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Gerichtssaal.

DaS Urteil rm französischen Schieberprvzeß fpd. Mainz, 17. Oft. Die Stauffeute Flo vange, Chamayeux trab Mayeux wurden zu drci Jahren Gefängnis und 250 000 Mk. Geldflrate ttzw. ein Jahr GeiängniS und 150 050 Wk. bzw. tta Jahr und 100 000 Mk. wegen Verschic bung von verzollbaren Waren verur teilt. Wegen Beihilfe an Len Schiebungen er hielten der Hauptmann Thaunin drei Mo nate Gefängnis, der Hauptmann de Doch' 5000 Mk. Gelds« xtte. Drei Feldwebel er hielten DefängniKst afen von drei Monaten di zu einem Jahr und entsprechende Geldstrafen. Das Gericht hatte über 55 Schuldfragen zu be­finden. wovon 20 verneint wurden.

*

Berlin, 17. Oft. (Wolff.) Dor dem Land­gericht l ist heute der Prozeß zwischen dem preußischen Finanzmini st er und dem Prin­zen Friedrich Leopold entschieden worden. Der Finan,.Minister hatte das Vermögen des Prinzen beschlagnahmt und die Einnahmen ge­sperrt. Dieser sah sich genötigt, seinen Besitz, sowie sein Mobiliar in Lugano zu verpfänden SS war barm in Lugano der Vertrag abgeschlos­sen worden, wonach der Finanzminister die auf­gelaufenen Schulden bezahlte, die Pfandstucke und Hypotheken dem deutschen Gesandten in Bern in Verwahrung gegeben wurden. 3m Verfolg neuer Differenzen drohte der Finanzminifter mit dem sofortigen Verkauf der verpfändeten Gegenstände. 3n der heutigen Verhandlung zog der Vertreter des Finanzministers die Drohung zurück. Das Gericht verurteilte den Finanzmini­ster. anzuerkennen, daß der Vertrag von dem Prinzen nicht verletzt worden sei. er also kein Recht habe, den angedrohten Verkauf der Pfand­stücke vorzunehmen. Die Kosten wurden dem Fi- nanzmrnister auserlegt.

Wiesbaden, 17. Oft. Der Kaufmann Franz Vogt. 26 Jahre alt, lieh sich i m Auto zur Dotzenheimer Kirchweih fahren. Da ihm das Geld ausgegangen war, suchte er von dem Kraftwagenführer zur Bezahlung seiner Auto- schuld in Höhe von 250 Mk. Stundung dadurch zu erlanaen, dah er ihm ein Sparkassenbuch als Pfand üoergab, in daS der Kaufmann eine an­geblich erfolgte Einzahlung über 300 Mk. ein­getragen und mit falschen Unterschriften ver­sehen hatte. Die Schwindelei kam bald heraus. DaS Frankfurter Gericht verurteilte den leicht- sinnigen Mann wegen Ürkurrdenfälschung zu zwei Jahren und sechs Monaten Gefängnis.

Büchertisch.

5>te Koralle, Zeitschrift der vornehmen Welt". Vierteljährlich 9Mk., Probeheft 3 Mk. Verlag der Koralle, Berlin W 30. Das als Film-Nummer erschienene Oktoberheft dieser Zeitschrift ist besonders reich illustriert. Eine lustige SatireDie Heilung des Filmkritikers", ein Artikel überDas ZirkuSfest im Stadion", eine Abhandlung über E. T. A. HoffmatmsEle- xiere des Teufels" im Film und Plaudereien über ..Mlmscnsationen und Logik" undFilmexotik" be- sttmmen neben zahlreichen Bildern der interessan­testen neuen Filmwerke den Filmcharakter dieser Aunnner. --------

Sandel.

Einschränkung der wilden Börsenspekulation.

Frankfurt a. M., 17. Oft (Wolff.) 3m Anschluß an daS bereits mitgeteilte Schreiben des Dörsenvorstandes an die zuständigen Bank- und Maklervertretungen hat der Bank- und Vör- senverein im Einverständnis mit dem Börsen- vorsland eine Kommission eingesetzt, der die Auf­gabe zufallt, den Handel im freien Verkehr streng zu Überwacken. Sie wird ihr Augenmerk darauf richten, dah Werte solcher Unternehmungen vom Handel im freien Verkehr ausgeschlos­sen werden, für deren Beurteilung, sowohl des inneren Wertes wie des Kursstandes, zuverlässige, veröf­fentlichte Anhaltspunkte fehlen. Sie ist bereits in Erwägungen darüber cingetreten, welche dem freien Verkehr bereits zugeführte Werte unter dieses Verbot fallen. Sie wird je­doch jetzt schon auf keinen Fall dulden, dah sich ein neuer Handel in Werten mit den oben be­zeichneten Mängeln an der Börse etabliert. Uebri- gens wird die Kommission in dauernder Füh­lung mit dem beim Zentralverband des Deut­schen Dank- und Bankiergewerbes E. V., Berlin,

bestehenden Ständigen AuSschuh für nicht notierte Werte Vorgehen.

