Mittwoch, 26. Januar 1921
Erster Blatt
171. Jahrgang
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ig 98 028 Stimmen Z783 für die M ist die Lonzentralislei
rangen imb Dienftg-abab c’cö'n, haben aber f i Anspruch auf bicnftgrabmähige Verwendung.
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eilte französische Schlappe bei Aleppo.
Moskau, 23 Ian. (WB.) Hier fhrb Meldungen kingetrosten von einem grasten Aufstand, der im Gebiet von Ale pv a gegen die Franzosen auHgebr^chen ifL Tie französlschen T ru p- pen hätten Aleppo verlassen. Tie Araber hätten ihnen 3 Grittniye, viele Maschinengewehre unb Gefangene genommen.
Uns dem Aeßcde.
Aus den Reichstagsausschüssen.
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don erhält sich weiterhin in Finnland Hartnäckigkeit das Gerücht, daß L e n i n ft o r b e n sei.
Steuerausschuß des Reichstages wurde eine Novelle zum Einkommensteuergesetz zur Beratung gestellt. Minister Wirth betonte, daß die Frage der Behandlung steuerlicher Rückstände mit dem Steuertarif zusammen- bänge. Tie Frage des Veranlagungsjahres solle zunächst geklärt werden. Staatssekretär Zapf wünschte, daß die Parteien sich über eine etwaige Tarifänderung noch vor dem 4. Februar klar werden möchten. Auch die Regierung erstrebe dos Ziel, daß künftig durch den Lohnabzug die Steuerpflicht erfüllt sein
Tie Angehörigen des früheren Leeres, der früheren Marine, der frühe en, Schutztruvpm, der früheren are kannten Flriwilli-.en-B rbände, vorläufigen Reichswehr und vorläufigen Reichsmarine werden, wenn sie bis zum Abschluß der Bildung der Wehrmacht in diese ctngcftt.lt werden, unter Anrechnung der verbrachten Dienstzeit übe nommen. Ofiizi-re und Deeko i rrre verpflichten sich vor der liebem ahme zu einer -i.trnfc' bauer bis zum vollendeten 45. Lebensjahre. Unteroffixere b'halten ifre früheren Dierscheu tch- rnmaen und Dienstg-adab e:chm, haben aber k inen
greifenden Maßnahmen der Mächte yi studieren. Der Ausschuß hat bereits heute nadmrtttag feine erste Siftung abgehalten und will feine Arbeiten beschleunigen.
triebsbilanz sowie der Gewinn- und Verlust- rochnuna (Dor, die in dem Gesetzentwurf nicht genügend-zum Ausdruck komme.
Die neuen Poftgeln d en.
Berlin, 25. Ian (T'iiDutel gr.'i 3n einer Unterredung, die der fReidespoinmiuftir e.nem Mtt- atbciler bei Achtuhr-Abendblattes gm»älntK er- erflärtc er, daß er geneigt set, im ®tkf- nnb Trucksackenversand ei-re Zwtschenss use zuzu-
Lenin gestorben?
Paris, 25. Ian. (Wolff.) Nach einer Privatmeldung des „Petit Parisien" aus Lon-
hnhofsf-M ßMßW
Tie Schuld Europas an die bereinigten Staaten.
Washington, 25. Ian. (Wolst.^ Ter Professor für Nationalökonomie an der Eornell-Uni. veriität, Tr. G«rg Darren, erklärte vor dem Haushaltsausschuß des Repräsentantenhauses, die Schuld Europas an die Vereinigten Staaten werde im Jahre 1924 zwanzigMilliar- den Dollars betragen. Weiter erklärte er, daß europäische Handelsfirmen amerikanischen Han- dclsfirmen saft 4 Milliarden Dollars schadeten. Europa müsse sortt'ahren, seine Erzcugnisie nach Amerika zu senden, ohne Rücksicht aus bie amerikanischen Einfuhrzölle Darren erTIärte, daß sich nach seiner Ansicht vorläufig der Wechselkurs nicht bessern würde und daß er zu einer weiteren Vergrößerung der europäischen Schuld beitragen werde.
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an. (Wolff.)
