Unterhaltung ♦ Erhebung ♦ Belehrung
Äamtniffe verfügen.
teil.
Erfechrwtgen eines deutschen Arzte» i» GW» amerika.
den können? n .
Schiller: Meinen Sie? W« alt wurde
Botz < wendet fick weinend ab\
Schiller: Wieder Tränen? Ach ir Ihr tonnt es ja nicht verstehen, ich will nicht un-
«o Bismarck liege« soll.
Bon Theodor Fontane.
Nicht in Tom oder Fürstengrm^ Tr ruh' in Gottes freier Lust Trautem «ms Bera und fralte. Noch besser, rief, rief im Walde: Widukind lädt ihn zu sich an : „Tin Sachse war er, brurn ist er «De, Im Sachsenwald soll er begraben fax.'
eilte Mfrilb in daS für den Kaiser hwgerichtete Bimmcr, um mich zu entschuldigen, daß ich beim (rinhxifcn Seiner Majestät nicht Mgegcn «rosen wäre. Al- ich wr Motivierung meine« Fehlens mxfübrtc, dah ich mit dem Fürsten dienstlich zu sp-echen gehabt hibe, äußerte bet Kaiser, daß der Fürst gestern bei ihm gewesen wäre und Seine Majestät sich freue, daß Bismarck bei der ge pL*g nen Unterredung i-rllärt habe, m i t m a ch e n yu wollen! Ich war innerlich mippiett, weil ich fünt Minuten vorher vom Fürsten das Gegenteil gehört hüte, äußerte aber nur, daß der Fürst gleich kommen w rde, um an der Stoatsratsfitzung teilzunehmen. Tiefe Absicht erschien wiederum Seiner Maiestät verwunder ich, denn der Kaiser äußerte: „Mir hat er erklärt, er wolle nicht kommen."
Bald darauf, während wir in den Sitzungssaal gingen, erschien Fürst Bismarck. Seine Maiestät befahl, für den Reichskanllw noch einen beawmen Stuhl h-rbeizuscha fen und übernahm den Vorsitz. Während der Referate und der Tiskussion Über die erste dem Staatsrat vorgelegte Frage, ob eine Einschränkung ter Sonntagsarbeit für »ulässig gehalten wache, macküe sich der Fitost, der rechts vom Kaiser saß imb mich aui seiner echten
Verschleierte vunde.
Tie .'ounte, die in Alaska unb shlto» RW Sieben der odihtten am den imenbrito Schneo» wüsten verwendet werden, find rounbenx>a tun- nirrte -Tiere, die die erstauntüch ten Veifhingcn wie spielaü> gewaltigen Eine Towe, txe m dreien Gegenden viel geteilt ist, Eharlorir lLomersu, e» zählt in cm em englischen Blatt von diesen „vev- schleierten Hunden", zu deren Ausrüstung auch em grüner Schleier gegen dos blendende sonnen- licht gehört. Tiefe arktischen frunbege rxrme er- tragen die schlimmsten klimatischen Unli den atme Schaden In diesen Otoffcnim, wo Wind und Kalte rott' Sbahlmesser schneiden, nx> beihender Sonnenschein mit ‘furd’t a en Sämrestürnen wechselt, ziehen sie io« scl nvr.ckadenen Schlitten über Strecken von 1000 -1)03 km. Die Eingriuren« lieben diese nützlichen und treuen Tiere mit einer Leibensckiait, die der Fremde gar nicht versteht: ihre Sklytitbümg ist die beste, und um ai ende Bor- sichtsnürtzregeln roerben getroffen, um den Tieren ihre Arbeit möglichst angenehm zu gelinkten. 5te imb in Tücher eingehüllt, tragen grüne Schtaer, die das finge gegen bis nut dem Schnee nm* kelnde Sonnenlicht schützen, haben Schuhe ans Ma* neil, um ihre Füße vor dem scharfen Eis zn sichern, und wenn sie ermattet sind, so werden sie mit Alkohol abgerieben. Getrockneter Itockzs, leckere Hoierkuchen und gehacktes Heisch sind ihre frauptmahlzeiten, und bei den großen Reien^ bu
Kind gebären, das sie lur Mutter macht; bei jedem Schritt in die frohe weinen sie. Auch Kinder können daS nickt verstehen, ihnen ist der Tod unnatürlich, denn sie baden sich noch nicht geschaffen unb haben ihve Arbeit noch nicht getan.
