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Zrettag, 25. vezemder 1921

Siehener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhefftn)

Zweites Blatt

nr. 501

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habe ich nicht gemehrt

Er verstand, was der Arzt meinte,

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Schatten von leine Züge.

Aus dem besetzten (Bebiet Die Wünsche der 6aarbet>öllerung.

und in einem beit neigte er

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Ligen blick der RiedcrgIch'.agen- b:schänu den 5to<* Ader gleich

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yetttiet. tln Umetionti«. btti und r wt änblttBinatL olk Sreu|Jy inoelaben.

Aus Stabt und Land.

Sieden, den 23 Dez

Da« LVcihuachtcn der Auoiandsdcutschcn.

Man bittet uns um Aufnahme folgender

Mrcie Metzlar.

,a. Wetzlar. 22. Dez Der rauniSNußl Wetzlar kann auf ein erfreultches Wachstum lot Wandeifahr 1921 Aurüdbndem. indem feine Mit- gliebcrzahl von 132 auf 166 gediegen tfi Sroden

Orients Schätzen bclai ler als Deine seit einer Woche täglich früh nach

> behalte mir da- vor. bi- Du auch im e fein wirst und nicht mehr rauchst. Dein wird die Kulmination in Beiden, gleich

r Liebigs

iitgtKtti*

gehenden Verwendung auf mindestens 3 Monate bei dem Landtagsamt wird sofort ein Prak­tikant des mittleren Verwaltung--. Justiz- ober Finanzfaches gesucht Kenntnis der Kurzschrist lSystem Sabelsberger. 120 Silben) und Dehenr- der Schreibmaschine erforderlich. Mclbun-

den. die durch erfahrene Mitglieder geleitet tver» den und die regelmässig am Sonntag »ach der Klubwanderung fiattfinben Bri der (lltenbabn* bedörde sind Fa

.gefangenen werden alsdann aul der Gefangenschaft entlassen und gelten al- freie

Aus Hessen.

Evangelische Bund und der bisherige Ouftigminifter v.Brentano.

Vachdenken schon eher da- Richtige findet. Letz- ' ut Abend, reich mit de-

mir. toohi früher erreichen, wenn auch in höheren Stadien, tote ich seiner Zeit. Die Tage sind so fun und so dunkel, datz ich weder zum Reiten noch zum Fahren komme, und dabei verschlafe ich noch die hellen zwei Stunden vor 10. weil ich nachts munter werde, sowie ich die Augen schließe."

SS geht überhaupt ein weihnachtlicher Seist durch diele Briefe, die un- wieder einmal er- kennen lassen, bah da- Genie stet- etwa- vorn Kinde behält Richt nur in den Weihnachtsbriesen lebt diese Stimmung, sondern auch In jenen ersten Schreiben, die sich so ganz auf den Standpunkt des kleinen Sohne- stellen. So erzählt er z. B. am

schedkonto 7690-. Man bezeichne die Spenden aus­drücklich al- solche durch die Bezeichnung .Für die Rückwandererhilfe"!

mimachunq.

, Ubr. ßndkl eine ilitiiiiil»! M n. SoriinF s etflnfenberg ijriSelhlerV'M- A Odeur».

angDercin

-lus dcm -rmtsverkündigungsblatt.

* Das Amtsverkündigung-blatt Ar. 184 vom 22 Dezember enthalt: Landwirt- schastliche Winterschulen Prumlentans der De-

7. Zull 1882 von einem Besuch in England .3n London Hanen sie eine Industrie», eine Gemälde-, eine Hunde-, eine Ochsen- Pferde». Schweine- Schafe- und Maschinen-Ausstellung Hunde wie meine Hand lang und andere wie ein Prnno grob. Schweine, die wie eine lebendige Wurst mit einet deinen Aase daran aussahen. Beine tvie Zigarren­spitzen und Io fett, bah die Augen überwachsen waren. Ochsen wie ein fleischerner Ofen so vier­eckig und Pferde wie Siefanten. Taufende von Maschinen, die Ichnurrten unb raffelten, zum Pflü­gen. Mähen, Säen. Dreschen. Ziegelstreichen und Lokomotiven, die aus der ebenen Srde umher-

Ziegen unter den beim Rindvieh beschlossen

daraut erhob er ihn wieder und schaute dem andern trotzig in- Gesicht.