Parteien eingebracht war. Beide Anträge sehen eine weitgehendere Erläuterung der Be-
nr. 21
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bei-5, habe i fef-^sevteit---„— ,
20 Ps berat*.ifebcn. De Fernsp cdj ebüfyrni mußten, führte der Mi ft'er auS, temnächst wedenim erb'hl werden, weil die Erhaltung befl Tefepboiv Verkehrs im ganzen Reiche ungeheure Kosten be
tten sich bn: flbftim» gebniS verließen bie den Longreß unb be- ibtren Saat um eine
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Der sozialvolitischeAuS schütz des Reichstages begann heute seine Beratungen über das Gesetz über die Betriebsbi - lanz und die Gewinn- und Verluttrechnung, das eine Ergänzung zum Betriebsräieaeietz ist. Neben dem Gesetzentwurf lagen dem Ausschuß zwei Abänderungsanträge vor, von denen der eine toon den Mehrbeilsiozialdernokraken, der
Erwerbs osen und der m;:b trofte-en Ange'w i'<n Nt5 Topr-elte der ixra*rxntntm Zistern ü'erfdi'i- tat, wozu noch die sehr gwhe 3<f)l der ftnenann* ten «Tumrbeiter tritt. Wtm trotz b*r A'bri ßrcthmg unb trotz der Mast-ahrnen b*r prvdik- ttven Erwerbslosenfürsorge, durch bi* 2O'J 000 flr* heitern Bsstkäftigung verschos'1 wurde, die Er- n*n-5Iofrrreit xu peroalhg -mschrvillt, so wi-en sich damit nicht zuletzt bie o^gen d?s ffobfen- abfommend von Spa a, dessen drostelrde Wirkungen am die deutsche ^tbufhu mehr und mehr m die Ericheinung treten.
Die Besorgung der Kriegsbeschädigten.
B e r l i n, 25. 3an. (Wolff.) In der heutigen Sitzung des Reichstagsausschusses für die Krtegsbeschadigtensragen erklärten die Regierungsvertreter, die Regierung habe verschiedene Maßnahmen in Aussicht genommen, um namentlich die Schwer- beschÄigten besser zu stellen. Die Ruhegrenze solle um etwa 2000 Mark herausgesetzt und auch die Elternrente erhöht werden. Zur Fürsorge für Kinder von Kriegsbeschädigten seien bereits hundert Millionen Mark genehmigt. Die Teuerungszulage solle einer Revision unterzogen -mb die Härten sollten ausgeglichen werden.
Berlin, 25. Jan. (WB.) Tas Triften rbeittto Ministerium teilt mit: Tie Sofa der unterstützten Erwerbslosen ist vom 15. le hr, bis 1. Jan. um 43 000 auf amb 409 000 »r, e st i v- gen, uno zwar hat sich die Zahl der märrnft(tert von 292 000 aut 333000 und der weiblichen von 74 000 aut 7b 000 erhebt Ter besonderen 5tn* genmg der märmlidjen Emeichslosen ent p iche eme swrke Zunahme der Familimaugebö ri'm '— 381 000 aut 454 000. Tabei ist zu berücfiif .. . bar, die unterstützt.-n Erwerbsio en mit den An-, gehörigen nur einen Bmchtri! der roirfli ftn Er- roertefolen bilden. Tattäck/id dürfte die >'a5I b-T
lassen bzw. eine Koslenver-ürg-rung l-ei bri ier- g?kHatunten ^Gebührensätzen So könnte bri'p e luciic bei Briesen von 20—80 Gramm cii e Okbühr von 80 Ps. zwischen die Sätze ten 89 Ps. unb 1,20 Ml eingeschoben werden. Im Jntei«fe der Ccffentlirifcit, vor allem aber des deutsch ii don- ch voraeschagen, die aui 20 unb 40 Pll Gebühven für Druckslvt en auf 15 bzw.
