Ausgabe 
22.1.1921
 
Einzelbild herunterladen

Nr. (8 Zweiter Blatt

Ocutfcher Hcicbsta^.

Berlin, 21. Ian. 1921.

Aor Eintritt in die Tagesordniotg erteilt Prä­sident L ö b e der Gefchästskvmmillivn den Auftrag, ihre Arbeite« im Sinne einer Revision der (Sc- st^stSordnung recht bald in Hngrift zu nehmen

Auf der Tagesordnung fttfm tuTuidtft 25 ficinc Anf vagen. aitS deren reicher Fülle eine Anfrage des «Hz- Leopold (D-N.) meZen ungenügender Wagengest«liung im rnilteldeulschm Braunkohl en- reoier besondere Beachtung findet, weil ein Regie- runfl< vertretet die erhöhten Anforderungen der Entente dafür verantwortlich macht.

Aus eine Anfrage des Aba. Taubadel (S.) wegen Auifindung i>on der Reichswehr versteckter Gen»chre und Munition in Görlitz und Umgegend gibt ein Vertreter des KrtegsrninisterS die Rich­tigkeit bet Tatbestandes $u und erklärt, daß der betreffende verantwortliche Reickrsmechrofsizter ent­lassen warben sei.

Aba frdfrl (D. Bp.) stellte fest, daß ein ge­wisser Weirick», der angeblich aus französischer (Sc* fangen sck»rft durch eine Bleistiftnotiz in einem beulscknn Eisenbahnwagen ein Lebenszeichen von sich und seinem Freunde Rarmo gegeben hat, tat- tidXtzti auS Rohrbach bei St. Ingbert in txr Pfalz stamme und seit Tezember 1914 vermißt werde. Oberst Bauer erwi ort namens der Reidözentral- stelle für KricgSgeiangene. daß sich die Richtigkeit ves Tatbestandes noch nicht habe feststellen lassen. Es soll sich zwar ein Kriegsgefangener in einem französischen Lager befinden, der die Papiere deS vermieten Weinch besitzt Da er oöer italienisch ftmdv, so ist artzunehmen, daß er diese Papiere ge­stohlen hat.

Aus eine Anfrage des Abg. Pieper (U. S.) wegen der Nicht Verwendung der 5 (Soldmark- ÄWrruraimte im Interesse der Bergarbei er stellt ein Regie rungs vertret er fest, daß die Aufwendungen der Reichsregierung die tzöhe der Prämien bei wei­tem übersteigen und daß im übrigen die Arbeiter durch eine besondere Kvmrnis'ion in der Lage sind, die Verwendung der Prämiensumme zu kon­trollieren.

Abg Mumm sD.-Ratl.f fragt, was die Re­gierung gegen die Uebcrgriffe des Regierungspräsi- oenten König in Arnsberg g^flen die persönliche Freiheit zu tun grbntte, der Masseichoussuch4tngen tm Sif^rrtonb veranlaßt hab« Staatssekretär Le- wald oedmieN, noch nicht antworten zu können, da die amtlichen Berichte noch nicht vorliegen. Eine Möalickck-'it. den pveußisdien T?nrir«r des Inno.« zu einer beschleunigten Stellung-ahme zu zwingen, bestehe nicht.

Auf eine Anfrage deS Abg M u Nr m (D.-Rtl.) betont RegiernngSrat Scheer, daß der Ham­burger Senat die Wiedereinführung des Religions- witfrridjti an den ös'erlil«en <xrxulm Hamburgs Sl. Januar dieses Jahres wieder beschlossen '. Eltern und Lehrerschaft feint durch Rund­iben vom 16 Dezember verständigt worden, Wit dem Hinweis, daß. falls bis zum 21. Dezem­ber doS Dongrfdrirtem AnfudU-n nicht von den Eltern al-g-geben sei. angenommen werden würde, daß dos frn t) am Religionsunterricht nicht teil* nehmen wolle.

