Zweites Blatt
Gießener Anzeiger (Gencral-Anzeiger für Gberhefsen)
r. 219
it
n-
Amtsverlündigungrblatt
Nr. 1.50
24 Cftobcr
1921
Ge höft c
A.
Kreis
3470, - Mk.
B.
des
Mk.
b) 3m Gebiete des Rheinisch-Westfälischen Ze-
mentverbandes
3210 146 3356
Mk
c) 3m Gebiete des Süddeutschen Zernentverban
3493 + 146 - 3639
Mk.
sttahr 62
getonr
grauen nehmen gleich alles übel! 3ch hab
morgen die 5?eviten gelesen bekommen. Ra-
ivald
1921
Mk.
Mk.
insgesamt
Und nun soll ich das wohl zurücknehmen? hibe es wahrhaftig behauptet! Denn die Baronin halt mich für eine Chansonette!"
Mk.
Mk.
Gemeinden (Gutsbezirke)
u Heid gemacht.
,Liebe. beste Frau Marie, ich bin \ um den Schaden cinzurenken!" „Was denn für einen Schaden?" i$: toanbte sich an die Männer.
Rachweisung Klauenseuche in
insgesamt
Erbach . . .
Lauterbach . . Oppenheim
davon (Sp. 1) neu Spalte 2 1
Hal hild
3280,- 146—
Spalte 1
1
2
2
gckten.
xt vorstttt
Wh er nach der Stirn gezeigt und behauptet, da fehle es ei meiner Herzallerliebsten!"
(Bi*,
146, 3616,
Für Lieferungen an private Zemen tabnehmer a) 3m Gebiete des Norddeutschen Zementverbandes:
Znhalts-Uebersicht: Bekanntmachung über Höchstpreise von Zement. - Ausbildungskurse und Prüfungen im Hufbeschlag. - Dienst- nachrichten. - Ortssatzung über die Benützung der Bemeindeoiehwage zu Allertshausen. - Viehseuchen.
-Nsbü i.Öttobt! 2Z.6M ©ttober . Wobei lchnnttz
über den Stand der Maul - und Hessen am 1. Oktober 1921:
xigtn m iflitttbti mttdiel
.llU
mietete«* richt uni M'-
frankopreisberechnungen vor ihrem 3nkrafttreten auf die Zu lässigkett der angewandten Berechnungsarten geprüft.
Berlin, den 12. September 1921.
Der Reichskommissar für Zement.
3. B.: Redderse n. Regierungsbaumeister.
Höchstpreis vom 1. Zuli 1921 ab.....
neuer Zuschlag für Kohlenpreiserhöhung . . Höchstpreis vom 1. September 1921 ab . . . b) 3m Gebiete des Rheinisch-Westfälischen Ze- mentverbandes, einschließlich der Berkaufsver- einiqung Rheinischer Hochofenzementwerke: Höchstpreis vom 1. Huli 1921 ab.....
davon (Sp. 3) neu
Spalte 4 1 8
Bekanntmachung
über Höch st preise von Zement.
Rachsteht.nde Belanntmachung des Reichskommissars für Zement in Berlin teile ich zur öffentlichen Kenntnisnahme mit. Die siaatlict-e BaustofsbeschafsungssteUe für den Volksstaat Hessen, Sitz in Frai.kkurt a. M., Obermainstcaßr 51, Telephon Amt Hansa 7734, ist in der Lage, bei etwaigen Zweifeln in der Preisgestaltung oder Beschaffung sämtlicher Baustoffe kostenlos Auskunft zu trieften Bei etwaigem Mangel an Baustoffen hat die genannte staatliche Stelle 3nteressenten günstige Bezugsmöglich- keitcn kostenlos zu benennen.
D a r m st a d t. den 22. September 1921.
Der Staatskommissar
für die wirtschaftliche Demobilmachung in Hessen.
3. B.: Dr. Bernheim.
Bekanntmachung
über Höch st preise f ü r Zement.