Potz: Ihre Augen glänzen. Ihr Puls geht fieberisch: der Arzt hat ein Beruh'MmgSmtttri gebracht
Schiller: Ach, guter Boß, was reden Sie da? Soll ich mich betäuben und den freundlichen Tod ohne Bewußtsein emvfanaen? Die Kerze
Var (Ente te$ £tbtn$.
Ein erdachtes Gespräch Schiller*.
Bon Paul Ernst.
Unter dem Titel „Erdachte Gespräche" läßt Paul Ernst bei Georg Müller in München demnächst ein Buch erscheinen, in dem er die großen Geister der Geschichte über die ewigen Fragen der Menschheit in tiefsinnig-geistvoller Weise sich äußern läßt. Als Probe sei hier der D alog roied-wgegeben in dem Schiller aus dem Sterbebett dem ihn pflegenden Heinrich Boß fein letztes Bekenntnis ablegt.
Die Schriftleitung.
sie unternehmen, sorgt man dafür, day de e speisen ht genügender Stenge in den Vagem vorhanden sind. Diese „terfc&leicrten Lunde" von Alaska haben eme fast men schlickte Klugheit. Es gibt Tiere, die 'ich die Büchsen mit getrocknetem L«chS mtt ihren Zähnen selbst aufmnrixn. Sie legen an einem Tage 150—180 km zurück und überstehen tnt zmttrawnbficn Reifen vorzüglich. Ihre Rück-
Würde niemals die franb yu solchen Maßnahmen bieten. Darauf entaegnete ich, datz ich dann sa sch unterrichtet wäre; uh hätte aber weiter gehört, daß er, der Fürst, an der heutigen Staatsratssitzung sich beteiligen wolle Ich möchte mir deshalb die Ehre auSbitten, daß Fürst Bismarck an dem bei mtr aus bi km Anlaß stattsind nden Frühstück teik nehme, ku welchem Seine Majestät Seine Zusage -u erteilen geruht hätten. Ter Fürst entgegnete: „Ich weiß nickt, ob ich so lange in der Sitzung bleibe, wenn ich bleibe, werde rch zum Frühstück kommen." Nun verabschiedete ich mich und ging unmittelbar nach dem Dienstgebäude des ReickS- amts des Innern frier meldete mir der frauswatt, daß Seine Majestät bereits eingetroffen f t. Ich
die anstrengendsten Reifen vorzüglich, kehr von einer großen Tour toreb mit Jubel begrüßt. Venn diese tdtanten itbtnidiai frunte wach einer solchen Fahrt von 1500 tin W* rückkehren, öann herrscht ein Jeiertzig m bem Ort, der mit ihren Besitz stoto ist, IW xortotM jo festlich entgangen, wie heirnktzhrenbe Ereger Während des Weltkrieges Hot man bte Tiere für den Dienst in den AlvenkorpS verwendet, tntb ctroe 200 solcher frunbe nahmen an bat Gemrgskämpf«
sein, wie ich jetzt bin, denn er hat ja noch feine neue Arbeit und Sorge des ManneS.
