Einzelbild herunterladen

' into?aulrtid)en Beweglichkeit und ibc. Wie em Federball über die

42. Fortsetzung.

(Nachdruck verboten.)

im Alter

iwnr

allmiii/.tA wu

mi

als

Donnerstag i entschlafen j<

Nachricht, vater, Urg

Großen, Die RPP,

der Eaff? Mitz Ddil-

Heuchelheirn

Dic ^eerdiwi

fchtufooifähig.

Näckxste Sitzung 2S/* Uhr.

Schluß 2 Uhr 35 Minuten.

M-k $inbt.

Das öodjbiud Intensität und tu über dem Kanalei daß das warme, t anhält. Uebermorg

von R. Stvaußens Salome eingefdwten wurde. Fini Gradel vertrat dagegm die leichtere 9Jhrfc, ebenfalls mit einer - -----

Mich schied « Achten

** Luxusst Luxusgegenstände Luxusgegenstände i haben über ihre D zeige zu erstatten, d der Betriebserössnr Wenn ein Betrieb Vertrieb von ßu; oder einschränkt, so Bekanntmachung t

griff, mich da zu vergessen. Wollen Sie mich wirNrch an Ihren Tisch einladen? Wagen Sie, Ihr Ansehen bei 'Ihren Freunden fo aufs Spiel yn setzen? Natürlich komme ich mcnn Sie die Verantwortung übernehmen wollen/'

c,Kommen Sie nur," sagte he ruhig und jülrrte ihn dem Tisch, nu ihre freunde saßen. Ccenft ungezwungen nahm sie die Vorstellung vor:

r. "^TLfütri: tyrnmb and Schweden, Mr. Eol- lni Miß White, Miß Armstrong, Mr Phil­pott. '

Herrn Collins Abenteuer

Roman von Frank Heller.

TaS Gesetz rohb fodcvrn at der Ausschnß- foffimg angenommen, ebenso in dritter Lesung. Die Entschließuna aus sofortige Sozialiiierung deo Bergbaues erfordert Abstimmung im Hammel-

Meine Tarnen und Sie, Mr. Philpott! Sie baben mir viele seltsame Beispiele von unerwar­teten Wiedersehen erzählt. Selbst habe ich auch allerlei 'm dieser Richtung erlebt, jtnb ich hatte nicht mAn viel von denen erhofft, die mir noch

r'1'"**" Sr lächelte innerlich bei'dem Ge-

WM

rythmischer Hingabe. Wie cm Fedetball über die Bühne ranzend, fand sie das größere Entzücken der begeisterten Zuschauer, so daß beiben Tänzerinnen nährend des langanhaltenden Beifalls ein herz- lidröWiederkommen" zugerufcn wurde. Es wäre sehr b.grüßen, wenn Tänzerinnen von so großer Musikalität öfter nach Gießen verpflichtet würden

e«r 5®

«!<»*, »roch

mit der he e&sr- yti J * 9o ^inn w SB® afai ssS»

aftßrSf dc-

!* das to ^Mrgermnster M ssS bssä sjä! aride bann «mW Ort Mawluamrre dem ErfaMaA W Wem daume durch Tausende von hellten Statt, J* die siL gegensktig d' baS Gettmge so g®

filrS vorwiegend he nordöstliche bis Mi

Philipp verbeugte sich leicht, die Tischgefell- ldiast rioch l^Eer Und er nahm mit einem mnerlichen Lächeln Platz. Wenn Fräulein Hotten NQr um» verblüffend war, so komite man das von flyyen yrcomderi nicht behaupten. Im selben Augen- blick, üi dem er sie sah, hatte er schon drei der Typen erkannt, die oaui verurteilt scheinen, die englischen Boardiiutbänser auf cnng -u bevölkern: die ältliche kantige Miß mit den zwei toten Flectai autlxm Wangen die Männeriägenn: die kleine Na,ve, niedlich, beschrankt, eigensinnig , der ältere Herr f^iestlich dm- die gmizen Mahlzeiten hin­durch über Politik, Börsoifranen und Skandal- mit der gleichen Sachkenntnis penoriert dcr Daily Mail ober der Daily News vc>

