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Wart ab Der Stand de» vermögens hciruq im Dorjahr 1271976 Mk. 1921 dagegen 1 403 034,75 Mark Die Entwicklung ist aI8 durchaus günstig zu bezeichnen Goneraldirektor Engelhard' regt hierauf die Schaffung einesDerfuchslaboratoriume

Müller'sche Badeanstalt.

Wasferwärme der Lahn am 18. Juli: 20° R.

hr 117.88 Sh. 97,80 Fr 1

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ttheaterbureav auf des mstgige

Lvens in feinem toiflinge hin-r- u Jad-Äallöeim eine etterfeit auilöfte- Qif tuns" schreibt ß man suchen yaven, Man trümmt sicher -tnnügtn, möchte über er tzaul sahm, aber Verfasser sind redende e fein kann.

fingen.

in Wenings. , & 2Iuf d>- S-«/' üWlftÄS iung von 10 000 uu.

Vermischtes.

Der Doppelmord in Heidelberg.

Wechsel auf Holland....... Deutschland..... Wien ........ Vraa........

Vari» ...... öondon ....... Italien ....... Brüssel.......

192JX) 84)5 0.825 7L5 47.25 21L7 27.40 46.10

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606.- 3.90 8.65

Heidelberg, 16. Juli. (Wolfs. > Heute, einer nochmaligen genauen Durchprüfung ... Wohnung des Sisenbahnschmiedes Lie­fert wurden noch eine Reihe bisher vermiß­ter Gegenstände, im besonderen die Uhren der beiden Bürgermeister Buffe und Wer­ner, deren Briefschaften uno ein Siegelring des Werner gefunden. Siefert wurde in seine Wohnung übergeführt, und hier wurden ihm die gefundenen Gegenstände vorgelegt. Er stellte jedoch den Besitz der Gegenstände in Abrede und leugnet weiter, die Tat begangen

für Werkzeugmaschinen an. Dem Dorschlag wirb Augestimmt und sofort ein AuSschust gewählt, der die Frage der Errichtung eines derartigen Labora­toriums prüfen soll, ferner, ob die erforderlichen Räumlichkeiten vorbanden sind, und weiter soll er an die Industrie berantreten zwecks Unter­stützung dieser Einrichtung. 3m Anschluß an die geschäftlichen Verhandlungen hielt Herr Professor Dr.-3ng Heuser einen sehr lehrreichen Vortrag über .Zellulose in ihren Beziehungen zu Wissen­schaft und Technik' An den Vortrag schlotz sich eine Besichtigung für Zellulosechemie

(3n einem Teil der Auslage wiederholt)

Die Schlußsitzung des preußische» Landtags.

Berlin, 16. Juli. Der Preußische Land­tag hat gestern nach einer Sitzung, die den ganzen Tag in Anspruch nahm, den Äotetat gegen die Stimmen der beiden sozialdemokratischen Par­teien und der Kommunisten angenommen. Damit ist der Versuch der Sozialdemokraten das Kabinett Stegerwald vor Beginn der Sommer ferlen des Landtag- zur Demission zu bringen, ge­scheitert.

DaS Urteil zum Attentat auf den Eisenach Frankfurter Schnellzug.

Berlin, 16. Juli. Für da- Attentat,

Hk. Marburg. Wiedereinsetzung zweier Lehrstüyle Wie die .Hochschul- orresponzenz" erfahrt, ist für daS durch die Eme­ritierung des Veh. Hustizrals Snneccerus erle­digte etatsmäßige Ordinariat für römisches und deut scheS bürgerliches Recht an der ilniDcrfität Marburg der Geb. Hustizrat Pros. Dr. Fritz Andre eoenda auserfthen; die dadurch frei- werdende Professur wurde dem bisherigen o Pro- essor an der Stratzburger Universität Dr. ur et phil. Erich Jung angeboten Professor Andr§ ist ein geborener OSnabrucker. Dem Vernehmen nach bat Pros. Dr. Ottmar Buhler in Münster den Rus auf den Lehrstuhl für Staats-, Verwaltung--, Kirchen- und Völlerrecht an der Universität Marburg alS Rachfolger W. Schückings abgelehnt.

