Freitag, 15. Juli 1921
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen)
Zweites Blatt
Nr. 163
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über die
Ortspolizei.
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Hertha, nach Fürstenhaus zur Gesellschaft hinaus, dort zugestettt wurde. Lord Darnah ha^ sie mir Dann ist sie euch hier nicht im Wege. Willst Mort nachgesandt. Daraufhin hielt ich e« für du si^ mir Mwerttauen. Riwiger?" meine Pflicht, den Aufenthatt dort abzubrechen
Rüdiger beeilte sich, zu versichern, wie dank- und heimzutehren. Mit der Eisenbahn wäre dies har er fei und wie gern er ihren .Opfer- allerdings nicht fo rasch gegangen. Ader ich trat
(Nachdruck verboten.)
7. Fortsetzung.
vormittag 9>/, Uhr.
Schluß 1.15 Uhr.
in Paris mit Herrn Ruhland zufammen. der soeben im Degrifs stand, gleichfalls die Heimreise nach Wolkenriet, und zwar in einem neuen, famosen Tourenauto anzutreten. Er lud mich ein, mit ihm zu fahren, was ich dankbar annahm. Ss war die reine Rekordfahtt. Och glaube nicht, daß uns irgendein Exprehzug der Welt hatte einholen können. Herrlich war es!"
Abg. Drau er (Hess. Dp.) wünsch! einen Zuschuß an die kleinen Gemeinden für die Polizei
bar er sei und wie gern er ihren .opferbereiten" Vorschlag annehme, was Hertha ein
tags für 1921 wird debattelos genehmigt.
Cs kommt zur Beratung des Gesetzentwurfs
Damit ist auch der Staatsvoranschlag in zweiter Lesung genehmigt, auch das Finanzgesetz wird in zweiter Lesung angenommen. Der Voranschlag des ß a n o -
Der Fürst rauchte eine Weile schweigend Dann sagte er verstimmt: .Und doch ist es mir gar nicht lieb, daß du diese Gefälligkeit von Ruhland annahmst."
.2lbcr, Papa! Wo Ruhlands Sohn Waldemar mein bester — ja, ich kann sagen einziger Freund ist, und ich bei Ruhlands tote em Kind vom Hause bin!"
„Leider! Du weiht, ich sah den Verkehr mit diesen jungen Leuten nie gern. Als ob ich ahnte, daß er doch eines Tages ein Ende werde haben müssen! Mißversteh mich nicht," fuhr er au) eine Bewegung Rüdigers hin rasch fort. >Ich bin nicht ganz so blind tote Anneliese und ver- stehe sogar bis zu einem gewissen Grade deine — sehr modernen Ansichten über menschliche Gleichberechtigung, wenn ich sie auch niajt teile. habe dir ja auch diesbezüglich stets ganz frei? Hand gelassen. Wir wollen allo nicht darüber streiten, ob Geistesadel dem Geburtsadel wirklich gleichwertig gegenübersteht, ober ob die Ruh
spöttische« Lächeln entlockte.
Magelo opferbereit?!" dachtte sie amüsiert. .Ost'er denn mit Blindheit geschlagen, daß er nicht merkt, wie sie ihm damit nur Gelegenheit geben will, öfter im Fürstenhaus vorzusprechen?" Aber sie schwieg. Aus ihr Urteil hörte ja doch niemand. Cs wurde noch ausgemacht, daß Magelone Dv am nächsten Morgen inS Fürstenhaus abholen sollte, dann brach sie auf, und die anderen folgten ihrem Beispiel.
Otur Rüdiger blieb bei seinem Vater zurück. Beide Herren pflegten, wenn Rüdiger auf Grafenegg wellte, stets vor dem Schlafengehen noch eine Zigarre gemeinsam zu rauchen und ein Stündchen gemütlich zu verplaudern.
Als sie nun allein waren, sagte der Fürst' .Du hast mir noch nicht einmal erzählt, wie es dir möglich war, so bald zurückzukommen, Rüdiger Du kannst die Depesche, in der ich bir Den Tod Onkel AchimS mitteilte, erst gestern erhalten haben, und auch die beste Zugverbindung konnte es doch nicht ermöglichen, dich schon heute nach ©rafenegg zu bringen? Oder befandest du dich bereits auf der Rückreise und wußtest gar nichts wn dem Todesfall?"
