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Mittwoch. 16. November 1921

Gießener Anzeiger (Gen'ral-Anzeiyer für Oderhessen)

rat llch auf ben Ctanbpunti her Sabrifieitung

eine Reihe von ^Haftnahmen

v m

e die eett

Iben Pen-

(Rachdruck verboten.)

39. Fortsetzung

bi ft doch ber feine Äetl ge- er sich au« bem Sattel, führt;

AmtSverkündistunfloblatt.

TImtBDerfanblflung Ablall

15 Itooember enthalt VdnDtag«»

««S dem

* Da«

.Meinetwegen nicht länger."

.Hänschen, bu

Hieben!"

stellte, machten sich Cfkibanblungen lg um auf tiefem Dege die Zulpltzung bei Konflikte«

worben Han« befahl le. lab lachend auf bte bei- ben unb stellte zu feinem Orftaunen fest, bal) er cmch nicht mehr ganz fefl aut ben deinen flanb Tiber da« gab er natürlich nicht zu Lachte die extulfamerabcn, die rech: hllflo^ in ben Svfa- ecken lagen, herzhaft au8 und tagte:

.Term cut eure . Flammrn so sähen, die wendeten sich ab mit Ooaufen! Da« selb ihr für Schlappst iefell"

Die begehrten auf. behaupteten, bafj Ile noch auf ber Dirienritze geben tonnten, aber die Ber- ludje scheiterten ganz kläglich.

Han« IMrbatri nitfte ihren gnädig mit bet Reitpeitsche zu. warf ihnen noch dr.e Schmei­chelei an den Nopf unb berfieb bann vorsichtig und recht breitbeinig gehend da« Gastzimmer. Mochten die Pennäler zufehen, wie sie leiblich nach Haufe torkeln tonnten, feine nächte Sorge war. auf ben Gaul zu kommen Unb da« gelang besser, al« er erwartet batte! ...

3n ber frischen Lust wurde e« ihm aber mit einem Male ganz elend zu Tti-fe. 21« die Stute scheute, einen Sah machte, wäre er bei­nahe au$ dem Sattel gefloten 3n biclem Zu­stande nad) Haufe reiten? Lieber nichts Warrn Mutter und Grete schon zurück unb ber Tag hatte ihre Hoffnungen nicht erfüllt, liehenie ihr« 'chlechte Laune an ihm au« und v rklatsch en ihn bei lSrotzvater ilnb mit dem wollte er e« keines­falls verderben Bor dem hatte er in der letzten Zeit eine Heidenachtung bekommen,

tFortsetzung folgt.)

m. 269 Zweites Blatt

Schrn schwang

die Fach-flute in ben Stall.

2u xr ben Dreien war kein Mrnfch in diesem Daslzimmc Sic kramten ihre gcmeinlrmei Schandtaten" vom Pennal cu.v Han- blies iadxnb den Rauch vc i sich, reckte die 2rme zur ©eite er batte den Ehrenplatz auf dem Sofa. Die ehemaligen Schulkamerad.'n waren Lohne eines HandweU^s u id eines Kaufmanns, b.c in bescheidener Verhältnissen lebten. Eigentlich

vcrpradlen. fdron damit sie nicht mit ihrer Weis­heit vor ihm prunkten

auf eine ganze Stunde, aber

nem Material, da« nach dem Frieden« vertrag I urb ber -Sech -er 2. Schmidt über die heu auAiulicfctn bzw zu vernichten ist. aaste len ®?1- 1 -tfle (be<t.ii*«Ug<* -Jfeiba ibfretr or Hart

" 'mann, Grc ebleit d Kn I b- b 4)611 g «Nt

Forderungen der Kommission nicht nur unge­recht sertigt, sondern auch geeignet sind, in ihren 2u«toirhiiigen schwerste Beu nruhi- A u n g in wette Ä reife des deutschen Bolle« zu tragen und die Wiebergesundung de« deutschen Wirtschaft «körper« emslltch zu beeintiädrigen.

