Ausgabe 
20.1.1921
 
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SchBferhündh if ben tarnen .fr irend. am eonntoi: ünsberg entlaut S rbnnger bobe del« teueriekret.Äeoimr

Wetzlar.

Nr. |6 Zweites Blatt

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) Donnerstag, 20. Zanuar 1921

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Svrtifbirtg 88.

INachdruck verboten.)

G., bctbe »ort $M im, ivegen unb g w.rbSmaß,grr V»l- Anllage lag (olgertbet lat*

benten.) B

Staatssekretär Schwerter macht mbereAus führungen, au5 denen hermiraeht, daß die Reichs- Dedaffung in Bartern nirgends verlöt werde. Die e Auslassung erregt die äußerste Linke aufs neu zu heftigen Zwi schm reifen. ^Rm'e: Wir wollen keinen Wortüberschwall, wir wollen Tattachen. Der Redner bemüht sich, die Berechtigung der banerischm Regierung nachtuwnsen, die lanbes- polizeilichen Fun'tionen zu vervollkommnen, was die Linke veranlaßt', ihm Staat-rstrcichgelssie vor- zuwerien. Ter Redner stellt fest, daß Kom­munisten mit allen Mitteln veckuckm, sich der Wassenabgabe zu entzieh-n. Hierher kommt es ui erneuten Unruhen, während bererbte Sirreite , Räuberbande! Geiselmord! erschollen, so daß Präsident Löbe Ruhe schoflen muß.

Ter semmelblonde Herr Hovre 'chattete und waltete in der Apotheke , zum goldenen (snrtl jetzt ganz nach seinem Belieben. Te:m BrMdt kümmerte sich um gar nichts mehr. 53>inn der Ge­hilfe ja einmal gezwungen war, ihn zu tuten, kam er finster und verdrossen aus ieinem 2?ohn- zimmer heraus und erledigte die Angelegenherr, dre

schweren ^hibni'fv derer hin. Ter bestand zu Grunde:

die 5alkner auf Linüenhöhe

Roman von Reinhold Ortmann.

Storni mir daS nicht erspart werden? Es ist ia genug, daß Sie es missen Ich war noch einmal hierher gekommen, um Abschied von ihrem Grabe zu nehmen. Ich wollte morgen früh abrersen. Tenn mein Schifi gehl in drei Tagen von Bremerhaven."

Ob Sie es werden benutzen können, scheint mir allerdings fraa ich. Davon, dar» Sie Ticken- bntmt verlassen, ohne Ihre Aussige dem Unter* sucknrngsrickster gemacht zu haben, kann icdemalls nicht die Rede sein."

Er sah aus seine Taschenuhr und ließ dann einen raschen Blick durch das Zimmer gehen.

Es ist halb zwei geworden," fuhr er tort. mit so ruhiger Bestimmtheit, wie man etwas Selbtver- ständlicktes auswckcki.Ta lobnr es sich für mich überhaupt nicht mehr, mich rnS Bett zu legen, zu­mal td) an durchwachte und durcharbeitete Nachte hinlänglich gewöhnt bin. ^ch, weche acho Ihre Gastfreundschaft insoweit in Ampruch nehmen. a.S ich die paar Stunden, die uns noch^von dem neuen Tage trennen, auf einem Ihrer L>tMe »u ver­bringen gedenke. Sie werden sich dadurch, w.e ich Affe, nicht abhalten lassen, schlafen zu gehen. Ich versprech^. Sie zu wecken, wenn es öeu tir, den Gang mir das Gericht anzutreten.'

Harold Semper fuhr nicht aus, wie er Dienet an noch vor einer Stunde aufgefahren wäre, wenn dre­ier Fremde es gewegt hatte, sich ihm als Aufseher und Wächter aufzudrängen. Seine Neroenkrarl war unverkennbar der Erschöpfung nahe. Und er be­mühte sich nicht, es zu verheimlichen.

