Erster Blatt
M. Jahrgang
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45 Ps.; sttt •Reklame. Anzeigen von 70 mm Steile 1501)1 v-i Platz, oeddlrift 20', Hufld^a» ÄeuptWrittleiter: Bax 00#^ Detanttoorttich tot Politik Auq. Goetz: fürben adrigen teil: Dr. Reinhold ßenj; de» 3njeiqenteil: tz. Deck«,
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Aommimisten.
kn. Nach einer CTöttr- 'q fyit der f-rteil-' nabläng'««”"11. n Anschluß an die bntt die Verschmelzung M Partei beschlossen.
brauche ich nicht anzutreten, denn wir stehen heute mitten in dec Durchjührung. Würrtemb rg hatte bereits vor dem Krr.ge feine tierärztliche Hochschule ausgehoben, und nun hat noch dem Kriege der forstliche Teil des Gesamtplanes greisbare Gestalt angenommen.
Die finanzielle Lage des Reich-S und aller deutschen Gliedstaatm, cnsd.sondere Heifens, hat sich nicht gebessert, fmrdern \u iit trvttlos, ja verzweifelt. Wie kann man da gerade jetzt zu einer ander en Schlußsolgerung kommen als vor dem Kriege, wo alle beutichm Staaten, Hefen nicht ausgenommen, im Vergleich zur Gegenwart, finanziell glänzend dastanden? Für den kleinsten der drei mdwestdeutsch?n Staaten, für Hessen, muß doch unter solchen Verhältnis en der vollwertige Ausbau jeines Forstinsütuts zweifellos am allermeisten und noch west mehr als vor dem Kriege an ter „Kostensrage" sch.it. rn, denn hier steht das zu bringende Opfer zu der Grütze des Waldbesitzes und der geringen Zahl von Studieienden der Forstwirt,chaft in krassestem Mißverhältnis. Württemberg hat außw seiner tier- ärztlichm Hochschule auch seine forst.iche Unterrichtsanstalt, die gleich Gießen bedeut.nde Lehrer und Forscher auizuweiien hatte, ausgehoben-und fernen forstlichen Hoclzsclml unterricht mit dem Dudens m Freiburg verer.rrgt, 'wÄ/rcird Baden ferne Landwirte nunmehr nach Hohenheim toidt. Bride Länder hoben so noch den Zustand erreicht, der als zweckmäßigste Lösung vorgeschlagen wurde. Jedes unterhält jetzt nur noch je eine Hochschule bzw. Hochschulabteilung für die drei Spezialjacher Forst- wissenscha t, Landwirt sckiast und Veterinärmedrzrii: Württemberg die landwirtfcha tlich- Hochsck u e in Hohenheim und Baden das iorsüich' Institut in Frerburg i. B. Nur das Heine Hessen will am Alten festhalten und drei Anstalten für diese Fächer erhalten, zwei davon sogar „gvoßzügig" au-bauen, nachdem es seine veterinärmedizr iriche Fakultät schon vor zwei Jahrzehnten zeitgemäß ausgestaltet hat. Gibt das nicht zu benten? Smd die Verhältnisse in Hessen so viel günstiger, daß es sich einen solchen kostspieligen Lu us, ja, ich sage ruhig — eine solche Verschwendung der den Taschen der Stru-r'ahler xu entnehmenden Gelder heute in der trostlosesten finanziell m Lage, die je ein Land durchgemacht hat, leisten kann?
