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"Preisrückgang in Thüringen. Seit einer Woche sind die Preise für freigehandeltes Getreide immer mehr zurückgegangen. Während anfangs für Weizen 240 bis 250 und für Koggen 185 bis 190 Mark gezahlt wurden, sind die Preise jetzt wieder heruntergegangen und betragen für Weizen 200 und für Koggen 184 Mark. Die Preise werden wohl noch weiter weichen, wenn erst der Bus- drulch in größerem Maße einsetzt. Auch die Kar- tnf felpreife gehen zurück. Jetzt ist in Thüringen bereits der Preis auf 55 bis 60 Mark gefallen und Schlesien meldet Preise rfbn 35 bis 40 Mark, ebenso andere Provinzen. - Mit Kücksicht auf die sinkenden Mehlpreise Hot die Bäckerinnung Hannover den Preis für das markenfreie Brot um 50 Pfg. (für ben ßaib herabgesetzt Ebenso ist der Preis für Wm-enbrotchen auf 25 Pfg. ermäßigt worden.

vsrnotizen.

- lege skalenberfür Donnerstag: Vostkellcr, R' . Uhr, Mitgliederversammlung der Deutschnationalen Dolksportei. - Cafe Keuß, 8 < Uhr, Keriammlung der Demokratischen Frauengruppe.

Deutsch nationale Dolkspartei. Dei der Heute f Donnerstag) abend im Postkeller hatlsindenden Dersamrnlung wird über den Keichs- Parteitag in München berichtet werden.

Bolksunterhaltungsabend. Der Cvang. '.! r b e 1 e r o e t e i n hat in den letzten fahren auf kern Gebiete der Volksbildung wesentliches ge- liftet. Er versucht besonders seine Mitglieder und ,ireunbc für gute Musik und Literatur, sowie be- uiibers ausgesuchte theatralische Darbietungen zu interessieren. Auch bei dem am Sonntag, 2 5. Sept, abends in der Turnhalle stattfindenden Dolks- unterhaltungsabend ist diesen Bestrebungen n bester Weise Kechnung getragen. Neben musika« ischen Darbietungen wird Frau Mendelssohn-Bar. bolbn mit Rezitationen aufwarten. Weiter sind vor- «sehen Lieder zur Laute, Deklamationen in hessischer Kundart, Märchenaufführungen, sonstige theatralische Darbietungen «sw., so daß auch diesmal den Besuchern ein genußreicher Abend beoorsteht.

(Eine kreishandwerkerversamm- I Mn q wird am nächsten Montag vormittag im Hotel Subern abgehalten. Sydikus Schüttler- Darm­stadt wird Ober die N e u o r g a n i s a t i o n des Handwerks sprechen, Architekt K e p p - Frank­furt a M über die Kranken- und Sterbe. Kasse für selbst. Handwerker und ® e. n> c r bje t r e i b e n b e.

Landkreis Wietzen.

f. Londorf, 14. Sept. Dor acht Sagen traten die Qfrbeiter derHessischen Steinbrüche" wegen rte>bnftretHgteiten mit der Firma in den Aus - ft a n b Nachdem nun eine Lohnerböhtlwg von 20 Prozent gewährt wurde, gingen die ©treifenben heute wieder an die Arbeit.

Äreie Alsfeld

up. Wettsaasen, 14. Hept. Auch unter Ort bat ein älmschaltungsgebäudc für die elektrische Licht» und Araf Heftung erhalten. Dav Aufstellen der Masten führt vor unterem Ort über einen Baialthügel Hier mußten starke Sprengungen vorgenommen werden Da die Dei- ttrführung der Leitung auf Schwierigkeiten ge­stoßen ist, konnte bis heute die Stromführung noch nicht beendigt werben.

Kreis Kriedbcrg.

:: P o Hl-Göns, 14. Sept Aachdem erst kürzlich die hiesige evangelische Gemeinde an frei­willigen Gaben über 6000 Mk. zurNeparatur der Orgel aufgebracht hatte, bat nunmehr der Ktrchenvvrstand und die kirchliche Gemeindever­tretung unter Vorsitz von Pfarrer Naumann be­schlossen. für die zwei abgelieferten Glocken ein vollständig neues Geläute von drei Vronceglocken anzuschaffen Gin entsprechender Vertrag wurde mit der ©Ixxfcngiefterci Schilling in Apolda abgeschloffen und die Gemeinde hofft, bis Advent die neuen Glocken zu haben

Hessen-Nassau.

