Nr. 41
Der »i'-tetf
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Srawffert e. BI. 1|IM.
Srettag, 18. $cbruar 1921
Erstes Blatt
171. Zahrgmlg
GietzenerAnzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
Dred und Verlag: VrLhl'sche Univ.-Vuch. und Steinöredcrei H. tauge. SchMtlettuag. OefchLftrstelle und Druderti: 5chilftratze 7.
»rrii ttr I m» höbe fUa ÜnjnyRe 34mm Trett» brtll* 15 T>1 . eeewürtl 45 Df.; für «eilte*»* 2l«,»'qe" 70 mf»
Drwtte ISO Df »*<TlsV »ed*nti2Ol
A«ept|*nf1ldter «ea. (Forn Nerantmortllch für De»'fk «>q ®e»|; fkr b<" übrigen teil Df. «nnbelb 3mj; für bee Anzeigenteil A. «ech.
in Hessen ist man sich in allen Lagern dar> über einig, daß Einheitlichkeit, Kraft und fester Wille die Triebkräfte deutscher Pvli- tiT in der jetzigen Entscheidungszeit sein müf- fcn. Zeigen die Londoner Machthaber, die heute von ihren eigenen Arbeitern sehr eindringlich vor den bisherigen Methoden ge- warnt werden, leine Einsicht, so mag mit allen Konsequenzen das Nein ausgesprochen werden, das Dr. Simons als letztes Wort im schlimmsten Falle nach London mitbringt!
Der bayerische Ministerpräsident über die Lntwassnungrsrage.
Wohlan ständigen hält, gestattet, in diesem Ent-1 die bei dem Umfang des Material» und dem stehlen sckluß etwas ander« als eben bie’cJ V.-rantwor- ausreichender Unterlagen unmöglich eingc- tungsgefühl zu erblicken Die Andeutungen, aü | halten werden können Der Reparalwnskom mitten de die baöcrpdx Äegienmg unter fremden Ein- i iion wurde eine entsprechende Erklärung abgegeben
iton wurde eine entsprechende Erklärung abgegeben lieber die S)dbe und den Inhalt der Schadens- berettaiunaen wird näheres bekanntgegeben, sobald die Dichtung des Materials eine Uederlicht ge-
über die Erhöhung der Poft gebühren ES bandelt sich darum, da» T< vii d r Ponverwo'tnng im Zernage von rund 4 Milliarden möglich» »u beseitigen Durch die Erhöhung bt ®ebübten wird allerdings mrr eine Mehrrinnahme von irod Milliarden erwartet Bei den Beratungen in bett Ausschüssen wurde die lieberzeugung ausgedrückL
TeNHitS nur erwartet werden könne, wenn wieder eine intensivere Arbeitsleistung bet brr Post verwalt» ng rintrrh Im einzelne» wird das Gesetz über die Postgebühren dahin ab- rändert, daß das Porto für den etniodxn Brie, 60 PI. und für Postkarten 40 Pf betragen lolL Nach der Regierunasvorlage tollten für Briefe über 20 (Hramm 1.20 Mk erhoben werden Tie Ausschüsse des ReichSratS fügten eine Mittelstufe von 1 Mk. für Brieie von 20 bis 100 «ramm ein; Briefe über 100 (Mramm sollen 1,50 Mk koften. Schließlich erledigte der Reichsral noch bir beide, Eisenbabnetats für 1920 und 1921 Während der Etat für 1920 noch ntit einem Yeuyt von 16,2 Milliarden rechnet ist dieses für 1921
Berlin, 18. Febr. Mehreren Blättern zu- folge dürften die deutschen .^kgenvor- ( n n r für die Londoner stvnferenz von den ^chr»-rsuiu>iqen tmrtffi/ tl ch an « d-r nach- ften So ehe fertiageftellt mn. -ne es int*n tern heißt. fet rn Aussicht genommen, dw Gegen- rtn« SH»«*™»«'
>Ä-n bei andKt^ermwunbben I
Fraktionen, derttetor des SHgÄagt scholl srate-s '-ar machen Erit narb bvter rx | s^chuna werde die endgültige jtr'ung der Gegen- | Vorschläge erfolgen, und zwar oo raus nckKl ich Ende j der nächsten Woche
Tie RechnnnflSaufftellun« her ..Reparationskommi sto«".
