«men eiyrlt<!>en Bersucy nach Dem reinsten "MI- sonfcheti Geschmack geliefert Man werde bald sehen, ob die Gruiwsätze Hughes für die Ab- rfiftung zur See, die als sofotti-.es Ergebnis habe, daß ungefähr zwei Millionen Tonnen Kriegsschiffe zum alten Eisen geworfen werden? auch auf das Londheer ausgedehnt erüen sollen. — „C e u br e“ behauptet, das Secabrüftuttgs» Programm Hughes entspreche nicht nur Den Wünschen, sondern auch der Ditte Japans. 2Ldmlcal Statt sei sein warmer Befürworter gewesen. England sei bielleicht nicht ganz so befriedigt. Was Frankreich unb Italien bei diesen technischen Erörterungen ernsllicheS tun tonnten, die ihre eigenen Leerüstungen nicht betreffen, sehe man nicht ein. — Herv4 erklärt im „Victvlre", er empfinde Eifersucht, bah die Vereinigten Staaten sich an die Spitze eines Kreuzzuges gegen den Krieg stellten. Frankreich habe die geistige Leitung der Welt verloren, die es durch Jahrhunderte zu bewahren gewußt habe.
Eu«e Nbrüftungskommisstott.
Dach der Lebe von Hughes wurde eine 26- rüsiungSkommission auS den Führern der Abordnungen der fünf Großmächte gebildet; zu dieser treten als Beigeordnete für die Fragen beS Stillen OzeanL je ein Abgeordneter der vier anderen Mächte.
ßin japanischer Gegenvorschlag.
Paris, 13. Dov. (WTB.) Wie der ^TempS" mit teilt, sind gestern abend auch die japanischen Sachverständigen in Washington zusammengetreten, um unverzüg- llch der Konferenz einen Vorschlag machen zu tonnen. Dieser Vorschlag soll eine positive Kritik enthalten, nämlich die Beseitigung der befestigten amerikanischen Marine st ützpunkteim Stillen Ozean und auf Den Philippinen.
Der neue japanische Ministerpräsident.
Tokio, 12. Dov. (WTB) Baron Taka- yasbt ifl yim Dremierminister gemäl.It wvcd«r.
London, 13. Dov. (WTB.) Das Leu ter- schr Bureau meldet aus Tokio vom 13. Dov.: Lakahasbi ist nunmehr vom Kaiser mit der Kabinettsbildung betraut worben und hat den Auftrag angeromm.n. DaS Kabi e 1 wird wahr- sch.inlich ui v.nändett blei er und die auswärtige PolitU HaraS weiter verfolgen.
(Ein Erwachen muh in Frankreich 7
Owndvn, 13. Aov. (WTB.) Die „Sun- Lach Limes'" schreibt: Sie Ankunft der Depa- rationstommission in Berlin h-at großes Interesse erregt und die Aussprache zwischen dem DeichSkanzler Dr. Wirch und Sir Braübury ist sehr offen gewesen. Es droht noch immer die Dcfehr eines vollständigen deutschen Zusammenbruchs. Der Gedanke zwingt sich den Llli- terten immer mehr auf. dah die "Reparationen in chrer jetzigen Gestalt nicht fvrtdauern tonnen, und dah ein auf Deutschland auSgeübter Zwang für die Alliierten selbst derhängniS- lwlle Folgen haben tonne. Es verlautet, dah Verhandlungen mit Amerika In -dieser Frage im Dange seien. Man hofftsoaar auf eine Aenderung der Haltun^der Fran- ^zosen.
1 London, 13. Dov. (WTB.) Ein ßon- derberichie.stat'er des „Obferber“ berichtet aus > Paris, der letzte Sturz der Mark habe endlich Frankreich di? Wirklichkeit vor Augen geführt. Ein fiaan.itller Zusammenbruch würde, wie die französischen Kreise jetzt einsähen, das Wiesbaden er Abkommen gefährden. Der Berichterstatter schreibt, es sei nun Sache der Washingtoner Konferenz, so schnell wie mög- llch die Diskussion über die Frage der Schuld der LirtschafUichen Verwicklungen zu eröffnen.
