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beraivutretcn.

rrrcirfwn, Durch »reeignctr Zuschüsse bai (Srifienj* mhiimum zu fidxrn.

auS fhmntt dem zu.

a Köhler iT. xht'' zur tocn Wirtsdiastsbeih^lse an

2lu» Strtst und Lnnd.

©iefeen, ben 16. März 1921

Alle Auswanderer sollen amtlich beraten werden.

AuSwanderunaSwillige werden von den Paß- und Sichtvermerksbel;Srben den» Rrichswanderungsamt usw. ober seinen nächstgelegenen Zweigstellen gemeldet, um sic ctufniflären und zu beraten. ES sind aber zahlreiche Auswanderer im Auslande rin- getroffen, die dem Amte nicht gemeldet mor den innren, sei e-, daß die Patzbehörden den Begriff der ÄusNMinderung zu eng faßten, sei es, daß die Ausreisenden noch selbst nicht nmfiten, ob sie dauernd oder vorübergehend im Ausland bleiben werden. Um and) Dick Aus Wanderer beraten zu lassen, sind die Paß. behörden jetzt angewiesen worden alle liebe » leeret sende zu melden ohne Rücksicht Darauf ob sie dauernd ober vorübergehend im Aus- land bleiben wollen Die Benachrickttigun soll nur dann unterbleiben. w?nn e8 sich un Geschäftsrrisende handelt, bei benen eine Be

Zum brinylichen Antrag des Abg Knob­lauch, die ®c)olbuna?- und Tienfwerhältui'se der nicht angestellken Gehilfen bei den hessischen staat-betörden bctressend. erstattet Abg. Her­bert C3tr3 den Au-Sschußbericht. Ter Ausschuß beantragt Erledigtertlärung mit dem Ersuchen an die Regierung, bei der Reichs regier ung dahin zu wirken. den Wünschen der in Fra^n korn- memxn Beamten Rechnung getragen wird und daß die Versicherungsbeiträge aut den Staat über­nommen werden. Tas

Zum Antrag des>i

Bewi ligung einer lausen______Wl

die Beamten im besetzten G-.biet erstattet Abg Bauer Loz.» den Ausschußbericht der sich dem betrag Köhler an,chließt und die Regierung ersucht an die dxctttiSr.-gtenuifl im Sinne des Lntra.ts besten das gmize Land eintreten.

Mühe ist eS gelungen, yn erreichen, daß das Reich 80 Prozent davon übernahm. Tie übrigen 20 Pro­zent wurden auf die Länoer und Gemeinden ab- fl wälzt Hessen ist am stärksten, zu 40 Prozent, be- >' tzt, und die Lasten sind für uns außerordentlich hoch. Es sind fette Mittel vorhinden. außer in bem schon beinah- saaenhrft qflüoccenen Ausglrichsiond.

Abg Köhler D. Dm. : Ich muß sagen, daß es mir als einem Vertreter des besetzten ©?6ttie$ lieber g.uk j'en wäre, wenn bet H.nr Finanzmi-iistei diese Rede nicht gehalten bitte. Sie erweckt den Eindruck, daß, wenn es einmal gilt, tatkräftig für das besetzte Gebiet einzutr len, bie Regierung ver­sagt. (Zustimmung mck> Widerspruch.- Es scheint svch. daß sich viele Kreise noch nicht ganz klar sind über die ungemein großen Schwierigkeiten, un­ter denen die Beamten im besetzten Gebiet yu leiden haben. Es wäre eigentlich selbstverständlich aewesen, daß t>as Reich die volle Besatzungszulage übernom­men bitte. DaS Reich hat sich aber aus die 80 Pro- zent befdreänft und nun rowben oen Gemeinden» die 20 Prozant auf g laben Die Gemeinden können aber einfach eine weitere Belastung ihver Finanzen nicht mehr ertragen. Tamm muß nun zum min-

Abg. Ruß Cßtr.): Ich verstehe sowohl den Standpunkt des Vorredners, wie auch den des Finanzministers Ich bin aber der Ansicht, daß pier sinanzicllc Bebenken gegcitüb.r den moralischen schweigen müssen. Wir werden dem Antrag zu- stimmen.

