Ausgabe 
15.11.1921
 
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Dienstag, 15. November 1921

Gietzener Anzeiger (Gen-ral-Anzeiger für Gdechchen)

tenliag für bi« Kriegsopfer befärponet

bleiben soll«, eine gemessen

fungen bei dem Sturze zugLzogvt. ......

Ser Äiafttragcn d.a-2 bte Cbnmldjt.ge fitlcunigfi In die Kfinil eine» axli berühmt en ArzteS noch Dünungen. Dor Ritz w der 2^nge wurde gcnäbL t<is war nicht aJyi schlimm, aber das Olakutem war gänzlich iertt^nunert -Vie Splitter mußten mit der Pinzelle beiau/g^en

amlDcreinfl zu überbringen, ür flclhe den Hirzenhainer Tcrcin hin als ein Muster, der neben wenigen enteren der 03. A. G -flach« stets treu geblieben wäre und sprach den Wunsch aus. dass er auch In Zukunft dies« Ideale tarier weiter verfolgen möge. Wirk,- liche Ctenüile boten nun die Datbi.iungen der 5<aDcfie Aldermann und der übrige musikalische Teil sowie die Vorführungen der 23. $). G^ Brüder und -Schwestern. x3n Spannung wur­den die Anwesenden noch versetzt. als das von

notwendiges TJerbot vn voui ipran >cni bat angeordnet, bah Verkäufer von Lbwaren und Venuhmilteln in ihren Geschäften ni hl rauchen und keinen Labak kauen dürfen. Ebenso ist da«

Der Parteitag bat mH armer M-hrhri: noch fotgenben 2birrag a genommen ?t Pa sei o r u-tdlt die verwerfliche und agitatorisch.' V».«-

Parteitag der Demokratischen Partei.

Aus Stabt und Land.

Dieben, den 15. Rov 1921

Denen sich ein Zweigverein gebildet hatte, und gedachte dabei le onber.' des verstorbene» Acrrn 5'uqo BuderuS und seiner getreue» Mitgehilfen. von denen nur noch zu^ei Herren an der Feier teilnehmen können, nämlich Tur- germeislet Hensel und Gastwirt Land­mann. Die F ft e e hielt P fr. S ch r i m p der einen Mcbcrblid über den Werdegang und

Nr. 268 Zweites Blatt

"DleLuxuSsteuer macht nach tr : vor Aenderungen und Entscheidungen des ReichS- finanzministers nottociu Ij. Lmoleurnlelag ist jent luxussteuerfiei, trenn er nur fltanit» farbig gemustert oder einfarbig ist. Auch hand­geschöpftes Büttenpapier ist setzt luruZteuer- frei wenn es -u Banknoten, Dokumenten, -um Filtrieren oder Zeichnen bestimmt ist- Sonst ist es nach wie vor luxuSsteuerpflichtiz. Insbe­sondere zu Post-, Besuchs-, Tisch- und Speise- karten, ferner Bil e Papier, B.i.sun schlüge ufw. Puppenköpfe und Puppenkörper aus Porzellan mit Annählöchern zur Herstellung von Kaffeewärmern. Radeikifkn find luxuS- steuerfrei, ebenso Hundegeschirre aus Leder aller Art, weil sie zu den AuSrüstungSgegen- ständen zur Pflege von Hunden gehören, aber nur, wenn sie ohne Beschläge ang fertigt sind. Auch Maulkörbe aus Leder aller Art sind frei, wenn die Kreuzungen der Riemen mit Rieten aus unechten Metallen zusammengehalten werden. Cie sind aber luxussteuerpflichtig, wenn die Rieten vergoldet oder versilbert sind.

ernteten auch die Bio! inkloS von flchäier. die chithcrvortrüge von Herrn und Frau Ge mha bi und der Fraucnchor mit dem ßie_>: .Sa .d nänn- chen". Der Feier rorau3 giij ein Fe igottesbienst in der Zoha inc-kirche. 'Barer 2u 1 felb bi lt die Festprebigt le. Gcmischk Gfoar und ber Posaunenchor Klein-Lin.e.» wirkten bäte mit.

Lattdkrciv toteren.

