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Nein imb tausendmal nein! (£5 mar ihr bitter ernst mit ihrem Gelübde. Was missen Su teim von dem Verhältnis, in dem mir zueinander standen! Ueberschwenglich selig waren mir mit ernannt gewesen. An Abgründen der Verzwelf- fintg waren mir zusammen dahin gegangen s indlicb bereit zu dem Sprung in die dunkle Tiefe. ki6 gab keine gälte deS Lerzen». die nickt einer vor dem mckcrn bloßgelegt hatte. Sie gehörte zu mir und ich -u ihr. ES märe gar nicht mehr m ihrer Macht gewesen, einem andern zu geben, maS längst mein Eigentum mar."

Ta- alles tarnt üh nicht b«streiten. Aber Ste werden selbst zugeben, daß ein solcher Schwur am Vorabend de- Hochzeitstage- immerhin etwas son­derbar mar. Wie halten Sie sich denn die Mögltch- keit seiner Erfüllung gedacht?"

.Lhr Bruder fönte mit derselben Münze be­zahlt werden, deren er sich für innen schmählichen handel bedient hatte. So lange wollte ste dem Namen nach seine ^-rau lern, bis e- mir gelungen war, mir etntn Künstlernamen und eine Existenz zu schassen. Tenn sie wollte nicht länger tm Elend leben. Sie mar nicht geschaffen, Armut und

9tot aus die Tauer bi ertragen."

Unb rannt Ste sich einen Namen gemacht hatten dann wollte sic sich scheiden lassen?"

«u«

''<Zck bewundere e- bafr Tie aus diesen selt­samen Vorschlag einaehen konnten. Wir gewöhn­lichen Menschen wenigsten- pflegen uns eine leiden­schaftliche Lieve ander- vorprstcllat."

(Fortsetzung folgt.)

Gießener Anzeiger (Gemral-Anzeiger für Gberheffen)

Samstag, 15. Zanvar 1921

Dritter Blatt

M. 12

steht.

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Fortsetzung 84

Hochdruck verboten.)

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en komme ioiori «I 240 Gleit».

bertstraße 26 phom Tiunui 4904 Lumpen Papier Rohprodukte täten.

' Achtung!

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die Falkner aufLinöenhöhe

Roman von Reinhold Ortmann.

kräftcn jährlich rund 600 Millwnen Pftrdekraft- üunden, entsprechend rund 450000 Millionen Ailowattstundcn erzeugen Auch hier sind die Ar­beiten soweit forläeschrUten, daß die Aufnahme

: von:

ff 18,22/. Stickstoff alpeter 16,00*/» reinos Kali

265h

Fernspr. Nr.7

1,90 Mk. pro Stück, wie er behauptet, weiter, hatte Lxrndumdvehen einen Gesamtverdienst von ns 1819 000 Mk. Die erste Sendung

mindestens 1819 000 Mk. Die erste Sendung cnvarb em Ländler von hier zu 10 Mk. da- Stück und fetzte sie am Taae daraus an einen Ländler in Grabenau zu 12,50 Mk. daS Stück ab, der seinerseits sofort 1000 Lemden nach Lwmberg zu 13,25 Mk. tnii> 3000 L>emden zu 13,75 Mk. pro Stück nach Siegen veräußerte, während er die restlichen 1000 Stück zu 17 Mk. in seinem eigenen Geschäfte verlauste, ym Zeitraum von wenigen Tagen war also der Drei- für ein Hemd von 7,50 Ml bi? auf 17 Mk. bl drNVöhe igetrieben worden. Die Angeklagten sind des Kett en ban­del's und der Preistreiberei beschuldigt. Nach kurzer Verhandlung würbe die Sach.' zwecks Ladung des Agenten, durch die der erste Käufer bic .«öemden in Frankfurt a. M. erworbeit hatte,

haben, das; ich die Wahrheit spreche. G5ruben Sie ich hätte es ohne jenen Schwur geick»ehen lassen, daß er sie zu ferner Frau machte? Vundert- mal eher hätte rch ihm das Lebenslicht auSge- blafen. Mit diesen meinen Fäusten hätte ich flm erwürgt." . _

Einen schüchternen Versuch dazu hatten eie ja, wie ich hörte, bereits gemacht. Er war nur mdt ganz nad' Ihren Wünschen au-gegangen."