e

Berlin, 17. Oft BörsenstimmungS- bild. Da infolge der oberschlesischen Snttcheidung der Verfall der deutschen Währung mit erschrecken­der Schnelligkeit weitere Fortschritte macht, sucht das Publikum angesichts der Zerrüttung der Reichsfinanzen seinen Besitz an Sachwerten dar­stellenden Dividendenpapieren in zunehmendem Mähe zuvermehren, so dah bei einer als stürmisch ,u bezeichnenden Kauflust die Umwertungs- oder heute zutreffender gesagt Katastrvphenhauise wei­tere erhebliche Fortschritte machte. H ttte schon an den letzten börsenfreien Tagen diese Entspannung sich einigermaßen vvraussehen lassen, so übertra­fen doch heute der Geschäftsumfang und das Aus­maß der Kurssteigerungen im Grohverkehr und In den zu Einheitskursen gehandelten Dividenden­papieren alles bisher während der vergangenen Haussewochen Dagewesene. Was das äußerliche Bild anbelangt, so vollzog sich der lebhafte Ver­kehr in den Dörsensälen in aller Ruhe. Die Mak­lertafeln waren mit Plustafeln überdeckt. 3n dich­ten Scharen umdrängten die Dörsenvertreter und Händler die Maklerschrcrnken. Am Devisenmarkt, der heute im Mittelpunkt des 3nterefseS stand, waren schon vormittags im Freiverkehr hundert­prozentige Höherbewertungen eingetreten. Der Dollarkurs erreichte an der Börse schließlich einen Hochstand mit 179. Doch war das Geschäft am Devisenmarkt angesichts der Unsicherheit über die kommende Gestaltung nicht besonders umfangreich. Am Aktienmarkt betrugen die Kurssteigerungen durchschnittlich 1570 Prozent, vereinzelt auch 90 bis 100, für eine ganze Anzahl Papiere 100 bis 150 Prozent, für OtaviS 200, Rheinstahl 240, Deutsche Petroleum 285, Stöhr 320, Norddeutsche Wolle über 400 Prozent. Ebenso stürmisch toasen bei Entsprechendem Kurssteigerungen die Umsätze am Markt der unnotierten Werte. Unter dem Ein­fluß der steigenden Devisenpreise traten auch für Valutapapiere und solche mit valutarischem Ein­schlag enorme Kurssteigerungen ein, so für Eana- das 100, Mexikaner 200400 Prozent. Am Ren­tenmarkt war das Geschäft bei unwesentlichen Kurssteigerungen still. Die Anleihen der deutschen Einzelstaaten waren sehr fest auf darin statt- findende erhebliche ausländische Käufe. Auch öster­reichische und ungarische Renten stellten sich höher. Bezeichnend für die Knappheit an Ware am De­visenmärkte war auch daß der Bedarf an Devisen Brüssel, 3talien, London, Reuhork, Paris, Schweiz und Spanien bei der amtlichen Festsetzung nicht befriedigt werden konnte, so daß nur Teilzutei­lungen erfolgten, nach Festsetzung der amtlichen Kurse dotierte Reuyork 195, Holland über 6000; doch kam es bei diesen Nachkursen kaum zu Ab­schlüssen, daß sich Käufer und Verkäufer zurück­haltend verhielten. Von großen Kurssteigerungen für zu Sinheitskursen gehandelte 3ndustriepapiere sind noch erwähnen Oppelner Zement 225, Norddeutscher Sprit und ©taßfurtci Chemische je 140, Soeller Eitorf 349, Luther Maschinen 600 und Heckmann 990 Prozent. Die Kursfeststellung dauerte wieder bis über y24 Uhr.