Es würde nach meiner Ansicht geradezu unverantwortlich von der h-ssilchm Regierung und dem Landtage sein, wollten sie sich jetzt in ein — Abenteuer stürzen, da3 unfehlbar zum Nach teile des Landes ausgehrn muß und wird. Nicht das ganze Hessenland berührende ^achüch'Gründe sind cs. die für die Erhaltung und den Ausbau des Oiebener Forstinstituts ins Feld geführt w r- ben können, sondern lediglich lokale, und persönliche Rücksichten. Bei der Ent chndung in einer Frage, bei der es sich um die Jnteresien des ganzen Landes und um Millionen handelt, die alle Steuerzahler d's Landes auf- b Ingen müssen, bür en ab-r nur allgemeine so ch- l iche Gründe bestimmenb sein. Als Hese, der bic Verhältnisse e nes Heimat'an^es von Ju^nd auf sehr genau kennt, der in Gießen ftubiert und von 1904 bis 1920 als forstlicher Lehrer hort tätig war, halte ich mich nicht nur für berechtigt, sondern in hohem Maße für verpflichtet, dies öffentlich auszusprechen.
Schwere Vorwürfe gegen die hessische Regierung, deren Verhalten eine zweckmäßige und rechtzeitige Losung der ganzen Frage vereitelt habe, gipfeln in folgenden Ausführungen Professor Dr. Webers, die sich hauptsächlich an die Adresse des Präsidenten Dr. Strecker richten:
Und schließlich: Der schwerste Fehler ist bereits gemacht roorxn und leider nicht wicder gut zu machen. Die he siich? Regierung hat in geradem sträflicher Weise die Gelegenheit ver- paßt, sich der Vereinigung von Baden und Württemberg rechtzeitig an.uchli.-tzenl unb bai urA die Interessen des Landes fchw r ge chad.gt. X)c icn tonnte sich eine weit bessere als die jetzige Lage
Wyffi:
dai 35. Jamm SettenM«-
Tie Mcinnngsverschiedenheiten zwischen Lloyd George nnb Vriand.
Paris, 26 Jan. (Wolft.f Im „Oeu"^ wird müffftCLt, daß bte gestrigen Veröstimch ^an- gen im „Echo be Paris" über Me erste S ntmg der Konferenz in Paris, "amentlich flb” dir M «- «- i u n g t)e i f f>tbc h itcn zwis e l l vd Gco i ge und Br iano dm er .ere.i seh' verstimmt hätten. Llonb George habe zu SJrfinb gesagt: ,.W enn man so handelt, erkläre ich Ihnen, baß ich niemals mehr nach Paris kommen werd e." Lstyd George h'h te sich wegen des von Pertinar Mitgeteilten verletzt. Er soll Foch ironisch behandelt haben. In Wirklichkeit habe Lloyd George die Bemerkmig gemacht, dal» die Berichte von Foch und Marschall Wis'on stark ausci-anbe'gingen U'd die Herren mbb^ir erst einmal ihre Berichte tn Uebereinüimmung bringen und sie dann erneut der jkonferenz vor legen.
Tie österreichische Frage.
Wien, 26. Jan. (Wolfs.) Präsident Weiß-f kirckner richtete an den Reichspräsidenten Ebert folgendes Telearamm: Der Nationalrat der Republik Oesterreich gedenkt bei dem ersten Zuiammentreten nach dem 18. Januar bewegten Herzens des Tages, an dem vor fünfzig Jahren Deutschlands Stämme sich i u m Deutschen Reiche vereinigten, und ermächtigte mch unter lebhaftem Beifall, auS diesem Anlaß dem Deutschen Reichstag und dem Reichsvräs'denten bte herzlichsten Grüße zu entbieten. In unser aller Herzen ruht fest verankert bie Ho'fnung unb baS Vertrauen auf bes beutschen Volkes nein Blüte unb Weltgeltung. Möge bie Zukunft bes Deutschen Reiches unb ber Republik Oesterreich die Erfüllung unserer Herzenswünsche bringen!
Paris. 26. Jan. Woln.) Nach dem be Pans" soll Lloyd George zu ber Frage ber Unterftü-ung Oeste-reich? errä t hibm, daß man nidr ständig eine WohltätigVeitSvolitik g-ren- üfier Oesterreich betreiben könne. Großbritannien unb die Bereinigten Staaten hätten bereits 14 Millionen Pmnb Sterling für Oesterrnch rot- aeschos'en Bor allen Dingen müßten brjentgen Staaten Oesterreich zu Hilfe kommen, bie aus ber Aufteilung Oesterreichs Nutzen g-zoien batten. Brianb habe erklärt, man sei boch gewck'ermaßen für bie schwierige Lage Oesterreichs verantwortlich Lloyd George habe sich bann sch'ieß- lich damit einverstanden erklärt, Oestervcich durch Staatskredite zu helfen.