,04 ist ein alter Mann. der vor Ihne« steht." sagte er.

Der Arzt beeilte sich ,u antworten, und jetzt lag wirkliche Teilnahme in fehlet Stimme.

.Ich habe nicht- gesagt, was Jedenfalls

Ziegenzuchtvereine soll die 1911er Beihilfe in Höhe von 2000 Mk au-bezahlt werden Dergleichen wurde die Ausdehnung der Entschäbigung-Ieistun- gen der Bezirksverbände für Schadenfälle durch FLlgekrankheiten der Maul- und Klauenseuche bei gleichen Doraussetzungen vis

kommission mir ein solches Mitglied ernennen, das die Landessprache in Won und Schrift beherrscht.

Begnadigungen tm Saargediel.

Saarbrücken. 23 Dez «WTB.1 Wie die Regierungskornmlfsion miltetlt, wurden wei­tere 31 Personen begnadigt, die antah' lich der Unruhen tm Oktober 1919 zu Gefängnis- strafen verurteilt waren.

Die sarbigen Truppen im Rheinland.

Berlin. 22.Dez. Auf eine Anfrage der Retcbstagsabgeordneten Dr Kahl und von Schoch (Deutsche Bpt.) über die Verwen­dung farbiger BesayungStruppen tm Rheinland ist von der Reichsregierung geantwortet worden, bah über diese Ange- legenbeit mit der französischen Regie­rung ein Rotenwechsel statt gesunden bat. In -wei Roten vom 26. August und 10.Oktober wurden alle Ausschreitungen far­biger Truppen der französischen Regierung zur Kenntnis gebracht. Eine französische Ant­wortnote wird nach Anstellung weiterer Er­mittelungen durch die deutsche Regierung beantwortet werden. Der Wortlaut der Rot?n wird dem Reichstag zur Kenntnis gebracht werden ES wird ferner mitgeteilt, bah tm ^eiebdminiftertum des Innern eine umfang- reiche Zusammenstellung der Ausschreitungen bearbeitet wird.

Zivillntemierter 3m Lause der

Jahre von Hau- unb Hos ober von ihren Ge- schäften durch bic Feind- vertrieben, konnten sie teilwe.se bis heute noch keine Wohnung erhalten unb nur einer beschränkten Unterstützung ober Borenlfchäbigung teilhaftig werben Bielen man­gelt Kleidung unb Wafche. Beheizung-maler,al bei des Winters Kalte, ober fie sinb zur Ar­beitslosigkeit verbammt. Sie sind aber ein Kapital an Kraft unb Kenntnissen! Heist ihnen rasch Ver­geht über ber Unterstützung notdürftiger Blinder unb Waisen nicht berer, bic an Deutfchlanbs Wieberaufbau am meisten Mitwirken werben vergeht ber AuSlanbbeutschen am Fest ber Liebe nicht! Spenbet Gelb unb schasst ihnen Stellungen. Die gröhten unb befann- teften Vereinigungen haben sich zur Rückwan- bcrerhilfe zusammengeschlossen. bic Lpenben gern entgegennimmt Spenden übermittelt auch ba« Deutsche AuSlanb-Institut. Stuttgart (Post-

der Apotheker vielleicht erwartet, bah sich Der Tote ihm zeigen werde?"

Der Kapitän blickte ben Arzt fragend an 3a fuhr dieser fort, .ich nehme wenig­stens an. bah eS da- ist. waS Sie meinen Sr betrachtete den Kapitän forschend und neu­gierig. wie em besorgter Arzt einen Kranken ms Auge fahl, und fuhr dann fort: .Ich begreife, bah Sie mit Ihver Rervvsttät zu solchen An- schauungen kommen können. Ader es müssen trif­tige Gründe »erliegen, biS auch ein so trockener Mensch ohne Sinb:!dao«skraft. wie der*o- tbefer, von solchen Wahnvorstellungen ergriffen werben tarnt.

Der Kapitän ging ber Türe zu Aber plötz­lich drehte er sich um und sagte mit heftiger, aber bebender Stimme:

.Begreifen Vie denn nicht, bah der ganze Mord auf biete Weife erklärt werden tann'r

.Jawohl. Sin Wahnsinniger .