mc. Frankfurt a. M., 14. Sept. Eine Frankfurterin hatte vor dem Kriege einen Franzosen geheiratet, kehrte aber bei Beginn des Krieges nach hier zurück und lebte in wil­der She mit einem Kaufmann, der vier Zun­der entsprossen. Da die Che mit dem Fran­zosen noch nicht geschieden war und die Mut­ter starb, galten die Kinder als dem Franzo­sen gehörig und wurden nach Metz abtranSpor» tiert. Nun ist ein Streit zwischen den Metzer Pflegeeltern und der Stadt Frankfurt entstan­den, da beide die Versorgung der Kinder ab- lehnen. Hoffentlich findet sich eine treue Seele, die sich der armen Kleinen annimmt, die wirt­lich schwer unter der Sünde der Mutter leiden.

mc. Frankfurt a. M., 14. Sept. Das Mieteinigungsamt hat sich gestern mit der Frage beschäftigt, wer die neuenStra- tzenreiniaungsgebühren zu zahlen habe. Man kam zum Entschluß, sie wiederum dem Mieter aufzubürden, jedoch mit der Ein­schränkung, daß in Häusern, die der Besitzer selbst verwaltet, die Parteien, also Mieter und Vermieter, die Gebühren anteilmäßig zu tra­gen haben.

spb. Flörsheim, 14. Sept. Die Unter- suchung über den Eisen bahn unsall in der Nähe der hiesigen Station hat festgestellt, daß eS sich um einen Fall handel», der sehr leicht von schweren Folgen hätte begleitet sein können. Der Unfall erfolgte durch den Achscnbruch

an einem Schlafwagen in dem von Köln nach granffurt nachts hier durchgehenden D-3ugc_ «ine ganze Strecke weit über 200 Meter lief der Schlafwagen einseitig außerhalb des ©leite? und bog die Schienen auseinander. Zum Glück war der Schlafwagen von Neifenben völlig unbefeht

Gerichtssaal.

fpd Saarbrücken, 14. Sept Das hiesige S o nd er ge richt fällte einen ttrteilSfpruck. der weit über den Nahmen feiner bisherigen Tätigkeit hinausgeht unb für die Allgemeinheit von größtem Intereste ist. Der Epezialarztfür Frauen­krankheiten. Dr. Nüttermann «Saarbrücken) hatte an der Frau eines Oberbahnhofsvorstehers eine Operation vorgenornmen. die etwa 45 Minu­ten in Anspruch nahm unb dafür 500 Franken, nach dem damaligen Kurse 2700 TOt. liquidiert. Später mußte sich die Stau in einem Krankenhaus einer dreistündigen Operation unterziehen und dann dort noch 26 Tage zubringen, wofür sie im ganzen nur 3000 Mk. zu zahlen hatte Der Ehe­mann stellte gegen den Frauenarzt Strafantrag wegen Preistreiberei. 3n der Gerichts­verhandlung wurde festgestellt, daß der Frauen- arxt nach der Aerztegebührenordnung höchstens 1300 Mk. berechnen durste. Der Staatsanwalt bc antragte gegen den Arzt eine Geldstrafe von 25 000 Mk. wegen Preistreiberei Das Gericht ver­urteilte Dr. Nüttermann zu 16 000 M!. Geldstrafe und hob ausdrücklich hervor, daß es die Ausgabe habe, die Allgemeinheit gegen jede Ausbeutung zu schützen, ganz egal ob ein Schuster, Schneider, ober etn Arzt in Frage komme

Wandern unb Reisen, Bäder.

Gautag btt Fahrenden Gesellen

Hirzenhain. 14. Sepi. 3n großer <jahl verließen die Qungmanncn des Deutschnatio nalcn HandlungsgehilfenVerban des im Main-Weser-Gau am Samstag abend mit Fahnen und Wimpeln den Zug und zogen, begleitet von der Hanauer Stadtkapelle, unter Leitung des Kapellmeisters Ackermann aus Ortenberg, nach der Kantine, innerhalb einer Stunde waren die mehr als 500 Teilnehmer and Gäste in Scheunen und Einzel bleiben untergebracht, so daß sich schon gegen 10 Ubr der Fackelzug unter Vorantritt der Marschmusik durch das Oert- chen nach dem Fest Platz auf dem Berge unter­halb be£ Hofes Luifenlust in Bewegung setzen konnte. Nach Ankunft auf dem Festplah erfolgte die Begrüßung durch den Hugendobmann Noa aus Wiesbaden und den Ortsgruppendorsitzenden Weitzel aus Hirzenhain. Unter Abkingen des Liedes Stamme empor" wurde der Holzstoß

