tft. U2 Zweiter Blatt Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für tvberhefsen)Dienstag. 2\. Juni 1921
Deutscher Nelchstag.
118 Sitzung, nachmittags 3 Uhr.
Berlin. 20. Juni 1921
Der Entwurf über b* beutfdKbmefisdrn PsriedenSabmachungen geht an den Auswänigen Ausschuß
Das Haus w dann die Beratung der Inter- oeüarion Eures fort
9Ü>g. Bazille ^Deutschnat. memt. solange die Untersuchung tuxfi bei der Polizei rube und der gerittü! ch'n Aufklärung harre, liege bei der Fülle des Ma:erial4, daS dem Reichstage ohnehin zur Ertedicprng vorliege, kein Anlaß vor, 'ich schon jetu mit txrr Interpellation zu brichäf- tx(rn Dac aber habe die Reicksvegterung dazu beftimnrt, in einem Augenblick, iüo Oberschlesien und du Meinlande zu einer Entschridung drängen, dieser JntrnrHotion den Vorzug zu geben? Tine sachlich? Förderung habe der Reichskanzler mit seiner Rede nicht erreicht. Zweck und Ziel der U 5. P sei auf dem Diener Internationalen Part-' <ii i-stgelcgt worden, nämlich die Evoberung der volitischen Mackn im Staate und zwar aut h<*m W?-te der vrol 'tarisckien T.k atur. (Hört, hört.) Diesen Zweck beleucht,'! auch das Ziel der Intervellation Der Reichskanzler habe dieses Licht nicht leuchten sehen, deshalb müsse ihm die Ovvo- fition dir Augen öffnen. Am Tage nach dem Morde sei in Berlin daS Geschrei los gegangen, daß eS sich um eine nationalistische Tat hanoele, und daß sich in Münchm die Mörderzentral rühre Das hätte wohl die Linke gesagt, wenn die nationalistische Partei ihr die Schuld an dem Attentat auf den Herzog Albrecht von Württemberg zugesdwben hätte. Und dann erst der voll- ständig unangebrachte Generalstreik, den schon ein sozialistischer Abgeordneter selbst als Generalunsinn bezeichnet habe, besonders da der Generalstreik «r einer Zeit vroklamicrt worden sei, wo die Erfüllung deS Ultimatums die gany An
spannung unseres wirtschaftlichen Lebens erfordere. Diese gan^c an Dan Quijote er
innernde Kamvfesweisc gegen Windmühlen fei nur ?u einer Irreführung der Arbeiterschaft bestimmt, /©(fxiltenb?? Gelächter ertönt, als der Redner die Linke aufforbert, zuzuhZ-en, da sie von ihm noch viel lernen konnte. Niemand wolle den Arbeitern ihre wvhlerworbe ei Rechte abnehmrn. Ter Deltkrreg bade neue M tsvden geschossen, die den Siegern im SieaeSrausch rod: nicht zum Bewußtsein gctommei seien. Es sei noch keine Ruh: gekommen. vielmehr hätten sich die sozialen Gegensätze tvrfrfvi'ft. Seine Part?' kämpfe gegen die Zerreißung aller sittlichen Jdcen, die die äußerste Linke prvvagie c Solch? Zerreißungen kämen aber bei cS!en Re olutimen Mr, wie die Gesdrick-tc beweise. (Zuruf: Das hat das mit Gareis ry tun?) Das habe irsofern mit GareiS zu tun, als er den Vorwurf. 