L-ot er kühnen auch da- erzählt, Ihr edler Bruder? Er meinte, al- Sieger aus dem Zu­sammentreffen hervorgegangen zu sein nickt wahr? Weü ick aus dem schlüpfrigen Asphalt auSgegiitten und zu Boden geftünt war, und weü ick ihn dann unbehelligt seines Wege- gehen liest. Aber er irrt sich auch da. WaS muh zurückhielt, war nicht bie Furcht vor feiner Ueberlegenheit, sondern eS war em Wort, das Eigne mir fuge* rufen in einer Sovache, die er nicht verstand. Last ihn ich bleibe ewig dein!" hatte sie ge­tagt. Und baß ich ihr glaubte, rettete ihm daS

Soviel ich weiß, bat Fräulein Signe sich dann gerade an jenem Abend mit meinem Bruder ver­lobt."

,La. Und am nächsten Tage hat sie in meinen Armen den Schwur geleistet, der sie für alle Ewig­keit an mich band."

Um Sie vorläufig zu beschwichtigen. Bei Ihren gewalttät'gen Tmgimgen ist da- einiger» masten verständlich."

Er sah, daß er den richtigen Weg ein gei (Hagen hatte, diesen finsteren Schweiger M^ meden zu zwingen. Tie Adern an Semper-Schläfen tagen hock auf, und lein Gesicht war nicht» andere- all ^ln Gefüge zuckender MuSkelbündel.

Iunyenferrigkeii verteidigt, und bedaup», er fei erblich schwer belastet und toimc für je.ne Tat nicht üertmtroonlid) gemacht weiden, ertndt wegen öctru^x usw eine Eta am:gefM'miis"traft von ton Monaten 3 Tagen die tovch to erli.tene Unter­suchungshaft al- oerbü 'l erklärt wurde. Er soll sich noch einer ganzen tHrilx äbnlklrr SckZ^dschwinde- leien schuldig gvmarfx haben und to:itnu deshalb zunächst nach Eiienach. Seine Etattcktr war bereit# früher mangelt ausreichenden Beweise- aus der £>aft entlassen worden. Interessant war. daß der -lnaeklagte behauptete, der Tkt.id) gehöre dem Onkel seiner Braut, einem T.ingischen Land- tag-abgeordneten

Eine PrvcNkla« zwischen Giessener Ernwvh- nem wurde durch Berglech erledigt

dferldüMaal.

Zwei PrefseproE

Marburg, 13. Jen Als im Derbste v. Jahves daS Verbot de- Iungdeutschen Orden- durch dcn Obcrvrösidenten *raangen war, nnnt>e trotzdem hier durch A ushängezett.'l eine Ordcnssigung in einer hiesigen Wirt chast ang.kün- diyl. Kur, daraus erschien in der Beniner Volk- gctnmg eine Notiz, in welcher dw diesigen Bolizei vorg^nvorfen Wirrt*, sie ließ' eS an der ndticn Aus- icht fehlen. Turch sonstig»' Bemerkungm, bi: unter Bezugnahme aus die erwähnte Sitzung bigefügt warm, und die aus ein kameradschaftliches Verhält­nis zwisck-m Polizei und Studenten anspiettm, sühltm sich Noei Kommissare beleidigt und nftaL teten gegen den 18rfajvr deö Artikels, den (5d)rift leitcr Sbt., von der hiesigen ,,£»41 Lannd?szeitung", Strafantrag. In der heutigen Sitzung vor dem Sckössengenckt erschien diestt nickst, wohl aber als Zeuge cm Mitglied de- Cass'ler Dämatdicnstes, der zufällig der Versammlung als frember Gast bei gewohnt nnb ber bem Beklagttn dieMi trilunaen über die Sitzung gemacht hatte Tas Gericht ftUte est, daß die Polizei in Bezug aus dir U-'bemxidmng der Versammlung, die als solche drrouftin aus­gefallen war. es an nichts hrtle fthl.m lasj.n ES mußte aber den Beklagten fr. ispvechen, wril dieser seinen Bericht im guten Glauben, bah .'S anders sei, und auf Grund der ihm gemachten Mitteilung!« geschrieben hatte. Ter AnttSamvolt hott', vier Wochen Gefängnis beantragt.