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n ^ffuh^"D"s »le nei7,

Für diesen Herbst ist eine gleiche Veranstaltung geplant, falls nicht die Hniverfilät Gietzen das­selbe beabsichtigt. Auch die Uniberfität Heidelberg wird eine Hochschulwoche im besetzten Gebiet ver­anstalten. Der Rechner, Prof. Finger, erstattete hierauf den Jahresbericht der Vereinigung. Die

1.7.11. Fr. 125,49 ,V >9,?)

fttti)» R<7chrichten aus 9ef|eit enb den Rachbar st aalen 3n Stein »ui th tAr Friedberg> feierten am SamStag b*e Hheleute Hoh Hrch Hengst und Frau Elisabeth. «ce5 Wolf, das Fest der Goldenen Hochzeit. autzerordentlich fedenSwerte Rosenau- wellung. die ausgezeichnet war durch ihre ^Reichhaltigkeit an edlen Sorten, bot am Sonntag Hier oberhessischer Roienvrt Steinfurth, der .-utd) seine Rvsenlulturen weltberühmt, und von -wo jetzt wieder täglich grotze Sendungen mS AuS- 'and und nach allen Teilen Deutschlands gehen

3n der Turnhalle zu Bad-Rauheim fand un Sonntag eine Zusammenkunft ehemaliger 116er Holt, die von hier. Ober- und Rieder-Mörlen, Wisselsheim. Rödgen und Schwalheim gut besucht r>ar Es wurde beschlossen, an der Giessener Zu- srnnnenkunft am 21 August geschlossen teilzu- rebmen Einige Tage zuvor gründeten die ehemal ffler Feldartilleristen für Bad-Rauheim und Um­hegend eine Ortsgruppe, der zahlreiche Mitglieder feigetreten sind, die sich alle an dem Regiments- tag am 18. September in Darmstadt beteiligen sollen 3n Butzbach wurden durch Der- nftaltunacn und HauSsammiungen für die Hesi - 'Tmberbilfc bis jetzt über 6000 Mk. zufammen- icbrad)t Zwischen Butzbach und Bad- ? a u b e i m verkehrt jetzt eine Kraft- vagen personenpost . sie berührt die Orte Hoch- Weisel, Münster. Fauerbach v b H, Langen- tarn. Ziegenberg. Ober-Mörlen und Rieder- Rörlen Die neue Linie, die Anschlüsie an die Linie Bad-Rauheim Rod a. d Weil hat, be­reutet für die verkehrsentlegenen Orte am HauS- ^rg und im Usatal einen groben Vorteil.

hn Reckar wurde durch den Bruch eines 2m- -mniakkesselS in der chemischen Fabrik bei Heil- ' rnnn ein grobes Fischsterben veranlaßt. Die -Tn Reckar wohnende Bevölkerung zog die biS au 20 Pfund schweren betäubt«! Fische zentner­weise auS dem Wasser. - Auf der Fohlenweide Tornholzhausen (Bad Homburg 1 entliefen

zu haben.

Berlin, 16. Juli. Zu der Angelegenheit des verhafteten Dezernenten der Berliner Fürsorge st eile für Kriegsbe­schädigte, Rudolf alias Franzke, erfah­ren die Blätter u. a., daß Franzke, der Sohn eines Posener RechnungSratS, im Sommer 1918 durch Vermittlung des verstor­benen DolkSbeauftragten Hugo Hoasein das Auswärtige Amt gelangte, wo er eine Zeit lang KautSkyS Assistent war. Gr nahm auch an den technischen Vor­bereitungen zu den FriedenSverhandlungen in Versailles teil. Durch Freiherrn von LerSner wurde er seines Amtes enthoben. Aach seinem Ausscheiden aus dem Auswärtigen Amte ge­lang es ihm, in die Waffenstillstandskommis- sion zu kommen, wo er mit dem ReferatWie- deraufbau" betraut wurde. Während seiner Tätigkeit bei der Waffenstillstandskommission hat er Schiebungen unternommen, durch die eine Berliner Firma um 150 000 Mk. ge­schädigt worden ist.

Berlin, 16. Juli. Entsetzliche Blutszenen spielten sich heute früh im Ge­meindehause in der Humboldtstrahe in Rei­nickendorf ab. Dort stürzte sich der Taub­stumme Hermann Sch. auf seinen Stuben­genossen August Mark und tötete ihn durch einen Dolchstich. Hierauf brachte er dem Wäch­ter Heinrich Pöthke mehrere leichte Verletz­ungen bei. Schließlich stürzte er sich auf eine Insassin des Hauses, die er durch Stiche am Kopf verletzte. Dann schnitt er sich den Unter­leib auf, ergriff eine Axt und spaltete sich selbst den Schädel. Er lieat in hoffnungslosem Zu­stande im Reinickendorfer Krankenhaus.