Doch Zch fuhr vor einigen Tagen von London nach Paris, wo ich noch eine Woche bleiben sollte, als mit gestern vormittag die Depesche
lands, die hundert Jahre auf der eigenen Scholle sitzen, Millionen zusammenscharrten und in ihrer Art dem Lande eine Gewettet hnastie schusen, unS gleichberechtigt sind oder nicht. Was mich bedauern lädt, dah du gerade jetzt eine Gefälligkell von Ruhland annahmst, ist nur die Tatsache, daß morgen früh beim Preisgericht eine Klage von mir gegen Rußland eingebracht wird, die natuv- gemäß von selbst alle freundlichen Beziehungen zwischen ihnen und uns enden muh."
Rüdiger starrte seinen Vater sprachlos an Endlich rang es sich bestürzt von seinen Lippen „Du llagft gegen Herrn Ruhland?"
„3a — gegen ihn und feinen ältesten Sohn, der Mitbesitzer der Ruhlandschen Gewerke ist."
.Aber warum denn? WaS haben sie Dit getan ?"
.Nichts. Aber ich muh mich an sie hallen, wenn ich zu meinem Recht kommen will. Dv weiht bock» vermutlich, dah sie vor kurzem von bei Gemeinde Wolkenriet die ganze Buchau, die sie bisher nur gepachtet hatten, käuflich ertoorber haben?"
.Gewih. Aber ich begreife nicht. . T
.Hast du vergessen, dah die RothersteinS aut Grund eines alten LehenSvertrages ein Servitut an die Buchau besitzen?"
Rüdiger fuhr sich über die Stirn.
„ilnb wegen dieses Servituts, das toahv» scheinlich gar keine Gültigkeit mehr besitzt und überhaupt kaum von Belang sein kann, willst dtz dich nun in einen Prvzeh mit den Ruhlanb« ein* lassen?" sagte er endlich ungläubig.
(Fortsetzung folgt)
DaS .Rauhbeinchen", wie er es in Gedanken nannte, ins Kloster stecken? Er dachte einen Llugen- blick nach. Die inbrünstige Leidenschaftlichkeit, mit der sie ihn gebeten hatte, nach Monrepos zu- rückkehren zu dürfen, fiel ihm ein.
.Nun, ich meine, damit bat es ja noch Zeit," Tagte er endlich. .Die Kleine scheint ja allerdings Einsamkeitsgelüste zu haben, aber man muh doch erst sehen, ob sie gerade für den Sooft er- beruf geeignet scheint!"
Die Gräfin sah ihren Schwager starr an. Hatte er denn ganz vergessen, dah Monrepos der Familie verloren ging, wenn Dorothea nicht ins Kloster ging Y Wollte er sie etwa erst fragen und ihr die Wahl überlassen?
21nneliefe lachte trocken auf.
Ola ich gratuliere dir, Karola! Denn Dir fällt "dann die Mission zu, diese Tochter der WiD- nis zu betreuen. Für meine Person erkläre ich gleich, dah ich keinerlei Notiz von ihr zu nehmen gedenke^ bu überhaupt je von jemand oberem Ilotiz nähmest als von dir selbst! warf Hertha bissig ^ein. ^^ch nicht Äinöer,“ tagte nun Magelone, Die sah, wie peinlich Rüdiger die Sache war, rasch. »Gebt sie doch einfach mir, statt
Die hierzu vorliegenden Vorstellungen werden1 für erledigt erklärt
Das Gesetz über die Ortspolizei wird hierauf auch in zweiter Lesung gegen 6 Stimmen angenommen.
Die beiden Vorlagen, betr. Einstufung der Beamten der blauen Polizei und der Gendarmerie werden ebenfalls In zweiter Lesung angenommen.
Es folgt die erste Lesung der Regierungsvorlage, betr. die
Pachtschutzverordnung.