Tie sozialistische BbstimmunF in -er Schweiz.
Bern, 2T Jon. (MTV:) Das Endergebnis ber Urabstimmung in der sozialdemokratischen Partei der Schweiz lautet: 25 324 ja, 8723 nein, allo ein Mehr von 16 601 gegen, den Beirut» zup dritten JnternatürnLle.
schaffen, wenn seine Regierung dem wiederholt < und aufS eindringlichste geäuR.-rten Rate g.folgt und mit Baden und Württemberg von oornberrm gemernsam vorgegangen wäre. Daß dies nicht gescheß^n, daran trägt die heutige h siische Re gierung allem die -schuld, ganz besonders der oberste Setter des de.ßich-n Unternckst>wesens, Präsident Dr. Strecker, ber am 10. Jult 1919 bei dec ersten Besprechung d.r Reg.erungsveitretcr von Württemberg, Bauen und Hessen über bic Frage der 3u,ammenlegung ber drei Forsllchc- anstalten in Heidelberg erklärte, Hessen sei zur Zeit nicht in der Lage, der in Aussicht genommenen Bereinigung beizutr.-ten. Dadurch allein ist es gekommen, da» Hessen sich jetzt in einer so sehr ungüuftig?n Lage biiinbet
Dr. Strecker suhr, begleitet allein von seinem Rescreuten für bas Hochschu'w ien, einem Juristen, zur Teilnahme an der so sehr wichtigen Sitzung in Heidelberg, also ohne einen Sach- verständigen, edva den Chef der Staatsforst- verwallung, mihunebmen. Die roürttembergi fdxn und badischen RegierungSvertretcr waren natürlich von ihren Sachverständigen begleitet Offenbar glaubt Dr. Strecker als oberster Leiter des Unterrichtswe'ens über bie Bedürfnis e aller an ber Laute-Universität vertretenen Fächer, auch von Spezialsächeni, bie ihm fremd sind, vollkommen unterrichtet zu sein. Inwieweit dabei Selbstüberschätzung mitspielt, b'cib? dahingestellt. Jedenfalls aber fann ich feststeIlen, bah Dr Strecker bei meiner erstm Unterredung mit ihm über die Frage ber Zusammenlegung, kurz vor der Heidelberger Bespv.chung, nicht im mindesten orientiert war über den Fragenkomplex, um den es sich hierbei handelte. Auch bi.’ Forst- abteilung des Finanzministeriums ha: dieses selbständige Vorgcl>el deS Landesbildungsamtes ohne genügende jbenntnis der einschlägigm Verhält nisse bitter empfinden müssen. Erklärte doch in einer am 31. März 1920 in jjfru.ifiurt a. M. abgehaltenen Versammlung des H-s ischenObersörster- vcrbandes, in der ich dyt Verlauf der Dinge eingehend bargestellt hatte, Lcrndforstmeislcr Dr. Weber ausdrücklich, meine Schilderung ber Vorgänge sei in allen Punkten richtig, unb er könne nur sagen, dah bie Hessische Forstabteilung in der ganzen Zuiammenlegungs-Angelegenl-cit eine „klägliche Roll e" gespielt habc. Wenn er geglaubt habe, die Fäden einmal in ber Hanb zu haben, seien sie ihm alsbald wieder cntriiien worden.