Gens, 25. Jan (WM.) Die eng'rschie Regierung hat dem Bölkerbun^^at davon Mttrilung gemacht, daß Armenien sich vi der Gewalt der russischen SowietS befinde und be^tiib ror- geschlagen, tofe »ber amerikanische Be r trete r in Kon stau tin ope ltichrm Ermverneymm mit den Vertretern der alliierten Mächte mit brr Frage befasse. Ter Präsident der ersten «olker- bundsversammtung fni b'raufhtn triegrap t d) dm Präsidenten Wilson tefcon in Wnrntii* geltet
Wilfon an Ivo riete in einem Schreiben, w bem er, rote er dem Genevallekretariat b.-s Bolker- knrndes mittritt, es kau m f'ü r m ögl r ch h a l t, datzder amerikanische Vertreter rm egr- nen Namen in dieser Sache vor gehe. An den Schwierigkeiten in Armenren und an der iahg.eit der kemallstischen Banden sei der ^ertragvon S s v res schuld, den tätige von dm beteose- nen Mächten nirfrt befolgt laben und den durchzusetzen den Alliierten nicht gelungen set. Im roeÄrfxm aber bLde die bellagnswett? Lage Armeniens nur einen Teil des f. osen russisAn Problems, und dietes PrvViem könne mn grfoft werden durch einheit.i^s Zu amme. a be t^i ^dcr r^nptmächte. Tie neuen Staaten, ans alten 9hiKanb hervo-g gan^n fr d karnp ten Noch um ihre Eristcnz. Sie rufen m-ht tixnl itf einen Angriff Sowietrm^a rds d fum.-tm. -.r Soroietreg erung ihrerie^s fort, fe rvme An griffe su bcsuchten habe. Nun fei klar, datz die kleinen Ra rditaaten nicht davon batten Ui>- nen. das große Rußland an Mgreisen, ro.Ttn 1» nicktt'durch den Beiitrr d g-o'R't Nationen da-n ausgewrdcrr weichen. Tfe condi tr' ,r« gual non einer Be.nbigmg unb Oich^ung d.r P-r^ältriie wäre also nxM eine feier t he Än Ü td.mmg a er Großmächte, m der sie sich vew^lfhtm. He schwierige Lage Rußlands ni.-fit au^nritoen, ferne terrv totale Jntegität nicht $u weder selbst ariyigreirm noch einen AngriNRuN- tonds zu unterstützen. Damit hätten >te den g- aenwärrigen Nach'arn Rutzanbs erllart^Jhr Md von ihm nicht bedvobt. Tie Groyrntchcr taven Euch freiwillig eine Ga un r? gegen eben Angrin gegeben. Ihr könnt den Frieden ba vn, roim ihr hn wollt. Tamil wäre wen g tons die wortlichkeit für jeben neuen smeg fer an bm neuen ru’f'fdien G enzen em eh.m toimte, l a - gestellt. Denn die im Bölkecbu.idsra" t*-treteren Mächte dicinn Sttfii-vunst ihre mornlt dy u b cinc VU1I ucll -------------------
diplomatische Kompromißantrag der bürgerlichen
er fernen perio.iiVhen 2. e.egt einen -corynt-au o - **--■
auftragen, sofort abjurrücn.
Die pariser Konftrcnj.
Paris, 25. Jan Zur Konferenz der Minifterpräf i Den te n schreibt der ..Eclair", er fei nicht erstaunt über bie 1 .inunps- verschiedenheitcn zwischen den englischen unb französischen Sachverständigen. England fei eine maritime Macht, während Frankreich durch feine geographische Lage den ersten Stoß rines von Re- oanchgeist erfüllten Teuischland auszuhalten haben würbe.
„O e u b r e" sagt, Lloyd George habe nicktt verheimlicht, daß er die Vorschläge Bergmanns konsultativ prüfen wolle. Denn bicter Wunsch allgemeiner werde, bann werde die Si'jung des Obersten Rates einen rrock) viel bedeutenderen Charakter annehmen, als man vovausgesehm habe.
.Journal" verzeichnet die Nachrickü, daß man, um Zeit zu sparen, vielleicht die deutschen Sachverständigen hier in Paris bövcn wolle. Diese Prozedur könnte, wenn sie mit oer notwendigen Garantie versehen wäre, ernste Vorteile bieten.
Die Frage der sogenannten „Wiedergutmachung".
Paris, 25. Jan. (Wolfs.) Pertinax schreibt im „Echo de Paris", B r i a n d habe bezüglich der Reparationsfrage seine Ansicht dahin geändert, man solle erst zwei oder drei Zahreszahlungen vor der endgültigen Festsetzung der deutschen Schuldsumme annehmen.
Die Hilfe für Oesterreich.