Die einzelnen Paragraphen des Gesetzes werden mit geringen redaktionellen Aenderungen nach den Ausschuhanträgen angenommen, die hierzu vorliegenden Vorstellungen werden für erledigt erklärt.
Das Gesetz wird sodann auch in zweiter Lesung ohne Debatte genehmigt
Darauf wird vertagt. Nächste Sitzung mvr-
Die Nothersteins.
Roman von Erich Ebenstein. Copyright 1919 by ©reiner & Comp.» Berlin W 30.
fast nur männliche Mitglieder sind, die Ort«- Iranfenlaffcn haben dagegen die schlechten Risiken der Arbeiterinnen uTto
Abg. Delp (©da.) tritt ebenfalls für die Auflösung der Betriebskrankenkassen ein.
Abg. Knoll (Ztr.) stellt fest, bah auch er für Vereinheitlichung des Krankenkassenwesens cintritt Für die Haltung der Fraktion in dieser
Verein sagen, dah er während dieser langen Zeit Schönes geleistet habe. Stets war er bestrebt dem Zuge der Jugend nach immer neuer Betätigung nicht entgegenzustchen und für den Ausbau Der körperlichen Ertüchtigung des Volles vorbildlich zu wirken. Sein Gut Heil galt dem deutschen Daterlande und der deutschen Turnsache. Der
Barren. Alles zeugte von einer ausgezeichneten Schulung Beigeordneter' Dr. Seid übermitteln die Glückwünsche der Stadt, Seine Magnifizenz der Rektor Pros. Dr von Eicken diejenige der Unioerfität, Turnlehrer Braun- Frankfurt a. M. überbrachte die Grühe und Glückwnschc de« Kreise« und des ZeldberagaueS und überbrachte Den verdienten Turnern Heusei und Daubel Den
Zu Kapitel 63: Geophysikalischer Landesdienst, werden 15 000 Mark nachträglich für das Werk „Erdmagnetische Messungen" bewilligt
Zu Kapitel 57a: Förderung der Kunst, wird ein Gesuch der Arbeitsgemeinschaft für Kunst um Bewilligung vorerst abgelehnt, für eine Ausstellung von Kriegsgedenkzeichen in Mainz wird der nachgesuchte Zuschuh bewilligt.
Präsident Dr. Strecker begrübt den Zu- sammenschluh der hessischen Künstler und beklagt es, dah Dem Landesamt keine Fonds zur Unter- stützung in einzelnen Fällen zur Verfügung steht.
Abg. Dorsch (Hess. Dp.) wendet sich gegen die moderne Äunft.
Abg. Schorn (Ztr.) bestätigt, dah die Ablehnung der 100 000 Mk. nicht aus Mihtrauen erfolgt ist, sondern weil eine allgemeine Bewilligung nicht angängig set — Kapitel 84, Ar- beitsnachweistoesen ufto., totrb debattelos genehmigt. Damit sind die sämttichen Kapitel des Voranschlags in erster Linie genehmigt.
Das Finanzgesetz wird in erster Lesung angenommen.
Gegen die sofortige zweite Lesung des Steuervoranschlags erhebt sich kein Widerspruch. Eine Anzahl von Kapiteln werden ohne Debatte er- ledigt.
Abg. Engelmann (Soz.) erhebt Widerspruch gegen die Einstellung eine« Staatszufchusses in Kapitel 12:
DetriebSkrankenkasse.
Abg. Knvlr (Ztr.) bestreitet das Recht des Staates, die DetriebSkrankenkasse von sich aus aufzulösen, da der Ausschuh der Kasse sich einstimmig gegen die Auslösung ausgesprochen hatte.
Finanzminister Henrich begründet die Haltung der Regierung in dieser Frage. Die Rechtsfrage ist eingehend geprüft worden. Die Regierung ist bereit die Aufhebung der DetriebS- krankentasse zu betreiben, aber das kann nur auf einem gesetzmässigen Wege erfolgen.
