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eine frmrzösische Angelegenheit. Das Blatt I den Konnten. Was die neuen Staaten betrifft, W-t fort: Die Meinungen Englands und so Legt der Minister das größte Gewicht auf ein Frankreichs gehen in der Frage der Repara- herzliches Verhältnis zu Polen. Mit den En non noch mehr auseinander. Der italienische len te-G roß machten werde Ungarn trachten, in
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Die Politik Ungarn».
Budapest, 22 Jan. (WTB.) Im Klub Regierungspartei wies der Außen-
Der Redner verbreitete sich über den Völker» bund, in dem sich langsam der Gedanke der Gleichberechtigung aller Völker, auch Deutschlands, durchsetze, und der nur gedeihen könne, wenn neben einem gesunden Egoismus auch die Ueberzeugung von der Verbundenheit aller Nationen zu einer Gesellschaft Platz greife. Deutschlands Mitarbeit am Völkerbunde sei ganz iunerläßlich. Einer Darlegung Dr. Melchiors über Deutschlands Finanzlage, in der er besonders Hollands Entgegenkom- men durch den Abschluß des 200 Millionen Gulden-Abkommens gedachte, folgte eine Ansprache des Bürgermeisters von Groningen, rer für eine bessere Eisenbahnverbindung zwischen Nordholland und Nordwestdeutschland eintrat. In seiner (Ählußansprache wies Generaldirektor Cuno von der Hapag auf die engen Beziehungen der holländischen und beut»
ein aufrichtiges, vertrauensvolles Verhältnis zu gelangen.
Der Beginn der pariser Konferenz
dakteur Heinrich Neumann naljm der Reichsminister des Aeußern Dr. Simons das Wort, um über Politik und Presse zu sprechen Er sagte il a.: Die Presse kommt für die politisch Leitung eines Bolles in Betracht als Nachrichtrnguclle und als Gestalterin und Darstellerin der öffentlichen Meinung. Die Fülle des Tat- sachcnm ater.als der Tageszeitung ist durch die Be richtcrstattung amtlicher Vertreter nicht zu ersetzen. Wichtiger aber ist dem Politiker die Presse als Instrument der öffentlichen Meinung. Er ist ein Stümper, roenn er auf diesem Instrument nicht spielen kann. Das innere politische Leben bedarf der parteipolitischen Gegensätze: die Patteipreffe bringt die Faktoren des politischen Lebens an den Tag. um den llntersch ed der Wel a ischauung klar- zustellen aber die Auszenpolitik muß von einem im wesentlichen einhrit.ichm Wil en b.T Vals emein- schaft gestützt und getragen werden. Der Gedanke, ein einiges Dolk zu vertreten, könnte gerade jetzt den deutschen Staatsmann über das Ge'ubl Hinweg- Heben. daß ihm keine Waffen geüieüen sind, um hem Rechte zum Siege zu vccheffen. Die soll ein einheitlicher Vvllswille für die Außenpolitik geschaffen werden, wenn ein Teil der Bevölkerung mit dem Gedankensvstem d's östlichen Bolschewismus, ein anderer mit dem der westlichen Militär- imt> Machtpolitik im Einklang sbcht. Lier muß aucl) die bestgeleitete Poesie Derogat. Ab e r was heißt überhaupt eine Presse leiten? Wie man eine Presse nicht leiden sollte, haben wir im Kriege si-lxruderud erlebt. Ich kiany nur eine Presse hoch'chätzen, die sich in diesem Sinne ü b e r- hauptnicht leiten läßt. Die deutsch^ Presie bat Gott sei Dank ihren eigenen Chavatter. Ein Versuch, die deutsch: Presse arärä yt leiten, als in der Richtung ihrer poli r heu Ueberieugung, wäre zur Erfolglosigkeit veru.t ilt. Tee Poliii'er kann der Preffe Datsächm Mitteilen und Zieleleiner Politik zeigen. Tas Urteil darüber muß er der Presse überlassen. Doch empfehle id) dec P e sc nickt PrrnKipienreitevei, nicht eigensinniges Festhalten an Dogmen und Doktrinen Tic französische und englische Pvesse bewe's-n in der äu fe.cn Politik eine straffere Selbstdisziplin. Sie lebt eben mehr in der O^eqrnnxtri, während di? deutsche stärker ^nrrch Traditionen und Programme, also durchi Ve gMrgenhrit und Zukunft gelei et ist. Der Minister schloß unter dem lebhaften Beifall der Dersmnmlung mit dem Wunsch und der Hoffnung, daß es dem Reichsverbande g.tilgen möge sein Werk durch diese schweren Zeiten erfolgreich und dauerhaft in eine bessere Zukunft Innübe zu führen zu Nutz und F-ronrmen der deutschen P es'e. zum Heil des deutsclien Volkes und seiner Politik.