Atif Grund des § 1 der Bundesratsverordnung vom 25. Jana 1917 (Rcichs-Gesehbl S. 74) wird bestimmt:
Die durch B kanntmachung des Reichskommissars für Zement ■ m ' 'uH 1921 (vergl. Deutscher Reichs- und Preußischer J laaUanf.eiger Rr. 155 vom 6. Zuli 1921) festgesetzten Preise we den mit Wirkung vom 1. September 1921 an durch Zuschlag infolge der am 1. September 1921 eingetretenen Kohlenpreisver- teu runq in nachstehend angegebener Weise erhöht: die Preise gelt n für 10 000 Kilogramm Zement ab Werk ohne Verpackung und für die Gebiete sämtlicher deutschen Zementverbände und sind Höchstpreise im Sinne des Höchstpreisgesehes vom 4. August 1914 (Reichr-Gesehbl. S. 339) in der Fassung der Bekanntmachung vom 17. Dezember 1914, vom 22. März 1917 und der Berordnung vom 17 Zanuar 1920 (Reichs-Gesehbl. 1914 S. 516, 1917 S. 253, 1920 S. 94). Zement im Sinne dieser Bekanntmachung sind Portlandern nt Ei'enr ortlandzemeit, Hochofenzement. Schlackenzeinent und »cmc-ntähnliche Bindemittel, die in einer Mischung von 1:3 bei Wa's.rlagcrung nach 28 Tagen eine Druckfestigkeit von mehr als 140 kß qcm haben. Die ilmfatjfleuer ist in diesen Preisen mitenthalten.
Bekanntmachung
betreffend die Ausbildungskurse und Prüfungen im Hufbeschlag.
Die nach der Bekanntmachung vom 20. März 1905, die Ausführung des Gesetzes über die Ausübung des Hufbeschlags vom 13. Ouni 1835 betreffend, in Darmstadt, Gießen und Mainz eingerichteten Ausbildungskurse im Hufbeschlag beginnen jeweils im Laufe des Januar und Juli und dauern etwa fünf Monate. Meldungen sind rechtzeitig an die Kreisveterinärämter Darmstadt, Gießen und Mainz zu richten. Die Ausbildungsgebühr beträgt 25 Mk.
Die Prüfungen im Hufbeschlag finden in der Regel Ende Juni und Ende Dezember statt. Die Meldungen find an das Kreisamt zu richten, in dessen Bezirk der Prüfling seinen Wohnsitz hat. Zur Prüfung werden nur solche Bewerber zugelassen, die eine mindestens vierjährige Tätigkeit im Schmiedehandmerk nachweisen. Die Prüfungsgebühr beträgt 20 Mk., außerdem sind die Barauslagen für das bei der Prüfung verbrauchte Material zu ersehen.
Darmstadt, den 15. Oktober 1921.
Ministerium des 3nnem. 3. B.: Hölzinger.
u uf nft eintretenbe Kohlenpreiserhöhungen bedingen eine rb'fumi de> Zementpreise derart, daß jede Kohlenpreiserhöhung für iOCOD Kilogramm mit 55 v. H. in Anrechnung zu bringen und den Zcmentpreifen zuzuschlagen ist. Hierbei sind die vom Reich-kohlenverband für den Bezirk des Rheinisch-Westfälischen Koblensvndikats für Fettkohlen festgesetzten Höchstpreise (einschl. Kohlen- und älmsahsteuer) zugrunde zu legen.
f*n Zu ki nft auf den deutschen Reichseisen bahnen eintretende Kohlens'achterhöhungen sollen ebenfalls eine Erhöhung der Ze- mentpreise bedingen, die auf ähnliche Weise berechnet wird.
Zu A wird bemerkt.
Die Zementverbände setzen für ihre Privatkundschaft in den einzelnen Verkaufsstellen Stationsfrankoprejse fest, die nach den tatsächlichen oder den Durchschnittsfrachten bemessen sind. Bon der Reichsstelle für Zement werden diele Etations-
Spaltc 3 1
43 5
Dicnstnachrichten des HreisamteS.
Der auf den 26. ds. Mts. in Wetzlar anstehende Vieh- markt fällt mit Rücksicht auf den Ausbruch der Maul- und Klauenseuche in der Rachbargemeinde Hermannstein (Kreis Biedenkopf) aus.
Aus Stabt und Land.
Dießen, den 24. Oft. 1921.
Hleischvcrsorgnng und Fleischprcise.