In Wieseck nrutbe die KinderbiilfS» wvche am letzten Scnintag mit einem feierlichen Gottesdienst eingeläutet, in dem der Ortsgeistliche die Geschichte von Hagar mit ihrem Sohn Ismae! in der Wüste als Gleichnis für DeutscÄand und sein Kinderelend deutete. Tiefen Eindruck machten die musikalischen Einlagen des Bariwnisten stud. theol. Grete r: Ein Wiegenlied (Fr. Schubert), In dem Himmel ist ein Tanz" nach einem vlärni fdicrt Volkslied bearbeitet von Arnold Mendelssohn undWenn Kindlein süßen Schlummers Ruh"' (C. M. v. W^beri. Die Haussammlung durch Schulkinder der Klasse des RekwrS Düll ergab bald 900 Mk., in die Opferteller der Kircbe wurden 45 Mark eingelegt, die auch nach neuer Verfügung des Oberkonsistoriums dem örtlichen Aussckstiß zur Verfügung gestellt werden. Einen schönen Schluß der unter der Heuernte still verlaufenen Woche ver- spricht ein vom WieseckerOrchesterunler Lei­tung von Ph. Groß für heute abmd angesetztes Gartenkonzert bei Krieger, bei imgünftigem Wetter im Saal von Braun.

Die neuen Titel bei der Eisenbahn.

Die neuen .Amtsbezeichnungen nach der Neid^sbesolvnngsordnung werden setzt bei den Nei d^seisenbahnen nach einer Verfügung des Reichs- verkchrSmiin'sters durchyeführt. Mit Bedacht und mit Gesd)ick sind lange Wortbildungen vermieden. Besonderer Beliebtheit und IRcrbreitinig erfreut fidi aber auch lster der Zusatz Ober. Der bisherige Packmeister wird ein Eisenbahnobersdiaffner. Es gibt ferner Seemasdnnenrbwauf'cher, Lbermaschi- nisten, technische Ei'enbahnroberhkrctäre, Oberbdlm- meister, Schtffsobeima.chinisten, Eisenbahnobn- sekret ä ne. Ter Obersekretär wirb dagegen Enen- bahninshektor, der Bckhnmeister 1. Klasse ein Ober­balmmeister, der Oberbahnmeister dagegen Eifm- bahningenieur. Der gewöhnlid« Eistmbahninspek- ter wird ein Eisenbahnoberinspekwr, der Eisen­balmingenieur ein Eisenbahnoberingminrr usw. Be­sonders beliebt Hst der Zusatz Negierung. Dcr Che­miker wird ein Regierungscliriniff-r. Auch dcr RatS- titel kommt vielfach Mir Anwendung, der Regie» rungsbaumerster wird ein Negienrngsbaumt, ebenfo wie die Vorstände der Betriebsämter, wahrend die der- Verkelmsämter Regierungsräte werden, ein Titel, den auch die RechnungSdivekwrrn erhalten. Der Weidrmsteller wird ein Weiden wär ter, der Nangierfuhrer ein Rangieraufseh-r, der Kanzlist ein Kanzleiassistent, der StellwerkssdLosser ein Auf­seher im Sidtcrungsdienst usw. Die alten Ehren­titel sollen ebenfalls weiter gebraudü werden

ein erstes Dübnendebüt unter der künstlerischen 3* tintg von Rudolf Goll viel horausqehvlt. Beson­ders die Darstellerin des Baslien Gretel Link­mann umwarb mit emzückender Ungezwungenheit die Schäferin Bastienne Maria Müller, fitorl Bollerals Eotas war am lösten in der humori­stischen Beschwörung^szene. Die ganze Süße Mo­zart'scher Melodien blühte aus dem freiwilligen Or­chester, das unter der feinfühligrn Leitung von E. Delp an Zusammenspiel und musikalischem 9luS- druck man dies Berussorchester überbot. Auch die sonstige musikalische Begleitung des Abends wurde mit Geschmack und Sicherheit ausgeführt. Bastien und Bastienne wurde zum ersten Male und »war ebenfalls von freiwilligen Kräften, 1890 in Gießen gegeben und mit dieser Aufführung bet Grundstock zum Theaterbaufonds gelegt.