Daraus sprach Chefredatteur Georg Bernhard über „Volk und Preise": Wer am Volk kennt die Mühen und Sorgen, die Irrungen und Wirrungen, unter denen eine Zeit.mg zustande kommt? Selbst die Gebildeten des Volkes, die Vertreter von Kunst und Wissenstha't. stellen der Technik der Presse nicht mit dem genügenden Verständnis gegenüber und beurt.iien die Presie oft falsch. Journalistische Arbeit ist anders als ruijen*
Minister Gratz auf die schwierige Lage hin, in der sich Ungarn auch auf dem Gebiet der auswärtigen Politik befinde. Diese Schwierigkeiten könnten nur mit aroßer Selbstverleugnung und unendlicher Geduld, nicht aber durch Husarenstückchen überwunden werden. Zwei Möglichkeiten s.ien vorhanden:
Feindschaft begegne, wolle Hamburg seine Fäden lieber nach den holländischen Häfen ziehen, wo man Freundschaft und Entgegenkommen finde. Für die Holländer dankte I. F. Lief- tinck, Mitglied der Staaten von Nordholland. Er begrüßte das in Hamburg vorhandene Zutrauen zur Zukunft und sprach den Wunsch nach besseren Bahnverbindungen zwischen kWestholland und Hamburg aus. Dressel- huijs, ebenfalls Mitglied der Staaten von Nordholland, bezeichnete Holland und Deutschland als einheitlichen Wirtschafts- körper, der nicht zerrissen werden dürfe.
Ur. 19
Der Siebener Heidger -scheint t «glich, cufeer Senn, und Feiertags. Monatliche Utv.ia«»rtifr. "Äh. 4.25 eiaschl Träger- lahn, durch bi«* Post Ml». 5.- emschl. Bestellgeld. 'Hit „Sport Umithau" ÜJtti. 5.50 einschl. Träger- lohn, durch 0ie Post Md. h25 einschl. Bestellgeld. Fernlprech-AnschlLsse: ilrdieSchnftleitung 112; 2erlag,Geschtft»stellebl. AnschrHt fir vrohtnach. ichttn: Antelnee »letzen.
MlRtfletU:
fraeffirt a. El. U686
>ie Erfüllung des Friedensvertrages nach
>er Möglichkeit der gesellschaftlich wirtschaftlichen Konsolidation in friedlicher.
konservativer Weise oder aber eine die Friedensverträge sofort umstürzende revolutionäre Politik. Ungarn forme nur den ersteren Weg gehen. Aus dem revolutionsschwango- ren £ften könnten im Frühjahr für ganz Europa Gefahren entstehen; Zwietracht und Mißtrauen unter den bedrohten Staaten bringe die Gefahr näher. Aus der tätlichen Umarmung des Bolschewismus sich erholend, sei Ungarn zu einem der konsolidierte st en Staaten Mitteleuropas geworden, der revolutionäre Bestrebungen nutzt unterstützen könne. Im Verhältnis zu Oe st erreich hoffe er auf ein gedeihliches Zusammenwirken, zu. mal wenn die westungarische Frage eine be- riedigende Lösung finde. Deutschlands nnere Konsolidierung und wirtschaftliche^ Er- tarkung begleite er mit aufrichtigster Sympathie, sumal sie die wichtigste Vorbedingung für die wirtschaftliche Wiedergeburt uni) soziale Beruhigung ganz Europas sei. Dies werde jetzt größtenteils auch von jenen Staaten anerkannl, die mit Deutschland Jahre hin- !>urch th schwerem Kampfe gestanden haben. Ingarn, das in den schwersten Tagen auf Grund «einer Interessengemeinschaft treu und fest an der Seite Deutschlands aushielt, habe heute keinen Anlaß, unter den geänderten Verhältnissen, die bis zum Zusammenbruche vorhanden gewesenen engen Beziehungen zu Deutschland abzuleugnen. Es werde die in den gemeinsamen Kämpfen entstände- nen Sympathien auch dann für wertvoll halten, wenn sic unter den herrschenden politischen Berhülmisjen auch nutzt verwertet mtt*
schaffliche Arbeit. Sache der Regieru g rft es, das Blickfeld des Journalisten zu erweitern und ihn schneller, als es bis».er geid)?fe.i ist, zu rn- sormicren, nidxt im Interesse der Presse, sondern der Gesamtheit des Volkes. Ter reijte Journalist hat nicht, wie Bismarck sagte, seinen Beruf verfehlt, sondern ihn im Journalismus gesunden.