Eine N»dc bed Generals Smnts.
London, 13. Dov. (WTB.) 3n einer Bede in Pretoria erklärte General SmutS, e« tnerfie vielleicht der Tag kommen, an dem man sagen werde, dah die Washlnwner Konferenz der Beginn der Zusammenarbeit der Bereinigten Staaten mit dem Völkerbund war. SmutS erklärte. Deutsch.
land und Buh land mühten dem Böllerbund beitreten, und wenn sie es nicht freiwillig täten, so mühten sie dazu gebracht werden.
Anträge brr sozialdemokratischen Kam- mrtfroftiou in Frankreich.
Paris, 12. Dov. (WTB.) Die so- zialistischeKammerfraktion wird für den Abschluß der jetzt tm Gange befindlichen Finanzdebatte in der Kammer eine Tagesordnung elnbnnqen, in der gesagt wird, die einzige Sparsamkeit, die gestatte, ohne Schaffung neuer Steuern das erforderliche Budget zu decken, bestehe in der Beseitigung des größten Teils der militärischen Ausgaben. Diese Oparation sei eng verknüpft mit einer beträchtlichen Herabsetzung der Dienstzeit andemtellS aber auch mit der Friedenspolitik und mit der Politik des internationalen Einverständnisses und progressiver Abrüstungen. Die Tagesordnung, die für die Einkommensteuer eintrttt, sagt schließlich, was die 'Separationen anbetreffe, so sei die Verwendung des deutschen Materials und deutscher Arbeiter das einzige Mittel, den Wiederaufbau der ehemaligen Kampfzone ohne neue Anleihen durchzuführen. Diese muffe vervollkommnet werden durch internationale Kreditoperationen, um Deutschland zu helfen, t seinen MarkkurS wieder zu heben, damit ihm die loyale Ausführung seiner Verpflichtungen erleichtert werde.
Die Bestattung des unbekannten Soldaten in 2i)ashington.
Washington, 12. Dov. (WTB.) Ha- vas meldet: An der Feier der Bestattung des unbekannten Soldaten nahmen etwa 50 00v Personen teil. Marschall Foch legte auf Den Sarg die französische Militär-Medaille sowie das KttegSkreuz nieder und hielt eine kurze Ansprache. Ministerpräsident Briand legte auf dem Grabe einen bronzenen Palm- zweig als Zeichen der Dankbarkeit Frankreichs nieder.
Eine ^yraitcnfunbgcbung.
London, 12. Dovember. (Wolff.) Auf einer gestern abgehaltenen Zusammenkunft von Frauen, die 87 Organisationen mit einer Gesamtmitgliederzahl von 4 , Millionen vertreten, wurde beschlossen, an die Liga der amerikanischen Frauen in Washington eine Botschaft zu senden, in der erklärt wird, eS dürfe kein Krieg, wie der letzte, mehr stattsinden und der Hoffnung Ausdruck gegeben wird, dah Amerikas Frauen gemeinsam mit den englischen zur Schaffung einer freien öffent- lichen Meinung beitragen würden, die einen dauernden Frieden tn allen zivilisierten Ländern sichere.
Eine Ncbe torrfxirt Hauptmanns in Wien.
Wien, 12. Dov. (Wolff.) Gerhart Hauptmann hielt heute, einer an ihn ergangenen Sin. laduna folgend, im Festsaal der Universität in An. Wesenheit deS deutschen Gesandten, zahlreicher her. vorragender Vertreter der Aeaierung, von Kunst und Wissenschaft sowie der akademischen 3uaenb einen Vortrag über Deutschlands Wieder- gebürt. Die von der Liebe zum Vaterland« und von dem Vertrauen auf die auch die schwersten Schicksalsschläge überwindende Kraft deS deutschen Volkes durchglühten Worte deS Dichters machten auf di« Zuhörer einen tiefen Eindruck und erweck, ten stürmischen Beifall. Aach dem Vortrage dankte der Aektor Professor Diehl dem deutschen Dichter in herzlichen Worten und überreichte ihm eine Ehrenlette der Universität.