Paris, 25. Jan. (WTB) lieber die heute vormittag veranstaltete brite Sitzung der Konferenz ist ein ofsiz'.elles Communiaue auSge- geben worden. Es besagt, man habe sich mit den Maßnahmen beschäftigt, die ergrir en werden sollen, um in kürzester Frist der ernsten Lag-, in der Oesterreich sich befindet, abfrirbclfen und seine Wiederherstellung sicher zu fcTen. Die von den alliierten Finanzsachvexständi-vn trorbem'e'en Pläne sind geprüft worden, unb es wurde schliestlich beschlossen, epie kleine Kommission einzusetzen, deren Ausgabe darin besteht, bi? sofort su er»
Der (Entwurf öe$ wehrgefetzer.
Ter deutsche Reichstag wird sich noch vor seiner Vertagung, also noch Ende dieses Monats Januar, mit dem Reichswchrgesctz zu beschäftigen haben. Tie Vorlage ist ihm soeben zugegangen. Sie enthält keine Ueberraschung. Man «kennt alles wesentlickie aus den Verhandlungen des Dauptausschusses. Bestand und Gliederung des Heeres als auch der Marine ist ehrlich nach den Vorschriften des Versailler !Vertrages«festgesetzt. Es ist ein 100 000Mann- Heer einschließlich der 4000 Offiziere, und es ist eine 15 000 Mann-Marine einschließlich der 1500 Offiziere und Deckoffiziere. Neben t>en 21 Infanterie-Regimentern überrascht «twas die Fülle der Kavallerie: 18 Reiterregimenter zu je 4 Eskadronen, und 7 selbstän- -dige Eskadronen! Die Gründe dafür will Reichswchrminister Dr. Geßler dem Reichstage persönlich auseinandersetzen. 7 Artille- 'rieregimenter zu je drei Abteilungen, sowie 3 selbständige Artillerieabteilungen, 7 Pionierbataillone und 7 Kraftfahrabteilungen ,-scheinen wohl auch dem militärischen Laien im B** igen Verhältnis zum Ganzen zu stehen.
allend ist nur die Einrichtung von sieben richtenabteilungen. Braucht ein so kleines iHeer«einen solchen Riesenapparat für seine Beziehungen zur Oeffentlichkeit?
Die Reichswehr darf nicht in den Stru del deS Parte enhaders hineingezogen werden. Weder den Offizieren noch den Mannschaften darf die aktive Beschäftigung mit der Politik igestattet werden. Andererseits können wir und wollen «wir doch auch nicht verhindern, daß der Soldat mit innerem Anteil das politische Leben beobachtet. Auch der Soldat ist ein Staatsbürger. Der Mann, dem wir den Schutz her öffentlichen Ordnung und den Schutz der Interessen der Gesamtheit anvertrauen, der 'bafflr tmit seinem Leben einzustehen jederzeit bereit lfein muß, der darf nicht dem Staats- leben entfremdet und nicht als Volksgenosse minderen Rechtes geachtet werden. Wenn nnr ihm schon — das liegt nun einmal in dev Eigenart seines Amtes — die politische Organisation versagen, weil wir unter allen Um- Itänden die Entstehung politisierender Prätorianergarden verhindem müssen, so soll er doch sonst aller Ehren des Staatsbürgers in vollem Umfange teilhaftig sein. Wir haben es ja nicht mehr bloß mit vorübergehend Dienenden zu tun wie früher, die nur ein oder zwei Jahre aus dem bürgerlichen Leben herausgezogen werden, sondern mit Männern, die auf zwölf lange Jahre verpflichtet sind. Aus diesem Grunde ist es auch an der Zeit, den lAusdruck „Söldnerheer" endgültig fallen zu lassen. Das Wort klingt geringschätzig. Unker Heer ist in Zukunft ein B e r u f s h e e r. Der Heeresdienst muß ein Beruf werden, in dem militärisch und sittlich tüchtige Elemente Aussicht haben, etwas zu sein und zu leisten. Diesem Ansporn dient die Bestimmung dcs Wehc- gesetzes, daß jeder Heeresangehörige nach fei- 'nen Fähigkeiten zu den höchsten Stellungen gelangen (kann, daß also jeder Soldat den Marschallstab im Tornister trägt.