'eine Partei wolle die Reaktion, oks unbegründet zurückwe f n müsse. Zu einer Reaktion gehöre eine Aktwn. Wer aber habe eine Aktrm begangen? Wer habe Mittcl- deutsckland int) daS RuIwgebiet verwüstet? Wer halte in München getobt? Der habe dm Wider- statd unserer Fnpnt beim er'erneu Spiel untergraben? Wer Tjabe dafür ges'rgt, daß Deutschland mit gebrochenem Flügel am Boden liege? <Gcläch- ter links.) Die Linke habe stein Verständnis dafür, wie sie die Gefüb e weiter Kreise verletze, wenn sie die Entwaffmmg tertmige. warn sie die Auslösung der batxrr rfien Einmvlmerwehrrm fordere, die fljrr Herr Hoffmann und Herr Unter- leitner selbst ein geführt hätten, ausgerrckmet diese GralSküter der StaatSsicheckhr-ck vom 9. Nvvemlter. ^Ad Hoffmann ruft: Sie sind der reine Heiter- keitsba">Alus l) Die weiteren Angriffe des Redners auf die Linke rufen dort stürmisckw Hetackril hervor. Ungewöhnlich aber uni) ohne Beispiel in der Geschicke sei das Auftreten des Reic^kan^ lerS. Er hätte erklären können, daß, so lange keine Spur frrrfiege, c auch dritte Bcrdächtigimgen aukspreckien könne. Statt dessen s i aber seine Rede eine sta-ke Verbeugung nach links gewesen. Habe der ReiäiSkairzler etwa andmten wollen, daß die Untersuchung in Bayern nickrt mit de? erforixt- licken Gründ! ickk.rit Vvrgen^mrnen Worten wäre? Er habe Brechungen zwisckie.l drm Morde und seiner Partei an geben t?t. Er l)abe von der Sck-as- hmg einer Atmospl)äre _ der Verwilderung der Sitten aespvdjeu und seiner Partei den Mord an die Rvcksclüße gehängt. Für Artikel, die mit vollem Namen mtterzeich et erfcl.icnen seien, schiebe der Reidtskacrz'er frir.er Partei die Verantwortung zu. Die Angriffe auf den ReickiSpräsidenten gingen aut eine im Mai vorigen Jahres in Wittenberg erschienene Satire zurück in der die Szene in Auerbachs Keller re sistiert w.mde. An eine Beschimpfung des ReickZSvrä identen habe dabei kein Mersch gedacht, am wenigsten trerbe habet seine Partei betroffen. Du Red-' des Rcick-skanzlers sei somit eines der traurigsten B isptele der Partei- politischen Bertvilderungem De gesältrlichste Kampiesweise bi de stets die aus dem Hinterhalte. Redner nimmt dann den General Ludcndvrss, den Stolz und die Hoffnung Deutschlands, gegen die Verunglimpfungen der Avgcordnet n Unterlci.Mcr in Schutz und bedauert, daß der Reichskanzler
kein Dort des Bedauerns dafür gehabt habe. Lu- dendorst werde wZjl roch tit Iapnaustnieu gefeiert nxrb.-n, wenn das Zwergengesä Locht, das dji beute bestlnmvfe, »dioti lang« v rdorn fri. (Gelächter links » Red.wr g e.ft sodann die gestrige Rede des RridrSkan^ecs vi Es en an, in Der er Don Vorgängen in SüiHeutsckrand ge prvchen habe, die die Einheit deS Reiches gefalwkxn kömileu. sthm feien 'olche Vorgänge :mb«kannt, aber in Ber-in kämen Dinge txn und dazu grchüre auch die Rede des RetdtskwtÄl'rS, dte in Süi.-deulsck lanb fdjroerc 5mncn geschaffen habe. Dte Rede des Kanzlers sei Wa'ser auf die Mühle unserer Feinde, die auf di« Zertrümmerung der deutschen (lincheit hofften. Zwei Mil.ionen Lmtdeskin<er, die chc Btui für da) Vaterland hingege-e.i batten, könnten em fester .still für de Einb.u dos Vaterlandes sein. Solle dies durch die ft an-4errette qe- iälyrbet werden? Redner b.tvut, daß man die Zukunft des Deutsckien Reickies unNr die,em ftaiulet iridjt düfrer genug ansehen könnte. Lebhafter Beifall redjtd.)