Boß: Für Ihre Lieben werden die Freunde sorgen. Aber welche Werke hätten Sie noch schrei-
Straßenbahnwagens. „ ,
Tie Wolkenkratzerleute arbeiten stundenlang auf einer kaum iußgroßen P attform, wäh-end unter ihnen ein jöhro Abgrund von mehreren Hunden Fuß Tiefe gähnt Mit her einen franb klammern sie sich an bem im V nd- hin unb Hw schwankenden Gerüst fest, mit der anderen frand schlagen sie die Bol^n ein, ober sie hängen an einem Pfeiler, wäh si.' die heran gezogenen L>tahlplatten mit den frdn- den Mi den richtigen Platz bringen. Es ist schon eme besondere Kunst, auf Stahl 'icher ui gehen: aber bei den starken Stürmen, die in dieser frühe herrschen, auch ro.mn es auf der Straße windstill ist, gehört khrclange Hebung dazu um sch vollkommen -Z ah. tos in bi Jen fröh.n au! den schmalen Stahlbalken zu bewegen. Wenn es gar noch regnet, bann ist die Gefahr des AuSgleitcns au! den glit- jdrrigen Planken befonfrr« groß. Kühner als der waghalsigst« Bergsteiger ist d-r frimmelsarbeiter, der im 20. Stock des Stahlgeribves st h: und auf» inerffam in die Tiefe blickt, aus ter ein neuer Träg- r empor gerounben wird, den er befestigen soll. Ist brr gewaltige Xriwer in fine fröhe gelangt, bann verständigt er das^Masckinenpw'ona in der Ti je durch ein schrilles Signal ictt mt mit großer Kaltblütigkeit auf das schwoberche Stahlstück, laßt sich ein paar Sekunden mit emporheben, gibt dann baS frallefignal uno kriecht nun out bem schwankenden Träger entlang Er hakt den Träger prooi- torisch an den Niet löchern fest. Tann schrillt ein nazti Signal, nnt nun beginnt die Arbeit der Nieter. Das dünne frolzgerüst, auf dem sie arbeiten, ift nur 2—3 Fuß breit: weit, weit unter ihnen wird der Nittbolzcn glühend gemacht und mtt einer, fiwh
Zange bem Sieter »gewvrfen. T« muß bann das I roang betamt flcnroen sind.
stammt höher in den letzten Sekunden — ist der leyte Tropfen Dachs denn so kostbar, daß man das verhüten müßte ? Ach, Ihr seid doch alle nur — Menschen? — Die? Dm ich frfbet denn kein
Ter Leib zerfällt, der Stein zerfällt. Aber bet Sachs enwald, bet hält, Unb kommen nad> dre-rau»mfr Zähmt Fremde hier des Wegs ge-ab n. ____
Und sehen, geborgen norm Lucht der San«, Ten Salbgninb in E-eu tief ein gesponnen Und staunen der Schönheit mtb jauchzen fr* Jo gebietet einer: „Lärmt nicht w? — frier unten liegt Bismarck irgeniw.
„Aus dem Iungborn deutscher Tichtu ««" von Fr Böcknet "Berl^a da- Hagen & Kto sing, Bielefeld unb Leipzig, 19zt) entnommen, einem Büchlein, das di' bekanntesten unb schönsten Poesien unterer deutschen Literatur w stG vereinigt, wobei man hin unb nn«er auch auf ®e- I dichte stößt, bte trotz h^hm künstlerisch« Gehalt« | wenig bekannt genxndben sind.
Vie pre> ios
Dm" ari ® k-dl-n )ir-r» »LiS
L ^ufmerrfantjei fc Mich 9CIV0 wi ihre befonöeri »ett versucht, naa rffes zu fragen, w »rrnwLrtigt, oatz 8‘iblen und die. jitöen Regierung iuswörtigen M „ich/ mt&r alüuvlt Band a/s iit pen eralunion zmilchei Dem Mmistervr chmde Stellung P «i Einfluß auf di p tztflalteten, daß nng bei Parteien öi-M-Straße auch Niederschlag fand heute nicht * rang ist der südde krart, daß die ! diif die „Berlinei fritif an dem -reußischer Eig< bedeuten soll, it al- eine töricht bedeutet. Tatsäch vohlen in Bayer »litik Deutschlai als die Erneuern
Das Unteres bem Aoblgang c bttngen, ift baffer fmitping befrintn unr.ittefbart Wirk böuftkn auswätt dvmöglich schon ' ®4 der Londons Einflüssen könnt drußenmahlen a] ittogssymptom gei ?vTflge Anskunf ^ten Reichstag ^^Orientierung Iftitte gemadit h< W bar auf rechne tobblatter einen MtSparteien m MKn metben, ; ^fahr"^eder ob 2™ Mdilanb denn d °^<ben rnnerpoli
Stunden zu ammen?
Voß: Nur seit Minuten. ..
