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Nr. UO Zweites Blatt Gießener Anzeiger (Semra!-Anzeiger für (vberheffen) Samstag, 23. Juli Ml

Die Notlage dec deutschen Studentenschaft.

Vor dem Kriege war es dem deutschen Studenten möglich, auch bei kärglichster Unter­stützung durch seine Eltern auszukommen. Einer meiner Freunde lebte während seiner Universi­tätszeit vom Stundengeben und konnte sich durch Mitarbeit an einer Zeitung soviel ersparen, daß er sogar noch seinen kranken Vater unterstützte. 3m Kriege stand fast die gesamte Studentenschaft von den ersten Tagen des Weltkrieges an als Kriegsfreiwillige im Felde Don allen Derufs- ständen hat die Studentenschaft die höchsten Ver­luste an Toten und Kriegsverlehten erlitten. Während des Krieges war die Unterernährung in den Kreisen des mittleren und kleinen Dürger- stanteS. aus dem die Studentenschaft zum größ­ten Teil hervorgeht, nach den Untersuchungen von Geheimrat Friedrich v. Müller (München) am größten. Am schlimmsten wurde aber die Aotlage der deutschen Studentenschaft infolge der ungeheuren Teuerung erst nach dem Kriege, denn die Einnahmen ihrer meist dem Mittelstand entstammenden Eltern steigerten sich bei weitem nicht im Verhältnis zur eingetretenen Teuerung. Don den 290 Studierenden der Universität Mün­chen mit nur 300 Mark Monatseinnahme waren

36.0 Proz. 15.0

10.8 . 10.6 w 7,0 .

3*9 "

2,9

Witwen, deren Männer im freien

Deruf standen 2L

Handarbeitswitwen 1,0

Monatliches Einkommen hatten an der Universität Frankfurt bis zu 200 Mk. 0.2 Proz. der Studentenschaft, von 200-350 Mk. 17.2 von 3 0500 Mk 35 5

von 500-6)0 M! 19 6 von 620-8)0 Tf 14 4 v. 8001020 Mk. 10 9 über 1002 Mk. 2J2

Für einen Studenten der Medizin beträgt dabei die jährliche Ausgabe an Dächern und DoclesungSgebühren etwa 1000 Mk., das ist also der 4. Test der Iahreseinnahme eines großen Teiles der Studentenschaft. Es ist gackz unmög­lich für den Studenten, mit dem Rest auszu­kommen. DaS Existenzminimum für München und Berlin wurde zu etwa 8020 Mk. berechnet. Da die LebenSmtttelpreise in Gießen fast ll/tmal so teuer sind wie in München, und da das monat­liche Einkommen des Gießener Studenten sicherlich noch unter dem des Frankfurter Studenten steht, so kann damit gerechnet werden, daß kaum mehr als 10 Prozent der Gießener Studentenschaft ihr Studium von ihrem Monatswechsel allein zu be­streiten imstande ist. Manch fähiger Kopf mußte auS Rot das Studium kurz vor dem Examen auf­geben. Infolge der Unterernährung nahm die

die Eltern: Beamte Handarbeiter Kaufleute Kleinbauern Pensionierte Beamte Freier Beruf Kleinrentner Beamten witwen

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Stadt. Lebensmittelamt.

Warenausgabe

für die Woche vom 25.31. Juli 1921.

Richt rechtzeitig abgeholte Ware verfällt.

1. Brot: 1850 Gramm Brot oder 1370 Gramm Mehl Kg 2 45 Mk. Brötchen 15 Pf. Weizenbrotmehl Kg. 3,10 Mk. Kran­kenbrot Kg. 2,60 Mk. Krankenbrot­bäder: Apiy und Erhard, Marburger Str. 34, C. Haas II., Bleichstrahe 21, L. Weber L, Frank­furter Straße, Sde Hillebrandstraße. Mehl für Kranke: Kg. 3,30 QEL (Verkaufsstellen siehe unter Rr. 2).

2. Mehl, Rährmittel und Zuder für Kranke: H. Jung Rachf., Rittergasse 11, Heinr. Deder, Löwengasse 28, Emil Dörr, Großer Steinweg 14.