Abg. von Schoch 'Deutsche Volksp.,. Tie Heiterkeü der Linken aus Anlaß emes an einem ihrer Führer begangenen RiordeS sei ihm intDer- ständlich. Proteste (inte.) Der Redner polcmi- fiert dann gegen die Link: und fährt fort: Ich lebe in der Tat eine konvulsivische Zuckung an unserem Volkskörper, der noch immer krank ist infolge der Revolution. 2Bir verurteilen die Tat. Wir verurteilen es auch, wmn in Bayern Redner nach ihren Reden verhauen werden, wie es m letzter Zeit vielfach vorgckomrnen ist. Auch wir bedauern, daß in der Politik Ausführungen laut geroorbett sind, die sich gegen die Rerchsrcgiermrg gericküet haben, aber die Linke ist nicht mtders. Sir schwelgt beute noch in der Vcrlierrlichung MvskauS, aber sie sagt ttichts dazu, daß Hundert tausende in Moskau abgeschlachtet worden find. Sie bat nichts dazu gesagt, da» zur Festhaltung der alten zaristisckren Ossizietr in her Roten Armee die Frauen und Kinder der Offiziere als Geiseln festgehalten worden sind, um evmtuell abgesckstach- tet zu werden. Auf Proteste und Zwischenrufe der Linsten, in deren Verlauf der Abgeordnete Setcbour einen Ordnungsruf erhält, erklärt der Redner, daß die U. S. P. sich selbst durch die Einschlagung b:r Richtung nach Moskau und die Art ihrer Propaganda einen schiechen Dienst geleistet habe.- Redmr fährt fort: Es ist auch nickt der geringste Bcw is dafür vorhanden, daß dem Morde an Gareis politische Gründe zugrunde liegen. Die bayerische Regierung hat sofort ihrem Abscheu Ausdruck gegeben und sofort eine Be- lohnung ausgesetzt Es ist nichts versäumt worden, waS zur AufNärung der Tal beitragen könnte. Daß der einzige Zeuge her Tat, der Parteigenosst (Watete’ steine Aussagen mach?n kann, weck er sich natürlich um den Erschossenen bekümmert hat, läßt sich eben nicht ändern. Bayern hat selbstverständlich rtach allen Vorgängen und Angriffen tas Hauptinteresse daran, daß der feige Wicht gefaßt wird. Tie Drohung wegen der Auslösung und Entwaffmnrg der Einwvhrterwehren trägt nidjt dazu bei, diesen Wunsch zu beschleunigen, denn das Dort Zwang ist niemand angenehm Don der Eittwohnerivehr ist noch keinem Mew- fdrn ein Haar gekrümmt worden, aber bei uns herrsdst Ordnung. In der Einwohnerwein sind auch Arbeiter, und daß diese Arbeiter mit den Offizieren Zusammenarbeiten, ist der Hauptgrund, wrsyalb die Sozialdemokratie gegen die Einwohnerwehren aufgebracht sind. Iedm acks ist an eine Aushebung der Ausnahmebestimmungen nicht zu denken, iAbgeordneter Deinen (Soz.) erhält auf den Zuruf: Reden Sie doch nicht so dummes Zeug! einen Ordnmrgsruf.) Der Unfinn des Generalstreikes hat Millionen gekostet und gerade die ParteTrn, die das Ultimatum unterzeichnet haben, sollten sich doppelt vor solchen Experimenten hüten. Glücklickierweise ist er an dem gesunden Sinn der Arbeitermassen ^scheitert. Der Reichskanzler hat der Interpellatton das denkbar größte Entgegenkommen gezeigt, das ist begrrislich und verzeihlich, allmählich änderte sich aber sein ton mehr und mehr und riet Erstaunen und Befremden hervor. Wir hörten ihn toben und wettern und es machte den Eindruck, als habe der Mörder schon eingeslanden, daß er von der 5Rcaftten gedungen gewesen sei Ter Rest der Rede bc3 Reichskanzlers ließ jede Objektivität vermissen, bi? man auf emern so hohen Posten besitzen müßte. Der Reichskanzler hat dann über die rech'sstehcntde Presse losgetogen, aber von der linksstehenden Presse hat er nichts gesagt, dabei hat der Reiche- kanzler dock den „dampf", die unabhängige Zeitung, beschlagnahmen lassen. Der Redner verliest darm eine Reihe von Artikeln, die beweisen, daß dieses Blatt nickt ein Blatt für höhere Töchter gewesen ist und erklärt die Beschlagnahme nach den Angriffen auf die Regierung für gerechtfertigt. Die Rede machte den Eindruck, als ob nach links feine Grenze in der Politik mehr gezogen werden solle, wohl aber nach rechts gegen die bürgerlichen Parteien.