Geh. Rot Prof. Dr. Diels Mxmöelte tas Thema ,.W!stensä«ff und Preffe" und leierte die Preisic als Vermittlerin der Ergebrmie der wfffen- fäaftlid'en Forschungen an die Volksgemeinfcha.t und Volksgesomtheit. Tie Wistenscl« tler haben es gelernt, in allgemein verständlicher Form auch durch die Tagespreste zum Volk zu sprechm, und n?as eine große, gutgeleiaete Tageszeitung tm Lause des Jahres an -viffenschaftlichen 2lufsötzen unt> Notizen bringt, überragt an Umfang die Veröffentlichungen eines großen .oisfenscfta'tlichen Instituts. Gerade in unteren Taten aber muß das Bündnis zwischen Wtssentzhast und Preffe noch viel enger geknüpft werden, öerui bte Not ist grog imb untere letzte Hilse in dieser Not ist bi? Wrslenschaft. Die W issenÄufft kann der Presse zurusen: Ter Menschheit Würde ist in eure Hand gegeben, bewahr« ie «Lerchafter Beifall.) Chefte dakteur Lor eck erctwarf in einem kurzen Rüttblick über „Zehn Jabre Reichsverband" rin Bild von den mühevollen Arbeiten, die zu der Bildung der lourna- listischen Berrosorganti'atjon geführt haben.
ütts Ocm Ueiche.
Aus dem Hauplausichuß des Reichswgs.
Berlin, 22. Jan. i'Wolff.) Im i Hauptausschuß des Reichstags wurde heute eine.Eutjchlleßuug des Abgeordneten I
Tie englische Presse über das französische Programm.
London, 21. Jan. (WTB.) Alle Blätter stimmen der Erklärung Briands in der französischen Kammer zu: Der „Daily Etzronicle" schreibt unter anderem, die Aussicht, Frankreichs Wohlstand wiederherzustellen, hänge davon ab, daß Frankreich eine beträchtliche Reparation erhalte. Dessen sei sich die britische Regierung wohl bewußt und Lloyd George sei ganz besonders empfänglich dafür. Da, wo die amtlichen Ansichten Englands in der Reparationsfrage von dem ftanzösifchen Ansichten abwichen, sei es stets bezüglich der Mittel und nicht des Zweckes gewesen. Deutschland tue gut, sich ein für alle mal den Gedanken abzugewöhnen, daß es Frankreich und England zu seinem Vorteile veruneinigen könne.
Die „Times" stimmt den Worten Brianhs von einer engsten Allianz mit Großbritannien als Grundlage für die auswärtige Politik Frankreichs zu. Das Blatt schreibt: Tie Sprache des neuen französischen Ministeriums in der deutschen Frage ist gemäßigt und doch entschlossen. Das Blatt bezeichnet die Rede Briands als gescheit und scharfsinnig.
Die „Daily Mail" behauptet, daß ein größerer vermögender Teil des deutschen Volkes sich aller Verantwortlichkeit zu entziehen suche. England sei entschlossen, diese Leute zahlen zu lassen.
(Ein holländisch-deutscher wirtschastsbund.
Hamburg, 22. Jan. (Wolfs.) Aus Gilt* ladung des niederländisch-deutschen Wirtschaftsverbandes trafen hier zirka 40 hervorragende holländische Industrielle, Großkaufleute und Magistratsmitglieder größerer holländischer Städte ein, u. ti. der Bürgermeister von Groningen Dr. v. Ketvich-Verschamuc. Auch die holländische P res se äst durch eigene Berichterstatter vertreten. Heute waren die Teilnehmer am nifr derländischen Tage in Hamburg in den Räumen der Handelskammer versammelt, deren Präsident I. H. W i t t h ö s t sie herzlich begrüßte und einen interessanten Rückblick auf die deutfch-bolländischen Beziehungen gab. Da der Deutsche in Antwerpen nur Haß und
Äoyd George, tft ebenso wie der ttalienische Minister des Auswärtigen in Paris ein getroffen, und vielleicht die wichtigste inter* mrtionale Tagung, die wir seit dem Versailler Diktat gehabt haben, beginnt. Was heute noch an Pressvorakelsprüchen in die Welt hinausgeht, muß mit größter Vorsicht genossen werden. Namentlich den Pariser Blättern, auch wenn sie offensichtlich amtlich gespeist sind, ist nicht über den Weg zu trauen. Der „Temps" und der „Petit Parifterr" wetteifern miteinander, ein Einigun^programm sestzustellen und zu empfehlen. Man triumphiert, die deutschen Sa dycr ständig en hätten den französischen Plan aMenommen, Deutschland könne zahlen und man wisse auch, durch *•-*'*■— gemischten ZahlungsMechanismus" Schuld regeln wolle. Zum Schluß wird dann noch einmal zum Ausdruck ge- j Irradyt, daß die Gesamtziffer für die deutsche schuld mindestens 269 Milliarden Goldmark
(Ein bedeutungsvoller prefietag in Berlin.