3. Son verausgabe des Lebens­mittel a m t s:

Leberwurst in 1-Kg.-Dosen 4Mk. die Dose. Verkauf erfolgt bis auf weiteres von 812 llhr vormittags und 35 llhr nachmittags im Stadt­haus, Gartenstrahe 2, Zimmer Rr. 8, an jeder­mann. Samstags erfolgt Dc.kauf nur von 8 bis 12llhr vormittags.

4. Zuder: Monatsantell für Juli 1921. 750 Gramm Zuder zum Preise von 4,10 Mk. Aus­gabe in den Kleinhandr lsgeschäften gegen Ab­gabe der Zudermarken für 3uli 1921 bis ein­schließlich 31. Juli 1921. Die Kleinhandelsge- schäfte haben die eingegangenen Zudermarken, gebündelt zu 100 Stüd, unter Angabe des noch vorhandenen Bestandes am 4. August 1921 dem Lebensmiltelamt, Zimmer Rr. 8, einzureichen.

Lungentuberkulose innerhalb der Stu­dentenschaft in erschredender Weise zu. 3m Jahre 19191920 wurde der fünfte Teil der Breslauer Studentenschaft an Tuberkulose behandelt (658 Studenten), darunter 14 an offener Tuberkulose, während in jedem Vorkriegsjahr nur 23 Fälle offener Tuberkulose vorkamen.

Für jeden, der das Wort , Freie Dahn dem Tüchtigen" nicht nur im Munde führt, sondern im Herzen trägt, ist eS eine vaterländische Pflicht, der Studentenschaft als unleren Volksgenoslen, die besonders schwer bedrängt sind, zu helfen. Wie soll das geschehen?

Die staatliche Hilfe ist bisher völlig un­zureichend gewesen. Sie genügt ja nicht einmal, um die freie Wahl einer beliebigen wissenschaft­lichen Arbeit zu gewährleisten: es ist bei weitem nicht genug vorhanden, um bedürftigen Studenten und Dozenten die notwendigsten wissenschaftlichen Reisen zu bezahlen, oder um den Druck wissen­schaftlich bedeutender Doktorarbeiten zu fördern. Don einer Freiheit der Wissenschaft kann solange keine Rede sein, als in Deutschland über die wichtigsten Probleme (ich nenne nur die experimen­telle Diologie, die Dererbungslehre) vielfach nicht am geeignetsten Material wegen der au hohen Kosten arbeitet werden kann. Wenn diese Zu­stände id bleiben, so wird uns Amerika, dem unbeschränkte Hilfsmittel zur Derfügung stehen, in der Wissenschaft überflügeln. Darunter werden alle unsere Dolksgenossen leiden. Man bedenke: Fast alle großen chemischen Erfindungen, die heute 200 000 Arbeiter in Deutschland beschäftigen, sind aus den Laboratorien der Hochschulen hervor- gegangen.

3n hochherziger Weise haben die an ver­schiedenen Hochschulen gegründeten H o ch s ch u I - gesellschasten reiche Mittel für Forschungs- zwede zur Derfügung gestellt. Zu größtem Dank ist die Gießener Universität der Gießener Hoch- schulgesdlschaft verpflichtet.

Aber neben Mitteln für wissenschaftliche Zwecke bedarf der deutsche Student auch solcher zur Linderung seiner materiellen Rot. Er will sie nicht als Almosen, er will sie sich in ehrlicher Arbeit erarbeiten, Unvergeßlich ist uns allen, wie nach dem Zusammenbruch, da so Diele nach wenig Arbeit und viel Lohn schrien, der deutsche Student mit doppeltem und dreifachem Fleiß an feine Arbeit ging. Er sucht heute neben seiner wissenschaftlichen Arbeit, die ja schön, aber wenig einträglich ist, jedwede Arbeit zur Lin­derung der Rot. 502 Studenten der ilnit>erfität Halle haben, zumeist auf Zechen, gearbeitet, und auch manch einer der Gießener Hochschüler hat mit Ueberftunben Kohlen gefördert. Dom gesund­heitlichen Standpunkt aus wäre zu wünschen, daß den Arbeit suchenden Studenten möglichst Arbeitsgelegenheit im Freien auf dem Lande während der Ferien geboten würde, da der Student während der Studienzeit meist in schlecht gelüfteten Räumen tätig ist. An alle De- rufsstände ergeht die herzliche Ditte, der Stu­dentenschaft Arbeitsmöglichkeit für die Ferien von Anfang August bis Ende Oktober zu schaffen. Auch während der Studienzeit sei dem Studenten die Möglichkeit gegeben, durch ©tunbengeben u. bgl. etwas zu verbienen. Möge jeber Durger