Abg. Hamm (Dem.): Tie Interpellanten I dürfen nicht glauben, daß die Interpellation aus I Bayern euwn besonderen Einckutz ausüben wiro.
DaS Niveau, von dem der RrickSkMuz'er bei feinen Ausführungen auSging, war von brr Vvriicht gegenüber den Ländern gvtragen und war Dal Ricknige. Und wenn er gerecht und Gerechtigkeit in den Vordrrgruird stellte, für die wir in bitten Tagen des Ultimatums fo feinfühlig <Krootbni sind, lins wir ivm dankbar. So lange im faUle Garei» ein SionJiauet txrrl;egt, mutz niau fick von allen persönlichen Verdächtigungen sernbalken. I»atte man dock' in einem lin^iteicnren Blatt sogar kirchliche Äreise des Mortes v<rD6dihgt. ter Glaube an hie (gemeintat der anderen kann dock tei'i.m Beweis ers tzen. An dieser Uederzeugung ist ja auch der (Generalstreck gescheiten Man ban in der Rode deS Rtick>Skanzlers nicht eine Gehäsiigkeil gegen rechts sehen Na, na Hätte er nur so geredet wie Man kann die t\u,r- viidKU Veri ältni se em icnteyen, wenn mon weiß, icnc die bayeris.se Regierung für die Au>rechter t.a'tung brr Ordnung gekämpft hat Nickt zv redttfcrtiflcn ist die p'.umpe Hrtze, die fick' icp! gegen das Reick» und seine Elnrickümifpn breit mackch. Mit Unbildung, Herzlosigkeit und Roheit wird gegen das Reick gehetzt und gan; her gefien, daß dieses Reich unser Reick ist. Mviu D-n ist scharf genug zur Berurteckiuig des nmüen Treibend de» „Völkischen Beobachters". Wir treten ür dir Versölnuma ein. '?Cber was bat d.c Partei des Herrn Barste gegen di: SciVinuntg getan9 Sie bat den nrüiten Radauantileni.t.SmuL gefördert uTtO sie hat nisüs getan geger' vöd lhaften und müsteii Trcibc.eicn, gegen die 9lridtiirt)icr^ng. tic zur Schädigung des Rtick-sgedantens hib.en. 'Sehr wayr! li-ckS.) Der mißglückte Generalstreik war ein Scküag gepai dir Staatsordnung. Er konnte itinr eine Befestigung des Austiahmezuslandos biingen, den and) wir abbaueii möck :en. Be säst in der Mitte.
Avg. Remmele (Ä.): Die Auffassung, daß die bayerisd)« Regierung den Verhan>lunyen im Reichstag keinen Wert beimißt, lecken nnr, doch bed.-utet dies Die Bankerotterklärung des Paria mentarismus. Auck) wir sind überzeugt, daß es nicht bie Reden sind, die Morde, uxie den an Gareis, aus der Welt schassen, jonbarn oaui ist nur die Macht des Proletariats berufen. Wenn wir heilte Anlaß zur Heiterkeit hatten, so liegt das an dem, was uns heute hier vorgerragen wurde, z. D. daß die bayerische Regierung vom Land gewählt sei. Die Vorgänge während dieser Debatte hier im Haute kennzeichnen dte Situation, in der wir uns in D ukickland befinden. Sie kenn zeichnet, was wir von dem Bürgertum zu erwarten haben. Die demokratischen Vertreter ürchten, als der Abgeordnete eine Schilderung der bayerischen Presse gab und die ganze bayerische Atmoivhare aufroHte. Die Selbstverwaltung der Einwohnei- wehren ist ein Märchen und was wir von dem fortfebreiienben Abbau deS Ausnahmezustandes zu erwarten haben, wird durch die Vorgänge hier illustriert.