(krnährungslaae und Teuerungsverhältnisse.
Berlin, 12. Aov. (WB.) Im Anschluß an bte neuliche Besprechung deS bayrischen Ministerpräsidenten mit dem DeichS- kanzler fand heute in deren Anwesenheit unter Beteiligung des bayrischen Handels- Ministers Hamm und des AeichSminifterS Hermes eine weitere Aussprache in der ÄeichSkanzlet über die Ernährungslage und die TeuerungSverhälintsse statt. Hierbei wurde eingehend erwogen, in welcher Weise den bestehenden Mißständen entgegengewirkt werden tonnte. Die Erörterungen
Gießener Konzertverein»
Dießen, 13. Aov. 1921. Kamm-rorch-ster unter Pr.s. Trautmann; Frau Tilly Earndley-Hinken (S p an).
Erne stattlich? Anzahl beruflicher und nicht - beruflxfi-r Kammermusiker (Speicher und Flötisten) hatte sich unter der Leitung von Pros. Trauimann vereinigt, um gute Musik auS per ersten Hälfte deS 18. Jahrhunderts zu machen. An sich ein nicht unb'denklichrS Unternehmen. Denn die ausschlle'Iiche Vorführung ter Kammer- mu.tf einer vergangenen Epoch.' mit ausgeprägter Eigenart kvimte leicht einen akademischen (Sba- mltet annehmcn. ih.f-'re Gegenwart, welcher unter dem vulammentecficn mehrerer verhängnis- tofler Einflüsse der Q^enSinhall tn weitem JÄane verloren aegangen ist. ist in ständiger De- fahr, entweder Der Bersaseoung alles Positiven mi erliegen, oder aber in rem gcschich sicher Be- irachwna Ersah zu suchen. Die gegeim>ärlige Er- Hebung des GemütS ist aber wichtiger als die Lehre davon, wie in früheren Zeiten das Demut erhoben wurde. tRdiaion haben ist b.'sier als AeligionSgesch chte willen, und Musik erleben wertvoll.r, als ehemalige Musik studieren In- Lessen die Auswa l ter Sttfe für dicken Abend war mit so geschickter Hcr-ch getrosten, ui> dle Wiedergabe mit so r,'l Leben erfüllt dass dir Defahr dre» lebrea < > Anstrich s vollkommen überwunden wurde. 'DaS auS so t» clei vrr ch'.e- denen ilnntei u'amm mefehte Orcheste- rtt'i- zierte — im Eesamtspiel sowohl wir In bn Ve- aki ung ter entzückenden und f in audge.übrtcn Solopartien für Flöte und Violine — mit einer Buhe und w^ch'elleiligen Fühlung. als blicke eS auf Iahre d S Zusammenwirke ns zurück. 'Aber es war auch tüchckge Torbcrcilu igta i beit geleistet worden, und dieses Orchester verhalf denn doch
in ganz anderer Weile der Dirigerttenpersönlich- keit TrautmannS zur Geltung, als eS bei den flüchtigen Besuchen des LandeStteatcrorchestermöglich war. So hatte Trau mim sich außer ter Leitung deS Gam/en auch die Ausführung der Alaülerbarllen zumuten können, und damit noch in besonderer Weise das Ellingen sichergestellt. Er hat sich selbst mit l i fern Kon,ert die würdigste Feier zu seinem 25. Jubiläum alS Uni- ve.,i ätSmu'i'. i ektor biveitet Ci t sch5n r Auien» blick war eS. als dem verehrten und erfolgreichen Leiter unseres Gießener Musiklebens d1 Loib^er- kranz mit Schleife tn den Farben unserer Üni- ocrfitäl dargereicht wurde und "oavi der Barsch nde deS Konz eriverc ins. Sehe im . at Gustav Krüger, aus dem Act .en ter Hör r heraus ten Dank durch packende Worte, klassisch in Gehalt und Äüc.e, zum Ausdruck brachte.