In einem andern Protest, den tin Arzt in Gladenbach wegen Beleidigung durch di' Presse gegen itn. angestv'ngt batte, würbe dieser von der Straftammer zu 30 Mk. Geldstrafe verur­teilt. In dem Attikel war gesagt worden, daß d.»r Arzt einem Htaanlen Vorhalte aemachl l-ätt:, dast in seiner Wohnung Spartakistenblätter hcrurnlagm.

werden. '

Unter den Mitteln zur lieber winbung1 des gegenwärtigen wirtschaftlichen Tiefstandes steht der Ausbau der bave.iscs«n Wasserckräsbe in vorderster Reihe. Die Dundchiprung der Ausbauarbeiten schafft nicht nur für die näch'te Zeü reiche Mr- beit Sg e le gen hei t auf dem Bau- und Ma- sckinenmarkt. Mit £>Üfe der auSpebauten Was; er- kriifte, die emni wertvollen Ersatz her heute so schwer und teuer zu beschaffenden .ttvhta darstellen, können tmdj Unternelnnungen ins Leben gerufen werden, deren Erzeugtrisse sonst zu unerschwing­lichen Preisen aus bem AuSlcnrde bezogen werden müßten. Hiernach handelt es sich um etne Ange­legenheit, die nicht nur für die bayerisch-, sondern allch für die deutsche Volkswirtschaft von dkii größten Bedeutung ist.

Kirchliche Nccbrichten.

Evangelische Gemeinde.

Sonntag, den 16. Jan, 2. n. Eviphantas

In der S ladtkirche. Born. 97? Uhr: Pfr. Becker. 11: üftiderkirche f. d. Markurgem.: Dir. Bccker. Ak^s 5: Pfarvassist. Ramge. Montrg, 17. Ian, abds. 8: Vereinig, b konf. männl. Ju­gend b. MatthäuSgem. Dienstag, den 18. Jan., nodim. 4: yvauenmisston-verrin. Donnerstag, 20. Jan.: Verewig, d. konf weibl. Jugend der MatthäuSgem. In der I o ha n n e s k l r che. Vorm. 9Vi; Pft. AnSfeld. 11: Shnberfirdje f. d JohinneSgem.: Pfr. Ausseld. MdL. 5: Pfr Bech- tolSheimer. V?8: Äkreinig b. konf. männl Jugend d. Johanne-gem. Montag, den 17. 3an., abdS. »/,8: Bereinig, b. konf. männl. Jugend d. Lutasgem. Un ive rsi t ä tSg o 11 esdien st, Sonntag, 16. Jan., vorm. 11 Uhr. Wrefeck, 16. Jon. vorm. 9'/«: DouptgotteSdienst. 11: Kinderkirche. Abds. 7: AbendgotkeSdienst. Sonn­tag, 6. Jan., vorm. 10: Kirchberg. Nachm iy8: Lollar.

«acholische Gemeinde.

SamStag, 15. Iwl., nrchm 5 u. abds 8 Uhr: Gelegenh. z. hl. Beichte. Sonntag, 16. Jan., 2. Sonntag nach Epipl-anie. Bonn. 6*/i: Gelegenh. z. hl. Beichte. 7: Dl. Messe Kommun, d. Iung- fvaueu. 8: AuSteita d. hl. Kommun. 9: Hochamt m. Pr. 11: Dl. Messe m. Pr Nachm. 2: Jüng- lingS-Kongregat. 4'/,: Jv:gftanen-Kongr 5»/,! Christenlehre; bar. sakramental. B uder>ck-aft.-An­dacht. Kath. Gottesdienst. 16. Jan. Ltch Vorm. 10. Nachm. V»3. Hungen. Vorm. v.

