M. M
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(Erftes Blatt M. Jahrgang Montag. 23. Mal 1921
ietzenerAnzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
Die Kriegsprojeffe in Leipzig.
Von einem juristischenMitarbei- ter wird uns geschrieben:
Zu ten Bedingungen des von der Regierung'Wirth angenommenen Entente-Ultima-- tums gehört auch die Aburteilung der sog. Kriegsschuldigen vor dem Reichsgericht in Leipzig. Sie wird demnächst und in rascher Folge der einzelnen Fälle erfolgen. An der bisherigen Verzögerung war nicht die deutsche Regierung, auch nicht das Reichsgericht schuld, sondern die alliierten Regierungen, die aus deutsche Anfragen zum Teil keine Antwort naben, und die Gerichtsbehörden der Ententeländer, die mit den Anklageakten und Zeugen nicht herausrückten. Das ganze Verfahren gründet sich bekanntlich n i ch t auf den Versailler Vertrag. In dem Vertrag steht nichts davon geschrieben, daß die deutsche Regierung vervflichtet sei, die sog. Kriegsschub- diaen zu bestrafen. Vielmehr bestimmen Av- tikel 228 und 229 lediglich, daß die deutsche Regierung die Befugnis der alliierten und assoziierten Mächte anerkennt, vor die Militärgerichte der Entente solche Personen zu stell- len, die wegen einer gegen die Gesetze und Gc-r brauche des Krieges verstoßenden Handlung angeklagt würden. Ferner verpflichtete sich die- deutsche Regierung, die verlangten Angeklagten auszuliesetn. Da man aber auf beiden Sei-« ten sehr bald merkte, daß die Auslieferung gewaltige Schwierigkeiten juristischer und tatsächlicher Art bringen werde, ging man zu dem Plan über, die „Kriegsverbrecher" irt Deutschland abruurteilen Dazu war ein Ausnahmegericht nötig. Artikel 105 der deutschen Reichsversassung verbietet aber Ausnahmegerichte. Allo schuf man ein neues Gesetz. Das deutsche Reichsgesetz vom 18. Dezember 1919 setzte das Reichsgericht als Ausnahmegericht ein zur Entscheidung über die Bestrafung vonl Verbrechen und Vergehen, die ein Deutscher im In- und Ausland während des Krieaes bis zum 28. Juni 1919 gegen friedliche Staatsangehörige oder feindliche Vermögen begangen hat. 1
Wie immer seit Versailles ging die deutsche Gesetzgebung unter dem Druck der gegnerischen Drohunaen weiter, als nach Rechts- beariffen notwendig war. Sie verhängte nämlich das Ausnahmegericht sogar über solche Fälle, für die jede Möglichkeit der Auslieferung rein rechtlich ausgeschlossen w'ar. weil! die Zuständigkeit der feindlichen Militärgerichte hierfür niemals bearündet sein konnte. Denn es sollen nun auch alle Krieqsverbrechen, die im kdnland oder aus der See außerhalb der feindlichen Rechtssprechung begangen wurden, unter Strafverfolgung gestellt werden. Auf Grund dieses neuen Gesetzes machte die deutsche Regierung in einer Note vom 25. Ja- nur 1920 den alliierten Mächten den Vorschlag, gegen alle Deutschen, die ihr als gegen die Gesetze und. Gebräuche dies Krieges schuldig genannt würden, unverzüglich ein Strafverfahren nach Maßgabe des zu übersendenden Materials einzuleiten. Aus dieses Anerbieten erwiderte eine Entente-Note vom 13. Februar 1920. Die Alliierten gingen darin aus den deutschen Vorschlag ein, machten aber geltend, daß dies Versabren in keinem Falle b:e Bestimmungen der §§ 228—230 des Friedensabkommens aushebe. Sie behielten sich das Recht vor. „sestzustellen. ob das von Deutschland vorgeschlagene Gerichtsverfahren nicht schließlich veranlassen werde, daß die Beschuldigten ihrer gerechten Strafe entzogen werden". In diesem Falle würden die Alliierten ihr volles Recht ausüben, indem sie die Beschuldigten vor ihren eigenen Gerichtshof laden.