Abgeordneter Bogel: Die ernstweiligm Maß­nahmen sind nur zulässig, nenn Gefahr im Verzug und der Reiösspräfldem nicht mehr in der Lmx ist, raidj genug einzugrasen Beides trifft hier nult zu Zudem hat die frü^f Regierung in Va em ausdrücklich lei vorn regt ben ben ührakrei der Maßnahmeu betont loatnx h. etc jetzige Rcgre run^ daraus hiuausgeht, einen Dauerzustand zu dorten Das bedeutet einen Verfassungsbrnch, der verbinden werden muß. An diesem Kern seiner Ausführungen knüpft der Redner eine längere Dar­legung des Perhaltens der bayerischen Regierung und betont, das; er keinerlei besondere Gefahren rür Bauern 'sc ufredbterbe Hur

4lus>iabmezustandes rechtfertigen und bt? Bcidehal- tung des Ackstaroschemmigensp tzeldiensies begrün­den könnten Die breiten Massen werden auch für irgtnbroeldie Putschvcrsiuhc nicht zu haben sein. Der Redner schließt mit dem Wunsche, daß daS in der Verfassung vorgesehene Gesetz zu Artikel 48 recht bald Tatsache werden wird.

veutsck-ameritanilche; hiltzwerl für die d eutfdi'cnStuöenten und deutichcnvichter.

gine außerordentlich rrvfte Spenve des Rcw r>«ven Relief Committee ist der Au s la n d . o b tei lun i des deut s chen Roten 1kreu»esin äbt tot bi, btxtftf.tn UniBtrfttäten tm Reich,' und in Oesterreich zu»mm<frn ixr Betrag von 270000 Mack soll ^sprechend der ViwTMNts zu je 10000 Mark den Umve^täten uöniosberg, Greifswald. Rostock, Riet Berlm, uzrkslau, >>rmbuTfi. balle, Göttingen G t e pen München. stöln. Frankfurt. Bonn, Iena^ Fret". c-.m . Br Würzburg, Erlangen, Munster. Lu- bingen, Wien, Graz. Innsbruck zur Verfügung ^Die'^Gaben sind zur besseren l^näbrung bc büefttorr Studenten be^'^^detrag v°', 30000 Mack ist von den Spendern der sentra Wahlsabrtsstelle deutscher Iuden Ausländsabteilung deS .deutschen Roden hat an die hier genannten Universitäten die Be /räge abgesandt, zugleich mit einem Schreiben, m ^Di^^mmm- wredeckehrenden Berichte über die besonders schwierig- Lage etiler bmtfdrr Studenten haben emes der rMrigsten HilfskoiNitees unserer amerikanischen Stommesverwandten imd Freimdc, das New §>aven Relief Committee, veranlaßt, einen größeren Betrag als Neufahrsgruß für deutsch^ Studenten zu übermitteln Die Förderung des Gesundheitszustandes von bedürftigen Studentm kann unseres Erachtens am wirksamsten .dadurch erfolgen, daß ihnen Gelerf-nheit g-geben wrrd, sich durch ehren mehrwöchigen Landaufenthalt Lv ben Gast freunden des In- und Auslandes g-ündlub,> zu evbolen Wir sind bemüht, solche Gelegenheit für das kommende Jahr in möglichst großer Anzahl

Ich verstehe, welchen Berürch^ngen Ihr Vor» schlag entspringt," taate er tu sd'lepvendem Tonsall. Sie sind sehr überflüssig: aber ich bm nicht in der Stimmung, mich beleidigt w Wen. »L-n Sie immerhin, wenn es Ihnen Bergnugvi macht. Auch ich denke nicht zu schlafen, und d.m Alleinseni mit meinen Gedanken ziehe ich Ihre Ge>ellscl>art immer noch vor." . ,,

So saßen sie sich in der nächtlichen LtMe gegenüber. In langen ZwschenrLumen nur nci hüben oder drüben ein Wort das bayi dienen sollte irgend eine letzte Tunkelheit aurviMtcn. Von Zeit zu Zeit sank der Kvp, deS Sib auers ttcT aus die Brust herab Wenn er auch immer wieder gegen bte bleierne Mattigkeit angekamp t und sich gewaltsam zusammeug^rissen haNe end.ich unter­lag er doch Erich sah, daß er fest enlgtschra'en ivar, und er stand aus, um ihm mit DtUc eine. Bettkissens, das er bebut'am hinter seinen gegen die Wand gelchnten Kopi schob, eine etwas Le* auemere Lage zu verschalten.