* Langsdorf. 13. Rov. An Luthers Geburtstag veranstaltete der Zweigverein des Evangelischen Bundes Im Rathaussaale eine stimmungsvolle Feier. Rach einleiten­dem Vortrag des LrtSgeistlichen über Luthers Charakter gc:ang:e D. Thomas Luthersestsviel mit Deklamationen und Gesängen der Schuler der Oberklasse und verbindendem Text, ge­sprochen durch Lehrer L e i d i ch. zu wirkungs­vollem Vortrag. Gemeinsamer Gesang deS LutherliedeS beschloß den schönen Abend.

U Lang-Gön«. 14. Rov. In ber Ge - meinberatssiyung wurden die neuen Pacht- prcisc für die Qkmeintegrunbftüde festgesetzt - Sic Teuerungszulage für die Gemeinde beamten

r.u:vung ber Flaggenfragc flic tritt |ar den Schutz ter v riastung mi Ijm 8' Skn ein urxb war.it, durch Frrlle u.g tes u ftuch:l»rc.i Streite« die G. schloss -.-.he l ter vrr a <u flJirtuet Parteien u gefahrbea. Ci '.trr.mtg 0a.be« zw.i Sntschliel u gen argcnonimcn. dr ei eine gegen das oberfchlesilche Unrecht GlrlpruJ) er­bebt, während die artet« «i e i nettrnakn ®e-

Bremen. 13 Rov In ber Fori'etzung ber allo«"'« nen po i Ischen Aus'prach'-rte Reichs» etnlficr a. D. Dr Derndurg ass

Der Parteitag sei sich wohl barüber einig, bah ben 'Ek-gen die die Fral.isn gegangen fei. bu redete Äta'beit fehle, ater sie bäte unter dem Druck des illlimatuns c.estanben. Heute müsse man ben Bück in bi Zukunft richten .iur bte Entente habe bas teaild) Volk ko gut wie keine Betearu ng Drutschlanb fei als Fiktor bes 2v*U- geschehens ausge'chaltet Da» jetzt »u tun fei, liege nicht auf dem Gebiete der groben Politik, fonbem in vernünftigen, lach >erständiaen Aus- ebianberknun.t-n über die für Deutschland« Zu- kurckt in Btra cht kommenden Fragen, vor allem mit der Reoaraiions- und Garantiekommission. Darum hab« ma > ter Frage, ob 'Sirth geben oder viel zu grobe Bedeutung bei-

ganze« Leden. Sie müssen fühlen, datz ich Sie lieb habe. Wollen Sie meine Frau werten F

war stehen geblieben, Halle ihre Hand ergriffen, sah sie an. Die Lider hatten sichtwer die blauen Augen gesenkt. ein liebreizendes- cheln spiegelte um die frischen, schöngeschwunge- nen Lippen Drete Wärhahns. Hnb bann Ich.ug sie die Augen voll zu ihm auf und tagte laut und bestimmt:

.Ha von Herzen gernF

Äurt Holtenau ritz sie in die Arme und füllte sich au, den taufrischen Mädchenl-ppen falt

Pünktlich auf die Minute waren sie am Kräft­igen Maria wuhte Bescheid, sobald sie dte beiden erblickt batte. Mar froh, ^ab endltch die Dinge ko weit gekommen waren Tat natür­lich lehr erstaunt, als ihr Holtenau von ter Ver­lobung Mitteilung machte, nachdem er den Venter mit einem Auftrag« an den Picknickplay ge­sandt hatte.

Reichsverkehrsministerium bemerkt, unter die­sen Torauc kount.ea nicht erforderlich.

L. Der evangelische Arbeit er- verein beging am öonn:ajabcnb uitcr recht starker Betei.iguna s in 2-itb ijel TMte en i.n .Cinborn**. Der Vorsitzende. Sek.erär Kirch- n e r. b<grüble die Gäste, worauf ter Gemi'chte Chor das Volkslied .Im sch n .e t Die engrunbe" vortrug Die Festansprache hielt Stud.cn- at

Der Vorsitzende Dr. Petersen erklärt gegenüber einer Behauptung von Erkelenz, das, er dabei bleiben müsse, bah die Fraktion ohne Beeinflussung durch die Deutsche Volks­panei von vornherein die Richtlinien festgelegt habe die sie wäbrend der Krise durchgesührt habe. Die Besprechung mit ter VolkSpaNel habe auf Wunsch tes Reichspräsidenten stattgesunden.