Haber be? bayerisch n Be'bandes. Ausnahmen sind im Einvernehmen mit bet bayerischen La ibe<regie- rung zulässig Die Truppen erha.t?n grunbiäulid) in bem Lande ihren bau -rnben Standort, zu bei km Landsmairnschait sie gefrören. Ausnahmen regelt der Reichspräsident im Einvernehmen mit d-r Landesregierung. Wer in bie Wehrmacht aloSolba! eintreten will, verpflichtet sich aus 12 Jahre ;u ununterbrochenen Diensten im Reichelper ober in der Reichsmarme.
Der Gesetzentwurf bringt anschließend Bestimmungen über Kündigung des Dienstverhält nisses und Einspruch dagegen. W-iter heißt es: Den Unteroffizieren unb Maunscha ten soll wäh renb ihrer Dien ft teil eine vorb-reitende Ausbildung für den Uebergang in bürgerlich? Berufe nach besonders auizustellenden Grundsätzen ge- ivährt tue-ben. Jeder Ang hörige der W.hrmachl Faun nach Atoßgabc ferner Fäh.gknten und Leistungen M den höchsten Stellen gi langen Sodann regelt der Entwurf das Dienstverhältnis. der Offiziere, insem er il a. bestimmt: Der Oifiziers- beruf soll Lebensberuf sein. Während b*r ersten 25 Offiziers-Dienstjalwe ist ein Ausschriden aus den Diensten nur möglich, soweit der Abschied erteilt wird, weil der Offizier bie erforderlichen körperlichen oder geistigen Kräfte oder die nötige dienstliche Eignung nicht mehr b-sitzt, ober wenn m feiner bürgerlichm Verhältnis,en eine wesentliche Aendenmg eingetreten ist.
Ferner bestimmt der Entwurf:, Die Ange^ hörigen der Wehrmacht dürfen sich innerhalb des Tienstbereichs politisch nicht betätigen. Den Soldaten ist die Zugehörigkeit zu politischen Veremen unb bie Teilnahme an volitischm Versammlungen verboten. Für bie Solbaten ruht bas Recht zum Wählen ober zur Teilnahme an Abstimmungen im Reiche, in den Ländern ober in den G mrinden. Die Vorschriften des Friedensverirag s vom 28. Juni 1919 über die Berechtigung zur Teilnahme an den darin vorges-hmen Abstimmungen bleiben unberührt. Nich'volftischm Vereinen dürfen die Soldaten an gefrören, sofern nicht die Zugehörigkeit zu einzelnen der Vereine aus Gründen bei militärifto Zucht und Ordnung verboten wird. Solche Verbote dürfen nur von den Standortsältesten und Schiffskiommandantrn ober den diesen vorgesetzten St'llen erla'fen werden. Cfegen das Verbot der Zugehörigkeit zu einem Verein ist Beschwerde bis zum Reichswehrminister zulässig.
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t Abrüstung.
Nach kwn Arft i" Ms Motto fn Oge mtrilmtvdrn Friktviö- die Stunde bei all. > g fn 'gekommen, it rin müßten die i Bewegung ergreifen.
tischen Lojiallslat.
in. (SUfani.) Lus dem enkongreß vurden
Der bem Reichstag zugegangene Entwurf eines Dehrgesetzes enthält u. a. folgende Bestimmungen:
Im Reichshoer werden aufgeft.Lt: 21 3m ^anterie-Rcgimeuter zu je brd Batoillonen unb je eine Mmenwrnerkompagnie, 18 iR.-iterregimenter 8u je vier Es'adronen, 7 selbständige Eskadronen, 7 Artillerieregimen.er zu je dr.i Abtriungen, drsi selbständige Artillerie-Regimenter, 7 Pionierbataillone, 7 Nachrich enabtei nagen, 7 Krastsahr- abteilungen, 7 ^xifr abteilung.-n, 7 Saritätsabt i^ langen. Hieraus werden 2 Gruppenkommandos Jttnb 7 Divisionen unb 3 ReiLerdioisioncn gebildet. Jede Division wird in der Regel in einem Wehr- neid unter gebracht.
Die Flotte wird gebildet aus 6 Linienschiffen 6 kleinen Kreuzern, 12 Zerstörern, 12 Torpedobooten.
Die Befehlsführung liegt ausschließlich in der Hand der gesetzmätzigen Dorgrsetzten.