Tonn trat er an das Fenster und blickte lange in die sternenhelle Sommernacht ki-aus on rtxtr er ckuss Tiesste erschüttert irtb benagt: ace: in ali seiner Ergristenchnt b i-b er sich doch t-es itoben und stacken Glücksgcsühls bewußt, das leine unbeschverte Seele und seinen iungrn genrnden Leib wohlig und verheißungsvoll durchströmte.

[em peckön.'iches Eingreifen notwendig gemacht Txitte, in wackkarger Zerstreutheit. Sein rasch zu­nehmender'-perlicher Ver'all toat immer of en* kundiger w Tage Seine Augen schienen ganz m ihre Höhlen zurückgesunken und sein allzeit hage­rer Körper war fetzt nur noch ein mit schlaffer, welker Sxrut überzogenes Gerippe.

, Er verbraucht ckesige Mengen von Mor­phium," rxnrnte der mitttil'ame Zerr Hovve den Freunden zu. die er sich in Tiefenbrunn bereits gewannen batte.Und außerdem ist er ein stiller Trinker. Ich habe die Emv'indung. t»ß er schon am frühen Morgen nicht mehr nütftern ist."

Jeden'alls war Kvn'ad Bad: nicht völlig nüchtern, als gegen vier Uhr nachmittags der Ge­richtsdiener an die Tür seines Wohnzimmers klopfte.

Ter Derr Amtsrichter Eberly läßt Herrn Brandt erfudru, sich sogleich zu ihm zu bemühen Es wäre wichttg und sehr dringend."

Ter Apotheker stierte ihn erst ein paar Se­kunden lang wie vecktändnisloS an: Hrm raffte er sich mit Anstrengung aus seinem Leh. 'nbi aut.

Darum nicht? Wenn eS ihn so sehr danach verlangt, sich mit mir zu unterhalten. Dttlotn Sie ihm, daß ich komme."

Vielleicht hat verr Brandl die Freunr^ich. leit, mich auf der Stelle zu begleiten, xer votr Amtsrichter mer.rte nämlich, ich so2e den Herrn Apothckec gleich mitbringen."

Brandt ärmste. , .

Wenn ich mißtrauisch wäre, konnte ich den­ken, es sei eine Vorführung. Aber es macht mcksts Ich kann mich ia mit ihm t«ruber aus,Mechern

Sie gingen.. Ter Amtsrichter, der sehr nervös

schien, begrüßte den Ei 'tretenden mit einem stum­men Zeigen des lkopieS.

Setzen Sie sich, Herr Brandt: Fch^habe Lie einiges zu fragen."

In dieser Mordache natürlich."

',Ia De Angrteg mheit bat eine über­raschende TSendung genommen. Es hat sich her- ausgestellt, taß Tr Germering zu Unrecht ver­dächtigt worden ist."

Brandt fuhr zusammen rtne unter einem uner­warteten Faustschlag Seine schweren, motten Augenlider hoben sich unnatürlich hoch empor. ,

Ach, Unsinn!" murmelte er.Wie sollte eJ sich denn herausgestellt hoben!"

Vergessen Sie, bitte nicht, zu wem Sie reden, L-err Brandt? Ah spreche keinen Unsinn. Ich wiederhole, daß die Schuldlosigkeit des Derrn Tr Germering so gut wie erwieien ist. Es handelt sich nur noch um die chemische Untersuchung der Arznei, tue er am Abend des 15. Juni in Ihrer Apotheke hergestellt hat. Aber ich HÄe von dem Sanitäts­rat Tr. Darenthm aut "Grund der von ihm vorge­nommenen Geruchs* und Zungenmobe bereits ge­hört, daß es ohne allen Zweitel ein harmloses Mittel ist."