Die Interpellation der Kvnrmunisten und Un-- «bhäng'gnt loegen der Flensburger Vorgänge wird innerhalb bcr gesckzäftsortnrungS näß gen F ist be- antwonet werden, desglei-chm die Interpellation der gleichen Parteien nrgen des Anmesticgefetzcs

Zur dritten Lesung deS Notetats für 1920 wiederholt Abg Plettner (Komm.) seine An- tfriffe gegen die Etewerkfchaften und erregt damit den nrötuen Unwillen der Mehrheitssozialisten. Besonderen Pnotest ruft senr Aeust-rung hervor, daß der Reichstag bet ben jetzigen Gehaltsvnhanb- lungen ausgefck'altel sei, wenn die Gewerkschaften «und die Refl'srogernng sich ftittr seinem Rücken zu einem Scknebergeschäft einigten.

Der Entwurf wird in dritter Lesung ange- nonrm CIL

ES folgt die Interpellation der Unabhängigen betreffend die Aufnahme der diplomatischen Bc- »iehungrn und der wirtschaftlichen Beziehungen zu Rußland. '

Abg. C r i s p i e n (U.G.'i begründet die Inter­pellation und betont den Wert Rußlands für uns als Einfuhrland und sckrlderl die Entwicklunvsmög- lichkeiten Rußlands. Ter Ausbau der rusii'chen Bahnen und die Belebung des rusii'chen Ackerbaues durch deutsche landwirtfckzaftlich? Mafcknnen werde dre Belieferung mit Lebensmitteln ermöglichen. Holz, Pelz«, WoHe und Flachs könne Rußland beute schon liefern. Ter Rümer verlangt zur Er- letchterung der^Wiederanknüpsung des Handels mit RuIrland die txfxniung einer Zentralstelle, in der auch dte Gewerlsckusten und Angestellten ein Mit- bestimnnmgsrE besäßen Ueberall bei der Entente und bet dem LtnrnessonJern madx sich ei'te loiv- ietfeindliche Strömung l>emerkbar. Tas dürfe die deutsche Regierung nicht mitmachen. Ter russische Zar dürfe niemals wiederkehrcn, ebensowenig wie der siuchbeladene Hobenzoller. (Große Unruh? reck^s.s Tie Interpellation solle bi' Unfähigkeit der kap'talistisclxn Rcgtcrung, ben Arbeitern zu helfen beweisen.

flkWmintfter drS Arußern Dr. Simons erwiderte Mlerdings handelt es sich um eine Lebensfrage. ES ist «ruch niche Schuld der deutschen Regterrmi, wenn sich bte diplomatischen Bezikhun- gcn zu Rußland nicht günstiger ennvickelt haben Ter War'Maustausch ist durch die Fo.geti der rus­sischen ütevolution unterbunden worden, durch die Äusiehnung der unteren Gesellschastsklassen gegen die oberen. Tie neue RegierungSwrm aber hol ver­sagt, sie hat an thitofratie zugenommen. Rußland konnte keine (Segenldiningen mrhr bieten. Tamm scheiterte febe Austauschpolitik. Im Vorfahre lagen mir zu kunstsfreudige Pchne der rus iichen Regie­rung vor, die neue Kvaftauellen ersdTießen sollten und geeignet matxnt, Rußland eine große Zukunft zu eröffnen. Tüfe Pläne sind aber Plane geblie­ben. Somit bat sich auch werte Ansicht änbern müfint. Freilich ist Tcutschland das alleinig« Durchfuhrland von und nach dem Cftcn. Deutsch «ntb würde gerne mit Polen ein U eher einkommen tnnren. Aber dazu gehört gegenseitiges Emp'inden intf> die Ereiguifse der letzten Zeit ließen erkennen, daß von einer Berstäitdigung noch keine Rede sein kann Immerhin wolle er zu geben, daß Berhand- lungen zur Zeit fduvebten. Tas Gleich' sei auch mtt Litauen der Fall. Ter Zusammenbrtlcki des rtisit'chm L.ransporttve'ens sei notorisch Es bleibe etn Sur bei, wie Rußland mit diesen Bruchteilen Uvch stin Heer so beivcglid) halten konnte. Für den pnrtschafrliehen Wiederaufbau fei das Eisenbahn-