Abg. llrstadt (Dem.): ES hätte der Aus- fübrungen des Abg. Köhler nicht bedurft, um uns die Notlage des besetzten Gebietes varzumacken. Diese ist uns allen bekannt. Ich ftebe auf Dem Standpunkt, daß die Gemeinden, die die Last wirk­lich nicht tragen können, durch Uebernahme auf den Staat entlastet werden. Tag aber die anbeten Gemeinden die 20 Proz übernehmen. Wenn wir dem Ausschußantrag nicht z istimmen könnn. ver­wahren wir uns aber entschieden dagegen daß «wir für die Beamten im besetzten Gebiet nichts übrig haben. Die Beamten tollen die Zulage bekommen. Nur wer sie ausbringt, darüber sind wir anderer Ansicht.

Abg. Delp (Soz.): Ich halte den Beschluß, den Beamten des besetzten Gebietes eine Zulage zu bewilligen, überhaupt für ein Unglück, weil diese Zulage selbstverständlich »veitergehende Forderun­gen der Privatangestellten und namentlich der Arbeiterschaft nach sich sieben muß, die unter den gleichen Verhältnissen leb:n. (Sehr richtig.) Deute aber handelt es sich nicht darum, sondrin um die Ausbringung der 20 Proz., die das Reich nicht tragen will. Ta sind wir doch der Ansicht^ daß der Staat die Pslich'xjt, diese 20 Proz zu tragen.

Finanzminister Henrich: Ter Abg. Köhler bedauert, daß ich Die Rede gehalten habe. Ich be­dauere. daß vd> ite habe halten müssen. Ich würde es noch mehr bedauern, wenn dadurch der Versuch gemacht würde, im Lande den Eindruck zu er­wecken, daß wir für das besetzte Gebiet nichts übrig haben. Wir haben in dieser Beziehung das beste Gewissen und haben noch nie versagt.

Mg. Köhler (T .33p.) stellt test, daß seine Bemerkung sich nur aut die hier in Frage stehende Angelegenheit bezog. Ueber die hessische Regie- nntg habe man iich im allgemeinen nicht zu be­flogen, wohl aber über die Reic^regierung. Es blieb Derrn Urstadt Vorbehalten, hier zu sagen. eS handele sich um einen agitatorischen Antrag. Tas i)t natürlich nicht der Fall. Es scheint aber, daß Derr Urstadt Die Gepflogenheit, agitatorisch zu nnrfen, so in sich anfgciiommcn Ixit, daß er hinter allem das Gleick>e wittert. (Beifall.)

Nach 1 vetteren kurzen Ausühruntzen des Abg. Bauer (Soz.) wird der Antrag des Aus­schusses angenommen.

Ter bringtidw Antraa der Abg. Balzer u. Gen., die Bezüge der A l t v e n s i o n ä r e. Wit­wen und Diuterbliebe. eil betr., wird, bcrn Au.'- schußantrag entsprechend, der Regierung als Ma­terial überwiesen.

Tie Vorstellung des Hessischen Pensionär- Vereins Darmstadt, laufende Wirtsckastsbrihilfcn an die pensionierten Beamten im besetzten Gebiet betreffend, wird abgclebiü. Abg. Frau Hatte- niet hatte den Antrag wann befürwortet.

Der dringende Antrag des '2Ibg 92 u ß (Ztr.) Auszahlung der Besatzungszulage uni> Einreihung der Stadt Worms in Ortsklasse A und Psedders- hcim in Ortsklasse B wird im ersten Teil abge­lehnt, im zweiten für erledigt erklärt. Darauf tritt Vertagung ein.