Ungemein förderlich ßur Belebung d-?S Abends war die Mitwirkung der Sopranistin Zrau Tilly Cahnblet-Hink'rn aus Würzburg. Sie Deih mit ihren Mitteln haushälterisch umzu- geh.'n- ihr ansprechmdeS Organ hat b.sondrrS in der Tiefe vollen Wobllaut. Sine kleine Un- sichrrhrit im Ergreifen TonrS und leichtes Flackern der Stimme machte im Laufe deS Vortrags kräftiger 6ia>?rb?ü Platz, so daß man ihre ?olle rdet musikalisch? Durch^riniplna der D.llänae in ungetrübtem Ee^ruß l«mindern konnte. Prof Trautmann führte dir Begleitung mit der ihm eigenen vorbildlichen faubcren Eleganz auS.
Unter den Kom pani en des Ab-nds waren «pcl G.-ofte, S?b Tcc- Zeigte d eSn al statt kes gewohnten tiefet Ernstes ein fast fröhliche Anllitz in xr tn-Moll-Suite. Die Ouvertüre, wie Bach und feine Zeit solche Suiten mü ihrer alle nach- iolqcnben Sähe und Sätzchm in den Schatten stellenden mächtige» Einleitung nann’c. ist in hrcm Ernst weil nächtlich-festlich, weiterbtn heiter und aufmunternd. Die wellliche Kantate tm
zeigten völlige Elnumttgketr in der Deuttetluug der gegenwättigen Lage. Den von Bayern ausgesprochenen Wünschen sicherte die AeichS- regierung weitgehende Berücksichtigung zu.
Eine Besprechung im Arbettsminisierium.
Berlin, 12. Aov. (Wolff.) linier dem Vorsitz deS AeichSarbettSmlnisterS Dr. Brauns begann gestern im AeichsarbettS- minfftcrium dir Besprechung mit Den 21 r • belts- und Sozialministern der Länder. Mtt einer Ausnahme waren sämtliche zuständigen Ministetten der Länder Der- treten. Erster Gegenstand für die Beratungen war die Beschaffung von Arbeiten für die Erwerbslosen und Erwerbsbe- schränkte für den Fall, daß die heutige äußerst günstige Loge des Arbeitsmarktes wieder einer krisenhaften Entwicklung Platz macken sollte. Ferner wurde auch eingehend über die Finanzierung deS Wohnungsbaues Im Jahre 1922 verhandelt. Die Besprechung wird am 12. November fortgesetzt werden.
<Der!Retd)5mtrtfcf)aft5ratüberbie Kontrolle des Deoisenverkehrs.
Berlin, 12. Aov. (WTB.) Der finanz- polltlsche Ausschuß deS volläufigen AeichS- wirtschaftSrateS beschäftigte fleh in seinen Sitzungen am 10., 11. und 12. Dovember zunächst mit der Kontrolle deS Devisenver- kehreS. Hierüber hatte eine Sachverftändlgen- vernehmung ftatigefunben, über deren Ergebnis der Vorsitzende des Ausschusses, Georg Bernhard, Dettcht erstattete, lieber den Gesetzentwurf betreffend den Verkehr mit ausländischen Zahlungsmitteln, der den Kreis der zum Handel mb Devisen Berechtigten auf ün Handels- oder DenoffenschaftSregister eingetragene Personen oder Personenvereinigungen einschränken will, machte der Staatssekretär tm AeichSwirtschaftSministerium, Dr. Hirsch, eingehende vertrauliche Ausführungen, Der Ausschuß fttrnmte der Absicht des Gesetzentwurfes im allgemeinen zu, nahm jedoch mit 11 gegen 7 Stimmen einen Anttag Bernhard an, der den Kreis der zum Handel mb Devisen Berechtigten noch weiter einschränkt, indem derartige Geschäfte im allgemeinen nur durch Vermittelung der Danken getätigt werden dürfen. Der Antrag der Reichsregierung, der Maßnahmen zur Erfassung der bei Bürsenspe- lulattonen erzielten Gewinne vorschlägt, wurde einem Arbeitsausschuß zur beschleunigten Behandlung überwiesen. Dieser soll vor allem auch die von der Regieru'-^ in der Sitzung vertraulich mitgeteilten, in gleicher Richtung beabsichtigten 'Maßnahmen erörtern.