Abg. Pfeiffer (Ztr.) sprtckt das Beda^:ci ferner Partei über den Mord an Gareis aus und gibt der Erwartung Aasbruck, daß es gelmgci ivrrdc, den Tater zu finden, llns sind jebenfalls Beweise dafür m3ü besannt, daß Die Rechte die Scbuld trägt. Auch in Bayern ist man der Ansicht, daß die Reichseinheit daS höchste Ziel ist. Tie Rätezeit hat Bayern in zwei Lager gespalten. Truck erzeugt (Gegendruck. Tbcr auck in Bayern ist München nicht das ganze Land. ‘‘Uten imfl Ruhe im Lande haben. TaS mögen sich auch die beiden. Recküspartcien merken, deren t'teMrwrben bei der Bayer,>ck>en volkSpattei doch sehr jf enfuubin war. Wir hasten jedenfalls, daß die Debatte dazu btt- tiagen wird, die Dc-r^mmung beide ziführeu. Nickt in der Prrußenhymne, nicht im Bac-ernlied oder im Scktvabenl.ed liegt uniert Za tunst, sondern nur in der gemeinsamen Arbeit zum Wahle unseres Vaterlandes.
Abg. Eisenberger ^Bayr. Bauernbund) wendet sich gegen die Angriffe des Abg. Gruber auf seine Partei. Wenn b.e Sozialdemokratie wäl>- rend 'des «apv PutscheS sich nicht versteckt hätte, hätte sie ja selbst bei der Regierwigsbckdung mitreden kännen. Die Ba ern sind gute forte Die Räteregierung, die Da ern fo in Mißkredit ge« bradx l>al, bestand nicht aus Banerii. Unsere Crnwohnerwch en s nd durch frrmr'.c El mente Der- huicht worden Präsident Kahr war zu vertrauens- se'ig und bat den reaktionären Einflüsterungen ickckt genügend Widerstand entgegengetetzt. Tie Parteien, die in Ba ern imter dem Borwonde, die Juden zu bekämpfen, am Decke sind, sind von den Deutschnatwnalen anges:ist«, tarn die Latzc läßt das Mausen nicht, tr-äitm un'e e damalige- Da ^fen tragen den mcchr Sdeieib gehabt, hätte tir Reooliction verhmdert we.den k-nn«. Auch w.r Dtrurirflcn bi? Ernwrdung Ga es Dir müs'en ab warten, was dte Untersuchung ergibt Tei Pro- vi i^äußerungen soll man nicht 'o viel Bedeutung beilegen, denn ein unbr fierter Hund beißt auck seine eigenen Suite. Der bayerische Bauer tpill inckrt, vaß im Fallt eines neuer konmumistischen Putsdies wegen der ..Entwaffnung ter Bürger weh en man nxfrL>c tast ehr Das haben wir den iDrddeun'lhen Lackels zu verdanken, die zu uns g.'krnnmen sind. ^Stürmische Hciterteck - 2£fr~r
n***i bat man den Einwobni-rwelnen den mili« täriikben iSbonoftrr gelten ? Was sollen btt "vcirtcmixibm und die iVufiftTanct»? Der fompf gegen die Juden ba: fern n Zweck, denn w soll man dte WrtiLiz jilr.r zw.sd» n hni Bc dmiltare mid Unbtf ei'.itimm ? ' Stürm i dir fein Tiit) Zv» Jährt 1848 waren dte Brnern noch tewr Juden.« tat er, erst das preußische Junker, um bat wieir Hoi: Ifrvorgerufen. Redner schi ßk mit einer ^ckernck gegen dte :Red*r, der -r Partne,gen n utz rwrwirft Es g£tr dte Aufieckteetaitima der Republik.