Man einigte sich schliestlich auf folgende ®nt- schllekning:

.Die Deutsche Demokratische PaNei ist al« eine" ausgesprochen republikanische Partei be­grüntet Worten. Zweck ihrer Gründung und In­halt ihre« Parteiprogramms ist die Verwirk­lichung nationaler und sozialer Poll- 11 k auf dem Boden ter Demokratie Sine solche Demi kralle ist ein? nationale Rotwendig'eit zur Crbaltung der Cinbeit des Volkes und zur Wieteraufrlchtung tes deutschen Daterlanles. Unter ten gegenwärtigen deutschen Parteiver­hältnissen IN eine Regierungsbildung aus möglichst breiter Grundlage zur Verwirk- lichung dieses Zieles erstrebenswert. Die Partei begrünt die gründ Iche und oss nher-t te Aus­sprache für die künftige Politik ter Partei und spricht ter Reichstagssrak.ion das Vertrauen aus

Zum Vorsitzenden der Partei wurde Sena'vr Dr. Petersen wied.''g wäh t Zum D r itze dei te« Vor.anbei wurde Abg.ord.e.er Erkelenz (Düsfeldori, gewählt, zum ersten Stellvertreter Dr. Fischer (Derlln), ter bet« Ant bisher schon befreitet hat. Diese Madien wurden durch Zurus unter lautem Beifall rorgenommen.

ör plötzlich Herr von Holtenau ( DaS hatte ich hoch nicht ertDartet! Obgleich ich abnte. day sich die Dinge so entwickeln wurden. Aus Grete war ja nicht teel herru Szub nagen, ater Ihre Augen hallen S.c wirklich gar nr-t tn der Ge­walt. mein lieber Herr von HoUenau ®ina lachte und hiell ihm bte Hanb h'.n. .3110 be­glückwünschen wir uns alle miteinander.

Und dann gab sie ihrer Tochter ein paar herzhafte Süfk. Die Grete hatte ihre Sache heute ater auch wirNrch khr gut gemacht

Don Schloß Maldeck sah man sich die 2d. r- taliperre an, fuhr dann mit einem Beinen Damp'er eine Stunde auf ter mehrere Kilometer weri au,- gestauten Wasserfläche, die stelle Berge, kte tm Hcrbstichmuck unter ter Mittagssonne prangten, I einrabmtcn.

mittel verwenden

♦♦ Trinkbranntweine der Reichs- Monopolverwaltung. Die ReichSmo- nopvlverwaltung für Branntwein bringt jetzt ihre Erzeugnisse auf den Markt. Diese werden nur auS bestem filtrierten Weinsprit und fein­sten Zutaten, die einer vorherigen Prüfung unterliegen, hergestelli. Die Trinkbrannllveine haben daher einen reinen und angenehmen Gefchmack und werden gern gekauft. Die Mo- nopolverwaltung übernimmt dic Gewähr da­für, dast dic auf den Flaschen angegebene Deingeiststärke innegehallen wird, und dah jede Flasche genau 3/t Liter Trlnkbranntwcin enthält Der Preis einer Flasche mit einer Wcingciststärke von 35 Raumhundertfeilen be­trägt 31 Mk. einschlichlich Flasche. Leere Fla­schen werden zum Preise von 1 Mk. zurückgc- nommen, wodurch noch eine Verbilligung des Branntweins eintrttt.

♦♦ ileber die Einrichtung der Schlafwagen 3. Klaffe hat der Ver- band reifender Kaufleute Deutsch­lands auf feine Anfrage beim ReichSvcr- kchrSrninisterium erfahren, dah bei der ver­suchsweisen Einführung dieser Schlafwagen lediglich von der Mcberlegung ausgegangen worden ist, dem Reisenden einen Platz zu kichern, auf dem er die Rächt in gestreckter Lage verbringen kann, ohne dah er sich dabei seiner Kleider entledigt. Die Siybänke werden daher nur mit losen Polstern belegt; besondere Decken und Kissen werden nicht gestellt. Die Hergabe von Bettwäsche oder das Mitbringen von Wäsche durch die Reisenden ist, wie das

ReichsmilTifter PfNcht. Männern ebnen Dir llnb

tourte bewilligt.