Als Folge der Futternot hält die starke Beschickung der Schlachtviehmärkte an. 3m Monat August wurden auf dem Frankfurter Diehmarkt im Vergleich zum Monatsdurchschnitt des Hahres 1913 (lefitcre Zahlen in Klammern beigefügt > aufgetrieben: Rinder 10 549 (6037). Kälber 5740 <6.04 . Schafe 2273 (1377), Schweine 6579 (18 447). Die'er Zustand kann je» doch nur von vorübergehender Sauer sein Die Bevölkerung wird sich auf eine erhebliche Einschränkung des Fleischgen usses ln absehbarer Zeit einrichten müssen, da die Landwirtschaft in nicht mehr allzuserner Zeit ihren f"TXe X raWv*• ♦ K* Kam rN XaK
sein, allerwegen parierten sie ja nicht mehr so wie damals. Das war in seinen Augen ein großer Rachteil der neuen Zeit, aber man muhte sich mit ihr als vernünftiger Mensch abfinden, so gut es ging^ Hab der .Schuh im Blute" bei ihr war eine schöne Sache, der man auch Rechnung tragen muhte. 3hm liess heute noch kalt und warm über den Rücken, wie sie den Baron „aus dem Handgelenk abgeschüttelt" hatte! Der Teufel auch, die eroberte sich und ihren Kindern die Stellung einmal, um die er sich durch Entgegenkommen und Hilfsbereitschaft redlich bemüht hatte, und diele gesell'chaftliche Stellung hatte er lich trotz feiner hervorragenden Leistungen nut teilweise sichern können. Letzten Endes wollte die "Welt keine Leisetreter, und eine Kampfnatur wie er hatte volles Berständnis dafür. Mochte sie die Ätnber erziehen, wie sie ed für gut hielt, den
It<5 eriffig“
0unb3iae
neuer Zuschlag für Kohlenpreiserhöhung . . . ,,, _____
Höchstpreis vom 1. September 1921 ab . . . 3426,- Mk.
ine5 Ai I)eet norgen die Leviten gelesen bekommen. Ra- glaub Ich kein Wort, aber meine Frau
Iteiü bwürxjtet die liebe Frau Marie hätte mit dem
Der Weltmann brach durch das Staunen. Er erhob sich.
.Rach 3hren Worten wär ich von ganz allein gegangen!"
Eine förmliche Verbeugung nach den beiden Männern hin . . Sine Minute später fuhr der "Wagen zum Hoftor hinaus. Und als das Rollen verklang, legte sich, um die Lippen der jungen Frau ein liebreizendes Lächeln. Eine Hand streckte sie ihrem Manne, eine ihrem Schwiegervater hin.
..So, das wäre abgetan i '3hr seid nun wohl überzeugt, daß ich eine Wärhahn geworden bin!“
9.
Seitdem hatte Mana die Männer fest in der Hand. Erst war es ihr eine Befriedigung, dah sie selche Macht besaß, dann mißbrauchte sie sie.
für die provinzialdirettion Gderhessen und für öas Kreisamt Eichen
Erscheint nach Bedarf: Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag. Nur durch die Post zu beziehen gegen Mb. 2.50 vierteljährlich.
n, te=
Sü r Lieferungen an bie Staatsverwaltungen für Staatsbauten gelten dementsprechend folgende Preise:
a) 3m Gebiete des Norddeutschen Zernentverban-
gum Kohlenmanyel.
Gießen. 22. Oft. 1921.
Bon bet Direktion des Stäbtilchrn Gaswerks d uns geschrieben:
Sic .Köln. Ztg." brachte vor einiger Zeit : Botts aus Essen, wonach in der Konferenz Gcwerkvereins christlicher Bergarbeiter .eine Schließung gefaßt wurde, in der auf die durch : wachsende Weltkohlenerzeugung den abnehmenden Verbrauch zunehmende
2 : l i gu n g des Kohlenmarktes hinge- .'"tn wird, die schädliche' Wirkungen für den rchen Kohlenbergbau und die deutsche Dolks- dchast herbeiführen könne. Auch der Führer
Frcigewerkschastlichen Bcrgarbelter-Crgani- on, Herr Hue, soll kürzlich auf bie Sättigung ! Kohlenmarktes hingewiesen traben.
. OfonhArutinon m/iflzio Firm hör %iRrpr
Ortssatzung
über bie Benützung ber Gemeinbeviehwage zu Allertshausen.
Auf Beschluß ber Gemeinbevertretung ber Gemeinbe Allertshausen wirb nach Anhörung bes Bürgermeisters bortselbst unb bes Kreisausschusses bes Kreises Gießen mit Genehmigung Hessischen Ministeriums bes 3nnern folgenbe Ortssatzung erlassen:
§ 1
Alle zur Verwiegung fommenben Gegenstänbe finb burch einen beeibigten Wiegemeister, in bessen Verhinberung burch beffen Stellvertreter, zu verwiegen.
§ 2.
