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Das reinweiße Licht macht die gasgefüllte Osram-Nifra-Lampe zur bevorzugten Lichtquelle.

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Schweizer Franken»

HüHriett-auQen Hornhaut. Schwielen * Margen r\bcic«?' d* «n*^ *<*»«*h-4M

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15.11.

2,02

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1.7.14.

125.40

59.20

88.80

117.80

88.80

117.80

97.80

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23.80

Datum: Zürich . . . Amsterdam Kopenhagen Prag .... Stockholm . Wien.... London. . . Paris. . . . Reuhork . .

Wechsel ans Holland.......

Deutschland . . . . Wien........

Prag........

Paris........

London .......

Italien.......

Brüssel.......

Budapest......

Aeuyork.......

Agram.......

Bukarest......

Vermischtes.

ma rn vom Lande a b g e schn it- Travemünde wird uns geschrieben:

183.75 2.025 0.18 5.60

88.30

21.10

22.25

37.50 0.65

527.- 2.-

3.40

10.39

5,60

-.38

. . Sr. . . Sl. . . Kr. . . 5tr. . . Kr. . . Är. . . Sh. . . Fr. . . $

Set»cAW *4poAeH" . Orogen* *M

Drogerie Soll. Bahnhof»!raße 5 1.

Züricher Devisenmarkt.

i . 11.

10,38

5,60 -.33

Handel.

Frankfurt a. Olt.. 17. November.

Warknoliernngea.

Für 100 deutsch« Mark wurden gezahlt:

IRärfte.

Darmstädter Fruchtmark 1. Dia erste, am 15. Äovemder d. I. stangehadte Ber- 'ammlung deS wiederousgenoinmenen Darmstädter Fr-uchtmarltes im Da« ldter Jürtf JaaL, war sehr stark aus Streifen des ®ro> and Klei*» domdels, der Müller und der La.rdtoirtschaft be­sucht. Begrüßt wurden die Anwesenden durch eine iraftoofie Ansprache seitens d«S Vorsitzend« des Fruckitmarttes, Kaujmarm Advst S t ö r g e r. Ss folgten weitere An'pracheu durch den Bank- direktvr Hugo Br int für die Handelskammer Darmstadt. Direktor 5 Äa b le r t für die Darm­städter GroKhandelsvereinigung und Oekvnooue- rat Dr. Hamann für die Hess. Landwinschafts- lummer. In die Mttgliederliste zeichnete sich so­fort eine übet Erwarten groye Anzahl von In­teressenten ein. so datz zweifellos ein gedeih­lich«» Arbeiten des jebc;* Dienstag am 11 Mfrt ftattfindenden Frachtmarktes zu erwart« ist. Dt« MitgliederbeirrLge wurden fe gelegt auf jätir- lich 100 Mark für Drost Händler, aus 50 Man für Darmstädter Kleinhändler and auf 30 Matt für auswärtige Kleinhändler Für «tuxuge ötrd- tigkeiten soll baldigst ein Schiedsgericht in Darm­stadt eingesetzt werden. B.S dahtn füll« Strei­tigkeiten vor dem Schiedsgericht der Franks» rt« Börse, Abteilung ®etrciix. entschreden werden. In zweistündigem Zusammensein fand eine an­geregte Aussprache statt, welche zum Adfchiatz einer gröberen Anzahl von Geschäften führte

183.50 2.-

0.17

5.50

38.35 21.-

21.95 37.t0

0.50

529 - 1.90

350

Kirchliche Nachrichten.

Israel.Religivnsgemeinde Gottes- dienst in der Synagoge (Süd-An läge). Sams- tafl, 19. Rov. Borabd. 4.30. Mvrg. 9. AbdS. 4.45 und 5.25 älhr.

3f raeL Religion- - Gesellschaft. Sabbatfeier, 19. Rov. Freitag abd. 4.10. Sams­tag vorm. 8.30. Rachm. 3.30. Saddatausgang 5 25. Wochengvttesdienst: morg. 7.00, adds.