^Pastillen

▼tut Deelnfektlon der Mund- und z Rachenhöhle. Hervorreo*hd »- VXj wihrt bei Grippe,

. HaieentzOnd..H*i»eilL, K Verschleimung

treten wollte.

Das Bestreben mußte sich daher darauf richten, Sveicherkräftc für Hebern ahme der Tagesver- brauchSsvitzen, aber auch für Kraftevgänzuna bet Vasserklemmen xu bauen, welche einschließlich der Ueberttagungskosten die ErgänzungSarbeit billiger l'.esern konnten wie Rcservewärmekrastwerke. Ge­legenheit hierfür bieten in Banern die vorhandenen Seen des Alpen- und Voralpenlandes sowie die Möalichkeit ber Errichtung von Talsperren- a n l a g c n. MS hervorragerck geeignet ergab sich irt dieser Einsicht ber 16 Quadratkilometer große Walchensee mit Einleitung der Isar und Aus-- nLtzung de» 240 Meter betragenden GefälleS zum Kochelsee. Ter Bau des Werkes wurde schon i» Frieden in Aussicht genommen, doch verzögerte fih die endgülttge Baubearbeittmg bis in die Dttegszeit. Tie Vauarbeiten wurden im Dezember 1118 begonnen, sie sind seither, namentlich im ^5ten Jahr, soweit fortgeschritten, daß mit der floHenbung der Hauptarbeiten Ende 1922 und mit der Inbetriebnahme des Werks im Jahre 1923 verlässig gerechnet werden kann. Das Wolchensee- roert liefert bei einer Maschinenleistting von 168 000 Pferdekräften eine ErgLnzungöarbeit für Zlußkräfte von jährlich rund 250 Millionen AerdckraMunoen, entsvrechend rund 185 Millio-

Schöffengericht.

Gießen, 12. Januar.

Weinhändler sind nach dem Weinsteuer- gefetz vom 26. Juli 1918 verpflichtet, Aber den Wein Verb rauch .mch einem dorgeschrieb^non Fm> mular genau Buch zu führen. Ein hiesiger Kauf mann, der zugleich Weinhändler ist, hat dies nur mangelhaft getan. Bei Durch icht seiner Bücher wurde ein Fehlbetrag von 175 Flaschen sestgeftellt, über den er keine Auskunft geben kann. Er erhielt 50 Mk. Geldsttaft , , . A .

Ein Landwirt von Watzenborn fuhr tm Ium vorigen Jahres in die Gemarkung Schiffen berg, obwohl toegat ausgebwchener Maul- und Klauenseuche Gehöftsperre angeordnet worden war. Seine Entschuldigung, er habe in Not gehan­delt, weil er lern Futter mehr gehabt habe kann ihn vor Strafe nicht schützen, sondern diese nur mildern. Er kommt deshalb mit 40 Mk. Geldstrafe davon. _ ,,,

Drei Kaufleute von hier hatten^ Strolbefeble über 4000, 4000 und 2000 Mk. erhalten, weil sie ohne die vorgeschriebene Genehmigung mit 2 o* batwaren gehandelt hätten. Auf ihren Ein­spruch wurde heute ftstgestellt, daß der eine von ihnen tatsächlich die Erlaubnis hatte, während ber andere als Einkäufer einer Firma tättg war, die

2Bre kommen Ste auf "Vie Sernuitimg, daß ste ti lern sollte?"

Laben Sie es mir nicht auf dem Fnedhos jelbst getagt?" , ,

Daß ich nicht wüßte. Unb wie ich bereit- be­merkte: Si: haben sich vergebens bemüht."

,Lch beklage da- aufrichtig. Denn ich tot über­zeugt, bab chr Porträt war. Und sicherlich formte es keiner besser aus dem Gedächtnis -eich- iten al-te."

Wanmr gevade ich?" fragte der Bildhauer nt hevausfordcrndcm Ton, mbem er sich bem hart- rtiefigen Besuchcr erit letzt voll -ukchrte.