- Bunzlau, 16. Juli. (WTB.) Sin großer Brand vernichtete gestern auf dem Lindener Gebiet unweit des Bunzlauer Stadt- forstes 400 Morgen schlagbaren Wald. Heute morgen loderte der Brand von neuem auf und nimmt eine gewaltige Aus­dehnung an. Der Brand ist noch nicht gelöscht.

Handel.

.Wetterauer Mühlenvereini­gung, e. G. m. b. H ". Die Organisationsfragen im Müllereigewerbe, welchen sich feit einiger Zeit die Auf merk! amteit aller beteiligten Kreise in dec Erkenntnis ihrer derzeitigen groben Bedeutung mehr und mehr zuwendet, haben nunmehr auch in der Wetterau ihre praktische Löfung gefunden. Unter der vorgenannten Firma, mit dem Sch in Dad-Rauheim, haben sich zehn Wetterauer Mühlen mit einer Hahresleistung von etwa 250 000 Doppelzentnern zufammengefchlosien, um für die wirtschaftlichen Ueberraschungen und Schwierigkeiten besser gerüstet zu fein, welche der Abbau der Zwangswirtschaft und die hohen Welt­marktpreise nach sich ziehen. Die Genossen haben für ihre Genossenschaft, welcher der gesamte Ge­treideeinkauf und Verkauf der Mahlprodukte über­tragen worden ist. mehrere Millionen aufgebracht; es soll sich hier um einen besonders gründlich auSgebauten ^isammenschlub im getieideverar- beilenden Gewerbe handeln. Vorsitzender des Aus- sjchtSrats ist Mühlenbesiher vchudt, Görbelheim. Den Vorstand bilden Dr. Krantz, Dad-Rauheim, und Friedrich Hock, der bisherige Leiter deS vtädt. LebenSmittelamtes in Offenbach a. M.

Züricher Devisenmarkt.

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für Uvnicr- / Der zriedenSver' VMeiler, Uhr ;t Deutschnatwnallm nichts ÄreinSM^, ng des Tierschuyver- i Geheimnis ber bet König ber Ten!'

S00-Iahrfeier der Stadt Butzbach.

# Butzbach, 17. Huli.

6» war im Spätsommer des Jahres 1321, als bi£ Dorf Butzbach, daS schon in frühester ge- r hichtlicher Zeit infolge feiner Lage an der groben Heerstraße vom Maine nach der Weser eine be- heutfamc Siedlung gewesen sein muß, vom Kaiser i udwig dem Baiem laut vorliegender Urkunde ha» Stadtrecht erhalten hat. Daß daS kleine fflemetntoefen bald aufblühte und von einem flei- feigen Bürgerstand zu großem Wohlstand gc» chrt wurde, das zeigen heute noch die alten Oll au em und Türme und vor allem die kunst­vollen Bauten, benen daS heutige Butzbach den Ruf verdankt, zu den reizvollsten hessischen Städte- hldem zu gehören. Von einer abweck) slungS- ichen Geschichte erzählen unS all die Denk­mäler auS alter Zeit, die Archive und das Butz- hacher Museum Don besonderer Bedeutung für hie Entwicklung ber Stadt wurde eS, daß die . Brüder des gemeinsamen LebenS", Kugelherren ernannt, eine Riederlastung gründeten, deren Lateinschule eine Voraussetzung zum Entstehen '-nes tüchtigen Bürgerstandes schuf. Die glanz- nsllste Epoche in der Geschichte der Stadt aber «wurde herbeigeführt, alS Butzbach hn 17. Zahr- shimdert die Hauptstadt einer besonderen Oandgrasfchaft Hessen-Butzbach wurde, die in dem eilen unb geistig hervorragenden Landgrafen Philipp einen Regenten hatte, der Butzbach nicht rur zu einem Brennpunkt wissenschaftlichen Le- FenÄ, sondern der auch durch seine weisen Re- wierungShandlungen und in seiner großzügigen * zialen Fürsorge seiner Zeit weit vorauSeÜte. öinax weiteren bemerkenswerten Abschnitt in tyr Geschichte Butzbachs bildete zu Anfang deS 119. Jahrhunderts daS Wirken des hochstrebenden Dichters und freiheitlichen Politikers Weidig, wer für Butzbach und Hessen das gewesen, waS ^ahn in Berlin war. Seine Arbeit an der Ougend sand in der geistig regsamen Devölke- 'rmg einen starken, noch heute fortklingenden Widerhall. Die grvßdeu Ische liberale Gesimmng, bete j>a» Bürgertum Butzbachs immer auSzeich- TTtte Ift in erster Linie dem Einfluß deS Rektors Friedrich Ludwig Weidig zuzufchreiben. Den Höhepunkten in der Stadtgefchlchte stehen aber iuch Zeiten der Rot gegenüber, verursacht Wirch KriogSunhell, Brände. Seuchen. Aber im- ner wieder fand eine glaubensstarke, gewerbe- rißlge Bevölkerung hieraus den Weg. der empor i» besseren Verhältnissen führte. So kann unS heute, wie mit Recht In vielen Ansprachen bei htm Festkommers hervorgeboben worden ift, der Blick auf die früheren Schicksale deS OrteS in -unserer Zeit des RiederbruchS Stärkung und 2rvst gewahren, daß auch unS wieder eine bessere ,Zukunft belchieden fein möge.