4.00 älhr. -----------

Turnen. Sport und Spiel.

Deutsche Eislauf er bei den Welt- und Europameisterschaften. Heber eine Beteiligung bei den in Davos bzw. Stockholm stattfindenden Europa- und Welt­meisterschaften im Kunstlaufen wurde tn der lebten Ei-lau fsitzung des Berliner Schlittschuh-Clubs Beschluß gefastt und einer Entsendung von Mit- 'gliedernzuaestimmt. Deutschland tritt damit zum ersten Male offiziell in den Kampf mit allen Ländern und gerade im Eislaufsport sind die Aussichten für die deutschen Vertreter keine un­günstigen. Beben dem mehrfachen Weltmeister- schaftskandidat« Rittberger kommt für die Aus­wahl der nach Davos und Stockholm zu ent­sendenden Läufer und Läuferinnen grande. Frl. E. Winter und Frau Brvckhöst alS jüngste Deut­sche Meisterin in Betracht. Ausserdem dürste der Berliner Schlittschuh-Club noch eine Be­setzung der ausgeschriebenen Huniorenwettbe- toerbe tnS Auge fassen.

Zett etn besonderer Zweig der Sprachfor^ schung, der aus diesen früher wenig beachteten De-eichnungen ein bnnteS Bild der Geschichte und Volkskunde enthüllt har. Aber es gibt auch Snaßennamen, die schon durch ihren merkwürdigen Klang die Phantasie anregen, ohne daß man erst ihrer tieferen Bedeumng nachzuforschen braucht. So gibt eS z. B. in Brügge eine »Alte Sack-Sttaße", in Mar­seille eine »Straße deS toll gewordenen Hun­des" und eine »Straße der sieben jungen Män­ner". In London gibt es eine »Vergebene LiebeSrnüh-Strahe" und nicht weit davon einen PlatzKlein DvrritS Spielplatz", dis wohl beide nicht mit den Werken von Shake­speare und Dickens zusammenhängen, an die sie anfitngen, sondern irgendeinen nicht mehr feststellbaren Dorfall ihren ilyfpntna ver­danken.

(3n etnem Teil der Austage wiederholt.) Forderungen der Freien Gewerkschaften.

Berlin, 16. Rov. Die Vorstände de- All- gemeinen de u t f che n Gewerkschaft-- un des und des AsadundeS fordern Doe der Reichsregierung zur Sisüllung der Repara- tionsverpslichmngen und zum Ausgleich des in­neren Haushalt- des Reiche- die beschleunigte Beschlustfassu77g über folgende g.fe. g.benf4)t Maßnahmen: 1. Beteiligung des Reiches an de» Sachwerten. Die Aktieigesellschaft« haben 25 Prozent ihre- Aktien kapital- auf da- Reich zu übertragen Die kleineren gewerblichen Unter­nehmungen und die Landwirtschaft sind durch eine Steuer in gleicher Höhe zu belasten. 2. So­zialisierung des Kohlenbergbau-. 3. Reuord- nung der Verkehr-unternehmungen mit dem Ziel, sie in kürzester Zeit wirtschaftlich zu gestalten. 4. Schärfste Erfassung der öfborl- devisen durch Ausbau dec AuNenhandei-kontroN». 5. Beschräirkung der Einfuhr auf da- Lebens­notwendige 6. Erddhuilg der Abgaben biS zu» völligen Lsrfüffung der Valutagewinne. 7. Be­schleunigte Einziehung des Reichsnotopfer-. 8. So­fortige Einziehung der bisherigen Steuern, ins­besondere der Einkvmm«sl«ern. Die Umsatz­steuer ist ton den Steuerpflichtigen in monat­lichen Abschlagszahlungen atz^uführen. 9. Scharfe Besteuerung der durch Devisen- und Effekten­geschäfte erzielten Qbetoinne. 10. Kontrolle der privatwirtschaftlichen Rkonopole Die Vorstände des Allgemeinen deutschen DewerstchaftstncndeS und des Afabundes rufen alle organisierten Ar­beiter und Angestellten sowie die zentralen und örtlichen Organe der Freien Gewerkschaften auf, mit allem Rachdruck für dieses Mindest Programm einzutreten und für die Durchführung ihre ganz» organisatorische Kraft zu entfalten.