Nächste Sitzung Mittwoch 9V, Uhr. Schluß 1 Uhr

Ter Abg. Nuß und Gen. (Ztr.) haben folgenden bringenden Antrag ei igebrächt: Der Landtag wolle bcfcb'ieiiien, die Regierung zu er­suchen, daß sie alsbald auf geeignetem. Wen dafür Sorge trägt, daß alle Rectr'S'inwrlte. welche bei den bcsichen -lmrsgerickei ng lasse i si'd, auch bei den jufitmbigen Landgerichten zu gelassen werben

w. vi|upuuBpuiivui<. yuiw miu uvu «Luwcni uno ratung durch das Reicköwanderungsomt sich Gtentcüiöcn gtlraaen werden. Nur mit größter! erübrigt.

Tie Abgg Osann und Gen. yab.m an die Re (Ttennig nachstehende flUregung gerichtet: 1. Ter Landtag wolle beschließen, daß

bohr 16. 9tifi 1919 nichts ereignet hat. Was dessen Aufhebung nötig erscheinen ließe

Darauf wirb in bie Tagesorbnung eingetreten. Erster Geaimstaub ist bie Regierungsoor la;e, bie

Erhöhung oer Teucrungszuschlagc zu ben Kintenzuschlägen und die Gewährung eines weiteren Zu'chus eS von 20 Vroz des Ortszuschlags an die augerrlanmäßigen Beamten ufro

2lbg Reiber (Dem.l als Berichterstatter beantragt nach kurzer mündlicher Begründung die Annahme bet Vorlage.

2tdg. Eißnert (Soz.), auf Wien Antrag bet Antrag bc5 Finanzausschuffes auf Er­höhung des Teuetungszufchlags weiter beraten wirb, fcgrünbet biesen Antrag

Der Ausschuß ersucht die Regierung, mit allem Nachdruck dahin zu wirken, daß bfe Reichs­regierung eine sozial gerechtere Regelung sowohl der OrtSzuschläge. als auch der Teuerungs- und Kinberzufchläge herbeiführt. Um aber bie Aus­zahlung der erhöhten DeuerltngSzuschläge jetzt schon zu ermöglichen, schlägt der Ausschiß vor, vor­läufig die Sätze wie sie im Reich festgesetzt und in der Regierungsvorlage (Drucksache Nt. 653 i vorgeschlagen sind, zu genehmigen.

Et beantragt demgemäß: Der ßanb'ag wolle zustimmen, M ber TeuerungSzuschlag zu Grund­gehalt und OrtSzuschlag, der bisher auf 50 v. D. deS Grundgehalts und deS Ort^z ischlagS festgesetzt war, mit Wirkung vom 1. Januar 1921 ab wie im Reich und anb.ten Ländern für die Orte ber Ortsklasse A auf 70 v. D.. der Ortsklasse B auf 67 v H., ber Ortsklasse C auf 65 v. H., der Orts- Nasse D auf 60 v. H., der Ortsklasse E auf 55 v. H. erhöht wirb.

Abg Reiber (Ttirt): Auch meine Fraktion konnte sich mir sehr schweren Herzens zu birier Regelung en tfcftf Wien, irm den Beamten frfmert- stenS etwas zu geben. Wir ftnb uns flar darüber, daß cS sich um keine endgültige, sondern nuy vor­übergehende Regelimg baubcni kann Wir sind überhaupt gegen die OriSklassenrinteilung, mid rin kmtspreckvnder Antrag wird demnächst! ringe- reicht Der Redner gibt bann eine Eenlnäfige Uebcrsicht über die Sßcrfcfriebenartigfeit der Orts- flafien und ber daraus sich ergebenden Härten.