Frankfurt a. M., 17. Oft. Börsen- sl i m m u n g s b i l d. Die Entwicklung der Ver­hältnisse am Devisenmarft mußte naturgemäß auch den Effektenmarkt beeinflussen. Wie man hörte, hat daS Publikum, wohl in Nachwirkung der festen Auslandszahlunasmitel am Samstag, Kaufauf­träge gesucht. Namentlich 3ndustrieaktien traten stärker in den Vordergrund. Unter den Montan- werten waren die Werte der westlichen Unter­nehmungen stärker gesucht. Das 3nteresse für Autowerte hat sich erhalten. Auch fanden Elektro- und chemische Papiere rege Aufnahme. Dank- sowie SchiffahrtSaklien lagen ruhiger, aber vor­wiegend fest. Zu großen Aussätzen tarn es aus dem Markte der nicht notierten Werte. Es flie­gen ManSfelder Kuxe auf 18 000. Opiag 8500. Deutsche Petroleum anziehend, 14551500. Benz- Motoren schwankten zwischen 1550 und 1560. 3n der zweiten Börsenstunde hielt die feste Ver­fassung des Marktes weiter an. Es notierten um 1 Uhr auf dem variablen Markte unter an­deren: Rheinstahl 1350, würde 150 Proz. ge­steigert. Sehr fest lagen Caro. Ferner Lothringer Hütte gesucht. Westeregeln 960, gewannen 70 Proz. Harpener 1050, -f- 80 Prvz. Kleyer leb­haft, 549. Eine Hausse setzte in 5prvz. Gold- Mexikanern ein, welche mit 2050 zur Notierung tarnen und Im Verlaufe 2100 genannt werden. Die Börse schloß fest, bei teilweise großen Um­sätzen. PrivatdiSkont 3s/< Prvz.

Frankfurt a. M, 15. Oktober.

Berliner Devisenmarkt.

Geld Brief Geld Brief

Datum:

15. Oht.

17. Dkt

Berlin

1-Uhr- 1-Uhr- Schluß- Schluß-

77

50

339,

349

380

399,50

610,

650

525,

18. 10.

Schweizer Franken

100

100

100

100

Kurs

13. 10.

77,50

500

899

549

Christiania . . Kopenhagen. . Stockholm . . . HelstngfvrS . . Italien.....

London .... Reuyork .... Paris.....

Schweiz .... Spanien .... Wien (alteS) . Deutsch-Oesterr.

Fl. Mk- Kr. Kr-

. . Fr.

. . 51.

. . Kr

Kur« 17. 10.

77,50

71 10 80,50 63,- 350,- 450,- 403,50 344,-

. 100 Fr.

1 £

. 100 L.

. 100 Fr.

. 100 Kr.

. 100 $

. 100 Kr.

100 L

Märkte

1.7.14.

125.40

59.20

88.80

7,98 159,80

21,97 47,45

Datum: Zürich . . . Amsterdam Kopenhagen

Budapest. . . . Buenos ArreS Bulgarien. . . Konstantinopel

175.-

3.40

0.275

5.65

38.-

20.23

21.-

37.50

0.775

520 -

1.85

3.85

1050, 764, 785,

1015,

347,- 325,- 399,- 410,- 899,50 810,- 644,75

1031,- 800,- 800,- 970,- 600,-

591,- 649,50 600,- 950,- 500,- 900,- 550,-

62,50

630,-

8,02

160,20

22,03

47,55

Börsenkurse.

Frankfurt

Wechsel auf Holland.......

Deutschland .... Wien........

Prag........

Paris........

London .......

3talien.......

Brüssel.......

Budapest......

Neuyork.......

Agram.......

Bukarest......

15.10

3,60

2,02

3,85

3,15

3'56

9,65

-.67

Marknotierungen.

Für 100 deutsche Mark wurden gezahlt:

1071,40 1073,60 1323,65 1326,35 1813,15 1916,85 2157,80 216.',20 2797,20 2302.80 3,36,65 3343,35 3411,55 3418,45 4020,95 4029 05 218,75 219,25 249,75 250,25 594,40 595,60 749,25 750,75 576,40 577,60 537,95 539,05 149,60 149,90 184,81 185,19 1083,90 1086,10 1348.65 1351,35 2S77.10 2897,30 3596,40 3603,00 1978,- 1980,- 2517,45 2522^5

I 77,50 71,75 79,- 63,30 318,- 4 5,- 380,- 324,75 254,- 317, 298,75 378,- 417,25 860,- 755,- 780,- 950,- 655,- 655,- 930,- 580,- 554,84 606,25 538,- 895,- 464,75 846,- 530,-

62,10 585,-

9,28

177,80

23,47

760, 780.