Der Schuh im Vlut.

Roman von Horst Dodemer.

und ber damit verbundenen Weiterungen zu oer- meiden Es ist zu holten, datz btele Ikrixinb- langen, die Montag geführt mürben, schot heute zu einem für alle Teile befriedigenden ckrgebnt« führen, un^ die bestehenden Schwierigkeiten be­seitigen werden.

fionen. auch bte deutsche Regierung unb die Ar­beiterschaft der Werke klbf: fielen baür ein.

Die deutsche Regte.u g v.rlennt richt, dah e« bte Ausgabe ter Montr.lltommi fton Ifl die Gr- fülfung de. m l.tär.fchm Bestimmungen des Frie- densvertrage« und it- Durchführung des Be­schlüße« vom 10. Februar IW auf da« fchärifte zu überwachen. Sie bat sich m dieser Orfenntm« und. um auch nur den A »schein der Obflruhton ui vermeiden, sich mancher Mahnahme gefügt. Deren Rotwendigkeit und Zweckmä stigk.il sie nicht erkennen konnte 3m vorliegenden Falle aber muh fie GlnIpruch erheben weil die neuen

Lchttchtungöautzschnst der Provinz Lberhcssen.

Sitzung vom 1 2 Rovember 1921.

Die Betriebe der Metallindustrie Schass- staedt, Hehl igenstaed, und Bänninget in Gichen unb Du deru « in Hirzenhain sollen vom 15 Rovembei an aus die Stunden- unb A.lor'^ löhne g-rnäft dem Abkommen vom 18 Ro- vembe 1920 lS.esten) und d m Schiedsspruch vorn 16. Dezember 1920 (Hirzenhain) folgende Teue­rungszulagen zahlen Allen Arbeitern und Ar­beiterinnen über 22 Jahre unb ben Familien- ernährern unter 22 Jahren 2.80 Mk., von 20 bl« 22 Habren 2,30 Mk. usw. bl« herunter auf 1 Mk. für Hilfsarbeiter von 14 -16 Jahren. 3n diesen Wahlen sind einbegriffen die Zulagen, bte bl «bet schon gezahlt worden flnb: feit dem 1 September

Missionen ein, die im völligen Wider­spruch mit deren bisherigen Haltung und mit dem Beschluß der Dotfchafterkonserenz vorn 10. Fe­bruar 1920 stehen unb bte den durch diesen Be- fchluft garantierten Fortbestand der Wecke aus da« äufterflc gefährden. Die einzelnen Matz- nahmen und ihre Wirkungen sind in b?r Anlage l btefe« Schreiben« barqelcgt. ®S ergibt sich aus den dort gemachten Ausführungen, dast die Er­füllung der Forderungen der Kommissionen in ihrer Gesamtheit die Schlieftung ganzer Be­triebe zur Folge haben unb damit nicht nur alle bisher gefei tetc Arbeit zunichte machen, sondern auch Tausenden von Arbeitern um ihre Gristenz bringen würde.

Die bcutlde Regierung ist sich bettnifjt, daft sie kein Derschulden trifft, au« dem sich dieser plötzliche Stellungswechsel dieser Kommi'fion er­klären litze. Alle Forderungen auf Zerstörung, Umbau und Entfernung von Sp^zialmaschinen für die Herstellung von Äriegämatc.lal. auf Ber- nichtung von Loren und sonstigen Geräten, auf llmgcfialtung ganzer Gebäud.' und einzelner Gin- rick'ungen find, so weitgehend sie auch waren, erfüllt worden, um dem Betrieb ein für allemal den Gharakt.r von Heeresgutfabriken zu nehmen. Werte von Dielen Millionen sind so vernichtet worden. Mit welcher Gründ­lichkeit habet vorgegangen wurde, ist in der An­lage II hn ein «/einen bargetan. 3cbe Gefahr einer Wiederumstellung auf bte Fabrikation vonKrieg«- aerät ist damit beseitigt. Dafür. das) diese Be­seitigung eine dauernde ifl, bürgt nicht nur die rücksichtclo« ausgeübte Kontrolle der Kommis-

Hans rümpfte d-.e Aale. Gr verspürte gar keine Lust. Das Marburger Gymnasium stand in keiner angenehmen Erinnerung bei ihm.