Weü Sie sie doch sehr gut gekannt haben.

Dein Bruder hat mir davon erzählt."

Er sagte es leichthin: aber er nahm bem an* bttn damit auch den letzten Zweifel daß eS sich ki bem späten Besuch um irgend eine betontere Milcht handeln müsse, für die die Bitte um das Skizzenhlott nur ein Borwartd gewetan war Und rem schlen Semper selbst begierig^ dtefe 2lbstcht zu rrgründen. , _

,L«t er sich vielleicht gerühmt, ste nitr ge­stohlen zu haben?" fragte er rauh.

Nicht gerade gerühmt. Zugegeben hat er e- aleroing-."

Nun, so sagen Sie ihm, daß er sich tm. Tenn sie bat ihm niemals gehört."

33), das ist interessant. Unb wenn ich Ihren Suftvag ausrichten soll, werden Sie es wohl etwas «Vher begründen müssen."

nen Kilowattstunden, welche diesen und den von ihnen gespeisten Verteilunqsnetzen durch ein großes Fernleitungsnetz mit 100 000 Volt Spannung iBayernwerk, -ugeführt werden. Damit ist nun­mehr die Grundlage gegeben für eine günstige Ausnützung der bestehenvett Flußkrafie und den wirtschaftlichen Ausbau weiterer großer Wasser­kräfte für lleberlandversovgung und Bahnelektri­sierung. .

Sv wurde vom bayerischen Staat tm Fruv- ,ahr 1919 der Ausbau der Isarstraße Mün­chen Moosburg, kurz Mittlere Isar ge­nannt, in Angriff genommen Das Derk wird bet einer Maick inenleisiung von 14000) Pferk-

beiten soweit sorlyeschrUten, dast die Ausnahme des Betriebes für 1624 in sicherer Aussicht steht

Die gegenwärtige Entwicklung des Wasftr- kraftausbaues wurde 7toch> durch zwei Tatsachen von größter Bedeutung Einstig beeinflußt D e üvheln- und Nohsrofftuot lieft die Masck neu- und Bremtstosfpreise we entlick höbet ansteig n, als dir \t oft eit für Was ser lxruanlag-rn unb stärkte damit die Uebettegen^it der Wasserkräfte außerordentlich, indem sie zngleick» die Grenze noch wirtsckaftlichn: Ausbaukosten wesentlich böher rückte. Dazu kcm die Ste tz-.'rung der Absatzntögli'chVett grofjrröiKrgk» mengen, wie sie durch bi? Littwüklung der lieber- lcmdversoigung, das BelÄrfnis nach Bahnelekttr slenmg unb öai Aufschwung der el^trotechnischeu Großindustrie sich nunmehr bietet.

Die Erzeug ungSko st en bei süd­bayerischen Wasserkräften bereckmen sich nach den beseitigen Preisverbaltnissen zu 10 bi? 30Pfennigen für bie Kilowattstunde, denenWännr- krastkoslen bet gleichen BetriebSrechälttti'icn in Bayern von 50 <0 Pfennigen für die Kilowatt­stunde gegenübersfohen. Selbst für den Fall er­heblichen Rückgangs der Ban-, Diaschinen- unb Brennslosfpreisc, sowie einer Derbes e un-i der Brennstoffausnützung wird sich ine wictschtftlicke llfbedegenbrit der Dasserkräfte crlxxltcn, da die Noh- und Brennstoffkostcn auf unabsehbare Zeit hinaus gegenüber dem Bau unb Betrieb von Wasserfvaftonlag?n verhSltt'i makng ungünstiger bleiben werden, lot? vor dem .strnge. '

Im weiteren Verlauf soll Ätasseickrift- nnbau in Bayern auf etwa dre'eiultalb Millionen Pferdekräfte durchsckmittlich verfügbarer Leistung mit einer Jahresarbett von rund -wolf Milliarden Kilowattstunden gehoben und damit nicht nur ber Bedarf Bayerns für die allgemeine .Licht- und Üraftverforgimg, sonne für die Elektrisierung ber Bahnen und die ElettrochemischLn Großbetriebe gebetft, sondern auch ber Ausfuhr von elek­trischer Energie in benachbartem Wirtschaftsgebiete Rslsttung getragen

walm. M M

MU !|W iMrkrn. - Ä» 'med.Alberh veziatarjl.>,riiztU^ > Ungü g WWMMWM M Brennabor » tt- ®nd. Fabrikat# b. teliikfüiig d e,n<etroffen! k, &hr prell wert u. KMcbmackvo!