Der Wiegemeister ober bessen Stellvertreter haben, rechtzeitige vorherige Benachrichtigung vorausgesetzt, ber Aufforbe- rung zur Vornahme ber Verwiegung alsbalb Folge zu leisten.
3n Rotsällbn steht bas Recht ber Verwiegung auch bem Bürgermeister ober bem Beigeorbneten zu.
Beschwerben über ben Wiegemeister ober bessen Stellvertreter finb bei ber Bürgermeisterei vvrzubringen.
§ 3.
Der Wiegemeister ober bessen Stellvertreter haben über bie von ihnen besorgten Geschäfte ein Tagebuch zu führen, in welchem unter fortlaufenber Rümmer anzugeben ist:
a) Ort ber Verwiegung,
b) Datum ber Verwiegung,
c) ber Rame ber Verkäufers,
d) bie Art ber gewogenen Gegenstänbe,
e) bas Gewicht derselben,
f) ber Betrag der erhobenen Wiegegebühren.
gänzlichen Ausfalles der Futteremte wirb jetzt bereits das geringe Erträgnis der ersten Heuernte unb sehr stark Roggen gefüttert. Sie landwirtschaftlichen Arbeiter unb anberc Ziegenbriitzer treiben allgemein nachts ihr Vieh auf bie Zucker- rübenfelber unb lassen sie abweiden, so daß in- folge des Mangels an Rübenblättern, die durch die andauernde Trockenheit schon bedrohte Rübenernte verschlechtert unb ber Zuckergehalt gering fein wirb.
Infolge des Futtermangels wirb bas Vieh halb abgeschlachtet werden müssen: in ben meisten Gegenden ist damit bereits begonnen worden. Zu Weihnachten, so nimmt man an, wird es kaum noch Milch und Butter geben. Die sonst so auS- gebreiteie Schweinezucht ist so zurückgegangen, daß Schweinezüchter, die in normalen Hahren 60 bis 70 Schweine mästeten, sage unb schreibe brei
u», von MoM itsbeM irtiN •rWungsM r vorstan! WWV W l<W al)> lung
r.ie -jnanner icywiegen, ganz wohl war aber Mfcn nicht ....
Bereits am nächsten Mittag kam Albert Zü- schtzo vorgefahren. Die Hölle hatte ihm seine
■totk
3'00 -L- 146 35<6
11311
Montag, 24. Moder (921
Um bie Hauptwache.
fpd. Frankfurt a. R!.. 23. Oft. Der Barmer Bankverein hat jetzt sein Angebot auf die Erpachtung der .Hauptwache von 300 000 Mk. auf 400 000 Mk. jährlich e r - höht. Der Magistrat ist mit diesen» Angebot aber noch nicht zufrieden und glaubt, weit mehr herausschlagca zu können. Biocher betrug der jährliche PachtprciS, den die Hauptwache als Kaffeehaus brachte, 42 000 Mark. Der Magistrat stellt bei der Hergabe der Haupt- wache nur die Bedingung, daß der bauliche Charakter des Gebäudes unter allen Einständen gewahrt bleibt. — Auch das an der (3de Kaiserstraße und GalluSanlagc gelegene bekannte Kaffee „Astoria" stellt demnächst sei- betrieb ein und geht in ben Besitz der barten Dresdener Bank über, die turne zu Bankzwecken verwendet» will.
Genoffcnschaftstagung in Wiesbaden.
Wiesbaden, 21. Olt. Ser Rachmfttag rften Tages des 58. Genossenschaststagcs e-Delinsch) brachte ein Resevtt des Geh ungsrats Dr. Schröder (Kassel) über augenossenschasten unb bie Mietsgesctzge- in welches sich ein erschöpfender Meinunge- sch anfnüpfte. Abends vereinigten sich die miet zu einer Festvorstellung im flaatl r (lliibine). — Der zweite Tag brachte »nz besonders interessantes Referat des ebes ber Anwaltschast Dr Metzer (Eh<ir- urg) über bie Steuergesetzgebung mit be- •r Beziehung zum Genossenschaftswesen unb leichterung, bie biefem bei ber Besteuerung werben muß. Ein weiteres Referat von >r Sepp (Freiburg) behandelte die Pflege fekten-Kommifsionsgeschäftes unb gab ber Ausbruck, bah es bringenb nottue, das im vor der Spekulation zu uxirnen, zumal lusse an der Börse endlich eine Baisse fol- isse. Der Anwalt Dr. Krüger referierte noch über den geschäftlichen Verkehr ber mschasten untcreinanber. Der Schluß bes k Tages bilbcte ein Festessen in ben Bäu- es Kurhauses, an welchem 900 Personen men. Der britte Tag brachte noch Rese- on Verbandsrevisor Schumacher übet Haftswesen, unb von K 0 rthaus übet fahrungen ber Warengenossenschasten in cchkriegszeit. — Verbunben mit ber Tagung ne sehr interessante Ausstellung für iebstechnik. Der ganze Verlauf bes rnschaststages war vorzüglich, ber Besuch reich wie bei keiner früheren Tagung Bei Zurückhaltung, bie sich bie Redner aufer- nußten, gab sich doch ein erfreulicher Aus- >er unlöslichen Zusammengehörig - mit bem besetzten Gebiete kunb.