Gießens, der Stabt, bie so viel "bem Blühen ber Universität verdankt, seinen Stolz darin setzen, der Studentenschaft zu helfen, möge er bad 01 u - bentenheim, bie Studentensperse- anstatt unterstützen, möge er ©tubcnten billig beherbergen unb möge er bem bemnächsl ins Leben tretenben Derein .Stubentenhilfe" bei­treten I Möge berjenige von unseren Mitbürgern, ber bisher wenige Beziehungen zur Universität hatte, bedenken, daß der Student, dem er jetzt in seiner Rotlage hilft, vielleicht einmal als Geist­licher ihm in schwerer Stande Trost spend n wird oder als Rechtsbeistand ihm all dies vergilt oder als Arzt ihm das Leben retten oder als Erfinder Arbeit schafft für seiner Hände Fleiß! Dr. E.

Landwirtschaft.

Pferdeankäufe während der Demobilmachung.

fd. Frankfurt a. M., 22. Juli. Diele Landwirte des Frankfurter Wirtschastsbezirks ha­ben im Rovember 1918 bei ber Auflösung bet Truppenteile von benselben Pferde gekauft. 3n letzter Zeit verlangt nun bie Erfassungsabteilung in Frankfurt a. M. von ben Lanbwirten eine Rach­zahlung nach vorheriger Abschätzung ber Tiere, trohbern biefc ordnungsmäßig gegen Barzahlung von ben Kommandeuren und Beauftragten ber Truppenteile erftanben finb. Wie bie ßanbtoirt- schaftskämmet Darmstadt mitteilt, ist nun kürzlich beim Lanbgericht Darmstabt in einer zur Derhanb- lung gekommenen berartigen Streitsache bie Ent- scheidung getroffen worben, baß bie geschilbetten Käufe rechtsgültig feien unb bähet bas Dotgehen ber Srfassungsabteilung als unberechtigt bezeichnet werben müsse. Rachbem der Fiskus gegen diese Entscheidung Berufung eingelegt hatte, ist das Oberlandesgericht Darmstadt nunmehr der Auffas­sung des Landgerichtes beigetreten. Für die vielen Landwirte, gegen bie die Erfassungsabteilung ber Heeresverwaltung in biefer Angelegenheit vor­gegangen ist, will» biefe Entscheidung von größter Wichtigkeit fein.

rr. Schlitz, 22. Juli. Der vergangene Mon­tag brachte nachmittags zwischen 3 und 6 Uhr dem Schlitzerland den so notwendigen ausgiebigen Regen. Die nietergegangene Regenmenge war so stark, bah es am folgenden Morgen hier wegen ber großen Rässe unmöglich war, Gartenland umzugraben. Auch am Mittwoch stellte sich wie­der um bie Mittagsstunde ein Gewitter mit er­giebigen Riederschlägen ein.

Turnen, Spiel und Sport.

Leichtathletik. Auf die morgen vor­mittag 9 Uhr auf Dem D. f. B.-Sporiplahe Trieb stattfindenden DereinSwettkämpfe sei an dieser Stelle noch einmal hingewiesen. Die Hebungen bestehen aus 100-Meter-, 402-Meter-, 1020» Meter-Lauf, Hochsprung, Stabhoch, Freiw it. Steinst oben unb 2 Stafetten-Laufen. Darch bie Teilnahme ber beiden Wetzlarer Dereine sowie der umliegenden Landvereine dürften spannende Kämpfe bevorstehen.

Stöbt. Drennstoffamt.

1. Au sgabe von Gaskoks für den Hausbrand und größere gewerbliche 'Betriebe. Gegen Abgabe ber Marke 4 ber Haushaltungskohlenkarte (blaue Karte) können bis zu 5 Zentner Gaskoks bezogen werben. Die größeren gewerblichen Betriebe, benen GaskokS zugeteilt ist, werben aufgeforbert, bie ihnen zu- geteilte Menge bis spätestens 1. August 1921 zu beziehen.

Gaskoks kann burch bas städtische Gaswerk und durch die Kohlenhandlungen bezogen werden.