Die magere Gestalt des Apothekers war wieder in fick' zu ammengesunken.

Meinetwegen! Was gcht es mich an? Lchltetz- lich werden Sie mir melln h'. noch erzchlen, daß auch alles andere nich: wthr ist: die abend.uheu Besuche der Frau Falkner m seiner Wohnung und das Stelünchein im Rabenholz."

Tie abendlichen Bisuche haben eine Erklärung gefunden, die Tr. Germering völlig entlastet, ;enes Stelldichein harte sie nicht mit ihm sondert mit emem andern ' (Fortsetzung folgt.)

Verhandlung argen den 5dkoiier Ioscpo Ä und den Metzger Anton

Stenographie.

Gießen, 18. Ian Tie Stenogrvphen- Gesellschaft 0!abelsberger ir b Tammabte-- lung e B hielt am 8. Immar ihre General- versaminlung ab Ten Jahresliericht erstattete Stori £rep, Aus diesem war zu entnehmen, daß die Ge­sellschaft auch im verstossenen Jahre eine erwlg* re«be Unterckchts- und Bereinstäti'gkrit encaltet hat Bei allen Wettschreiben haben die Mitglieder die besten Erfolge erzielt Nach dem MenberW kn-folatc die Wähl des Vorstand'- mit .<>erm Fibel Balkon als 1 Vockitzenden, Ernst D'eifser als 1 Schrif'führer und August Sieben als .st issterer. Tem bslx'rsgen 1. Borsitzmden Alex Mrvkach wurde für die Tätigkeit während seines techS-äbn gen Wickens. in der die Mi gli d'rzahl rer Gesell­schaft van etw.i 150 aut mtuaTjemb 600 stieg, der wärmste Tank ausgesprochen Zu Ehren des Alt­meisters Gabelsberger soll des en Gchurt t ig am 5. Februar durch eine größere Feier begangen b.Februar durch eine größereFcier begangen w'wen

Kaninchen- und GeNüg^lzucht.

Gießen, 19. Ian Der <Brotmr<iafrtmrt Oberhessi scher Kaninchenzüchter hielt am Sonntag hier lene Jahresversammlung ab, die aus allen Testen Oberhessens sehr gut .be­sucht war Der Dockitzende M S chm a l l - Gtel en erftattete den Jah-esbericht, aus welchen hervor, geht, daß der Perband tm abgelaufenen Jahre erfreuliche Fortschcktte grmadit hat Drei neue Vereine sind beigetreten: Schotten, Langgöns unk» ^ohhetm Rödiger-®tefzn berichtete Über dre Verschmelzung der verschiedenen V rvande zum Sesti-chen Landesrerband. Er stellte fen, dcß nach zwei mal-gen Derhandlnng-m tm Bei ein einrS Re- grerungsve-teeter» in Tarnck'adt. d^- fr-rncn Der- bände in Stackenburg und Rheinhessen ihren Em-

Zischen links t

Reichsminister Koch: Tie Erklömng des Vor­redners, daß die bartcksche Regierung ben Anord­nungen der Reich^-reaieruna in veckassungsmäßigen Fragm nur ins weit Folge leisten werde, als lebenSwisteige Interessen des bartri'chen Staates nirfv berührt werden, ist eine glatte Anreizung zum Ver-assnng-^bruch In solchen F-ragen liegt die direkte Ents^-ridung beim Reichstag und bei der Reichsregieruna. Ihre Zurückhaltung im vockiegen- >en Falle darf nicht zu der Annahme verleiten, haft baä Reich zu einem solchen Entgegenkommen rerplirfvcf sei Ratür'ich denkt das Reich nicht da- -rqn, di- Vol'z-igewalt der Länder zu übernehmen. Ich bin überhaupt gegen den Zenttalismus und kann nickt oerfennen, daß Berlin in zentralistischen Erwägirngen zu weit gehe. (Zustimmung und LärmI