Staatssekretär Lewald über bte Gewaltinahregel in
Oberschlesien.
Breslau, 13. Arg). (WB). Staatssekretär Lewald, der stellvettreterrde deuffche Bevollmächtigte für die deutsch-polnischen Verhandlungen, bc- zurzeit zu Besprechungen tn DreSlau weilt, gc- währte einem Redakteur der .Schlesischen Volkszeitung" eine Unterredung über die letzte Gewalt- mahnahme der interallierten Koinrnission. Lewald führte dabei aus, die Ginreiseverweigerung durch die interallierte Kommission habe lebhaftes Erstaunen und Bedauern bei den deutschen Unterhändlern ausgelöst GS sei geradezu unglaublich, daß die offiziellen deutschen Vertreter, welche der Entente notisiziett worden sind, gehindett werden sollen, an Ort und Stelle sich mit der Bevölkerung über die einzelnen Punkte der Genfer Aote zu verftändigem Die Entente meinte in ihrem ob- lehnenden Bescheide, die deutschen Unterhändler könnten außerhalb ihres Abstimmungsgebietes die gleichen Informationen von den Vertretern der oberschlesischen Bevölkerung erhalten. DaS sei nicht richtig, betonte Lewald. Es könne sich dabei immer nur um einen beschränkten KreiS von Personen handeln, denen noch Schwierigkeiten bei Der Abreise aus dem Abstimmungsgebiet gemacht würden. Die Informationen an Ort und Stelle könnten keinesfalls durch solche an einem dritten Ort außerhalb deS tn Frage kommenden GrbietS ersetzt werden. Soviel bekannt, hätten polnische Gmmissäre ungehinderten Zutritt in das oberschlesische Gebiet. Die Befürchtung, daß durch eine Besprechung hochgestellter Staatsbeamter von deut
scher Sette Gesen und Ordnung gestört weroe^ könnten, fei absurd. Gerade durch die Verhkck»erung der Möglichkeit, sich mtt den deutschen Bevollmächtigten üb« die enttcheidenden Fragen sachgemäß auszusprechen, werde Unwille und Erbitterung Ix die Bevölkerung getragen. Wo und wann bi« deut'ch-prlnischen Verhandlungen siattsinden würden, sei noch nicht bekannt.
Äus dem Reiche.
Staatssekretär deS Auswärtige«.
Berlin, 12.Dov. (Wolff.) MintsterialdlrekttK v-Simson wurde als Dach folger des zum Gesandten tn China ernannten Staatssekretär« Boye zum Staatssekretär im Auswärtige« Amt ernannt
DeichLwehrrnmisterimn «nd Porsche Vereine.
Berlin. 12. Dov. (Prlvattelegr.) Laut dem „Vorwärts^ h-tt das DeichSwehr- mintftertum tn Verfolg deS § 36 des WehrgeseheS nach Duckftage bei dem Ministerium des Innern bestimmt daß der Alldeutsche Verband, der Deuffchvö.k.sche Schuy- und Trutzbunb. der Bund der Aufrechten, und die Deutscke Frie'enSgesellschaft als holi ische Vereine. Der Guttempler-Orden, der Verein DHeinland und die Deichsvereinigung ehemaliger Kriegsgefangener Dagegen als nicht- politische Vereine anzusprechen sind. Erstere sind demnach für die Angehörigen der DeichS- wehr verboten, letztere erlaubt
Ausfuhrsperre für Fische.