Die grenzenlose Verachtung des Besiegten zeigt sich in diesem Vorbehalt der Sieger, und man kann sich denken, unter welchem Truck sich das Reichsgericht jetzt bei seinen Entscheidungen befindet. Deutschland ist bis an die Grenze der Selbstentäußerung gegen** gen, indem es /ein weiteres Gesetz vom 24. März 1920 erließ, wonach das Verfahren vor dem Reichsgericht nicht durch die Gewährung von Straffreiheit, nicht durch die Verjährung der Strafverfolgung, und nicht durch ein sreisprcchendes Urteil, selbst nicht durch, eine frühere Verurteilung ivenn selbige zu milde erscheint, ausgeschlossen sein soll. Deutschland kann wirklich zur Entente wie Gretchen zum Faust sagen: ,Zch habe schon soviel für dich getan, daß nur zu tun saft nichts mehr übrig bleibt."
Die Entente hat bisher bekanntlich zwei Listen anzuklagender Personen überreicht, nämlich eine Lifte von beinahe 1000 Namen durch die französische Regierung in einer Note vom 3. Februar 1920, und eine Nachtrag-- lifte von 45 Personen in einer Note vom 7. Mai 1920. Im Abkommen von Spaa am 9. Juli 1920 gab die deutsche Regierung die Zu., sicherung, daß die Strafverfolgung ge
gen diese 45 Fälle, bei denen es seststeht, daß die Zuständigkeit eines gegnerischen Militärgerichts nicht begründet ist, eingeleitet werde. Von den 45 Kriegsschuldigen mußten von vornherein 13 ausgeschieden werden, da sie tot oder nicht auffindbar sind. Gegen die übrigen 32 wurde sofort nach dem Spaa-Abkommen ein Ermittlungsverfahren eröffnet, das nun. in Leipzig zum gerichtlichen Austrag kommen soll. Auf das Material, das die Ententebehörden dazu beigebracht haben, darf man gd= spannt sein.
Die engllsch.sranzösische Auseinandersetzung.
London, 21. Mai. (Wolff) Der Lloyd George nahestehende „Daily Chronicle" schreibt heute unter der Ueberschrist „Französische Verzögerung": alle, die die äußerste Dringlichkeit einer alliierten Konferenz über Öbcrschlesien einsehen, werden bedauern, daß die Debatte in der französischen Kammer bis Dienstag vertagt ist. Ohne Briand der beabsichtigten Verzögerung beschuldigen zu wollen, können wir vielleicht doch zum Ausdruck bringen, daß er gewisse Pflichten gegenüber seinen Alliierten hat, nicht so zu handeln. Vor ihm und uns be- sindet sich eine Lage, in der die eine der beiden Parteien gewisse überlegene Stellungen mit Gewalt eingenommen hat und in der schon die Zeit auf Seiten dieser Partei ist, während die andere Partei benachteiligt ist Daher ist eine gerechte Entscheidung zwischen den Alliierten schon vorher beeinflußt. Wie ist diese Lage eutstanden? In erster Linie durch die Aktion ter polnischen Partei in Oberschlesien, in zweiter Linie jedoch und zwar in sehr wesentlichem Maße durch die Aktion der Franzosen selbst. Die Franzosen sind es, die für die Aufrechterhaltung der Ordnung und für eine fair blay in der strittigen Provinz verantwortlich waren und noch sind. Sie haben es nicht getan Die Ordnung wurde vollkommen umgestürzt und die Franzosen versuchten nicht, sie zu retten. Man hätte erwarten können, daß sie, nachdem sie sich so ins Unrecht gesetzt haben, die erste Gelegenheit ergreifen würden, um sich durch eine interalliierte Konferenz wieder inS Recht zu setzen. Sie vertuschen den Gegenstand des Streites, schaffen das große Risiko deutscher Gegen schläge gegen den polnischen Schlag. Ein Teil der französischen öffentlichen Meinung würde eine solche Aktion von Seiten Deutschlands begrüßen, um die Entschuldigung für eine Erneuerung des Vormarsches in das Ruhrgebiet zu haben. Als Hemmnis gegen einen solchen Angriff könnte ein französischer Vormarsch gerechtfertigt sein, aber nicht als eine vorausberechnete Erwiderung auf einen deutschen Gegenschlag, der zu diesem Zweck provoziert wurde. Tie bereits bestehende Differenz zwischen den Alliierten würde durch eine solche Politik in nicht absehbarer Weise vergrößert werden.