Abg. M a ro tzkh (D. V.): Es fragt sich, ob in Bartern noch Ruhe und Ordnung herrschen rocre h*n. wenn der Pavogrovb Misgeboben irrrbe. Tie L>alttmg der bomnnmistischen Preste läßt dies

tu beschaffen

Wir möchten nun vockchlagen, die obige Gumme als G r u n d st o ck für einen FondsEr- holungSstipendien" zu bestimmen, um aus einem solchen Reise> imb andere Unkosten zu decken, so- »oeit sie von den Stipendiaten nicht selbst getragen werden können Im Falle Sie eine solch- Be stimmung für diese Gelder treffen, nnirdeu wir uns erlmiben. dem Ferienstipendienfonds sofort weitere 1000 Mack für je 500 Studenten, die an Ihrer Universität immatrikuliert sind, »u überweisen, und auch in Zukunft alle Gelder, die uns zur Besse­rung der allgemeinen Lage ter Studenten Ihrer Universität zur Verfügung sieben, dickem Fonds zu geben Wir Bitten Sie, uns eventuell die Zahl der Studie senden umgebend anzugeben.

Wir möchten vockchlagen, daß die Verwaltung des Fonds von Ihnen selbst oder Ihrem Stells bertreter, drei Vertretern der Sttiden'enschaft und einem Vertreter des Roten, Kreuze? ubernommeii wird, imb daß dicker kleine Aussckmp auch die Ausivabl der von Zeit zu Zckt mit Stipendien Izn bedenkenden Stubentvn zu treftnt hat/'

Unter den geistigen Arbeitern Deutschlands, den Künstlern und Schriftstellern, herckchi vielfach große Rot. Ihr Druck ist m nicht wenigen Fällen so bart, daß aei'tige Schöpfer, unter ihnen hervorragende und vielverhcnstende Per^ fön[i<ffeiten, ihrem Wecke entzogen wreden, weil sie, um ihr und ihrer Angehöckgen Dasein zu Triften Unterschlupf M mmrnigsaltigen prakttschen Berufen suckre-i müssen Richt immer haben tue Suchenden gefunden! Dicker Zustand ist be^enfr lich für die aeiitree Aufnchtung Deutschlands.

An die AuSlandsabtcklung des deutschen Roten KreuzeS lind im Laufe der Zeit zahlreiche Ge­suche gerichtet worden, de- Rot triftig Schaffender abzirhelfen Tie ?luslandsabteilung ist bestrebt, Mittel und Wege zu finden, um auch "den stentsche!' Schnftstellern und Künstlern eine Rochstst zu schassen, wie sie durch Tr föuao Liebes Schwpfnna der deutsch n Wissenschaft ce^iert wurde Zunächst bat das deutsche Rote Kreuz aew'ste Anreaungm we'teraeg'ben an nn^e Stamm^s'elvand'en und Freunde i" Ameckka, und fcftion it ein 'sckck"er «und großer Erfolg der dock niemals veckaaen>n Ovserwils'aseit zu verzckche-en Der Otel'llig-Wis- senschaftlich? Verein in Rmrtork feierte fein_fW- ziwöhckaes Jubiläum mit einem <rrop<M Dobl- tätigkcktSkonzert zu Gunsten der Gei^g Schafßm- den im Deutschen Re^ch imb vx Oest'rre'ch. Als Erttägnis dicke'- glä"zen>n Veransteltuna wur­den vom Vocki^nden des dentschomeckkani''ck'an Vereins, ^errn Dr Otto Glo^an. und dem Fest­leiter Herrn Friedrichi Michel 2X)000 .Mark durch Kabeltelcnvamm der Schnl^eck'iftung in WnMar zu Händen von Profcksvr Lienhard Übermittelt Ti"fer Vettaa gelangt w'dmuna^aemaß zu ari'bei Teilen an notlckdende a>nstir Sckrfte d -m Deut­schen Reich und -n Oe'terre'ch zur Bertcklung