Abg. So 1 dmann U c P hat dal Sditafc* wort Er fühn auS: Di? IJne der Versöhnung, die hier angeschlagen wurden, passen ichlccku zu den Presseäußerimgen, die sich ketbst in .emvkrati- ldx*n Blättern finden. Die AeußtriM'i des Reichskanzlers über drt notwendige Zuruckliallun., ist crklärlick, da er die baoerhdxn Sdnoieriakeite» genau kennt: bat dock btt tMhcriidy Neuerung dicklich auf den Begleiter Gracis' den tteit a4t gelenkt ttaltii Leon, und Rufen dai man binnen 24 Stiinden daS Urteil fertig gehabt 2öarum gebt das nidu b:i Gare,»? Retarr polenrifiert ge«rß die Rechte und liezeichnet enc EntwaifiiungSakiwn in Batieni als eint stvniödie, dte dem rcaftio- närtn Geiste der baneriichen Regierung entspicche. Tie Arveiterschafl wisst nichts von der Frtideü. die der Aba. Schwarzer angeführt habt. Seine Partei verlange <ü irbc< Reckü für alle, daher ihr Aamof gegen das System ?labr Ter eealtio- näre Geist in Bayern dehne sich stäub:g au» Fn allen Eitenbahnzügrn könne man ihn büren. Ganz offen werde gegen das Reick unb bie Reichsrt-ie- rung gehetzt und kein Swatsanwall geeite i*n. Der Belagerungszustand werde einseitig wgen dte Ailxnteru! all angeiuanbt. Ter Rücktritt der Regie-« rung Mahr sei das einzige Mittel, um zu friedlichen Zuständen zu gelangen
Damit ist dte Besprechung ta Interpellation beendet. Näckiste Sitzung rnor-ten nachmittag 1 Uhr: Kleine Anfragen und fleint Vorlagen.
Schluß 8‘/. Uhr.
Can^mirtfcijaft
ed. AuSdem Vogelsberg, S1 Ilmi Erst in der vergangenen Vorwoche hatten die höher gelegenen Orte des Südwestabhang- bev VogelSbergS den feit Monaten erfehnten dnrchlveichenden Regen. DickltTurz utto Eohl- raben konnten gefetzt werden Man begann schon mit bet Heuernte, die in diesem Jahre noch lveit schlechter anSsällt als in den letzten Jahren Die Fruchternte hin- fgegen verspricht gut zu werden Infolge des Temperatursturzes vertSrert sich Die Heuernte allerbincrs etwas. Die letzten Rächte waren so empfindlich kalt, daß Die Mäher mit Handschuhen ausrücken mußten In diesem lIahre Tann der BolkSwitz wieder einmal recht behalten, bet bebauotet, auf dem Her- chenhainer Johannismarkt (20.—22. Juni) fei einmal ein Jude erfroren.
sw Dar m ft a b t, 20. Juni. Gro ßer Frostschaden ist durch oie fkälte von Samstag auf Sonntag im ganzen Ried entstanden. Man konnte stellenweise starken Reif auf den Felbern feststellen. Ganz be- sonberS gelitten haben ffartoffefn. Vollen sind Tomaten DaS Thermometer war auf 6 Oteab EclfiuS über Null gefallen. Nur ein rasch folgender Regen und anhaltende Därme könnten den Schaben wieoer bcfeltifjen. Im lwrigen Jahre mar fast um die gleiche Zeit ein Frost einnetreten, doch erholten sich in- folge des sofort einsetzenden günstigen Bet« terS die erfrorenen Gewächse. Die Ernte war auf den betroffenen Feldern trvtzoem gut.