Berlin, 17 stebr. WTB Bon der R e para ti o n s ko m rn i s s i o n find_der deutschen Re- aierung in den leptm Tagen Lchadensberecdnvn- aat des größten Teils der EntenteNaMen gemee Artikel 233 des Frieden?nettraaes zur Aeup.erur.a übersandt worden: der Rest der Derechnun^n ist für die nächsten Tage annetonbi^t Am Grund bieier Berechnungen beobichtitt bte R-varalwns- komMission g'-mdR dem gerannter «riM wn 11 Mai bie (Mrnntnnnme der zu vertretendm L<va- den" fernen. Lic. bat bet brjt-'(^n für die Aeuherung io kurze #ritten gattiu.
lüssen oder bonspirierc »gar nnt den Gegnern,I I um ihre llnterftübung zu gewinnen, aehörei in 11 den Bereich böswilligen vol irischen Tratsches Mit 11 Nachgiebigkeit bienen wir weder unS, noch den Siegern Das gilt nach unserer Auffassung auch von dem Diktat der Entwaffnung und Auflösung der Einwohnerwehr Wir Haden es für unsere heilige Pflicht erachet, diesen unseren Standpunkt I auch der ReickSreyierung nnt allem Nachdruck nahe- 1 ^bringen Sollte die Reickrs egienmg zu der An-1 chauung gelangen, sich bicfeiii Standpunkt nicht an schließen zu können, io müßte sie für alle Maß- nahmen auch ausschließlich die Verantwortung nach jeder Richtung hin tragen. Die Rcbe des Ministerpräsidenten wurde von tvn Llvalitronsporteien I mit Beifall und auf den Tribünen mit Händeklat- sckien aufgenommen.
Roste über die -lnflösung der ostpreußischen Einwohnerwehren. Königsberg, 18. Febr In einem Artikel bet „Ostvreuß. BolkSztg." beschältigt sich Reicks- wehnninifter a D. Noske mit der Frage der ostvreußiscken Heimatwehren und schreibt u. a : Ta bie Verhandlungen zwischen Rußland und Polen noch nickt zu einem Abschluß gelangt sind, so bleibt Ostpreußen gefährdet^ Daß Reichswehr und Polizei bei außergewöhnlichen! Umständen nickt genügend stark sind, hat sich gezeigt, als die Polen beträcklliclie Teile der ru,fischen Streitkräste zum Uebcrtrüt über die Grenze nach Ostpreußen zwangen. Damals hat sich ein bewaffneter Heirnatschutz als dringend notwendig erwiesen.
Lin Protest -er engMen Arbeiterschaft gegen -:e jetzige Lnlscha-igunarpolittt
Im bayerischen Landtag Tarnen gestern die bdtannten Interpellationen der sozia- i Nsttschen Parteien zur Verhandlung £*rr v Sahr verteidigte sich gegen die Vorhaltungen, als habe er einen Teil des bayerischen Volkes für nicht wert gehalten, zu einer Aufklärung über die Lage herange- aogrn zu werden Er berief sich wiederum auf die Vertraulichkeit der Berliner Verhandlung Man muß jedoch in diesen Punkten dabei bleiben, daß die batierifrfx Taktik nicht ganz einwandfrei und auch nicht recht TTufl war Der sachliche Standpunkt in der Entwasf- nungsftage aber, wie ihn Herr v Ikahr bar- legte, Tann wohl verstanden und 'm Rah- men einiger Vorbehalte auch gebilligt werden Die bayerische Regierung hofft, daß die Machthaber in London sich schließlich doch noch zur Einsicht bequemen werden, was in bemerkenswerter Weise dem Pessimismus widerspricht, mit dem Herr Dr. Simons den dortigen Verhandlungen entgegensreht^ So fetyr man eS auch wünschen muß, daß die Opposition im deutschen Volke gegen das neue Pariser Diktat in mächtigen Wogen sich gegen die Dämme der Entente ergießen möge, so dringend ersckieint uns jedoch zu> gleich die Notwendiqftit, in voller lieber- einstimmung mit Ziel und Taktik unserer amtlichen auswärtigen Politik zu bleiben. Herr Dr Simons hat gerade in seiner Karlsruher Rede bewiesen, daß keinerlei Anwandlung von Schwäche in sein Programm hin- <inspielt. Er beweist der Welt durch seine Reise nach Süddeutschland, daß es nicht, wie Lloyd George annehmen wölkte, das Deutschland von 1914 sei, das in die englischen Netze hineinzuschwimmen sich weigert, sondern ein bis an die letzte Grenze gepeinigtes, verzweifeltes Volk In diesem Sinne begrüßen wir den Leiter unserer auswärtigen Politik auch in unserem Hessenlande, dem er heute einen Besuch abstattet. Auch
Professor Lubo Hartmann über die Anfchlußsrage.