.Das ist zu oberflächlich." unterbrach ibn bet Kapitän. .Das scheint alles zu erklären and erklärt tatsächlich gar nichts Aber ich weist, dast Frykmann in all den letzten Tagen immer in Erwartung irgend eines Ereignisses stand. Datz ein Mensch zu ihm bereintommen werde, eines Abend- oder in ber Rächt . .

.Lieder Freund . .. sagte ber Arzt, indem er auf ben Kapitän zaging unb beruhigend die Hände au«st reckte Lieber Fre-ind

Der Kapitän wollte noch mehr sagen. alS er aber ten Ausdruck ir dem Gesicht des jungen Arztes gewahr wurde. Miet er stehen, ein Schau­der ging durcheinen Körper, unb ein grauer

ben WcihnachtSgaben Sv schreibt er aus Fricb- rchchSruh vom 23 Dezember 1887: .Lieber Bill, ba für die Auswahl der Dinge, welche Dir wün­schenswert sein können, Dein eigene- Urteil kom­petenter ist al« das meinige, so bitte ich Dich, den Betrag der Anlage zu verwenden, um in ben Besitz ber Weihnachtsgaben zu gelangen, bic ich Dir zugedacht habe. Dazu herzliche Grütze an Sy­bille. für beren Bedarf mein unb Deiner Mutter

WcilmachtSbitte:

Weihnachten naht unb in ben Zeitungen er- scheinen wieder, wie in jedem Jahr, die bekannten Bitten um milde Gaben für Blindenanstalten. Waisenhäuser unb Armenheime. Krüppel- unb Kinderhorte Gewitz, die Rot unsere- Volkes ist gtoh unb durch ben Krieg, wie burch bi? behelli­gen Valutaverhältnisse ist sie noch grober ge­worben als sie je zuvor war Aber grober als unter aller Rot ist bic Rot unb ba« Ölcnb vieler Auslandbcutscher. vieler ehemaliger Krie.jszelan- gener beute noch sitzen Kriegr-gesangenc in Ruhlanb unb im französischen Avignon - unb setzten sieben

.Ich kann die Gedanken, die Sie sich über mich machen, in Ihren Augen lesen, ermibertt ber Kapitän. .DaS können Unglückliche immer."

.Sie dürfen nicht vergessen, dast ich Arzt bin entgegnete bei andere. .Gin Arzt lästt sich nicht fv leicht täuschen. Ich verstehe wohl. waS mit Ihnen V* fff. Wenn man solche An­regungsmittel gebraucht wie Sie. ist es kein Wunder, wenn da- Rervcnsystcm darunter leidet. Kommen Begebenheiten dazu, wie ein Mord, so eS ja vollkommen verständlich, wenn Sie in phantastische Grübeleien verfallen Da- ist meine nüchterne Ansicht tron der Sache

.Gute Rocht! sagte der Kapitän. .Ich will Ihnen nicht länger lästig fallen

Der Arzt leuchtete ihm hinau«. und um etwa- Freundliche« zu sagen, bemerkte er:

.Sic haben wohl einen weiten Weg nach Hause? ____

.Zwanzig Minuten," antwortete der Ka­pitän .Ich wohne in ter Rähr der groben Eisenbahnbrücke. ___

,Ra. da müssen Vie ja nvch einmal an der Apotheke vorbei!

.Io. das habe ich eben auch gedacht, legte der Kapitän mit geheimnisvoller Betonung ,Ieyt gehe ich noch einmal an der Apotheke vorbei."

(Fortsetzung folgt)

Iugcndwanberungen beantragt wor

richte! wie immer, im neuen Jahre feine eilte Wanderung nach dem Dün-berg (8 Januar).

ra Aybach. 22. Dez Wie alljährlich im die Weihnachtszeit, fo konnte man auch in btefen Tagen wieder eine grobe WcstfälischcWan- derfchafberde auf unteren Lahnwie'en sehen. Diese Herben ziehen zur Winterweide in bic