i). Lollar. 13. Rov AIS heute vormittag in ter Wohnung ter Witwe Heller alles unna­türlich ruhig blieb, veraniaht«n bie Mitbewohner bes Hauses bas 2Uisbrech«n ter Türe. Man sand Mutter und Sohn bewuhtlos infolge Gas­vergiftung itn Belle liegen. Das Kohlen- oxydgas war dem Amerikanervfen entströmt. Aerzlliche Hilfe war sofort zur Stelle. Rlan hofft die beiten Verunglückten am Leben zu erhalten. Heute abend fand ein sehr gelungenes Wohl- tStlgkeitskonzert ter Sangerbercmigung Lollar im vollbesetzten Lintensaale statt. Der Reinertrag wird als Grundstock für ein Ehren- tenkmal ter hiesigen gefallenen unö vermieten Alieget verwandt. Der Mannerchor stehl unter Leitung von Muflklehrer Fritz Leib-Giehen. DaS Salonorchester ter Kapelle H. Leib und Solo­gesänge von Frl. Psasf-Giehen sorgten für Abwechslung. AlleS Gebotene stand auf beach­tenswerter künstlerifcher Höhe.

Wiefeck, 13. Rov. Der Frauenchor Wiefeck bot mit seinem Kirchenkonzert zum Besten ter Glockenspente eine Deranstaltung. die auch vom Kunststanbpunkt <ius lobende Erwäh­nung verdient. Vor allem überraschte ter Chor selbst durch saubere Tongebung, gute Aussprache und ausmerksames Eingehen auf Die Intentionen seine« Dirigenten Philipp Groh. Als Geiger verdient Herr Droh gleichfalls Anerkennung. So­wohl Auswahl als Ausführung ter Violinsoli verrieten ten feinfühlenden und ge,(foulten Mu­siker. Aber auch die beiten anderen Mitwirken­ten Georg Kaiser (Wetzlar, mit seinem wohl­klingenden Dahbariton und Fritz Leib (Giehen) an Klavier und Orgel trugen daS Ihre zum Ge­lingen tes Ganzen bei. Geboten wurden Werke von Haydn, Mozart, Schubert, Mendelssohn, Ries, Kreutzer. Viotti, Dortniansft und Krebs. Alles höchst achtbare Ramen. Diese Vortrags- solge bei solcher 2luS ührung. noch dazu zum guten Zweck, batte besetzteres Hau» verdient gehabt. Doch wer nicht da war. bat sich selbst geschädigt, hat sich um einen künstlerisch hochstehenden Äunft- genuh gebracht.

Der Schuh im Blut.

Roman von Horst Bodemer.

38. Fvrtfetzung. (Rachdruck verboten.)

.Gnäd.ges Fräulein, unser« Dewisfenhaftäg- leit wird sich in ter Vollendung seinen. Wir werten allo ihre Fr«u Rlutter an ten Wag^n bringen und auf bie Sekunde «ne halbe Stund« lustwandeln. Woran mir zweifellos noch tne» mehr liegen wird alS Ihyen!"

Den Kopf hall« G.cte in ten Racken ge­worfen. die Lippen leicht gespitzt, bie blauen äugen lachten Holtenau an, da ging ihm ter Atem schwer

e3forc Frau Mutter soll entscheiden, wem mehr an diesem Spaziergang gelegen hat. Ihnen ober mir. wenn sie ausgefchlafen hat."

Maria lachte hell auf.

.Köstlich hnb S.c. Herr von Holtenau. Aber es könnte mich wahrhaftig teiyen. einmal in mei­nen Leben ten Richter zu 'vielen!" Man war am Wagen angekommen, sie flieg ein. »Also gute Rocht auf ein hartes S ündchen!"

Des.ieb g! blickte sie hinter den b iten bei. 3cM tarn in Grete« Leben ter grv^c Augenblick -und den würde sie bestehen, baran war kein 3tDCifeL Hnb allerlei Vo. teile für Tie selbst wur­den hoffentlich auch mit herauLlvringen^ Der Lenker batte sich am Waldrand wieder ms Gras geworfen, da rüttelte sic sich in einer Ecke zu- recht und schloß die Äuget, etn wohliges Ge­fühl in ben Gliedern . . . _

5turt Hvlter-.au blies schon bei ter nächsten Degbieguig zum Angriff l

ßine halte Snr te nur, gnädiges Fräu­lein, darunter eine folgenreiche Minute für mein