Für Butzbach zieht heute eine neue Zeit fvtrauf. Große industrielle Anlagen sind im Ent- hehen begriffen. Wenn sie auch daS eigenartige Gepräge des ..alten ButzbachS" stark verändern würden, so sollen sie uns doch willkommen sein i i der Hossnuna. daß sie einen neuen Aufschwung korS Gemeinwesens herbeiführen unb an ihrem 3eil mithelfen an einem Aufblühen deutscher Arbeit

Gestern und heute wurde der Sechs- i 5u n b e r t j a b r t ag ber Stadt festlich begangen. Einfach, der ernsten Zeit entsprechend, aber doch würdig der altehrwürdigen Stadt, war der 2rundton, auf den alle Veranstaltungen gestimmt waren. Singeleit et wurden die Feierlichkeiten fliftern nachmittag mit den ReichSjugend- Nrettkämpfen, die unter Leitung deS Lum- »reinS stattfanden. 240 Jugendliche beiderlei Geschlechts beteiligten sich daran und gaben tn iBrer echt jugendlichen Begeisterung ein Bild froher LebenSbejahung. Lieber Verlauf und Er-

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Hauptschuldigen zu je 5V» Jahren Zuchthaus, die übrigen Angeklagten zu je drei bis vier Zähren Zuchthaus verurteilt.

ein Unfall bei der französischen Rational- feier in Mainz.

Mainz, 16. Juli. Bei der Feier des französischen Nationalfestes am 14. Juli durch die französischen Truppen fiel beim Ab« feuern von Raketen eine abgeschosfene Rakete auf daS zur französischen Rheinflottille ge­hörende Schiff Rheinstein und verursachte eine Explosion von etwa 200 dort lagernden Ra­keten. Dabei wurden laut Echo de Rhin 1 C französische Soldaten und ein Offi­zier schwer verletzt. Auf dem Schiff brach Feuer aus, das indessen bald gelöscht werden konnte. Mehrere der Verwundeten sprangen ins Wasser, konnten aber gerettet werden.

Die Anwerbungen für die Fremdenlegion

Berlin, 16. Zull. Wie der .Lokalanz." be­richtet, wurden seit der Besetzung Duisburgs von der hiesigen Kommandantur täglich 10 bis 15 junge Ceute für die Fremdenlegion an­genommen. Seit einiger Zeit hat die Komman­dantur Anweisung gegeben, nicht mehr als IC junge Leute anzuwerben. Rur die kräftigsten Be­werber werden angenommen»

bte mtt BnHback, bord) gemeintame aortfchajtsiche I Mart ab Der Stand des Vermögens bäru< Unterenen verbunden sind CBnriahr 1 271 976 Mt 1921 baaeaen 1 403 0.

Hochschulnachrichten.

Bereinigung von Frennden der Technischen Hochschule zu Darmstadt (G. 03.)

Ernst-Ludwig-Hochschul-Gesellschaft.