Der .Vorwärts" erklärt hierzu, bte Boe» berungen bei Gewerkschaften stellten Mindest­forderungen bat, an die sich die svziallstilch« Parteien gebunden fühlen. Die kommenden Reichs- tagsverHandlungen würden zeigen, ob das BoÜ als Ganzes das Programm amrehmen wird. Cte- schehe das nicht, so ständen wir vor ernsten po­litischen und wirtschaftlichen Kämpf«.

DieRote Fahne" sagt unter der lieber» schriftGeschlossene Kampffront des Proletariats" Die Kommuitistische Partei ist bereit, ihre ganz» Kraft für die Erkämpft, ng dieser Forderung« einzusetzen.

In einer Kaserne verborgene HhnriHie.

Berlin, 15. Rov. (WB.) Am Samstag verlangte in der Kaserne de- früher« 1. Garde­ulanen Regiments, jetzt belegt mit Teil« deS Reiterregiments Rr 4, eine Entente- f d m m i, f J o n die Durchsuchung eines Stalles, worunter nach einer Denunzation Munitionsmengen verborg« sein sollten. Die Truppe liest sofort den Stall mllitärtsch absper­ren und am nächsten Morgen nach weiterer Ver­ständigung mit der Kommission die Durchsuchung bereitwilligst ausführen. Cs tourt)« 2 4 0 Klsten Munition gefunden, die dort mindestens zwei Jahre gelagert hab« muffen, so dast t*e leßige Truppe und die fetzt vorgesetzt« Di«ststell« in keinerlei Beziehung zu ihr gebracht werden ton­nen Die Munition wurde der Reichs lreutzand- gefellschaft übergeb«. Ss handelt sich um Pa­tron« für Maschinenpistol«, die in der Reichs­wehr nicht geführt werd«.

hatte stch der Künstler <mf der Reise erfüllet «d wurde Heller, so bah es ihm nur mir Mühe möglich war, bis zum Ende des 2. Aktes gu fing«. In der Zwischenzeit wurde der Opern- tenor John Gläser herbeigeholt, der dann unter stürmischem Beifall des Publikums im 3. Akt den .Walther ötoUjing" lang und so ,d« plötzlich« Abbruch der Vorstellung verhin­derte. Dast aber zwei Sänaer eine tragende Rolle am selb« Abend fingen, dürfte in der deutschen Theatergeschichte noch nicht Dagetoefen sein.

ss Marburg, 16. Rov Aach einem Bericht des vtadtverordnetenvorstehers, Iustizrat Rohde, tn der gestrigen Sitzung über die vorläufige Schätz­ung der diesjährig« städtischen Finanz­lage bleibt es bet dem angenommenen Fehl­betrag von rund 1 163 000 Mk., der sich noch um 250 000 Mark erhöht, wenn der durch die er­höht« Lasten für die höher« Schulen vom Reiche xu ei wartende Zuschuß ausbleibt Zur Erwerbs- Lofenfürlorge hat die Stadt von 1918 bis xum Ok­tober b. 3. 42 000 Mlzugeschossen, außerdem sind noch l*/i Million« Mark für Rotstandsarbeit« auSgeaeb«. Bemerkt fei, daß m Marburg die Zahl Der Erwerbslos« immer sehr hoch ist. Für die AufrückungSschulstell« in ben höheren Schulen tourt)« für 1920 und 1921 zusammen 245 000 Mk. zur Verfügung gestellt Schließlich bewilligte man noch 75 000 Mk. für Lohnerhöhung« der städtischen Arbeiter und 400 000 Mk als Vorschub der zu ertoartenb« Lohnerhöhung« der Beamten und Angestellt«, lieber die Beschaffung der durch die neu« Vehall-aufbesserung« nötig« 3 Millionen kam e- zu scharf« Auseinandersetzung«.

