Ausgabe 
20.5.1921
 
Einzelbild herunterladen

D. 115

Aveiter Blatt Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Gderheffen)greltag, 20. Mai 1921

Vie tage btt 2lrbdterorgam|aiio3tii in Amerika.

Hem 'Birgit Jordan

FPS In beit Bereinigten Staaken ist bis tun <jani turym der h ampf bet Ärbcitcrorgarafatimtei um die Macht auf fcft ausschließlich wrrtschosl kicher Grundlage geführt woroen Er ging in der 50Miptfache um die Stärkung und Ausbreitung der Fachorgantsationm in den l-inzelnen Industrie- Zweigen, um die Durchsetzung besserer Löhne und kürzerer Arbeitszeiten mit vilse von Streiks, um Regelung dec Arbeitsweise und die Fragen der Entlassung, um Beschäftigung von nicht ge- werkschaftlich Organisierten in einzelnen Fabriken oder m bestimmten Industrien, um die Durfte 'etzmrg von Kollektivabkommen mit den Arbeil- nebern hinsichtlich der Arbeitsbedingungen u. _a mehr.

In dieser Dinsicht besteht der größte Gegensatz zwischen dem Vorgehen der Arbeiterorganisationen in Großbritannien und wenn auch in etwas geringerem Maße in Deutschland und bis ahin wenigstens dem Verhalten der amerika­nischen Organisationen. Es gibt in den Bereinigten Staaten keine CrganifaHonen oder Gruvpen von Organisationen, die über eine Machtfülle ver­fügen würde, wie sie etwa die Triple-Alliance der Bergarbeiter, Eisenbalmer unb Transportarbeiter in England wenigstens biS zu ihrem kürzlich beim EoHlenstreik erfolgten effektiven Zusammenbruch besaß. Der Bergarbeiterverband Tlte United Mine Wärters os America), die größte Gewerkschaft in den Bereinigten Staaten, mit einem Mitglieder- stand von 500000, bat niemals mit dem Erfolg wie die englischen Bergarbeiter die Macht des Staates ltevauSgefordert. Ihrem großen Streik im Jahre 1919 wurde durch Anwendung eines einfachen gerichtlichen Streikverbots em Ende ge­setzt. ES ist wahr, die verschiedenen Eisenbahner- Organisationen, die zusammengesaßt eine noch größere Mitgliederzabl haben als der Bergarbeiter-' nerband, haben 1917 die Regierung unter An­drohung eines Generalstreiks geznnmgen, ein Gesetz ufctt den Achtstnndenlrrbeitstag tnircf^ubringen -wer das war unter dem Druck einer .'i'riegsnot- lage Die Lage der Eifenbahner ist jetzt wie unten erwähnt w tb n sehr verschieden gegen s.Ler.

Es deutet aber neuerdings manage? daraus, daß die amerikanischen Arbeiterorganisationen gegenüber den neuen Problemen und Schwierig­keiten, denen sie,zu begegnen haben, sich auf eine neue Taktik um'znstellen haben werden. Daraus wies süngstens mich die Forderung des führenden Mannes in der Stahlindustrie hin, der seit Jahren und mit Erfolg die Gewerkschaften bekämpft unb zu verhindern gewußt hat, daß sie in der Stahl­industrie irgendein Machtsaktvr ioerden konnten, mtb der jetzt die Forderung giifftcUt, aus. legislativem Wege über bte Tätigkeit und Macht Oer Arbeiterorganisationen eine strengere fton^- twllc miögeübt werde mit der Begründung, daß ihre Existenz und ständige Ausbreitung einen fort­dauernden Küdgang in ter Produktion und eine Preissteigerung verschuldet hätten durch geringe Arbeitsleistung und die ständigen Forderungen nach höheren Löhnen.