,3hi de. kt lrohs, unsereiner hat nicht« zu tun? Ich wollte mir nur ein paar Zigarren kaufen, bann mut ich wieder rau« auf die Felderl"

.Kriegst bu auch hier, alter Stoppelbopser Unb 'ne halbe 0tu ibe wirst du den Gaul schon einstellen lonnen! Die Felder laufen dir nicht davon! sagte der eine, u ib der andere seufzten .Wer « fo , ui haben kann wie du und sich die Welt vom P e de.ücken b lebenV*

Alto aufeieben wollten sie ihn nicht, bat) er .Stopp IVopfer" geworden war, im Gegenteil, s e bcneibetcn ibn R^r, ba konnte er ihnen ia etwas

zwar find vor allem die Preise für Kartoffeln und Fett besonders gestiegen. Die Preise für Gemüse dagegen sind etwa« zurückgegangcn.

* Schutz seltener Tiere und Pflanzen. Der .Deutsch: Reichs- und Preuh. Staat San'.riger" verö.f.mt i ht et le neu: Po l^el- oiönung. laut der feiten? TI r? und P Ian ei ge­schützt werden sollen. ES wird alrge;n In Inter» effieren. welche Tiere über das Do,e.schutzgesetz und Jagdgesetz bi iauS im gan en StaatSge i?t fe- schützt sind. Insekten. Die Aafelfalte . Gotles- anbeterin. K r l e ch t i e r e: Su ip schi dkrö:e Vögel: Kormoran Höckerschwan. Zwe g'.avpe, schwarzer Storch, weifter Storch Reiben un ' Rohr­dommel. mit Auin^hm? des Z lchreltzers, Gch'an- genibfer, Schreiadl r St l ab er Seeab er, Wrivenbussard, Baumsalk. Rots uh alk, Turmfalk, ©ulen, einschliehlich deS ilbu«, Spechte, rotkövsige uni) schwarzstirnige Würger. Kolk abe Stein- sperllng, Karmingimpel. Wasserschmätzer. Pflanzen: 6trouhenfam, ÄönigSfarn. alle Arten von Bärlapp, SchlangenmooS Ci e Feber- graS, Türkenbunb, Frauenschuh, Strandvanille. D Dclbaft. W^ssertrust. Stranddistel, elchenblätt­riges Wintergrün, bi? ausdauernden (blau- blühenden) Arten von Enzian unb Linnäe.

Landkreis (feiten.

LJ Lang-Gön«, 15. Rov ®efl<rn fand eine stark d sucht: Generalversammlung Der La ndwirttchaftl. Bezugs- und A b- 'atzgenossenlchaft statt. 'Jlatb Srölfnung t-urd) den Direktor Alfred Rom Pf sprachen der Geschäftsführer der Zweigstelle Gieffen Jung, "gern fügen, dem die Widerrede nicht ganz leicht fällt.

..Also hebt die Pvkäler, Ihr traurigen Knöppe. scheuert euch auf die Schulbank die Hosenböden wund, ich m s im Sattel. T,aa. Glück dieser Erbe liegt auf bem Rücken der Pferde . . .

.In der Gesundheit be« Leibe«." sagte ber Hcmiv'crie>.slohn unb bog bte kraftstrotzenden Armi.üiskeln.

/Ax dem Du'en beS Weib s," sch'ol der Kaufmck msfohn m;t Rachdruck, verdrehten Augen und bimmelstürmender Handbrwegu g.