[j Marburg, 17. Juni. Der Hoch schul- ring und die Freie deutsche Gruppe haben einen Aufruf zu Sammlungen für Errichtung eines Standbildes für die gefallenen Universitätsangehört- «gen erlassen, das im foeuwinfl der Universität ausgestellt werben soll. Eine große Tafel mit den Namen der Gefallenen ist bekanntlich bereits dort neben derjenigen von 1870/71 angebracht.
Heidelberg, 17 Juni. Die wir hären ist der Lehrstuhl der Anatomie in Heidelberg an Stelle rxm Pros Ö. B.au» dem Geh Mebi- z ins trat Pwf. Tr. Ernst .EalliuSinBreSlau an geboten worden. SolliuS, ein gebotener Ber (int, ftubterte in Freiburg und Berlin und war später einige Zeck als Pwscktor in Gießen.
Möqlickerweue ii bieses Tagebuch auck nur ein Bluff.
Aber tonn jemand dieses unbegretTt he Ereignis er Härm ? Eine lii'tt, versiegelt mit den Sie«
L)errn Collins Abenteuer
Roman von Frank Helle'r.
(Rackbruck verboten.)
39. Fortsetzung.
Jr*'e ck Üh pc-trau nSiü btgen Ä pitän cbgt enb1 iNrvtzmrw n*rh auf bn» Liraiamile bcnxid)?. und als 11
wurde.
was
er einen SDlü.-djuf an ^rbC,ar.e;-n-a t Tat nod). öie Tocks in der Nähe der »SntoreE oTpanin", nickt volle Zklarheit über dessen Iden.icät erlangt. |p daß Svpitcm sekby mich iah. llnt be-chald
speit-, d mu
fte nxrb auf das forgiamite bcnxuhr, uno als lie geäfmet w,rd alferb ng-3 wn einem (yinbrutMbieb, aber er kann kaum mehr als eine Brettckstunss tu Verwahrungsraum jugebradü haben) — als ;te geöffnet wird, finden fick unter den Siegeln in
grln der Bank von England, gefüllt mit den ioc- ziellen Schackucln ber Bank, rmrb ni einem außer
wurde.
Außerdem teilen imr folgendes kurroses „Tage
unter Eid,
3 bat "bet Kapitän btc ffTte und Die Vellen Sck-ackteln ber Bank (Sadxrenlänbtge bereit, ihr-- Echthci: 511 .befcfawrei) anitrtt Gold mit Bte klumpen gefüllt fand,
1 Daß daS Gold von Mr. James Hoxtem. Direktor der Bank von England, verpackt wurde, 2 datz die Oe, it her K abwiandt
absolut kern em anderen Attentat ausaeseyt war als dem Großmitbs — Sachoecstäudtge tatct.igcn dis
buch" mit, das sich i 1 Großmiths ftajülc vvrg.n in- den hat und aus dem hervotzu^hen scheint, daß
den Schädeln mir Blcnk.umpon üdt
^Sherlock Holmes an bie Front!"
Ät Laveni se urttbrad) ferne Lektür jno narrte nneber mit t an Ausdruck dec lebhaftesten Bewundetuna Pbckchv Collm an, der ruhig lä- chclnd (em Eharnpiguerglas leerte
Tas Schwerste," sagte er dann, „nachdem ick dtc 3tee mit dem Grablei.i bät e, war der Austausck mit ber Gold "e ibung D e t h Ih> en fdx?n sagte, Laverticke, eS mär: eine ftl i ngkc't g> wesen, einen Teil des Goldes zu nehmen — das scheut! ia auch Mr. Gwßmick)s An. i 1 gemeint zu sein. Alles zu nehmen, da lag b:r Haken. T:r Grabstein gab mir «’ne G legenheit, aber der Lus^ tausch machte mir Kop zerbceck— namcnlltck so lange ick glaubte, bar. dte äi'jc in ber ge.c.chn- licken Güter:b: i.ung t rmsp- r tt_re ??e i würde. Darum madüe ich ern voac kl ttc Streu'züge durch
4. verweisen nur nod> einmal auf Üas, wir oben über den Raum gesagt haben, m dem die Kiste au, ber „Enuweß of Cceanu" verwahct
Dir gebet, an anderer Stelle des Mat' bte zunächst folgenden Bechöce mit C--------
meder, d.e zu tvi'.em wie immer gearteten Resultat gcfülTrt 'haben, er fdxmt so yem.i t) sturnw- fimtig zu fix Hier begnügen wir und Damit, $i konstatieren:
lieb er btc sti'tr in Dem Raume unterbringen, wo ich ite haben wallte. Ich entdeckte diesen Raum, als ich als Verlader an Bo cd dcs Dampfe cs Tznit macht:."