Es heißt Ursache und Wirkung miteinander verwechseln, wenn in dem Artikel d^s „Gießener Anzeigers" behauptet wird, Baden habe lid) außerstande gesehcn, der Verl-gung seines forstlichen Hochschulunterrichts nach Heidelberg zuzustimmen. Unter der Beteiligung Württemb rgs sei bie Entscheibung auf Freiburg gefallen, unb damit sei Hessen augeschieden. Genau bas Gegenteil entspricht be» Tatsachen! Nicht Baden ist schuld daran, daß Hessen aus ber Vereinigung ausschied, sonbern in allererster Linie ber trotz seiner kosmopolitischen Weltan chaunng so sehr partilularistisch ge innte Prä ident bes hessischen Landesbildungsamt-s ist dafür verant wörtlich w machm. daß das hessische forstliche Unterrichtswesen sich jetzt in io schwerer Not befindet. Die badischm Regie ungsvcrtreter hatten die Ortsfrage in der entscheidenden Heidelberger Besprechung zuerst gar nicht angefdm.t- tcn. Erst nachdem Dr. Strecker erklärt hatte, Hessen könne sich an der Zusammenlegung n:cht beteiligm, und a(5 die beiden hcksi tf>m Regie- rungsvertre er daraufhin nur noch als Gäste der weiteren B'svrechuna beiwoh-trn, verhandelten Baden unb Württemberg schließlich auch über die Ortsfrage und einigten sich in Heidelberg vorläufig und zunächst ganz unverbindlich auf Freiburg t B. Hät'e Dr. Strecker am 10. Juli 1919 jene Erklärung mch' abgegeben, sondern sich an den weiteren Verhandlungen aktiv beteiligt, bann wäre alles anders a kommen. Es war ber schwerste Fehler, daß Dr. Strecker für Hessen bie Erklärung bes Richtinter-
essiertseinS abyab. Hätte er erflärt, daß Hessen sich an einer Zusammenlegung nur dann beteilig n könne, wenn X Iberg aewäh.t roürb , dann wäre — darüber kann kein Zweifel bestell n, auch von ft'tnnem der Sachlage aus Baden wird b.e.' ohne ioeue.es zugegeben! — die Wahl aus H.-idelberg' gefallen. Erst durch unb nach icner Erklärung Di. Streckers sck>ed Hesien aus, unb infolgedessen einigten sich Baden und Württemberg auf Freibura.
Auch später wäre eS für die h s ischt Regierung noch Zeit «roefen, einzulmken unb im Cmveriiehmen mit Württemberg eriolgr.ich für Heibelberg einzutreten. 9Hk;t man ließ in Darmstadt bie Dinge trotz meiner fort grienten Anregungen ihren Lauf nehmen, ze gle sich überhaupt von Anfang ber Berlanblungen an äußerst unentschlos.en und schwankend, unb alS man sich endlich zu Anfang Februar 1920 aus mein aber- maliaes Eingreifen unb Drängen entschloß, zu- nächit in Stuttgart und dann evtl, gemeinsam mit der tvüNtembergischen Regierung in ll'a lliuty für die Errichtung der gemcinfamen Anstalt in Heidelberg einzutreten, da waren die Dinge sckwn zu wert gtiiiebcn. Bon Karlsruhe aus hieß cS nun: Z u spät! Und unverrich eter Dinae mußten Präsident Dr. Strecker unb Landis»st- meifler Dr. Weber, der — das fei gnie anerkannt — in letzier Stunde mit großer Wärme für die Errichtung ber Anstalt in Herbelderg sich ausgesprochen und eingefetzt hatte, von Stutt- gart zurückkehien. Die geplante Weiterr ist nach .srar(5ru()e konnten sie sich, weil zweck.os, ersparen, benn bic Regierungen Badens unb Württembergs hatten sich unter Zustimmung der BolkS- vertretun^zen endgültig geeinigt. Man konnte in Stuttgart nur erklären, daß Le stn sich den Weg nach Freiburg offen zuhalten wünche.