Hamburg shopping sahrenbe Schwester Wir geht eS zwar nicht so gut wie dem Kaiser. alS er in meinem Alter war. aber doch vermutlich besser, als bet Mehrzahl ber 1815 geborenen Sterblichen unb Toten Ich bänac sehr von ben Geschäften ab. ftnb sie mühsam oder ärgerlich unb überflüssig, fv schlafe ich schlecht unb bin bann müde unb un­zufrieden mit mir unb anberen; nach einer guten Rächt sieht mir bie Weit anberS au«, unb ich kann Sehen unb teilen wie ein rüstiger Drei-. Ich bin

>ott banlbar. bah Ich unb alle die Meinigen mit mir bic Vergangenheit bi- heute überlebt haben: damit sehe ich mich al« weit über den Durchschnitt ber Menschen abgefunben an unb alles, was mir darüber zuteil wird, al« Gratiszulage.'

Der Weihnachtsbries zwei Jahre später be­ginnt also .Lieber Bill, mit meinen Herzlichsten Wünschen für Deine unb Deiner drei Frauen- zimmer Feiertage sende ich Dir auf der Rückseite bic Lösung meiner Zweifel darüber, wa« in ber Welt man einem erwachsenen Präslbenten zu Weihnachten schenken kann, ohne Ihn frühzeitig zur Berschwenbung in Wein unb Zigarren zu verfüh-

Maingegcnb.

ra Kinzenbach. 22 Dez Am Lam-tag ttuibc für bi? bicllgc Liga-Ortsgruppe ein gut besuchter Volkswirtschaft- llcherVortragSkursuS eröffnet Dr Fal­kenberg- Eichen sprach über .Staatsrechtliche Giuiibbegrissc" Der zweite Vortrag-abend ist sür Donnerstag, ben 29 Dezember, festgesetzt.

21 ic ber (l een. 21. Dez Für bie noch Im Lazarett in Gietzen befindlichen Kriegs- befchäbigtci, würbe hier eine W e i h - nachtsfpenbe gclammcll. bie den Betrag von 910 Mark ergab, sicher eine Freude füt bie an ihren Wunden batnlebcrliegenben Krieger und zugleich ein schöne« Zeugnis für den Opferslnn Der Gemeinde

Hesien-Nastau.

ra Kassel. 22 Dez Der Jahr? «lohn füt eine Dienst mngb in Kurhessen beträgt jetzt: 1500 21Tf. bare« Gelb. 20 Zentner Kartoffeln, hier Zentner Weizen. 2 Zentner Korn, ein wollenes Klcib 1 warmen Unterrock. 2 Schürzen. 2 Steige Tuch '<1 Steig? 20 ölten). 1 Steige Würfelwcrk lb. h. Bettzeug. Bettbezüge». 1 Paar neue Schuhe. Anbere Magtc bekommen noch Zenter ärbfen. , , Zentner Samen. 6 Pfund Wolle, zu einem Bett Barchent 14 Psunb Febern. ', Dutzend Hand­tücher. - Das sind wirklich recht nette Ratural- Bezüge die heute einen ansehnlichen Wert haben.

ra' Au« Rassau. 22 Dez In der letzten Sitzung beS LandeSauSschusseS wurde u. a. dcschlosten Dem Verband bet Nassauischen

Staatsministcriurn zu richten. Bei ber Buch­haltung bes Ministeriums ber Finanzen ist bte Stel e ein?« Ministerial-Oberrevlsor«. Gruppe VIII. mit Aufstiegsmöglichkeit nach Gruppe IX. alsbalb zu besetzen. Melbefrist bts zum 31. d M Crlebigt ist die mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Schulstelle zu Affhöllerbach. Kreis Heppenheim.

Weihnachtsspende. Die Eltern der Schulkinder von Ober- undRiederdessIn­gen haben auf Anregung ber dortigen Lehrer p/_ ßentner Mehl gespendet, um bebüdtigen Fa­milien der Stadt Giehen eine Beihilfe zu ge­währen und eine Freude für die Festtage zu

Spuren im Schnee.

Roman von Sven Elvestad.

Ermächtigte Ueberletzung.

20. Fortsetzung. (Rachdruck verboten.)

elfte« Kapitel.