Diese Forderung fommt zu einer Zeit, wo auch sonst Anzeichen für eine generelle Geneigtheit seitens der Arbeitgeber und Geschäftsleute vor­liegen, eine restriktive Gesetzgebung zu billigen unb der zunehmenden Macht der Ärbeitervrgmii-" sationen Widerstand zu leisten. Das Arbeitsamt selbst, von dem man angenommen hatte, daß eS den Gewerkschaften wohlgesinnt fei, hat kürzlich den Wunsch geäußert, daß mit Liste einer Gesetz gebimg, diezuvacke", eine schärfere Kontrolle über die Arbeiterorganisationen ermöglicht werde. 3*n nicht weniger als 15 Staaten bestehen jetzt Gesetze, die in einer ober der anderen Form bei Streitigkeiten zwischen Arbeitgebern mtb Arbeit­nehmern zur Anrufung /in es Schiedsgerichts zwingen. In manchen Staaten sind seitens der Gerichte anläßlich neuerer Streiks Verordnungen ergangen, die den Organisationen das Aufstellen von Streikposten und andere Streikmaßnahmen untersagen. Berschiedene Staaten, darunter Reu-- hort und Massachusetts, haben Gesetze, bte die Arbeiterorgani s ationen für eventuelle Schäden haftbar machen.

Die Eisenbahnerorganisationen, die bis dahin allen Bemühungen der Staatsbehörden und der Unternehmer um eine Lohnherabsetzuno unb um Beseitigung des während des Krieges burchgesetz- ten, für das ganze Land geltenden Abkommens über die Arbeitsbedingungen widerstanden hatten, haben längst einen bedeutenden Verlust an An- 'eben und Macht erfahren durch die Entscheidung der zur'ung dieser Fragen berufenen amtlichen Körperschaft. dahingehend, daß das genannte Ab­kommen suspendiert werden und Verhandlungen über die Arbeitsbedingungen jeweils zwischen den lokalen Organitanonen und den Arbeitgebern er»

Talgen sollten lieber die Lohnsrage ist noch nicht entschicken wocken. doch steht zu erwarten, daß die Gew erst cka st 'n auch hier verlieren werden

Es könnten noch viele andere Vri'rnele dafür angeführt werden, daß momentan, angesichts ter ganz beiitnclloiat ArbeitSloigkeit or La e für die Arbeiterorganisationen nicht die beste ist Die Pläne der Arbeitgeber gebet bahnt, vor allem das Prinzip deropen shops" dUrchzwetzen, d. h., daß strnstig m Fabriken und Werkstätten, bv bis dahin ausschließlich gewerkschaftlich Drganificrten Vorbehalten roaren, auch Nichtorganisierte beschäf­tigt werden können: die Gerichte und bte Regie­rung zeige« immer mehr Weitung, die staatlichen Machtmittel gegen die tfamDfmitte! der otewerk- f(haften aufoubietm Es will uns wahrscheinlich erscheinen, daß gegenüber dem Vorzugs weife voll tischen Charakter des Vorgehens ihrer Gegner die Gewerkschaften ihrerseits m zunehmendem Maße dazu geführt werden, von Dolitifchni Waffen Ge brauch zu machen und bemgenun .bre Taktik und ihre Methoden umzustellen. So dürften bte Aus­wirkungen der gegenwärtigen Krisis in der In­dustrie, bei der wegen der Produktionsbeschränktlng die Löhne viel schneller herabgedrückt worden find, c^s die Kosten für den Lebensunterhalt gesunken sind, imchtigc Folgen auf das polftifchc Leben Amerikas haben, wenn nämlich die großen Arbefterorganifativnen gezwungen roürbet, sich auf das politische Gebiet zu begeben, wie das in Großdritaimten, Frankreich, Ilalictt und Deutsch­land längst der Fall ist.

Klrdyc und Schule.