Abg. Knoblauch (Soz.) tritt für Ablehnung deS Zuschusses ein und bestreitet Der Regierung die gute Absicht. SS muh einmal ganz energisch die Torlegung eine« Geschäftsberichts verlangt werden. Dah wir heute wenig leistungsfähige Landkrankenkassen haben, ist Schuld des Zentrums. Die Ortskrankenkasien können heute dasselbe leisten wie die staatlichen Detriebskranken- kassen.
Abg. Dr. Osann (D. Dp.): Aus dieser Frage ist jetzt eine politische Frage gemacht worden. Der Kernpuntt der Sache ist, dah die Sozialdemokratie nicht Krankenkassen dulden will, die auherhalb ihres Machtbereichs liegen. Auf jeden Fall wird hier der Dersuch gemacht, eine Frage des Rechts durch einen Machtspruch zu losen. Die Auflösung der Kassen läht sich gegen die reichsgesetzttchen Bestimmungen nicht durchführen, selbst nicht durch einen Deschluh des Landtages, vielleicht durch Derweigerung der Mittel.
Abg. Widmann (Soz.) verwahrt sich gegen den Dorwurf, dah die Sozialdemokratie die Be- triebskrankenkassen unter ihren Einfluh bekommen wolle. Der Hauptgrund für die Forderung Der Auflösung ist einmal der teure Apparat, andererseits der HmftanD, dah in der Betriebskrankenkasse
Hessische Volkskammer.
106. Sitzung.
St. Darmstadt. 14. 3uli 1921.
Am Regierungstisch: Staatspräsident 111 - r ich, Finanzminister Henrich und Regierungs- fommisiare
Präsident Adelung eröffnet die Sitzung um 9.50 Min. Auf eine
kleine Anfrage
des Abg Dingeldeh (D. Dp.) wegen des von der Interalliierten Rheinlandkommis ion ge- handhabten Weinzolles, der einen Erdrosfeiungs- oersuch de« deutschen Weinbaues darstcllt, er- widert ...... _ .
Finanzminister H e n r i ch, dah die Regierung die Gefahr nicht verkennt, die dem Weinhandel und der Weinprodultion durch diese Derordnung droht Sie wird umgehend bei der Reichsregierung arrt dem vorgeschriebenen Wege gegen diese durch- au« anfechtbare Derordnung Protest einlegen und Die Reichsregierung um Einleitung aller Schritte ersuchen. Die geeignet sinD, eine Schädigung dieser Kreise zu verhindern.
Auf eine Anfrage des Abg. Dinge Idey <D Dp.) wegen Störung eines Gottesdienstes durch einen Demonstrationszug der Sozialdemokratischen Partei, erwidert der Staatspräsident, dah besondere Mahnahmen nicht beabsichtigt sind, aber durch Festlegung des Weges derartiger Umzüge soll eine Störung von Gottesdiensten verhindert werden. m ,L
Auf Die kleine Anfrage Der Abgg. Reiber, Balser und Gen., betr. Belästigung von Frauen durch französische Soldaten bei Griesheim, antwortet Staatspräsident Ulrich:
Der Regierung sind in den letzten Wochen zwei Fälle von Angriffen durch Angehörige der Besatzungsarmee auf Frauen an Der Strahe von Griesheim nach Darmstadt bekannt geworden. Der eine betrifft die Vergewaltigung einer 71jährigen Frau, welcher öffentlich bereits erörtert worden ist, der andere betrifft zwei junge Mädchen, die von zwei Soldaten angegriffen, aber durch energische Gegenwehr und Dazwischenkunft einer französischen Patrouille mit zerrissenen Kleidern, aber ohne weiteren körperlichen Schaden davongekommen sind. Von diesem Vorkommnis erhielten die Behörden durch Dritte Kenntnis: ein Beweis dafür, day weibliche Angegriffene vielfach aus Scham eine sofortige Anzeige scheuen. Der letztgenannte Angriff erfolgte bestimmt innerhalb des besetzten Gebiets, der erstere unmittelbar an der Grenze: die Stelle konnte nicht genau festgestellt werden. Die Regierung hat die Bestrafung der Täter von Dem französischen Oberkommando verlangt Wegen der auch anderwärts vorgekommenen lieberfälle usw., und deren Behandlung
Abg. Frau Steinhäuser (6.) verlangt eine paritätische Besetzung der Zentrale für Mutter- und Säuglingsfürsorge.