Schiller: Merkwürdig. Aber nein, es ift 1 nicht merkwürdig — Wie gü.ig ist die Namr lenken Sic, Boß, mir fdx.i it, idj lebe meine Mutter. Gewiß wird unser Leib in seiner letzten Not uns das Bild heraufbefchwören, das wohl am tiefsten in uns ruhen muß. daß die Mutter uns Hel en kann. Das ist so schön : sie kommt nur entgegen sie winkt zurück: es wird der fmri»liche Tod sein bmt sie winkt. Ich weiß es ja, dieses Bild ist eine Ausgeburt meines Gehirns, ober ist es nicht ein wunderbar schönes Gleichnis, dag der sterbende Mann die Erfchei untg feiner Mutter bat? So gütig ist alles. Ja, seine Mutter, welche ihre Kinder aufgezogen hat, muß doch das elbe ge* lebt haben wie oer Mann, sie ist dann ja auch so ehrwürdig wie der Mann, lind dann darf ne nachher noch am Sterbebett ihres Krntvs stehen — nein, metiie Geia.iken verwirren sich ixt —
Boß (legt ihn etwas höher).
Schiller: Guter Voß, Sie haben erraten, was ich gern wollte, ich wollte Sie nur nicht schon wieder belästigen. Jetzt werde ich wieder klarer. Gewiß ist doch jedes Leben da für ein Werk oder es ist ein Werk: wenn es auch noch so bescheiden ift Ich erinnere mich an einen alten Mann aus meiner Kindheit er hatte so sanfte Augen: nichts weiß ich von ihm, er hat vielleicht auch nichts Besonderes getan, das einer wissen könnte: aber er hat gemacht, daß er als alter Mann diese sanften Augen hatte Nie habe im gewußt b.s nun. daß diese Augen Lehrer für mich gewesen sind, daß ich ohne sie ein anderer Mensch geworden wäre. Manchem mögen sie wohl Lehrer gewesen fein. Ach, wenn ich denken könnte, daß meine Schriften Lebrer für Menschen würden, daß mein Leben nicht erlöfchte in einem kleinen Zimmer? Nun, für den Mann waren die Auyen das Werk: vielleicht find meine Werke gar nicht meine Schriften, sondern irgendetwas anderes: lener Mann wußte ja auch nicht von seinem wirllichen Werk. Wir wollen gedulldig sein, nicht wahr? Wir tönnen ja geduldig fein, denn rotr sind so wunderbar rubig. So oder so, mein Werk habe ich getan, ich totiß es. — Sehen Sie, Boß, meine Mutter führt einen Jüngling an der frand. einen freundlichen Jüngling. Mutter, ist es der Tod? Du siehst es, ich fürchte mich nicht. Eine Blume hat er in der frand, er berührt meine Stirn mit der Blume — ist dieses das Ende? Wie schön, wie fdtfn ist das Ende!
brach daraus mit der Bemerkung, ,-xch Fron von I gebuQxg wer mfcroetben Nick» wahr, so- SextrtdxT um' jaim Frühstück erwarte", txe Ber- trates Harb von den itützen -n ab.
taü>IiXn. Müdem Monarchen begab ich michBotz Sie tollcen tmr eTS
Dersammkmg in die Raume, legen: tch habe ia Beine Schmerzen, aber e^ Ut “ em ltörendcs Geruht, diese Ä<Lte; icb mochte nutzt
abgelenkt werden von meinen Gedrnken: meine Gedanken sind noch nötig, es fehlt wohl noch ein Baustein in meinem franse, den wuß ich letzt noch einsetzen — sprechen wir nicht schrn leu
Aus den Aufzeichnungen _________ .