B. Schotten, 19. Mae. Der Zweigverem Schotten der Gustav-Adolf-St istunq tn Liessen, rodritr die Gemeinden des ftreiicd Schot­ten außer Lmiback umfaßt, brachte inj vergangenen Recknungs-aHr an Galen für den Guslar-Advft- Berein 2719 Mk. auf. Donrll ist btt tzvhe der Beiträge aus dem Kneife Schotten tnt Reclmrmgs* jcchr 1920 um well mehr als das D»vrelte über* schritten. Auch m btefem Jahr *t wieder ein e\- rattlided Fest des Zweigverrtns geplant.

Turnen, Spiel und Sport.

* Leih gestern, 18. Mai. Boni schönsten Maienwelder begünfftgt, veranstaltete der Turn­verein Frisch Auf" am Sonntag sein An t ur- nen. Bor mehr als 2000 Zuschauern aus der näheren unb weiteren Umgebung begannen mittags die Kämpfe um den Wanderpreis ,ni «Geräteturnen mit ein paar Gruppen fthöntr Freiübungen. MI* gemeine Bewunderung sanden die Stiftungen der aktiven Riege. Die Jüngsten des Vereins, die Schülerriege, zeigten Gruppen schöner Freiübun­gen, während die AilterSriege aut Barren aflge­meinen Beifall erntete Worte ehrlichen Anerken­nens sperrdete zum Abschied ein fremder Turner im Namen seiner Freunde. Zu wünschen wäre auch, daß die Worte des Borsitzendeii Deß wieder Allgemeingut aller Turnvereine würden: .

daß es bem Vorstände gelungen ist, ben Geist der Partei!ichSeft ans den Reihen des Bevttns sem- zuhalten, daßir aber die Liebe »um deutschen Tur­nen in bte vevzen seiner Mitglieder zu pflanz«, oieftn Heiden verdaaLen wir^rnsere Erfolge!"

Handel.

Berlin, 19 Mcn (Börsenfttrnmungs* bitte Bet bedeutenden Umsätzen, die neben anha'- lenden Auslands käusen besonders rvidter auf das Eingreifen der PlatzTpekulatton zurückzn führen ftnb, machte die AufwättSbeweg ung in ben allen Reichs- und preußischen Anleihen un Grvßverkcvr bet ÜlirS* bcficnmgen von 2 bis 4 Prozent weitere I»N- schrllte, wobei brö Äauptrnberei e heute besonders sich den Reichsanleihen zuwmtdte. Tre Umsätze tn 4* und 3' zpooz. Reichscrnteiben waren so be­deutend, dach du Festsetzung der amtlichen Anfangs­kurse beträchtlich verzögert wurde. Auch bte Kriegs­anleihen ücrnuxfÄm ihren Kursstand bis 773/« anfzubesserii. Im Kossavertehr erfuhren die An­leihen der deutschen SSänber, danrntec besonders die dreipoozEntiffen, Ätenftllls ansehnliche Kurs- erhoknmgen Auf den übriflat Gebt eien ging eS weitaus stiller her, da sich ziemliche Zurückhaltung geltend machte. Auch int Kauflust des Publikums in ben zu Emheitskursen gesammelten Industrie- papieren bat nachgelassen Die Grundftinmiung ist mrmerfrin als behauptet zu bezeichnen. Tu ftllrs- Deränbenmgen nach oben oder unten betragen mir der ganz wenigen Papieren 10 Proz und darüber Für StintotMtncre, besonders Säuntwig, Ttich - Uebertee, Baltimore und Wjitoter, bestand megei des Rückganges des Markkurses bei röeietttiidvn Kursbesserungen Kauflust. Aus dem gleich-,' Grünte' erhöhten sich auch bte Devisenpreise nicht untetrtofxf.iäk Im KassaverLhr notiertet 4proi ReichSmsteche schließlich adjt 3- -poo^ über ledx, 3pvoz. über yroet und preußische Konsols 2 b,s 4 Pnoz. toher. Sonst schtoß die Börse au) bte

lserrn Collins Abenteuer.