Jetzt sah der Arzt von neuem auf seine Uhr, tmb es hatte endlich den An'chein. als ob et dem Kapitän aufbämmcrtc. bah er nicht noch länger bleiben könne ES war letzt vier Uhr vorüber. Ader zugleich ttNir etwas Hillloses und Flehende« über ben grau bärtigen Mann gekom­men, das sechst dieser Spvrtsmann von einem Arzt nicht unbewegt mit an sehen konnte.

kam ihm ein ganz bestimmter Verkocht. weShald der Kapitän fv viel spreche: ob es nicht des­halb gefdxrb. weil er sich nach dem Durchlebten davor fürchtete, mit feinen Gedanken und seinen wunderlichen Stimmungen allein zu fein?

Jetzt erhob sich der Kapitän und knöpft: bei Rock zu.

.Ich will geben. tagte er.

.Wer Ihne Auszc.chmirgcn." sagte der Arzt und deutete auf ben Zettel, ber noch au» dem Tttch tag. .Sie haben sie vergessen. Ich verstehe zwar nicht viel von dem. wie Sie geschrieben Haden, aber ich tede da zwei Worte .Kopf unb .Telo- gunnrn- Was haben Sie mit bieten beiden Wor­ten gemeint?

Ser Kapitän griff hastig nach bem Zettel. alÄ befürchte er. der andere könnte noch mehr rwn dem sehen, was er niedergeschrieben hatte

,Wo sind meine Sachen?" fragt: er

»Ihre Sachen, sind hier. antwort:!: der junge Arzt, augenscheinlich recht zufrieden bami bah der anbere endlich feines Weges ging.

Saarbrücken. 21 Dez (Wolfs.» Die Stadtverordnetenversammlung hielt gestern eine Sitzung ab. in ber mitgeteilt wurde, bah es voraussichtlich bi« zum Zusammentritt bes Völkcrdunbsrates bie letzte fein werde Gleichzeitig würbe bekanntgegeben, bah seit gestern drei Mitglieber bes Dölkerbunbsrats sich in Saarbrücken aushalten. Die Anwesenheit Meter drei Mitglieder des VolkerbundsratS benutzten bic politischen "Parteien der Stadtverordnetenver­sammlung. die Demokratische Partei, bic Liberale Volkspartei, bic Dcu t sch - nationale Volkspartei, bie Sozial- bemokratische Partei unb bic Zen - trumspartei. um eine Denkschrift zu überreichen, in ber bic wirtschaftlichen unb poli- tifchen Derhältnlsfe bes SaargebicteS sowie bas Verbältni« bet Bevölkeruna zur Regierungskom- Mission, wie cs sich burch baS autokratische Vor­gehen ber Regierungskommission gestaltet bat. bargelegt würben Es wirb barin ausgesührt. bah eine gefährliche Kluft zwischen der Regicrungskommisfion unb der Bevölkerung ent­stauben sei. bie unüberbrückbar geworden fei Zum Schluh werben in biefer Denllchrift bic Forderungen (ber politischen Parteien wie folgt zufammengesaht

,In dieser Rot gestatten wir unS bic er­gebene Bitte, ber Hohe Rat bes Dölkerbundes möge eine Revision aller Gesetze unb Gesetzes­änderungen veranlassen, bie ohne bic Mitwir­kung ber gewählten Vertretung der Bevölkerung erlassen worben sinb. möge eine balbigc Ent­fernung bes französischen Mllitärs unb ber fran- zöfIschen Gendarmerie veranlassen, möge einem icnb gehegten Wunsch ber Bevölkerung ent- ,y..-xn unb ba« saarlänbiiche Mitglieb her Rc- gicrungSkommission auf Borlchlag ber Bevölkerung ernennen, möge alS Präsidenten ber Regierung^-

Während der Kapitän seinen Pelzmantel i zuknopste. sagte er:

,öic find neu hier im Ort. Sie kennen bte Menschen hier noch nicht und Sie kennen auch mich nicht. Apotheker Frykmann war. als er nvch lebte, mein Freund, und Sic können viel­leicht nicht vollständig begreifen, bah fein un- crwartctc« Ende einen so gewaltigen Eindruck auf mich gemacht hat.