D j c Abgabe von Waldstreu. Im nördlichen Teil von Obcrbcf en ist utter ten Land­wirten die Ausfafsung verbreitet, bah bie Ober- förstereien angewicfen feien. IDalbtrcu nicht an Vefitzer mit mehr al« 2 Stück Rindvieh abzu- neben. Diese Acuherung gab ber 2a iba>i t cfoaiti- kammer Veranlas ung. beim Miniiterium anau­fragen, ob eine berartige (Berorbnung an die Oberförstereien ergangen ist Das Ministerium ter Finanzen. Abtei ung für Forst- nn) Äameraker- waltung, teilte hieraus mit. bah berartige Anwci- sungen nicht ergangen sind, und jeder Landwirt, einerlei welcher BetricbSgröhe, zum Veiug von Waldstreu berechtigt ist. Bei dieser Gelegcnheii weist das Ministerium wiederholt darauf hin. den Waldstreube>arf mög ichst ci rzuschran'en. ta derselbe nur in befchr inktem Mahc zur A ga.e gelangen könnte, und die Wa düngen dringend ter Schonung bedürfen Es empfiehlt fiH. dah d»e Landwine mehr als feither Torssireu als Einstreu-

Schnupfen verboten

gc. Eschwcge. 13. Rov. Die auf einer Geschäftsreise befindliche Händletln Eisenhuth aus dem benachbarten Dorfe Großburschle wurde in Kassel beim Heberfchreiten des Königsplatzes durch etn Auw der Schutzpolizei überfahren und gelötet.

ge. Efchwege, 13. Rov. Auf der Land- sttaße zwischen den benachbarten Dörfern Lutterberg und Landwehrhagen wurde ein Reisender aus Kassel von den Insassen eines hm entgecenkvmmenten verdeck 1 en Au- t v s nach der Tageszeit gefragt. Als er feine Hhr herauSzoa, versuchten ihn die Autoin­sassen in den Wagen zu stohen unter gleich­zeitiger Bedrohung mit einem Revolver. Der Heberfallene setzte sich jedoch kräfllg zur Wehr und als auch noch in diesem Augenblick Leute herankamen, ließen die Insassen des Autos von ihrem Opfer lo« und fuhren fchleunigst davon. Da sie französisch sprachen, nimmt man an. dah eS sich um W e r b e r de r f r a n- zöstschen Fremdenlegion handelt.

Sie Mu ter war autze-r sich, fragte ben Arzt, ob das Destcht wohl dauernd entstellt bleite« würde Ein stummes Achselzucken tes Geheim­rates das ater doch nicht mihzutx-r'iehen war. Da brach Maria Würhahn In baute« Hammern au« Kurt Holtenau starrt« mit xulamtnen- gekniffenen Lippen. Falten aui ter zerlchundenen Stirn, vor sich hin.

18.

Han« Wärhahn hatte mit Großvater «m elf »a Mittag gegellen. war dann auf die Feitet ,ur Aufsicht geritten, der Cclonomkiat zur Sitzung be« Aufsichtsrates ter Zuckerfabrik nach Wabern gefahren Die Herbst sonne brannte tem jungen Blut wohlig auf ben Rücken Die Beine lang auSgesticckt Iah er im Sattel und pfiff ein Stete chen Ach ja. er Halle es bofo verteufelt gut, h'.auchle nicht al« Knecht fotntenn Pflug zu hol­pern, den Sterz in ter Hand D o*'vater war ter Mann, der da« du ch feine Tüchtigkeit erreicht batte. Hnb zu rauck-en hatte er nichts in ter Tasche Da« war augenblicklich da- einzig Be­trüblich«! Näher an Fritzlar al« an ?u Haufe war er aut Warum sollte er nicht nach ter Stabt reiten unb sich ein paar bessere Zigarren kaufen V Heber ten Ercrzierr latz hinüber war auhertem ein fchöner Galopp Also lo«! Die FuchS'iul« nmh'.e nick'!, wie ihr geschah, fo rannte ihr Han« bie Zinken in bie Weichen Al« er an dem Cak te" Schwell-in Knatz tx>rilb'rri*t »Hinten attxri Marbu ger Schulkameraden, F rylarcr Kin­der, au« der Tür.

.Hatloh. alter ?u~gc. runter vorn Schinder, Dir'haben uns wohl clliche« zu erzählen!"