Roman von Frank Heller.

19. Fortsetzung. (Nachdruck verboten )

Bevor noch Kennvn etwas fagot konnte, fügte ixt Professor rußig hinzu:TaS emsige, was ich mit der Faliännw-zerbande zu tun habe, ist, bafe ich heute nachmittag äroe sämtlichen Mitglieder aufgespüri habe."

gen non flog aus dem Sessel in die £>5te. ,,2BaÄ, Sie Hanen ... ad, UnftmtV "Er berrach- iete ben i imgen Fran-osen er sprach übrigens ausgezeiclmet englisch mit einem 3u5bnirf, ge"* mischt aus Lwün und Mißtrauen . . . Trotz allem lag etwas in seinem Aussehen, das ihn dre er* mnmlkhe Behauptung, die er eben gehört batte, fo halb und halb glauben ließ. Das heißt, nem: Dummheiten! Tu Frllschcnünzcrbaiche, bve . brei Wochen ber britischen Voltzci unb fhm_tefb|t go- trotzt Hatte, sollte von d-.e^em Beaten Schwindler ausgespürt sein! Lächerlich!

Ser Professor unterbrach seine raschen Ge- dankarreihen, indem er sagte:

,Zch spreche die Wahrhell, Mr. Keayvu. Und ich will es beweise,!. Ich war eben tm 3kgnn, Sie anxurusen, um Sie die geschatzic Geiellfcba t arretieren zu lassen Bis 12, Uhr dürsten nnr_ite da versammelt finden, wo ich ftc verir'ß. sie halten heute al-arb ihre Generalversammlung ab, denn morgen beginnt die Zirkulation von neuem."

Kenpon erreichte: wenn das falsche Geld wieder zu $nhraeren anfing, war er verloren.

Wollen Sie zuerst telephonieren unb itd? bte Hilfe von sechs ober sieben .Konstablern I?erschrften, dann steht mein Angelo: seit, und Sie können sie arretieren. Meine persönliche Mchlpchr t opfere

ick, wie tee allen Römer, für die des Staates, und natHber kötmen Sie jotgkich mich arretieren. Aber es ist jetzt übet 11 IByr, unb Sie müßen sich beeflen."

Nach einem raschen Blick anr ben Professor trat Kenpon an das Telephon, Vingelle an und gab seine Order. Während ne noch auf das Ein­treffen bet Ko«ftat4er warteten, sagte der Pa.- Ichor:

Sie rounbem sich vielleicht, tote ich ne ge­funden habe? Ganz einfach, durch Sichtung meiner serftreuter filmten! Ick hatte regelmäßige Bot«n von falschem GeL bemerkt richtiger gejagt, die Bank batte es gemerkt imb ijaxh müSamer Ärdell gelang es mir. heraus zu mrden, baß sie non dem Ehe» der Bande herrührten, bte Ihnen ft» lange getrotzt bat"

Sechs Tage," sagte Kenyon erregt.

,Zch habe sie in dreien aufgespürt," entgeg­nete dn: Prosesfor.Und gerade heule nachmittag, als, können Sie sich ment staunen denken, ber Anführer bet Bande, ber folsäte Lord Earton, in einem SirfaH besten, was man b« Apvcheie der Zerstreutheit nennen könnte, im Begriffe war, sich der Gerechtigkeit auszulieietn: Glücklicherwei'e enttvifckte er ... ja. ja, gllutticherwei'e, Mr. S nyon, denn sonst könnte ich ihn Ihnen über* antworten."

ft entern starrte den Professor an, bei still in sick hinemläckelte. Nack einigen Minuten dörre man das Trampeln ber Konstibler draußen, und man begab fick hrnaus, ber zerknirschte M. Lavet- tiffe, Mr. Kenyon unb bet Proteftst

Pardon," riej ber letztere m ber Tüte dem Detektiv nach.Unter men-em Dacbc scchnnen Ste schon von ber Krankhell, die Ste eben erst so be- rebt geschildert Haden der Zerstreutheit ®x gesteckt zu sein. Ste verg-sien Ihr Paket."