Heinrich von Boettichers über an der Spitze der -------- — -.
meiner Trimslrovhromg Unterwegs t-at SeineMaie- 5l$lHQruS (tntia Ung. M Aeußerung, .chatz es roicher em Knüppel
_ . _ _ ., ™ z.irMn ft-A iei, den der Fürst ihm soeben MX chen du Beine
Die auszugsweise Veröffentlichttng des gtoJt GX h^be" Ich n-c.hn «eranhy.ung, d rau- zu dritten Bandes der Btsmarckschen „Gedan- stch der Standpunkt des Fürsten oer-
ken und Erinnerungen" läßt wiederum die lasse, damit, daß der StaatSvat gerade M'ßstimmung des eisernen Kanzlers gegen hx-cufen fei, die Regierung ©einer töt mü 'einen früher von ihm so hochgeschätzten Mit- seinem Gutachten zu versehen, so daß^eS natürlich nbetter den Staatssekretär des Innern, Dr. roire, wenn die der fRegienntg a^dongm Mi -
no» ZIh Tage treten, oer gheber des Staatsrats bei b r Festste llung des Gut achtens nicht mitrotrfen. Bei Tisch HMe uh den oen soz'alpoltttfchen Neuerungen oes n ii -r^s^n retbi-5 rx>n Seiner Mcheslät ptacrcrt. wah- mehr Verständnis und Bereitwittigkelt ent- Em? ^ein« Frau an feiner lmken Seite sai, und gegenbrachte als B'smarck selbit. Ju^ den vts- gegenüber S iner Maiestät, nehm dem
her unve öffentlfch'eii Aufzetchnungen ?foetti- l G.^bischos D Krementz aus Kd n innehatte. Ter chers (herausgegeben von Pro'^euor Dr. Frei-I^Et war übelaelaimt. Die Unterhaltung wollri, Herrn von Evvstein: Verlag von Aug. Scherl, so viel Mühe Seine MchestLt sich auch^ab, nicht Berlin), einem mit feinem Anhang von ab- recht in Fluß kommen, 2^ridi^e stinwiung gedruckten wchtigen Dokumenten für feben zu spuren als ich SeE.MaiestÄ sagte baß der 1 ]i((x.n niifeprft interessanten Werke, ent-! Saal, IN dem wir uns betäuben, rot „Uebergnn nehmen wir eine charakteEische Darstellung |
wattigen Amts läge, und daß bte Grenzen zwischen Auswärtigem und Neichsamt b< Innern an der Rückwand gingen, äußerte der Reichskanzler: „ach was, Fiskus ist FiSTus!" ,
Nach ausg?hobener Tafel reichte meine Frau bem Reichskanzler seine eigene Pfeife, bv wir mck bem ReichslanzlerpalaiS hatten holen tosen. Bei dieser Gelegenheit hiben wir den etnztgen fround- tidien Blick DismaickS an diesem Tage empfangen. Als ine Beratungen roieb.-r ausgenommen wurden, begab sich der Fürst nicht wieder in den Sitzungssaal, und erschien auch an den folgenden Sitzungstagen nicht mehr."
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Ter bekannte Berliner Arzt Prof. F WrtBrie ist yom Juni bis September 1920 in Aroentm«« unb Brasilien geweten und berichtete über inne frort gemachten E f h^imgen in einem Xtorftag der Berliner Medizinischen Gesellschaft, der V Der „Teutt'chen Medizinischen Wochenschrift" wittrergegeben wird K auie war überrascht v«t der frohe, auf der bte wissenschaftlichen Anstalten in den frauvtstädten dieser Länder stehen. T« hygienischen (Sinriditungcn in den großen Städten md ganz ausgezeichnet. Tas gelbe Freber, bei Trümer ganze Städte enroö lke.tr, ist durch Trockenlegung von Sümpsen und durch eine rounberbaro Kanalisation unterdrückt rooiben. Ttt Kranken- Häuser sind modern ei 'gerichtet, die Unfoerttat*- nrftitnie j T. vorbildlich. Brrltoch find be euv »lnen Jeckvltäten nicht zu einer Einheit juMmmm» «ytoht, sondern bestechen für sich. In Buenos AireO würben erst in letzter Zeit bee Fakultäten zu rares Univerfität vereinigt Jede Fakultät bat «na wahren Palast jur Verfügung. De Tätigkeit des Pottrogenben oestund in der Ausführung yf* reicher Operationen und in her Aichaltung von Vorlesungen Werrnolle Auskünfte gab Shnuie über bte Frage bei Auswanderung deutscher Gerate. Ter auswondernde Arzt mutz muw bestens 90000 Mk f» .en, um sich erst drüben auf tos (frramen hor$ur,ereiten, dtrx das er nicht praktizieren ban Nur solche Ae^tze tollet 6a> übergehen, die über gmügertbe Mittel und flut»