Seltersweg 79.

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ebenfalls bie Erlaulmis zum Tabakhandet besaß- xk-be wurden daher irrig es pro chrn. Der drttte Be- schuldigte wies nach, daß er kurz nock Abschluß des b;er in Betracht kommenden GesckästeS um bte Erlaubnis nachgesucht und sie auch erhallen hat. Er tarn deshalb mit enter Ordnungsstraft von 50 Mk. davon.

Nack emer Verordnung vom 13. Januar 1919 waren sämtliche Arm eewaffen abzuliefern Ein Togelötr.iCt aus Wteseck war toser Vorichrist nicht nadk-Jommen unb batte einen Armeerevrl Der zurucklxhalten, der bei einer Ömis'uchung bei ihm gefunden wurde. Seine Entschuldigung, bie Frist zur Waffenablieferung fei noch nickst ab gelauien gewesen, ift nicht snckhaltig, denn es wäre mir bet freiwilliger Ablieferung nicht nach Herkunft und Inhaber der Wafje gefragt wor­den. Auch er bekommt eene Geldstrafe von 50 Mk.

Ein Landler aus Lauterbach, der fr über in Gießen wohnte, tourte Ende Dezember 1918 und Anfang Januar 1919 von einem Ländler in Franliurt a. M. ie 5000 Militärhemden -um Preise von angeblich 7,50 Mk. b;ro. 8,50 Mk. pro Stück. Unmittelbar daraus verkaufte er bie Waren mit einem Netnverdienst von 1,80 bis

vertagt. ,

Im September v. Js. fand ein Kauf- mannStehrling von hier in bet Lftbigstraße einen Briefumschlag mit 280 Mk. Inhalt. Anstatt den Fund bei der Behörde abzultefern, fuhr er damit nach München, wo er von der Polizei aucehallcn wurde. Das Geld hatte er zum größten Teile verbraucht. Wegen Unterschlagung erhält er mit Rücksicht aus ferne Vorstrafe wegen Dieb­stahls 3 Wockien Gefängnis. , _ f

Ein Dienstmädchen von hier stahl seiner Dienstlierrfchaft einen seidenen Mantel im Werte von 450 Mr. und einem andern Mädchen, in dessen Zimmer es mehrere stiächte schlief, einen Mantel- [loh im Werte von 100 Ml. Wegen des groben Vettraucnsbruchs erhielt sie 2 Wochen Gefängnis.

Im vorigen Jahr feierten mehrere Zkorb- macher in einer hiesigen Wtttschaft den Ge­burtstag ihres Onkels. Bis gegen 11 Uhr vormittags hatten sie berät5 etwa 25 Flaschen Wein getarnten, so daß bie Gemüter alle sehr erregt waren. Der eine von ihrem kaufte dann einem andern einen Mantel ab unb behauptet? nachträglich, er habe ihm nicht nur den Mmitel, sondern zugleich auch feine Geliebte abgrkauft, was dieser aber nicht gelten lassen wollte. Das Ende Dom Siebe war eine allgemeine Schlägerei, in deren Verlaus einer drei andern mit einem Messer leichte Stiche in Arm, Schütter unb ins 0>eficht versetzte. Er erhält dafür eine Gesamt- gesänmiissttafe von 1 Monat.