.Doch, das kann ich recht gut begreifen 1 'Hein! erwiderte der Kapitän scharf. .Und Sic werben es noch weniger begreifen, wenn ich Ihnen tage, bah sein plötzlicher Tod einen um fo stärkeren Eindruck auf mich gemacht bat. weil ich weih, bah der Mörbcr. der beute nacht zu ihm einbrang. für-ihn nicht unerwartet gekommen ist

Daraus würbe folgen, bah er den Mörder kannte. Dieser Umstand scheint mir von Be­deutung für bic Polizei, für ben Vogt HaM'n Sie ihm baS mitgeteilt?

.Rein. antwortete der Kapitän. .Ich tetze voraus, bah er ebenso superklug ist wie Sie.

Der junge Arzt betrachtete ben Kapitän auf- merksam.

Der Bogt ist schon lange hier und kennt bic Menschen und bte Verhältnisse besser als ich? tagte er .Sr weih HäKtlid). welches Gewicht er der Au«tage eine« jeden beizumessen hat. Ich habe versch.cbeneS aber bic näheren Umstande t*cn Doktor ,Slobin« Tod gehört und ich begreife. Nih dies ein ständiger Gespräch »gegenständ zwi­schen Ihre-, und dem Ermordeten gewesen ist. aber Sie können von mir nicht verlangen, bah ich einen Dcrstorbenen mit biet em Verbrechen in Vcrb:ndurg bringe Jedenfalls ruhten 5 : an­dere unb bessere Grande dafür teibringen als I das, was Sic über das Fenster getagt hasten. Hat

Die i he in hessische Provinzial- Ahgeordnctenversammlung de« Sv 25 u n be 6 rahm folgende Entschließung an

. Der hesti'chc Iustizmlnlster unb Z. ntrums- führer v Brentano hat an bic Preste einen .Mahnruf gelichtet, der .ftwnt gegen d.e .'2ter- linerci" mach: unb mit deutlichem Fingerzeig karaus hinweist. .bah ber Süddeutsch auch noch, Harte Anknüpfungspunkte in München and Karls­ruhe Hai bic un Interesse t-et deutschen V.stkeS vereint ein Halt b:ncn g^iet:n. die nicht« gc lernt haben, al« in pveif ifch?r Rücklicht«'.ofigt u wie früher eine Politik zu machen, bic Deutschland in« Elend gestürzt hat

Wir sprechen, von unterem nationalen Ge­wesen getrieben, zunächst untere tiefste Entrüst ing darüber au«, bah der im Dienste de« hessischen Staate« stehende Iustizmmistcr sich nicht fd)T tt, au« Feindschaft gegen Prcatzen einer Zcrfpltt- terrmg de« Reich:« mb der Schafang ein« Südstaatenbundc« ba« Wort za reden Dir wei­sen aber auch al« Vertreter de« Evangelischen Bunbe«. der die deutsch-protc^antischen Interessen zu wahren hat. bie Cef entlid keil besonders bar-ut bin. bah in ultramontancn Kreisen au« Hatz gegen ben Protestantismus, wie er besonders im alt- preutzifchen Staatswesen sich verkörpert, für einen staatlichen Anschlutz Süddeutschlanb« an ba« ka­tholische Oesterrtich und damit für die Stärkung bei katholi'chcn Staatsmacht eifrig geworben wird

Wir richten an untere evangelischen Bunde«- Mitglieder und Glaubensgenosten die Auffor­derung. allen solchen Machenschaflen. bie an Lan- beSverrat grenzen, auf ba« entschiedenste ent- zur Einheit unb Einigkeit deS Deutschen Reiches gegen alle feine Widersacher wachsam zu wahren, sowie da« mu­tige Festhalten an bem ftaatenbauenben und staatserhalten den Protestantismus allewege tapfer zu bekennen unb allezeit treulich zu verkünden

Weihnachlsdriese Bismarcks an feinen Sohn.