(Fortsetzung folgt)

a. D Dr Koch Es ist unser« wie Ratbenau bi« Wege zu _____ einig barüber, bah wir keine jtotaftropfoenpoliiif wollten, bah wir eine mög­lichst hnchgualüi-.ierte Regierung wünschten, unb dah wir bie grobe üegicrunqebafi« anstrebten Der Rücktritt Dirth« sei zu spät erfolgt unb man foabe Im übrigen sogar i i Genf erklärt, es Halle noch manche« für Deutfchlanb gerettet werten können, wenn er frütei gefchef'en wäre Sa« Zentrum sei In dieser Frage norangegangen. unb 3entrum«kutt hätten ten Rücktritt Dr. Dirth« zuerst für notwendig erklärt Dic ternokrallsche Fraftion werte vielfach von einer energischen Politik abgcbaltcn. to*U man will7, bah in ihren eigenen Reiben sich Leute fänden, die ter Partei toi ten Rücken fielen, wenn sie irgentelnc Tor­heit ter Svztaltemokratte nntmachen wollten Es wäre nötig gewesen, ter Entente zu zeigen, bah unter ihrem unerträglichen Druck dic Vertreter eine« eb>lichcn Er üUung«mUbn« in Deutschland sich nicht burchfehen könnten Die grobe Koalition müsse kommen, unb sie müsse haltbare Verhält­nis'- schallen, bamil bie Regierung arbeiten kann, unb damit tem Volk das Parteiwesen nicht vollend« ucrekelt werte. E« fei ein grober Fehler, glauben, die Sozialdemokratie fei einer starken Demokratie günstig gesinnt; die Volk«partei fei für bk Demokraten mindestens ebenso wichtig.

dem hiesigen Zweigverein so reichlich auSge- stattete ..Tischlein deck dich" zur Verlosung gelangte. - Heute fand gemeinsamer Kirch­gang und darnach eine Besichtigung der Klosterkirche statt.

Hcssett'Raftau.

fpd Frankfurt a. M 14 Non '71t 11 lionenbetrügetelen Dr-i 3üng \t «grtjn- beten zwei Ledcigro hanblung n Der Sabril» arbeiter Karl Hartmann lieb 114) als Inhaber bei Letergrof hanblung Hartmann zu Schwen- ninacn in bas Hantelsregister cintrngen. Der Hilssarbcttcr Ivb Notb l er grüntet« gemeinem mit bem 19jährigen Kaufmann Albert S4>toar» in Stuttgart bie .Kommandirgefellfechaft Not» belfer Sv. Letergrvhhandlung in Stuttgart, Hiischstraste 37" Beide Firmen, natürlich a l«r Mittel bar. arbeiteten nun auf folgende Weif« unb betrogen dadurch ungezählte Ledergefchäf« um Millionen Hartmann machte bet etwa S0 2eteifirmen Beste langen von teteultnter Höhe und gab als Referenz für f .'inr 3a stungs äbhieu seine Schwester,irma Nvthelser & Eo auf Din« gab natürlich auf An'ragc ber Geschifte bie glänzenbltcn Auslünfte. so bah die Geschicke leine Bedenken trugen, dem Herrn Hartmann in Schwenningen gröbere ßetermengen s" "ekrn. Das gelieferte 2cter haben kann die tret Schwind­ler zum gröbten Teil nach Frankfurt uns Ot en- bad) verschoben unb dabei sehr bedeutende flam­men verdient Selbstverständlich dachte keiner von ihnen daran, die Lieferanten zu bezahlen AI« ihnen der Voten zu heih wurde, flüchtete das Trio unter Mitnahme von bald einer halben Million Mark Gleichzeitig nahm e« auch feine gemein,ame ..Haushälterin", die 36|äbrtge 5a- brilarbcitcrin Frau Maria Hönningcr mit in bi. Fremde. Alle Anzeichen deuten daraus hin dah sich die Betrüger abwechselnd In Frankfurt. Offen dach oder Nürnberg au,halten, fläml.iche riet Flüchtlinge haben sich vor ter Flucht neu eln- gcfkitei und tragen Brillantringe auf ten nicht gerate brillantringfähtgen Singern.

mc Frankfurt a. M.. 14 Nov Ein ibige« Verbot Der Paliz lpräsi>ent

Professor S erlaub (I^na) erklärt: Wir haben bisher aus ter Ovvolltion nur taktische Erwägungen gehört. Die Forterung. bah Wirth bleiten lolle, kam von ter Sozialdemokratie aus innervolitifchen Grünten, weil sie mit Wirth Me Steuern machen wollte.