Abg Dr. Osann (D. Vvt): Die gegenwär­tigen Verhältnisse in Der Be'oldmig sind eine IWue davon, daß wir finanziell abhängig getrorben sind vom Reick. Dadurch waren wir gezwungen, die Ortsklasseneiteilung mit auhune&mcn. bie für uns gar nicht paßt Heute wird Die Berschieoenl.est durch die Teummi8' und Kinder-,ulagen bedeute)rb potenziert und bie Beamten auf dem ßoife sinb sehr viel sckstechter gesellt, als die in den Städten. Wir werden mit Petitionen übersckiwemmt inib es ist wch durchaus berechtigt, daß die Ortsklassen- erntetTung und Einreihung gereckt geände t wird, die ganz schematisch nach der (Vröl:e erfolgt ist. Die Verhältnisse lmben sich heute sckhr grihtbert gegenüber der ersten Nack>krieiSzeit Man kaust heute auf dem Lande nickst mehr billiger als in der Stadt. Es herrsckst allgemeine (Erbitterung in den Kreisen ber Betroffenen Es ist Beamten auf hrm Lande kaum noch mÄg'ich, ihre Kinder in bx'r Stadt erziehen unb auSbilden zu lassen, da auch die Kinderzulanen auf bem Lande viel geringer sind. Die unteren Beamten haben heute noch nicht ba« (Ertflenymnimnnn. und c5 ist duvchmis unrn>Sr-- lieh, hier noch eine Kürzung der Kinderzuschläae eintreten zu.lassen. Wir müssen mindestens er­reichen, baß in Dessen mir brei Ortsklassen in Frage Ikmrmen. Wir können den Beschlüssen des Finanzmisschuffes nur unter sclMersten Bedenken iufiinrmen.

Abg S chorn (Zentr.) spricht für seine Par­tei in ähnlichem Sinne und führt ebenfalls Zah' len an. die die Unbattbarfrit des derzeitigen Oris- klaffensystemS bar le gen. ES müsse unbebingt an» gestrebt werden, daß wir in Hessen auf zwei, , bötfifhm« drei Ortsklassen kommen. Die derzeitige Emteilnng ist ungerecht und unsozial. Ziim min­desten müßte den Beamten, bie ihre Kinder in der Stadt erziehen lassen, die städtische Kinder­zulage zugebilligt toerdcn, auch wenn feine staat­liche Schule in Frage fommt.

Abg. 9 rauer ,(6. Vpt.) verweist auf ben Stanbpimft seiner Partei, ber schon 1914 fest» gelegt würbe und sich bis heute noch nicht qe- änbert hab^'. Die Beamten auf bem Lanbe werben durch die Ürt5flaffeneinteifitng geradezu dearadi-rt

Aba Knoblauch (Soz.): Meine Partei hat fick s. Zt nur feftnrren DerzenS dazu entschließen können, ber BesoldungSorriiung zuzustimmen, unb mir m ber Erwartung, baß bie end>rültige Vorlage eine beffere Regelung der Beamtenbezüge bringt. DaS ist aber zu einer schweren Enttäusckvmg ge­worden. Das Ideal wäre, nxnm für alle Beamten eine gleichmäßige DuerungSzulare erreicht werden könnte, denn dre Teuerung trifft alle Beamten gleich. Die Regierung weist nun immer auf das Sderrgefetz hm. Ich bin der Mrimmg, daß wir das Sverrgksetz nickst »um Kiiiderichreck werben lassen bürfen. Sehr aufsallenb ist die affgemrine Beamten freund! ichbnt in den Recksts Parteien.

Abg Kiel MSP0: Es ist sehr aufsallenb daß gerade der Abg l£)fann so warm für die unteren Beamten eintritt. Seine Parteifreund,«. bescmWes das Unternehmertum, sind in der Praxis ganz anderer Ansickt.

Damit schließt die Debatte. Die Regierungs­vorlage und der Beschluß deS FinanzauSschuffes werden einstimmig angenommen. Ebenso die Regierungsvorlage, Versetzung ber Orte Mainz. WormS, Ncu-Iienburg, Lampertheim, Viernheim in höhere OrtSflassen. Hierzu wirb ein Zusatz angenommen, ber bie Regierung ersucht bei ber Reichsregierung babin zu wirken, baß bie berech­tigten Wünsche hessischer Gerneinben nach Ver­setzung in Höhere Ortsklassen Rechnung getragen wirb.