Präsident Raab sagt eine baldige Verein- heiilichung zu, man müsse aber erst die Reichsgeseh- gebung abwarten, damit man nicht gezwungen wird, bald wieder Aenderungen vorzunehmen Das Kapitel wird hierauf genehmigt.
Es folgt Kapitel 30:
Kirchen.
Hierzu beantragt jetzt der AuSschuh 1. Die Ausgabe von 494 721 Mk zu bewilligen: 2. Den Antrag der Abgg. Dr. Osann und Brauer, sowie der Abgg. Schorn und Herbert bis zur Vorlage des Rechtsgutachtens der juristischen Fakultät auszusetzen: 3. die Regierung zu ersuchen, bis zur endgültigen Regelung Der Kirchensteuerfrage Die Kirchen bei Beschaffung Der vorübergtlhend erforderlichen Mittel nach Mahgabe des Bedürfnisses in geeigneter, möglichst billiger Weise, zu unterstützen: 4. Annahme DeS Antrags des Abg. 11 r ft a D t (nach endgültigem Abschluß Der Veranlagung zur Einkommensteuer die finanzielle Lage Der Religionsgemeinschaften erneut zu prüfen und je nach Der festgestellten Bedürftigkeit eine Vorlage wegen Unterstützung notleidender Kirchen zu machen). 5. Annahme des Antrags Diehl, die Kirchen vor Einholung dieses Rechtsgutachtens zur Feststellung ihrer Bedürfnisse unter Vorlage des einschlägigen Materials aufzufordern.
Abg. Reiber (Dem.) als Berichterstatter: Die Regierung erkennt einen Rechtsanspruch auf eine Erhöhung des Zuschusses für Die Kirchen nicht an, sie hat aber ein Interesse Daran, Dab Diese Fratze geklärt toirD. Deshalb solle ein Gutachten Der zaristischen Fakultät (Sieben eingeholt werden. — Dem Ausschubcmtrag wird ohne Debatte gegen die Stimme des Abg. Kiel (11.S.P.) zugestimmt.
speziellen Frage ist aber lediglich die Rechtslage Ehrenbries des MittelrheinkreiseS Der »wsite mAgebend. diese aber läßt zweifellos eine Auf- Dauvettret«. S ch n e i d e r - THbach. überb^aAe löfung zur Zeit nicht zu. Das Zentrum hat in Die Grube des Gaues Hessen. Alle sanden prackr- Hessen gegen die Einführung der Landkranken- tige Worte für die hohen Ideale der Turn,achc lassen gestimmt. Wenn der Abg. Knoblauch dem und wünschten dem Turnverein von 1846 ein toct- Zentrum den Vorwurf macht, daß es in sozialen teres Blühen. Wachsen und Gedeihen Glück- Fragen Die unzuverlässigste Partei sei, so müsse wünsche wurden serner überbracht, zumtetl unter er daS auf« schärfste zurückweisen und er be- Ueberreichung wertvoller Geschenke, von dem dauere, daß seine Partei mit einer Partei in der I Männer-^urnvcr äi Et.Yen. ^ urnllub, Schützen- Koalition zusammen arbeitet, Die Derartige Dor- vere n Ri.d:rg I 1 d> ft -XuD r p: rt^Cxt.ng er- toürfe erhebt I ein Harmome-Gemutllchkell, Bauerscher Gesang-
«„M, „„Kt „rxAmnTÄ auf hie herein, Bürgergesellschaft, Turnverein Wetzlar Unnefl Hn ^uaeben kl unD Turnverein Alsfeld. Eine Anzahl Mitglieder rechtliche Seite ^^age eim Zuzugeben sei ansehnlichen Fond«, dessen Zinsen
d« De^ebskrank nkasie ^stig r ' turnerischen Zwecken Verwendung finden
M lern eÜat Ät au/Sr att nur eine D-m Ä'-
Krankenkasse, sie sei gewissermaßen eine Zentrale J ' K '
Des Versicherungswesens und e« sei durchaus De- gne ftfbft ij t>on Der D^fchen Turnett^fi eine tätigt, daß der Staat bierfür etwas ausgibt, ^sk fü? W L LterLh Msdann'hielt Bei einer nichtamllichen Absttmmung Der Mit- _ r. h}. ^.„ho ßr ninn auf
die Stimmen Der Sozialdemokraten bewilligt.