980,

682, 664, 970, 590,

17.10. 2,90 1,54 3,25

56 75 2,75

1627,- 3,37 8,-

- ,54

. Kr. 117.80

. Kr. 88.80

. Kr. 117.80

. Sh. 97.80

. Fr. 125.40

. I 23.80

9,27

18 ,20

25,52

Stockholm Wien. . . London. . Paris. . . Neuyork .

Amsterdam-Rotterd. 4945,05 4954,95 5894,10 5905,90

Brüssel-Antwerpen.-----------------------

Derllner Devisenmarkt.

17. 10.

Datum:

5°/ Dtsch. KriegSanl. 4°, Dtsch. ReichSanl. 3°/,Dtfch. ReichSanl. 4e 0 Preuß. KonsolS Darmstädter Dank . Deutsche Bank . . . Di s con t o-Ges e llfchast Dresdner Bank. . . Dtsche. Vereinsbank Nationalbank f. 'S. . Mitteld. Ereditbank. H.-Amerik. Pakets. . Norddeutscher Lloyd Doch. Gußstahlwerk. D.-Luxemb. Bergw.. Gelsenkirch. Bergw.. Harpener Bergbau. Oberfchl. Gisenb.-B. Oberschles. Visenind. Phönix-Bergb.-Akt. Bad.Anilin-u. Soda Höchster Farbwerke. Sleltr. A. C. G. . . . Sch uckert-Werke. . . Felten-Guilleaum« . Daimler.......

Bud.° Eisenw^ Akt.. Adlerwerke......

4° 0 Hess. StaatSanl, Elettrvn Griesheim.

Kurs Kurs 17.10. 13. 10.

181/0 2.90

0.275

5.55

38.13

20.67 20.60

37.40 0.75

523.- 190

3.95

Frankfurter Getreidemarkt.

Frankfurt a. M, 17. Oft Die Stei­gerung der ausländischen Zahlungsmittel tont en auf den hiesigen Getreidemarkt ungünstig ein. Die Tendenz, welche sich vorwiegend fest gestal­tete, war durch die geringe Geschäftstätigfät be­einflußt. Ma iS lag ruhig, aber fest. Sehr be­

gehrt ist Hafer bei höheren Preisen. Auch sv» Gerste stellte sich regeres Chrtereffe ein. Wer;«, und Roggen finden zu befestigten Kurfen Auf­nahme. Hülsen fruchte hatten bri mäßigem An­gebot höhere Notierungen zu verzeich.en. Futter» mittel fest. Heu und Stroh wenig verändert. Amtliche Notierungen. Alles pro 100 kg. Getreide ohne Sack, Wei-enmehi. Roggenmeht einschl. Kleie mit Sack. Weizen: alsdald.ge Lie­ferung 530 Mk., Parität Frankfurt. Roggen: alsbaldige Lieferung, 435 Mk., Parität Frantfurt. Gerste: Sommergerste für Brauzwecke, 600 Mk^ Parität Frankfurt. Hafer 420 Mi., Parität Fran> furt. Mais 415 Mk., Parität Frankfurt. Weizen­mehl: Südd. Sp^ial 0, 750 Mk.. Nordd.. 70pro». Ausm. 675685 Mk., bei Waggonbezug ab Müh- lenstation. Roggenmehl, Nordd., 550560 Ult, Parität Frankfurt. Kleie (Weizen- und Roggen- tleie) 260 Mk., Parität Frankfurt.

(Zn einem Teil der Auflage wiederholt.) Eine Kundgebung in München.

München, 16. Ott (WTB.) Zu einet eindrucksvollen Kundgebung gestaltete sich heute die von Derttetern aller p ol i 11 * schen Parteien von den Deutsch- Nationalen bis zullen Mehrheits­sozialisten, und von den vereinigten Verbänden heimattreuer Oberschlesier cinbe- rufene Protest Versammlung gegen den Genfer Beschluß über Oberschlesien. Kleiner* Kattowitz stellte die Einigkeit aller Parteien und Konfessionen in dieser schweren Stunde fest und schilderte die Not, die Oberschlesien durchgemacht hat und die ihm nach der Aus­führung der Genfer Beschlüsse bevorstehe. Alles übertönen müßte der Schrei, daß das, was uns jetzt angetan werde, ein Mord am deutschen Volke sei. Wir dürften die Hoffnung nicht aufgeben, daß doch noch einmal der Tag der Blüte unseres Vatersandes komme. Dazu könnte aber nur eines helfen: Die Einigkeit des ganzen Volkes. Hierauf verlas Oberstudtenral Kerschen st einer eine Cntschließuna, die einstimmig angenommen wurde. Es heißt darin: Dir werden nicht aufhören auf gründ des Selbstbestimmungsrechtes zu verlangen, daß Oberschlesien ungeteilt bei Deutschland verbleibt. Deutschland muß den Versailler Verttag durch einen solchen Gewaltakt als gebrochen erachten, der ihm die Erfüllung der auferlegten Verpflichtungen unn-ügllch machen würde. Wir fordern von deracu Sicherung, daß sie die Folgen der ganzen Welt zunt Be­wußtsein bringt. Schließlich wird den Brüdern und Schwestern, die der Fremdherrschaft auS- geliefert werden sollen, Treue § lobt und die Bitte an sie gerichtet, mit den übrigen Deut­schen alle Kraft einzusetzen, damit der Tag er­scheine, an dem die Grenzpfähle fallen, die daS Diktat errichten wolle.