Run war man In« richtige Fahrwasser ge- Icmmen. Die beiden Pennäler fetzten sich links unb recht«, mit schon recht roten Kopsen, zu Hänschen aufs So a unb erzählten von ihren . Flammen" In Warburg Schritten babel na­türlich kräftig auf, Ttirifen jäh ben Rauch ihrer Zigarren au3, machten großzügige Handbewegun­gen, vom Herzen so hoch in die Lust, w.e der Arm bergab, dabei fiel dem Kaufmanns'ohn ein paar Mal der Mcmmer von der Rafe . Hans tah mit bochgezogenen Schultern In der Mitte, ließ die briben ihre Deschich en erzählen uirb passte b-azu wie ein Schornstein. 8r kannte b.m .Bctricb" in Marburg ja zur Genüge, ba gab« Stubern en, und Pennäler bezogen Lhr- feigen, wenn sie sich in Gehege wagten, tn denen s-e richt« zu suchen hatten Aber es hörte sich f'br 'chön an, machte das junge Blut ein bt ^chen r'rb..llisch 'und die Kehle wu.de den beiden rom vielen Erzählen auch recht trocken. Hänschen Stellte getanen eine Flasche nad? l*r aderen und ledviie mir nachsichtig, al« der ^Handwerkers- hhn nach längerem Derweilen au^halb be« Gastzimmer« Meid) wie eine Lallwand Wieder

Der deutsche Einspruch gegen die Zerstörung der deutschen Werke.

Berlin. 15. Rov IW- llf) Da« Auswär­tige 3m t bat da« nachfolgende ©dhreib« an den Borsitzen den her Inl.raklilerten M i * kltärkontrvllkommifsion g rechte! Zu- glrich ist die deutsche Do-'chifi in Pari« beauftragt worden her B r, t f ch a f t e r k o n f e r e n z eine Rote gleichen Inhalt« zu übe Mitteln:

Die ehemaligen Werkstätten be« Heere« und unb Marine find schon bald nach bem Ausbruch ber Revolution einer völligen u m g e st a l lang unterzogen worden Die a-fän l ch planlose Führung ber B trieve wurde einer Z-ntralleitung übertragen, der es gel rng. geordnete Berhältnisse m den Werken zu 'ch s n unb biefe ohne Verzug auf friedcn - wirtschaftlicheArleten um- zust llen Aus versch eb< e Gründen wurde hle-. für die Fo'm he« privatwirlfchaflliehen Unterneh­men« gewählt

TL* Umgefic( ung bei Werke in dfes?rn Vinn« war bereit« eickslat. als die Srieben«be'ligunger bekannt wurden Sch-rn iu e e Zeit h'tten al'k> die vormaligen Rcichswrrke" au'gehört. Heeres- gutfabrtfen im Sinne be« Artlk ls 163 bes Der- trage« zu fein Um aber Dälli-e ®.*to bh»U darüber zu haben, d-st nicht etwt auf Grund dieses Artikels iu einer SchNehung geschritten unb damit die Sii- stenz vieler Tn/ifender von Arbeitern vernichtet werden muhte, wurde der A urag an die Bot- schaf terkonf erenz oerich'et. fl? wöge sich mit bem Fortbestehen der Werke einverstanden erklären Die Bvtschafterkvnfereuz batte tiefem Antrag durch ihr? Rote vorn 10 Februar 1920 Rat:gegeben, und Ihr Einverständnis an die alleinige B dlngung ber Urnst llung auf die Frfe- kfenswtrtfchist geknüpft. Irgendwelche Forde­rungen wegen des zu wählenden Fabrikations- Programms bat sie nicht erhoben.