)1 Marburg, 16. Rov. In der gestrig« letzt« Sitzung des Schwuraerichts wurde ber Maurer H Freund auS Raovldshauf« weg« Sittlichkeit »vergehens zu 14 Monat« Gefängnis toerurteilt. Aach 6 Monat« tritt Strafaus setzung etn. Das junge Mädch«, das sich -wisch« Gieß« unb Marburg In der Eisen­bahn erschoß, stammt aus Marburg. Ursache war Liebeskummer. Die Leiche des seit dem 9. Aovember ver schwundenen 18Iahre alt« flub. med W. Kivchert wurde im Forstort Katz«- bach bei Buchenau gesunden. Der Revolver lag dabei. Die Bäckerinnung macht be­kannt, dah der Vierpfünder Helle- Brot (marfen- frei) jetzt 12 Mk. kostet. Dunkles 1 Mk. weniger. Die Schreiner Innung teilt mit, dah die tarifmässig« Vtund«löhne für Meister und Ge­sellen 12,50 Mk., für Lehrlinge 4 Mk. betragen. Die Stellmacher kündig« ein« Preisaufschlag von 50 Prozent an. Hier sind gestern mehrere Waggon- mit erfrorenen Kartoffeln an- gekomm« Die Leidtragend« sind meistens Deute, bi» es nicht gut vertrag« tonn« unb die da­durch schwer« Schab« erleid«.

fchl. Kirchhain, 15. Rov. Gin hiesiger Einwohner mußte fein 3*/8 bis 4 Zentner schweres Schwein notschlachten. Da die Eingeweide nicht rechtzeitig herauSgenonnnen wurden, entwickelten sich Gase, welche das ganze Fleisch ungenießbar machten. Bei den hohen Preisen trifft den Besitzer ein ganz empfindlicher Schaden.

schl. Eassel, 15. Aov. Einen emp­findlichen Schaden erlitt der Kaufmann R. von hier. Zwischen Ihringshausen und Lasse! brach die Vorderachse seines Auws. Die hierdurch erweckte Erschütterung hatte eine GLpwswn deS MowrS zur Folge und im Au stand der Kraftwagen in Hellen Flammen. Während A. Hilf« herbeihvlte, wurden di« wenigen noch gebrauchsfähigen Teil« ge­stohlen.

lta. Fulba, 15. Aov. In dieTranS* Mission aertet beim Schichtwechsel in den Gummiwerken Fulda der 16jährige Arbetter jRarb von Dachrain. Er war bereits einige Mal« herumgefchleudert, als der Vorfall be- -merkt und die TranSmifswn abgestellt wurde. Beide Deine waren dem Bedauernswerten, der sofort in das Landkrankenhaus überführt wurde, zerschlagen.

Vücherkisch.

.Rotschrei". 3m Verlage der Kultur­liga, Berlin, ist eine kurze Schrift des als wirt­schaftspolitischer Schriftsteller wie als Versamm­lungsredner bekannt« Dr. Walther Troll erschienen, die b« bezeichnend« Titel »Rvtschrei* führt. 3n diesem Büchlein von knapp 20 Seil« ist unter Verzicht auf überflüssiges Zahlenmate­rial in sehr verständlicher und überaus eindrucks­voller Weife die gegenwärtige trostlose Finanz- unb Wirtschaftslage Deutschlands geschildert. 3m erst« Abschnitt setzt der Verfasser eingehend die Bestimmung« unb die Bedeutung des Londoner Reparativnsabkvmm«s auseinander, weift über­zeugend nach dah sich die einzeln« Festsetzungen des Programms gegenseitig aus'chlich«, unb dah die Rcpacativnserfüllung fchecht. i.i ausgeschlossen ist. Der -weite Adschntt der Schrift untersucht die Frage, warum die Masse unferes Volkes den Umfang unserer Rot noch nicht spürt und begreift. In einem dritten Abschnitt wendet sich der Verfasser an die Erkenntnis unb an den Will« unseres Volle-.