St. Darmstadt, 16. Zull. Unter dem Vor­sitz von Geh. Daurat Prof. Berndt hielt heute die Vereinigung von Freunden der Technischen Hochschule zu Darmstadt ihre 3. Hauptverlamm- hing ab. Der Rektor der Technischen Hochschule, Se. Magnifizenz Geh. Baurat Prof. Walde, hielt eine Begrüßungsansprache, in der er darauf hinwies, daß die Wissenschaft, tote sie an unseren Hochschulen gepflegt werde, sich nicht ohne die Hilfe der 3nouftrie weiter entwickeln könne. Die Wissenschaft bedarf der geistigen Anregung von denen, die im Strudel des praktischen LebenS stehen, und es fei gewiß kUn unbilliges Ver­langen, daß die 3ndustrie von den Gewinnen, die sie ja auch dank der Mithilfe der Hochschulen erzielt, zu dem Ausbau der Hochschulen beiträgt, damit die Wissenschaft rechtzeitig zu den Proble­men, die daS praktische Leben stellt, Stellung nehmen kann. Den Bedürfnissen der Zeit wurde Rechnung getragen durch die Einrichtung deS 3n- stitutS für Zellulofechemie, und neuerdings wieder durch daS LederforfchungSinftitut. Der Vorsitzende erstattete hierauf den Jahresbericht. Die Mit­gliederzahl der Vereinigung ist von 371 auf 401 gestiegen. Durch den Tod verlor der Verein u. a. Kommerzienrat Heichelheim-Gießen. Für die Her­richtung deS Zellulofe-3nftituts wurden folgende Ausgaben gemacht: Für den Umbau 84 939 Mk., für die 3nftrumente usw. 179 104 Mk., insgesamt 372 170 Mk. 150 000 Ml. waren bereitgeftrllt, von 47 Spendern wurden weitere 271000 Mk. und 10 000 Mk. in Reichsanleihe zur Verfügung gestellt. Der Vorsitzende gab sodann eine ein­gehende Schilderung der Verhandlungen über die Errichtung des 3nstituts für Gerbereichemie. Der Vorsitzende machte hierauf nähere Mitteilungen über den Verlauf der Hochschulwoche in Mainz.

Datum: Zürich . . . Amsterdam Kopenhagen sSoim Wien. . . . London . t Pari» . . . Neuyortz. .

Bürgermeister Köhler, der brn Festabeno umsichtig leitete. Überbrachte in feiner Begrü­ßungsansprache allen Gästen ein Hoch Darauf hielt Prof Dr. Werner die Festrede, die berichtete von dem Geist stolzen Vürgerfinns. der sich durch die Zohrhundene hindurch nicht unterfriegen ließ, von dem Geist der deutschen Frömmigkeit und des treuen Heimatsinnes, vom Geiste wahrhaften Sozialgefühls. von dem Willen zum deutschen Leben, der uns bis zur 700- Zahrfeier hoffentlich wieder ein großes, freies, vom WeltmarnmonismuS befreites Baterland schaffen werde Wir dürften den Glauben an ein ewiges Deutschland nicht verlieren. Mit stürmi­scher Begeisterung wurde die Festrede und daS aufs Vaterland ausklingende Hoch aufgenommen.

Darauf begann der Reiaen der Glückwunsch- anfprachen Es sprach zunächst als Vertreter ber hessischen Staatsregierung unb des hessischen Land­tags 5inanAminifter Henrich, ber ber Stadt wünscht, baß sie. wie in all ben Zahrhunberten. immer ber geistige unb wirtschaftliche Mittelpunkt ber nörblichen Wetterau bleiben möge. Von Her­zen kamen auch bic Wünsche, btc KreiSbirektvr Graes als Vertreter beS Kreise- Friebberg unb Oberregierungsrat Wclcker als Vertreter ber Provinzialbirektion der Stabt inS neue Säkular mitgaben Bürgermeister Krenzien (Gießen) gebuchte ber stets reunbschaftlichen Beziehungen ber Rachbarstäblc, währenb Rektor # Prof, von Eicken herdvrhob. was bie Lanbcsuniverfi- fä1 ber on kultur- unb kunstgeschichtlichen Denl- mülern so reichen Stabt alles zu banken habe. Prof. Rauch (Gießen) prte? die Zugend glücklich die sich an einer reichen Vergangenheit, an einer hehren Tradition in dieser trüben Zeit innerlich ausrichten und für die Zukunftsaufgaben stärken könne Es sprachen dann noch Polizeimajor Kuhn für die hessische Schutzpolizei, Beigeordneter Kling für die Stadt Bad-Rauheim. Pros. Dreher für die Stadt und den Geschichtsverein Friedberg, Bürger­meister Fendt für die Stadt Büdingen. Bürger­meister Disfel (Griedel) im Auftrage der Ge­meinden des Amtsgerichtsbezirk- Butzbach und der benachbarten preußischen Orte. Alle Ansprachen Hangen au- in dem Mabnruf, trotz der Rot der Zeit an der Zukunst des deutschen Volkes nicht zu verzweifeln. Sine ganze Reihe hessischer Orte, die einen Vertreter nicht entsenden konnten, übermit­telten durch Drahtgrüße ihre Glückwünsche, so Lich, Laubach. Schotten. Bürgermeister Köhler dankte bewegt allen, die der Feststadt an ihrem Zubeltage so herzlich gedacht.