Die von der Do f.cha'ter'onfererrz gestell'e De- btngunq ist in vollem Umfange erfüllt Mil sehr grobem Kostenaufwand wurde bl? kau trnbe Umstellung der Werke auf reine Friebens- arbelt durckgeführt. Dust babei für bl? Wahl des Fabrtk i ,onS rogramm* hie rorhandenen Ma- f 'Ihcp Cin Ichtungen unb Mn-«'lalle i to nt- die Fach >n tn fl ler l i den Werk.»n le chä tig.en '4tiu<iteda>d|t milbeftimmenb waren, il Icloft- Derftänblid). zumal da die Dotfchafterkonferenz sich gerade mit Rücksicht auf die W?iterbefchäfti- gung tiefer Arbclterfchaft mit der Erhaltung b*r Betriebe ein erstanden erklärt hatte. DaS nach dielen GefichtSpunkten gewählte Fabrika­tion s p r o g r a m m ist der Mt'itärkommifflon niemals vorenthalten worden. Die Umftel'u ig ist vielmehr unter ihren A tqcn. unter ihrer täg­lichen genauen Kontrolle vor sich gegangen. Sie ist auch bisher offenbar der Ansicht gewesen, dab ber von ber Borschafterkonferenz gestellten Bedingung Genüge geschehen tolre; denn sie habe bi» in die neueste Zett in keinem Falle Wider­spruch erhoben Rach jahrelanger^e-toler Ar­beit glaubte die Leitung der D.utschen W?'ke die mit ber Umstellung verbunbenen ungeheueren Schwierigkeiten überwunben und eine gesunde wirtfchastliche Ta U gefunden zu Haden, die ihrer Arbeiterschaft eine blei ende sichere Sristenz ge­währleistete. Da setzte plötzlich Schlaa auf Sch'ag

gehoben wird.

Anlage I der Rote enthält eine eingehende Zusammenstellung der von den KonrrvNkommissic- nen gegen die verschiedenen Betriebe der Deut­schen Werke A.-D gerichteten Mastnahmen unb eine Darstellung Mer Folgen, die sich für den Bestand ber Werke aus ber Durchführung tiefer Maßnahmen ergeben würben. In An'nge II sind hie Zerstörungen unb sonstigen Mam-ahmen aeschilderi, bie auf Anorbnung ber Kontrvll- lommiffionen in ben einzelnen Betrieben durch­geführt worden sind, um ben Werken ben Tha- rakter von .Heeresgutfabriken" zu nehmen unb sie auf reine FriebenSarbeit einzustellen.

DreSben. 15. Rov. (Wolff.) Zu den Durchfuchunaen durch die Interalliierte Kommis­sion in Heidenau teilt daS Polizeipräsidium 'noch Folgende« mit: Auf Grund der gestrigen Derhandlungen mit der Fabriklritung folltc um 9 Uhr vormittag« die Desichiigung bu.ch die Interalliierte Kommission im Beifein mehrerer Polizeibeamter in der von der Kommission ge­wünschten Richtung vorgenvmmen werden. Die Defichligung selbst verlies ohne Zwischenfall, führte aber hn Hauptpunkt zu keinem Ergebnis. Das Verlangen der Kommiffion, die Ziegclmauer an einer Stelle durchs!oben zu lassen wurde von der Fabrikleitung und der Arbeiterschaft abgelehnt. Beide erklärten, auch fremden Arbeitern zwecks Ausführung dieser Arbeit den Zutritt nicht gestatten zu wollen. Unter diesen Umständen erklärte bte Interalliierte Kommission sich wie­der entfernen zu muffen. Die Besichtieuiig einiger anderer Räume nach verborgenen Waffen usw verlief ergebnislos.

Dresden, IS Rov. (WTB.) DaS Presse- amt de« Polizeipräsidiums teilt folgendes mit: In einer Fabrik In der Räbe Dresdens hat die Interalliierte Kommission in Dres­den. die nach dem Friedensvertrag u. a. bie Durchsührung ber Entwaf nang zu ü erwachen tat, Rachforschungen nach angeblich versteckt gehalte- banTtoibei^IDtllen trumpfte er aus, sonst finger, die doch womöglich an zu erzählen, wie weit Ne c« gebt acht hatten, beim e« waren ein paar .fleidlge Hühner-.