Berlin, 18. Febr. Gestern 'vrack der füttere teutfetvär^mvidnidz Gestuckte in Vrlm, Prvfestor Ludo Hart man n vor !*-t'jerrüg<n>*n Berliner Person!irbkeckm aller polm chen R,ck- tairgen über bee Anscklußtrage. Er toste, der A n- schlu ß an Deuticklanb fei heute «u rmem Dogma geworben, an dem man m Tirol e^n,o wie m Wien, m Steiermark eberfo M rn bürg hänge Die Welt rorrti; em b eis piel- loses Sckau fviel erleben, toltt tre nese sehn- turft TeutfifN^e'trrri'be nach Be-enng-.-ng mit reinem Thittedanbe 'ich nicht bald ernd e Oesterreich rooHr erlich den Aeg g^en. her iton non dem Friedensvertrag trrrgri(6neen »ei »u* der Wrunblo» der vorarnehmenten x.olHab’-.irwrurg merbe in hiraan em Appell an bei Völkerbund erfolgen. _________________________
(Eine Re6e öcs Minister» Vr. Simons.
Berlin, 17. Febr, (DoM) Nach bem nmw mehr vorliegenden amtlichen Text führte Reicys- minifter TrSimon-inber .weiten »adlrubet Rede u. a. noch aus: Die Franken lu-^n sich ungeheure Ziffern während des rnege» einreben. Sie sind enttäuscht, baß sie noch von der £>anb in den Mund leben müssen. Sie erwarten, daß Deutschland ihnen kräftige Hilfe gewährt Sie greifen dabei weit über das hinaus, wa- Tentlch- land innerhalb der Gren»e seiner -raft leisten kann. Allerdings ist auch in ihren Forderungen schon ein Rückgang zu bemerken Ursprünglich forderten sie weit mehr als 269 Milliarden Goldmark. Sie schraubten aber in Boulogne schon ihre ^orbnuiw gen zurück und sind seht wiederum gegen bie Bou- logna Beschlüsse zurückgegangen, allerdings mdjt ohne andererseits ihre gan-e Ho'nuno auf die Exportabgabe zu fe^en. Sie werden in beiden Punkten bie Rechnung ebne ben Wirt gemacht haben; denn es wird ihnen nicht gelingen, txm unS diesen Wechsel auf bie Zukunft zu erhalten. ES wird in London unrere Aufgabe fein, vsse« Dege zu weisen. Tre Lösung kann nur darin bv- sieben, daß man die ganze Welt an der Sanierung mitbeteiligt. Durch unsere Arbeitskraft müssen wir den Geldgebern sufcet* bäten stellen Unsere Vorschläge für die Londoner Ätrnferent müssen innerlich durck^acht und durchführbar sein. Sie mögen aber so durchdacht uno Durchführbar fdn wie fie wollen. Ich sehe der Londoner Vonferrr* knov^em mit ror to Ov- nrgnmidvn 2tanbpiDTftti ba'gr'ert !npTnmew 2 u mm en oon Paris sind genannt worden Damit tft die Unvereinbarkeit deS deutschen und deS eagnen'chen Standpunktes dar gelegt, ffommen wir lebt mit Borichlägen, so wird man gegen unsere Vorschläge genau to cebenietra, rme wir gegen bie Pariser Bechlfts^e reb^Iert baben Dos ist nn ungiiufTiAer Vorklmg für London Es ist togar durchaus wahrscheinlich, k«ch Me Londoner .'tvnfcoei* m ben erfien Versuche« Tein ErgebniS ytigt WoS wird ober banx q^chehen - Zunächtt wick der Ifllbr'tmC so sein, wie vor der Polier Äbnfrmi* Eine
er rung ist gescheüett, al t) geften bte Ve> irnrmungen