London, 21. Mai. (Wolff.) „Daily Expreß" ist der Ansicht, daß die Berhand- hingen im Dberftcn Rat über Oberschlesiensensationell sein werden Englands Standpunkt sei der, daß jede Macht, die den Friedensvertrag unterzeichnet habe, ihn auch halten müsse. Bevor nicht die schlesische Frage geregelt sei, stehe die ganze Allianz auf unsicheren Füßen. Wie das Blatt weiter erklärt, ist viel Grund zu dem Verdacht vorhanden, daß der Plan bestanden hat, die Engländer einer vollendeten Tatsache gegenüberzustellen, indem die Polen die Linie einnahmen, die Frankreich für Polen haben will.
Paris, 21. Mai. (Havas.) Tie französische Regierung hat die gestern durch Lord Curzon dem französischen Botschafter in London übermittelte Note, die sich auf Oberschlesien bezieht, erhalten.
London, 21. Mai. (Wolff) Im diplomatischen Bericht des „Daily Telegraph" heißt es, diplomatische Kreise seien allgemein für eine eingehende Prüsung der Grenzfrage durch Sachverständige und Juristen, bevor sich der Oberste Rai damit befalle. In London fei gestern das Gerücht verbreitet gewesen, daß Belgien nicht notwendigerweise eingeladen würde, an der Zusammenkunft des Obersten Rates teilzu
nehmen. Außerdem meldet der Bericht, das Foreign Office habe gestern dem Ouai d'Orsay ein längeres Memorandum überreicht als Antwort auf die letzte Note Briands, die sich mit dem französischen Standpunkt Polens gegenüber und mit der Lösung des oberschle» sischeu Problems in technischer Hinsicht befasse.
Ter „Temps" über die FricdenSsrage.
Daris, 22.Mai. <WB.) Ter „TempS" beschäftigte sich in einem Leitartikel unter Bezugnahme auf die auaenblicklicten Schwierigkeiten mit der Friedensfrage. Er gehl non dem öt> bauten auS, daß ein großes Deutschland niemals pazifistisch fein könne, und daß man des - Hal b die deutsche Einheit brechen müsse. Man habe aber die Politik gewählt, bte deutsche Einheit aufrecht zu erbauen. Die wesen tlicl en Grundlagen des Fri.dens fe.en die Reparationen und die Entwaffnung 5 sei nur ausführbar, wenn die innere Politik Deutschlands sich in der gew n schien Weise entwickele. Für die Reparatvoren habe man entsckn den, daß Deutschland Schuldderschreibun^n übermitteln soll, die man auf den verschiedene i Märkten der W lt verkaufen ne:le. Aber man werde nur Käufer finden, wenn Deutschland für ein Mensch nalter eine Regierung besitze, die keinen aMvessivn Gedanken habe, und die entschlaf en sei, zu zablen. SBeatn die Absichten Deutsch an s ^ro.i e haft blielen bai n müßten die SCIiiertm clbit den Käufern Garantien bieten. Tas Matt stellt nun de Frage, ob es nid4 be'ser sei, sich von Deutschland Warenlieferungen und Jncu'trtebeteiligungen geben *u lassen. .Auch hier steht ter „Temps" auf dem Standpunkt, es hänge wiederum aileS von der inneren Lage Deutschs an ds ab. 23 am eine monar- chil'ti che Wiederaufrichtung in B.-rlin e.folge, w.-nn ein Ministerium gebi bet würde, dessen Tendenzen iur Revanche trieben, bann würde t zahl eiche Schikanen auch bald diee Zahlungensmech.de komplizieret bis zu tem Tage, an dem Kanonenkugeln an die Ste le der Goldmark treten würden. Die Entwaffnung töime, sagt der „TcmpS", nur dann dauernd fein, nenn die überwiegende Mehrheit deS deutschen VottkS dem Revanchg -danken feindlich gesinnt Je. 3n ten letzten 14 Tagen will der „Temps" die Uebevzeugung gewonnen hoben, daß nur durch eine Br)rohung m Deutsch, ach etwaS fru erreichen sei. Deutsch'mch spekuliere aber im übrigen darauf, daß England Frankreich in den Arm falle.