angezünbet Wieder setzte sich der ganze Zug in Bewegung, bergab dem Dörfchen zu. um der Nüttli-S^me aus .Wilhelm Test" zuzuteden. -Um­lagert von der ganzen Hungmannschaft mit ihren Fähnlein, Wimpeln unb Fackeln ging die Szene flott über die Naturbühne. Nach Wstngen des Niederländischen DantgebeteS wurde um Mitter­nacht der Marsch nach den Bleiben angetreten. Sonntag früh wurde auf dem Berge ein F e 1 b - gotteSdienft abgehalten, bei dem der Geist­liche des Ortes. Pfarrer Schrimpf, sprach. Gegen 8 Ubr begannen die turnetifchen Wett- kämpfe, die bis gegen Mittag dauerten. Das Wettschreiben in Kurzschrift schloß fick an. Am Nachmittag wuchfellen Neigenspiele der Hirzenhainer weiblichen Hugend mit dem ^irhiet de. Fahrenden Gesellen. Wettlaus "der Aller' Hcinflen. Lautenspiel und Speerwerfen ih bunter Folge ab. Gauvorfieher Stadtv. öd>cl i in airs Frankfurt a. M hielt die Festrede, die in der Aufforderung gipfelte, den Bruderkamps im deut­schen Vaterland einzustellen, um zur deutschen Volksgemeinschaft «zu kommen.

Vermischtes.

Görlitz, 14. Sept. (DDB.) Die Unter­schlagungen von Stempelmarken bei dem hiesigen Hauptzollamt fanden, wie der®&r- liher Anzeiger" meldet, Aufklärung. Als Däter wurde der Oberzollsekretär Semper, ein lang­jähriger Beamter des Hauptzollamtes ermittelt, der in seiner Eigenschaft jederzeit zu den Stempel markenfchränlen Zutritt hatte. Semper hat bei der Vernehmung das Geständnis abgelegt und angegeben, daß er die Unterschlagungen schon 56 Jahre betrieb. Er sei durch Not und Krank heil in der Familie dazu getrieben worden. Die unterschlagenen Stempelmarken verkaufte er im regelrechten Geschäftsverkehr. Der Wert der unterschlagenen Stempelmarken erreicht nahezu die Summe von 800 000 Mk., doch will Semper sich widerrechtlich nur 30 000 Mk. angeeignet ha­ben 3n seiner Wohnung wurden 12 000 ÄR, vorgefunden. Semper befindet stch in Hast.

Kirchliche Nachrichten.

Fsrael. Neligivns - Gesellschaft. Sabbatfeier, 17. Sept. Freitag abd 6.10. Samstag Dorrn. 8.00. Nachm. 4.30. Sabbatausgang c.25 Wochengottesdienst: mvrg. 6.30, abds. 6.00.

Gießen, Öen 15. September 1921.

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Danksagung.

Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgange unserer lieben Entschlafenen, für dir trostreichen Worte des Herrn Pfarrers Groht am Grabe, sowie der Krankenschwester und den Schwestern des Kath. Schwestern­hauses für die liebevolle Pflege sage ich hiermit herzlichen Dank.

)oh. Heinrich Bellos.

Gestern nachmittag 81/, Uhr entschlief saust nach langem, schwerem, mit großer Geduld getragenem Leiden mein innigst» geliebter, unvergeßlicher Mann, unser guter, treusorgender ®ater, Bruder, Schwager und Onkel

August Kretz

tut Alter von 38 Jahren.

M tnroetnöen fllntetöliehenen.

Gteßen (Steinftr. 63), den 15. Sept 1921. Die Beerdigung findet Samstag nachmittag 31/, Uhr auf dem neuen Friedhof statt. 0lMe"

A Wir erfüllen hiermit

SWÄÜ die traurige Pflicht, die

Rometaben von dem Ab leben unseres werten

V Kameraden

M Uw r Herrn

k-toSy? Johann Lapp

n Kenntnis zu fetzen mit der Bitte, üch zu der am 1 ß. Sevt.. nachm. 8 Uhr, stattffn denden Be­erdigung auf dem neuen n-riebbof reckt zahlreich etnznffnden. Der Vorstand.

Gießen, den 15. Sept. 1821.*v

Köbgen, den 14. September 1921. »«'

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Sonntag den 18. September, vormittags 9 Uhr, findet im »Hotel Großherzog- in Gießen eine ollfltin. MitSMmrktt-Dki'samIniiü statt, zu der auch Kichttnitglieder (OTifftSranmärter) herzlich eingeladen werden. Vertreter aller Parteien sind gebeten, an der Versammlung teilzunehmen. Tagesordnung:

1. Vortrag über:Der Kampf um die Zivilvcrsorgung"' Referent: Kamerad Kn och, Ortsgruppe Kassel.

2. Neuwahl d. Ortsgruppenvorstandes (durch d.Verbots.d.Reichswehr). Mr erwarten zahlreichen Besuch der Militäranwärter aus allen Berufen, und zwar aus Gießen und Umgegend.

Der Vorstand der Fachgruppe Eisenbahn des Reichs- wirtschaftsverbandes deutscher ehemal. Berufssoldaten.

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Verpächlcr- Versammlung findet Samstag, 17. September, nachmittag 37« Uhr im Hotel Hopfeld, Bietzen statt

Alle Verpächter von landwirtschaftlichen Grundstücken werd, hierzu ergebens! eingeladen. Der BerpSchter-Derband Sitz Bietzen.