Berrratze? von Versa ' l leS weiter Man mu6 unS ai'o zum 1 Mai 1921 die Summe bet Sck^»enS-rlapan'vrüche der Gegner nrit:ei:ri und eine Entscheidung treffen, in welcher Art bv Bo- »aMung zu ertosqen bat Die Revaratv'n-kdm- nrifiion muß dann von Zeit zu Zeit prüfen, ob *4 T<utfeHanb mög'ich ist, bie Zahlungen ao leiftrn. Tie Revaranonstommi^ion ha betrü# 40 Milliarden Golbmark in Von- am 10 Fv- fruar 1919' bä Abschluß des Friedens er Villen. Sie bmnt< aber bannt ruckeS anfangen. We teve 40 Milliarden werden auf Wunstb tr ' eDarcnzm4* komm'fion demnächst auSgegeste-i merbei ES er» «rbt such, daß man ''ich über dieie Bons nn ganz falsche- Bild genvucht hat Man hot in Frankreich äne Finar^'f'io" damit an bah en wollen. ToS vt aber umn^gtr-ch, bem «wi-l Be'nmn .'n- g-n neben dem rntgenri Ken" Fi.-icmrm"ckt der Sät kann auf diese BonS Geld gebe- Sie sind lerne genügende Unterlage für -ine FrnonAktion. Man kann sie räckt bankmäßig oetroerter Es diene n-e Katastrorckenvvltn? traben, roernt wir die Pari er Bäcklüffe in London aner'e-Ttien würden: denn n» r !3rmtr- sie nur anerl-m-en. t"t«a wir doch befämmt mit unserem ^onku^S rech- -e:en. oxr wir mußten darauf hoffen, diß übet : kurz ober lang an Ilaffarn und ehe .’"-miZN
wichtige veichlüffe der Rei(t)$rats.
Berlin, 17. Febr 'WTB.) Der R^ickS- r a t hielt hatte adend unt-r dem Borü^de' Staa s- fefrttär» Dr. Lewald ein? ö fentlicke -Eisung c Ang morn men murb? tie Verordnung der Racks- retnenrrn »nr Aus'ühnm-g deS vom Reichstag be- Ichlvstaien NotaefeheS über di? Förderung des Wohnungsbaues. Tiefe Verordnung ent- bfilt alla-mane Gancksäpe für die Hergabe von Rrüch>^scküsien für DohaungSbaut-n Xu* Antrag Pr-ußen: wurde vom Plenum bi? RegierunaS- öcrl-T" rm-d-rheeaestellt. wonach eine % mrr da W Sudbratmetern Grundfläche anrttt — Sjuf jitiui dun trxnty fem-r der EnrnTur* aner Verordnung über txe Beendigung der tmntM't- Ittben Ten-obilmackung D-ckurck roert-en bi? T e- mobilmackung-au-scküsse in den an- ieiner. Gemeind-n und die Tenir ’t-m^izurgd» lomtm"ar? auf gehoben, Fem-r treten vi^zum 31. 27?är, 1922 alle Anordwmaen außer Siatt, bie au'grmck der bisheri-e- Bestimmungen über bi? Wirtschirrkiche T-mobilmacknma erlaßen worden find, forem nicht ihre g^e^übe Treftlegnin a*o.^t , ist. — Rumn-Hr erstattete namens der AuSi^un? Iba brLmschvQgische Geto-ckee o. Boden Bericht
infolge der aus der TariierdödunH »u erwartende, Mehreinnahmen nur noch auf 6 Milliarden be< rechnet Ministerialdirektor Lackö betonte abe^ daß dies nur für den ordentlichen Etat gelte; auch für 1921 merbe wohl mit einem 1 "'trag 4x>» 11,7 Milliarden gerechnet werden können.
Uus bem btfeWn düblet
Das Ende der Festung Mainz.
nie. M ainr, 17 TSrhr Mn der N^deva legung der Mainzer Vesestigunge" wicka nunmehr begonnen. Tie anieli e.i Fort) toueit aut Abdruck verkauft werden, «uck bie T-arm« Höbt er Lus iicktfldalle Wick i' brn nM>» trat Tagen wtitort, da txe Entenr? * c Sa:e»- für andere Zwecke nickt ge.da^rr hat.
Französische Zensnrtnaßnahmen
Berlin, 18. Febr. Dte die „Tägliche Rundschau" aus Landau meldet, hat die französische Militärbehörde in dem besetzten Gebiet den Zeitungen verboten, die Proteste gd. gen die Pariser Beschlüsse fortzusetzen und bisher einer Reihe von Blättern mü Erichen nungsverbot gedroht.