.Ra, wenn wir hier schon so gemütlich ;u- sammensitzen, könnten wir auch *ner besseren Flasche den Hals brechen!"

.Auf bet Stelle. Hänschen, unb mit großer Wonne. wenn tu sie nämlich prahlst!"

.Warum nicht?" sagte er mit einem gleich­gültigen Achselzucken.

Wa« haben sich junge Leute nicht alle« zu erzählen, die sich einehalbe Ewigkeit" nicht gefeben haben: Unb bie Pennäler wußten aus Erfahrung, wie Ne Hänschen zu behandeln hatten: Al« forschen Kerl mit bem grv'fen G:lbbeu cl. Ein Fünfzigmar.schem ber Srite war flerabe gewesen knisterte in seinem Rotizduch. Was kam « braus an, zwanzig Mart gingen braus'« Großvater lehrte vor bald Zehn doch nicht nach Hau'e zurück. Sitte war «, ba!) man nach ben AufsiLtSreNsschungen imKönig von Prtuven" ntKi) feinen Skat Drosch unb zu AB?nb al, zur Gesellschaft Der Herren, bte gegen 9 Uhr erst nad) Haufe fahren konnten. Vater kam auch erst Io spät, unb sich bie Prahlerei bet Grete anhören über die Io überaus genußreich ver­laufene Fahrt im Kraftwagen, dazu v:r!pür:e er auch fchvn gar nicht die geringste Luft. Außer­dem tarn'« vielleicht ganz anbrr#. trenn näm! ch Herr von Holtenau nicht mit einigen lehr Mutt- liehen Anspielungen auf eine flcmcinfame Zukunft hcrausgei ädt war Dann be: urt: ihn bie Dre c als Prügeljungen, unb er wurde zum .zDrifel- haften Schwager' Und ba« läht Nch hoch keiner

nach dem Frieden«vertrag | vernichten ist. anfit len trol­len. Debet kam es zu Dt kremen zwischen Ihr unb ber Fabrikleitung Diele lehn'.-' ab. al« bie Interalliierte Krmm.s ion zu wieberholien Malen erfchlen. um Rachsorich. ngen an den Stellen, wo Material verborgen fein sollte, anzuttellcn. der Kommission ben Zutritt zu hem Grundstück zu gestatten, besonders weil die Deffn i tg der Mauer rerlangt wurde, hinter ber berarti.ie« Material vermutet würbe. Da auch ber Betrieb«-

In Zusammenfaffung der in ben Anlagen I und II enthaltenen Darlegungen bittet bie beutsche Regiei-ung Die KommiNion, sich in Abänberung Der erhobenen Forberungen bamit einverftanben zu e^ären, bah

1. In Erfurt und Spandau-Haf elborst die Fa­brikation von Schuhw'fsen und Munition für Jagd und Sport in der bisherigen Art unb im bis­herigen Umfange Wetter gestattet wird (Aufhebung ber Rote vom 28 9 1921),

2 hn Werke Wolfgang die Fertigung von Tollodium und Ritrozellulofe zur Her tri'.mq von Filmwvlle und Kunstleder gestattet und auch hie übrige Fabrikation kSchmirgelpapier.Wnggon- und Lokomotirrcpar.ituren u. all unter Delaf ung ber dazu erivrberlichen Werkseinrichpmgen reifer zu- gdüf'en wirb lAufhebung her Rote vom 30.9 21 sowie Rachprüfung unb Einschränkung ber 3er- störungsforberungen ber Distriktskomm'.s ion Frankfurt a. M. bezüglich ber Anlagen in Werk Wolfgang):

3. im Hüttenwerk Svandau ber Ausbau beS geplanten Walzwerke« genehmigt wirb (Rote vrm g g 21);