Der deutschen künstle-i^chm Produktian auf dramatischem Gebiet erwachst durch den G?scklin- Wissenschaftlichen Vevein eine Fördemma dadurch, daß es dem genannten Verein -"ehingen ist ein deuN'ches Tlieater in Reurtork wieder zu eröffnen.

mid bis aus die .Kvstenmübck auögcraubt Ter Diebstahl blieb zunächst unausgellär:. Ii$ am 3. August emer der Täter von dem Iagdimieler des B. beim Wildern ertapvt und 'estgenouinlku wurde: in sckneni Besitz beftrtbcn sich em Ziel­en! rohr, ein Sck'o'.ldämpser. ein Feldstrcter u a., die von dem Bestelttenen sofort als sein Eigentum erkannt wurden. Der Wilderer gab zunächst einen falschen taat an: erst als seine Perfonlichfeit eststand, förderte eine Titrdfudnnig feuer S)a- iiaufr Wolmung zahlreich^ Gegenstände au> der Jagdhütte zu Tage. Turdi vorwtzige Redens­arten ocr M'hrber des K. wurde die Spur aus den zweiten Täter gelenkt: aud> in seiner Wohimng sand sich Inventar der Jagdhütte vor

Tic Angeklagten bestritten trotz des eck»rückentz sten Belastungsmaterials alles und b h'iipteten, dre Sadieu von herumziehenden Zigeunern gekauft zu Aber ganz unab'käug g voneinmder

durch zahlreiche Zeugenhekimdungen konnte t neu die Unwahrheit ihre- BerteioigimgsvorbriugenS nachgewiesen werden.

$t. wurde auster dickes Diebstahls auch noch des gewerbsmäßigen Wilderns und des Wi'er- stands gegen den Iagdauffeher, der ihn sestnchuten wollte, überführt.

Tie Strafe lautete gegen beide aut 2 Jahre Zuchthaus abzüglich der eckittenen Unter­suchungshaft, bei K. wißerdem Ernzickmng der m fernem Besitz vorgefundenen Iagdge ätsckia.ten, ins­besondere auch ckneS Fahrrads, dos er stets zu seinen verbotenen Pürsehgängrn benubte.

Wegen fa'fdxr RamenSai:^rbe erhielt er eint Woche öaft: bei G fiel st raterschwerend ins Ge- w'cht, daß er wegen Anstiftung zum Diebstahl und Hehlerei mit 3 Jahren Zuchthaus vorbe­straft ist. -------------

sagen

Vor Eintritt in die Tagvsordinmg verliest Ab­geordneter Tr. Levi (Kommunist), unterbvochen von stürmischen Zurufen des Öaü'es. einen Proteit gegen die Erklärung des Präsidenten in Sadien der 50jährigeu Gedenkfeier. Als ter Lärm des Dauses immer größeren Umfang amirmüit, meint Präsideiit Löbe, man werde den Zwischenfall schnell'beenden, wenn das Laus ruhig bleibe Als Abgeordneter Levr feilte ?lusftihrungen g schioi eu hatte, bemerkt der Präsident, er nehme an. datz niemand aus dem Lause weiter Notiz von. dem Protest zu nehmen gedenke. .

Das Laus tritt nunmehr in die Tagesordnung ein und verwckst ohne Tebat.te das Auslandssd^ä- dengesetz, das Xolonialschädengesetz und das Ver- drängungsschädengesetz an den £xxushlltsaussdmß.

Eine Aussprache über Bayern.