Die lebenden Silhouetten, von C. Mues gestellt, illustrierten bekannte Volkslieder. Entgegen der sonstigen Gepflogenheit befanden sich diesmal die Personen vor der erhellten Leinwand, wodurch die Silhouette eher noch schärfer erschien. Den größ - ten Beifall fandenGroß Mütterchens Traum aus der Zugendzeit" und betRattenfänger von Ipamein", bei dem eine begeistert agierende Kinder schar, zuletzt vom Beifall auf offener Szene begrüßt, ein kleiner zweijähriger Bud, vor der Leinwant vorüberzogen.

Den Höhepunkt des Abends bildeten die Tanzdarbietungen zweier aus Fvanffurt be­rufener Tänzerinnen aus der Tanzschule von Manny Hildenbrandt. Was geboten wurde, waren abgeschlossene künstlerische Leistungen. Besonders D o l l y W e rn e ck e, die tragische Tänze bevorzugt, zeigte sich als ernt Tänzerin größten Stiles. Ihr wundervoll gebauter Körper verfügt über Betre- gunasMöglichkeiten, die nur eine überragende Tech­nik h.wvorzuholen vermag. Dies gilt zumal von der fabelhaften AusdruckMhigkeir der Arme, die bisher noch bei keiner Tänzerin so überwiegend in Er- scheinimg trat. Ihr wirkmigv vollster Tanz war der indische Brauttanz von Rubinstein, der an Stelle

Phil-PPS mißtrauisches Herz schlug einen xrontmelnxroel von Protesten. Stürze dick, nicht tn unnötige Abenteuer: Fürchte die Frauen, auch wenn sie dir Geschenke bringen! Fürchte sie, Philipp Eollm auch wenn du die Männer nicht fürchtest. Seit fünf Minuten stimmte in seinem sanft fo vcaen säiarfsmmgen Hirn ein curyqtr lockender es möglich ? Weitz sie wirklich nicht, ? ^bt es u>ch lemaitb, für den ich Nochtsanfvatt (ürlltn bm nicht der durch- flcbraimtc ^chttrindler und Fälscher? lind sollte dieser jananb sie sein? Ihre Augen sind fo tre.l- m ihrem ganzen Wesen ift auch nidrf b« ^battcm emrr Andeittung, datz sie etwas wffstn kSimte - aber bah! Lächerlid»! Sie mutz Hechört haben s« mutz wissen . . . Ctau Scheve- den mutz davon gesprochen haben aber sie toay *nod> so jung . . . Mädchen lesen doch me Witwen . Bvlleiäü txtt sie dod» nichts ge- hört viel leicht bm ich für sie nod» RechtSanwal k Golliii, mit dein sie aus einem Boll bet Konsul Bboch^getmizt hat . . . Rattten tn dieser Sturmfi it von Gedantcm begegneten seine Augen plel i > denen Fräulein Hottens, d.e ihn mit einem evfui in tat Lächeln bctnidKcicii: fte haue tlxn aufgerordert ffrrai Ttsd» zu kommen, fagtai sie bcurfil 'r Worte, und er hatte nod) nicht ,a gesaor Er errötete leicht und beeilte sich zu sagen _Frchllei^ Holten, ich bin der unartigste