(In einem Teil ber Auflage wiederholt.) Die ellglische Warnuvfl an Frankreich. London, 18. Mm (WB ' Tie heute abend befaiuiliKgetNnie Erklärung Lloöd S^orges mir oberfchlefiidKit Frage fmbet in de. gefinUen Preise die größte Beacktmtg und imro als ente ernste Warntlng an Frankreich angesehen. die Blätter melden, wird Lloyd morgen abend beim Essen, das der Pllgnm^iud zu (fhren des neuen amenvanifcken Botclufkers iisarvey gibt, wahrscheinlich eine wi.tätige Rede bollen, dte I» tpi fächiidi bte oberfrfHefifdr Frage bhandeln dürfte Westminster Gazette" schreibt Uber dm briri)<lxn imb ftauzöfi'öten Standpunkt, iede Po­litik, bte sich auf bte Absicht qrilnbe, 6 0 oder 70 Millionen Deutsche im Zustande der Unterwerfung zu erhalten, müsse fehlschlagen Ftankraich müsse Deutschlwid die Möalichteit gelm, urr ftiirbe yn txnmm Pall Mall and Glol«e" Erklärt, das franzöftsckr Volk müs'e verstellen, daß Englanb unbedingt jrte Beteiligung an solchen Abenteuern nne dem po> niscken abl*nc und es Deutschland Übetlalfen werde, noch freiem Ermessen mit icbem ntuötnl* [igen Angriff ber Polen fertig zu werden.

Die Avschlußfrage in Lesterrelch.

Salzburg, 18. Mai. (WTB.) Unter dem Emdrttck einer mächliyen BolkSknnd- g e b u n g am Domplatz, die in einer fast ein stündigen Dcmonstralwn vor Ser Lande-* regicrung ihre Fortsetzung sand, beschloß der Derfaffungsausschuß in einer bis 2 Uhr nachts dauernden Sitzung, an dem 29. Mai als Abstimmungstag feftzuhalten.

Staat und Sieche in Bayern.

München, 18. Mai. (WB.) Ztz Ehren Kardinals von Fau lhaber sand gestern bc:m Minifterpräsidcnren von Kahr etn feftüdxr Empfang statt, an dem auch bet päpstliche 9hin* kius Mvnftgnore 'Boreth tetinahm. Kahr earaiert; in einem Ttrnkspruch an das edle Wrrken des heiligen Vaters während o-S Weltkriege- zur Lrn- bmmg des hxmrigen Lofts ber Stermunbetot unb Gefangenen. Unvergessen werde für alle Zeiten in Deutschland das LteoeSwerk des für

die atmen und unftl-uldigen Kacker bletben. Faul­haber betonte in Erwiderung, daß 5tW tn der opferwilligsten Weite das undankbar;e Amt über­nommen unb eine Wendung -mn Auffkieg gebracht habe. Kahr habeBavernausdemEhavS gerettet. Er werde fich den Tank oer Geschichte mit einem Reft?stitel sichern, wenn durch das glück­liche Zustandekommen des .KonLordats rechtliche Klarheit und kirchliche Fre-iieit geschaffen wttdc. Ter Kardinal schüotz mit dem SAmidr, daß sich das Verhältnis vmschen Staat und >hrflr audj unter den neuen Zeitverhälttassen zu ewm srtzed» licheu gestuften möge.

Die Nutzbarmachang des Rhein».

