut sie aut Srvcke I Blutschande oerhandell. Beide hatten zugegeden. b ^ur mehrmals . . k i g o i

i nut zu haben, jeher schob bte Schuld auf ben anderen