Der unabhängige Wgeordnetc Soldmann begründet sodmm den Antrag der Unabhängigen, die von Bayern auf Grund des Artikels 48 her Verfassung für Bauern getroffenen Maßnahmen außer jTraft zu setzen. Der Redner betont, daß Bayern der Lock der Reaktion geworden fei, schil­dert die Tätigkeit der Orgeidi und der.'Einwohner^ wehren und wirst dec bayerischen. Rcgerung vor, ohne äußeren Anlaß Gelegenheit zu suchrm, ilyre Soldateska auf harmlose Leute loszulassen. Eine Demonstration der Kiünsbesd)üdigteu in Regens­burg wurde durch Aufgebot der ganzen Regens­burger Garnison vereitelt, während zu gleicher Zeit in Wunden eine Parade der Orgesch ftatt- fanb. Deutlidier könne der Beweis, daß b:e baye­rische Regierung den Ausnahmeparagraph für ihre reaktionären Zwecke als Deckmantel gebrauche, nickst erbrachst weiden. Wem, das Reich)isgcricht nicht ckngrcife, mache es sich mitschuldig, kenn das Spitzclwesen nehme überhand Die Rig-recung Kahr sei überbau# nur der Sd^ildhalter des Dauses Wittelsbael-.

Reichsminister Koch betont, daß die Reichs­regierung Verhandlungen mit der bayrischen Re­gierung ein geleitet habe, daß sie ab-r zu einem Umgreifen nicht in der Lage sei, jedoch hof'e, auf dem Wege der Verhandlung zu einer V'rständi- gimn zu gelangen. (Die Ausführungen Des Mi­nisters wurden durch stürmische Zwischennife der äußersten Linken unterbrochen. Der kommu nistische Abgeordnete Remmele ru't: Dandlanner der Orgesch! und erhält eine Rüge des Präsi-

DeMtfd>cr Ucicb>ttia.

Berlin, 19. Ian. 1921.

Als Präsident Löbe die Sitzung um 2/<Ubr eröffnet, weiten die Bänke des Lautes noch reckst grofte Lücken auf. Auch die Tribünen de» Lau es lind mir schwach besetzt. Diese wich aber rasch, als Präsident Löbe die ersten Worte der Begrüßung an die Versammlung richtet unb des gestrigen Tages gedenkt, der 50jährigen Jubel­feier des Tages, an dem die deutschen Stämme ihre Einheit begründeten. An diesem Zusammen- chluß stAoß sich die Gcbuttsstunde des ersten deutschen Reichstags an. Jetzt ist nich, die Zeil zu lauten Festen, betont der Präsident. Wir haben die Pflicht, den Bund der Einheit zu wahren unb dem Tag entgegen zu arbeiten, an dem niemand es mehr wagen wird, die Ebenbürtigkeit Deutsch­lands im Kranze der Völker zu bestreiten. Wir sehen auch mit Ruhe noch dem Tag entgegen, an dem das Sckbstbestlmmungsrecht der Völker auch den zur Zeit von uns abgetrennten Stammes­brüdern und auch den Völkern Oesterreichs zuaute kommt. Eckt bann wird die deutsche Einheit vollkommen sein.

Den Rachruf für den verstorbenen Abgeord­neten Legien unb ben früheren Reichskanzler v. Bethmann Lollweg hörte bas Haus ftefrenb an. Der kommunistische Abgeordnete M a l- zahn konnte es nicht Untertanen, durch den Zurufer iöar der Kriegsschuldige" den feierlichen Akt zu stören. Stürmischer Protest aus dem ganzen Lause weist ihn zurecht. Präsident Löbc schließt seine Ausführungen mit der Anerkennung der guten Absichten Bethrnann-Lollwegs, so daß kein Grund vorliege, chm eine stille Ehrung zu Der*

Abg Emminger (bayerische Volksp i wuii- ( deck sich, daß man es Bartern, das doch den Ülus- nabmezustmio nadii dem Kriege gründlich kennen ' gelernt habe, es verdanke, loenn es ietu erleichtert aufatme, wo seine Landstraßen endlich von den Lastmitos ptit Masckunengewebven und von den roten Bestien in Mensckxengestalt befreit fe.cn. Von dem Ausnahmezustand fei jetzt herzlich wenig zu puren. ^Stürmischer Protckt aus der äusxrsten Linkend Der Wuck-erparagraph sei eigentfirft die einzige Folge des Ausnahmezustandes gerocien und dies sei dock', gewiß im Interesse der Fckthaltung der Ernte yu bog rüttelt. Wälgend der>e deS Abg. Emminger mackst ein Besucher der Tribüne andauernd Zwischenrufe nneTime is mdnei)!' und andere Vizepräsident Dr. Bell oroht, im Wiederholungssalle die Tckbüncn räumen zu lassen.