Paris, 18 Uten. (WB.- iteure wurde hier unter dem Vorsitz des Ministers für öffentlich Arbeiten eine Konferenz von Vertretern der Han­delskammern von Osts rankreich, dem Elsaß und Lothringen abgehalten. Die Konferenz befaßte suh mit bem Plane ber Nutzbarmachung des RhernS zwischen der Schwetrer Grenze unb Straßburg. Es bandelt sich dabei um ow An­lage eines Kanals in Elsaß, den Bau von lb Schleusen unb die Errickchmg hydnxlettrischet Fa­briken, die eme Stvomstärke von 550000 5 <1 nvatt llefern sollen. Die Den'arnrnllotg beschloß die (vrün* düng einer Studiengesellschaft zweck» AuSatbeittmg eines techmföMl unb finanziellen Planes.

Sie werden gleich die Erklärung dafür be­kommen."

Nun wohl! Ich habe bieten Faden verfolgt und das Material mit Hilfe hes bärtigen Sig­nalements, das ick erlangen tonnte. a _t jßet, aber die gany Sache fthien mich ii env Sackgaste za führen. Jetzt sehe iich daß ich vielleicht recht hatte . .

Tie Türe sprartg unter M Lavertiffes* schickten, .sdänden aur In seinen und des Pro- fessors Fußstap^en stürzte fttnpon m t fernen Äon* ftablem m das vaus. Plötzlich ritz Prosesfor Po- loiarb die Türe eines Speiscsaales am, wo etne Tischgesellschaft von acht Perwnen versammelt war, drehte sich zu Ker.yon um und rief:

Sie hotten recht. Mr löm_-xnL wenn es diese Verven unb ihr Ehe? ftnb, die Die Nichten: unb ich kann hegtet f«, daß Sie ftch von Ihrer 2 mir nicht abbringen ließen, ffirftt reben Tag hat eine sZol schmünzetbande einen o.'chen Eher, ater auck ntcht^jeden Tag hat ein solcher Ehes solche Delfer.' Tart ich Ih en ben Mann vor* stellen, den die englische Polizei seit drei Wochen sucht, Mr. Rufus Chandler, Lehrer an ber Ilm* oerfität London. Mi^lie^ rah^loer Gefellsthaften, für ben Nobelpreis vor geschlagen, ein gei^reÜher, wenn auch etwas nxrfnrfinnrer 1 belehrter, etr großer Sammler und einer der yrftTeuic'ien Man­schen Londons! Er ist so zerstreut, daß, als chm beute nachmittag der Kontra ft ter Dion-Bouton- Gesellschaft in ihre Hände fiel und er ihn mit R. C. miterz-ftchnet fand, er noch Orford Street fuhr unb seine zweipunder: ralschen Pümd für das Auw nrte.'er haben nwllte. da er sich alS Randolphc Eorton erfftwincelt hatte!"

(Fortfetzung solgtt)

Berliner Temtenmarft.

Datum:

(Thnftienia

931,05 93S,9r. 94(3,55 948,45

124,75

1

831,65

833^6

15^73 15*77

77

60

80

167

167,50

309^50

75

50

402,-

gezahv:

20. 5.

Schweizer Franken

L.

169^0 151,-

469 - 300,- 289,- 672,- 528,50 435,- 292,-

464

298

287

693

523

434

281

554

190

570

239

100 100

100 100

100

1

100 100

100

KurS 18.5. 77,60 76,50 81.-

59,20

88,83

117,80

88,80

117,88

97,83

125,40

23,80

Kopenhagen Stockholm .

15,39

88,85

28,63

Zürich . . . Amsterdam stopenhag«« Prag. . . . Stockholm . Wien.... London . . Parte . . . Aeuyork. .

London. . . . Äeuyork . . .

Parte

Schweiz. ...

Spanun . . . Wien (altes). Veulsch-Oeflerr. Prag Budapest. . . Bulgarien . . Ronftanünopel

233,75

58,46

86,35

28,15

15,35

88,65

2'457

1?>,65

338,35

60,19

530,55

100 $ -

100 Ar. x=

100 L. ==

5L = Mk. = Ar. Ar. F- =

Datum: 1.7.14. . . . Fr. 125,10

KurS

18.5.