Der Reichspräsident ist der oberste Befehlshaber der getarnten Wehrmacht; unter ihm übt der Reichswehrminister Besehlsgeivall über die gesamte Wehrmacht aus. An der Spitze des Reichsheeres steht ein General als Chef der H.>eresleitung, an der Spitze der Reichsmarine ein Stbrniral als Chcs der MarinelriUmg. Als beratende unb begutach ten de Körpers-asten beim Rnchswehrminitre- rium seien He-weS- und. eine Marinekammer zu bilden, deren Mitglieber'aus ^efr imer Wahl her- vorgehen Soweit nicht geletzlickt Vorschriften Zanders bestimmen, w?rden bie g u dl genden Vor» 1 schrifton über ten milftärischm Tienstbetri b. insbesondere über bie Handhabung der Manneszucht amb die Deschwerdeführung sowie über bi* Pflichten unb Rech2 der Vertrauenslmte vom Reichs- prä)ibenten erlas en. In den Ländern roriben auf thr Verlangen Lantestommanta t'n bestellt, ,di- innerhalb ihres Tieistbereichs bi? Landes'. t.Te'ien die landsmannschä tliche Ei.w:art unb bie wirtschaftlichen Vedücfn.s e brr Länder -u brriillsicttti- gen haben. Sie werden durch den Reichspräsidenten auf Vorschlag der Landes egierung crna*vt. Ter Landeskornmanbant in Bayern ist zugleich Befchls-
ansprucke.
Gwrnrr Ü6rr dos Verkehrswesen.
Berlin^ 25. Jan. (Wolff.) Reichsver» kchrsminiftcr Groener hob gelegentlich einer Aussprache über aktuelle Fragen auf dem Gebiete des Verkehrswesens in der Handelskammer in Hamburg hervor, es gelte jetzt vor allem, den Eisenbahnapparat wieder in Ordnung zu bringen, erst dann komme es darauf an, durch Organisationsänderungen den IBetrieb wirtschaftlicher zu gestalten. DaS D e f i z i t der Eisenbahn rühre von der Ueber» spannung in den Jahren 1914/1918, von den Erscheinungen der Revolution mit der Inflam tion an Personal sowie der Valutaverschltth- terung her. Eine sckiematische Durchführung! des Achtstundentages sei bei der Eisenbahn unmöglich. Erfreulicherweise lasse sich eine erhebliche Steigerung der Leistungen und der Willigkeit beim Eisenbahnpersonal verzeichnen. Die letzte Tariferhöhung habe nick)t nur eine Steigerung des Verkehrs, fonbenf auch her Einnahmen, etwa um 10 Prozent, gebracht. Die Reichseisenbahnverwaltung könne inicht gefunden, wenn sie nicht v o nt Reichsfinanzminifter lodkomme-, sie «müsse ihre finanzielle Selbständigkeit et* halten. Ohne Tariferhöhung sei eine Deckung des Defizits unmöglich. Er verfolge den Plan, ganzeSchlafwagenzüge mit größ'erBeschleunigung -wischen den großen VerkehrS- zentren einzurichten. Als seine vornehmste Aufgabe betrachte er es, durch die Reichseisew- bahn und Re'chswasserstraßenverwaltung die überseeischen Beziehnnaen Deutschlands, speziell Hamburgs, als Knotenpunkt des Weltverkehrs, mit aller Kraft zu fördern.
Die Getreidevreise.
Berkin, 25. Jan Nach einer Miftrikimy befl „Vorwärts" hat sich das NcichSministeriiim für Cr- nährimg unb Landwirtschaft entschloßen, für die nächste Ernte folgende M i n b <• ft b r e i f f in Vorschlag zu bringen: Roggen 2050 Mk ll>is- b?riger Höchstprris 1430 Mk.), G'rfe unb Hafer 2050 Mk. (1380 Mk.) unb Weizen 2275 Mk. (1570 Mark) pro Tonne. Sollte sich eine weitere Erhöhung der Selbstkosten hTrauSstellen, so werden die Preise unmittelbar vor der Ernte weiter erhöht und gelten dann als Höchstpreise Ter Vorschlag wirb demnächst den Emähwungsrnmistorn der Länder unterbreitet werden.
Das Anwachsen der Enverbslofen-Unter» stützung.
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vnlck und Verlag: vrühl'sche Univ.-Vuch. und rieindruckerei R. Lange. Schriftlettung, Geschastrstelle und Druckerei: §chulstra«ie 7. sämilich in Gießen.