4. a) die von der Distrik«kommlffion Berlin bezüglich her Werk- Spanbau-Haffclhorst unb von Der DistriktskommilliJn Frankiurt bezüg ich des Werke« önurt getroffenen Anordnungen auf Zer­störung ober Zerstreuung bringenb benöll.ter, zum Teil für ba« Srleben3Programm neu beschasf:er Maschinen nachgepriist unb beschränkt werben;

b) bte Reudeschasfung noltocn i.;ev Maschl en nicht unterbunden unb ausgleichenber Transport von Werk zu Werk nicht gefnerrt wirb

c) für bie trotz vorstehende. Qlad)prü!uig unb Beschrän'ung noch Zerstreuung.plli htig bleibenden Maschinen eine BerkauISfrist zugestanben wirb, die ben Debingunqen geordneter unb rentabler Geschäftsführung Rechnung trägt;

5. bie durch ben Beschluß ber Botschafter- lonferenz vom 21.9.21 geforberte Beschränkung ber DerfügungSberechtlgung ber Deu schen Werke A-G über die Rohmaterialien der Werke auf -

Nachrichten - Felbdeveinigung Lumda.

Eduarb Köhler unb Hermann Rotb lll. »u Langsdorf würben al« Mitglieder be« IDtefen- vorfterndeS, Lanbwiri Karl Schäfer 1(1. unb Mari Schmibt zu Lang-bvrf al« fiellt>erirrtenbt Mitglieder be« Wi-fenvorsland.-« her Gemeinde Langsdorf ernannt und verpflichtet.

Aus Stobt unb Conb.

®lef)en, ben 16. Rov. 1921.

®cfallenen-@ebä<htni«feier. 21m Totensonntag, vormittags 11.15 Uhr, fin­det, veranstaltet von den Truppen des Ltand- ortes Gichen, auf dem Reuen Friedhöfe eine Gedächtnisfeier zu Ehren der gefallenen Krte- acr statt. Die DedäckttniSrede hält Pfarrer AuSfeld 3m übrigen soll diese Feier ge­nau in demselben Rahmen tote die vorjährige verlaufen. Die Feier ist eine allgemeine.

* Die TeuerungSzahlen in 23 hessischen Gemeinden betrugen im Monat Ok­tober 1921 (September) für Mainz 1193 (1102), Darmstadt 1181 (1078), Offenbach 1178 (1076), DormS 1155 (1114), Dietzen 1202 (1067), Reu - Isenburg 1137 (1054). Friedberg 1216 (1084), Lampertheim 1190 (1137), Bad-Rau- heim 1203 (1151), Diernheim 1178 (1030); Durchschnitt der 10 grötzlen Gemeinden 1183 (1096). - Bentheim 1155 (1080). Bingen 1186 (1063), Alzey 1203 (1076). Rüsselsheim 1169 (1139). Droh-Gerau 1292 (1133). 2tIs­feld 1080 (1055). Lauterbach 1048 (1030). Oppenheim 1193 (1120). Erbach 1119 (1071). Schotten 1142 (1018). Dieburg 1157 (1090). Heppenheim 1070(960). Büdingen 1058 (1C07) der Durchschnitt aller Gemeinden beträgt 1164 (1080). Die DurchschnittSleuerungSzohl für die 23 Gemeinden fetzt sich aus folgenden Posten zufainmen: Ausgaben einer fünfköpf- iqen Familie für Brot 178 82 (176.29). Mehl. Rahrmittel ufw. 116,16 (105.54). Karloffeln 136 07 (116.82). Gemüse 88.83 (9-1.72). Fleisch 39.14 (37,97), Lchclif.sche 29,70 (30,44), Speck 75 69 (73,-30), Fett 141,90(111,07), Salzheringe 11,05 (10,69), Dörrobst 43,41 (38,19). Zucker 32,21 (29.30), Eier 26.99 (22.16). Milch 97.03 (95.14). Brennstoffe 79,17 (74,81), Leuchtstoffe 21.31 (19,69). Wohnung von 2 Zimmern und Küche, monatlicher Mietpreis 46,43 (44,41). Die Teuerungszahlen find in allen Gemein­den beträchtlich in die Höhe gegangen, und