Ein glücklicher Gedanke ist es gewesen, ein Stück Stadtgeschichte in lebenden B i l- dern aus den verschiedenen Jahrhunderten am Auge vorüberziehen zu lassen. Geh. Rat Hä­gers reicher geschichtlicher Kenntnis entstammt die 3bee dazu, der Turnverein hatte unter An­leitung von Karl Volck (Gießen) die Ausfüh­rung übernommen. Mit den vom Gießener Stadt­theater entliehenen Kostümen ist sie fo trefflich gelungen, daß sich die Darstellungen zum Glanz­punkt deS Abends gestatteten und bei jung und alt einen unvergeßlichen Eindruck hinterließen. Es wurden 6 Ti der be3 so genden 3n'attS gestellt: 1. lieberreichung ber (Staoturtunbe durch einen Abgesandten deS Kaisers Ludwig des Bayern an den Ortsvorstand (August 1321); 2. Kugelherren (Brüder vom gemeinsamen Geben) beim llnter- liht im D ifein vi n Bürgermeister und Ratsherren (ums Hahr 1500); 3. oem Landgrafen Philipp von Hesfen-Buhbach wird der Schuhbrief Tillys überreicht (1626); 4. Landgräfin Dorothea emp­fängt ihren aus Spanien zurückkommenden Sohn, den kaiserlichen Feldmarschall Prinzen Heinrich (1711); 5. Turnvater Weidig im Kreise seiner Schüler (vor 100 Hahren, 1821); 6. Dor 50 Hah- ren: Heimkehr aus dem Krieg 1870/71 (Huni 1871). Die Wirkung der einzelnen Bilder wurde noch erhöht durch paffende historische Gesänge, die die MännergesangvereineOrpheus" und Eintracht", der evang. Kirchenchor und ein Schü­lerchor der Stadtschule vortrugen. Auch der musi­kalische Teil, den die Kapelle Groß (Wieseck) be­stritt, fügte sich stimmungsvoll dem ganzen Pro­gramm ein. Richt vorgesehen war tn der Fest­folge das gemeinsame LiedDeutschland,, Deutsch­land über alles". Es brach sich nach der be­geisternden Ansprache von Prof. Rauch (Gießen) von selbst Dahn und wurde von der Festversamm­lung stehend unter den Klängen der einsetzenden Musik begeistert gesungen.

Büchertisch.

Delphi Fabrice. Da» Gespenst. Roman. (Derlaa Dr P. Langenscheidt. Berlin W 15. Preis geheftet 15 Mk. gebunden 18 RN., in Halbleinen 20 MkiOhne baß wir es wollen unb wissen, nimmt uns der Autor dieses Romans Sefangcn und hält uns in feinen Dann Der 3n- alt ist die erschütternde Beichte eines unseligen, seiner Leidenschaft verfallenen Menschen unserer Zeit. Aus der Flucht vor dem Gespenst, das ihm sein Wahn vorgaukett. stürzt er sich in bic Wogen des Großstadtledens. verwüstet seine Socio, be­täubt sein Gehirn."

- Wanderer und Gefährte Von Dettmar H Sarnetzkt. 310 Seiten Preis einiach gebunden 20 Mk.. tn Halbleinen gebunden 26 Verlag von Quelle u. Meyer tn Leipzig. 1921 Erzählen setzt ein Weltbild, ein lieber-ben Dtn gen-Stehen voraus. baS nämlich, was man <ic meinhin mit epischer Ruhe zu umschreiben pftca' Diese besonberc Gabe besitzt ber Verfasser bic* reifen Buches. Es finb bald hoffnungSsroh. bald tieftragisch sich entwickelnde Lebens- unb LieboS- fchickfale, bie in ergreifender Eindringlichkeit an dem Leser vorüberziehen.