Öanbtag wolle beschließen, daß ben Beamten, StaatsHienstanli'äilem, Lehreni, Schulierwaltem und dgl. die !-riegstrilnehmer waren, zwei Jahre als BesoldiMgsdieiistzril zugerechnet Wicken; 2 der Landtag wolle besckkießen, al'en amt n, Staats- bimilmtmärtam, Lehrern, Schulter mal tert unb bergt, deren Bezüge das Eristeniminimum nickt

Frnanzminister Henrich bittet dringend, tie­fem Antrag nickt »nzustimmen unb zwar in erster Linie au5 finanziellen Gründen. Ursp.ü glich sollte die Befatzungsbeihilje gam von ben Larwcru und

Wenn Städte Reklame machen.

Am 1. April geht da« Reklamewrien in­nerhalb Frankfurts auf oie Stadtverwaltung über. Rechtens hätte man sich davon eine Ver­feinerung Der Straßenreflame, eine größere Rücksicht auf oie einfache Schönheit des Srra- ßenbilDes versprühen dürfen. Leider wird diese Erwartung enttäuscht. Der Magistrat will erhöhte Einnahmen sehen und so hat er beschlossen, alle Plakatsäulen um einen halben Meter zu erhöhen, um noch mehr Plakate wie bisher anbringen zu können. Wenn das so wei­ter geht, wird bald die ganze Stadt Frankfurt zu einem einzigen Rcklamefeld, das durch die tm gleichen Sttl plakatierten Postwagen noch besonders belebt wird. Wieschön" sich Pla­kate an Postwagen machen, hat man mittler-» weile auch in Gießen beobachten können. Uns genügt diese Verschandelung des Straßenbil- des vollkommen.

Veranstaltungen.

Mittwoch: Stadttheater, 7 Uhr,Der Raub der Sabinerinnen". Turnhalle der Höheren Mädchenschule, 8 Uhr, Lichtbilder Vor­trag des Dolksdundes für Kriegergräber für- sorge Caf6 Leib, 71/» Uhr, Konzert und Vorstellung dec Medick-Meidinger. Licht­spieltheater wie gestern.

Wettervoraussage

für Donnerstag:

Wolkig bis heiter, trocken, etwa- kühler, schwache Nachtfröste, Winde aus östlichen Richtungen.

Unter dem wieder starker gewordenen Einfluß des östlichen Hochs ist mit Fort­dauer der trockenen Witterung $u rechnen. Von Süden her schiebt sich rin ipeiterer Hoch- druckkeil in nordöstlicher Richtung über Deutschland.

*

* Amtliche Personalnachrichten. In beit Ruhestand v.rsetzt nmrbe am 7. Mörz brr Lehrer an ber Volksschule zu Obev-Rvsbach, im Kreise Friedberg, Philipp Dexheimer: ferner ttm 8. März bet Lehrer an der Volksschule zu Orl.«K- bntfen, im Kreise BiDrngeii, Wilhelm Strack, auf fein Nachsuchen unter Anerkemrung feiner dem Staate währenb mchc als 50 Jahren geleisteten Dienste vom 1. April 1921 an.

"Kleine Mitt ei lungen. DieO pern- aufführungen am Donnerstag unb Freüag beginnen pünktlich 61/« Uhr. Wie wir erfahren, sind für beide Vorstellungen noch Plätze zu haben. Tie Besichtigung der Ausstellung ber Gnverbe­schule burcf) bie StcLtvewrdneten findet Morgen nachmittag 5 Uhr statt.

Kreis Lauterbach.