Siebener Anzelger (General-Anzeiger für Vberhessen)

Samstag, 22. Januar 1921

system aber unzureichend. Tie größte Sckrvierigkeit lieg« in dem Tränge, ba^ kapilalisttsche Svuem mit bem Sowjetsystem in ei ten g wi sen Ausgleich iu bringen. Ter Irtaderts verwog hindert uns zwar nicht an dem Abschuß von Verträgen mit Rußland ötr wißen aber nicht, ob ein solcher Vertrag all­gemeine Anerkennung finden würde. Tie Sowiet- regierung ist noch nicht allgemein anerkannt. 3m übrigen ist es klar, banv so lange uns noch ketne Geimgruung für di« Ermordung Mirbachs gegeben wurde, die Beziehungen nicht wieder so ausgenommen werden können. (Zuruf . Unglaub­lich'!) Ich selbst habe mehrfach mH Herrn Kopp über diesen Punkt gesprochen und er hat meinen Standpunkt nicht für unglaublich angesehen Wir haben gar keine beirmrmlen Forderungen an Ruß­land gestellt, ilym vielmehr die Seime.lung über- lassen, wenn eS die Täter gefaßt hat Rußland hat hierauf nicht geantwortet Wenn die russische Regierung 150 Men schien hat erschoßen lassen, so loaren daS Feinde der fRtgimmg, nicht aber die Mörder Mirbachs Es ist verständlich, daß wir mit Rußland unter diesen Umständen nur mit Hilfe besonderer Samten verhandeln können. Ich würde einer Verstäiibigung ülxnr die Ostfraaen mit den Desttnächten arm die Wege ebnen TXSHalb lege ich auf die rrvn-essionsiägerri keinen Wert. Andererseits lege ich grgen den Vorwurf illegaler Verschiebungen nach Rußland Verwadruna ein Den nihiidxen Kommi^ionen halben wir keinerlei Schwierigkeiten in den Weg gelegt, während die Russen die Geyenfeitigfriten sehr enchrverten, v B ist anstelle ctiirr bcuifdrn t«ckmisch>m Kommis­sion nur einem einzigen Herrn brr Einlaß gestattet worden Sobald also Rußland Gegemverte stellen kann, die Tvansporte erleichtert und aushört, ein ständiger Kl-iegSschauvlatz zu fern und den Krieg zu schüren, sobald es cor allem aufbört, seine un­erwünschte Propaganda in Deutschland zu betrei­ben, wird sich eine neue Verständigung an bahnen. (Die Rede des Mriüsters wird unter allgemeiner Aufmerksamkeit des Hauses angebört und vielfach durch BeisallSäuszerungen unterbrochen. Dte äußerste Linke protestiert nnrberhoU.) Minister SimonS schließt mit der Mahnung keine Angst zu spüren, daß wir etwv von den anderen Mächten überholt werden Kimen. Ibeinr f embr Macht könne ohne uns mit Rußland Abschlüsse treffen Wir baden keine Vevanlossuny. dte Sowfetherrschaft zu schützen und kein Recht, an ihorm Sturme mitzu- arbfiten. Wir wollen nicht Schauplatz etntfl neuen Ürioges werden

Das HauS tritt sodann in die Besprechung der Interpellation em. Gestützt auf eine Aitordnung des frtdrren Pn scheuten B>tllesrrem, ordnet Vize­präsident Dr. Dell an, daß der Raum zwischen dem Tisch des Hauses unö den ersten Sitzungs- bän'en freizuhalten ist, um dadurch die Arbeiten der Stenographen und die Würde des Hause» besser zu schützen.