77,62 73,30 77,80

70,10

179,- 291,50 246,25 210,50 183,50 167,50

172,12 152.- 430,- 311,-

18.5.

9,63

4,81

9,95

116,25

7,40 933,-

8,50

20,25

1,78

Kurs

19. 5. 77,75 81,50 80,- 72,50

178,50 290,- 246.- 210,50 183,50

86,15

28,09

10 8,X) 1961,101103,U 1106,55 1373,601376,40 1433,59 1436,45

Züricher Devifeumarkt.

19.5.

Dechtel auf: Holland Deutschland ..... Wien .

Prag........

Parte........

London . Italien . .

Brüssel Budapest Aeuyork Agram........

Bukarest .

Marknotierungen.

Für 100 deutsche Mark wurden

Ar. Ar. Ar. Sh- Fr.

I

466,- 298,50 285,75 674,- 525,- 438,- 292,-

244,75 562,- 197,- 550,25 240,25

74,50 406,-

822,65

58,34 496,-

19.5.

9,25

4^5

9,35

114,25

7,20

919,50

8,10

19,12

1,66

129,33

337,Sd

60,05

529,45

Datum: 5°/0 Dtsch. Ariegsanl. 4 */0 Dtsch. !Htiä)sanI. 3*/. Dtsch. Aeichsanl. 4 e/o Preuß Aonfols Darmstädter Dank . Deutsche Bank . . . Dieconlo» Gesellschaft Dresdner Dann. . . Nationalbank f. D. . Mitteld. Treditbank. H.-Amerik Pakets. . Norddertefchee Lloyd. Boch.Gußstahlwerk . D.-Luxemb »ergw.. Gelsenklrch. Dergw. . Aarpener Bergbau . OberfAlef. «lenb.-D. Vkerfchlef. Lheniud. . Phdnix.Dergb -Akt.. Bad. Anillu. u. Soda Höchster Farbwerke, klekir. A. L. B Schuckeri.Werke. . . Felten-lSuUIeaume. . Daimler Bud.. Liftn».. Akt. . Adlerwerke 4'/o Hesf.Staatsanl. . Elektron Griesheim.

565,-

240,50

310,50 327,26 462,75 297,- 289, 681,- 524,- 435,- 292,60 240,- 561,-

190,25 575,50 239,50

74^0 400,-

ÄurÄ

19.5

200.50

9.20 1.425 8.10

48.65

22.27

30.85

48.65

2>60

555.-

4 40

9.60

200.10

9^5

1.45

8.10

47D5

22.25

30.95

47.85

2.70

655.-

4.50 9.80

Steigerung ber PbSnii-Aktten bt# 69b, imb auf die hossnung-vvllen Aeußerungen Beter SlMnert im allgemci.m für Montarrwerte Ivtefhqt

Fran kfurr a M , 19. Mat Börseu* ftimm ungsbild. Txt festere Tendenz aut bem MonranLkttrnmark machte an ber Adenddörse wei­tere, meim mid> zum Teil mir befdx,L-*ne Fvtt* fdxritic Regere Um'Lye fanden in iflfamu statt, weifte auf b« gibrCHgcren Aeustetuuig^i Ä'^cfnere um 16 Prvv stiegen. Üautahuire nel'.tat iich aut 334.. Bott den fonfngen variablen Werten kamt ten sich chemische behaupten. Bon Elekttopapitr-n neigten gelten u. Guill«mme, Licht u Kraft, Lol»- metter vack unten. Taimier*Mvu.'ren 190.. Im freien Ber kehr Ph. fxX.unann 300, 301 Dtsftte Mosöiriten 321, ßteckariulmer schwacher, 276.. Teutfdte Peinolen m 805, 810. 'Uteri toi er fest, 5pooz. OkHbnteritoter wurden 9, 5pr i Tebnait- tcpec 10 Pwz gesteigert Tcutjdx Aulcckett fest. ^Pvoz Rnäisanleihe 81 bis 80, 4prvi Reich.- anleibe lebhaft mit 81. bezahlt. Ter Emlxils- rnarkt zeigte ein ruhigeres, «ibcr festes AttSselten. Zementwerk .sxidelberg waren angrboten, 321, Siemens Glas, 795., verloren b'Pro^ Ma­schinenfabrik Eßlingen 4> Elektro Bsiz! u.xxtelT* ner Stamm 380, um weitere 5 Proz. befestigt. Tie Abvckbörfe sclZloß ruhig, aber fest.