^lüherche (riton mit entern kleineren BehNter arf» langen und darf nicht schreckhaft zurückweich«. fovW stürzt er amnuer Nur in den feitemtax Fällen kommt es vor, daß ein Mann von einem glühend beißen Bolzen getroffen wirb. Tann müssen seine Gewährten Derfrtnbem, baß er sich in feinem Schm«» aus der fröhe h.rabstürzt: sie eilen auf ihn zu unb falten ihn fest. Diese Männer müssen Nerven aoi Stadt haben unb reixr muß wissen, daß er sich auf den anderen unbedingt verlassen kann 6rn Be»» spiel für btzese Gefahren der frimmelsarbeiter ist ein Vorfall, der sich kürzlich beim Bau eines Wolkenkratzers in Ncuycw? ereignete. Ungefähr 26 Stockwerke über der Straße arbeitete ein Tutzenb Männer. an itoten vorbei wurde neues Bautstoterto§ Mi'g^ounden. Plötzlich verfingen sich tzwei ckab^ und da dieser Zwischenfall von unten nickt bemerk to.Tben konnte, arbeitete die Winde maschine öetks und die Kabel Hütten sich durck'scheuern müssen. Ge- schah dies, bann mürben alle Arbeiter in die tiefe gerufen. Aber einer merfte eS, gab ein WarnungS- ignal, und so tonnten nock alle rrchtzeitid un Sprung das feste Stahl rahmenwerk erreichen. Grade als der letzte sich getutet, riß der tobet, ber Träger stürzte auf bte Plattsoe» unb rij diese in die Tiefe
„Himmels-Arteiter".
Die amettkanischen Wolkenkratzer werden «Hit auch bei uns ihven Einzug halten. Wenigstens empfietot bas Preußische Wohlfahrtsministerium den Bau solcher riesigen ,.T»rm-- bäufiT/), weil sie Ettfarnisse an Grund und Boden, an Tiaterial und tosten unb die Bereitstellung zahlreicher Wohnungen ermöglichen. Schon in biefem Frühjahr sollen verschiedene Wolkenkratzer errichtet werden, unb wir werben dabei aus den in Amerika gesammelten Eriahmngen lernen müssen. Tie wichtigste Vorbedingung sür diZe Riesen« bauten ist aber die Heranbildung einer ganz neuen -)ltt von Arbeitern, die in fttovinbelnben frohen maischen frimmel und Erde tätig sind unb bte in Neuyott „Sktz-Workers", frimmelsarbeiter, genannt roerden. Ein anschauliches Dilb von den Schwierigkeiten unb Gesahren, denen diese Leute ausgesetzt sind, gibt Ernst Schmidt in einem Aufsatz der bei b.r Deutschen Vertogs^Anstalt in Stuttgart erscheinenden Zeitschrift „lieber Land unb Mertt'. Es müssen unerschrockene Männer sein, die daran geroölynt sind, über ungehntren Abgründen auf kaum fußbreiten Stahlplanken ihre Arbeit zu verrichten. Wenn man in der City von Neuyork an einem im Bau befindlichen Gebäufreriefen in die frohe blickt, so sieht man auf den Pfeilern der Eisrngerüste schro-arze Punkte, die fick Inn und h r beto'gm. Tas f nb tie frimmelsarbeiter, bie nicht größ?r als 9£mcifen ersch inen. Je höher das Stahl' g.-rüst wächst, umso vorsichtiger muß der Arbeiter vor gehen, da von f.inen Bewegimgen nicht nur fein Leben, sondern das der gesamten auf dem Bau arbeitenden Mannschaft abhängt. Bor allem mutz sich der frimmelsarbeiter faror in acht nehmen, daß keins seiner Werkzeuge, k in alühenfar Bolzen h rabfäl t Denn durch di- J^illgesckrotnfrickrit rotr« ken auch kleine Gegenstände roie Gesckützkua<ln. Als das Gebäude der Mttropvljtan-Lebensversicheruiig gebaut nnirbe, fiel ein kaum zwei Kilo schwerer Bolzen herunter und durchschlug das Doch eines
Ter Fürst bestritt dies
torreu: „Bosse sei rin disziplinloser Mensch", uno mich/ wenn ich nicht Boetrickv und sein Freund ittire würde er jur Disziplinaruntersuchung ziehen., --------. . .