Berlin, 23. Jan (WTB.1 .Der Reichs» vcrbandderdeut scheu Presse feierte teilte die Vollendung des ersten Jahrzehnts seines Be- stchens durch eine Feststsung im großen SitzungS- laal des Reiä>stagsgeb.nides, der bis auf den letzien Platz von den Angehörigen des journalisrisclien Berufes mit ihren Damen gefüllt mar Als Ehrengäste nahmen eine große Zahl von Vertretern der Reichs- Staats und S:av beHörden, von Wissenschaft und Kunst, von Handel und Industrie teil. Nach der Begrüßung der Feswersa.nmlung durch den Vorsitzenden des Bezirksverbin eZ Berlin, Re-
betrage.
Die Engländer und ihre Presse halten sich sehr vorsichtig zurück. Es ist den Londoner Blättern indessen soviel zu entnehmen, daß der ftanzösifchen Gewaltpolitik eine Verständigungspolitik entgegengesetzt werden soll. Die italienischen Zeitungen werden darin noch deutlicher. Es wird darin festgestellt, daß Enalcrnd und Italien die letzte ftxtnzösische Note an Deutschland mißbilligen und diese Polittk der Erpressung und der Gewalt fei» neswegS gradlinig fortsetzen wollen. Trotzdem muß Deutschland sich auf ungeheure Zumutungen gefaßt machen und es hat mit größter Offenheit und Energie darzutun, daß eS keinerlei Methode der Ausbeutung, weder die ftanzösische mit der Hetzpeitsche, rwch die englische mit l der diplomatischen Druckpumpe anzunehrnen vermag. Wir müssen immer daran erinnern, daß eS nach dem Aussprüche Wilsons nach dem großen Kriege weder Sieger noch Besiegte ge- *en sollte, und daß nach diesem Leitmotiv der Neubau in Europa gestaltet werden muß.
Paris, 23. Jan. (WTB.) Lloyd George, Lord Curzon und die Mitglieder der englischen Delegation sind heute nachmittag 4 20 Uhr im Sonderzug angenommen. Ministerpräsident B ria n d begrüßte die englischen Staatsmänner. Er hatte in einem Salon des Nord-Bahnhofes mit Lloyd George und Lord Curzon eine halbstündige Unterredung. Zu gteid)er Zeit mit der englischen Delegation ist der italienische BotschafterdeMartino in Paris angekommen. Der italienische Minister für auswärtige Angelegenheiten Graf Sforza wird im Laufe des heutigen Abends erwartet.
Wie der „Temps" mitteilt, wird morgen vormittag nach Eröffnung der Sitzung des Obersten Rates an erster Stelle die Frage der Entwaffnung der (Änwohnerwehren behandelt. Man glaubt, daß das Reparationsproblem erst am Dienstag zur Besprechung gelangen wird.
Paris, 23. Jan. Der Londoner Korrespondent des „Temps" meldet, daß die Hoffnung auf eine baldige Einigung in der so wichtigen Entschädigungsfrage gestiegen sei, da man in Frankreich eine Tendenz festzustellen glaube, die sich dem englischen Standpunkt nähere, der darauf hinausgehe, eine Entspannung in Europa herbeizuführen, ohne die berechtigten Interessen der alliierten Länder zu opfern. Aus diesem Grunde habe sich auch die englische Regierung wenig geneigt gezeigt, starke Mittel anzuwenden, ob es sich um die Entwaffnung Deutschlands oder um die Reparationsftagc handelt. Der zukünftige Friede könne nach Ansicht der englischen Regierung besser sicherge- iteilt werden, wenn man zur Ueberrebwna, also zum diplomatischen Druck, seine Zuffucht nehme, als zu Zwangsmaßnahmen, wie die Besetzung neuer Gebiete zu greifen. Wenn die Regierung in Berlin erkläre, sie könne die Einwohnerwehren in der vorgeschriebenen Frist nicht auflösen, uni> wenn dies wahr fei, sei die einzige vernünftige Lösung, ihr eine Tteue Frist zu bewilligen.