Berlin, 12. Dov. (Wolff-) Mtt Duckst^ darauf, dahzurzÄl Infolge des schlechten Valuta- standeS eine bettächtllche Menge Fische zu Ausfuhrzwecken auf gekauft wird, wodurch die Preis« unangemeffen Hochgetrieben werden und dem inneren Markt die Ware In großem Umfange entzogen wird, wurde die Ausfuhr für Fische bis auf weiteres gesperrt Das Ausfuhr« verbot umfaßt frische Seefische einschließlich der frischen Heringe, sowie Salzheringe und geräucherte Fische. Auch die Ausfuhr von Süßwasserfischen wurde gesperrt Unter Berücksichtigung besonderer örtlicherBedürfnisse wurde» tn geringem Umfange Ausnahmen für die AuSsuhrkontingente zugestanden.
Zur Kundgebung d?S vormcligen KronpriuzeL von Bayern.
Müncken. 12. Don. (WTB) Die sozialdemokratische Partei Bayerns veröffentlicht tn der „Münchener Post- eine Kundgebung an die Adresse des vormaligen Kronprinzen von Bayern. 3n Bezug auf feine bekannte Kundgebung wird bemerkt dah sie jedes Gefühl der Verantwortung gegenüber dem deutschen und bayerischen Voll vermissen lasse, denn sie verfolge unter Vor- sch'.ebung allgemeiner Landesinteressen lediglich persönliche dynastische Ansprüche. Wir wissen, heißt es weiter, daß sich die Absichten und Pläne DupprechtS und der hinter ihm stehenden vartinllaristisch-monarchislischen GeschäftSpolitller wenn überhaupt so nur mtt Hilfe deS Auslandes verwirllichen lassen. Gin Sturm der Entrüstung werde in ganz Deutschland tm Ernstfälle die monarchistischen Unruhestifter Hinwegfegen.
Sin GaSarbetterstreik in Berlin.
Berlin, 12. Dov. (WTB) Sett heut», morgen befinden sich die Gasanstalts- ar bei ter aller Großberliner Werke in passiver Resistenz. Sie verrichten nur DotsiandS- arbclten; die Gasversorgung ist vollständig unterbrochen. Wenn der Forderung sofortiger Auszahlung einer Teuerungszulage von. 1000 Mk. nicht entsprochen werden sollte, wollen sämlliche Arbeiter die Gasanstatten verlassen. Heute mittag Ist der Magistrat »un Beratung zusammengetreten; ebenso versammelte sich tm Dath<msr die städtische Tarifkommission mtt dem Lohnkartell. Die beiden Zto.Perschaften empfehlen der ^B. Z. a. HL" zufolge einen Vergleichsvorschlag, wonach allen städtischen Arbeitern für Oktober und Dovember eine Summe aus gezahlt wird, die der zu erwartenden Lohnerhöhung entspricht.
Sopran .Weichet nur, betrübte Schatten" ist eine Kette von HvchieitSgesängen mit teilweise ge- vabesu übermüt-gem Wesen. Auf Bach folgten mtnbcrbc?annte Damen. DaS Orchester spielte Manfrcdint und Telemann. Von erftzrem eine We.hnacbtSmuftk. deren Klänge mehrfach in Händels MelftaS, und gerade in dessen W.'ihnachtS- musik nachgewirkt haben. Kraftvoller und bedeutender erschien aber wohl die Saite von Dachs engerem Zeitgenossen Telemann mtt zündenden Motiven und fesselnder Durcharbeitung Frau Eahndley fang je ein kürzeres Lied von Pergolest und Durante, von denen besonder- das zweite ih e gediegene Musikalität ins 2übt stellte. Den Abschluß machte Händels Konzert Dr. 13 F-Dur: eine tu.ch und ourch eb'e Musik, mtt einem hinreißenden Finale, das voll Energie und Schwung miebergegeben wurde. X H.