Mit der Einlcchung in der Tasche enthielt ick beruhigen, ich habe zu viel zu denken. ES ist so, mich jeder unmittelbaren Aeußerung aus diese rote wenn einer -us einem Ktnd vwtzUch in einem mertung, sagte nur, ich begriffe nickt, wesfalb der Tage em Mann würde. Alto gevla'te Arbeit des Jürst fick in solcher ttuitegung befänbe. Wie man Stinte« erscheint ihm bann ud^ lüjig. alle Sorgen mir erzählt habe, fei gestern eine Berstonbl- des Kintes haben bann ferne Bedeutung mehr^Za, au na zwiscton Srin« Majestät und ihm »u Stande ein solcher Mensch mützte dann io frei und toter ytomnum. und ich wäre eigentlich erictoenen, um 1 r-:--: ‘ L- w ’*
meiner Freute darüber Ausomick z>u geben, daß er, Fürst Bismarck, sich geneigt gczriai habe, bte Plane Seiner Majestät auf dem Gebiete bet Arbeit« schütz-
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Boettichers über eine Sitzung des Staatsrates i und ein sich daran anschließetrdes Frühstück mi franse des Staatssekretärs. Diese Stelle des Buckies erhellt auch so recht nicht nur die gereizte Stimmung des Altreichskanzlers, sondern and) eine aufkeimende Voreingenommenheit Boettichers, der dem alten Fürsten Wider- ivrüche in seinem Verhalten zulegen nuxbtc, wo doch nur die tragische Wende seines Geschickes in Aeußerlichkeiten hervortrat.
,Am 26 FÄruar sollten d:eAusschuß- »itzungen des StaatSrats beginnen, 'ltonds vorher hatte mich auf der Rückkehr von . inem Tiner der striegsmttnster v Brr fr y zum Zw-cfe einer dienstlichen Rücksprache besucht. Ich Horte von ihm, daß an diesem Ta« eine Unterredung zwischen S-inec Majestät unb bem tonaler statt gefunden unddaß Fürst dismaickstch bereit erklärt habe, bei der Ausführung der Absichten des Kaisers auf dem Gebiete der Arbeiterfckutz- ./ e s e tz g e b u n g mifyurotrten. ßu froufe angefom- inen sand ich eine Mitteilung gleiäxm Inhalts von rinem Rate des AuKvartigen Amts vor, und aus ..t Reichskanzlei erhielt ich bte Notiz, daß eS scheine, als ob der Fürst, entoegtn ferner rvütor ausgriprochenen Absuht, an den AuSschußbera- tungen des StaatSrats teilnehmen werte Fürst Msmarck habe sich roenigstens bte Akten über die LU Dertontbelnbc Materie vorlegen lassen. Infolgr dieser Mitteilungen beschloß icte mich am nächsten Ta« vor der Siksmg w FE Bismarck zu begeben, _ . , .
imd den Reub«kMi-^-r zu bttten. auch zu dem FrÜH-I Schiller: Sagen Sie mchts meimen Xn« !ück in meinem franse zu erscheinen, zu welchem gehSripen. Sie erinnern ftck aus tem Phaechon
ich Sttu Majestät üro> die Ausschußmitglieder em- rote Sokrates die Frauen und Sttnter fortfdnJt,
Kloben hatte. Ter Fürst empfing mich in sichtlich well er daS Wehklagen nicht bauend fandet un
fdiro.Tcr Stimmung Bevor ick noch meine Bitte Angesicht des Totes .
Dar tragen tonnte, begann Fürst BiSmarck auf den I Boß: Ich werde Mvei^en.