fb. L a u t e r b a ch 14. März. In gulb'suchten Versammlungen ber Ortsgruppen schlitz, Lauter­bach unb Herbstem bes Gewerkschaftsbun- beS Hessischer Gemeinbebeamten, Kreisverbanb Lauterbach, am 5. unb 6. b«. Mts würbe einstimmig ber Beschluß gefaßt, baß von einem Verzicht ber Cknieinbebcamten auf Orts- unb Teurningszulagen, wie bi es in ber Bürger­meisterversammlung vom 22. v. Mts. gefordert würbe, nicht bie Rede sein kann. ES wirb Bezah­lung entsprechenb ben vom Hess. Mmisterium her­ausgegebenen Richtlinien geforbert. Wenn auch nickst verkannt wirb, daß biese Forberung eine wesentlich: Bclasürng ber Gemeinben bedeutet, so muß dennoch an beit in den Richtlinien vorgesehe­nen Sätzen voll sestgehalten werden Tie Ver­sammlung ersucht drii Vorstand de> Kreisverban- des, den Beschluß Dem Kreisanit Lauterbach mit- zutrilen unb bort anzuregen, baß bie Bürgen meiOcreien zur Erledigung der Angelegeulxit innerhalb einer zu bciHmmriiben Frist angebalt.-n wcrdrn, bannt bann bas Kreisamt gegen Die Ge­meinden. welch: die Forderungen ablehuen, ent sprech.nid ber Amv.«isiing hessilchen Ministeriums vor gehen Fann. Der Gemeinderat in Wallen- rod bat die Gehaltsrage deS Gemeindedie- nerS, des Bürgermeisters tmd den Gemeindereck)- ners zur vollkommenen Zufriebenhrit der Ge- ntfinbcbcamtctt geregelt. W-nn auch bie Sätze beS betrefrenben Ministerialerlasses nicht ganz erreicht wurden, so ist boch ber Gemeinderat einmütig für bie brei altbewährten Beamten (ber Bürger­meister- Hal 28, ber Rechter 22 unb ber Poltzei- bicner 16 Tienstjahre) ringetreten. Auch für bie beiden anderen Beamten wicb rin zufricdenstellen- ber Ausgleich erzielt werden Tie GemeinberatS- mitglieber waren alle ber Meinung, baß bie Ge­meinde den höheren Betrag aufbrmgtn könne liniere Gemeinde Hal hiermit rin sehr en'reuliches Vorbild für bie übrigen Gemeinden bes Kreises Laulerback gegeben.

rr. Schlitz, 15. März. Die vorn Heffi- schen Ministerium des Innern angesetzte Po­lizeistreife auf Wildschweine, die unter einem Aufgebot von über 50 Jägern in den Distrikten Grebenau, ben Dörnbergs» 'chcn Waldungen und einem Teil der Gräsl. Görtzschen Waldungen statlfand, ist völliger­geb n l s l o s verlaufen, indem kein Schwacz- wlW anyetroffen wurde. Die hiesige, alt­renommierte Langheinrichsckx Leinweberei rst durch Vereinigung mit der Firma ,Lolb & Schüler" in Stuttgart in eine Aktiengesell- chaft umgewandelt worden.

Kreis Friedberg.

O. Bad-Nauheim, 14. März. Ans der heut-' abge: a'tntcn Stabtvervrbnetenver- am m lu ng i't folgendes zu berichten: Tu städti­sche Straßenrrinrguna eriorbert für 1921 einei lostrnaufwanb tvn 410000 Mk Lvn ber Er­hebung einet bc»onderei Gebühr wirb Abstand ge trmunen Tie Sofie t sollen aus ben allgemeinen yinnahmen gedeckt werden. ES wird eine Berord- tntg beidilrifen. Die in etwa 30 Straßen ba3 '"'»alten von Schweinen. Gänsen und Enten her tritt Eine gleiche Verordnung, die 15 Straßen umfaßt, »oll gegen dir Dühnerhalmng erlaffat -arbeit. Aul laiibwiciichaitliiit Betr e' e soll Rück- ich. garnrnn-m werden Für Kehricht ab fuhr ipct Den lVIOOO Mk. an^eforbert. Um .rinen AuS- t.rick zwischen Einnahmen unb Ausgaben zu "cknifen, wird ber bisher erhobene Betrag von 3 M vvo 1000 deS Br andver s ichecungsTa ml al s wf 4 Mk .äbriick erhöbt Für tv Stelle lies Markttn t c i be im Xäfg e t in bie Som- emönaic fällt, wirb eine Pe qüttma rvn 4000 Mark ausgesetzt D e Stelle -oll au^ge»(brieten werden Die sxiii dx Staatsrcgierung hat sich

hräertg bereit erCirt, die Miete für boS gerickesgebäude um 2000 Mk. z.: erhöben io MS ber 6t»ai letzt eine Miete von 9600 Mk', ->.<2 r<chtt