K a r l v. H a s e, .Dein Alter sei wie deine Jugend". Briefe an eine Freundin. (Verlag von K. F. Koehler, Leipzig.)

Alice Verend Bruders Be­kenntnis. Roman. Verlag voll Albert Lan- g« in München Alice Verend lahl ein« Dober­mann seine und seines Herrn wechselvvll« Er­lebnisse erzähl«, darin sich Tragik und Kornll wunderbar misch«, das eben macht .Bruders Bekenntnis" zu einer Hundegeschichte von ganz eigener Art.

Der Christ in der Gegenwart. Herausgeaeb« von Josef 6hnfa. Dies in der Agentur des Rauh« Hauses, Hamburg, erschie­nene Buch soll etn Wegweiser des Christ« in allen Frag« unb Problem« der heutig« Zeit sein.

Die .Meggen do rf er Blätter" haben sich im Wandel der Zeiten ihr« alt« Charakter bewahrt und bringen wie von jeher in Wort und Bild Heiteres unb Satirisches, Zeit­loses und Aktuelles, immer voll Humor unb stets ohne jebe verletzende Spitze! Bestellung« nimmt jebc Buchhandlung und jedes Postamt entgeg«, ebenso auch der Verlag in München, Perusaftr. 5.

macherkoazessionierungk Die Reichs­regierung hat den Entwurf des Reichsrats. das hecht einet Gesundung des Wettwesens unb einer richtig« Steuererfassung, die Genehmigung ver­sagt unb erwartet eine Verbesserung dadurch, dah sie durch ihr« Entwurf die jahrelang« Steuer- hinterzieher^ nämlich das unlautere Buch­macheraewerbe .kvTrzesfioniert". Sie verwirft hin- aeg« die Steuerersassung durch die Rennvereine, die seit 1905 getreulich die Steuer verrechnet hab« unb die nun auch noch neben dem Totalisator aus ben Rennplätzen die Steuer aus au her halb d« Rennpiatz-Total'tfator- liegend« Wettabschlüss« dem Staat zuführ« woll«. Die Begründung der Reichsregierung sagt u. a_, bah die Ueberziehung des Reiches mit einem Äetze von offiziell« 2n- nahmestell« der Rennvereine vom volksmorall- sch« Standpunkt aus erheblich gröbere Bedenk« in stch berge, als gegen die Konzessionierung des bislang unlauter« Buchmachern ew er des bestän­den. Wer nur einigermaßen die Verhältnisse kennt, muh über eine solche Auffassung seine Verwunde­rung und sein Bedauern aussprech«. Die Xätig- keit einer an diesem oder jenem Ort errichtet« buieaumäbig« Annahmestelle schädigt die Dolls- moial viel weniger, als wenn an gleichen Ort« Dutzende, tn den DrohstLdt« sogar T<ms«de in Wirtschaft«, Zigarren läd«, Friseurgeschäft« usw. Wettaufträge sammeln und dadurch und dabei auch solche Kreis« zum Wett« aufmuntern, die bisher von der Wettlust noch nicht ergriff« waren. Zu einer offiziell« Annahmestelle geht nur der- j«ige, der eben wett« will, genau wie der Käufer in ein Ladengeschäft nur eintrttt, wenn er die Ab­sicht hat, zu kauf«. Die Aufmunterung zum Wet- t« ist also, Im Gegensatz zur Begründung des Entwurfs der Reichsregierung, weit mehr in der Annahme des Duchmachergesehes zu suchen als in einer Ausbreitung der offiziell« Annahme- stell«. Die Rennvereine wollen doch nichts weiter, alS auch die Summ« st«erlich erfass«, die bisher in d« Tasch« der Buchmacher und ihrer Helfer verschwand«. Dah diese Kreise nach wie vor Mit­tel unb Wege sind« werd«, die Steuererträgniste durch stille Abmachungen zu hinterzieh«, liegt für jeden mit den Verhältnissen Vertraut« llar auf der Hand. Ss ist ganz unverständlich, wie die Reichsregierung die Auffassung weiter vertreten kann, etn konzessioniertes Duchmachergewerbe mit seinem Riesenheer von Winkelbuchmachern zu Steuererfassern au mach«, mit anderen Worten, die gleichen Person«, die sich 17 Jahre hindurch durch St«erhinterziehung« bte Taschen füllt«.