Nachdem bie Dinge burch bic Schulb ber obersten hessischen UnterrichtSbehörbe nun einmal so gekommen sind, wie sie jetzt liegen, märt eS m. E- heute noch entschieden daS richtigste, das Gießener Forstinstitut auszub'ben. Ob He en sich bann der Vereinigung von Würtdembrr und Baden anschließen will ober nicht, ist eine Frage, auf bie ich nicht einaehen will. ES liegt mir durchaus fern, Tür Freiburg werben zu wollen. Der Zweck meiner AuSsühnrngen ift lediglich ber, die maßg-bnrden Stellen in Hessen nochmals in letzter Stunde auf bie folgenschwere Entscheidung hinzuwei ert, die ber Beschluß eines ..großzügigrn" AusbmreS beS Gießener ForstinstitittS für bas Lanb Hellen bedeuten würde. Ehrlicher und richtiger ist es immer, im entscheideichen Augenblick zu eiklär-m: non possumuB, als aus imanneb'örfrfem Lokalpatriotin mus am Akten zu Heben und eine überlebte Einrichtung halten zu wollen.
Man sah ein, daß einzelne Staaten ihre ForsUehranstalten auf die Dauer nicht mehr den Anforderungen der heutigen Zeit entsprechend auszuaestallen in der La« seien, und da setzte die Aujhcbung einzelner Anstalten und der P.an der Zu!ammenlegung ganz naturgemäß ein. Bayern hob im Jahre 1910 bie forstliche Hochchule Aschaffenburg auf, und bie Pforten der thürmaischen Forstakademre Eisenach schlossen sich beim Kriegsausbruch, um sich nicht wieder zu öffnen. Der unglückliche Ausgang des Krieges hat diesen Entwicklungsprozeß beschleunigt. Bon den drei südwestdeutichen Staaten Württemberg, Baden und Hessen war vor dem Kriege keiner bereit, seine .eigene Fvrststhr an statt aufzuhcben. Aber aus jener .ErkeimtNis heraus tauchte schon vor etwa vierzig IJahren unb bann immer roxber von neuem ber i in Kreisen ber Sachverständigen überein stimmend I als zweckmäßig bezeichnete Plan aus, für diese drei f Staaten an stelle ber drei bestehenden eme ge= ^meinsame forstliche Unterrichtsanstalt cinzurict^- ten. Ja, man ging noch weiter: als bester Weg wurde empfohlen, die Zusammenlegung nicht nur .der forstlichen, sondern auch ber landwrrtschast- .lieben und der veterinärmedizinischen L hranstalten in der Weise vorzunehmen, daß jedem ber brei Staaten mir eine Anstalt verbleiben sollte: Württemberg bi: Lanbbauwis)enschaft, Baden bie Forstwissenschaft unb Hessen bic Beterinär- m e b i i i n. Schon im Jahre 1907 habe ich biefen -Vorschlag gemacht und halte ihn heute noch nicht nur für bat besten, sonbern auch für leicht burch- Hührbar, Den Beweis für seine Durchführbarkeit
Oberschlefter!
I Die Frist zur Eintragung in bie Stimmliste ! läuft in den nächsten Tagen ab.
- - Eile tut not!
I Mer seine Photographie noch nicht beschafft und seinen Stimmantrag \
! noch nicht vollzogen hat, wende sich sofort an die nächste
! gMliM sei Bereinigten Beröönöe MMenn ööerfrölefiet i
| fans er nicht bereits bestimmte Anweisung erhalten hat, die pein- .
I 1 lichst befolgt werden mutz. 1
| Jetzt muh vor allem zunächst das Stimmrecht gesichert werden. | E Wer die Frist versäumt, gibt sein Stimmrecht preis und übt |
I damit Verrat am Vaterlands. iM1A I
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Der Hletzeaer Hiielgtr erscheinl täglich, außer 5»*i« Mui) 5tiertafls. «»«attiche Sema,preise:
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General-Anzeiger für Gberhessen
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Donnerstag, 27.Zanuar 1921 2in.«.Q nt von Ueieiita fftr die lagetnummer bis jum Nachmittag vorher ohne jede Berbtndltchkett. Preis für l mm yöve für Anzeigen v. 34 mm 'Breite Srtttch 35 Pf-, auswärts
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Der ausbau öes forstlichen kfochfchul- Unterricht; an öer £anöe$unioetfuät
Sieben.