4 Bad-Rau heim , 14. März In Fr«u, iurc. wo er ben Sinter übet wetrie, ist P jt Si Theodor Schott, einer ter bedeutendsten h | wxärite, gestorben. Mit bem Marburgei f ssor Benekr und seinem 1886 verstarba Bruder Tr. August Schon hol er u 8eaw# die Nauheimer Cuelkn richtig gewürdigt ar> u* habe Brixutung für bie Bebanolung & e r |(i a -. ter seslgeitc.lt zu haben. Tie Brüdr Sckcvz ben Rus bes Bades vor allem im AuZlmr breitet. Ter Verstorbene hielt sr.her i.t zahl reiche Borträge über die Heilkräfte hrirns.

Hesfen-Rossau.

Ein städtischer Notetat.

fpd. Frankfurt a. M , 14. März. sich die rechtzeitige Vorlage des städrische» Haushaltsplanes für das iHedpuiMk jahr 1921/22 nicht ermöglichen läßt, forbev der Magisttat van der «ta dt verordnete wie- sammlung die «Bcwilliauna eines N o t e t a!i auf drei Monate und die Erhebung der Seal steuern für das Jahr 1921 nach den Sözer des Jahres 1920.

* Kurze Nachrichten aus Hettri und den Nachbarstaaten In Lolj,i wurde ein Ortskartell des Deutschen B anu» bundes gegründet, bem 65 Reut^-, Staats- q Gemeindeieam reu bei traten. Zum Vor izaao wurde Poshekretär Appel gewählt. In Ste». f e n b e r g lanb am Sonntag rodjmittag nm tzir. sammlung der Ziegenzücküec statt, nrote. dpi L» verein für Zie^enzuäu mit Anfchlui» an den Knh ziegenzuchtverein inS Leien geniren nxirc« ttr I Büler vom La bwi.tschaftSlammcr - 'lhq I Gießen sprach überAusbau der pbertefTbüi I Ziegen-uckck". In Beuern fand am Mond, ein Liebt ildervortrag über Dk Pariser BeiLsij, statt. tStcner Würbe em Filmdrama torx-tibn. das polnische und deutsche Zustände eiuantzer w> Senüberstellt. In Bad-Nauheim ic* e- cni em Volksliederaieird des Turnvereins IM statt, der großen Anklang sand. Außer :.ir Vortrag des 2. Vorfitzenden, Lehrer bradüc ber Abend Chöre ber GesangsabdiM Lieder zur Laute und Doritellung ron lieben, die Äopelln^i :er Rane aur d r UNntoc begleitete Turner unb Turnerinnen sühnen dir. schöne Volkstänze auf, bie besonders giohei 1» flang fanden. Am Sonntag aieno i«ciniüz teten zu TraiS-Dorlasi der Krieger». Lv fang- und Volksbildungsverrin einen ,xinn» famai UntechrltungSabend, des en Rcrnert .a i te Gefallenen-Ehrrmg zugute kommen soll. Zur 1z- führwrg gelangte ..Äirdreas öoier", wobei öte ct> zeliien Mitwirkenoen sehr gute 1! ei ihrigen bad» Auf dem RachauS zu Gedern tanb am Noa- taa eine Sitzung statt, an der Xkrhxtcr der bür*» Heben imb fitcWidjen Gemeinde, des fürst!ihn Rentamts, der Baubehörde unb btt .hveigr in 4 bei B. D. C. teihiahmm Geb. Bau rat 'vJuün sprach evlgchend über bie Deridnebcnen Moglid feiten ber Kriegerehrung, worauf eine Vrii-Htnnat ber für baS geplante Kriegerdenkmal in ikmßi kommenden Orte ftattranb. In Obborn­hofen Ijat sick, der feit fi*rieg#:>egnni fUnenN Okfangoerem neu gelnlbri. Tingent ist Viuiivnn Glockengießer. Die Zahl ber Sanger betragt 4ix