2. Berkaus von Brennholz. Die Ab­gabe erfolgt in beliebigen Mengen von 1/2 Zentner an vom Lager in der Gabelsberger- strahe täglich von 811 Uhr vormittags unb 14 Uhr nachmittags. Bezugsscheine werden täg­lich von 71/212 Uhr vormittags und Vs35V» Uhr nachmittags im Drennstoffamt. Garten- strahe 2, Hebengebäube (früheres Ortsgericht) auSgegeben.

Preise: Hartholz, geschnitten, Zentner 14 Mk., Weichholz, geschnitten, Zentner 12 Mk. Für tlein- aehacktes Holz wird ein Zuschlag von 1 Mk. für den Zentner berechnet. Bei Abnahme größerer Mengen, mindestens 50 Zentner, wird ein Preis­nachlaß von 1 Mk. für den Zentner gewährt.

3. Ausgabe von Braunkohlen. Ge­gen Abgabe der Marke 5 ber Haushaltungskarte (blaue Karte) tönnen bis zu 3 Zentner Braun­kohlen oder Braunkohlenbriketts von ben Kohlen- hanblungen bezogen werben.

4. Derfallvon auf gerufenen Koh- lenmarfen. Als Verfalltag für die Marken 1 unb 4 ist ber 1. September 1921 festgesetzt. Beide Marken werden nach diesem Zeitpunkt nicht mehr beliefert

5. Kohlen- und Koks preise.

Infolge Erhöhung ber Zechenprcise für Koh­len unb Koks sind bie Höchstpreise burch Be­schluß der Städtischen Drennstoffdeputation vom 16. Juli 1921 wie folgt festgesetzt:

Fettstückkohlen M 22,25 f. d. Ztr.

Fettnuhkohlen 22,65...

Fettkohlen, melierte 19,60 , ,

Eßnuh (Halbmagerkohlen) . , 24,50, » ,

Anthrazit , 27,30, , ,

Eiform- u. Steinkohlenbriketts 25.20 , , ,

Braunkohlenbriketts 12,82 , ,

Zechenkoks, grob . 26,70, , ,

Zechenkoks, nutz 30. ...

Grudekoks , 22,60 ,

Vorstehende Preise verstehen sich in vollen Fuhren ab Eisenbahnwagen bis vor das Haus des Käufers oder frei Lagerplatz des Kohlenhänd­lers für den Zentner einschließlich Warenurnsatz- fteuer.

Zuschläge dürfen erhoben wer­den für den Zentner:

1. Für das Einwerfen des Brennstoffs

von der Straße in den Keller 30 Pf.

2. Für das Einträgen des Brennstoffs

von der Straße in den Keller 50

3. Dei Lieferungen in Süden oder Kör­ben bis zu Höchstmengen von 15 Ztr.

ab Eisenbahnwagen in den Keller 90

4. Bei Abholung von dem Cager^la^ des Kohlenhändlers bis zu Hochst- mengen von 15 Zentner 35

5. Dei Lieferung des Kohlenhändlers ab Lagerplatz, für Kohlen 100

bis rr r das Haus, für Koks 125

6. Dei Lieferung in Säcken oder Körben bis zu Höchstmengen von 15 Zentner ab Lagerplatz des Kohlenhändlers bis in den Keller, für Kohlen 125

für Koks 150

Gießen, den 21. Juki 1921. 8092 B

Der Oberbürgermeister.

(Lebensmittelamt und Drennstoffamt)

Bekanntmachung.

Infolge ungenügender Milchzufuhr können heute nur die Bezugsberechtigten der Gruppe I, Säuglinge und Kinder bis zu 3 Jahren, mit Vollmilch beliefert werden. 8139B

Gießen, den 23. Juli 1921.

Der Oberbü'-glwmerster. (Lebensmittelamt.)

Bekanntmachnng.

In unser Genossenschaftsregister wurde heute be­züglich der Landwirtschaftlichen Bezugs- und Absatz, oenossenschast, eingetragenen Genossenschaft mit be- schrankter Haftpflicht zu Treis a b. Lda. eingetragen: An Stelle der ausgeschiedenen Heinrich Zoh. Wilh. Will und Heinrich Kehr IV sind in den Vorstand gewähll Otto Zecher als Direktor, Wilhelm Decker IV. als Rechner, beide in Treis a. d. Lumda.

Gießen, den 14. Juli 1921. 8080B

______________Öessisches Amtsgericht._______________

Bekanntmachung.