Abg. Wels (Soz.) betont dte Notwendigkeit des engerm Zufammenschlu ses mit Ruß'and. Im übrigen halte er dte Rote Armee nicht für so un­besiegbar. Jedenfalls gäbe der Steg der Polen zu denken. Aber den Beweis habe eS erbracht, baß fern m fremdem Solde fbtrnber General Sowietruß- land schlagen Vnne. Der Redner schildert bi« Be- strcbungen der Sorortrcgtenmg, sich in dte deut­schen Verhältnis,e einrumiichen. Sollten wir die Au nähme der Han'e sb-zi bungen mit einer solchen Einmischung erlaufen sm. so wären mir dagegen. Wir müssen einmal mit Rußland zu­sammenkommen. Es bat aber keinen Zweck, auf bte mangelhaften Tna'Sportverbältnisie zu ichimpsen. Best-ftfgm läßt sich der Bol'ch-wismus nur durch eine Erstarkung kvs Wirt'cha t^lchenS U-brif?en6 sei er bereits auf dem Wege des Zerfalls, denn laut Lcmins Bctenntnis sei er zum. Paktieren mit den bürgerlichen Regierungen bereit.

Abg Fleischer lZentr f mrtnt, wenn bte Lösurrg dteses Ausgleichs neit Rufstand gelinge, so werde das eine befreiende Tat ftin Lerdm habe die Debatte bisher keinen Den grtteigt, wie das zu machen sei Mit Polen, das ein vorzügliches Bindeglied mit Rußland sein könnte, sei unter dem Einfluß der Entente keine Biffaeirmenarbeit möglich Ter dnttsche ffrnimuitn werde svstenmti ch besei­tigt. Solange aber keine Transwrtmöglichkeiten vorbanden feien, sei an einen Handelsverkehr mit Rußland nickst zu denken Ueberhaupt werde Ruß­land Garantien für bte sichere Abwicklelnnq de- Verkeh-s geben müssen Zur Zeit würbe kein Kauf­mann fein Kapital *u riskieren wagen, um in Ruß­land Handel -u treiben.

Abg Neuhaus iL-N^: Die brutfcfim Ar­beiter hie um kommunistischer Ideale willen nach Ri ßland ge^anaen sind, sehnten sich ba(b nach der Heima, zurück. Praktisch sehe man nur das E end als Bilanz. Tie Aktiva, die die zariftisk» Herr­schaft ausgesammelt hatte, find aufgebvaucht Tas Gnsd geht zu End«, .(tony-ftontn werden auSlän- disckten Kapitalisten angeboten Denn nun die Kon­zessionen nicht Hannen und die russische Regierung die fremden Kv^zessionsinhaber enteignet, wo sind da die Sicherheiten, um in Rußland Geschäfte machen zu können. Wenn rote: russische Aufträge brauchen, tneHeitfit brauchen wegen unserer Ar­beitslosigkeit, so sollen die russischen Nntrthöndler wenigstens so mis-iewählt werden, daß ft' nicht da­neben anderes Unheil anrichten. Auf Treu und Glauben mit Rußland Geschäfte zu machen, ist un­möglich Einem neuen, geordneten Rußland gelten die Snmprtchien her Bürger, Bauern und Arbeiter Teutschlands. (Zuruf links: Es Lebe der 8m!)

Hierauf vertagt sich das Hans Samstag mit­tag 1 Uhr Novelle zum Einlvrnmensteuergcfetz, Fortsetzung der heutigen Tagesordnung.

Schluß 6Vi Uhr.

f^attdeL

Berlin, 21 3<rt Börsenstimmungs­bild. Tie stiauslnst des Publi?umc» au, dre sich an der Börse immer und immer wieder eine zum Durchbruch kommende AufwailsbewLamg der Shr1f gründet, war auch heute der w.n> Lichte Grund für die vorherrschei.de reite Tendenz Ter Bönen- spekulation schloß sich das Bub ifum mit Kauten um so bereidoilliger an, als auch heute bte Hal­tung gm Tirfimmarft ziemlüh fest war Das Geschäft mar * ber veThäl tn-Sm ästig nfig urtb auch bei zu Ei hei^kunen g4a ik'Ltn Industn ixr i - ren gab sich die Kauflust des Bubliftrms nicht io stürmisch kund wie gcitm. Tie Kursbesierungen erreidteen nur renckuzelt 10 Prozent, vers -'Lk^ent- lick) waren aud) stirrS.lachläsie geringm Umfanges feststellbar. Tas tesckrä't sme'te sich im we- scmtlichcn infolge der Käme der kxuip.inreresfterrrn Gruppen, in benot das Publicum und Bönen- spekulLtion als Mitläufer gern Griolgschajt leisten,