Staatssekretär a. D. Haubmann (Stutt­gart) Anstatt über bringente Taqesfraqen zu sprechen ist die uns zur Verfügung stehende Zeit blockiert durch eine rückschauend« Krillk Durch alle biete Ausrinantersctzungcn wird bie Partei nicht gestärkt; cs wäre klüzer. wichtigere Fragen, wie Steuern, Markkurs. Privatisierung ter Reichseisenbahnen zu bebanteln! Haubmann legi bann bk Haltung ter Reichstagssrakllon noch einmal in allen Einzelheiten bar unb betont, bah sie burchaus konsequent gewesen fei.

KreiS Büdingen.

tz. Hirzenhain, 13. Rov. Der D e u t - sche Abend, den der hiesige Zweigverein des V. H. E. gestern mit seinem vierzigsten Stiftungsfest verbunden hatte und der sich eines sehr zahlreichen Besuches erfreute, nahm in allen Teilen einen schönen und gemütlichen Verlauf. Der 1. Vorsitzende des Vereins. Herr Stein, begrühke die zahlreich erschiene­nen Gastvereine. Er hob hervor, dah Hirzen­hain einer der ersten One gewesen sei, in

Ihr kht cuch ja bte landschaftlichen Schön­heiten gar nicht an," fagte Maria lachend zu ben Verlobten.

Holtenau behauptete, hab die grob e Schön­heit doch kine Grete sei unb bte bestaune er ohne Untcrlab. Hnb im übrigen mach« bie frische Luft tüchtig Hunger, eS lei doch wohl Zeit, nach Dil- bungen zum Esten zu fahren.

Ser Lenker bekam ten Befehl, mit hochst­zulässiger Geschwindigkeit loszura'en .

Durch das Dorf Alt-Wildung-n windet sich bie Landstraße in steilen Kurven nach Bad Dil- bungen hinab. Als ter Kraftwagen eine Bie­gung nahm, kam ihm ein anderer Kraftwagen entgegen, und in ter Kurve stand ein bote«. mit Stroh telateneS Gefährt, testen 5»u'<ter d e Pferde D.tto aufen lieb. Im TLugcrb. dc warS geschehe". Holkmaus Wagen tarn beim Brcm en und Ausweichen ins Rutf-chen, die beiten Kraft' wagen fliehen zusammen, nicht allzu hem, av.r es batte genügt, die Insassen aui den '2?-aflen M schleudern. Srele Wärhahn fiel zwischen Die Pferde des Strvhwagens. die durch ben ^u- 'ammenflDb. Tuten unb Dasadlallcn lehr un­ruhig geworden waren. Das Hanbpferd teilte rin paar Mal au*, ohnmächtig, mit blututer- firömtem Gesicht, tas Nascntein n>ar eing^la- bte rechte Wange Ilaffenb aufgerif'en. tourte Drett Wärhahn uiter ten Pfeeten v^rgezo e i Sie übrigen Insassen hallen sich nur Hautabschur-

die Leistungen deS Verein« gab. Der Berel» hat sich in den letzten Zähren in erfreulid er I Weise vergröbert, die Zahl der Mitglieder beträgt zur Zeu etwa 120. 21uch Herr Link- Rudingshain, der 2. Vorsitzende he« GesamtvereinS. war erschienen, um dem Zubel- vcreln beste Grübe und Giuckwunsche des Ge-

i Prof. Dr Schmoll- In von vaterländischem Geiste getragenen Worten gebäht.' er b:r Herr- Irchen Bergangenheii tes Bat r.ante3. ,<ri.acr:e bie Tloi und Vrrderdnis ter Ge j rvari und er­mahnte i-te Zuhörer, mitzuwi cken an te n Wiederaufbau einer besseren Zukunft. Lcbha t<r Beifall folgte dieser Rete. Sekretär Kirchner überreichte sieben Ehrenurk-inden für 25jä.,ri.ic Mitglie. schäft Einen würdigen A.-fchiu} fand bie Feier durch die Xilfabrunj te» zeilgemäfien Vollsstückes .Schuster 2am,»e". Le ha tc i Deifa l