Frankfurt a. M., 21. Oft. Der Ma- Hat einer Steuerordnung zugestimmt, wo- on bem in Frankfurt gekelterten unb von ierher eingeführten Aepfelwein eine er von 30 Mark für das Hektoliter erwerben soll. Bei einer Erzeugung von .'0 000 Hektolitern Aepfelwein rechnet ber rat mit einem ©teuerertrag von rund zwei nen Mark.
Fran kfurta. M., 21. Oft. Rach Fest- ien bes stäbtischen Statistischen Amtes Iroß-Frankfurt am 1. Oktober rund 472 000 0 hner.
Schöffengericht.
Gießen, 21. Oktober 1921.
i einem ©ärtner unb Hänbler aus 1 - 2 inbe n würbe eine Wohnung aus mern nebst Küche nach bem Auszüge bt£* gen Mieters burch bas Wohnungvamt für ortigen Rangierführer beschlagnahmt, in biefer einziehen wollte, stellte sich her- >aß ber Hauseigentümer in bem einen c Möbel untergcbracht unb bas anbere als immer für sich selbst eingerichtet hatte.
trotz wieberholter Aufforberung nicht , würbe bie Zwangsräumung burchge- 0 bah ber Rangierführer einziehen konnte, auseigentümer bereitete ihm jeboch ber- älnannehmlichkeiten bah er notgebrungen wo llnterfunft suchte unb unter Zurückaller entbehrlichen Möbel eine Dach- r bezog. Wegen bieses wiberspensti-
n Schliff würbe sie ihnen schon beibringen d da hatte er Wohl allen Grunb, um bem g seines Geschlechts keine Hinbernifle in ben iu legen, seine Schwiegertochter bei gut<r zu erhalten. Hatte sie sich doch gegenüber Jaron stolz als eine Wärhahn gerühmt! ütig stellte er ihr reichlich Gelb für ihre r Kinder Kleidung zur Verfügung, brängte » Zeit zu Zeit zu einer Reise mit ihrem '. Dann konnte Maria so herzlich dankbar aß es ihm warm unter ber Wesle wurde rr Baron Züschen hatte sich nicht wieder einem Dache ober auf seinen Felbern blicken Unb wenn man sich zufällig in Fritzlar rr Straße traf, ging man mit höflichem aneinander vorüber. MU dem Oetonomie- tte ber Baron aber halb verstauben, ein es Verhältnis wieder herzustellen. Rütn h bei den Kirislagesitzungen, am Slamm- 1 der Kaiserpfalz, setzte sich nicht gerade manber, schüttelte sich aber bie Hand unb ich gewissenhaft einmal gegenseitig zu aronin hatte ?,wei Hungen das Leden ge- kränkelte recht oft, lebte manchmal ein Sonate bei ihrem Vater, der ©elanbter auf allan geworden war, unb hatte sich einen Keinen, aber wie sie sagte, .sehr gediegenen" Kreis zusammengestellt für ihren Verkehr, wenn sie in Züschen weilte. Höhere Regierung? beamte aus Kassel, ein paar Offizierfamilien unb was sonst in Sriblar Jonarigcbenb" war ... 3m Laufe ber Zett war ber Baron, trotzdem er noch nicht trieratg Zahne alt war. recht still geworden. Er widmete sich jetzt recht eingehend der Bewirt- waJhmg feines großen Beiihes unb der Hagd Zuhr Pferde ein unb freute sich schon auf bie exige, an denen er mit seinen beiden Hungen spazieren reiten würde, älnd geflanb sich tm Stillen doch ein, bah er sich fein Leden ve» bauscht hatte! Flotter, fröhlicher Reiteroffizier hätte er bleiben sollen 1
(Fortsetzung folgt)