Rokoko. Eine Heine Kulturgofchichie des französischen 18. Hahrhunderis. Illlstein-Ver- lag. Das französische 18 Hahrhundert ist b-r S)tntcrgrunb bes BänbchenSRokoko", bas ber Kulturhistoriker Mar von Boehn eingelcitcf Hal Der klassischen Ehronik beSEsprit", ber Kor"-- sponbenz von Grimm unb Diberot sinb dic!e anektbotischen Auszüge entnommen. In berrn Mitte zuerst die hagere, kleine Gestalt Voltaires steht, unb in benen von Schöngeistern unb großen Damen, Literaten unb Wnnberboktoren, von ollen kuriosen Spielarten ber Menschheit erzählt wirb.

Hellweg" nennt sich eine to c ft b e u t f ch e Wochenschrift für beutsche Kunst (Der lag Theobor ReiSmann-Grone, Effen), bic mit ihrem ersten Heft soeben auf ben Plan tritt. Sie will ausschließlich bie beutsche Kunst b> Gegenwart pflegen, zu ihr Wegbahner, Führe unb Berater fein. Sie bringt kunstkritische Aul fätze, auSgewählte Profa. Gebichte unb je eine Graphik. Da« Heft kostet 1,50 Mk.

W o h n u n g S ku n st"DieRoum- tun st", illustrierte Monatsschrift für Archiv tur, Raumkunst und Kunstgewerbe, eine vornehme Derlagserfcheinung ift neu erschienen und bietet aktuelle Artikel u. a. über modernen Sparbai. feine Möbel der Kunstwerkstätten Hellerau bei Dresden. Moderne Plaketten von Prof R. Del - feit, künstlerische Musikmöbel usw. Ein Abonne­ment derWohnungSkunst (Heft 6 Mk.) ist sehr zu empfehlen.

G. KellersLeute von Seld - wyl a". Der Dolksverbond der Bücherfreunde. Berlin W 50, Rankestrahe 34, hat soeben für feine Mitglieder als dritten Band seiner zweiten Hahresreihe Gottfried KellersLeute von Selb > wyla" herausgebracht. Der Freiburger Literar­historiker, Prof. Dr. Philipp Witkopp. hat bie Erzählungen eingeleitet und auSgewählt. Heber allen Gestalten schwebt Kellers gütig-ticfc, schöpferische Liebe zu feinem Dolk:Glücklich, wer in feinem Land ein Spiegel feines Dolkes fein kann, der nichts widerspiegelt als dies Dolk, indessen diefeS selbst nur ein Heiner Heller Spie^ gel der weiten lebendigen Welt ist." Auch dieser Band ist auf holzfreiem Werkdruckpapier gedruckt, in Halbleinen gebunden und stellt zum Preise von 12,80 Mk. eine anerkennenswerte Leistung des Berbandes dar. Die Mitgliedschaft ist kosten - loS. Satzungen und DerzeichniS der bereits er­schienenen 32 Bände sind vom Bolksverbond bei Dücherfreunbe (Wegweifer-Berlag G. m. b. H.) Berlin W 50, Rankestrahe 34, kostenlos zu be­ziehen.

xibnisfe ber interessanten Wettkämpfe wirb in StrSport-Umschau" ausführlicher berichtet.

An ber Hauptfeier, bie gestern abend it der o roß en reichgeschmückten Festhalle am Dieh- irarft stattfand. nahmen nahezu 3000 Perfonen teil, darunter viele Gäste und Ehrengäste. Wir n-mnen: Finanzmini ler Henrich, Kreisdirektor ® r a e f, Ooerregierungdrat Welcker und Pro- ^nzialrat Dr. Wolf (Gießen), Bürgermeister grenzten (Gießen), ''<KV -w»v Proftssor von Eiden und Prof. Rauch von der LandeSuni- ftrfltät, PhSf. Dr. Dietrich vom Heff. Staats- achiv. Landtagsadg. Damm (Friedberg) vom Vorstand des Hessischen Landtags, die verdienst- D)Uen Erforscher der Butzbacher Geschichte Di­rektor Dr. Otto (Darmstadt) und Ehrenbürger Dch. Rar Häger, Dertreter hessischer ßtäbi, 1126 der Orte des Amtsgerichtsbe.;irkcs Butzbach _______ _ , . _

fovie der benachbarten preußischen Ortschaften^ Einnahmen und Ausgaben schließen mtt 911838,87