langt: waS für wunderbare Fälle von unerivar- teten Wiedersehen Mr. Mslpott auch erzählte, dies 'war doch das wunderlichste, das er erlebt hatte. Wer war diese junge Schcvedm? War sie dte, für die sie sich ausgab? Rach all dtesen Jahren sollte sie ihn erkannt haben? Es war richtig, er hatte seit seiner Anbmft in London alle BerNei- dimgen abgelegt und zeigte meist fein wirkluhes Aussehen, aber doch auf jeden Fall . . . und war eS möglich, datz . . . sein Gdl^irn fteNte sich zum tausendstenmal die Fragen^ bie es sich seit einer Viertelstunde unablässig gei.ellt batte. Seine Aug.'n hingen an ihr. War dies Schauspielkunst, me sein mißtrauisches Herz beteuerte, so war sie erstffaffig. Nicht mit einer Miene verriet sie, datz er etwas anderes für sie war als ent Iugaidbcvannter, den sie ftdi freu«, wieder zu treffen. Ein Jugend- bekannter ... ich habe Sie immer in guter Er­innerung gehabt . . . Plnlipv errittrrte unwill­kürlich Aber natürlich war das Schauspielkunst. Und gerade heute abend kam sie, wo er tn bk- sellschast )enter Erinnerungen die irreparable Ver- -Tangenheit feierte, wo dte Festpttel für die Schat­ten seiner Jugend gedeckt stand! Äötzlich tönt ihm eine Idee ui vtno veritas heitzt es doch und in lebent Fall war der -lbend mit ihr etwas anderes wert als bie bescheidenen Gettättke, drr Mr. Vbilpott keiner Gesellschaft bot. Er erhob sein Glas und sagte mit einer artigen Geste :

A«» Stadt und Land.

G i e tz e n, den 25. Juni 1921.

Jugcndfest.

Das vom Landesbildungsamt für Hessen angeordnete Jugendfest wurde in Gießen gestern abgehalten. Weil nun morgen das Volksfest für die Kinderhilfe unter hervor­ragender Beteiligung der Jugend stattfindet, hatten sich die Schulleitungen der sieben hie- siaen Schulen geeinigt, diesmal das Jugend­fest einfacher $u begehen.

Alle Schulen sammelten sich moraens auf ihren Schulhöfen, zogen dann einzeln nach Philosophenwald und Trieb, wo zwei Stunden mit Spielen verschiedener Art, Ge­sängen und besonders turnerischen Hebungen verbracht wurden. Um 11 Uhr sammetten sich sämtliche Schulen im Sportplatz aut dem Trieb. Unter Musikbegleitung wurde das BundesliedTrennt uns Glauben, Streben, Meinen, eins soll uns vereinen" gesungen. Tamt wurden zwei Ansprachen gehalten, eine für die jüngeren Jahrgänge uno eine für die Mei «oberen Klassen, die in einem Hoch auf das deutsche Vaterland aus klangen. Zum Schlüsse wurde bemeinschaftlich und wieder unter MusikbegleitungDeutschland, Deutsch­land über alles" gesungen. Alle sieben Schu­len «ordneten sich dann zu einem Zuge nach der Stadt. Unter den Klängen zweier Musik­kapellen, die von der Stadt zur Verfügung gestellt worden waren, zogen Lehrkräfte unb Schüler heim und gingen in den einzelnen Schulhöfen auseinander.

An die Gießener Engend!

Die Gießener Jugendorganisationen, der Jugendring unb die Arbeiterjugend richten folgenden Aufruf an die.Gießener Jugend:

Morgen wird im Philosophenwald ein großes Sommerfest stattfinden zugunsten der hessischen Kinderhilfe. Ihr Jungen und Mä­del, wir wollen alle versuchen, den Tag aus unserem jungen Geist heraus zu einem Tag der Freude zu machen, der uns den Alltag übersonnen soll! Wenn an jenem Tage mit­tags um 2 Uhr unsere kleinen Scharen mit Liedern zur Zupfgeige durch die Straßen ziehen, schließt euch alle an, die Mädel mit Kränzen, die Buben mit Fahnen! Im Fest- zug soll's vom alten Stadthaus hinaus in den Philosophenwald gehen! Draußen wird euch der deutsche Jugendbund ein Stück auffuhren, und die Wandervögel wollen mit euch unsere schönen Volksreigen tanzen, lustigen Zirkus spielen, Märchen erzählen, singen, und ein Kasperletheater wird fragen, ob ihr alle baf seid! Es wird auch draußen allerlei Gutes zu kaufen geben, darunter auch Bücher über Wandern, Singen, Tanzen und Schauen. Die sollen euch.sagen, wie wir jungen Menschen auch ohne Geld froh und festlich chnd reich sein können, und wie wir gesund bleiben anJ Leib und Seele! Denkt daran, was davon für unser Volk und unsere Heimat abhängt! Helft uns mit!

Tic Veranstaltungen der Kinderhilfswoche.

Samstag den 25. Juni, 4 Uhr: Wassersportfest an der Lahn. 8 U h r: Gin- Horn-Fcstsaal,Bunter Abend".

Sonntag den 26. Juni, V,4 Uhr: Kinderhilfsfest im Philosophenwald.

Auf den Bunten Abend, der zugun­sten der Kinderhilfe heute abend im Hotel Einhorn stattfindet, sei nochmals hingewie­sen. Die Darbietungen der beliebten Mitglied der unseres Stadltheaters (Richard Hell­born, Heinz Bechstein, Karla Keller und Cläre Türk) versprechen heitere und abwechslungs­reiche Unterhaltung.

Ein Abend der Kinderhilfe.

Wie wir bereits gestern mitgeteilt haben, nahm der von bei, vereinigten Frauen vereinen unter selbstloser Leitung von Frau Sanitätsrat Schliep- hake veranstaltete Albend in jeder Beziehung einen guten Verlauf. Dies glt auch von den künstlerischen Vcranstaltimgen, bie größtenteils von Dilettanten getragen wurden, ohne daß Dilettantenhastes merk­lich in Erscheinung trat.

Den Auftakt bildete bie Heine Mozartvper Aaftien und Bastienne, ansgesühtt burdj Kräfte der Gesangsscbule von Ftt. Th. Kübel. Man hörte gutgeschultes Stimmaterial, das mit bemerkenswerter Ausdauer die umfangrridxm Ge- sangs Partien durch hielt. Aud> darstellerisch war für

Besitz durch die Geldentwertung um 85 Proz. heruntergedrückt worden ist, haben bei dem Nvt- opfer ein großes und doppeltes Opfer gebrach«. Mancher der Herren Kvllegen hier im Hause, twe früher sehr wohlhabend waren, müsse heute ein geradezu rocht bescheidenes Dasein führen. Die Kreise, die ich hier im Auge habe, ber gute bes­sere Mittelstand, bie sind die eigentlichen Opfer der großen pvlttischen Katastrophe. (Sehr richtig.) Diese Greife sind nicht verschont geblieben, unb beute stehen wir vor der neuen großen politischen Aufgabe, nachzuprüfen, ob auch die Träger von Besitz in Realwerten, man hat das Schlag­wort Goldwerte geschahen, ich aber will das Wort in Zukunft nicht mehr benutzen, in Real­werten, die ich einmal als Produktfvniittel be­zeichnet habe, gegenüber den anderen, die bereits Opfer gebracht haben, einer neuen Seftzueamg unterwerfen werden müssen. Glaubt man bteie Frage lösen zu können, wenn man von links nach rechts einen groben politischen Kamps entfesselt? Bon diesem Strndpunkte ans wird das Haus die großen Probleme nicht lösen können. Es wird bayu guter Nerven und erheblicher Objektivität be­dürfen. Emer ruhigen Objektivität, und wenn der richtige Weg gesunden ist, aud) der feste Wille, dur<hzugreifen, um unser Volk zur Erfüllung des Ultimatums zu befähigen. Alle, die etwas nrinen aus 'steuerlichem Gebiet gleichviel, ob sie rechts ober links stehen, alle die positive Mitarbeit lei­sten wollen, sind berufen, und uns willkommen.