Vertrauensvotum für das Kabinett GnuariS.

Paris, 17. Ott. (WTV.) Nach einer Blatter Meldung aus Athen hat die Kammer bem Kabinett Ou na rii mit 201 Stimmen ihr Vertrauen au Sg sp rachen. Dic <2 A Hänger von DenizeloS haben sich der Abstimmung ent­halten. Gunaris und Daldazzi reisen heute nach Paris und London ab.

Gisenbahnerstreik to Amerika.

Neuyork, 17. Oft. (Neuter.) Wenn di« Aufforderung zum Eisenbahner st reif io vollem Umfang befolgt wird, so werden am 30. Oktober über eine halbe Million Eisenbahnangestellte in den Ausstand treten, und am 2. November etwa zwei Mil­lionen Angestellte infolge der vollständigen Einstellung deS Eisenbahndienstes feiern müs­sen. Wie gemeldet wird, haben bereits über 90 Prozent der Angestellten für den Stteik ge­stimmt. Während Die Cisenbahngesellschaften in einer früheren Bekanntmachung eine 12pro- zenttge Lohnherabsetzung angekündtgt hatten, geben sie gestern bekannt, daß noch weiters Herabsetzungen notwendig seien. Die Arbeiter­führer erklären, daß dies der größte Stteik in der Geschichte der Vereinigten Staaten sein würde.

Am roten Band wird LOHNS erkannt!!!

Luhns-Seifen mit dem roten Band sind überall im Land bekannt gf

Behördliche Anzeigen

Bekanntmachung.

3n unser Handelsregister, Abt. A, wurde ein­getragen:

Arn 4. Oktober 1921 a) die Firma Heinrich Schneider, Gießen. Inhaber ist der Buchbinder und Schreibwarenhändler Heinrich Schneider in Gießen. Angegebener Geschäftszweig: Buchbin­derei und Papierwarenhandlung. Der Heinrich Schneider Ehefrau, Luise geb. Kreiling, ist Pro­kura erteilt, b) Die Firma Wilhelm Nebhuth. Gießen. Inhaber ist der Kaufmann Wilhelm Nebhuth in Gießen. Angegebener Geschäftszweig: Seilerei. Der Wilhelm Nebhuth Eheftau, geb. Müllei ist Pr-okura erteilt, c) Die Firma Hugo Rosenbaum, Gießen. Inhaber ist der Kaufmann Hugo Rosenbaum in Gießen. Angegebener Ge­schäftszweig : Vertretungen.

Am 6. Oktober 1921 die Firma Gebrüder Stephan, ®ioren-'3u|ed. Gesellschafter sind: der Schmied Konrad Stephan und Richard Stephan, beide in Großen-Vuseck. Die offene Handels­gesellschaft hat im Juni 1921 begonnen.

Am 7. Oktober 1921 a) bezüglich der Firma Robert Stuhl Nachf., Fritz Äoleled, Diesten: Das Geschäft ist auf den Kaufmann Heinrich Günther von Steinbach bei Gießen übergegangen Der Uebergang der in dem Betrieb deS Geschäfts begründeten Forderungen und Verbindlichkeiten ist bei dem Erwerbe deS Geschäfts durch Heinrich ®untrer ausgeschlossen. Die Firma ist in Heinrich Gimther, vvrm. Robert Stuhl Nach lg., geändert b) Bezüglich der Frma Gewerkscha'tshaus Gießen, Dolz & Co. zu Gießen: Heinrich Noll ist durch

Tod aus der Gesellschaft ausgeschieden. Gleich­zeitig ist Fttedrich Fritz als persönlich hastender Gesellschafter emgetreten. c) Die Firma Johann Müller & Co., Gießen. Angegebener Geschäfts­zweig: Großhandlung mit Farben und Lacken. Persönlich haftende Gesellschafter sind: Johann Müller und Heinrich Weißbach, beide Kaufleute in Gießen. Bei der Gefellfchaft befindet sich ein Kommanditist. Die offene Handelsgesellschaft hat am 23. September 1921 begonnen.