<Rcrld?t»faaL

( ] Marburg, 14. März Das Wuchergericht verurteilte heute einen stel­lenlosen Mctzgergesellen, der bei einem Öanb wirt ein wegen einer Fehlgeburt getötetes Mutterschwein für 500 Mk. erstand in* dieses für 2900 Mk. an einen Metzger meister weiter verkaufte, wegen Preistreiberei zu 1000 Mark Geldstrafe und Herausgabe eines liebet» gewiunstes von 1200 Mk. Außerdem wurde der junge Mann noch in eine Gefänanisstrajt von 1 Woche und 500 Mk. Geldstrafe gerwat­men, weil er unberechtigterweise Kälber au'- gekauft und weilerverkouft hatte. Die Gefäv^ nisstrafe soll ihm indessen gestundet und bei guter Führung erlassen werden. Außerde» wurden noch mehrere Angeklagte wegen But terverkaufS mit Gefängnis bis zu 4 Dachen und Geldstrafen bis zu 500 Mk. bedacht

Limburg, 15. März. In bet 5dw gerichtSVerhandlung am letzten Doimerslag ick, daß kleine Urfiadwi große Wirkungen bode» können. Ter Stellwerksobersdilosfer Heinrich n*»' fin aus Äiitynbad) halte seinen bri brr Honaw besindlichcn L-tall bem Eisenbahngrh lfen 'Krubt» wr Unterbringung seines Viehes iWerlafkn; iw Förster hatte feine Hühner darin untergri>w» Beide gerieten in Differenzen, weil Ncutzaus w feine 'Zuigehöhacn beflänbiö die Hostüre «ui l eh» störster öffnete als Gegenleistung die Stalla^ Einers Dages Wollte Frau Reuhaus abends du Stalltüre schließen. Förster wir» sie ab unb r» kam zu einer allgemeinen Rauserri. Förster mehrere Schläge aus ben Kovf. er griff*»® zum Revolver unb feuerte 3 Schüsse ab, von den» ber eine in die Erve, bie anbem beiden in bie Seite unb Rücken trafen, so diß bcrfejN 14 Wochen in ber Klinik in Gießen zubrmgen und in großer Lebensgefahr sckwebte. Förster Wt« lick daher hmte vor ban Sdurur icridX rotqnvjJ* scklagsveriuch zu üeranhtrortm, ber borw ertuc wurde, daß er ourtb die Schüsse vorsätzlich eg® Menschen Hätte töten Wollen, sowie wegen eoftir lieber Körperoerletzamg der EH leuie Neuhaus, »u r sie weiterhin mit einem Knüppel bffrmhrit NW* sollte. ES waren 16 Zeugen unb 3 DackrenwrD^ Tellen. Der Staat Sanwall hielt sämtliche ragen für erwiesen und beantragte, die arK-'r/. Fragen zu besahen. Die veneibigung längeren Ausführungen bar. baß ein Beweis für ben TotscklonSveriuch noch für bie tetzugn erbracht sri. baß aber unter allen bie Hanblung als Notwehr ay'tufaren sei. * Geschivorenen schossen sich Diesen *Xu:iülzni-g<»®* imb verneinten sämtliche gestellten irraic} Angeklarte wurde irrigeimvhnt und die KoltS » Staats kaffe auferlegt. Degen Nicktabliffenam so» Mark genommen. Der Staatsanwalt bitte tÄtv ©affen würbe Förster ir eine Deldstra^e von halb 2 Monate Geiängnis unb 500 Mark Qki* strafe beantragt. -

fpd. Koblenz, 13. Man. Die Stta^ kammer verurteilte einen Milckihänbler au» Haufen bei Maven, der seiner Milck Da e aus einem verseuchten Bache zugefetzt oane zu einem Jahr Gefängnis-

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