Vizepräsident Bell: Der Herr Reichskanzler hat in seiner Rede mehreren Abgeordneten vor ge­worfen, daß sie törichte Reden gehalten haben. Es gehört zu den festen Traditionen dieses Hauses: hier werden niemals törichte Reden gehalten. ^Stürmische Heiterkeit.)

Abg. Keil (Svz.): Wir werden trotz einiger Bedenken der Vorlage zustimmen.

Abg. Dr. Geyer (Kvm.) kündigt dem Reichs­kanzler an, daß bei der bevorstehenden Ausein­andersetzung über die.Steuern die heftigsten poli­tischen Kämpfe einsetzen würden.

Tie Vorlage wird hierauf in der Ausschuß­fassung in zweiter mid gleich darauf auch in dritter Lesung angenommen.

Es folgt die Be ratung des Na cht ra g s- etats.

Ohne Debatte wird der Etat des Reichs- wirtschaftsvates und des Reichöjustizministeriums angenommen. Bei dem Etat des Rcid>swehr- ministeriums fotbert der Abgeordnete Künstler (U. S. P.) größere Sparsamkeit.

Der Etat wird sodann angenommen, des­gleichen eine Reihe von TLusschutzberichten.

Es folgt die Fortsetzung der ersten Beratung des Gesetzes über die Aenderun g des Ver­sicherungsgesetzes f ür Angestellte.

Abg. Lambach (D.-N.) weist ebenfalls darauf hin, daß der Widerstarw der Angestelltenschaft gegen die Vorlage wädfft. Man Tolle ab.t die Bedeutung der Angeftelltenversicherung nicht untersd-ätzen, denn z. B. im letzten Jahre halv sie eine Einnahme von 410 Milliarden gehabt, also genau so viel, wie die Viel gerühmte Jnvalidenversicl^riuig. Dazu komme, daß sie noch nidtf so viel Ahnten zu zahlen habe und demgemäß bedeutend besser dastehe.

Aba. Andre (Zentr.) gibt M, daß das Ge­setz Verdessenungsbebürfltg sei. Die Verschmelzung mit anderen VerTiäierungen könne ent im Rahmen der großen Sozialresvrm erfolgen.

Abg. Thiel (Deutsche Volksp.): Auch wir sind schon in der Nationalversammlung für eine Aenderung des Angestelltengesetzes einaetteten, im Sinnet einer Erhöhung der Leistungen und einer strikten Selbstverwal­tung. Die Angestellten müssen sich nur klar darüber werden, daß erhöhte Leistungen audi erhöhte Aufwendungen erfordern.

Abg. Aufhäuser (Unabh.) protestiert gegen diese Reform, die nur auf Mehrleistun­gen und Mehrbeiträge hinauslaufe. Die Atfo gestelltenschaft sei damit nicht einverstanden, baß sich an der Verwaltungsart überhaupt nichts ändern solle. Die Vorlage sei Flick- wcrk, sie steuere nicht die Not der Angestell­ten, sondern der Not der Versicherung selbst.'

Abg. Bartz (K.) schließt sich diesen Aus­führungen an und fordert eine umfassende sozialpolitische Reform unter Verschmelzting der Einzelversicherungen.

Ministerialdirertor Simon betont noch­mals, daß von einer Ueberrumpelung der Angestelltenschaft keine Rede sein könne, diese sei vielmehr rechtzeitig verständigt worden.

Die Vorlage geht sodann, nach einer Reihe persönlicher Bemerkungen an den Sozialpolitischen Ausschuß.