hcreintam . Drim Erzählen bflegfe febr schnell zu verstreichen, aU bie bei

näler vollkommen abfielen, war es sechs Lhr ge-

gcnrn inc- vn Jfert.ug über vfli'ed unb Zicie ber lAenchenfebaften Hieraus trarbe ter Antrag <m| Qi bung tei* iM^äit*anietU von 10 aa* 100 Mait a ,r jvaime. D.e B zugs- unb Abtap- tfe-io'fe ' ufl txit ',ch lehr gut entwickelt;* würbe vor zwe- fahren gegrunbet mit einem TP.taliebcrflanb von 80. bejtc b tragt dieser 180. 'ifer Ware« u ntan bläu'! lick» !ür tiefe« Iahe schon auf raub 400 000 Ma ick

Urei« Büdingen.

) ( Usenborn. 15. Rov. Am Sonntag fand in unserer Kirche zum Besten einer neu anzuschaffenden Glocke das an^ekündigre Kir­chenkonzert statt. Eine zay'reiche Zu­hörerschaft batte sich trotz der immer noch un- geheizten Kirche cingefunden und lauschte mit Andacht dem Gebotenen. Das Konzert wurde eröffnet und gefchloffen durch Lehrer Köh- l e r au« Ortenberg, der in bekannter Meister­schaft die Orgel spielte, bann folgten die Träumerei von Schumann, da« Largo von Händel, eine Bachfche Fuge, unb ein Stück eines alten Meisters, abwechselnd von Ka­pellmeister 2Idermann - Crtenberg (Dto- ttne) und Herrn Mulch aus Dietzen (Cello), unter der Begleitung von Irl. Ackermann tOrgel) sehr schön zu Dehör gebracht; dazwi­schen fang der Ktrckengesangvereln Ortenberg unter Herrn Ackermanns Leitung sehr ton­reinDie Himmel rühmen',Set Lob und . Ehr dem höchsten Dut". und .Kleber den Zternen". Ramentlich das letzte Lied sprach besonders an. Rach dem Dank des Onspfar- rcrS an alle Mitwtrkenden kam die Demeinde noch mit einem Ehoral zu ihrem Recht. Es gingen für die Dlocke über 400 Mark ein.

Hessen-Nassau.

jf Ma r5ur g. 14. Rov. Unbekannte Tote. Vergangene Rächt tourbt In einem Wagenabteil 3. Klasse hier die Leiche einer Dame gefunden. Die Betreffende ist In Die­tzen cingestiegen und hat sich untertoeg« er schossen. Die Unbekannte ist 1,70 grob, blond, trug braunlclnenen Maniel, schwarze Sammel» müye mit blauem Band, weitze Bluse mit schwarz-weitz gestreifter Halsbinde.

Marburg. 14. Rov. Seit dem 9. Ro» vemoer wird der 18jährize stud. med. Dil- l-elm K i r ch e r t v e r m i tz t. Er ist im Burg­wald und tn den Hinterländer Bergen zu suchen. Für seine Auffindung find bei der hiesigen Polizei 1000MarkBelohnung hinterlegt.

ohz. Kassel, 14. Rov. Tod eine« Veteranen. Hier verschied nach langem Krankenlager her tm 83. Lebensjahre stehende Pensionär und Veteran Friedrich Sieberi. Mit ihm ist einer der letzten Bediensteten de« , letzten Kurfürsten von Hessen zur ewigen Ruhe i gegangen.

Ar. 163 vorn ... _

wähl <W<ih!vvrickXäge. Sp u ) Bfehzättung Lanbwiri cha t idUe Olt lerichu'en. Dienst-