onnefeldtsTee

k bMlnfluO" des Woh'btflMr- In qOni*lgit«- We<ee

in Berqnwrni, Tb. GoUdpnfd: mb Dmtftrvi u. Koppel und Rhenrbaki. ab, roo>et bteie 15 bt> 45 vto^nt frifg-.ii. S - im waren burc'arg etmo_' schwteher. B>mk.trat unb hetmistde werte warm mäßig y-ves ert ^a-iteLp inrrr waren roniig verändert. Unter den S^temanku.gen ;c.t* weise zunedm ender irtb abne' .me bei Geschä t * tätigfeit prä^-.e sich tne feite G.vd rmmung für einzelne Pamere in weiteren ^ücSdei'ei'ung<it deut­licher aus. Der En^ntSkurs der C'ntxr.nehme roar nickst ganz eiicheittich übernn'gvnö fest unter Bevorzugung von Braunkohlen- und Debereiaktten.

Frankfurt a. M., 21 Jan Börfen- stitnmungsbrld Das Geschäft war wesen-'lich ruhiger geworden Infvlgedei^n war man auch aus den DeritlHebaiot Märkten aroa-5 mehr zu Abgaben geneigt, so daß bte feste Tertbenz der Mittagsbörse verloren gmg Am Mvnionaktien- mark, waren eS Buberus. welche ert.eb.ich tm .Quid einhüfuen ( 2.5iSroKait), auch Ha-.-pener stellten sich 15 Prozent nichtiger Manne^n«rmi nxwm von Anfang an fest biSp-mtert imb fcnmtcit 5 Pro-, gewinnen. BockrZmer wurden feit läugeici J,at mit 500 notiert, gegen ihre letzte Notiz unverändert. '?bitoro.*Tte schwächten sich al'. Adertverke Kiever gingen im Preise guuirf. auch Bei-MoWien schwä­cher 276 Deutsche Petroleum 2015 ManSfeider 'huc 4700. Elektvopapierc behaupteten in der Mehrzahl ihren Aursstand Bergm.arn, Licht und Kraft schwächer Deutsch llebcrter 960. Bon Kassa- industriepovieien. bereit Tendenz sich ungf ichmaßig gestaltete, wurden Sekt bell errt ?etft zu höherem Surfe gesucht Motoren Dbcrurel 349/>O gegen den geuriegn Kurs mit 300 rund 49'/, Prozent gefie;(Krt Chcnrische Aktien unterlagt inäftign Absckstvächmm Darncker-Motmen geben 5 Proz. nach Der Schluß gestaltete sich ruhig. Mexikaner gefchüftSloö S^tkellerei Ieist 384, ftitgen 14 Prvz.

** Teutsche Vereinsbank, F a >kftir> am Main. Wie und mitgeteiü wird, hat die Bank in Gießen und Lauterbach unter Uebemahme der BMiksirma Joseph Herz Zweigniederlasiu'igen unter der Firma Teuksche VereinSbauk, Fi.'t.ile Gießen bzw. Teutfche VerernSl>a'ik Tepo itenko >e Lauterbach erriästet Für die Filiale Gießen zeich­nen der bisherige alletiiige Inhaber des Bank­hauses Joseph verz, Herr Moritz Herz als Td- rektor, sowie die Herren Roth und Earl Skvem- berget als Prokuristen, für bte Tepositenkasie Lauterbach die vorgenannten für die Filiste Gießen zeichnungSberechtiaten Herren, ferner die Herren Adolf Flitz und Karl Weimer al- Leiter.

Berlin

5 */,

182,50 182,50

866,50

311,

415,

420,

7,75

Fr.

Züricher Devisenmnrkt.