Durch dje orkanartigen Stürme, die wie über der Rordsee auch im Ostseegebiet getobt ha­ben, ist manche Reine Insel vom Lande abge- schnitt« worden. Drüben in der Rordsee waren fast alle nordftieslschen Inseln, besonders natür­lich die Halligen ohne Landverbindung. Dah aber auch eine gröbere Insel dies Geschick treff« kann, zeigt das Beispiel von Fehmarn, Der holfleiniswen Ostseeinsel, die durch d« l1/« Kilo­meter breiten Fehmarn-Sund vom holsteinischen Festland getrennt ist. Die Hauptverbindung nach der 185 Quadratkilometer groben Insel, auf deren ziemlich ebener Fläche eine Stadt und 44 Dörfer stehen, geht über Grvhenbrode und bte Grvhen- brober Fähre hinüber, nach Burg. Der Orkan hat bas Fährschiff aus bem Fehmarnhaf« ab­getrieben unb an bte holsteinische Küste geworfen, so dah die Landverbinduna der ganzen Insel tat­sächlich unterbrochen wurde. Dte von der Post emgertchtete Hegelbootverbindung Heilig«has« Orth aus Fehmarn kam natürlich bei solchen un­gewöhnlichen Wetterverhältnissen auch nicht in Frage. Der schon wiederholt erörterte Plan einer Drücke über den Fehmarnsund ist bisher immer tn sein« Anfängen stecken geblieben. Sr ist aber neuerdings wieder aufgelebt im Zu- samm«hange des fvg. Fehmarnbahn-Pro- j e k t e s , das hn September bei der Rordifch« Woche in Lübeck eingehend erörtert worden ist und d« Zweck hat, eine neue deutsch-nordische Weltverkchrslinie HamburgLübeck Fehmarn LaalandKopenhagen und von da weiter nach Christiania, Stockholm und Helsingfors zu schaf­fen. Ob und in welcher Zeit da- Deutsche Feh­marn-Komitee diesen Plan verwirllichen wird, muh erst die Zukunft lehren. Die Insel ist, tote gesagt, fast ganz eben, nur im Hinrichsberg erreicht sie eine Höhe von 27 Mete«. Die Feh­marner, etwa 10 000 an der Zahl, bau« auf dem festen Boden viel Weiz« und Raps an und zücht« ein« weithin aeschähten Rinderschlag. Burg, die einzige Stadt Fehmarns, hat durch den länger« Aufenthalt Claus Groths, des Pioniers der plattdeutschen Dialektdichtung, auch in der deutschen Literatur ein« Ham«. Leider oermifjt man auf Fehmarn den Wald, der die Insel Alfen landschaftlich so sehr auszeichnet. Seebäder von irgendwelcher Bedeutung hab« sich bisher aus Fehma« nicht entwickelt, obwohl das in dieser Gegend stark salchaltige Ostseewasser günstige llimatische Derhältnisse mit sich bringt.

Seltsame Straßenname n. Mit den Straßennamen beschäftigt sich seit einiger