Bauersche Gesangverein trug hieraus DaS .VolkS- lieD" von Kienzel und „Ser Jäger aus Kurpfalz^ von Othegraven stimmungsvoll vor. Alsdann konnten nahezu achtzig Mitglieder De« Verein«, Die länger als 25 Jahre Dem Vereine angehören, _____ _ . , Durch eine Urkunde geehrt toerDen. Sie Turner kosten, die Mittel für diese Vorlage werden auch Adam Bender, Zoseph Geck, Karl Heuser, Wil- vom ganzen Lande aufgebracht. Wegen dieser fjc[m Löber, Kommerzienrat Mueller, Wilhelm Ungerechtigkeit lehne er die Vorlage ab. Plank II., Johannes Roh Vach, Wilhelm Schuch-
Oberfinanzrat Emmerling begründet die Hardt, Karl Schwan, Hermann Zülch, Die me$r Beschränkung der Vorlage auf Die größeren Orte, als 40 Jahre Dem Verein ihre Treue bewahrt orhrr fJnnhfauth (Box ) meint die Be- Haden, wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt Hier- amÄrMM Sf’Ä 3 auf folgte «jtUw«
Sie Vorlage inteb hierauf angenommen gegen S^uetWe !t
6 Sttmmen. --- I ^t ju Gehör, dah er unter brausendem Beifall
zu einer Zulage fick verstehen muhte. ES folgten alsdann Die Reckübungen Der „Giehener weihen Riege" 'in Der gewohnten Exaktheit, mtt schön gebellten Pyramiden fand Der offizielle Teil se... EnDe.
prächtig zu Gehör. Hierauf begrüßte der zweite Sprecher Des Vereins, Pieper, Die zahlreich erschienenen Gäste, insbesonDere den Vertreter Der Stadt, Der Universität, Die StaDtverorDneten, Den Vertreter Des Mittelrheinkreises, den Vertreter Des Gaues Hessen unD Die Vertreter Der befreundeten Vereine. Nach dem tzemeinsamen Liede „3n Dieser hohen Feierstunde «eigte Die Madchenabtellung in ihrer netten TurnkleiDung Freiübungen, Die allgemein sehr gut gefi*r“ gut war auch Das Turnen Der Zöglinge
Turnen, Spiel und Sport.
75. Jubiläum des Turnvereins von 1846.
Die Feier fanD am Samstag Den 8. unD Sonntag Den 9. Zull statt. Durch Den Festkom- mers am Samstagabend wurde sie eingeleitet 5eftfthnmung durchwehte die schon geschmückte Turnhalle. Zahlreich waren Die MittzlieDer unD FreunDe Des Turnvereins herbeigeeilt, um Die Feier in turnerisch schlichter, aber toürbiger Weise zu begehen Ein Vorspruch, verfaßt von Mitglied Roloff, und von Turner Strack Dor- getragen, gab Der Feier eine stimmungsvolle Einleitung. Der Bauersche Gesangverein brachte als- Dann Das Lied „Dem Vaterland" von Getter
Am Sonntag vormittag 8 Uhr begann auf dem Oswaldsgarten da« Wetturnen innerhalb der Vereinsmitglieder. Eine große Zu- schauermenge hatte sich trotz der Tropenhitze eingefunden. Den 1. S i e g in der O b e r st u s e erhielt Turner Reuter, den 1. Sieg in Der Zög- fing «Hufe Turner Trexler. Diese betben erhielten Die von dem Tumllub am Vorabend gestifteten Plaketten, die al« Wanderpreis innerhalb "des Vereins alsiährlich auSzutragen sind. Der Schild, Der zu diesen Plaketten gehört, bleibt in der Turnhalle, er ist ein Werk heimischer Kunst und bei Karl Schwan, MäuSburg, einige Tage ausgestellt. Am Nachmittag fand ein stattliä« Festzug statt, an dem sämtllche Avtettungm (Mädchen, Knaben, Turnerinnen, Zöglinge unD Turner, auch ein