Al

182.60 191,-

r,93

80,20

13,23

Ar. Ar.

438,

316,

100 Fl.

100 Uli.

815,

287,

367.

615.

290.

43^,- 314^0

SO 1,50 640,-

8

L.

190,70

220,26

332.25

21.1. 10,35

4,05

8 65

123 75

7,75

100 103 100

1 100 100 100

100 10U

222.75

182,50

192,60

13,62

80,85

10,52

39',90 96«,- 810,85

50u, 356, 3H8, 495,

. 1119,85 1122,15 1118,^5 1151,15 . 1311,65 13,35

12,07

8 \45

10,27

494,56 310, - 618,- 29V.75

73 90 419,50

21 1.

Franken

19.55

1.55

8 45 43.50 24 12

23 - 45 50

150 637 50

4.10

22 ,75

23 ,25

61,32

402,95

964,55

818, >5

Datum: Deut firiegsanl.

Fr. Fl. Ar. Ar. Ar. Ar.

ÜurS 21.1. 77.50 67.60 66,70 64,90 185,- 320, _ 240,- 221,- 203.50 183.- 189,50 193,- 494,50 356,50 36 i,-- 504,- 316,25 2<4,- 622,50 545,- 434,- 814,- 265,- 497,- 307^0 612,- 245,-

422/5 42 ,45 1171,30 1173 70

1181801198,40

1278,60132! 35

197 80 19.8,20

Wechsel auf: ßeCaeb .......

verlisch la atz.....

'Die*.........

Prag.........

Paris........

2on6o«........

Italien........

räsfel........

Duöapeft.......

Aee-Derb......

Igratx........

. 190,<0 . 219,76 . 231,75 . 61,18 . 397,10 . 959,- . 809,15

Börsenkurse.

Frankfurt

Zürich . . . Amsterdam. Avpenhagen Prag. . . . bioaü)olm . Wien . . . . London. . . Pari» . . . Rew-Vork

122,25 23Q,75 61,18 40',95 961,-

616,65

13,48

89,65 li,48

20. L 10 42

4.72

8.ov

-,-1217,

2.30 -,

24,71 25, 1.62

Abend- Abend- Schluß- Schluß- LurS Kur» KurS

Amsterdam - «otterb 2017,95 2022 05 2335,45 2139,05

Brüfiel.Antwerpen . 418/5 419,45

Schweizer = 212.- -- 10.35

46/e Deut. Reichsanl. 37, Deut. Reichsanl. 4e/e Preuß Konsuls Darmstadter Bank . Deutsche Bank . . . Disconlo Gesellschaft Dresdener Dank . . Rationalbank f. D. . Muield. (Lrebitbani. ft .Amerik Pakets. . Norddeutscher Loyd . Doch Dutzstahlwerk . D.» Cu^emb. Serge, löelsenkirch. Dergw. . aerpener Bergoau .

be.schl.Eijenb.D. . Oberjchles. (tlseninb. . Phönix.Drrgb Akt. . Vad. Anilin, u. Soda Höchster Farbwerke. Eledtr. A. E. G. . . . öchucherl. Werke . . Felten- Guilleaume . Daim er......

Bub.» Eisenw.. 2UU. . Adlerwerke......

4°/«.Hkss ölaatsanl. . Electron lbnesheim .

= 8 30 = 41 75

--- 24 08 = 22.70 = 43.75

= L16

= 639 -

Marknotierungen.

Für 100 deutsche Mark wurden gezahlt:

Ehristiania. . . Aopenljagcn . . Stockholm . . . Helsingfor». . . Italien.....

London.....

New-Portz. . . forie......

chweiz.....

Spanien . . . . Wien (alte»). . Deutsch-Oesierr. Prag......

Budapest. . . . Bulgarien . . . Konstantinopel.

20.1. 2'. 1.

77,50 77,10

Saturn: 1.7.14.

..... 125.10

......' 59.20

.......R8J5

.......11789

.......88.80

.......117.88

.......97,80

.......125.40

......23,80

Frankfurt a UL, 22. Jan.

Berliner Devisenmarkt.