StoatZekn-tär tes StaatSrats, Unterstaatssekretär Schiller: Mtr ist sehr vtel besser. D« Dr Bosse M schellen, daß dieser die Einladungen Schmerzen sind venchwunden. Sie waren auch
für' bte Mitglieder bet StaatsvatS selbst unter- störend gewesen, denn ich möchke mir noch über so
zeicknet habe, w:toend bieS Sache teS Präsidenten vieles klar werten. — Wie. Sie »einen?
^SS4«iSrotS, alfe M Fürsten, «wesen wäre. Ich B o ß: Ich - dachte, datz Sie noch so lange
«aton Bosse in Schutz, intern ich tagte, soviel tch Jahre hätten leben iollen.
feien die Einladungen zu den Staatsrats- Schiller: Ich dachte das auch, noch gestern, •iiamgen stets von dem SfacMekrttär vollzogen freute ist mir klar, daß mein fieten beentet ist, trotzdem ich mitten aus einer Arbeit gerufen
Ter Fürst bestritt dies sehr heft« unb fügte werte, von ter ich meinte, fie werde mente beste, hinm Bosse fei rin disziplinloser Mensch", und und trotztem meine Kinder unversorgt lind.
' * ' ** *■ Boß: Sie sagen das. um mich zu beruhigen r'
Schiller: Nein. Ich kann niemanten mehr
Seite bitte, eine Reihe von Notizen Er ergriff aber wihrenfr der Tiskussion nicht das Wort Erst als diese g-fdiloffen wir. äußerte Fürst Bismarck, er __________
er laute sich, Sine Maiestät darauf aufmerksam zu Mensch mehr? Faiien sie meine frand Boß, ich matten daß bieMinisternicktmitzustim-din doch noch ein Mensch, tch 'preche doch noch nut men hätten. Ter Kaiser entgegnete nichts und ^ießj Ihnen?
obrimm n. T« Mit l eter ter Be sarnmlung " " ' 1--1 * 1 *
toelrfK nickt aktive Minister waren, bejahten ein- ftiinuiifl die ausgcwottenc Frage. Ter Kaiser unter-1
gefetMebung zu unterstützen.
Ter Reichskanzler erwiderte, eS fet töricht von , T • -—- --—-- - - , <— .
mir anzunchmen, daß er diese, von ihm für ter- frontet? Man sagt an hundert Jahre: Atoranter tewblich gehaltene Politik mümadien werte Er wurde nur dreiundbretßtg alt: ter eme bat das würde nümals die frand zu solchen Maßnahmen Werk fromerS getan, ter andere das Werk Äleran- ters. Sie sind beide fertig geworden mit ihrer Arbeit, und ich habe nie an ihr. Leben gedacht, ob es lang ober kurz war. Wir irren, lieber Freund, wenn wir die Jahre zählen. Wie könnte ich so ruhig sein, wenn mein Werk nicht getan wäre? Nur in unserer beschränkten Anschauung verteilt sich das Leben auf Iah«, in Wahrheit ist daS Selen unser Werk.
Boß: Vielleicht bin ich noch zu nmg.
Schiller: Nein, Ihre Jahre können das toxm verstehen Wenn ein Gefan.e mich frurtbKi»t, bann ist es gleich, ob das in Sekunden ist ober in Jahrzehnten. Nur dos Tier, nur ter berücke Mensch lebt in ter Zeit, beim sie leben für Augen- blicke tes Glücks: aber gerate bai Tier unb ter tierische Mensch zählen nicht ihre Jahre, sie wissen nicht, rote alt sie sind, roenn sie sterben. Freund, welches Leben habe ich ge.ührt! ES war wundervoll? Ich bin immer ein freier Menich geweien. Unb auch jetzt zwingt mich ter Tod nid)', ich rufe ihn; er kommt lächelnd, saßt meine frand und fagt: Nun wirst du einen neuen Weg gdxat.
Boß (begeistert): Soll ich nicht doch Ick« Gattin und Jh« Kinder rufen?
Sckiller (lächelnd): Frauen können das nicht verstehen: sie weinen, wenn fie dem Manne die frand geben, ter bas Mädchen vernichtet und das Weid aus ihr bildet: fie weinen, roenn sie das