Frankfurter Viehmarkt.

fpd. Frankfurt a. M., 19. Mau Tem haitigen Virgmrrft waren zugetrieben 2 Ochsen, 14 (Värfcn unb Kühe, 63») KÄber. 121 Schafe imb 374 Schweine. Der Markt verlief langsam, worbe aber bis auf kleine Reste ausverLnist. Bezal-lt wurden für einen Zenttv'r Lelteiidgewicht: Käl­ber: fernste MasckÄber 875950 Mk., mittlere Ware 725800 Mk., gerinixre Tiere 600700 Mark: Schafe: 475650 Mk.; S chw ei ne: vollfleischige unter 80 Kg. 9001100 Mk., über 80 Äg. 11251300 Mk

Frankfurt a. M, 20. Mai. Börsenkurse.

Frankfurt Berlin

Adeiid- Abend- Schluß- Schluß-

Amsterdam. Dotterd. 2085,40 2089,90 2147,R5 215^1 S

Lrülfkl.Antwerpan . 49*-,- 497, 526,95 526,05

1U4S.95 1051,05 1091,40 1093,60

799,20 800,80 ---------

Selb Brief (Mb Vriei 18. Mat. 19. Mai.

Müller scke Badrnnftatt.

Dassttwärme ber Itom an 20. 5.: 18® R.

Ah, Ihre Geschäftsbücher," sagte Kenyon giftig,banle, ine werde kh mchr vergessen."

Uebrigens haben rocr fernen wellen Weg," fügte ber Prv'essor hinzu.

Tas mußte ich?" sagte Skenyon, stolz, einen Trumpf ausspte.en zu können.Es war mir schon gehmgen. d« Bande irgerbroo hier tn der Nähe zu lokalifteven."

Ganz rührig, fte haben ihre Zentrale m Norck Vereker Rood. Und da sagt man nxfa, daß 'Sie schlaten, Mr. Stenrxm

North Lereter Road erwies sich al 5 nne kurze Straße von nur sechs großen Privachäusem, füm barim schienen unbewrchnt. Unter der Führung des Professors zog man in ben Garten von Num­mer 4, vi dessen Parterrewo^iung die Fenster erleuchte: waren.

Gestalten Sie mir eine kleine Ungesetzlich- feit," sagte der Professor.Ick nehme tie ganz und gar aus mellte Verantwortung. Lasten Ste drei der Lonftabler dll beleuchteten Fenster be­wachen, bann ärmer uns M Lavertisse das Daupl- ter, und wir nehmen die Bande aur einen Schlag un Sprisesaal test."

Nach ellngern Zöger» ging 5vcnyon am btefen Vorschlag em, M. Lowerttste begann ieme Arbei' mir ben Instrumenten, die ber Professor ihm gab, und dieser wandte sich Mr. Äenpon 8«.

Es ist tem gewöhnlicher Chef, ben fte da haben, tont ich Ihnen sagen. Ich kann Zh«n eine llem- Ueberrafdxmg versprechen."

,^Zck batte es so halb und halb -geahnt," sagte der Detektiv.Meine Theorie war, daß nur etn überaus geübter Metallurge, r^radezu em Gew.c, imb darn eine PersönlichLeir mit bester technischer Ausbildung die Legin^mg der Münze hergestellt haben tonn, das Banri»tenpap«r . .