Geld Brief Geld «rief

Tatum: 20. Fan. 21. Fan

20. I. 77.50 67.75 66.50 65,-

184,50 320, - 245,50 221,-

202,50 181.50 194.-

195.50 495,- 361/0 363,60 508,- 312.50 288,75 614,- 148,-

Tbeatervvrftib-un i verbunden wir (^4 kam zur Vorführung Der Glixkrnguß tu Br s'du und Tal CMer ber Fremdenlegion Dv 6:neler c-nteten für ihre vorzüglichen Leistungen reichen Bc> all.

iS Steinbach. 20 Jan. Am oatnuaf feiert brr Okfangtv rti Geniauua sim *um Ritter sein dieSfähriyes Wintnvr xrt. Zur Aufführung kcmimen gute Jlrat«TVüA > wechselnd mit .'lonvrt unb Gel an- > nonrä-ir-i unb darauffolgendem Vast Trr btefux MYk-ter- veretn baguxn bte Reichs gr ü n d u n g »fr ie« mU eurem kameradschaftlichen ftirdjgang.

-v- G roßen-Li nden 2*) Fan «nsifwoch ,'bend nahm derVvlkShochfchusverein -«ine VortragStäsigkeit roteber auf ')Iartibrin tn bri Kar ..Mut er und Kind' Frau Dr mrb Plarr GVirixn in drei Borträgen vor Deibnachren über ,.0i-i,i,tb. beititpftegt" für Furten ge prvchen bat «, iw-namt Eleoiwvenschtvester Marie Nagel von der Univ.- Kinderk inik ihre Vorträge ülr: ..Säuglings- pfleg e". An Hand von rridvn ^>t>k1taiiintr>s- matfral in Natur und BUd forow b-tr b prahifdw Vorsühning führte sie in ihren Stasi em 3nri weitere Vorträg« werden sich amdük-im Dadurch ist jedermann Oklegenbeit geboten G-w^'bnb.n!en und Sitten aus eitlem so wichtigen Tätigtei'sgelneite wie dem der SäuglingSpfteie uiucr iart>fimbi-ltfl Führung z:mr Segen für daS 5umiliedt1xn ivubur einmal nalhzuprüfQi.

a Lauter, 19. Ian. Der h esirr Ge­sangverein Arion, der erst vor e nigon Mo­naten durch Lehrer Dender ggrünbei wnrde. ver­anstaltete am verAm<pmen Sonntag al<mb e n erstes Wmtervergnugen. Dte Ehö.v, w Ich- stirn- mungsvoll voraetragm nniren. be angen bte Hei­mat mit ihren örijteibntat unb Vor> mn Großen Beifall sand her DreuikterDeor läinr will, nmK leive" von Otto Sck'irxn^-Trais-chort»>sf Ober- hessische Mundart, Volkslieder, Sitten, Otetnäud* und her köstliche Humor des oberbefii'dxni Dialekt- dichter- Peter liteibd hielten bte Auf uei Naink it von Anfang bis Ende gesirngen Auch bte betvn Einakter:Wie bu mir, so ich bn^" undEliefdd not" wurden beifällig ausgenommen

(In einem Teil der Auslage wiederholt.) Oesterreichs Kampf gegen die Hunge tblockade der Valuta.