Das 4te Ziel Gemeindesteuern vom Grundbesitz und (Beroerbcbetrieb für das Rj. 1920 sowie das Ite u 2te Ziel Kanalgebühren für bas Rj. 1921 können noch bis einfchl. 6. August d. I. ohne Kosten ' bei der Stadtkasse bezahlt werden. Diejenigen, die j mit diesen Abgaben noch im Rückstände sind, werden hiermit gemahnt, bis zum 6. August die vorgeschrie. bene Zahlung zu leisten Am 8. August beginnt die Beitreibung, wobei die vorgeschriebenen Kosten er­hoben werden.

Gießen, den 20. Juli 1921.

8091B Stadtkasse Gießen.

Bekanntmachung.

(Ein Rachtragsvoranschlag der Gemeinde Saasen für das Jahr 1920 liegt von Freitag den 22. Juli 1921 eine Woche lang auf hiesiger Bürgermeisterei zur (Ein- sicht offen. Zu der beschlossenen Umlage haben auch die Ausmärker beantragen.

Saasen, den 21. Füll 1921. 8128D

Bürgermeisterei Saasen. Schmitt.________

Vergebung von Bauarbeiten.

Jur (Errichtung eines Viersamilien-Wohnhauses in Altenstadt sollen die Arbeiten des Rohbaues, d. i. (Erd-, Maurer-, Steinhauer-, Zimmer«, Dachdecker-, Spengler- u. Grobschlofferarbeit, sowie sämtliche er­forderlichen Lieferungen, d. sind Bruchsteine, Ruffen­steine, Sand, Schwarzkalk, Weißkalk, Biberschwanz­ziegel, Dachlatten, Zement usw., öffentlich vergeben werden. Angebotsvordrucke u. Zeichnungen können bei dem Oberbausekretär in Altenstadt eingesehen u. zum Selbstkostenpreis, soweit der Vorrat reicht, ab­gegeben werden. Die Angebote sind verichloffen, kostenfrei und mit der Aufschrift . Dierfami ien-Wohn- Haus Altenstadt- versehen bis zum Samstag, den 30. Juli, 5 Uhr nachmittags, bei der Bürgermerstere, Altenstadt einzureichen, woselbst die Oeffnung erfolgt

Zuschlagsfrist 3 Wochen.

Bübinaen, den 20 Full 1921.

Der obere Baubeamte her Kreisverwaltturg Bübingen. 8079D Frey

Hochschulnachricblen.

l, Marburg, 21. Juli. Dei den W a b I 0 n zum Studentenausschuß, tic gestern statt» fanden, wurden insgesamt 1280 Stimmen abge­geben, das sind 49,5 Prozent. Es erhielten die Liste des Hochschulrings 1038 Stimmen, d. b. 52 Sitze, und diesenige der freien deutschen Grupp« 242 Stimmen, d. h. 13 Sitze.

Stenographie.

* Stenographie. Der Dezirt Gießen hatte am 29. Mai ds Zs. mit seinem BezirlS- unb PerbandS-Wettschreiben in 'Bad-Rauheim eine Geschä.tsstenographen-Prüfuna verbunden. Diese Prüfung bestanden: Ernst Krcaer, Bad» Rauheim: Karl Dingel, Friedberg, K. A. Hellwig, ällrichstein: Lina Wahl, Gießen (Damen-Verein); t ermann Schleenbeder, Heuchelheim: Babette dert Gießen (Damen-Berein): Georg Wahl, Gießen (Gesellschaft): Elly Bingel, Gießen (Ge­sellschaft): Elfriede Mayer Friedberg: Emil Grobe, Gießen (Verein von 1861).

And dem Amlsverkündigungsblatt.

Das AmtsverkündigungSdlatf Rr. 105 vom 22. Zuli enthält: Höchstpreise für Zement. Termin für die Einsendung der Ge» meinte-, Mark- und Stiftungsrechnungen für 1920. Feldbereinigung Steinheim.

Vermischtem.

Bern, 22. Juli. (Wolff.) Eine furcht­bare Explosion zerstörte in D 0 d i 0 (Kan­ton Tessin) die Äitrumwerke sowie die Earbid- werke Day und beschädigte die benachbarten Elektrizitätswerke. ES wurden 20 Tote und 100 Verwundete aus den Trümmern gezogen Die Feuerwehr ist des Brandes noch nicht Herr geworden.