Man hatte von einer .BiÄmard-Xeiuiiltance" AEsprr-ch«n in Anbetracht de. zahlreichen 'Ber- Inemikbungtn. bte sich mit bem Schopter bet Deutschen Kaiserreiches nach befltn Zusammen- hruch beschäftigten Der wichtigste dieser neuen Beiträge zur KenntmS Bismarck», ber dritte Band ber .Gedanken unb ®rinnerungen". ofenbart uni» mtt übertraltigcnbcr Kraft die dämonische Kämp- fernarur diese« Riefen, der hatten konnte wie wenige aber über btefem tragifchen Kämpfer um bte Macht, neben diesem düstern Groller sollte ^,.ch bte lichte Sette seines Wc'cn» nicht vergesse, werben, bte Zärtlichen unb >tar»hett seine» Smp findens, die sich.'o wundervoll in lernen Briefen an bte Braut und Gattin ausspricht, sein Kinder- geedU. sein Schönheitsein finden das in der Äraft unb Anschaulichkeit feine« Stil« zum Ausdruck kommt. Dem Wunsch ber Gräfin Wilhelm Bis­marck. der bunflen Gröhe des neuen Erinnerung»- Handes ein helleres Bild gegenüber zustellen, oct- banken wir die Deröffentlicha \ d< Briefe Bi« marcks an seinen jüngeren Sohn Wilhelm, bie sv eben von Wolfgang Windel band im Verlag für Politik unb Wirtschaft zu Berlin frer au «gegeben werben, unb die cs wohl verdienen em deutsches gamUienbud) zu werden Sind doch diese Briese, aus festlichen Anlassen an den Sohn geschrieben, gam erfüllt von der genialen Persönlichkeit bet groben Mannes, umwoben vom Duft künstlerischer Formung, unvergängliche Meisterwerke ber deut­schen Prosa, ein herrliche« Dermächtni« an untere Jugend

Etne Anzahl dieser Schreiben sind als W e i h- nachtSbriesean .03 ill gerichtet und zeigen, wie Bismarck das Christfest feierte. Selbst wäh­rend des Kriege« von 1870 denkt er daran und schreibt von BersaUle« am 24 Dezember an ihn .Mein geliebter Bill, also öpidgan« muh man schicken, wenn Du schreiben sollst^ Run ich habe noch etwas von diesem Bestechungsmittel und füge wieder eine bei. auch 100 Taler Gestern heisst es. habt Ihr ein glückliches Tressen gehabt: ich hosse. Gott hat Dich bewahrt, unb tut es ferner Mit Deiner Kurzsichtigkeit bist Du selbst dazu weniger al« anbere imstande Schreibe mir

machen gewitz cm schönes unb nachahmenswertes Beispiel von Hllfscher^itichatt ber VanbbevÖlkertME für notleidende Familien bet Stadt.

Die Gültigkeit derSonntags- f a h r I a r I e n. Bon her EitendabnbireknotR wird uns mitgcicili. datz die Sonntagsfahf [arten, wenn mehrere Sonn- und Feiertage unmittelbar hmtetetnanber liegen, bi« »um letzten Sonn- ober Feiertage ihre Gültigkeit :ur TkückfadN behalten Hiernach können bet- fpiclsweise an den Deihnachtsfeienagen bie am 24. ober 25. Dezember gelösten Sonntag«^ karten noch am Wethpachtsfeieriag zur Rückfahrt benutzt werden

Russische Ärteg»gelangenf für bie Landwirtschaft. Rach einet AnwIiung bce> AeichsmiNisterA bce Innern an die Standes* aibfiteämtei sollen die in den Lagern Lichtenhorst. Kassrl Rieder-Zwehren unb Teile befindliche» rassischen Internierten beschleunigt in Ar betts- stellen untergehoachi werden Ö4 kommen hierfür vor allen Pingen landwirtschaftliche betriebe Ut Frage, bic Ausländer beschäftigen Wie das Lan- besamt lur A'.bcitenach'vei« in Frankfurt a M.

Landwirtschaft« kämm er in Darm - habt mitteili, steh! noch eine grvtzere Anzahl von Kriegsgefangenen für die Landwirtschaft bereit. Anträge auf Zuweisung von Kriegsgefangene» sind ütelxilb an bas Lanbesamt für Arbeitunach- tveis in Frankfurt a. M zu richten Landwirte, benen daran liegt, ihre früheren Kriegsgefangenen, die sich in einem ber genannten Lager befinben. u icderzuerhalten. richten einen für die Beschäfti­gung non Ausländem vorgeschriebenen Antrag an da« zuständige Kreisamt Die betreffenden

ihWfct Unter > Tanz. Wt nSiehen ei^natfsftitrtagl, [usitcnungslohal