Dien 21. Ian. (WTB) Dte Konferentz »urPrüsung von Maßnahmen für den Preisabbau, hielt gestern ime Gdxufrfiinmg ab. in der eine Kundgebung angenommen wurde, auf die sich alle Gruvven geemiat haben. Tte ftimbgebimg weist bansuf hin, datz die Republik Teukfkh-Oesterrrich durch den harten F ledm-ner- trag, desien Abänderung mit aller Knick <mge­strebt rotybai müsse, yi einer unhaltbaren Selbständigkeit verurteilt. Seit tTrttr Besdande sei bte österrrid»sche Repub:i' b*n schwer­sten wirtscho t ichen Trscüüttetvam p rfgree m. Tic Regierung müsse in letzter Stunde mit asten wrfflgborcn Mitteln und unbeugsamem Wfslen hen Weg zur Besserung der Lage brTrtxv tm Ttr Ver­treter aller Betau'-stände CeHerrnd)» nifen ben En tentem ächten eine eindringlich« M ahn ung zu, die seit langem in Aussicht ge­stellten Kredite unverzügsich und onSgiebig zu ge­währen. Jede Verzögerung würde u;er r bare wirtschaftliche und sozale Folgen für Oesterreich hoben. In einer Entichlteßung werben bi« Maß­nahme^ zur Einschränkung der Noten inlla- t i on, zur HebuTig der fa-ttwrrtVn t i 'm u d industriellen Produktion und zur B' up ung beS LuruS und Wuchers sowie bie vorläusi -e Beslw- h^ltung der Bew irscfta'tung u e tb ck rti tvr Le­bensmittel verlangt. Ter Bu d s a ler l egrtiß'e die wertvolle Entschließung der Kaufeeii. br für die Regierung ein wich in>S Pwg amm darstellt. Tie Regierung werde mit aXer Energie an tte Durchführung der ihr gestellten Au'gaben bera** tre­ten. ES gehe nicht länger an, daß etn so vep>te'ist-' liches. wenn auch lleines Boll mfitten tn Euwvg infolge der schleckten Valuta von einer H ungerblockade umgaben ist. bte härter ist, al- sie im Kriege war

Wien, 21. Ian (WTB.1 Wie bte Hocksckus- korresvondenz bericht ck nckhm in den letzten Tagen m Dien die Sterblickkei» bet be n S ä nö­lt n g en und Kindern a''brvdntltch Darf nu, besonders bet den Säuglingen von 6 bis 12 Monaten.

Ein polnisches Waffen lager in Cbtrfdtfdirn entdeckt.

Kattvwitz. 21 Ian 'WTB.'' Am Mitcknvch wurde durch die AbstimmungsPolizei in dem Tarte Makoschcru bei einem polnischen Mitglied deS paritätischen Ausschusses «in Waffenlager entdeckt. Beschlagnolnnt mrrbot 176 Grtvrt»te und mehrere flirten, bte Gew- hnnuni- fton unb Handgvannten im Gewicht von mehr al5 vier Zentnern enthielten

Eine neue Parte! in Danzig

T a n z i g. 21. 3art (WTB.^ Tie beutscke ^^mnfrotifdY Partei und die frei wirtschoftsiche Veveiniguno in Danzig schlossen sich zu einet neuen Partei zusammen mit dem Namen deutsche Part«» für Fori schritt und Wirtschaft. Dte neue Partei will in erster Linie eintteten für dte Erhaltung der deutschen Kultur in Danzia und für den Aufbau bei Wirt­schaftslebens im Freistaat.

Deutsche Schifft unterm frommer.

Brüssel, 21 Ian WTB.l Gestern nrrrt*n oierbeutscheSchisfe, dte laut Vereinbarung zwischen den Alliierten Belgien zugelprochrn wor­den waren, öffentlich versteigert Zwei Schift'« fanben keinen Käuter. Tte beiden anderen sind vorläufig zu Beträgen, bi« weit unter der Taxe liegen, zugescklaaen worden.

Eine neue Offensive Kemal PofchoS.

Paris. 20 Jan fDTB.' Rack e:nrr Mel­dung der ..Chicago Tribüne" aus Knustantinovel haben die Truppen Kemal PnickaS in Analol en emc allgemeine Offensive n e a< n j i e G iechen begonnen Sie sollen btrte ge­zwungen baben, Ismid zu räumen unb Drutz betetzt baben Tte Kemalisten blvu-ten 43OD Ge­sängen« gemacht unb 17 Feldgeschütze erbeutet zu haben Die türkischen Blätter sind über bi? Wen­dung begeistert.

Vereine und Vcranstaltunqen.

Lang-Göns. 18 Jan. Der Gesangverein Froh,hm" veroau'ialtete am Swn-lag unb Sonn­tag abend cvu» Familicaabead, weite mix