M
Ei» neuer Hcf manu-thal.
Aus München wird uns g-schrü bm: Witten in den politischen Lärm utb das griell'-chastliche Getümmel der DegeTttoart fatHugovouHos- mannSthal ein Stück gefldli. das die vor- rebm-milb? Gefell g'eit dcS grau am zugrunde gerichteten All-WienS unS noch einmal wie in sanfter Abendbelcuchtuna zeigt. Sein Lustspiel .Der Schwierige", hat trotz glleaenUicher Ans klänge an die Dach'riogS,zeit mit u ’cren Tagen nichts zu tun. Wie aus einer I^rsel im fernen Weltmeer beut ka irgei dwo in W en ein Bällchen hochlull.vierter 2 tflolraten, le en Dero- lu tion und Aevublik wohl tbrvn 2 e s titel, nicht aber ihre Deigung zu wvhltcnrperierter Konver- sattvn, zu harmloser Intrige und »arten Liebesspielen hatten nehmen Birnen. Besonders in einem, dem Grafen Hans Kari Bühl, feiert das sterbende Wien feinen te.trx, freilich schon 1um diigcroinmencB 3-risetex. Detter feUfame _<txui
gehört seinem Charakter nach yl den .Schwierigen". Er ist, tellS aus Vererbung, t ckls du^ch Erziehung und v'.ellcitt-t infolge Erschütterungen im Weltkrieg ein bl8 tn die Fingerspitzen nev döser Herr, Der turch tausend Wenn utb Aber, du-ch .yirtefte Dücksicht auf seine Mitmenschen und durch ein überfeinertes Beran twortungsgefübi sch )einen Lebensweg f<rart erschwert. Cd t er beinahe um sein Lebrnsglück kommt. 3m Schloß liebt er eine juig. Barone'', diese aber fc Q er an einen Verwandten abtreten und zudem dinget man ihm auf, daß er den Brautwerder für den anbeuen mache. BLd $ü zart, sich dag gen auf- ^llehnen, unb diel zu gntig, das Glück ei"eS DebenmenschTu ?u griäh den, ist er zu diesem Leidensweg b?rrii, Baroneß 21 e-wvl aber b^ I einen Wert Imrtt u'd ihn schm lange (izbt, ist robuster unb willenkrüftiger als er unb sichert sich durch ein offencg Wort den G lieb'en unb da- mtt ihr deideriritigeS Glück HvsmaTvrSlhal hat es lediglich auf eine e schöpfende, pstzchvlogl'ch tief schürfende Eharakterzevh runa dieses Schwierigen abgesehen, während bte übrige, ziemlich magere Hand.urg nur S affagc bleibt Das Spielerisch-Leichte. Anmutige unb Geistreiche der Äon- vertattvn hält indessen fast Immer fest utb hilft auch über gelegentlich [ ere Drellen freundlich bbtipeg. Bei der Uraufführung tm Münchener DeNdenztheater fa'lelt Eust.rvl Waldau die Destall dcS emp'i'dungSvolten. vielfach gehemmten G.asen so r.ich mit feine* und feinsten Z^aen aus. datz nich' zule t ihm der Erfolg des ckdmds zu tonten war Bon den übrigen Mitwirtenden fanden sich narnenttich Frl. B c r a n e r als Daroney Altenwyl ubFlHrr- t e r i ch in der Dolle einer mehr feschen als distinguierien Wienerin mtt ihren Ausgaben vortrefflich ab Ku t Stiele'. S Sp ellrittr g batte für stilvoll he ^gerichtete Qicnenbilbcr geiorgt