Die Gefährdung der deutschen Kohlenversorgung.
Berlin, 21. Mai. (WolffO Die deutsche Kriegslastenkommissionii Paris fat der Reparationskommission folgende N o te übergeben:
„Seit Ausbruch des Aufruhrs in Oberschlesien »u Anfang Mai hat Deutschland von dort aus keine Kohle mehr erhalten. Die üvhlenlage in den östlichen Landesteilen Deutschlands wird dadurch von Tag zu Tag unhaltbarer. Ter Eisenbahnverkehr, namentlich der filein- bahnverkehr, hat eingeschränkt werden müssen. Zahlreiche Gasanstalten steten vor der BetnebSeinstellung. Die aus dem Westen vorgenommenen Aushll'slieferungen tonnen das Erliegen selbst von wichtigsten Betrieben nur noch wenige Tage aushalten. Auf einigen oberschlesischen Gruben wird zeitweilio etwas gefördert. Diese geringen Mengen werden aber auf Anordnung der Leiter des Aufstantes teils nach Polen, teils nach Ungarn, der Tschechoslowakei und den von den Ausrührern besetzten Teilen Oberschlesiens befördert. Deutschland erhält bisher keinen Zentner oberschlesischer Kvble und muß sogar dem von Aufrührern freien Teile Oberschlesiens mit niederschle'ischer Kohle auShelsen. Dieser Zustand [teilt nicht nur eine schwere Schädigung der deutschen Wirtschaft bar, sondern! widerspricht auch den Zusicherungen, welche die alliierten tmb a'soziterten Regierungen im Friede n s v e r t ra gv on Versailles Deutschland gegeben haben. Die deutsche Neuerung muß batet dringend ersuchen, daß ter interalliierten Ple- biszitkommiision die erforderlichen Weckungen zu- geben, um die erforderlichen Maßnahmen zu treffen, welche die Wiederaufnahme ter Ävhlen- transporte nach DeutscAand ermöglichen. Die deutsche Regierung bittet um Mitteilung des in dieser Hinsicht Veranlaßten."
Lloyd Georges Abreise.
Paris, 22. Mai. (Wolff.) Der Londoner Berichterstatter des „Journal" drahtet seinem Blatt, Lloyd George sei ganz plötzlich mit unbekanntem Ziele abgereift und nur drei Menschen der Erde kennen seinen augenblicklichen Aufenthaltsort, ort
General SmutS über die Friedenspolitik.
Kapstadt, 22. Mai. (Wolff.) Reuter meldet: Vor feiner Abreise zu der Londoner Konferenz der Ministerpräsidenten der britischen Dominions erklärte General Smuts in den vereinigten Häusern des Parlaments, daß die Politik Südafrikas nur darauf gerichtet sein könne, einen wirklichen Weltfrieden zu sichern: dem Vertrag von Versailles sei ein solcher Friede nicht gefolgt. Bezüglich der Reparationsfrage hofft Smuts, daß diese nun endlich geregelt werde und daß das aufrichtige Bemühen Teuffchlands, seine Verpflichtungen zu erfüllen, den ent
sprechenden Teil deS FriedenSvertrageS auS- ar machen werde. Tie Besetzung eines Teiles von Deutschland auf lange Zeit hinaus und die Möglichkeit, daß weiteres deutsches Gebiet künftig besetzt werden könnte, scheint einen AnSblick auf endlose Unruhe Alt eröffnen. Die beabsichiigte Regelnng im Osten, besonders hinsichtlich Palens scheine noch mehr Kritik zu verdienen. Tie Regelnng der westlichen wie der östlichen Fragen durch den Friedensvertrag sei eine reiche Onelle von Beunruhigung. Wenn nicht in elfter Stunde ein sehr ernsthafter Versuch gemocht werde, die Lage richtig zu erfasse», iinb den wahren Frieden in Europa anfznrichten, dann sei in der Tat die Zukunft der Zivilisation in Europa sehr trüb. SmutS hob hervor, daß es für das britische Reich unmöglich sei, sich weiter in diese europäischen Wirrnisse zu verstricken. ES sei dessen gewiß, daß jetzt die Zeit gekommen sei, wo das britische Reich die größtmöglichen Anstrengungen machen müffe, um sich diesen Unruhen zu entziehen und danach zu trachten, die Friedenspolitik auf dem Kontinent zu fördern.