Morgen mittag 12 Uhr kleine Vorlagen. Schluß 6 Uhr 15 Minuten.

fbtung. Gegen die Entschließung-» stimmen 122

Abgeordnete. Dafür 99. Das Haus ist fomü be*

,, eie werben zugeben, datz es um fo angenehm<u Tür einen enttäuschten Zyniker, wie mich, ist, plötz- Uch eme p entzückende Bekanntschaft, wie Mitz Holten, wiederzufmdcm. Wenn Sie, meine fc.tv 1 aasten es nicht übel aufnefonen, möchte ich bitten inefen Tag tn irgendeiner L*fonbcrtn Weise faem ju dursen. Ich hatte selbst dte Absicht, hier zu foupieren bürfte üf> Sie bitten, Sie als meint ©afte au jeben t Mitz Holten, wenn Sie wirklich fo erfreut srnd, Jhre.i alten Freund, Mr CoNtn wiederzusehen/' er hielt eine Sekunde inne unb betrachtete (ie . . .

. .'Hütte ich ihn fcmft Tax seinem Tische auf- ac,udu ? sagte fte auf Sckiredisch mit einem ff einen Enworziehen der Augenbrauen. Er hätte dte Am- 'vort für seine eigene Person etwas bcutlidvr wünschen können, aber verbeugte sich leicht uno lUyr fort:

T P bitte ich Sie, ein Wort bei den $yt»ott für mich cinxttegen 3d) bm übrigens Ihres Erfolges so sicher, datz cine Minute entschuldige, um mit dem CberMlner zu sprechen/'

Mlipv verschwand und kehrte nach einer Mi- nute yi der Gesellschaft zurück, die cchne sichtbares Zögern die Einladung eines so flotten .Herrn wie yfrilum angenommen hatte Osten bar, t«chtc Pdi- lwv, tstdaS Eisen in ihrem Boattnng-Hpufe ir dein Genre derjenigen, die ich tarne. Gleich daraui nrnroe gemribet, datz serviert war, und Dhilim ffäile drm Tisch, bat rr mrt viert patte.

(Fortsetzung folgt.)

In diesem Falle hetz d.e Män Wlntc, die Raine Mist Armstnang Pott leseittgte fofort leben Zweiiei tität, indem er ein Äeswaed ü

123. Atzung Warn 24. Juni, na (fort. 3 Uhr.

Die Absttmmung über die Resolution wird auSgesetzt.

Dr. Hertz (USV.) erinnert die Demokraten nochmals an ihr früheres (rintreten für die So­zialisierung, zieht die Resolution aber bann zurück.

Es folgt die dritte Lesung des Gesetzes über ten Staatsgerichts ho s. Bei bttiem Gesetz ist bie Amresertl^eit von zwei Dritteln der Mit­glieder des Reickiotages crforberlidk da es sich um eine Verfoffungsänderwig handelt.

Tie Scklutzabslimmung wird ausgesetzt.

Es folgt bie Vorlage über das Reichs- jnotöpfer und über bat Vermögens-u- ^waa-s.

Abg. Helsferich (Deutschnat.) betont, daß, nachdem inzwischen das Gesetz über die befdtfeunigte Veranlaguna unb Erhrbuna des Reichönotvpfers 'vom letanrer vorigen ^ayves zustandtgekommen sei, die Vorlage sich auf bie Abgabcpslicht der Aus- landSdattsdien in erster Linie beziehe Dr. Helffe- rich erffätt, seine Partei verzichte auf die Wieder- embringung bet im Ausschuß abgelehnten An- träge, weil die Regierung bie Wünsche ber Aus­ländsdeutschen erfüllen wolle. Die starre Veran­lagung des Reichsnovopfers wirke auf schwächcre Existenzen wie eine Guillotine.

Abg. Ryffel (U.S. P.) erffätt sein Einver­ständnis mit ber Vorlage.

Abg. Dr. Becker (D. V. P.) betont, baß es sich mir um eine Klärung der Besteuerung für Reffende unb Monteure handele unb alle Parteien feien einig getrefen, diese Frage erst aufzuffären. Bedauerlich sei es, baß bie äußerste Linke in so skrupelloser Weise die Rednertribüne zur Pattei- agitation ausnütze. (Proteste links.)