alteS Ehrenmitglied von nahsm 80 Jahren machte den ganzen Marsch mit) fast alle in netten Turnkleidern mit dem Vereinswappen auf der Brust, teilnahmen, bot ein prächtige» Bild An der Spitze des ZugeS wurden 3 Fahnen des Vereins getragen, darunter eine von 1849. Im Philosophenwald angekvmmen, setzten die allgemeinen Freiübungen ein DaS sich anschließende Schauturnen gab allen Teilnehmern em Bild von dem turnerischen Geist, Der im Verein herrscht. Sin schönes Dlld von der Vielseitigkeit Der Turnkunst konnte jeder sehen, der Leibesübungen treiben will. Glatt und ohne Störung wickelten sich alle Darbietungen ab, Die wiederum zeugten von Der Kleinarbeit, Die Die Turnvereins vollbringen. DaS waS bei dem , ubd- f»'l geleistet wurde, ist e nMelsterstuck de unermüdlich schasienden Turnwarts Katt Erb, unterstützt von dem zweiten Turnwatt Katt Muller, und einem Stab rühriger Dorttrrner. Der Verein kann mit Stolz auf sein Jubelfest zuruckblicken. Möge er auf den betretenen Bahnen weiter arbeiten. Am Samstag Den 16. Zull findet in Der Turnhalle al« Abschluß der Feier ein Festball In der Turnhalle statt
durch Die Regierung, Darf auf Die Beantwortung der Heinen Anfrage des Abg. Dingeldey, betr. Uebergriffe Der Befahungstruppen Im besetzten Gebiet, am 22. v. MtS. im Landtag Bezug genommen werden. Die Regierung erflärt, daß keine Rede davon sein kann, daß etwa die bedauerlichen Dorkommnisie durch den Mangel an Sicherheitsmaßnahmen ihrerseits begünstigt würden. Trotzdem ist sie in Erwägungen eingetreten, ob durch weitere besondere Vottehrungen Die Wiederholung ähnlicher Vorgänge — soweit wenigsten« Da« unbesetzte Gebiet in Betracht kommt — ver- hlndett werden könne, um dadurch eine erhöhte Sicherheit für die Besucher de« Waldfttedhofs herbeizuführen.
Aus eine Anfrage des Abg. Dr. Büchner (Dem.) gibt Präsident Dr. Strecker eine genaue Schilderung Der Verhandlungen wegen Der Errichtung eine« Landesforschungsmstituts In Darmstadt.
ES wird hierauf in der Beratung des Staatsvoranschlags
fortgefahren. Zunächst gelangt zur Beratung Kapitel 36: VolksgesunDheltSpflege.
Abg. Frau H a 11 e m c r (Z.) bemängelt Die Nicht- hinzuziehung von Frauen bei Der Erledigung Der Fragen Der Volkswohlfahrt.
Abg. Frau Die rau (D. Vp.) wünscht eine Vereinheitlichung auf Dem Gebiete Der Vvlkswohl» fahrt unD eine stärkere Heranziehung Der Vereine. Es ist noch nicht zu entscheiDen, ob man bereits jetzt eine Zentralstelle für Volkswohlfahrt bilDen solle, ober ob man besser Das ReichsjugenDgesetz abwattet. Zu begrüßen ist es. Daß Die Arbeit Der Zentrale für Mutter- unD Däugllngsfürsorge gesichert tour De.
Abg. Knoblauch (S.) bemängelt Die Entscheidung der Angestellten der Epileptischen Anstalt in Nieder-Ramstadt.
Abg. Schulte (S.) fordett einen größeren Einsiuß der Städte auf die Zentrale für Mutter- und Säuglingsfürsorge, insbesondere sollten sie Einfluß haben auf die Einstellung und Defchäf- tigung Der Fürsorgeschwestern. Schenkungen für gemeinnützige Zwecke sollte man von der Schen- ningssteuer fretlaffen.