Tic Europareise de» japanischen Kronprinzen.
London, 21. Mai. Die Europareise des japanischen Kronprinzen wird verlängert. Der Prinz wird Frankreich einen Besuch abstatten. Sodann wird sich der Prin» nach Belgien und Holland begeben und wahrscheinlich auch nach Italien kommen, i
DaS Auswärtige Amt über da» „Freikorps-Unwesen".
Berlin, 22. Mai. (Wolff.} .Da» Au 4« wärtige Amt hat auf die Note der interalliierten Mitt ärtontrollkommifsion vorn 14. Mai über Rekrutierungen für Schlesien folgende Antwort erteilt:
Die deutsche Regierung teilt vollkommen bte in Ihrer Note vom 14. Mai auSgesprorfttie Auffassung, daß die Anwerbung von Freiwilligen für Schlesien und die Bildung von „Ftei- wrps" ober ähnlichen Formntiontti ans solchen unzulässig sei. Sie ei<vfo bcSbaTu bereite am 19 Mai ten in Abschrift beige ügten Aufruf, worin ft* derartigen Bestechungen gini mtf<fi*ten entgenentritt Sdxxn vorher hatte ter Reirf>Ävehnnin:ster bv zuständigen militärischen Stellen nachdrücklichst an- gewiesen, daß die Bildung etwaiger Fnnwilligen- formationen mit allen Mitteln zu verhintern sei, um ein Wieterausieben teS Fr-eikorps-Un- we sen s im Keime zuimterbrikfen. Ten in die en Kundgebungen ausgesprochenen Grundsätzen entsprechend werden die deutschen Dee hörten m i t größter Strenge gegen solche Amrerbimgen und Zufommenschlüs'e vorgshm. En- Hanl habe dazu bitten einmal br Paragvaphm 127 und 110 bte deutschen Strafgesetzbuches, wonach imtefunte Bildung bewaffneter Hausen und Anschluß an solche sonne öffentliche Anforderung zu gtt'etzwibrig.m Handlungen mit Gefängnis bedroht, fern'-r das Gesetz vom 22. März 1921, das die Auflösung ntm Bereinigungen gestattet, die mit ten Vorschriften ter Artikel 177 und 178 des Dettmg^S ton Verfall- les in Widerspruch stehen. Die Polizei und bi - Gerichtsbehörden sind angewiesen, von ten angen>- giten Besimmung-m ds Strafgesetzbuches unroch- sjchtlich Gebrauch zu machen und zwar namenllich auch gegen Zei tu n gen, in bmen Wertei l^ue erscheinen. In Fällen, in tenen sich unzrllässig.-r- weise angewortene Freiwlllge bereit- z, Freikorps znfammengeschlofftti hiben follt-m wird ter.m Aus» löfung durch die LanteSrrgterimr erfolgen Um ten Zuzug von Freiwilligen narb Cter'rftfefi n zu Per- frntern, find Maßnahmen im Gange, rooburrfi bte öyvxxy des AbstimmungsschictcS für solche gesperrt wetten soll.
Tie Uaruhen in rleaypten.
Alexandria, 21.Mai. (Wolff.) Havas: Die Kundgebungen zu Gunsten Zaglul Paschas dauerten den ganzen Tag über an. Tie Menae griff vier Polizeiposten an und steckte mehrere Zollpolizeistellen in Brand. Tie Polizei schoß auf die Aufrührer und lötete einige von chnen. Am Bahnhof wurde ein Mann der britischen .Gendarmerie durch einen Schlag mit einer Eisenstange getötet; auch britische Soldaten, die in die Stadt einrückten, wurden angegriffen. Um 10 Uhr abends war die Ruhe wieder hergestcllt.
Die wiederausbaufrage.
Zuweisung e.neS Abschnitts des zerstörten Gebiet- an Teutschland.
Merlin, 21. Mar. Im Wiede»
aufbauminifterrum and. ct e Be Ure ung ter beteiligten Reichsresorts rr.it Arbeitgebern und Arbntnehmern über den ~ tmb ter Wiederausteu ra e statt. Ter Ve t e er stes deraufdauMinisteriums bei der Kriegs'a ten.om* Mission in PaM, Wolf, bettchstte über die nu^