Spielplan der Frankfurter Theater.

OpemhauS: Geschlossen vom 10. Zull bis einschließlich 13. August 1921 wegen Opern- Ferien. EHauspielhauS. Sonntag 24. Juli: Schneioer Wibbel. Montag, 25.: WaS ihr wolltl Dienstag, 26.: Romeo und Julia. Mittwoch, 27.: Ernst. Donnerstag. 28.: Robert und Bertram. Freitag, 29.: WaS ihr wolltl Samstag 30.: Dte Journalisten. Sonntag, 31.: Cäsar und Cleopatra. Montag 1. August: Robert und Bertram. Dienstag 2.: Rathan der Weise. Mittwoch, 3.: Alt-Frankfurt.

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Liebigftraße 16, Teleph. 2054.

(FS können eingestellt werden:

a. bci hiesigen Arbeitgebern: SProviston^reitende, 1 Steinbolv und Terrcnzoleger, 1 .ftuoferfebmieb, 1 Stllierschmied, 1 Wagner, 3 Glaser, 3 Schreiner.

Lebrlinge: 1 Slutomonteur, 2 Friseure, 1 Schreiber 1 Schuhmacher.

h. bei auswärtigen Arbeitgebern: 2 Wickelmacher, 1 Müller, 1 Schuhmacher, 2 (Elfenbetonarbeher, 2 ProoillonSleile ide, 2 Svengler, 3 Ztegelet- arbeiter, 1 Konditor, 1 Atgarrenmeister, 1 jüng. landwirtlch. 5!neckt unb Arbeiter, t Clekttoinon- teur, 2 Zigarrensortierer, 1 Dreher. 20 Bruchstein' manrer, 3 Schneider, 4 Friseure, 6 Schreiner, 4 Zimmerleute, 1 Anstreicher, 2 ält. Bau- unb Ma chinenschloffer, 2 Steinmetze, 1 Küchetlchef, 2 Kürschner.

Lehrlinge: 1 Glaser, 1 Schmied, 1 Schreiner

(?s suchen Arbeit: Schriftsetzer, Buchdrucker, Schreiner, Slaufleitte, Schreiber und flfeffetibe, Barfer, Hansburscken und Ausläuser, Aialckinen- schlosser, Bauschlosser, Schuhmacher, 1 Kranken­pfleger, 4 Sattler u. Bolsterer, Bäcker und Di ebner, mehrere Kellner, 1 Kraftfahrer, 1 Former, 1 mug Säimieb, 2 Buchbinder, Biechanlker. 1 Klavier- fpieleT, 1 Heiner, 1 Wagner, 2 Treber, 1 verh. Knecht, 1 oerb- Schweizer, 1 verh Hoimeister, 1 Tapexterer, 2 Elektromonteure, ein Drechsler, 1 Handschubmacher, Beraarbeiter, Autosliloffrr, 10ptiker, ISchmel^er.lGoldarbeiter 1.1 itadaievi und Svengler, ein Monteur, 1 Bandagtst, Ma­schinisten und Heizer.

(«clegeubeitsarbciteu werden ebenfalls entgegen« genommen.

Lehrlinge: 2Mechaniker, 1 Friseur, 1 Elektromon» teilt, 1 Schuhmacher, 1 Weißbinder, 1 Gartner, 3 Autoschlosser.

Weibliche Abteilung:

CS können eingestellt werden:

a. bci diesigen Arbeitgebern: Mädchen für tags­über, Dienstmädchen, Laufsrauen und -mädchen für einzelne Tage, tüchtige Alleinmädchen. 2 einfache Stutzen, 2 Köchinnen, 1 Büfettfräulein.

v. bei auswärtigen Arbeitgebern: 3 landwirt» schastliche Ttenstmäbchen, Dieustmädcken, OauS- mädckeu. Alleinmädchen, 2 Köckinnen, 3 Stützen, 1 Büglerin, 1 landw. Haust älterin.

t^S suchen Arbeit: 2 Verkäuferinnen, 2 Flicke­rinnen, 3 Waschfrauen, einige fcautfrauen, auch f. Rachmittagsbeschastigung, Ifiäbtbcn für tagsüber, 1 Büglerin, 1 Büfettfräulein, 1 Aräulein erteilt sranicösifcken Unterricht, 1 Gesellschafterin, ein Kinderfräulein. 8119B

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