Eine italienische Darftellang.
Rom, 23. Jan. (WTB.) Zur Pariser Konferenz schreibt das „Gromale d'Jta- lixx": Die italienische und englische Regierung werden in l)öflicher aber fester Form in Pans zu verstehen geben, sie könnten die letzte französische Note an Deutschland nichl billigen, hauptsächlich weil dieselbe abgesandt worden fei, ohne vorher die Verbündeten in Kenntnis zu setzen. Tte Durchführung des Friedens Vertrages sei eine interalliierte und nicht nur
Hoch <Soz.) einstimmig angenommen, wonach das Ärbeitsministerium und die übrigen beteiligten Ministerien ersucht werden sollen, mit dem Verkchrsministerium und dem Reichsschatzministerium über die Beschaffung nutzbringender Arbeitsaelegenhelt zu verharrdeln, damit dementwrechend bie Arbeitslosen Unterstützung erschwert wird Der Hauptausschuß bewilligte ferner sämtliche Etatsvositwnen über die Arbeitsvermittlung.< Es befinden sich darunter 550 Millionen Mk. für unterstützende und produktive Erwerbslosen fürsorye, außerdem 44 Millionen Mark erhöhte Reuhsbechilfen für Erwerbslosensüo. ,'nrge.
Uns dem besetzten Aeblet.
Propaganda für die Nhrinische Republik.
c. K o b l e n z, 22. Jan. Die Zeickren mehren 4id), daß im Regierungsbezirk Aachen verschiedene Kreisdelegierte immer offensichtlicher Propaganda für bie rheinische Republik treiben. Besonders zeichnet sich hier der Kreisdelegierte des Kreises Schleiden, ein „Monsieur Beauvilai n", aus, entgegen den bestehenden Anweisungen, nicht mit dem Landrat verhandelt, sondern durchweg mit den Bürgermeistern direkt in Verbindung zu treten sucht und diese unter Drohungen für seine Sonderwünsche gefügsam zu machen sucht. Vor allem hetzt er öffentlich gegen den Landrat, dessen deutschtreue Haltung ihm nicht paßt. Selbstverstaiidlich hat Herr Beauoillain auch französische Kurse eingerichtet und zwingt die Bürgermeister, hierzu unentgeltlich Schulsäle abzutreten, was diese bisher ttrotz aller Drohungen selbstverständlch abgelehnt haben. Außerdem wird eine schwarze Liste geführt, auf die sämtliche „renitenten" Bürgermeister oder sonstige einflußreiche deutsche Persönlichkeiten kommen. Es Hat den Anschein, als sollte im Kreise Schleiden dieselbe „Politik" wie in Eupen- Malmedy.angewandt werden. Der Kreisdel^ gierte verspricht ben Bürgermeistern und den Arbeiterführern, cS sollten keine Reauisitionen mehr vorgenommen und die Besatzungslasten gemildert werden, wenn man seine Wünsche in Bezug auf die „rheinische Republik" unterstütze. Bisher bat Herr Beauvilain überall die richtige deutsche Antwort erhalten. Das Verhalten zeigt aber deutlich, daß die französischen und belgischen Militärs immer noch nicht die Hoffnung auf eine Loslösung des RheinlandeS vom Reich aufgegeben haben.
Gesichtspunkt stimmt eher mit dem englischen überein. Die italienische Abordnung wird daher in den beiden Fragen, der Entwaffnung und der Reparation, sich beftreben, den französischen und englischen Gesichtspunkt zu vereinigen, zugleich aber Deuffchlands Wieder- aufvau zu ermöglichen. In der Orientfrage hingegen schließt sich Italien mehr dem ftanzösffchen Gesichtspunkt an. In dieser Frage beweiff England dieselbe Intransigenz wie Frankreich in bezug auf die deutsche Entwaffnung. Die russische Frage ift vielleicht die allerschwrerigste. Hier ist es wieder Frankreich, das auf feinem Standpunkt beharrt, während England und Italien geneigt sind, unter den nötigen Voraussetzungen der tatsächlichen russischen Lage Rechnung zu tragen und Rußland beizustehen, damit es seine Rolle in der allgemeinen europäischen Wirtschaft wieder auf- nehmen kann.
VIE ffs. Jahrgang Montag, 24. Januar
GletzenerAnzeiger ■
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sämtlich In Dießen.