Abg. Geyer (Kvm.) macht die Rechte dafür oeranlwottlich, daß das Reichriwtvpfergesetz mit seiner Ausdehnung auf 30 Jahre ni einer neuen Besteuerung geworden fei. Jedenfalls feien die Arbeiter und Angestellten durch das Lobnsteuer- straffer hevangezogen, als die besitzende

Abg. Dr. Hertz (Unabh.) meint, die Rechte habe es in der Hand, den Bedeicken ber Linken über bie Lohnsteuer gerecht zu werden.

Abg. Helsferich (D.-N.) betont, daß der Antrag feiner Pattei nicht die Besitzenden schonen wolle, sondern nur die Kleinrentner. Die Behauv- fung, daß bie Besitzenden nod) keine Opfer gebracht hätten, ist eine Unwahrheit. Sie haben im Jahre 1920 allein 15 MUliarden Papiermark aufgebracht.

Reichskanzler, Finanzminister Dr. Wirth: Ich hätte wicht geglaubt, daß gerade die Bercchschie- bung des Notopfers Anlaß zu einer derart weit- iniS^rbefortcn Debatte bieten könnte. Wie das neue Lolwsteilergesetz eine Verschärfung des Einkommen­steuergesetzes bedeuten kann, ist mir unverständlich. (Lachen bei den Kommunisten.) Sehen Sie doch Esttte den Tarif an, in wie weitgehendem tlJtefce ber Reichstag bm Angestellten und Ar­beitern, insbesondere wenn deren Einkommen sich unter 24000 Mk. bciregt, entgegengefommer ist. Ich glaube, was mir damals beschbosfon haben, ist in den Kreisen der Angestellten und Arbeiter als ijöchstes imb weitgehendstes Entgegenkomirten an­gesehen worden, unb fid) heute nun bierherzustellen und zu behaupten, daß dies nicht der Fall fei, sollte man nicfo für mensduenmöglich halben. Bezüg- lich des ß 45 soll ja em Unterausschuß die ganze Frage durchdenken unb cs würde niemand lieber sel-en als wir, wenn in das Gesetz einet gidjenmg eingebaut loerbcn könnte, dagegen, daß die Lofoi- und Gehalts^mipfänger nrchr als gcredjt herangezogm meiW Aber dagegen muß fid? die Fmartzverwcckvimg aud) sichern, daß nicht Auf- wendungsgetder usw. verschoben werden. Das tonn in niemandes Interesse liegen, am wenigsten im Jnterefie der Lolm- unb Gehaltsempfänger. Sie werben in Kür-e GMegcnljcit haben, biefe Debatte fortzuscyen, und zwar in einem Maße, wie eS glaube id), niemand in diesem Hol-en Hause sehr romfontmrn fern wird. Die Frage ber Erfassiina unb ber fleutriidjm Befoscimg der Besitzenden ist cmc ter nrö&tei telitifdrit Rragcn, fe biefcö vohe Haus beschäftigen rann. Mr wollen an bie feo? Verantreten mit Verständnis unb Sad>- hdfeit. Ich stehe nicht an, »u erklären, daß jener Sttdftag vvm 31. Dezember 1919 ein Unglück

VL Lch sage das frei unb offen, mag daö Gesetz gemackst fern von wem es will unb um nridKrt Partei es nül. Wir haben das unS Wlcht, bie üerobfdnebetcn ©teuer» gefe» auch kritisch zu würdigen. 'Siejenigen, deren

irr errötete lcia.it unb beeilte sich zu sagen- Wiedersehen rerfdirh

ber.'"'artigste leitete. So all mal n

J. cn )d) der <ixlt, aber <oi< hatten mid) plötzlick: I Ptnl^ov nahm iuid< beiten jt*rüftöi b, tt I - .w r. "5L*

"" im» ich war m^tJer batte fein QHeittatnndx na*