Vizepräsident Dr Bell macht die Msttck- tunff, daß noch sechs Redner zum Wort gemeldet leien. Er bitte im Interesse der Förderung der Geschäfte, nickst zu lang zu sprechen.

Abg. Dr. S t r a t h rn a n n (D.°Ratl.) schildert die Vorwücke, die gegen Bayern, dieses Land der ziclbewußten Reaktion" erhoben wurden. Tat­sächlich werde rn keinem Lande so zielbewiißt an der Aufrechterhaltung von Ruhe und Ordnung gearbeitet, wie in Bayern. Das soll durch ben Antrag ersckstvert werden. Was wir im stiuhr- revier erleben mußten, wollen wir in Bayern nickst erleben. Als der Redner darauf zu sprechen kommt, daß das Bestreben der Linken, die Am­nestie auch aut die Angeklagten aus der Räte- republik auszudchucn, in Bayern große Empörung hervorgeruten habe, folgen erneute Zwischenrufe ber äußersten Linken. Die bayerische Regierung, so fährt der Redner fort, will nur die Produktion und die regelmäßige Arbeit schützen. In Berlin, wo ein solches Ausnahmegcketz nicht besteht, ist es eckt kürzlich bei zwecklosen Demonstrationen wieder zu Blutvergießen gekommen. Das kommt btt uns dank unserer Vorbeugungsmaßnahmen nicht vor. (Gmcuter Lärm Vizepräsident Bell bittet um Ruhe.) Wer die Gckahr des Blutvecgießms ver­größern will, h'be den Ausnahmeparagra'Heu aus. Da« kamt im übrigen nur die bayrisch Regierung selbst tun, nicht etwa der Reickistag oder die ReickSreg erung (De äußeckt temperamentvollen Ausführemgen des Redners, um dessen Rednerpult fick, die M'geordneteu drängen, werden fortgesetzt von Zwisdenrufen aller Parteien begleitet. Ms der Redner erklärt, alles, was aus Berlin komme, finde in Davern die fdledteeftr Kritik und Berlin als ein i-ternationales Schtebernest und als die Zentrale des gesetzwidrigen Kampfes gegen die Einwohnerwehren bezeichnet, folgt ein erneuter Sturm auf der äußersten Linken. Der Redner schliesst mit einem Angriff auf ben übertriebenen Zentralismus, ber in Berlin seinen Sitz habe und eine Ucbctitxtnnung des demokratisifen Uni- lansmus bedeute. Stürmischer Bckfall rechts.

ttockickhaft erfebrinen. Ter Redner ick, i.'ßl mit bet Anerkenmoig daß Banerii vorbildliw in der Sicher­stellung von Ruhe und Ordnung sei. B'.avo)

Abg Wieland Tein? erklärt sich gegen den Ausnabrneraragrapden und dankt der Rcick'S- regteruno Tür ihr Bestreben, die Frage mit bet bavereichen Regst iung tm Wege bei Verständigung zu lösen

Vizepräsident Bell schlägt nunmehr vor, die Au-fvrachc abzudvecheu.

Das Laus ertetugi noch eine Reibe von Pcti« tionen ohne jede Aussprache nach ben Lteschlüssm der Commis,wn und vertagt sich alsdann auf Donnerstag mittag 1 Ubr. TageSordniing: Reichs notetat, Interpellauon über Obeckckstenen und Rest ber heutigen Tagesordnung

Gicßencr Strafkammer.

G i eßen, lh Iän. 1921.

Bis in die späten Abend'n: d .t zog iicb die

9. April v. IS unrrbc int Eckarts- Häuser GerneindewaD stehende Jagdhütte tw Kaufmanns B von Freuikfun a. M c r b r o r c u