London, 17. Febr. (WTB.^ Der Paria- rnentsausickuß d» Gewerks ck a s t s k o n - g reffe 6 und der Vollzugsausschutz der Arbeiterpartei verösfenllicken ein gemeinfames Manifest, worin zugleich mit brr Erklärung, daß die von Deutf chland g e- s orderte Entschädigung nicht gezahlt werden könne, auf eine nochmalige Erwägung des Betrages der deutschen (Entfd)ä>igung im Interesse brr Arbeiter des In- und AuslarckeS gedrungen wird Das Manifest erklärt, die Bedingungen deS Friedensvertrages feien bie Haupt Ursache der augenblicklichen Erwerbslosigkeit, da sie bfe wirtschaftliche Erholung der ruinierten Länder und bie Wiederherstellung ihrer Kaufkraft verhinderten Der von Deutschland geforderte riesige Tribut werde die Fähigkeit des deutschen Volkes, englische Waren - zu verbrauchen noch weiter vermindern. Tie Entschädigung könne nur ui der Form der Ausfuhr bezahlt werden, wahrend Teutllhland 42 Jahre lang nur unbedingt notwendige Lebensbedürfnisse im Ausland« kaufen dürfe. Dies bedeute, daß der englisch« Markt in Deutschland nickt wiederhernestellt werden könne, I was zu einer Fortdauer der Erwerbslo igkett führe. Ter Verlust des Vorkriegshandels mit Deutschland, und Oesterreich genüge allein fckon. um die augenblicklich« Not in England zu er‘1°c^nf, Manifest erklärt Deutschland könne und ,olle bie t-t'äcklick angerich eten Zerstörung^ wieder ?n macken. Zum Scklus e torbert b23JPanifeft m*t nur eine neue Erwägung der Entickadigungstorde» rungen, sondern auch eine Aenderung des gesamten Verhaltens der Alliierten gegen Z e n t r a le u r o va.
Tie englische Politik bezüglich Ru» lauv»
London, 18 Febr. (MTB.) Im Unterbiwse fragte Renwortbn vb R u ßl«rngrlabm wecke, Vertreter zur K'vnf«enz
Ostens nack Lontvn ;u senden - lovo
• für bie Sonfercn» »u erneuern.
Tie deutschen «e envvrschlage.
stattet
Tie Londoner Konferenz.
Rom, 17. Febr (WTB.) Die Abreise des Grafen Sforza nach Lotidon wurde auf den 18. Februar verschoben
Rom, 17. Februar (HavaS.^ Gras Sf vr za, der am 18. Februar Rom verläßt, trifft am Sonntag in Paris ein und wird am Abend desselben Tages nach London Weiterreisen.
Paris. 17. Febr (WTB.) Der griechische Ministerpräsident Sv logen» pulos ist heute mittag mit 11 Mitgliedern der griechischen Delegation nach öonbon ab- gereist
Die türkische Kon sta n ' l nvpeler Delega tion für London, bestehend aus I dem Großtvesir Tewsik Pascha und dem römischen Vertreter der Türkei Osman Nisani Pascha, sowie 13 Beiräten, Sachverständigen und Sekretären traf heute früh mit dem Orientexpreß in Paris ein und wurde von dem türkischen Vertreter in Paris und einem Vertreter des französiselben Ministerprasiden- Iten empfangen Ohne den Zug zu verlassen, erfolgte nach Umleitung des Zuges mittags die Weiterfahrt nach London.
Der Befreiungskampf der Türken.