„Aber verzechen Sie, 'Bnofeffor, warum hey Aapnän Selkm die Lifte harr unterbringen — n?cü er Sie »ab?"
„Ja, wissen Stf, Graham, rr iah mit) ebn, m entern bescmderen Kostüm. Ich hatte mich alS Aegyptec gekleidet."
Mr. Graham süeß einen Psick aus
„Ibit da glaubte er, datz .
„Ja, da glaubte er, daß btc Natonaliken mtfleidx Darnach itimirrten und beschloß, d e List' an entern sicheren Ort unterzub t -gen, als tm Lastenraum Das Resultat sehen wir in der „Dar y Maü".
„Und als Sie das Lrankenz mmer neben Dem anderen Raume saG», kam Ihnen b-.e Idee mit dem Pastor?"'
Herr Eollin nickte.
„Mit seiner Jfranllxr, ia. Tann >vac >12 ander fa sonn en klar. La verrisse hatte ,a dafür gesorgt, bar wir genau wußten, wie bt: Kiste und Dte Sckachteln aus ahen. Es handelte^ich barm nur Darum, das Met in dte salscken -schachteln zu packen — eine Leute Aofetr: t ‘, wi: ick Ihn^t sagte, Lavertisfe — und die falsche Äi le und iu au terstcgcln. Sick Si gel zu Deqdp im, ist »1, Goll sei Tank ferne fcmü. Und ebenso itfbiL» verständlich war es, daß die falsche Kicke mit Dem Titel: Gröbstem für den Pastor aus Malta, tn
eckte größere verpackt wurde DaS SdD mmfL war, die echte Kiste und den ialicken Grab.'l.it tm Ber- trahrungscaum m tcuuinter zu Dt.tan/hm, Gull sei Tank war ja b:e Dach' an5 Dem Dege, und Laverti st hustete, mbes ich arbeitete, rote sei ganzes Sanatorium."
„9hm aber ber andere, Gratzmith? Vte, aLai ten Sie, hatte er nun der Sendung erfechten Pwfesfor?"
„Ach, eS ist nahezu unmözltch, rfit solche Sendung geta'm zu Y-a'.tm. Tas ist Tat'acke. Vrel- IridX batte er Verbindungen rrt Der Bank - wir wer-en es wohl me erfahren. Aber tD hat! ihn gleich tm Berdadst. En lickticheues Inin cibuum . . . Ich legte seine Züge und dtes: Ge'vemtermaSSe zun Svaß an — '5erfr.ite si.a> ja immer aberglaubich . . . mri i Gott, ane ick jagte, ein gant ordentlicher Mensck, der aus Ab- wegen geraten ist. . ."
Herr ttolltn sah gedankenvoll vor sich bin.
„Nun, und wes werden Sie setzt tun, 'ßr>» frifor ?" >
„Dir fahren w.rder nach E g^and zurück, La' verriffe, m t der Jacht die Graham uns ver'chaf't hat. Und da will ich ci'e Sckmlung machen."
„Ein- Schenkung, Professor?^'
„Ja, Laretei'se, ein Alt ber Taukbark'ü! Tausend Pfund für die Gei'tlih'eit in Malta.'
(Fortsetzung folgt.)