Eli Koch aus Eisenach trat im September vorigen Jahres mit säuer Geliebten in Gießen cm imb trug sich in einem hiesigen Gasthof als .^inoschauspieler Pylisander aus Berlin und Frau ein. Angeblich war er auf ber Reise nach Essen, um dort 20 000 Mk. zum Ankauf eines Lebensmittelgeschäftes zu holen. In Gießen hatte er nur Station gemacht, um seiner Geliebten die Stadt zu zeigen. Er benutzte bie Gelegenheit, um in emem hiesigen Wäsche schäft ein Ober- Hemd, eine Bluse, Zvragcn usw. zum Pvetsl von 340 Mk. nu kaufen. Obwohl er im Besitz von etwa 1500 Mk. war, zahlte er nur 20 Mk. in baar, während er für den Rest von 320 Mk. einen Scheck aus eine Bank in Eisenach in Achtung gab. Der Geschäftsinhaber erfuhr alsbalb, dcrß der Aus­steller bei der Eisenacher Bank zwar ein Konto, aber keinerlei Guthaben hatte, unb veranlaßte den Angeklagten, ber kurz darauf wieder an dem Geschäfte vvrbeigmg, die restlichen 320 Mk. in bar zahlen. Ern Schutzmann, der den Vorfall be­merkt hatte, gewann nun Jntevesft für das Paar und gmg ihm nach, worauf die Beiden bie Flucht ergriffen, aber hinter der West- Anlage am Bahndamm feftgerommen wur­den. In dem Koffer de- Kochs fanden sick eine geladene Browirtng-Pistole, etn Di tnch. an kleiner englischer <sd|raubenküUlf)d, fon* «rto* bene feine Metallbohver unb ein blauer Schlosie» anjug, offenbar ein vollständiges EmbrecherWerk­zeug, vor Der Angeklagte, der sich mit großer

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Er hat ihren Körper gekauft; ihre Seele aber bat fte ihm nicht gegeben nie ntcht für eine emzige Stunde." __

.Zkönnen wir denn überhaupt bte Seele eines andern besitzen, Derr Semper? Ick denke, daS wäre nickt- alS eine leere Redensart."

' Ter Bildhauer fuhr auf. .

ÖH Sie e- so nennen, ift mir Metchguittg Denn vh statt Seele Liebe tage, werden Sie mich doch wohl verstehen." _ L

Tas ist allerdings deutlicher. Aber darum nickt' glaubwürdiger. Wenn sie mkinen Bnider nicht mehr liebte als Sie, hätte fte Ste doch wohl kaum aufgegeben." _ , ...

Nun tat Semper eaten Schritt auf ihn zu.

ES ist mir lieb, daß ick einen von der Gefell- scktaft vor mir habe, und daß ich ttan mS Gesicht lagen kann, was ich dem andern l'dpn hatte lagen wollen, alS sein Opfer noch am Lebm rtnr. Nein, sie hat ihn nicht geliebt. Sem angeblicher Reick- tum war es, dem sie ftchchtnaab. Sie tat dem sie mir mit ben heiligsten Eiden geschworen hatte, binnen kurzem bte Mäne zu lein.

Erich erinnerte sich nicht, jemals etwas beiden- dieses großen, robusten Menschen. Mer er wollte ihn noch stärker «tyn. Darum bewa^erm Ton unb Sxritung bie Gelanenhett eines Mannes, der die Ausbrüche eines Erregten ohne alle innere Antellnahme über sick ergehen laßt. ___

Einer Toten läßt sick dergleichen tagt «ck- sagen, mein Derr! Sie Bann eS ia nicht mehr

mich für einen Lügner? Do«. daS ^i'st Ihr gutes Recht. Aber Sie sollen dies Zimmer nicht pertaffen, ohne ftck überzeugt zu

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Äilwicklung der toafierfraftausbaues hi Sayern.