München, 17. Febr. (WTB." In der heutigen NackmittagSsitzung dcS Landtags tarnen in Anwesenheit der gesamten Statttdregierung die beiden Interpellationen der M. S. P. und der U. S. P ., betr. dieHaltungd er bayerischen Regierung zum Par ser Diktat, xur De pre- chung. Ministerpräsident v. Kahr kennzeichnete in Beantwonung her Interpellationen den Standpunkt her Regierung und der Kvalitionsparteienl balnn, daß bie Erfüllung der Pariser Forderungen bie vvllstänbige Versklavung btd beuticben Volkes, insbesondere der 2kbeiterf(haft. aus zwei Generationen hinaus bedeuten ivürbe. Tas ganze deutsche Volk in allen seinen Teilen sei sich darin einig, daß dies Vorschläge unannehmbar feien. In der Entwassnunasfrage, sagte der Redner, mußte der baveriiche Miniftcrvräfidenl b.'i den Ber^ liner Besprechungen über die baveriscke Einwobner- mebr an bem seither eingenommenen Standpunkt festhalten. Tie Einwohnerwehr entstand in der schwersten Not des Staates und des bayerischen Volkes durck einen freien Entschluß des Volkes. Sfe hatte und hat keinen anderen Zweck, als ben des Schutzes ber eigenen Perfon und GaeMums und ber Aufrechterhaltung von Rude und Ordnung im Staate. Niemals noch hat ße ihre Waffen mißbraucht, fllle innervolitischen Be- fürchtuna'm über ihr wahres Wesen find edenw unbegründet wie bie Befürchtungen uw^rer Gegner, daß sie ihnen als ncttionalistifck-rnilitäni'chk- ürument im Tienste ber Revanche aefäbrlick wecken könnten. Tie Einwohnerwehr wick von lerby verschwinden be» genügender Erstarkung des Heute schon festzulegen, bis ;u welchem Ternim v». ber Fall ist, ist schlechterdings unmöglich.--icker i' nur, daß beute ber Zustand nvck mdtt ist, ber einen bewaffneten •s’cfb'nckupbens - erbaltenben Einwohnersck'an als ubernuifij ttemm lafim könnt« Dio Umsturzbenegung ber staotsfeindlil-cn Elemente dauert unverminverr fort. Zu diesen Gefahren im Zwvrn fomint me Gefahr von außen. Die 51 vmn^ickn»ckvi ~and^i st eben unmittelbar vor dem ANorickiver'«i Gefahren, bie Doncrn von außerhcklb lerner ®rrn ?rn brohen, broben awde^n Landein.ka^mi im gleichen Maße Angeffeh s wohn erwehr nach irie vne «mo staatlickc ^tx- nottvenbigfeit. In ber Einwobnerwehr »^7,^ höbe ideell« Sräftv, bte feine stoatsr^rnung imt» ten Hem «ns v-eisgebrn aber zurucksw-c.i harr. Denn bie banerifdx Staalsrog-erimg imd die mm- liftonsvarteien hn Gefühl btrer ung^euren - mnworruna n bem Ergebnis .reronmren ,inv es tnüne <fn bem bisKricen ^hmtrnrr® «UsMo werden, so ist es niemmibem, der mir poun
P« r i s, 17. Febr. Nock einer Havisrneldung aus Ävnstcmrinopel Wick heu e das erste Tele- rtnnun vecksfentlicht, das Mustafa ftemai Pascho an den Grvhwesir gerichtet hat. Hierin wick gesagt, der Grvtovesrr habe m fernem Telegramm einen Umschwung der Meinung zu Gunsten der Türkei bei den Ententemächten left* gestellt und diesen als bie Folge der fortgesetzten Anstrengungen des türkischen Volks in Anatolien be-eickuet. Tv nate Lag« erkläre Kck aus ber Tatsache, daß bie große N-atumolvertoriimlung I sich geweigert Abbe, ben Friedensvertvag Jon Sevres anyuerlamcn. Ein wirkliches Ergebnis forme nur dann crzrell wecken, roernt bie Tele- gation. die bte türkischen Interessen auf brr Konferenz m London zu vertreten habe, duck? v.e NckumalveNammlung von Angoro bestimmt sei, beim nur eine 2elegarion aus Angora repräsentiere dos türkische Volk. Aus d« em Grume idbuoge er vor, die Delegation für bie Lomeren» in Bonbon buck» d.e große Nattpivalvenammlung in Angora bestimmen ;a tollen. Tie Regr-nmng in 5donstontinopcl könne Devoter dieser ^fgirum beiorbnen, bie Llusklänr.igen gehen und De»ose beibringen könnten zur Ifertieibiginig ber_9xe(Me und der Forderungen des türkischen «olles. ^Kie»- (id) wick ber Grvßwesir au*ge*J.k.*rt, den ttntenro- mächten zur Kenntnis zu bringen. Car> mir die von ber Natumalverfarnmlu''g gewcckte ze.ego* twn berechtigt sei, die Türlei ui rertrtten. Im Falle ber Weigerung ber lurkischon .Hegierung I wecke die Nationalversammlung von Angora in voller Frecheu handeln irtb tue movall'cke und historische Deronrwort.i fLeit für bv e Weigerung rorrbe einzig und allein von brr Reiterung von Konstantinopel getragen wecken müssen.