Am 10. Oktober 1921 a) die Firma Jacob Baer, Gießen. Inhaber ist der Agent Jacob Baer in Gießen. Angegebener Geschäftszweig: Agenturen, b) Die Firma Wilhelm Hantel, Gießen. Inhaber ist der Händler Wilhelm Hantel in Gießen. Angegebener Geschäftszweig: Obst­und Gemüsehandlung. Der Wilhelm Hantel Ehe­frau, Äatbarrne geb. Mauer, ist Prottira erteilt.

Am 13. Oktober a) die Firma Heinrich Köhler, Gießen. Inhaber ist der Hotelier Heinrich Köhler in Dießen. Angegebener Geschäftszweig: Betrieb eines Hotels, b) Bezüglich der Firma Wilhelm Mayer, Gießen: Die Firma ist erloschen.

Am 14. Oktober 1921 bezüglich der Firma Dchunk & Ebe, Heuchelheim. Dem Karl Wallen­fels, 5>an6hmg6geb(Tfe in Gießen und Franz Resemann, Handlungsgehilfe daselbst, ist Gesamt- Prokura erteilt, derart, daß beide gemeinschaft­lich oder je in Gemeinschaft mit einem der seit­herigen Gesamtprokuristen Karl Schnappauf in Heuchelheim oder Johanna Sln^eVen in Dießen zur Vertretung der Firma befugt sind.

Gießen, den 15. Oktober 1921.

11110 B Hessisches Amtsgericht._____________

OOOOODOODODDnnOODODOOOODODODOOO NMMMM SMS» werk ole BctioiW Uniö.-Drutfetet. H. rouge. Gieren DDODDOODDQO00000000000000000000

Bekanntmachung.

Die Zinsen der Kari-August-Lredner-Stistung und der Heinz.Lredner«Lttstung sind am 10. Januar 1922 bzw. 20. Februar 1922 auf 5 Jahre zu ver­geben.

Anspruch auf Berücksichtigung haben alle Witwen und hinterlassenen ehelichen, nicht im Haushalt der Mutter lebenden Töchter, deren Gatte bzw. Vater zur Zeit seines Todes ordentlicher oder außerordentlicher Professor oder Prioatdozent der Landes-Unioerfität war, und deren Dermögensverhältnisie sie als einer Unterstützung bedürftig erscheinen lassen.

Schriftliche Bewerbungen sind bis zum 1. No­vember 1921 an die Landes-Universität zu richten. Wiederbewerbung ist zulässig.

Gießen, den 15. Oktober 1921. 111380

Hessische Landes-Universität. R 0 l 0 f f.

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Bekanntgabe.

Donnerstag, den 20. I. Mts. nachm. 4 Uhr, soll ein der Gemeinde Mainzlar gehöriges Wohnhaus zum Abbruch an Ort und Stelle an den Meistbietenden öffentlich versteigert werden. Die Bedingungen werden vor der Versteigerung bekannt gegeben. Kaufliebhader mögen sich einfinden. 11125D

Mainzlar, am 18. Oktober 1921.

Hess. Bürgermeisterei Mainzlar. Vogel.

Versteigerung.

Mittwoch, den 19. Oktober 1921, nachm. 2 Uhr, versteigere ich Walltorstraße 6 (Darmstädter ftaus) gegen Barzahlung:

1. Freiwillig 1 neuen Lodenmantel, 1 neue Küchen^ einrid) tung (Schrank, Tisch, 2 Stühle, floßlen«. Kasten und sonstige Bretter), 1 Paar Schnürschuhe^ 1 Handkoffer, 1 Brieftasche, 1 Taichenuhr mit Nette, 1 Stock, 1 Brieftasche und verschiedenes andere.

2. Zwangsweise 1 Ledersofa, 1 Kredenz, 1 Kleider- schrank, 1 Bettstelle mit Mattatze, 1 Eisschrank, 2 PlÜschsessel, 1 Vertiko und 1 Küchenschrank.

Versteigerung zu 1. bestimmt, zu 2. teilweise.

11121 Junker, Gerichtsvollzieher.

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