Die Lvrrespondenz tzofsmann schreibt:

Der Ausbau baherischer Wasserkräfte war vor ten Kriege, abgesehen von zahlreichen lleinen Xriebmerkanlaaen, welche dem Mühl- und Säge- l«ried und sonstiger örtlicher Induune beschränk-

3 Um'angs bientm, verblltniSmaijig gering ent* ufelt. Zwar hatte die in ber Gcfckichtc der Techntl

ebeutame, durch Oskar von Miller schon vor -^..uig Jahren burAg-führte Uebertragung von : Jafinrro-tencrgie aui große Entfernung das eine irmmnis für die Enttmcklima dcS WasscrkrastauS- aues, die bisherige örtliche Gebunbenh.'tt der Ber­atung, befettigl und damit der ®crroerroungv- i^ndifcit ein größeres Feld erfchfossen, auch war rrch bie Vervollkommnung der elektrischen Ma­rinen, namenllick abn: des turbinenbaued für all 'ii« verschiedenen Wassermcngen- und Gefattsver- Rttnisse die AuSbaumögl"Äeit und ber AuS* uitzungsgiad des fallendTN WasserS außcror.-entlick «hoben; trotz alledem ging bie Entwicklung zäh an statttn. 9hn langsam entstanden einige größere Inlagen, tcils für Industrie mit größer:m Strait- «darf, teils für gemeindlich: ElektrizttätSvenor- qxng und für Ueberlandversorgung.

Einschließlich der k eine i Tri bive k-anlagen an ran Privatflüssen war in Bayern vor bem Kriege ritt dtrechschnitt'ich- Was erkrafilcistung von runb 50000 PS verfügbar. . ,

Heftig wogte oft der Stteit, ob Wärmekrast, ob Wafferkraft, um Bruchteile ber Sliloroattftunbrn- bi'ten, zumal der Glaube an immer weitere Ver­billigung ber Wärmekrast noch nicht erschüttett war und ihre Vorteile lstnsichtlich geringerer An- leaefoften, geringerer Bauzeit unb größerer An- näsungsfähigkeit an den Bedarf für sic sprachen, (fi fehlten ja noch die wichtigsten Voraustttzungen iflr eine wirtschaftliche Verwendung von Wasicr- Iriften, nämlich die genügende AuSnübbarkeit eines im ber öo fermenge weitgcbcnben unb dadurch im NerhältniS zur Leistung billigen Ausbaues, bann aber auch bte Absatzmöglichkeit für große Energie­mengen und ein auskömmlicher Absatzpreis.

Bettachten wir zunächst die Ausnutzbarkeit enter Flußwasserkraft an einem südbav«rischen Fluß hie Ueberlandversorgung. Der Jahresabfluß, bei­spielsweise deS LechS oberhalb schongau, auf die 5'hmben umgci erbnet (Iahresrnittelwassermenge) beträgt etwa 70 Sekundenmeter. Diese Wasser- «enge ist nur an etwa 130 Tagen im Jahr vor­handen ober überschritten, an ben übrigen 235 Tagen ist die Abflußmenge Heiner, und zwar in beit Wintermonaten November nvt Februar durch­schnittlich nur 31,5 Sehmbenlubifmrtcr, entspre- d;enb 45 Prozent, ja sie geht zeitweise sogar auf 17 Sekundenkubikmeter, entiprechenb 24 Prozent, bet Jahresmittelwassermenge zurück. Ein Ausbau auf die konstante Straft, also auf 17 Sckundenkubik- nttter, macht die.<Vrafttoften verhältnismäßig teuer, nachdem die Bau- unb Betriebskosten eines Aus­baues auf 70 Sekundenkubikmeter, also auf bie vierfache Leistung, nur unwesentlich höher sind Nutzbar wäre zudem bei täglich achtstündiger Aus- nLtzung mir ein Drittel der Kraft, während der -räßte Teil der Gesamtwassermenge weiterhin nutz- lo# abfliehen würbe. Umgekehrt erfordert ber Aus- j®i auf 70 Sekundenkubikmeter eine Reservewärme- haft von mindestens 76 Prozent der Gesamtkraft: bie AnlageVosten der Wasserkraft erhöhen sich somit nahezu um die Anlagekosten eine« reinen Dampf­kraftwerkes und die Erzeuaungstasten für eine Kilo­wattstunde Ergänzungsarbeit gestalten sich so hock, biB wenigstens nach ben Friedenspreisen ber Kohle bie Flußwasserkraft sehr billig sein müßte, wenn sie mit Wärmekrast erfolgreich in Wettbewerb