Es unseren Lesern bekannt, daß wir Über den Ausbau des forstlichen Hochschul- unterrichtS an unserer Landesuniversität zwei einander gegenüberstehende Auffassungen veröffentlicht haben: Die Empfehlung des Planes durch Pros. Dr. Borgmann in Nr. 286, und eine Entgegnung von Forstmeister Dr. Baader nt Nr. 297 unseres Blattes. Am 28. Dezember brachten wir sodann noch eine Zuschrift des Ministeriums der Finanzen, Abteilung für Forst- und Kamcralverwaltung, unh des Landesamts für das Bildungswesen -um Abdruck. Wir waren davon ausgegan- aen, daß eine Verstärkung der Ai^iehungs- Eraft unserer Universität, lebenskräftige Anbauten zum wissenschaftlichen Lehrbetrieb, zwar unter allen Umständen mit allen Kräften gefördert werden müßten, daß jedoch der Erfüllung berechtigter Lokalwünsche im vorliegenden Falle zahlreiche Bedenken gegen» überständen, die nicht ohne weiteres unterdrückt werden könnten. Wir haben es vorausgesehen, daß es vom Verhalten unseres Blattes nicht abhängen konnte, wie weit solche Bedenken der Verwirklichung des vorliegenden forstwisfenschaftlichen Planes entgegenwirken würden. Es war uns klar, daß es sich 'hier nicht lediglich um Interessen der Stadt Gießen, sondern um diejenigen des ganzen Landes handele. Eine öffcntlid)e Prüfung der Arage des Ausbaues unseres forstlichen Hoch- schulunterrichteS schien uns unvermeidlich zu sein, zumal die Volksvertretung dazu Stellung zu nehmen hat. In der Zuschrift des Ministeriums hieß es in Anerkennung der entgegenstehenden Bedenken zwar, daß die Regierung „nur Schritt vor Schritt vorgehen werde", indessen fand sich in dieser Zuschrift doch auch der Satz: „Wir bedauern, daß diesem Plan in Ihrem Blatte entgegengetreten werden konnte." Wir hielten damals mit einem Kommentar dieser Regierungserklä> rung zurück, weil wir die unberechtigte Vorhaltung entträften wollten, als stellle unser Blatt sich einer wünschenswerten Bereicherung unserer Landesuniversität ohne zwingende Gründe entgegen.
Heute erscheinen die Dinge jedoch schon in einem anderen Licht. Professor Dr. Weber, der langjähriae' Gießener Ordinarius für Forstwissenschaft, der, wie wir fest überzeugt find, auch an feiner neuen Wirkungsstätte in Freiburg nichts unternehmen wird, was den Interessen seines Hessenlandes tunb Gießens ernstlich schaden könnte, veröffentlicht im,,Darmst. Täal. Anz." zwei lange Aufsätze, die zur Aufl-cllung der wichtigen Frage außerordentlich viel beitragen. Man getrrinnt daraus die Besorgnis, daß bei der Durchführung des Ausbauplanes der forstwisfenschaftlichen Abteilung in Gießen ein finanzielles Fiasko entstehen wird, das unsere Landesuniversitüt schließlich nicht fördert, sondern ernstlich schädigt. Da wir von verschiedenen Seiten gebeten werden, unseren Lesern von den Ausführungen des Herrn Professor Dr. Weber Kenntnis zu geben, glauben wir diescfn Wünschen umsomehr Rechnung tragen zu müssen, als Pros. Dr. Weber das Verhalten der verantwortlichen Regierungsstelle in Darmstadt einer scharfen Kritik unterzieht, die sicherlich nickst unbeantwortet bleiben kann. Professor Dr. Weber greift auf die Entwicklungsgeschichte des Forftunterrichts in den Vorkriegsjahren zurück und schreibt u. a.:


